CH665765A5 - Vorrichtung zur untersuchung und fuer eingriffe in der bauchhoehle. - Google Patents

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CH665765A5
CH665765A5 CH2670/84A CH267084A CH665765A5 CH 665765 A5 CH665765 A5 CH 665765A5 CH 2670/84 A CH2670/84 A CH 2670/84A CH 267084 A CH267084 A CH 267084A CH 665765 A5 CH665765 A5 CH 665765A5
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abdominal wall
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abdominal
vacuum
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CH2670/84A
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Herbert Dr-Phil Hengstberger
Maria Dr Med Hengstberger
Harry Moench
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Riwoplan Med Tech Einricht
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    • AHUMAN NECESSITIES
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    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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    • A61B17/3417Details of tips or shafts, e.g. grooves, expandable, bendable; Multiple coaxial sliding cannulas, e.g. for dilating
    • A61B2017/3419Sealing means between cannula and body

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Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für die Durchführung von Untersuchungen mittels Laparoskopen und zur Durchführung von chirurgischen Eingriffen in der Bauchhöhle von Patienten.
Zur Untersuchung von Bauchhöhlen eines Patienten mittels Laparoskopen und zur Durchführung von chirurgischen Eingriffen in der Bauchhöhle muss die Bauchdecke zur Einführung einer Kanüle durchstochen werden, um die Bauchhöhle mit einem inerten Gas zu füllen und die Bauchdecke anzuheben, um dann durch die Bauchdecke gefahrlos für die Innenorgane Instrumente einführen zu können. Durch das Durchstossen der Bauchdecke besteht die Gefahr, dass an der Innenwand der Bauchdecke anliegende innere Organe, insbesondere Darmschlingen und Gefässe, verletzt werden. Weitere Nachteile des bekannten Verfahrens bestehen darin, dass er zeitaufwendig ist, da für das Anheben der Bauchdek-ke in die Bauchhöhle etwa 4 bis 6 Liter Gas eingeblasen werden müssen, was einen Zeitraum von mindestens zehn Minuten erfordert. Obgleich nach Durchführung der Untersuchung bzw. der Operation dieses Gas wieder abgelassen wird bzw. durch die in der Bauchdecke befindliche Öffnung aus der Bauchhöhle austritt, verbleiben in dieser Gasreste, die dem Patienten über einen Zeitraum von einigen Tagen Beschwerden bereiten. Das bekannte Verfahren ist schliesslich auch insofern nachteilig und in seiner Anwendung umständlich, als es aus medizinischen Gründen eine Abdeckung der Körperpartien um diejenige Stelle herum, an der die Bauchdecke durchstossen wird, erfordert, um die erforderliche Sterilität des Eingriffes gewährleisten zu können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, durch die die Bauchdecke ohne Anlegen eines Pneumoperitoneum von inneren Organen abgehoben werden kann und ermöglichen soll, die Bauchdecke in ihrer abgehobenen Lage zu durchstossen, um anschliessend Instrumente einzuführen sowie Untersuchungen und Eingriffe in der Bauchhöhle vorzunehmen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Durch diese Lösung kann die Bauchdecke durch den Unterdruck in der Haube von inneren Organen abgehoben werden, so dass anschliessend durch den Durchgang die Bauchdecke durchstossen und in die Bauchhöhle Instrumente für Untersuchungen und chirurgische Eingriffe eingeführt werden können. Bei zusätzlich erforderlichem Anlegen eines Pneumoperioneum ist sichergestellt, dass die Kanüle ohne Verletzung von inneren Organen und Gefässen in die abgehobene Bauchdecke eingestochen werden kann.
Nach der Erfindung wird der vorteilhaft zentrale Durchgang der Haube nach dem Aufsetzen auf die Bauchdecke von einer Hand oder von einem dicht aufsetzbaren, lösbaren Deckel so lange verschlossen, bis die sich anhebende Bauchdecke durch den angelegten Unterdruck am unteren Randbereich des Durchganges anliegend, einen dichten Abschluss zwischen Haubeninnenraum und der Atmosphäre bewirkt. Anschliessend kann die Hand oder der Deckel abgehoben werden, womit Instrumente ohne Behinderung durch den Durchgang und einem Durchstich in die Bauchhöhle eingeführt werden können. Anstatt der Anwendung eines starren Durchganges kann man auch so vorgehen, dass vom oberen Rand des Durchganges ein ins Haubeninnere gerichteter ringförmiger Faltenbalg ausgeht, der am freien Ende mit einer sich auf die Bauchdecke legenden unteren Randbereich in Form einer Ringscheibe versehen ist, und dass der Haubenraum wieder über einen Stutzen an eine Unterdruckleitung angeschlossen ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert, in der mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigen:
Figur 1 einen senkrechten mittleren Querschnitt durch die Haube eines ersten erfindungsgemässen Beispieles,
Figur 2 den gleichen Schnitt durch ein zweites Beispiel, Figur 3 den gleichen Schnitt durch ein drittes Beispiel nach der Linie III bis III der Figur 4,
Figur 4 eine Aufsicht auf die Haube nach Figur 3,
Figur 5 eine schematische Seitenansicht einer in der Höhe einstellbaren Abstützung einer Haube nach einem der Beispiele Fig. 1 bis 4.
Nach Figur 1 besteht eine Vorrichtung nach der Erfindung aus einer Haube 1, die mit ihrem freien Rand 2 auf die Bauchdecke 10 eines Patienten gesetzt werden kann. Die Haube ist in ihrem mittleren Oberflächenbereich mit einem Durchgang 3 versehen, an den sich ein nach innen gerichteter Stutzen 4 anschliesst, der an seinem unteren Rand mit einem Anlageflansch 5 versehen ist. Weiter ist die Haube 1 mit einem Stutzen 8 zum Anschluss an eine Unterdruckquelle und mit Handgriffen 9 zu deren Handhabung oder zum Einhängen in eine Haltevorrichtung versehen.
An den Stutzen 8 wird eine zu einer Unterdruckquelle führende Leitung angeschlossen. Um in dem durch die Haube 1 und die Bauchdecke 10 gebildeten Innenraum 7 einen Unterdruck erzeugen zu können, wird die Öffnung 3, z.B. durch Auflegen einer Hand oder eines Deckels 14, vorübergehend dicht verschlossen und im Innenraum 7 ein Unterdruck erzeugt. Hierdurch wird die Bauchdecke 10 angehoben, bis sie am Flansch 5 des Stutzens 4 zur Anlage kommt. Diese Lage der Bauchdecke 10 ist in den Figuren gestrichelt dargestellt. Da nun der Innenraum 7 zwischen der Bauchdecke 10 und der Haube 1 an Unterdruck liegt, kann der
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Durchgang 3 zur Durchführung von Instrumenten und Eingriffe verwendet werden.
Anstatt den Durchgang mit der Hand oder einen Deckel 14 (Fig. 3) bei Anschluss der Haube an eine Unterdruckquelle vorübergehend zu verschliessen, kann nach Figur 2 auch so vorgegangen werden, dass vom Rand des Durchganges 3 ein ins Haubeninnere gerichteter Faltenbalg 11 am unteren freien Ende mit einer sich auf die Bauchdecke 10 legenden äusseren Ringscheibe 12 mit unteren Ringnuten 12a versehen ist, und dass der Innenraum 7 zwischen dem Faltenbalg 11, der Haube 1 sowie der Bauchdecke 10 wieder über den Stutzen 8 an eine Unterdruckquelle angeschlossen wird. Bei Anlage des Unterdrucks hebt sich die Ringscheibe 12 mit der Bauchdecke unter Zusammenfalten des Balges 11, bis sich die Ringscheibe 12 dicht an innere Vorsprünge 13 anlegt, womit wieder durch den Durchgang 3 Instrumente der erwähnten Art zur Untersuchung und zu Eingriffen zur Anwendung gebracht werden können.
Bei den Ausführungen nach Figuren 1 und 2 liegt der Va-kuumanschluss 8 im wesentlichen im Bereich der Seitenwandungen der Haube 1. Es kann dabei der Fall eintreten, dass die sich anhebende Bauchdecke 10 auch den Anschlussstutzen 8 versperrt, so dass der im Innenraum 7 wirkende Unterdruck sich nur unvollständig aufbauen kann, womit das gleichmässige Festhalten der angehobenen Bauchdecke über den gesamten freien Rand 2 nicht mehr gewährleistet ist.
Um dieses Verschliessen des Unterdruckanschlusses 8 in jedem Fall zu vermeiden, sind nach Figuren 3 und 4 im oberen Haubenbereich auf einer oder mehreren Kreislinien 15 Öffnungen 16 verteilt angeordnet. Diese Öffnungen 16 werden von einem ringförmigen Flächenteil 17 abgedeckt, das gemeinsam mit der Haube entlang den Kreislinien 15 zwei
Ringkanäle 18 bildet, welche die Öffnungen 16 miteinander verbinden. Zusätzlich wird zwischen dem Flächenteil 17 und der Haube 1 ein die Kanäle 18 verbindender Radialkanal 19 gebildet, an den sich der mit der Unterdruckquelle zu verbindende Stutzen 8 anschliesst. Das Absaugen der Luft erfolgt also im weiten Abstand von der Bauchdecke, so dass ein Verschliessen der Kanäle 16 durch die sich anhebende Bauchdecke in jedem Fall vermieden wird, da diese an der Unterkante des ringförmigen Vorsprunges 4 zur Anlage kommt. Dieser Vorsprung 4 im Beispiel Figur 3 ist in der Oberfläche als nach innen gerichteter Vorsprung 4 ausgebildet. Die Haube 1 und die Ringfläche 17 können vorteilhaft aus Kunststoff hergestellt werden, wobei dieser transparent oder eingefärbt sein kann.
Die Haube 1 ist vorteilhaft durch eine z.B. am Behandlungstisch befestigte Stütze 20 in einem Halter 21, 22 in der Höhe durch eine Kurbel 23 einstellbar. Dadurch kann die Haube 1 nach der Evakuierung zum weiteren Anheben der Bauchdecke angehoben werden, um die optimale Lage der anzuhebenden Bauchdecke zu erreichen und zu fixieren.
Schliesslich ist zu erwähnen, dass die Basisfläche von einer ebenen Fläche geometrisch abweichen kann, um den unteren Randbereich an die Form der Körperoberfläche anzupassen. Weiter kann der sich bei der Evakuierung der auf die Bauchdecke aufgesetzten Haube ergebende ringförmige Vakuumraum 7 in einzelne Unterdruckkammern unterteilt werden, z.B. dadurch, dass wie bei der Ausführung nach Figuren 3 und 4 vom Ringvorsprung 4 radiale, in der Achsebene liegende Teilungswände zum Umfang ausgehen, deren Unterkante dem Verlauf der angehobenen Bauchfläche 10 an-gepasst ist.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

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1. Vorrichtung für die Durchführung von Untersuchungen und chirurgischen Eingriffen in der Bauchhöhle eines Patienten, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haube (1) mit deren Randbereich (2) auf die Bauchdecke (10) aufsetzbar, unter einen innen erzeugten Unterdruck setzbar und mit einem unten durch die Bauchdecke verschliessbaren Haubendurchgang (3) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haubendurchgang (3) durch einen starren Stutzen (4) gebildet ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haubendurchgang (3) durch einen Faltenbalg (11) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (1) über einen Stutzen (8) an eine Unterdruckquelle anschliessbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (1) oberhalb und seitlich des Durchganges (3) mit auf mindestens einer Kreislinie vorgesehenen Durchbrechungen (16) versehen ist, die mit in einer Abdek-kung (17) ausgebildeten und an eine Unterdruckquelle an-schliessbaren Ringsicken (18) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang (3) der Haubenoberfläche von Hand oder einem lösbaren Deckel (14) dicht verschliessbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (1) und die Abdeckung (17) aus einem transparenten oder eingefarbten Kunststoff bestehen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube auf ihrer Aussenseite mit Handhaben oder Befestigungsmitteln (9) versehen ist.
CH2670/84A 1983-06-01 1984-05-30 Vorrichtung zur untersuchung und fuer eingriffe in der bauchhoehle. CH665765A5 (de)

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