BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Träger zur Rettung von Patienten, speziell auf einen Träger zum Transportieren von Anstaltsinsassen über Treppen von vielgeschossigen Gebäuden.
Bei Feuerausbruch dürfen in einem hohen Gebäude die Lifte aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden. Insassen, z. B. eines Spitals, müssen deshalb durch das Spitalpersonal über Treppen gerettet werden. Es ist schwierig, durch menschliche Kraft eine Anzahl Patienten schnell zu transportieren.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Träger zu offenbaren, durch welchen Patienten leicht Treppen hinunter befördert werden können.
Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Träger zu schaffen, welcher bei Nichtverwendung kompakt zusammengelegt werden kann.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist ein Träger zur Rettung von Patienten gekennzeichnet durch einen Rahmen mit unteren horizontalen Teilen und an deren Hinterseiten angrenzende, ansteigende Teile; ein Paar am Frontbereich des Rahmens angebrachte Vorderräder; ein Paar am hinteren Bereich des Rahmens angebrachte Leiträder; ein Paar um den Rahmen laufende und mit den Rädern zusammenwirkende Raupen; einen auf dem Rahmen angeordneten Sitz; einen am Sitz befestigten Griff; Bremsmittel zur Verlangsamung der Rotation entweder der Vorder- oder der Leiträder; und drehbar am Rahmen zum Bewegen des Trägers auf ebenem Boden angeordnete Laufräder.
Die anderen Ziele und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figuren nachstehend noch etwas näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Trägers;
Fig. 2 eine Grundrissansicht des Trägers, wobei ein Teil weggeschnitten ist;
Fig. 3 eine Teilansicht eines Teils von Fig. 1;
Fig. 4 eine vergrösserte Ansicht von Fig. 2;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V von Fig. 4;
Fig. 6 eine vergrösserte Ansicht entsprechend dem Pfeil VI von Fig. 1;
Fig. 7 eine Teilansicht des Teils von Fig. 6, und
Fig. 8 eine schematische Ansicht von sich im Betrieb befindenden Laufrädern.
In den Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, dass der Träger eine Raupenvorrichtung 20, eine Leiträderträgervorrichtung 30 und einen Sitz 40 aufweist.
Ein Rahmen 10 des Trägers weist ein Paar Seitenträger 11 mitje einem ansteigenden Bereich 1 in und einem horizontalen Bereich 1 1b auf. Zwischen den Seitenträgern 11 befinden sich Querträger 12. An den vorderen Enden der horizontalen Bereiche 1 lb sind ein Paar Vorderräder 22 vorgesehen.
Die Raupenvorrichtung 30 weist ein Paar Raupen 21 auf, welche mit den Vorderrädern 22 zusammenwirken; weiter weist sie an der Vorrichtung 30 und den Seitenträgern 11 angebrachte Leiträder 23 auf. Die Raupenvorrichtung 20 ist mit einem Paar Laufradmechanismen 24 an beiden Seiten der Seitenträger 11 derart versehen, dass leichtes Fahren auf z. B. Korridoren möglich ist.
Jeder Laufradmechanismus 24 weist einen umgekehrten, V-förmigen Hebel 241 auf; an dessen Enden sind mit Hilfe der Wellen 242a und 243a Räder 242 und 243 angebracht. Der Hebel 241 weist in einem zentralen Bereich eine Welle 245 auf letzterer ist in einem am Seitenträger 11 befestigten Lager 244 verschwenkbar angebracht.
Die Welle 245 weist einen unter Federdruck einer Feder 247 stehenden Hebel 246 zum Anheben des Frontrades 243 auf.
Wie Fig. 1 zeigt, befindet sich der Bodenberührungspunkt jedes Rades 243 (242) um einen Abstand K tiefer als die Grundberüh rungsfläche der Raupen 21.
Wie Fig. 2 zeigt, ist eine Bremstrommel 221 an einer Welle 22a der Vorderräder 22 befestigt. Die Bremstrommel 221 ist mit durch einen Hebel 222 betätigbaren Bremsbacken versehen; der Hebel wirkt durch eine Feder 224 mit einem Draht 223 zusammen.
Die Leiträder 23 der Vorrichtung 30 sind auf einer in einem Paar Trägerarme 31 gleitend gelagerten Welle verdrehbar befestigt; die Trägerarme 31 sind ihrerseits auf einer Welle 32, welche durch die ansteigenden Bereiche 11 a der Seitenträger 11 getragen wird, befestigt.
Am anderen Ende des Trägerarms 31 ist ein Stopper 31a angeformt, der sich am Rahmen 10 abstützt. Der Trägerarm 31 ist zum Rotieren in einer horizontalen Position vorgesehen.
Ein Haltearm 33 mit ansteigendem Endbereich 33a (Fig. 3) ist an der Welle 32 befestigt. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Haltevorrichtung 34 mit einer an Bügeln 341 befestigten Welle 342; die Bügel sind am Querträger 12 befestigt, ein Rohr 343 ist an der Welle 342 verdrehbar montiert. Weiter ist ein Haken 344 am Rohr 343 angebracht, ein Griff 345 am Hacken 344 angebracht, und eine Feder 346 zwingt den Haken in eine aufrechte Position. Der Haken 344 hält den Haltearm 33 in betriebsfähiger Position.
Die Fig. 3, 6 und 7 zeigen, dass ein Trägerarm 35 zum Tragen des Sitzes 40 an der Welle 32 angebracht ist. Der Arm 35 weist einen Arm 36 auf. Am Arm 36 befindet sich ein Haken 361 mit fensterrah menförntigem Umriss, welcher einen oberen Rahmenteil 361a als Haken und einen unteren Rahmenteil 361b als Hebel aufweist und, getragen durch die Welle 362, durch eine Feder 363 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 7) vorgespannt ist. Durch die Vorspannung wirkt der Haken mit einem Stopper 364 zusammen. Der Arm 35 weist einen Teil 37 auf welcher mit den Armen 31 zusammenwirkt.
Ein Rückenlehnenrahmen 41 des Sitzes 40 ist auf einer am Arm 35 befestigten Welle 41 a verdrehbar montiert und weist ein mit dem Arm 36 zusammenwirkendes Querrohr 411 auf. Ein Klinkenteil 412 mit ansteigendem Ende 412a ist im Zentrum des Rohrs 411 befestigt und wirkt mit dem oberen Rahmenteil 361a des Hakens 361 zusammen. Ein Sitzrahmen 42 ist auf der Welle 41a verdrehbar angebracht und mit dem Sitzrahmen 42 ist mit Hilfe einer Welle 42a und mit dem Rahmen 10 durch eine Welle 43a eine Beinstütze 43 verdrehbar verbunden. Eine Plache 44 ist am Rahmen 41 und 42 befestigt und eine Kopfstütze 45 ist am oberen Ende des Rückenlehnenrahmens 41 vorgesehen. Ein Paar Drähte 46 sind zwischen den Rahmen 41 und 42 zur Limitierung ihrer Relativbewegung vorgesehen.
Am oberen Ende des Rahmens 41 ist ein Griff 47 angeformt und weiter ist am Griff 47 ein Bremshebel 48 verschwenkbar angebracht.
Der Hebel 48 ist mit Hilfe eines die Bremse betätigenden Drahts 223 mit der Bremstrommel 221 verbunden. Weiter ist am Rahmen 41 ein Sicherheitsgurt 49 vorgesehen.
Bei der Rettung eines Patienten wird letzterer auf den Sitz 40 gesetzt und mit dem Sicherheitsgurt 49 angeschnallt. Beim Überqueren von ebenen Oberflächen, wie z. B. einem Korridor, rollt ein Paar der Laufräder 242, 243 auf den Boden, der Träger kann leicht manövriert werden. Beim Überwinden von Treppen laufen die Raupen 21, die Leiträder 23 und Vorderräder 22 drehend, um den Rahmen 11 um. Fig. 8 zeigt schematisch das Verhalten des Laufradmechanismus 24 auf einer Treppe beim Hinuntergehen. Das Vorderrad 243 berührt die Kante E einer Stufe S, das Leitrad 242 ist entgegen dem Federdruck der Feder 247 gezwungen, die Stufe zu berühren. Wenn das Leitrad 242 die Stufe berührt, wird der Hebel 241 horizontal ausgerichtet; es folgt, dass das Rad 243 die Stufe ohne Abrundung der Kante E passiert. Zu dieser Zeit befindet sich das Vorderrad 243 in höherer Position als die Raupe 21.
Danach verdreht sich der Hebel 241 im Gegenuhrzeigersinn um die Welle 245 aufgrund des Drucks der Feder 247. Das Leitrad 242 passiert also die Stufe, ohne die Kante E abzurunden. Die Laufräder 243 und 242 sind im Raum zwischen Stufen mit der Raupe 21 parallel ausgerichtet und berühren die Stufen nicht. Deshalb wirkt der Stollen 21c der Raupe 21 sicher mit der Kante E zusammen. Da die Vorderräder 22 mit der Bremstrommel 221 verbunden sind, überschreitet die Geschwindigkeit des Trägers eine Sicherheitsgrenze nicht. Dies bedeutet, dass bei Überschreiten einer vorbestimmten Geschwindigkeit der Bremshebel 48 zum Regulieren der Geschwindigkeit betätigt wird. Der Träger kann deshalb leicht und sicher mit geringem Aufwand an menschlicher Kraft verlangsamt werden.
Durch den nach oben ansteigenden Bereich lla kann der Träger leicht von der letzten Treppenstufe auf den Boden gebracht werden.
Um den Träger auf dem Boden zu manövrieren, wird der Träger durch Drücken des Griffs 47 nach hinten geneigt und kann so um die hinteren Laufräder 24 gedreht werden. Fig. 8 zeigt den Betrieb der Laufräder auf einer Treppe im Detail. Weiter wird das Zusammenlegen des Trägers näher beschrieben; als erstes wird der Griff 345 im Gegenuhrzeigersinn gedreht (Fig. 3), dies gegen den Druck der Feder 346, um den Haken 343 vom Arm 33 zu lösen. Danach wird zum Lösen des Teils 412 vom oberen Rahmenbereich 361a der Hebel 361b des Hakens 361 gegen die Feder 363 im Gegenuhrzeigersinn gedreht; dabei wird der Rückenlehnenrahmen 41 gelöst. Danach wird der Rahmen 41 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1) verdreht, dies mit Rotation des Arms 35 im Uhrzeigersinn um die Welle 32 und mit Rotation der Rahmen 42 und 43.
Deshalb können die Rahmenteile, wie in Fig. 1 mit den gestrichelten Linien angedeutet, zusammengelegt werden. Weiter wirkt der Teil 37 mit dem Trägerarm 31 zusammen und verdreht diese im Uhrzeigersinn um die Welle 32 bis zu einem Stopp 38. Die Leiträder 23 werden zur in Fig. 1 dargestellten horizontalen Position abgesenkt; damit ist der Träger vollständig zusammengelegt.
Um die Rahmenteile und die Leiträder in Betriebsposition zu bringen, wird der Rahmen 41 im Uhrzeigersinn verdreht, bis der Arm 35, die Leiträder 23 und Rahmenteile 42 und 43 erhebend, durch den Draht 46 aufgerichtet ist. Danach werden die Hacken 343 und 361 am Arm 33 und am Teil 412 eingerastet, um Rahmenteile und Arme festzusetzen.
Obschon beim vorliegenden bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Bremstrommel 221 verwendet wird, können andere Bremsenarten, wie z. B. eine Zentrifugalbremse, zur Limitierung der Abstiegsgeschwindigkeit verwendet werden.