CH666430A5 - Verfahren zur werkstueckbearbeitung unter verwendung einer numerisch gesteuerten funkenerosionsmaschine, die mit drahtelektrode arbeitet. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Werkstückbearbeitung unter Verwendung einer numerisch gesteuerten Funkenerosionsmaschine, die mit Drahtelektrode arbeitet. Das Verfahren befasst sich insbesondere mit der Steuerung der Anschrägung gewisser Flächen an einem Werkstück.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 7 der Stand der Technik erläutert. Die Fig. 1 veranschaulicht rein schematisch eine mit Drahtelektrode arbeitende Funkenerosionsmaschine. Mit 1 ist eine Drahtelektrode bezeichnet, mit 2 ein Paar von Bremsrollen, mit 3 eine Drahtlieferspule, mit 4 eine obere Führung, mit 5 eine Elektrolytzufuhr-pumpe, mit 6 ein Elektrolyttank, mit 7 ein X-Y-Kreuztisch, dessen Oberteil sowohl in der X-Achsenrichtung wie auch in der Y-Achsenrichtung beweglich ist, mit 8 ein Werkstück, mit 9 eine elektrische Stromquelle, mit 10 eine untere Vorschubführung, mit 11 ein Paar von Drahtelektroden-Umlenkrollen, mit 12 eine Aufwickelspule, mit 13 ein X-Achsen-vorschubmotor, mit 14 ein Y-Achsenvorschubmotor, mit 15 ein U-Achsenvorschubmotor, mit 16 ein V-Achsenvorschub-motor, mit 17 ein sowohl in Richtung der U-Achse wie auch in Richtung der V-Achse beweglicher Kreuztisch und mit 18 eine Vorrichtung zur numerischen Steuerung.
In dieser Maschine gibt die Stromquelle 9 einen mit hoher Frequenz pulsierenden Strom ab, der zwischen der Drahtelektrode 1 und dem Werkstück 8 fliesst, an welchem die Drahtelektrode wirksam ist. Dabei ist die Drahtelektrode von Elektrolytlösung umgeben, die durch die Pumpe 5 geliefert wird und es erfolgt wiederholt eine pulsive Funkenentladung zwischen der Drahtelektrode 1 und dem Werkstück 8. Dabei wird Wärme erzeugt durch Widerstandserhitzung und durch den Impuls von Elektronen, zugleich wird der Druck erzeugt durch Erzeugung von Dampf, um so Werkstoff vom Werkstück 8 abzuschmelzen, wodurch die Werkstückbearbeitung erfolgt.
Bei einer Werkstückbearbeitung nach drei Dimensionen unter numerischer Steuerung durch die Vorrichtung 18 gelangen die Vorschubmotoren 13 bis 16 zur Wirkung um die entsprechenden Schlitten zu verschieben, so dass im Endeffekt das Werkstück 8, das auf dem X-Y-Tisch 7 festgespannt ist, in die vorprogrammierte Gestalt bearbeitet wird. Dabei werden natürlich der X-Y-Kreuztisch und der U-V-Kreuz-tisch zueinander parallel bewegt.
Die in der Fig. 2 schematisch veranschaulichte Vorrichtung 18 zur numerischen Steuerung hat einen Körper 52, einen Schalttisch 50 mit Papierbandauslesung zum Auslesen eines als Aufzeichnungsträger wirkenden Papierbandes, und eine CRT-Anzeigeeinheit 50a; ausserdem hat sie eine Einheit 54 für Ausgangskonversion.
In der Vorrichtung 18 liest der Leser die Aufzeichnungen aus dem Papierbandaufzeichnungsträger, die ein Programm zur numerischen Steuerung bilden; die abgelesenen Signale werden durch eine Leitung 51 an den Körper 52 abgegeben, wo sie gespeichert werden. In der Vorrichtung 18 werden die von den Kreuzschlitten zurückzulegenden Bewegungsbeträge ausgerechnet und in Binärcodesignale umgewandelt. Diese werden durch eine Leitung 53 an die Ausgangswandler-einheit 54 gegeben. Letztere wandelt diese Signale in Pulsausgangssignale, die durch Signalleitungen 55 an die Vorschubmotoren 13,14, 15 und 16 abgegeben werden. Die Kreuztische 7 und 17 werden dementsprechend bewegt oder anders ausgedrückt wirkt der Ausgangssignalwandler 54 dahin, die vom NC-Körper 52 erhaltenen Signale in Signale umzuwandeln, die geeignet sind zur Betätigung der Schlitten im Sinne der Ausführung der gewünschten Bearbeitung.
Der Elektrodendraht 1 wird von der Spule 3 auf die Aufwickelspule 12 wandern, wobei er durch die Rollen 11 hin
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durch und durch die Bremsrollen hindurch unter konstanter Spannung gehalten wird.
Die Fig. 3 zeigt Lagebeziehungen zwischen dem Werkstück 8 und dem Elektrodendraht 1. Mit 0 ist der Winkel bezeichnet, unter dem der Elektrodendraht zu einer Senkrechten auf den X-Y-Tisch 7 geneigt ist und mit 60 bis 64 sind Abstände bezeichnet, die alle von der unteren Vorschubführung 10 ausgehend gemessen sind. Bei 60 handelt es sich um den Abstand zwischen dieser Führung und dem X-Y-Kreuztisch, bei 61 um den Abstand zwischen dieser Führung und dem Programmausführungsniveau (wobei es hierbei um die untere in Bearbeitung befindliche Fläche am Werkstück 8 handelt). Bei 62 handelt es sich um den Abstand zwischen der Führung 10 und dem Bearbeitungsge-schwindigkeitsinstruktionsniveau (womit das Zentrum der Bearbeitungsdicke t des Werkstückes 8 gemeint ist); bei 63 handelt es sich um den Abstand zwischen der Führung 10 und dem oberen spezifizierten Niveau (womit die obere in Bearbeitung befindliche Fläche des Werkstückes 8. gemeint ist); und bei 64 handelt es sich um den Abstand zwischen der Führung 10 und der oberen Führung 4.
Es wird nun der Betrieb der Funkenerosionsmaschine nach Fig. 1 unter Verwendung der Vorrichtung zur numerischen Steuerung nach Fig. 2 beschrieben, wobei speziell die Neigung des Elektrodendrahtes 1 zur Sprache kommen wird. Fig. 4 ist ein Fliessdiagramm für die Erläuterung der Eingangs- und der Ausgangssignale der NC-Vorrichtung 18. Zuerst wird der am Schalttisch 50 eingeschaltete Ausleser in Betrieb genommen zum Auslesen der Daten, die auf dem Aufzeichnungstragband vorhanden sind. Die so ausgelesenen Daten sind jene, die im Schritt A nach Fig. 4 angezeigt sind. Das bedeutet, dass die Daten Bewegungsinstruktions-codierungen enthalten, unter anderem eine Linearbewegung-Instruktionscodierung (G01X100,Y100) und eine Bogenbe-wegungsinstruktionscodierung (G02X200,I50), eine An-schrägungswinkelinstruktionscodierung (A5) zur Angabe der Neigung des Elektrodendrahtes 1, und Führungshöhen-Instruktionscodierungen (ZI = 0 und Z2=20) zum Angeben von Anschrägungsgrössen.
Die so ausgelesenen Daten werden benützt zum Berechnen eines Anschrägungsversetzortes, wie im Schritt B von Fig. 4 angedeutet. Die eingegebenen Daten geben die Endpunkte der Bewegung der Elektrode, wobei der Startpunkt aus dem Endpunkt der vorhin ausgelesenen Daten besteht. Im Schritt B nach Fig. 4 weist ein Doppellinienpfeil auf einen Ort hin, der durch eine eingelesene Aufzeichnung bezeichnet ist, wogegen ein Einzellinienpfeil auf einen Anschrä-gungsversetzungsort hinweist, und wobei Pfeile in gestrichelten Linien einen Anschrägungsversetzungswert angeben, der aus dem Produkt aus dem Abstand zwischen oberer Führung 4 und unterer Vorschubführung 10 und aus tg A ist, wobei der letztgenannte Wert spezifiziert ist durch die An-schrägungswinkelinstruktionscodierung A5. So wird die Bahn der Elektrodenbewegung und der Ort der Anschrä-gungsversetzung erhalten, wobei errechnete Werte wie im Schritt C von Fig. 4 gezeigt, abgegeben werden.
Die Anschrägungsfaktor-Instruktionscodierungen sind in Fig. 5 gezeigt. Man sieht dort, dass die Anschrägungsfak-toren wie folgt definiert sind: Der Anschrägungsfaktor Z4 ist der Abstand zwischen der unteren Führung und der Oberseite des Tisches; der Anschrägungsfaktor Z3 ist der Abstand zwischen der Oberseite des Tisches und der oberen Führung; der Anschrägungsfaktor Z2 ist der Abstand zwischen der Oberseite des Tisches und dem Geschwindigkeitsinstrukti-onsniveau; der Anschrägungsfaktor ZI ist der Abstand zwischen der Oberseite des Tisches und dem Programminstruktionsniveau (eingelesene Daten), und der Anschrägungsfaktor Z5 ist der Abstand zwischen der oberen Seite des Tisches und dem Arbeitsbereich-Instruktionsniveau.
Dementsprechend stehen die Abstände 60 bis 64 zu den Anschrägungsfaktoren ZI bis Z5 wie folgt in Beziehung:
60 = Z4
61 = Z4 + ZI
62 = Z4 + Z2
63 = Z4 + Z5
64 = Z4 + Z3
Fig. 6 ist ein Erläuterungsdiagramm, welches die Bewegungsbahnen (Programmbahnen) in der Distanz 61 zeigt zwischen der unteren Führung 10 und dem Programmausführungsniveau, und ausserdem die Anschrägungsversetz-bahnen im Abstand 63 zwischen der unteren Führung 10 und dem oberen spezifizierten Niveau (welches aus der Bearbeitungsoberseite des Werkstückes 8 besteht) im Programm der NC-Vorrichtung 18. In der Fig. 6 bezeichnen die Bezugszeichen 20 und 25 die Bewegungsbahnen (Programmbahnen) im Abstand 61 zum Programmausführungsniveau, und die Bezugszeichen 21 und 26 bezeichnen die Anschrägungsver-setzungsbahnen im Abstand 63 zum oberen spezifizierten Niveau. Im Fall nach Fig. 6 starten die Anschrägungsversetzungsbahn 21 und die Programmbahn 20 eine Interpolationsbewegung in der gleichen Zeit und beendigen sie in der gleichen Zeit; in ähnlicher Weise starten die Anschrägungs-verschiebungsbahn 26 und die Programmbahn 25 eine Interpolationsbewegung zur gleichen Zeit und beendigen sie zur gleichen Zeit bei der Bearbeitung des Werkstückes. In der Fig. 6 bezeichnet das Bezugszeichen 22 einen Anschrägungsversetzungswert, bezeichnet 23 den Schnittpunkt der Programmbahnen 20 und 25, und bezeichnet 24 den Schnittpunkt der Anschrägungsversetzungsbahnen 21 und 26. In diesem Falle werden die Anschrägungsversetzungsbahnen 21 und 26 erhalten als Komponenten der Bewegung des X-Y-Kreuztisches 7 und der Bewegung der oberen Führung 4 in Fig. 1. Dementsprechend sind die durch die NC-Vorrichtung an die obere Führung 4 abgegebenen Steuerinstruktionen derart, dass die Bewegungen der Anschrägungsversetzbah-nen 21 und 26 reduziert sind durch jene der Programmbahnen 20 bzw. 25.
Wenn im Betrieb der Maschine nach Massgabe der oben beschriebenen Instruktionen die Programmbahnen 20 und
25 sich unter eiem spitzen Winkel schneiden wie in Fig. 7 gezeigt, so sind die Anschrägungsverschiebungsbahnen 21 und
26 so wie in Fig 7 gezeigt; d.h. dass der Abstand zwischen den Schnittpunkten 23 und 24 vergrösssert ist im Vergleich zu dem was in Fig. 6 gezeigt ist. In diesem Falle muss der Elektrodendraht 1 unter starkem Winkel geneigt sein. Da die mechanische Festigkeit des Elektrodendrahtes begrenzt ist, wird es manchmal unmöglich, einen solchen Funkenerosi-ons-Bearbeitungsabschnitt durchzuführen.
Im Bestreben, diese Schwierigkeiten zu überwinden, wurde bisher wie folgt vorgegangen: wie in den Fig. 8 oder 9 gezeigt, wurde ein Block 30 mit bogenförmiger Umrandung, deren Radius gleich gross ist wie der Anschrägungsversetzungswert, und welche dem Endpunkt 28 der Anschrägungsversetzungsbahn 21 vor der Ecke (Schnittpunkt) zum Ausgangspunkt 29 der Anschrägungsversetzungsbahn 26 verbindet, zwischen den Blöcken vor und nach der Ecke eingesetzt. Dann wird eine Interpolationsrechnung durchgeführt, welche sowohl eine geradlinige Interpolation wie auch eine kurvenlineare Interpolation einschliesst, um die Drahtelektrode zu bewegen. Dieses Vorgehen hat aber unter anderem den Nachteil, dass wenn der Anschrägungsversetzungswert vor der Ecke von jenem nach der Ecke abweicht, es äusserst schwierig ist, den Block 30 mit kurvenförmiger Umrandung einzusetzen.
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Hierauf wird man nachfolgend noch im einzelnen eingehen. Falls der Anschrägungsversetzungswert vor der Ecke gleich gross ist wie jener nach der Ecke, kann das Zentrum des Blockes 30 mit kreisbogenförmiger Umrandung im Schnittpunkt der Programmbahnen 20 und 25 gelegen sein. Falls aber die beiden Anschrägungsversetzungswerte voneinander abweichen, so müssen weitere Berechnungen durchgeführt werden, um den Radius der kreisbogenförmigen Umrandung des Blockes 30 und deren Zentrum zu ermitteln, oder, wenn das Zentrum der kreisbogenförmigen Umrandung des Blockes auf den Schnittpunkt der Programmbahnen 20 und 25 gesetzt wird, so muss die Interpolation für den bogenförmigen Block 30 schraubenlinienförmig sein, was ausserordentlich schwierig ist, durchzuführen.
Dementsprechend besteht ein Zweck der Erfindung in der Schaffung eines Funkenerosionsverfahrens mit Verwendung einer Drahtelektrode, bei welchem sogar dann, wenn der Anschrägungsversetzungswert vor dem Schnittpunkt der Programmbahnen abweicht vom Anschrägungsversetzungswert nach dem Schnittpunkt, das Programm leicht durchgeführt werden kann. Ferner soll ein herkömmliches Interpolationssystem verwendet werden können, das eine geradlinige Interpolation und eine bogenförmige Interpolation ein-schliesst, ohne Abänderung, so dass der Bearbeitungsvorgang leicht programmiert und durchgeführt werden kann.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähnten Gattung wird die Lösung in einer Ausbildung gesehen, wie sie im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 umschrieben ist. In bezug auf weitere Besonderheiten von Ausführungsformen wird auf die abhängigen Ansprüche hingewiesen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer mit Elektrodendraht arbeitenden Funkenerosionsmaschine,
Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm, welches die Anordnung einer in der Maschine zur Anwendung gelangenden Vorrichtung zur numerischen Steuerung veranschaulicht,
Fig. 3 eine schematische Darstellung, welche die Lagebeziehungen zwischen einem Elektrodendraht und einem Werkstück bei dessen Bearbeitung veranschaulicht,
Fig. 4 ein Fliessdiagramm, welche Eingangs- und Ausgangssignale der Vorrichtung zur numerischen Steuerung (NC-Vorrichtung) darstellt,
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung von Anschrägungsfaktoren, welche in die NC-Vorrichtung eingegeben werden,
Fig. 6 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Programmbahnen und der Anschrägungsversetzbahnen einer Drahtelektrode, und zwar an einer rechtwinkligen Ecke des Werkstückes,
Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Darstellung der Verhältnisse an einer spitzwinkligen Ecke,
die Fig. 8 und 9 der Fig. 6 ähnliche schematische Darstellung zur Erläuterung eines bekannten Verfahrens, bei welchem Blöcke mit kreisbogenförmiger Umrandung an einer Ecke eingesetzt werden,
die Fig. 10 und 11 erläuternde schematische Darstellungen. welche Programmbahnen und Anschrägungsversetzungsbahnen darstellen, gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
die Fig. 12 und 13 erläuternde schematische Darstellungen. welche die Programmbahnen und die Anschrägungsversetzungsbahnen darstellen bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, und die Fig. 14 und 15 erläuternde schematische Darstellungen. welche die Programmbahnen und die Anschrägungsversetzungsbahnen darstellen für eine dritte Ausführungsform der Erfindung.
Zur Erläuterung der ersten Ausführungsform der Erfindung wird nunmehr auf die Fig. 10 und 11 Bezug genommen.
In diesen Figuren bezeichnet das Bezugszeichen 20 eine Programmbahn, das Bezugszeichen 21 eine tatsächliche Anschrägungsversetzungsbahn gemäss der Erfindung und die Bezugszeichen 44,45 und 46 drei geradlinige Blöcke, welche anstelle des herkömmlichen Blockes 30 mit bogenförmiger Umrandung (oben beschrieben) zwischen den Blöcken vor und nach der Ecke eingesetzt werden. Die garadlinigen Blök-ke 44, 45 und 46 sind wie folgt bestimmt:
Zuerst wird ein Punkt erhalten auf einer Verlängerung der Anschrägungsversetzungsbahn 21 in einem Abstand vom Endpunkt 28 dieser letztgenannten Bahn, der gleich gross ist wie der Anschrägungsversetzungswert. Diesen Punkt werden wir nachfolgend als «erster Relaispunkt» 42 anführen. Dann wird ein Punkt erhalten, nämlich ein «zweiter Relaispunkt» 43, auf einer Verlängerung der Anschrägungsversetzungsbahn 26 nach der Ecke, in einem Abstand im entgegengesetzten Sinne zur Bahnvorwärtsrichtung ausgehend vom Ausgangspunkt der Bahn 26, der gleich gross ist wie der Anschrägungsversetzungswert der Bahn 26.
Auf diese Weise können erhalten werden: der lineare Block 44, welcher den Endpunkt 28 der Anschrägungsversetzungsbahn 21 vor der Ecke mit dem ersten Relaispunkt 42 verbindet, der lineare Block 45, der den ersten Relaispunkt 42 und den zweiten Relaispunkt 43 miteinander verbindet, und der lineare Block 46, der den ersten Relaispunkt 43 und den Ausgangspunkt 29 der Anschrägungsversetzungsbahn 26 nach der Ecke miteinander verbindet.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Ecke gebildet aus linearen (d.h. geradlinigen) Blöcken. Es versteht sich, dass der gleiche Effekt erreicht werden kann durch Bilden der Ecke aus einer Kombination von geradünigen und von kurvenförmigen Blöcken oder aus einer Kombination lauter kurvenförmiger Blöcke. In diesen Varianten kann der Relaispunkt erhalten werden auf der Geraden, welche den kur-venlinienförmigen Block tangiert.
Es wird nun die Bildung der Ecke aus kurvenlinienförmi-gen und geradlinigen Blöcken beschrieben. Fig. 12 ist eine schematische Darstellung, die der Fig. 10 entspricht und Fig. 13 ist eine schematische Darstellung, die der Fig. 11 entspricht. In diesen Figuren weist eine Programmbahn 20 auf einen kurvenlinienförmigen Block hin. Zuerst wird ein Punkt erhalten auf einer Geraden, die die Anschrägungsversetzungsbahn 21 des kurvenlinienförmigen Blockes am Endpunkt 28 der Anschrägungsversetzungsbahn tangiert, so dass der Abstand zwischen dem betreffenden Punkt und dem Endpunkt 28 gleich gross ist wie der Anschrägungsversetzungswert, womit ein linearer Block 44 bestimmt ist. Danach werden, ähnlich wie im Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Fig. 10 und 11 erläutert wurde, lineare Blöcke 45 und 46 bestimmt.
Nunmehr wird die Bildung der Ecke mit kurvenlinienförmigen Blöcken beschrieben. Fig. 14 ist eine der Fig. 10 entsprechende schematische Darstellung und Fig. 15 ist eine der Fig. 11 entsprechende schematische Darstellung. In diesen Fig. 14 und 15 gelten die Programmbahnen 20 und 25 für kreisbogenförmige Blöcke. So wie im Fall der Programmbahn, welche den kreisförmigen Block in Fig. 12 oder 13 ergibt, können drei geradlinige Blöcke 44,45 und 46 erhalten werden.
Wie oben beschrieben wird der Schnittpunkt von zwei Programmbahnen erhalten und werden die erforderlichen Anschrägungsversetzungswerte errechnet zum Bestimmen von Bewegungsinstruktionen.
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Wie sich aus der obigen Beschreibung ergibt, werden drei lineare Blöcke eingesetzt zwischen die Blöcke vor und nach der Ecke. Somit kann im erfindungsgemässen Verfahren im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren das Programm ausgeführt werden ohne Änderung von Interpolationslogikvorgängen oder von Schnittpunktberechnungen.
Die herkömmlichen (geradlinigen und bogenförmigen) Interpolationslogikvorgänge können gebraucht werden ohne Abänderung.
Falls der Schnittpunkt erhalten werden kann durch Schnittpunktberechnung, können die herkömmlichen Logikvorgänge benützt werden. Falls der Schnittpunkt nicht erhalten werden kann (oder wenn der Abschrägungsabstand gross ist), wird ein Logikvorgang verwendet, in welchem eine Verlängerung gleich gross gemacht wird wie der Anschrägungsversetzungswert um die Ecke einzubringen. In diesem Logikvorgang werden drei lineare (geradlinige?) Blöcke eingesetzt. Dementsprechend besteht im Falle eines (Kreisbogens keine Beschränkung, die bedeuten würde, dass der Ausgangsradius gleich gross sein muss wie der Endradius und somit kann der Anschrägungswinkel frei geändert werden.
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Claims (8)
- 666 4302PATENTANSPRÜCHE1. Verfahren zur Werkstückbearbeitung unter Verwendung einer numerisch gesteuerten Funkenerosionsmaschine, um die Drahtelektrode automatisch gesteuert zu bewegen längs vorbestimmten Bahnen beim Bilden einer Eckstelle am 5 Werkstück, gekennzeichnet durch folgende Schritte:das Eingeben von Drahtelektroden-Bewegungsinstruktions-coden und von Drahtelektroden-Neigungsinstruktionscoden in die NC-Steuerungsvorrichtung (18),das Bestimmen, ob unter Bezugnahme auf die Drahtelek- "> troden-Neigungscode, eine Drahtelektroden-Neigung vor einer Ecke abweicht von einer Drähtelektroden-Neigung nach dieser Ecke,bejahendenfalls Berechnung von mehreren Bewegungsinstruktionen, die einzusetzen sind zwischen Bewegungsin- 15 struktionen zur Bildung der Ecke, und das Bewegen der Drahtelektrode bei der Ecke nach Massgabe der Mehrzahl von Bewegungsinstruktionen, die so errechnet worden sind.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 20 dass das Berechnen der Mehrzahl von Bewegungsinstruktionen sich zusammensetzt aus dem Berechnen einer Bewegungsinstruktion, die eine Mehrzahl von linearen Blöcken einschliesst, die einzusetzen sind zwischen einem Endpunkt einer Abschrägungsversetzungsbahn gemäss einer Draht- 25 elektrodenneigung unmittelbar vor der Ecke und einem Anfangspunkt einer Anschrägungsversetzungsbahn gemäss einer Drahtelektrodenneigung unmittelbar nach dieser Ecke.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dass die besagte Mehrzahl von linearen Blöcken aus drei solchen Blöcken besteht.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass die Bewegungsinstruktionen vor und nach der Ecke lineare Bewegungsinstruktionen sind. 35
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,dass die Anschrägungsversetzbahn, die unmittelbar vor der Ecke gelegen ist, über ihren Endpunkt hinbaus verlängert wird, um einen Anschrägungsversetzungswert zur Erhaltung eines ersten geradlinigen Blockes mit einem ersten End- 40 punkt, dass ferner die Anschägungsversetzbahn, die unmittelbar nach der Ecke gelegen ist, verlängert wird über ihren Anfangspunkt hinaus um einen Anschrägungsversetzwert, zwecks Erhaltens eines zweiten linearen Blockes mit einem zweiten Endpunkt, und dass die beiden Verlängerungsend- 45 punkte geradlinig miteinander verbunden werden zur Erhaltung eines dritten geradlinigen Blockes.
- 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsinstruktionen, die durchgeführt werden, vor und nach der Ecke sowohl geradlinige wie auch bogen- 50 förmige Bewegungsinstruktionen umfassen.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,dass eine Anschrägungsversetzungsbahn gemäss der linearen Bewegungsinstruktion verlängert wird, ausgehend von einem Endpunkt derselben um einen Anschrägungsversetzungswert ss derselben zum Erhalten eines ersten linearen Blockes, der einen ersten Verlängerungsendpunkt hat, dass eine Anschrägungsversetzungsbahn gemäss der bogenförmigen Bewegungsinstruktion verlängert wird, ausgehend von einem Endpunkt derselben um einen Abschrägungsversetzungswert 60 derselben zum Erzielen eines zweiten linearen Blockes mit einem zweiten Verlängerungspunkt und dass der erste Verlängerungsendpunkt mit dem zweiten Verlängerungsendpunkt verbunden wird zum Erhalten eines dritten geradlinigen Blockes. 65
- 8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsinstruktionen, die vor und nach der Ecke durchgeführt werden, Bogenbewegungsinstruktionen sind.
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| DE3501453A1 (de) | 1985-07-18 |
| JPH04764B2 (de) | 1992-01-08 |
| DE3501453C2 (de) | 1989-01-19 |
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |