CH666741A5 - Patronenzufuehrvorrichtung fuer eine automatische feuerwaffe. - Google Patents

Patronenzufuehrvorrichtung fuer eine automatische feuerwaffe. Download PDF

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CH666741A5
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Walter Tanner
Albert Wuest
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Oerlikon Buehrle Ag
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    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A9/00Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
    • F41A9/54Cartridge guides, stops or positioners, e.g. for cartridge extraction
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A11/00Assembly or disassembly features; Modular concepts; Articulated or collapsible guns

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Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Patronenzuführvorrichtung für eine automatische Feuerwaffe, mit einem Gehäuse, das schwenkbar an einem Waffengehäuse angelenkt ist und durch einen Verriegelungsbolzen im Waffengehäuse gehalten ist, mit einem Übersteller, der mit zwei Stiften im schwenkbaren Gehäuse lösbar befestigt ist und der zur Führung der Patronen dient, welche durch einen Verschluss ins Waffenrohr eingeschoben werden.
Bei solchen Patronenzuführvorrichtungen mit einem schwenkbaren Gehäuse besteht die Gefahr, dass sich das Gehäuse nicht mehr öffnen lässt, wenn sich beim Einschieben einer Patrone ins Waffenrohr die Patrone verklemmt und dann die Verriegelungsvorrichtung des schwenkbaren Gehäuses durch die verklemmte Patrone wegen des Druckes und der daraus resultierenden Reibung sich nicht mehr öffnen lässt. Es wird z.B. auf die in der US-PS 3 987 701 beschriebene Patronenzuführvorrichtung hingewiesen.
Die Aufgabe, welche mit der vorliegenden Erfindung gelöst werden soll, besteht in der Schaffung von Verriege-lungs- oder Entriegelungsorganen für die Patronenzuführvorrichtung, welche ein zuverlässiges Entriegeln des schwenkbaren Gehäuses gewährleisten, auch wenn das Gehäuse mit den Verriegelungsorganen durch eine verklemmte Patrone einem starken Druck ausgesetzt ist.
Die erfindungsgemässe Patronenzuführvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte in Langlöchern angeordnet sind und durch verschiebbare Querbolzen unterstellt sind. Diese Vorrichtung ermöglicht es, bei einer verklemmten Patrone zuerst den Übersteller zu entfernen, an dem sich die verklemmte Patrone abstützt. Sobald aber der Übersteller entfernt ist, steht das schwenkbare Gehäuse der Patronenzuführung nicht mehr unter Druck und lässt sich leicht entriegeln. Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat daher den Vorteil, dass der Verriegelungsbolzen für das schwenkbare Gehäuse der Patronenzuführvorrichtung erst in seine unwirksame Stellung geschoben werden muss, wenn die durch die verklemmte Patrone erzeugten Kräfte verschwunden sind.
Die Stifte, mit denen der Übersteller im schwenkbaren Patronenzuführgehäuse gehalten ist, sind wesentlich kleiner als der Verriegelungsbolzen, mit dem das Patronenzuführgehäuse im Waffengehäuse verriegelt ist. Es ist daher vorteilhaft, durch Entfernen des Überstellers zuerst die Kräfte, welche durch die verklemmte Patrone entstehen, zum Verschwinden zu bringen, bevor versucht wird, das Patronenzuführgehäuse zu entriegeln.
Vorzugsweise weisen die Querbolzen Aussparungen auf, in welche schwenkbar gelagerte, mit Griffen versehene Hebel eingreifen, zum Verschieben der Querbolzen und zur Freigabe der durch die Querbolzen unterstützten Stifte. Vorzugsweise ist jeder Stift durch zwei Querbolzen unterstellbar, und die beiden den Querbolzen zugeordneten Hebel sind durch einen gemeinsamen Griff miteinander verbunden. Vorzugsweise sind die dem einen Stift zugeordneten Hebel in entgegengesetzter Richtung schwenkbar als die dem anderen Stift zugeordneten Hebel, derart, dass zur Freigabe der beiden Stifte des Überstellers die Hebel mit den Griffen gegeneinander geschwenkt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Patronenzuführvorrichtung für eine automatische Feuerwaffe ist im folgenden, anhand der beigefügten Zeichnung, ausführlich beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Patronenzuführvorrichtung einer automatischen Feuerwaffe,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Übersteller der in Fig. 1 gezeigten Patronenzuführvorrichtung,
Fig. 3 eine Seitenansicht des in Fig. 2 dargestellten Überstellers, teilweise im Schnitt, und
Fig. 4 eine Ansicht von oben des in Fig. 2 dargestellten Überstellers.
Gemäss Fig. 1 befindet sich oberhalb der Achse 10 eines Waffenrohres 11 eine Vorrichtung 12 zum Zuführen von Patronen 13. Diese Patronenzuführvorrichtung 12 ist an einem Waffengehäuse befestigt, von dem in der Zeichnung nur zwei Fragmente 14 und 15 angedeutet sind. Die Patronenzuführvorrichtung 12 besitzt ein Gehäuse 16, das an seinem vorderen Ende um eine Achse 17 schwenkbar am Waffengehäuse 14 angelenkt ist. Durch einen Zapfen 18, der in eine Bohrung des Waffengehäuses 15 hineinragt, ist die Patronenzuführvorrichtung 12 gegen eine unbeabsichtigte Schwenkung gehalten. Zum Schwenken der Patronenzuführvorrichtung 12 dient ein Griff 19, mit dem man die Patronenzuführvorrichtung 12 von Hand um die Achse 17 schwenken kann. Beim Anheben des Griffes 19 wird dieser um eine Achse 20 geschwenkt und dabei der Zapfen 18 aus der Bohrung des Waffengehäuses 15 herausgezogen. Die Organe, welche beim Verschwenken des Griffes 19 den Zapfen 18 zurückziehen, sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Die Patrone 13 wird durch einen Verschluss 21 in eine Patronenkammer 22 des Waffenrohres 11 in an sich bekannterWeise eingeschoben, wobei die Stirnfläche 23 gegen den Patronenboden 24 stösst. Dabei verschiebt sich der Patronenboden 24 gegenüber der Stirnfläche 23 des Verschlusses, da die anfänglich schrägstehende Patrone 13 beim Einschieben ins Waffenrohr zugleich abgesenkt wird. Die Patrone 13 wird bei diesem Einschiebevorgang unter anderem durch eine ebenfalls schrägstehende Führungsschiene 25 geführt. Diese Füh5
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rungsschiene 25 ist in einer Vorrichtung, die als Übersteller 26 bezeichnet wird, verschiebbar angeordnet und kann federnd an der Patrone 13 anliegen. Dieser in Fig. 2-4 dargestellte Übersteller 26 kann als ein separates Bauteil in die Patronenzuführvorrichtung 12 eingesetzt und am Gehäuse 16 befestigt werden. Die Vorrichtung zur Befestigung des Überstellers 26 ist weiter unten anhand der Fig. 2-4 ausführlich beschrieben. Die Befestigung ist in Fig. 1 nicht sichtbar. Beim Einschieben der Patrone 13 durch den Verschluss 21 wird durch den Verschluss 21 die schrägstehende Patrone 13 gegen die federnde Führungsschiene 25 gedrückt, dabei kann es vorkommen, dass der Patronenboden 24 von der Stirnfläche 23 des Verschlusses abgleitet und die Patrone 13 sich in der Patronenzuführvorrichtung 12 verklemmt. Zum Entfernen der verklemmten Patrone 13 muss nun die Patronenzuführvorrichtung 12 mit Hilfe des Griffes 19 in Richtung des Pfeiles A so weit geschwenkt werden, bis die Patrone 13 von Hand entfernt werden kann. Es hat sich nun gezeigt, dass bei einer verklemmten Patrone 13 sich der Zapfen 18 nicht mehr aus dem Waffengehäuse 15 herausziehen lässt. Da die Reibung zwischen Zapfen 18 und seiner Führung im Gehäuse 16 einerseits und im Waffengehäuse 15 andererseits zu gross ist. Es ist daher notwendig, zuerst den Übersteller 26 aus dem Gehäuse 16 der Patronenzuführvorrichtung 12 zu entfernen. Damit dies auch bei einer eingeklemmten Patrone 13 möglich ist, muss die Vorrichtung zur Befestigung des Überstellers 26 im Gehäuse 16 entsprechend ausgebildet sein.
Gemäss Fig. 2-4 sind am Gehäuse 27 des Überstellers 26 zwei Befestigungsvorrichtungen 28 und 29 vorhanden, die spiegelbildlich genau gleich ausgebildet sind, so dass es genügt, die eine Befestigungsvorrichtung 28 zu beschreiben.
Gemäss Fig. 2 und 4 weist die Vorrichtung 28 einen Stift 30 auf, der mit seinen beiden Enden 31 (Fig. 4) in das Gehäuse 16 der Patronenzuführvorrichtung 12 hineinragt. Bei verklemmter Patrone 13 würde sich dieser Stift 30 auch nicht mehr verschieben lassen, er ist daher in einem Langloch 50 im Gehäuse 27 geführt und wird durch zwei Querbolzen 32 gehalten. Diese Querbolzen 32 besitzen eine Fläche 33, auf welcher der Stift 30 aufliegt. Die'Querbolzen 32 sind verschiebbar in Bohrungen 34 geführt und lassen sich mit Hilfe von Hebeln 35 verschieben. Die Hebel 35 sind um eine Achse 36 im Gehäuse 27 schwenkbar. Das untere Ende 37 des Hebels 35 ragt in eine Aussparung 40 des Querbolzens 32 hinein. Am oberen Ende 38 des Hebels 35 ist ein Griff 39 befestigt, der zugleich zwei Hebel 35 miteinander verbindet,
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derart, dass beide Hebel 35 gemeinsam geschwenkt werden und beide Querbolzen 32 gleichzeitig verschoben werden können. Die beiden Querbolzen 32 werden in der gezeigten Stellung, in der sie den Stift 30 unterstellen, durch eine Rastvorrichtung gehalten. Diese Rastvorrichtung besteht aus zwei Nocken 41 und 42 (Fig. 3), welche durch eine gemeinsame Feder 43 gegen das hintere Ende der Querbolzen 32 gepresst werden. Die Feder 43 ist am einen Nocken 41 durch einen Zapfen 44 und am anderen Nocken 42 durch eine Hülse 45 gehalten. Der Stift 30 ist durch einen Zapfen 46 gegen Verschiebung gesichert. Dieser Zapfen 46 lässt sich entgegen der Kraft einer Feder 47 verschieben, wodurch der Stift 30 freigegeben wird. Der Zapfen 46 ragt in eine Rille 48 des Stiftes 30 und besitzt seinerseits eine Rille 49. Sobald diese Rille 49 beim Herunterdrücken des Zapfens 46 in den Bereich des Stiftes 30 gelangt, kann der Stift 30 verschoben werden. Da die beiden Befestigungsvorrichtungen spiegelbildlich sind, müssen zum Lösen der Stifte 30 die Hebel 35 in entgegengesetzter Richtung, d.h. der eine im Uhrzeigersinn und der andere im Gegenuhrzeigersinn, oder einfach gegeneinander verschwenkt werden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung, soweit sie für die vorliegende Erfindung von Bedeutung ist, ist wie folgt:
Falls mit der Feuerwaffe geschossen wird, befindet sich das Patronenzuführgehäuse 16 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung und ist mit Hilfe des Zapfens 18 im Waffengehäuse 14,15 verriegelt. Beim Schiessen befindet sich auch der Übersteller 26 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung, und die Befestigungsvorrichtungen 28 und 29 sind, wie in Fig. 2 dargestellt, verriegelt. Falls nun beim Schiessen eine Patrone 13 aus irgendeinem Grunde verklemmt, dann wird sich, wie gesagt, der Zapfen 18 nicht mehr verschieben lassen, da die Reibungskräfte zur Entriegelung des Gehäuses 16 zu gross sind. Es ist daher notwendig, den Übersteller 26 zu entfernen. Die beiden Griffe 39 an den Hebeln 35 werden gegeneinander geschwenkt (Fig. 2 und 4), dadurch verschieben sich die Querbolzen 32. Somit sind die Stifte 30 nicht mehr unterstellt. Dies ist möglich, da die Reibung zwischen der Fläche 33 des Querbolzens 32 und dem Stift 30 einerseits und die Reibung des Querbolzens 32 in der Bohrung 34 nicht so gross wird, dass sie sich von Hand nicht mehr überwinden lässt. Sobald die Stifte 30 in den Langlöchern 50 nicht mehr von den Querbolzen 32 unterstellt sind, lassen sie sich entfernen, und der Übersteller 26 kann aus dem Gehäuse 16 herausgehoben werden.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

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1. Patronenzuführvorrichtung ( 12) für eine automatische Feuerwaffe, mit einem Gehäuse (16), das schwenkbar an einem Waffengehäuse (14, 15) angelenkt ist und durch einen Verriegelungsbolzen (18) im Waffengehäuse (14,15) gehalten ist, mit einem Übersteller (26), der mit zwei Stiften (30)imschwenkbaren Gehäuse ( 16) lösbar befestigt ist und der zur Führung der Patronen (13) dient, welche durch einen Verschluss (21 ) ins Waffenrohr (11) eingeschoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (30) in Langlöchern (50) angeordnet sind und durch verschiebbare Querbolzen (32) unterstellt sind.
2. Patronenzuführvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbolzen (32) Aussparungen (40) aufweisen, in welche schwenkbar gelagerte, mit Griffen (39) versehene Hebel (35) eingreifen, zum Verschieben der Querbolzen (32) und zur Freigabe der durch die Querbolzen (32) unterstützten Stifte (30).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Patronenzuführvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stift (30) durch zwei Querbolzen (32) unterstellbar ist und die beiden den Querbolzen (32) zugeordneten Hebel (35) durch einen gemeinsamen Griff (39) miteinander verbunden sind.
4. Patronenzuführvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die dem einen Stift (30) zugeordneten Hebel (35) in entgegengesetzter Richtung schwenkbar sind als die dem anderen Stift (30) zugeordneten Hebel (35), derart, dass zur Freigabe der beiden Stifte (30) des Überstellers (26) die Hebel (35) mit den Griffen (39) gegeneinander geschwenkt werden.
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