CH667448A5 - Unterwagen eines schwerlastfahrzeuges, insbesondere eines mehrachsigen mobilkranes. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG 50 Vorderachsen, wodurch die vorgeschriebenen Wendekreise eher
Die Erfindung geht aus von einem Unterwagen eines Schwer- erzielt werden.
lastfahrzeuges, insbesondere eines mehrachsigen Mobilkranes, Die vordere und die mittlere Abstützung bieten den grossen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Vorteil, mit schwersten Lasten auf LKWs oder Tiefgängern ganz
Es ist bekannt, den Unterwagen zum Beispiel von Mobilkra- nahe am Vorderteil des Unterwagens, an der nicht vorstehenden nen mit Abstützungen auszurüsten, die quer zur Fahrzeug- 55 vorderen Abstützung vorbei und bis zurmittleren Abstützung zu
Längsachse ausgefahren werden. Durch die ausgefahrenen fahren, um möglichst nahe beim Drehkranz diese Lasten umzu-
Abstützträger und durch das Aufsetzen der Vertikalzylinder am schlagen, undenkbar bei der früher beschriebenen 4-Punkt-
Boden wird die Abstützbasis für die Arbeitsstellung vergrössert, Abstützung mit gleichlangen Doppelkasten-Abstützungen.
so dass mit dem Kran viel schwerere Lasten gehoben werden Durch die grosse Gewichtseinsparung im vorderen Unterwa-
können, als es der Fall ohne Abstützungen wäre. ßo genteil und durch die Verwendung der hinteren Einfachkasten-
Üblicherweise sind solche Mobilkrane mit zwei gleich langen Abstützung, anstelle der vormaligen Doppelkasten-Abstützung
Doppelkasten-Abstützungen versehen, in Fahrtrichtung gese- wird der Unterwagen wesentlich leichter und kostengünstiger bei hen, einem vorderen und hinteren Abstützpaar. Das hintere Paar annähernd gleicher Tragfähigkeit an der Lasthebevorrichtung der Doppelkasten-Abstützung bildet das Heck des Mobilkranes von Mobilkranen mit früher beschriebener 4-Punkt-Abstützung.
und ist immer hinter der letzten Hinterachse. Das vordere Paar 65 Mehrachsige Mobilkrane, gebaut nach dem Oberbegriff des der Doppelkasten-Abstützung liegt immer zwischen dem Dreh- Patentanspruches 1, besitzen von der mittleren zur hinteren kränz und der vordersten Vorderachse. In der Regel liegt die Abstützung eine trapezförmige Abstützfläche und ebenfalls die vordere Abstützung mindestens um die Distanz vom Drehkranz gleiche geometrische Figur zwischen der mittleren zur vorderen
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Abstützung. Es handelt sich hier im vorliegenden Fall um eine punkte auf der Kreislinie um die Mitte ( A) vom Drehkranz (6)
Doppeltrapez-Abstützung. einen wesentlich besseren Nutzungsgrad, als es der Fall wäre mit
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand einer der bisher bekannten 4-Punkt-Abstützung, deren Kreislinie mei-
Zeichnung, beispielsweise näher erläutert, es zeigen: stens nicht oder nur zufällig durch die Mitte des Drehkranzes
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Mobilkranes und 5 geht.
Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemässen Unterwa- Die hohen Biege- und Torsionskräfte, die beim Versetzen gen des Mobilkranes nach der Fig. 1, jedoch ohne die Lasthebe- von Lasten durch die Lasthebevorrichtung (5) entstehen, werden Vorrichtung vom Kran. über den Drehkranz (6) auf den Unterwagen (4) geleitet und von Schwerlastfahrzeuge, insbesondere Mobilkrane mit mehrach- da direkt auf die unmittelbar davorliegende mittlere (1) Abstüt-sigem Unterwagen (4) weisen mindestens ein vorderes (3), ein io zung, die den Hauptanteil dieser auftretenden Kräfte übermittleres (1) und ein hinteres (2) je gleichlanges Abstützpaar auf. nimmt, wenn der Kran quer zur Längsachse (X) arbeitet. Das mittlere (1) Paar ist als Doppelkasten-Abstützung für die Die hintere (2) Abstützung, deren Vertikalzylinder (14 und grösste Abstützbreite (a) ausgebildet und liegt in Fahrrichtung 15) ebenfalls auf der Kreislinie (10) liegen, überträgt mindestens gesehen zwischen der vordersten (7) Hinterachse und der hinter- die gleichgrossen Biege- und Torsionskräfte wie die mittlere (1) sten (8) Vorderachse, aber auch unmittelbar vor dem Drehkranz 15 Abstützung. Nach dieser Anordnung wird die sonst übliche (6), der zur Aufnahme der Lasthebevorrichtung (5) bestimmt ist. Doppelkastenabstützung, die mindestens dreimal schwerer und Der kleinste Abstand (c) der quer zur Längsachse (X) des teurer ist, umgangen.
Fahrzeuges verlaufenden Mittelwand (9) der Doppelkranz- Die vordere Abstützung, deren Vertikalzylinder (11 und 12)
Abstützung (1) zum Mittelpunkt (A) vom Drehkranz (6) ent- ebenfalls auf der Kreislinie (10) liegen, überträgt mindestens die spricht mindestens dem Radius und höchstens dem doppelten 20 gleichgrossen Biege- und Torsionskräfte wie die mittlere (1)
Radius des Wälzlagers (6a). Abstützung, bereits vor der hintersten Vorderachse (8) und
Die Abstützbreite (a) der mittleren (1) Abstützung ist minde- gestattet den davorliegenden Unterwagenteil (4a) mindestens stens 1,66 mal grösser als die Breite (b) der hinteren (2) Abstüt- um die halbe Breite des Abstützträgers (17) der hinteren Abstützung. zung (2) schmäler, leichter und kostengünstiger zu gestalten, als Am Heck des Unterwagens (4) liegt die hintere (2) Einfach- 25 der Unterwagenteil (4b) zwischen der vorderen (3) und hinteren kasten-Abstützung, deren zwei Abstützträger (17), wenn ganz Abstützung (2).
eingefahren, sich im gemeinsamen Gehäuse in der Mitte bei der Der schmälere Unterwagenteil (4a) erlaubt für die restlichen theoretischen Längsachse (X) berühren können. Die mittlere (1) Vorderachsen (16) einen grösseren Radeinschlag (18). Dadurch und hintere (2) Abstützung sind je Teleskopierabstützungen, werden die vorgeschriebenen Wendekreise an Mobilkranen eher wobei der Teleskopiermechanismus nicht dargestellt ist. 30 erzielt und die Manövrierfähigkeit wird wesentlich vergrössert.
Die vordere (3) Abstützung liegt mindestens vor der hinter- Die vordere (3) Abstützung ist nicht quer zur Längsachse (X)
sten Vorderachse (8) und besteht nur aus einem Paar Vertikalzy- teleskopierbar wie die mittlere (1) und hintere (2), weil in diesem linder (11 und 12), die innerhalb der Breite des Unterwagens Unterwagenbereich normalerweise Motor, Getriebe und angebracht sind. Der Abstand der beiden Vertikalzylinder (11 Antriebsstrang den Einbau, z.B. einer Doppelkasten-Abstüt-
und 12) zur Mitte (A) des Drehkranzes (6) ist gleich dem Radius 35 zung nicht ermöglichen.
vom Kreisbogen (10), der mindestens durch die Mitte eines Bezogen auf die Mitte aller 6 Vertikalzylinder zeigt Fig. 2,
Vertikalzylinders (13) der ausgefahrenen mittleren (1) und durch dass die äusseren Verbindungslinien, auch Kippkanten genannt,
beide Mitten der Vertikalzylinder (14 und 15) der hinteren (2) von der mittleren (1) zur vorderen (3) Abstützung ein kleines und
Abstützung führt. Die Mitte eines der beiden Vertikalzylinder von der mittleren (1) zur hinteren (2) Abstützung ein grosses der mittleren (1) Abstützung liegt unmittelbar innerhalb oder 40 symbolisches Trapez abgrenzen. Es handelt sich um eine Doppel-
ausserhalb des Kreisbogens (10) wird aber für die Tragfähigkeits- Trapezabstützung.
berechnung an der Lasthebevorrichtung so betrachtet, als läge er Die Fahrerkabine (19) am Unterwagen (4) zeigt die Fahrrich-
ebenfallsaufdem Kreisbogen (10). Somit geben diese 6 Abstütz- tung an.
M
1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- 667448 2PATENTANSPRÜCHE entfernt, wie der Abstand der hinteren Abstützung zum Dreh-1. Unterwagen (4) eines Schwerlastfahrzeuges, insbesondere kränz misst.eines mehrachsigen Mobilkranes, mit einem eine Lasthebevor- Diese zwei gleich langen Abstützpaare bilden eine 4-Punkt-richtung (5) tragenden Drehkranz (7) und-in Fahrtrichtung Abstützung, deren Verbindungslinien (auch Kippkanten gesehen - mindestens einer mittleren (1) sowie einer hinteren (2) 5 genannt), mindestens eine quadratische, meistens aber eine und vorderen (3) Abstützung, wobei die mittlere Doppelkasten- rechteckige Abstützfläche abgrenzen, die zum Teil die Tragfä-Abstützung (1) mit der grössten Abstützbreite (a) zwischen den higkeit oder das Umkippen des Kranes bestimmen. Die längere vordersten Hinterrädern (7) und den hintersten Vorderrädern Seite bei einer rechteckigen Abstützfläche verläuft parallel zur(8) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Doppelka- Fahrzeug-Längsachse.sten-Abstützung (1) unmittelbar vor dem Drehkranz (6) liegt und 10 Die Tragfähigkeit wird bestimmt durch den kürzesten seine Abstützbreite (a) mindestens 1,66 mal grösser ist als die Abstand von Mitte Drehkranz bis zum Schnittpunkt der parallelAbstützbreite (b) der hinteren Einfachkasten-Abstützung (2) zur Fahrzeugachse laufenden seitlichen Verbindungslinien und dass die vordere (3) nicht quer zur Längsachse (X) telesko- (Kippkanten). Dieser Abstand ist dem Radius gleichzusetzen,pierbare Abstützung unmittelbar vor den hintersten Vorderrä- aus der Mitte vom Drehkranz auf dessen Kreislinie sich im dem (8) liegt. 15 Idealfall alle Abstützpunkte befinden sollen. Diese 4-Punkt-
- 2. Unterwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- AbStützungen haben demnach grosse Nachteile, weil bei einer net, dass der in Draufsicht gesehene Abstand (c) der quer zur quadratischen Abstützfläche der Kreis im besten Fall vier Berüh-Längsachse (X) des Fahrzeuges verlaufenden Mittelwand (9) der rungspunkte aufweist. In der rechteckigen Auflagefläche sind es mittleren Doppelkasten-Abstützung (1) zum Mittelpunkt (A) nur zwei Berührungspunkte, die für einen schlechten Nutzungs-vom Drehkranz (6) mindestens dem einfachen und höchstens 20 gra<^ sprechen.dem doppelten Radius des Drehkranz-Wälzlagers (6a) ent- In der vorliegenden Erfindung werden drei Abstützpaare spricht verwendet, wobei die mittlere, in Fahrtrichtung gesehen, unmit-
- 3. Unterwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- te}bar vor dem Drehkranz liegende Doppelkasten-Abstützung net, dass der vom Drehkranzmittelpunkt (A) geschlagene Kreis- 25 ^ er S™s.sten Abstützbreite den Radius für den Kreis diktiert, bogen (10) durch die Mitten der beiden Vertikalzylinder (11 und f f dem weitere Abstützpunkte zu hegen haben. Der Radius ist 12) der vorderen (3) und durch die Mitte von mindestens einem demnach von Mitte Drehkranz bis zur Mitte eines Vertikalzylin-Vertikalzylinder (13) der teleskopierten mittleren Abstützung des der mittleren Abstützung.(1 ) und durch die beiden Mitten der Vertikalzylinder (14 und 15) Die Mitten der Vertikalzylinder des hinteren Abstützpaares der teleskopierten hinteren Abstützung (2) führt. 30 am Heck des Kranes liegen auf der erwähnten Kreislinie. Es ist
- 4. Unterwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- eine Einfachkasten-Konstruktion, in welcher sich die Abstütztränet, dass sein die restlichen Vorderräder (16) tragender Teil (4a) ger, wenn ganz eingefahren, im gemeinsamen Gehäuse in der um mindestens die halbe Breite eines Abstützträgers (17) der Mitte berühren.hinteren Abstützung (2) schmäler ist als derjenige Teil (4b) Das Ausstossen der beiden kurzen Abstützträger kann z.B.zwischen der vorderen (3) und der hinteren (2) Abstützung. 35 mit nur einem Teleskopzylinder geschehen. Gewichts- und
- 5. Unterwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- kostenmässig entspricht diese hintere Abstützung einemDrittel net, dass die auf der gemeinsamen Mittellinie (9a) liegenden und der normalerweise verwendeten hinteren Doppelkasten-Abstüt-der mittleren (1) teleskopierten Abstützung zugehörigen Verti- zung.kalzylinder die Basis bilden für ein Doppel-Trapez, wobei das Die Mitten der Vertikalzylinder des vorderen und inFahrt-kleinere Trapez begrenzt wird von den Vertikalzylindern (11 und 40 richtung gesehen, vor der hintersten Vorderachse liegenden12) an der vorderen (3) und das zweite Trapez begrenzt wird Abstützpaares berühren ebenfalls die erwähnte Kreislinie,durch die Vertikalzylinder (14 und 15) der hinteren (2) telesko- Diese Abstützung besteht nur aus zwei Vertikalzylindern, ist pierten Abstützung. also nicht quer zur Längsachse des Fahrzeuges ausschiebbar, wie die mittlere und hintere Abstützung. Da der Unterwagenteil vor 45 der Abstützung keine von der Lasthebevorrichtung herrührenden grossen Biege- und Torsionskräfte zu übertragen hat, kann dieser Teil wesentlich schmaler, leichter und kostengünstiger gebaut werden, als es der Fall war bei früheren Ausführungen. Der schmale Vorderteil erlaubt einen grösseren Einschlag der
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