CH668599A5 - Substituierte androsta-1,4-dien-3,17-dione und verfahren zu deren herstellung. - Google Patents

Substituierte androsta-1,4-dien-3,17-dione und verfahren zu deren herstellung. Download PDF

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CH668599A5
CH668599A5 CH2706/86A CH270686A CH668599A5 CH 668599 A5 CH668599 A5 CH 668599A5 CH 2706/86 A CH2706/86 A CH 2706/86A CH 270686 A CH270686 A CH 270686A CH 668599 A5 CH668599 A5 CH 668599A5
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dione
diene
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CH2706/86A
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Franco Buzzetti
Natale Barbugian
Paolo Lombardi
Salle Enrico Di
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Erba Carlo Spa
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Description

BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue 6-Alkyli-denandrosta- 1,4-dien- 3,17-dionderivate, auf Verfahren zu deren Herstellung, auf diese Verbindungen enthaltende pharmazeutische Präparate und auf die Verwendung dieser Verbindungen zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten für die Behandlung von hormonabhängigen Krebserkrankungen bei Menschen und Säugetieren. Grundlegende und klinische Daten zeigen an, dass aromatisierte Metabolite von Androgenen, das heisst die Östrogene, diejenigen Hormone sind, die bei den pathogenen Zellveränderungen eine Rolle spielen, die mit dem Wachstum gewisser hormonabhängiger Krebsleiden, wie z.B. Brust-, Endometrium- und Eierstockkarzinome, verbunden sind.
Östrogene spielen ebenfalls eine Rolle bei der Pathogenese von benigner Prostatahyperplasie.
Endogene Östrogene werden schliesslich aus entweder Androstendion oder Testosteron als unmittelbare Vorläufer gebildet. Die Reaktion von zentraler Wichtigkeit ist die Aromatisierung des Steroidringes A, die durch das Enzym Aromatase bewirkt wird. Da die Aromatisierung eine einzigartige Reaktion darstellt und die letzte Reaktion in einer Reihe von Stufen bei der Biosynthese von Östrogenen ist, hat man sich vorgestellt, dass eine wirksame Hemmung der Aromatase, die durch Verbindungen hervorgerufen wird, die mit den Aromatisierungsstufen in Wechselwirkung zu treten vermö5
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gen, eine nützliche Anwendung haben könnte, um die Menge der zirkulierenden Östrogene, östrogenabhängige Prozesse bei der Fortpflanzung und östrogenabhängige Tumoren zu beeinflussen.
Bekannte, eine die Aromatase hemmende Wirkung aufweisende Steroidsubstanzen sind beispielsweise zl'-Testolo-lacton [US-PS Nr. 2 744 120], 4-Hydroxy-androst- 4-en-3.17-dion und Ester davon [siehe z.B. US-PS Nr. 4 235 893], 10-(l,2-Propadienyl)- östr- 4-en- 3,17-dion [US-PS Nr. 4 289 762], 10-(2-Propinyl)-östr- 4-en- 3,17-dion [J. Am. Chem. Soc. 103, 3221 (1981) und US-PS Nr. 4 322 416], 19-Thioandrostenderivate (europäische veröffentlichte Patentanmeldung Nr. 0 100 566), Androsta-4,6-dien-3,17-dion, Androsta- 1,4,6-trien- 3,17-dion (britische veröffentlichte Patentanmeldung Nr. 2 100 6Û1A) und Androsta-1,4-dien- 3,17-dion [Cancer Res. (Suppl.) 42, 3327 (1982)].
Es wurde nun festgestellt, dass die neuen Verbindungen gemäss vorliegender Erfindung nicht nur eine starke in vitro-Hemmung der Aromatase aufweisen, sondern auch wegen ihrer besseren metabolischen Stabilität im Vergleich mit den Verbindungen nach dem Stand der Technik eine überlegene in vivo-Wirkung haben.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel:
CH 0
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men, R| ein Wasserstoffatom, ein Fluoratom, ein Chloratom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R2 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Bevorzugtere erfindungsgemässe Verbindungen sind die Verbindungen der Formel I, worin R ein Wasserstoffatom, einen Methylrest oder einen Ethylrest, R, ein Wasserstoffatom, ein Fluoratom oder ein Chloratom und R2 ein Wasserstoffatom bedeuten.
Beispiele von spezifischen erfindungsgemässen Verbindungen sind die folgenden: 6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 1 -Methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 1 -Ethyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 15 4-Methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Ethyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Fluor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Chlor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 6-Ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 20 6-Propylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion;
4-Fluor-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Chlor-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 1 -Methyl-6-ethylidenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion; und 4-Fluor-6-ethylidenandrosta-l,4-dien-3,l 7-dion. 25 Die erfindungsgemässen Verbindungen lassen sich dadurch herstellen, dass man a) eine Verbindung der folgenden allgemeinen Formel:
CH 0
worin jedes der Symbole R und R2 unabhängig von dem anderen ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R| ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Die oben gezeigte Formel für die erfindungsgemässen Verbindungen umfasst sämtliche möglichen Isomeren, insbesondere die Z- und E-Isomeren, und zwar sowohl getrennt als auch in Form einer Mischung, der Verbindungen der Formel I, worin R2 einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet. In den in der vorliegenden Beschreibung wiedergegebenen Formeln bedeuten die unterbrochenen Linien^ *- n. ), dass die Substituenten in der a-Konfiguration, das heisst unterhalb der Ebene des Ringes, vorliegen, während die keilförmigen Linien ( ^-) angeben, dass die Substituenten in der ß-Konfiguration, das heisst über der Ebene des Ringes, vorliegen. Die Wellenlinien ( im,) bedeuten, dass die Gruppen sowohl in der a-Konfiguration als auch in der ß-Konfiguration vorliegen können.
Als bevorzugte Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen kommen Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insbesondere der Methyl-, Ethyl-, Propyl- oder tert.-Butylrest, und bevorzugter der Methyl- oder Ethylrest in Frage. Aus diesen Beispielen ergibt sich einwandfrei, dass die Alkylreste sowohl verzweigte als auch unverzweigte Gruppen sein können.
Beispiele für Halogenatome sind Chlor, Fluor, Brom, insbesondere Chlor und Fluor, und bevorzugter Fluor.
Bevorzugte erfindungsgemässe Verbindungen sind Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin R ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffato40
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(II)
worin Ra ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie oben haben, dehydriert, um zu einer Verbindung der Formel I zu gelangen, worin Ri ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Anspruch 1 haben; oder aber b) eine Verbindung der folgenden allgemeinen Formel:
CH o
(III)
worin R und R2 die gleichen Bedeutungen wie oben haben, mit einem Hydrohalogenierungsmittel umsetzt, um auf diese 60 Weise zu einer Verbindung der Formel I zu gelangen, worin Ri ein Halogenatom darstellt und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie oben haben, worauf man gewünschtenfalls ein auf diese Weise erhaltenes Gemisch von Isomeren von Verbindungen der Formel I in die einzelnen Isomeren auf-65 trennt.
Die Dehydrierung einer Verbindung der Formel II kann durch Behandlung mit einem geeigneten Dehydrierungsmittel, wie z.B. Dichlordicyanobenzochinon (DDQ), Selendi
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oxid oder Chloranil, geschehen. Vorzugsweise erfolgt eine solche Umsetzung durch Behandeln mit DDQ in einem inerten Lösungsmittel, wie z.B. Dioxan, Benzol, Toluol oder Di-chlormethan, und zwar bei einer Temperatur im Bereich von ungefähr 40 C bis ungefähr 120 C, wobei die Reaktionsdauer zwischen ungefähr 12 Stunden und ungefähr 72 Stunden liegen kann.
Als Hydrohalogenierungsmittel, welches mit einer Verbindung der Formel III reagiert, sei beispielsweise eine Halogenwasserstoffsäure oder ein Trihalogenboran genannt. Die Umsetzung einer Verbindung der Formel III mit einer Halogenwasserstoffsäure oder einem Trihalogenboran kann nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise gemäss Camerino et al, 1956, Il Farmaco 1_1, 586 bzw. A. Bowers et al, 1958, Tetrahedron 3, 14, geschehen.
Verwendet man als Halogenwasserstoffsäure die Salzsäure oder die Bromwasserstoffsäure, so erfolgt die Umsetzung vorzugsweise in Essigsäure oder Ethanol bei einer Temperatur im Bereiche von ungefähr 0 C bis ungefähr 100 C.
0
CH. »
Ra CHR2
worin Rb einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und Ra ein Wasserstoffatom bedeuten und R2 die obige Bedeutung hat.
Verwendet man ein Trihalogenboran, beispielsweise Bor-trifluorid, so erfolgt die Umsetzung vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, wie z.B. Diethylether, Benzol oder Dichlormethan, bei einer Temperatur im Bereiche von unge-5 fähr — 30 C bis ungefähr 50 C.
Das Trennen eines Gemisches von Isomeren einer Verbindung der Formel I kann mittels herkömmlicher, an sich bekannter Methoden geschehen.
So kann man beispielsweise die Trennung eines Gemilo sches von geometrischen Isomeren durch fraktionierte Kristallisation oder durch Trennen mittels Säulenchromatographie durchführen.
Die Verbindungen der Formel II, worin Ra ein Wasser-15 stoffatom und R einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten und R2 die obige Bedeutung hat, kann man nach dem folgenden Reaktionsschema unter Anwendung an sich bekannter Methoden synthetisieren.
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(V)
(VI I )
Z.B. kann die Dehydrierung einer Verbindung der Formel IV zur Herstellung einer Verbindung der Formel V beispielsweise gemäss H.J. Ringold et al, 1962, Chemistry and
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Industry, 211, ausgeführt werden. Vorzugsweise wird sie durch Behandlung mit DDQ in siedendem Dioxan durchgeführt.
Zu einer Verbindung der Formel VI gelangt man durch Alkylieren einer Verbindung der Formel V, beispielsweise nach einer der bekannten Methoden. Die Alkylierung erfolgt vorzugsweise durch Zugabe einer Verbindung der Formel V, gelöst in einem inerten Lösungsmittel, zu einer Lösung von Dialkyllithiumkupfer im gleichen oder in einem anderen inerten Lösungsmittel. Geeignete inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, Benzol oder Diethylether, wobei man den Diethylether bevorzugt. Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen ungefähr —75 C und ungefähr 20 "C, wobei man vorzugsweise einen Temperaturbereich von ungefähr — 5 °C bis ungefähr 0 C anwenden wird. Das Verhältnis der Reaktionsteilnehmer ist nicht von Bedeutung, doch wird man mindestens 2 Mol Dialkyllithiumkupfer einsetzen. Bemerkenswert ist, dass die Zugabe selektiv auf der ß-Seite eintritt. Somit wird sich in der 1-Stellung ein axiales Wasserstoffatom befinden, das sich für die Eliminierung eignet. Verbindungen der Formel VII können, ausgehend von einer Verbindung der Formel VI, nach bekannten Methoden, wie z.B. M. Mori, 1962, Chem. Pharm. Bull. (Tokio), 10, 386, erhalten werden. Daher kann man eine Verbindung der Formel VI durch Behandeln mit 1 bis 1,2 Äquivalenten Brom in Essigsäure oder in einem anderen geeigneten Lösungsmittel bei einer Temperatur im Bereiche von ungefähr 0 °C bis ungefähr 50 C, vorzugsweise bei Zimmertemperatur, bromieren,
wobei man ein 4-Bromderivat erhält, das man anschliessend ohne weitere Reinigung in einer Dimethylformamidlösung in Gegenwart von Lithiumchlorid bei ungefähr 140 bis 150 °C dehydrobromiert. Eine Verbindung der Formel II kann aus-5 gehend von einer Verbindung der Formel VII nach bekannten Methoden erhalten werden, beispielsweise nach der Methode von K. Annen, 1982, Synthesis, 34. Vorzugsweise wird eine Verbindung der Formel VII mit unsubstituiertem oder in geeigneter Weise durch Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffato-10 men substituiertem Formaldehyd-diethylacetal unter Rück-fluss in Chloroform und in Gegenwart von Phosphorylchlo-rid und Natriumacetat umgesetzt. Andererseits kann man auch die gleiche Umsetzung in einem anderen inerten Lösungsmittel, wie z.B. 1,2-Dichlorethan, Diethylether oder 15 Dioxan, und in Gegenwart eines anderen geeigneten Kondensationsmittels, wie z.B. Phosphorpentoxid oder p-Toluol-sulfonsäure, durchführen.
Verbindungen der Formel II, worin sowohl Ra als auch Rb ein Wasserstoffatom bedeuten und R2 die obige Bedeu-20 tung besitzt, kann man aus im Handel erhältlichem Androst-4-en-3,17-dion unter Anwendung der oben für die Herstellung einer Verbindung der Formel II, ausgehend von einer Verbindung der Formel VII, beschriebenen Arbeitsweisen herstellen.
25 Verbindungen der Formel II, worin Ra einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und die Symbole R und R2 die obigen Bedeutungen haben, kann man ebenfalls nach bekannten Methoden herstellen. Dies kann beispielsweise nach dem folgenden Reaktionsschema geschehen:
Die Alkylierung einer Verbindung der Formel VIII, das einem Thiol unter alkalischen Bedingungen in selektiver heisst Androst-4-en-3,l7-dion und seine 1-Alkylderivate, un- Weise thiomethyliert werden. Für diesen Zweck wird das ter Anwendung der Atwaterschen Arbeitsweise [N.W. Atwa- 60 Thiol Benzylmercaptan bevorzugt.
ter, JACS 79, 5315 (1957)] durch langsames Zugeben eines Die Desulfurierung der als Zwischenprodukte anfallen-
Alkylchlorids unter Rückfluss zu einer Lösung des Ketons in den 4-Thioether führt zum 4-Methylandrost-4-en-3,17-dion tert.-Butanol, enthaltend nur einen geringen Überschuss an bzw. seinen 1-Alkylanalogen.
Kalium-tert.-butylat, liefert eine Verbindung der Formel IX, Die Einführung einer Alkylidengruppe in der 6-Stellung das heisst ein 4-Alkylandrost-4-en-3,17-dion bzw. seine 1-A1- 65 in die Verbindungen der Formel IX lässt sich gemäss der kylderivate. weiter oben beschriebenen Methode (K. Annen et al., Syn-
Das Androst-4-en-3,l7-dion und dessen 1-Alkylderivate thesis 1982, 34) erzielen.
können andererseits in der 4-Stellung mit Formaldehyd und Die Verbindungen der Formel III können nach an sich
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bekannten Verfahren hergestellt werden, so z.B. gemäss dem folgenden Reaktionsschema:
Die Epoxidierung einer Verbindung der Formel II zur Herstellung einer Verbindung der Formel X kann durch Behandlung mit einem geeigneten, vorzugsweise konzentrierten, Oxidationsmittel, z.B. 36%igem H202, in einer alkoholischen Alkalihydroxidlösung, vorzugsweise Kaliumhydroxid oder Natriumhydroxid in Methanol, bei einer Temperatur im Bereiche von 0 bis 25 C während ungefähr 2 Stunden bis mehreren Tagen erfolgen.
Die Dehydrierung einer Verbindung der Formel X zur Herstellung einer Verbindung der Formel III kann durch Behandlung mit einem geeigneten Dehydrierungsmittel, z.B. Dichlordicyanobenzochinon, in einem unter Rückfluss siedenden Lösungsmittel in der oben beschriebenen Weise geschehen.
Die Verbindungen der Formel IV und diejenigen der Formel VIII, worin R Wasserstoff darstellt, sind bekannte Verbindungen.
Die Verbindungen der Formel VIII, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen darstellt, sind Verbindungen der Formel VII, die sich in der oben beschriebenen Weise erhalten lassen.
Die erfindungsgemässen Verbindungen sind Inhibitoren für die Biotransformation von endogenen Androgenen, das heisst sie sind Steroidaromatase-Inhibitoren.
Die erfindungsgemässen Verbindungen lassen sich daher als Alternative zur Ablation der endokrinen Drüsen, z.B. Oophorektomie, Hypophysektomie oder Adrenalektomie, bei der Behandlung von fortgeschrittenem, hormonabhängigem Burstkrebs, Pankreaskrebs, Endometrialkrebs und Ova-rialkrebs, einsetzen.
Die Aromatase-Inhibitoren der Formel I lassen sich auch verwenden für die Steuerung der Fortpflanzung. Eine Abnahme der Östrogenspiegel in vivo führt in der Tat zu einer die Geschlechtsdrüsen hemmenden Wirkung und zu einer ungenügenden Uterus-Entwicklung. Die Aromatase-Inhibitoren können gleichzeitig als Nidations-Inhibitoren eingesetzt werden.
Eine andere Anwendung der erfindungsgemässen Verbindungen ist die Behandlung von Prostatahypertrophie oder
30 -hyperplasie, was wiederum im Zusammenhang steht mit einer übermässigen Östrogenerzeugung und einer Verschiebung des Östrogen-Androgen-Verhältnisses gegen höhere Werte. Die Aromatase-Hemmung mit Hilfe der erfindungsgemässen Verbindungen wurde z.B. in vitro (Human-Placen-35 taaromatase) und in vivo (Eierstockaromatasewirkung) in Ratten bestimmt.
So wurde beispielsweise die Wirkung von 6-Methylenan-drosta-l,4-dien-3,l7-dion (interner Code FCE 24304) mit derjenigen von wohlbekannten Aromatase-Inhibitoren verglichen: 4-Hydroxyandrost-4-en-3,17-dion (40H-A), A'-Te-stololacton und Androsta-l,4-dien-3,17-dion [A.M.H. Bro-die, Cancer Research (Suppl.) 42, 3312 s, (1982); D.F. Covey und W.F. Hood, Cancer Research (Suppl.) 42,3327 s, 1982)] und 6-Methylenandrost-4-en-3,17-dion, das in der britischen Patentschrift Nr. 929 985 als geeignetes Zwischenprodukt für die Herstellung von therapeutisch wertvollen 6a-Methylste-roid-Hormonen beschrieben wird. Eine therapeutische Verwendbarkeit wird dieser Verbindung allerdings in der besagten Patentschrift nicht zugeschrieben.
a) Aromatase-Hemmung in vitro
Das Enzymsystem wurde aus der Mikrosomfraktion von menschlichem Placentagewebe nach der üblichen Methode isoliert. Der Versuch gemäss Thompson und Siiteri [E.A. Thompson und P.K. Siiteri, J. Biol. Chem. 249, 5364 (1974)], welcher die Geschwindigkeit der Aromatisierung bestimmt, die durch die Freisetzung von 3H20 aus 4-[lß, 2ß-3H]-Androsten-3,17-dion gemessen wird, gelangte zur Anwendung. Sämtliche Inkubationen erfolgten in einem Wasserbad unter Schütteln bei 37 °C an der Luft in einem 10-mil-limolaren Kaliumphosphatpuffer mit einem pH-Wert von 7,5, welcher 100 mMol KCl, 1 mMol EDA und 1 mMol Di-thiothreit pro Liter enthielt. Die Versuche erfolgten in 1 ml Inkubationsvolumen, das 50 nMol 4-[3H]-Androstendion, verschiedene Konzentrationen der Inhibitoren, 100 ^Mol NADPH und 0,05 mg Mikrosomenproteine pro Liter enthielt. Nach 15 Minuten Inkubationszeit wurde die Umsetzung durch Zugabe von 5 ml Chloroform unterbrochen.
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Nach dem Zentrifugieren bei 1500 x g während 5 Minuten wurden 0,5 ml Aliquote aus der wässrigen Phase entnommen. um das gebildete :>H20 zu bestimmen.
Die zur Herabsetzung der Kontrollaromatase um 50% erforderliche Konzentration (IC5Ü) einer jeden Verbindung wurde durch Auftragen der prozentualen Hemmung gegen den Logarithmus der Inhibitorkonzentration bestimmt. Die relative Aktivität einer jeden Verbindung gegenüber 4 OH-A wurde nach der folgenden Gleichung berechnet:
Relative Aktivität =
_ IC50 von 4 OH-A
IC50 der Testverbindung bj Aromatasehemmung in vivo bei Ratten
Erwachsene weibliche Ratten wurden mit 100 I.U. Se-rumgonadotropin von trächtigen Stuten (PMSG) zweimal subkutan in 4-tägigen Intervallen behandelt, um die Ovarial-aromatasewirkung nach der Methode von Brodie [A.M.H. Brodie et al., Steroids 38, 693, (1981)] zu erhöhen. 3 Tage nach der zweiten PMSG-Behandlung wurden Gruppen von jeweils 6 Tieren oral mit dem Träger 0,5% Methocel) oder dem Inhibitor bei 30 mg/kg behandelt. Nach Ablauf von 24 Stunden wurden die Tiere getötet, die Mikrosomen aus den Ovarien isoliert und deren Aromatasewirkung unter Anwendung einer ähnlichen Methode bestimmt, wie dies im Absatz a) beschrieben worden ist.
Die Inkubationen erfolgten während 30 Minuten in einem 1 ml-Inkubationsvolumen, enthaltend 0,1 mg Mikroso-menproteine, 100 nMol/Liter 4-[3H]-Androstendion und 100 |xMol/Liter NADPH. Die Hemmung der Kontrollaro-15 matasewirkung in % wurde berechnet.
io
Tabelle
Hemmung von Humanplacentaaromatase in vitro und von Ratten-Ovarialaromatase in vivo in vitro in vivo
Verbindung
4-Hydroxy-androst-4-en-3,17-dion
IC50
nMol
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(Relative Aktivität)
(1.00)
gemäss Definition
% Aromatasehemmung bei 30 mg/kg p.o.
inaktiv
A '-Testololacton (Testolacton)
8240
(0,005)
inaktiv
6-Methylenandrost-4-en-3,17-dion
74
(0,59)
inaktiv
Androsta-1,4-dien-3,17-dion
6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion (FCE 24304)
112 (0,39) 37
39 (1,13) 81
Aus den obigen Resultaten geht ganz klar hervor, dass die neue Verbindung, nämlich 6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion (FCE 24304), sowohl in vitro als auch in vivo ein ausserordentlich starker Aromataseinhibitor ist.
In vitro ist die neue Verbindung FCE 24304 ungefähr dreimal wirksamer als das damit verwandte Androsta-1,4-dien-3,17-dion und 200-mal wirksamer als das -A '-Testololacton. Wenngleich ihre in vitro-Wirkung nur etwas höher liegt als diejenige von 4-OH-A, ist die neue Verbindung ausserordentlich wirksam, wenn sie in vivo oral verabreicht wird, was eine Folge der ungewöhnlichen Resistenz gegen hepatische Metabolisierung ist, wogegen 4-OH-A unwirksam ist.
Man muss festhalten, dass der grösste Nachteil von 4-OH-A als Antitumormittel bei der therapeutischen Anwendung bei Frauen darin zu sehen ist, dass man diese Verbindung parenteral verabreichen muss, weil die Verbindung nach oraler Verabreichung ausgesprochen konjugiert wird [R.C. Coombes et al, Lancet II, 1237 (1984)].
Angesichts ihrer hohen therapeutischen Indices können die erfindungsgemässen Verbindungen in der Medizin gefahrlos verwendet werden. So wurde beispielsweise gefunden, dass die angenäherte akute Toxizität (LD50) der erfindungsgemässen Verbindungen bei Mäusen, bestimmt durch einzelne Verabreichung von zunehmenden Dosen und gemessen am 7. Tage nach der Behandlung, praktisch vernachlässigbar ist.
Die erfindungsgemässen Verbindungen lassen sich in verschiedenen Dosierungsformen anwenden, z.B. oral in Form von Tabletten, Kapseln, mit Zucker oder mit Filmen überzogenen Tabletten, flüssig in Form von Lösungen oder Suspensionen, rektal in Form von Suppositorien, parenteral, beispielsweise intramuskulär, oder durch intravenöse Injektion oder Infusion.
Die Dosierung hängt vom Alter, Gewicht, Zustand des Patienten und Verabreichungsart ab. So liegt beispielsweise die Dosierung bei oraler Verabreichung an erwachsene Menschen für die erfindungsgemässe Verbindung FCE 24304 im Bereiche von ungefähr 10 bis ungefähr 150 bis 200 mg pro Dosis einmal bis fünfmal täglich.
Die Erfindung umfasst auch pharmazeutische Präparate, welche eine der erfindungsgemässen Verbindungen in Verbindung mit einem pharmazeutisch unbedenklichen Exci-piens, welches ein Träger oder ein Verdünnungsmittel sein kann, enthalten.
Die die erfindungsgemässen Verbindungen enthaltenden pharmazeutischen Präparate lassen sich im allgemeinen nach üblichen Methoden herstellen und können in einer pharmazeutisch geeigneten Form verabreicht werden.
Z.B. können die festen oralen Formen neben der Wirksubstanz Verdünnungsmittel, z.B. Lactose, Dextrose, Sac-
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charose, Cellulose, Maisstärke oder Kartoffelstärke, Gleitmittel, z.B. Siliciumdioxid, Talk, Stearinsäure, Magnesiumoder Calciumstearat und/oder Polyethylenglycole, Bindemittel, z.B. Stärken, Gummi Arabikum, Gelatine, Methylcellu-lose, Carboxymethylcellulose oder Polyvinylpyrrolidon, Sprengmittel, wie z.B. eine Stärke, Alginsäure, Alginate oder «Sodium starch glycolate», schäumende Gemische, Farbstoffe, Süssungsmittel, Netzmittel, wie z.B. Lecithin, Poly-sorbate, Laurylsulfate, und allgemein nicht toxische und pharmakologisch unwirksame Substanzen, wie sie in pharmazeutischen Formulierungen verwendet werden, enthalten. Solche pharmazeutischen Präparate lassen sich in an sich bekannter Weise herstellen,- beispielsweise durch Vermischen, Granulieren, Tablettieren, Beschichten mit Zucker oder Beschichten mit Filmen.
Die flüssigen Dispersionen für eine orale Verabreichung können z.B. in Form von Sirupen, Emulsionen und Suspensionen vorliegen.
Die Sirupe können als Träger beispielsweise Saccharose oder Saccharose mit Glycerin und/oder Mannit und/oder Sorbit enthalten.
Die Suspensionen und Emulsionen können als Träger beispielsweise einen natürlichen Gummi, Agar, Natriumalgi-nat, Pectin, Methylcellulose, Carboxymethylcellulose oder Polyvinylalkohol enthalten.
Die Suspensionen und Lösungen für intramuskuläre Injektionen können neben der Wirksubstanz einen pharmazeutisch unbedenklichen Träger, z.B. steriles Wasser, Olivenöl, Ethyloleat, Glycole, wie z.B. Propylenglycol, und gewünsch-tenfalls eine geeignete Menge von Lidocainhydrochlorid enthalten. Die Lösungen für intravenöse Injektionen oder Infusionen können als Träger z.B. steriles Wasser enthalten, oder sie können vorzugsweise in Form von sterilen,wässrigen, isotonischen Kochsalzlösungen vorliegen.
Suppositorien können neben der Wirksubstanz einen pharmazeutisch unbedenklichen Träger, z.B. Kakaobutter, Polyethylenglycol, einen oberflächenaktiven Polyoxyethylen-sorbitanfettsäureester oder Lecithin enthalten.
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern, ohne sie jedoch zu beschränken.
Beispiel 1
0,50 g 6-Methylenandrost-4-en-3,l 7-dion und 0,57 g Di-chlordicyanobenzochinon werden in 20 ml wasserfreiem Dioxan während ungefähr 15 Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Zur Entfernung des DDQ wird die Suspension durch Aluminiumoxid filtriert. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand in Ethylacetat gelöst, die organische Schicht mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Das rohe Produkt wird über Kieselgel unter Anwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat (40%) chromatographiert, wobei man 0,25 g reines 6-Methy-lenandrosta-l,4-dien-3,17-dion, Schmelzpunkt 188 bis 191 C, À.max 247 m|i (s 13.750) erhält.
Gef.: C 81,01; H 8,05. C,0H24O-, erfordert: C 81,04; H 8,16.
Nach der oben beschriebenen Verfahrensweise werden die folgenden Verbindungen hergestellt: l-Methyl-6-methylenandrosta-l,4-dien-3,17-dion.
Gef.: C 81,18; H 8.37. C21H2602 erfordert: C 81,25; H 8,44. l-Ethyl-6-methylenandrosta-l,4-dien-3,l 7-dion,
Gef.: C 81.32; H 8,62. C22H2802 erfordert: C 81,44; H 8,70. 4-Methyl-6-methylenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 81,15; H 8,32. C2lH2602 erfordert: C 81,25; H 8,44. 4-Ethyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 6-Ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion;
6-Propylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; und 1 -Methyl-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
Beispiel 2
Ein Gemisch von 6-Methylenandrosta-4-en-3,17-dion (0,50 g), Selendioxid (0,50 g) und tert.-Butylalkohol (200 ml) wird unter Stickstoff während ungefähr 30 Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die gekühlte Lösung wird dann filtriert und hierauf unter vermindertem Druck zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird in 100 ml Ethylacetat aufgenommen, mit Kohle behandelt und nacheinander mit Wasser, Ammoniumsulfidlösung, kaltem 17%igem Ammoniumhydroxid, kalter verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen, dann mit Natriumsulfat getrocknet und schliesslich zur Trockene eingedampft. Das rohe Produkt wird in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 chromatographiert, wobei man 0,20 g reines 6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion, Schmelzpunkt 188 bis 191 :C, erhält.
In analoger Weise werden die folgenden Verbindungen erhalten:
1 -Methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 81,18; H 8,37. C2,H2602 erfordert: C 81,25; H 8,44. 1 -Ethyl-6-methvlenandrosta-1,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 81,32; H 8,62. C22H2g02 erfordert: C 81,44; H 8,70. 4-Methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 81,15; H 8,32. C2,H2602 erfordert: C 81,25; H 8,44. 4-Ethyl-6-methylenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion; 6-Ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 6-Propylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; und 1 -Methyl-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
Beispiel 3
Eine Lösung von 1,0 g 4,5-Epoxy-6-methylenandrost-l-en-3,17-dion in 10 ml Eisessig wird mit gasförmigem Chlorwasserstoff während 30 Minuten bei Zimmertemperatur behandelt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Diethylether gewaschen, getrocknet und über Kieselgel chromatographiert, wobei man eine Mischung von Hexan und Ethylacetat verwendet. Auf diese Weise erhält man 0.8 g reines 4-Chlor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
Gef.: C 72,40; H 6,91; Cl 10,53; C,oH^C10, erfordert: C 72,61; H 7,01; Cl 10,72.
NMR, 8, ppm: 0,84 (3H. s); 1,24 (3H, s); 5.13 (1H, s); 5,43 (1H, s); 6,37 (1H, d); 7,08 (1H, d).
MS (m/z): 330.
Nach der oben beschriebenen Verfahrensweise und ausgehend von einem geeigneten 4.5-Epoxyderivat werden unter Verwendung einer geeigneten gasförmigen Halogenwasserstoffsäure die folgenden Verbindungen hergestellt: 4-Brom-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 63,90: H 6,03: Br 21,15. G,0H^BrO, erfordert: C 64,00; H 6,18; Br 21,29;
4-Fluor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion,
Gef.: C 76,35; H 7,34; F 6,01. C-.„H-,,FO-> erfordert: C 76,41; H 7,37; F 6,04.
4-Chlor-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Brom-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Fluor-l -methyl-6-methylenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion, Gef.: C 76,75; H 7,62; F 5,71. C,,H,5FO, erfordert: C 76,80; H 7,67; F 5,79.
4-Chlor-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Brom-6-ethylidenandrosta-l,4-dien-3,l7-dion; und 4-Fluor-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
Beispiel 4
Eine Lösung von 1,0 g 4,5-Epoxy-6-methylenandrost-l-en-3,17-dion in 100 ml Diethylether wird mit 1,4 ml Bortri-fluoridetherat während 3 Stunden bei Zimmertemperatur be5
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handelt. Hierauf wird die Lösung mit 5%iger Natriumcar-bonatlösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der erhaltene Rückstand wird in 20 ml Pyridin gelöst und diese Lösung bei 0 C mit 0,4 ml Thionylchlorid versetzt. Nach Ablauf von 5 Minuten gibt man Wasser hinzu und isoliert das Produkt mit Ether. Die Etherextrakte werden mit 2n-Salzsäure und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Das so erhaltene rohe Produkt wird über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat als Eluiermittel chromatographiert, wobei man 0,6 g reines 4-Fluor-6-methylenandrosta-l,4-dien-3,17-dion erhält.
Gef.: C 76,30: H 7,35; F 5,91. C^H^FO-, erfordert: C 76,40; H 7,37; F 6,04.
Die folgenden Verbindungen werden beim Arbeiten nach der obigen Methode erhalten:
4-Fluor-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Fluor-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
Beispiel 5
5 g 6-Methylenandrost-4-en-3,l 7-dion werden in 200 ml Methanol gelöst und diese Lösung auf 0 °C gekühlt. Hierauf gibt man 17 ml eiskaltes 36%iges Wasserstoffperoxid und 9 ml einer 2%igen Natriumhydroxidlösung hinzu. Dann wird das Gemisch während 1 Stunde gerührt, bei 5 °C während 20 Stunden stehen gelassen und hierauf unter kräftigem Rühren in 1400 ml Eiswasser gegossen, worauf man das Produkt abfiltriert, mit Wasser wäscht und trocknet, wobei man
4.2 g (80%) 4,5-Epoxy-6-methylenandrosta-3,17-dion [a/ß-Epoxid-Gemisch) erhält.
NMR, 8, ppm: 0,90 (3H, s); 0,97 (3H, s); 3,52 (1H, s); 4,92 (1H, breit); 5,06 (1H. breit).
3 g 4,5-Epoxy-6-methylenandrosta-3,17-dion und 1,7 g Dichlordicyanobenzochinon, gelöst in 60 ml wasserfreiem Dioxan, werden während ungefähr 15 Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die gekühlte Lösung wird durch Aluminiumoxid filtriert und das Lösungsmittel im Vakuum verdampft. Der Rückstand wird mit Ethylacetat aufgenommen. die organische Schicht mit Wasser gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Das rohe Produkt wird über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat (10 bis 40%) chromatographiert, wobei man 1,5 g reines 4,5-Epoxy-6-methylenan-drost-l-en-3,17-dion erhält.
NMR, 8. ppm: 0,93 (3H, s); 1,13 (3H, s); 3,71 (1H, d): -
5.03 (2H, m); 5,86 (1H, d); 6,78 (1H, d).
Nach der oben beschriebenen Verfahrensweise werden unter Verwendung eines geeigneten 6-Alkylidenandrost-4-en-3,17-dions die folgenden Verbindungen hergestellt: l-Methyl-4,5-epoxy-6-methylenandrost-l-en-3,17-dion; l-Ethyl-4,5-epoxy-6-methylenandrost-l-en-3,17-dion; 4,5-Epoxy-6-ethylidenandrost-1 -en-3,17-dion; 1 -Methyl-4,5-epoxy-6-ethylidenandrost-1 -en-3,17-dion; und 1 -Ethyl-4,5-epoxy-6-ethylidenandrost-1 -en-3,17-dion.
Beispiel 6
Eine Lösung von Lithiumdimethylkupfer wird durch Zugabe von 1,6-molarem etherischem Methyllithium unter Stickstoff zu einer Aufschlämmung von Cuproiodid in wasserfreiem Ether bei 0 C hergestellt. Die so erhaltene Lösung wird während 20 Minuten bei 0 °C gerührt und hierauf innerhalb von 20 Minuten mit 5a-Androst-1-en-3,17-dion in wasserfreiem Tetrahydrofuran versetzt und während weiteren 30 Minuten gerührt. Dann wird das Gemisch auf eine gesättigte wässrige Ammoniumchloridlösung gegossen, alsdann mit Benzol versetzt und das erhaltene Gemisch schliesslich rasch durch Diatomeenerde filtriert. Die organische Schicht wird mit wässrigem Ammoniumchlorid und dann mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat (10 bis 20%) chromatographiert, wobei man lß-Methyl-5a-androsta-3,17-dion erhält.
LR. (KBr): 1710 cm-' (3-Oxo), 1740 cm"1 (17-Oxo).
Zu einer Lösung von 3,025 g (10 mMol) lß-Methyl-5a-androsta-3,17-dion in 100 ml Eisessig gibt man bei 20 bis 25 °C unter kräftigem Rühren tropfenweise eine Lösung von Brom (1,60 g, 10 mMol) in Eisessig (30 ml), enthaltend ein Tropfen 47%ige Bromwasserstoffsäure, hinzu. Das Brom ist nach 20 Minuten verbraucht.
Die Lösung wird in Wasser gegossen, und der entstandene Niederschlag wird gesammelt, gründlich mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet, wobei man 3,82 g (100%i) rohes 4-Brom-lß-methyl-5a-androsta-3,17-dion erhält.
LR. (KBr): 1740 cm"1 (3-Oxo, 17-Oxo).
Eine Lösung der so erhaltenen rohen Bromverbindung in 100 ml Dimethylformamid wird mit 7 g getrocknetem Lithiumchlorid bei 140 bis 150 C gerührt. Nach dem Kühlen der Lösung wird sie in Wasser gegossen und das entstandene ölige Produkt mit Ether extrahiert. Die organische Schicht wird mit 10%iger Salzsäure und hierauf mit Wasser gewaschen, getrocknet und hierauf im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat (10 bis 30%) chromatographiert, wobei man 2,4 g (80%) lß-Me-thyl-androst-4-en-3,17-dion erhält.
LR. (KBr): 1620 (A4), 1660 (3-Oxo), 1735 cmr1 (17-Oxo).
Ein Gemisch von 1 g Natriumacetat, 30 ml absolutem Chloroform, 30 ml (0,24 Mol) Formaldehyd-diethylacetal, 3,8 ml (0,04 Mol) Phosphorylchlorid und 0,811 g (2,7 mMol) lß-Methylandrost-4-en-3,l 7-dion wird während ungefähr 7 Stunden, das heisst, bis das Ausgangsmaterial verschwunden ist, unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die Suspension wird dann abkühlen gelassen und unter kräftigem Rühren tropfenweise mit einer gesättigten Natriumcar-bonatlösung versetzt, bis der pH-Wert der wässrigen Schicht (nach ungefähr 1 Stunde) alkalisch geworden ist. Die organische Schicht wird abgetrennt, mit Wasser neutral gewaschen und mit Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Einengen unter vermindertem Druck wird der ölige Rückstand durch Chromatographie über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat als Eluiermittel gereinigt. Auf diese Weise erhält man 0,195 g reines lß-Methyl-6-methylenandrost-4-en-3,l 7-dion in einer Ausbeute von 60%.
LR. (KBr): 3100 (6 = CH,), 1735 (17-Oxo), 1680 (3-Oxo), 1630, 1660 cm"1 (A4 und 6 = CH2).
In analoger Weise werden die folgenden Verbindungen hergestellt:
1 ß-Ethyl-6-methylenandrost-4-en-3,17-dion; 1 ß-Methyl-6-ethylidenandrost-4-en-3,17-dion; und 1 ß-Ethyl-6-ethylidenandrost-4-en-3,17-dion.
Beispiel 7
Eine Lösung von Androst-4-en-3,l7-dion in tert.-Butanol wird zum Sieden erhitzt und dann einer ebenfalls siedenden Lösung von Kalium-tert.-butylat in tert.-Butanol zugesetzt. Methylchlorid in tert.-Butanol wird langsam hinzugegeben. Die Lösung wird gekühlt, mit konzentrierter Salzsäure angesäuert und mit Wasser verdünnt. Das überschüssige tert.-Butanol wird im Vakuum entfernt und die wässrige Schicht mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden mit
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Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird über Kieselgel chromatographiert und mit einer Mischung von Hexan und Ethylacetat eluiert. Das Eluierungsmittel wird verdampft und der Rückstand aus Ether kristallisiert, wobei man 4-Methylandrost-4-en-3,17-dion erhält.
I.R. (KBr): 1735 (17-Oxo), 1660 (3-Oxo), 1620 cm"1 (A4).
Alternativ wird ein Gemisch von Androst-4-en-3,17-dion, Thiophenol, 40%igem wässrigem Formaldehyd, Tri-ethylamin und Ethanol während eines Zeitraums von ungefähr 48 Stunden unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die gekühlte Lösung wird in eine wässrige Natriumhydroxidlösung gegossen und das Produkt durch Extraktion mit Ether isoliert. Die Etherextrakte werden mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Der resultierende Rückstand wird mit Hexan verrieben, um alle von dem Thiophenol und dem Formaldehyd abgeleiteten Kondensationsnebenprodukte zu entfernen. Das so erhaltene 4-Phenylthio-methylandrost-4-en-3,l 7-dion wird durch Lösen in Aceton und Zugabe zu einer Suspension von Raneynickel in am Rückfluss siedendem Aceton entschwefelt. Das Gemisch wird unter Rühren ungefähr 5 Stunden lang unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die heisse Lösung wird filtriert und der Katalysator mit siedendem Ethanol und Wasser gewaschen. Die vereinigten Filtrate werden unter Vakuum eingeengt, worauf das Produkt sich als feste Masse ausscheidet. Die Umkristallisation aus einem Gemisch aus Aceton und Hexan ergibt 4-Methylandrost-4-en-3,l 7-dion.
Ein Gemisch von Natriumacetat (1 g), absolutem Chloroform (30 ml), Formaldehyd-diethylacetal (30 ml, 0,24 Mol), Phosphorylchlorid (3,8 ml, 0,04 Mol) und 4-Methyl-androst-4-en-3,l 7-dion (0,81 g, 2,7 mMol) wird während ungefähr 7 Stunden, das heisst so lange, bis das Ausgangsmaterial verschwunden ist, unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Dann wird die Suspension abkühlen gelassen und unter kräftigem Rühren tropfenweise mit einer gesättigten Natrium-carbonatlösung versetzt, bis der pH-Wert der wässrigen Schicht (nach ungefähr 1 Stunde) alkalisch geworden ist. Die organische Schicht wird abgetrennt, mit Wasser neutral gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Einengen unter vermindertem Druck wird der ölige Rückstand durch Chromatographie über Kieselgel unter Verwendung einer Mischung von Hexan und Ethylacetat als Eluiermittel durch Chromatographie gereinigt.
Auf diese Weise erhält man das reine 4-Methyl-6-methy-lenandrost-4-en-3,17-dion in einer Ausbeute von 60%.
LR. (KBr): 3080 (6=CH,), 1735 (17-Oxo), 1665 (3-Oxo), 1635, 1595 cm-1 (A4und 6=CH2).
In analoger Weise werden die folgenden Verbindungen hergestellt:
1 ß,4-Dimethyl-6-methylenandrost-4-en-3,17-dion; 1 ß-Ethyl-4-methyl-6-methylenandrost-4-en-3,17-dion; 1 ß,4-Diethyl-6-methylenandrost-4-en-3,17-dion; 4-Methyl-6-ethylidenandrost-4-en-3,17-dion; und 1 ß,4-Dimethyl-6-ethylidenandrost-4-en-3,17-dion.
Beispiel 8
Tabletten, die je 0,150 g wiegen und 25 mg Wirksubstanz enthalten, werden in folgender Weise hergestellt:
Zusammensetzung (für 10 000 Tabletten)
6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion 250 g
Lactose 800 g
Maisstärke 415 g
Talkpulver 30 g
Magnesiumstearat 5 g
Das 6-Methylenandrosta-l,4-dien-3,l7-dion, die Lactose und die Hälfte der Maisstärke werden miteinander vermischt. Dieses Gemisch wird hierauf durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,5 mm gepresst. Andererseits werden 10 g Maisstärke in 90 ml warmem Wasser suspendiert und die entstandene Paste wird zum Granulieren des Pulvers verwendet.
Das Granulat wird getrocknet, auf einem Sieb mit einer Maschenweite von 1,4 mm zerkleinert und dieses Material dann mit der restlichen Menge der Stärke, dem Talk und dem Magnesiumstearat versetzt, sorgfältig gemischt und zu Tabletten verarbeitet.
Beispiel 9
Kapseln, die mit je 0,200 g dosiert sind und 20 mg Wirksubstanz enthalten, werden wie folgt hergestellt:
Zusammensetzung für 500 Kapseln:
6-Methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion 10 g
Lactose 80 g
Maisstärke 5 g
Magnesiumstearat 5 g
Diese Formulierung wird in zweiteilige Hartgelatinekapseln verpackt und mit 0,200 g pro Kapsel dosiert.
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Claims (13)

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  2. 2. Verbindungen der Formel I gemäss Patentanspruch 1, worin R ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Ri ein Wasserstoffatom, ein Fluoratom, ein Chloratom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R2 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel:
    CH.
    R CHR
    worin jedes der Symbole R und R2 unabhängig von dem anderen ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R, ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten.
  3. 3. Verbindungen der Formel I gemäss Patentanspruch 1, worin R ein Wasserstoffatom, einen Methylrest oder einen Ethylrest, R| ein Wasserstoffatom, ein Fluoratom oder ein Chloratom und R2 ein Wasserstoffatom bedeuten.
  4. 4-Fluor-1 -methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Chlor-l-methyl-6-methylenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion; 1 -Methyl-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; und 4-Fluor-6-ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion.
    4. 6-Methylenandrosta-l,4- dien-3,17-dion gemäss Patentanspruch 1.
  5. 5. Als Verbindungen gemäss Patentanspruch 1: l-Methyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; l-Ethyl-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Methyl-6-methylenandrosta-l,4-dien-3,17-dion; 4-Ethyl-6-methylenandrosta-l ,4-dien-3,17-dion; 4-Fluor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 4-Chlor-6-methylenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 6-Ethylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion; 6-Propylidenandrosta-1,4-dien-3,17-dion;
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, worin R, ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Patentanspruch 1 haben, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel:
    CH
    0
    CHR.
    a worin Ra ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Patentanspruch 1 haben, dehydriert.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, worin R, ein Halogenatom darstellt und R und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Patentanspruch 1 haben, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel:
    CH.
    worin R und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Patentanspruch 1 haben, mit einem Hydrohalogenierungsmittel umsetzt.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung der einzelnen Isomeren der Verbindungen der Formel I, worin R, R, und R2 die gleichen Bedeutungen wie im Anspruch 1 haben, dadurch gekennzeichnet, dass man ein nach dem Verfahren gemäss Anspruch 6 oder 7 erhaltenes Gemisch von Isomeren der Verbindungen der Formel I auftrennt.
  9. 9. Pharmazeutisches Präparat, dadurch gekennzeichnet, dass es ein geeignetes Trägermittel und/oder Verdünnungsmittel und als Wirksubstanz eine Verbindung der Formel I gemäss Patentanspruch 1 aufweist.
  10. 10. Verbindungen der Formel I gemäss Patentanspruch 1 als Mittel zur Verwendung in der Medizin für die Behandlung von fortgeschrittenem hormonabhängigem Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Endometriumkrebs und Eierstockkrebs.
  11. 11. Verbindungen der Formel I gemäss Patentanspruch 1 als Mittel zur Verwendung in der Medizin für die Behandlung von Prostatahypertrophie und Prostatahyperplasie.
  12. 12. Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel I gemäss Patentanspruch 1 für die Herstellung von pharmazeutischen Präparaten für die Behandlung von fortgeschrittenem hormonabhängigem Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Endometriumkrebs und Eierstockkrebs.
  13. 13. Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel I gemäss Patentanspruch 1 für die Herstellung eines pharmazeutischen Präparates für die Behandlung von Prostatahypertrophie und Prostatahyperplasie.
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