CH669802A5 - - Google Patents

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Publication number
CH669802A5
CH669802A5 CH4559/85A CH455985A CH669802A5 CH 669802 A5 CH669802 A5 CH 669802A5 CH 4559/85 A CH4559/85 A CH 4559/85A CH 455985 A CH455985 A CH 455985A CH 669802 A5 CH669802 A5 CH 669802A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
weft
outside
compartment
treatment device
yarn
Prior art date
Application number
CH4559/85A
Other languages
English (en)
Inventor
Kazunori Terasaki
Original Assignee
Toyoda Automatic Loom Works
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from JP59223630A external-priority patent/JPH0641661B2/ja
Priority claimed from JP22363184A external-priority patent/JPS61102457A/ja
Priority claimed from JP22649184A external-priority patent/JPS61108751A/ja
Priority claimed from JP23692084A external-priority patent/JPS61113861A/ja
Application filed by Toyoda Automatic Loom Works filed Critical Toyoda Automatic Loom Works
Publication of CH669802A5 publication Critical patent/CH669802A5/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/06Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping
    • D03D51/08Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping stopping at definite point in weaving cycle, or moving to such point after stopping
    • D03D51/085Extraction of defective weft
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

BESCHREIBUNG Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung eines Schussfadens in einem schützenlosen Webstuhl, beispielsweise einer Düsenwebmaschine, einer Greiferstab-Webmaschine oder einer Greiferwebmaschine. Die vorliegende Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Vorrichtung zum Ausfuhren dieses Verfahrens.
Im allgemeinen ist in schützenlosen Webstühlen, insbesondere Düsenwebstühlen, das Auftreten von Eintragsstörungen höher als in üblichen Schützenwebmaschinen. Ein Anhalten der Maschine wegen Eintragsfehlern vermindert stark die Produktionsleistung, und gerade diese Leistung muss in Webmaschinen gesteigert werden.
Wenn ein Eintragsfehler einmal auftritt, muss die Webmaschine zwecks Instandsetzung des beschädigten Schussfadens angehalten werden, damit eine hohe Qualität des erzeugten Gewebes beibehalten werden kann.
Weiterhin ist es wichtig, dass die Betriebsart einer schützenlosen Hochgeschwindigkeits-Webmaschine derart zu wählen ist,
dass selbst beim Anhalten des Antriebs unmittelbar nach Aufspüren eines Eintragsfehlers die Webmaschine in Wirklichkeit wegen den Trägheitskräften erst nach etwa einem Betriebszyklus still steht, und diese Zeit kann nicht herabgesetzt werden, wenn man eine Beschädigung von Teilen des schützenlosen Webstuhles durch übermässige Verzögerung vermeiden will. Es ergibt sich bei üblichen schützenlosen Webstühlen, dass beim Abschalten des Webstuhls nach Feststellung eines Eintragsfehlers noch ein Eintragszyklus stattfindet, bevor der Webstuhl anhält. Es ist daher erforderlich, nicht nur denjenigen Schussfaden zu entfernen, der den Eintragungsfehler verursacht hat, sondern ebenfalls den Schussfaden, der beim nächsten Zyklus eingetragen wurde, indem der Webstuhl in Umkehrrichtung zu betreiben ist.
Üblicherweise werden schadhafte Schussfaden von Hand entfernt.
Da der Schussfaden, der im Zyklus nach der Entdeckung des Fehlers eingetragen wurde, bereits angeschlagen worden ist, wird er jedoch vom Gewebe gut festgehalten, und seine Entfernung ist nicht leicht, selbst wenn die unteren und oberen Kettgarne so weit wie möglich geöffnet sind, und demgemäss ist die Arbeit des Entfernens sehr schwierig. Es ergibt sich, dass die Anhaltezeit der Webmaschine recht lang ist, und es tritt ein Produktionsrückgang der Webmaschine auf.
In der US-Patentschrift Nr. 4 503 889 ist ein Beispiel eines Verfahrens zum Behandeln von Schussgarn und eine entsprechende Vorrichtung geoffenbart, und diese Gegenstände sollen zur Vermeidung solcher Nachteile dienen.
In dieser bekannten Vorrichtung, die in Fig. 21 der Zeichnung dargestellt ist, hängt an einer nicht dargestellten Führungsschiene ein Hauptrahmen 1, der entlang dieser Schiene bewegbar ist, welche sich über die Querrichtung eines Gewebes erstreckt, und dieser Hauptrahmen 1 weist einen ersten pneumatischen Zylinder 2, eine Kolbenstange 2a und einen damit verbundenen Hilfsrahmen 3 auf. Der Hilfsrahmen 3 ist mit einem zweiten pneumatischen Zylinder 4 verbunden, der darin angeordnet ist, und dessen Kolbenstange 4a endet an einem dritten pneumatischen Zylinder 5. Eine Trägerfläche 6 ist mit dem dritten pneumatischen Zylinder 5 verbunden, und eine Klemmfläche 7 ist an der Kolbenstange 5a befestigt, derart, dass ein zu entfernender Schussfaden durch die Flächen 6 und 7 ergriffen werden kann. Zwei Aufnahmewalzen 8 und 9 befinden sich am unteren Bereich des Hilfsrahmens 3. Eine der Aufnahmewalzen 9 ist schwenkbar an einem Hebel gelagert und mittels einer nicht bezeichneten Zugfeder gegen die andere Aufnahmewalze 9 gedrückt. Ein elastischer Finger 10 ist derart unterhalb der Aufnahmewalzen 8 und 9 angebracht, dass sein freies Ende entlang einer geschlossenen Spur in Form einer relativ flachen Ellipse bewegbar ist. Eine Säugöffnung 11 ist in der Nähe einer Stelle vorgesehen, an der sich die Flächen 6 und 7 in ihrer oberen Stellung befinden.
Wenn es sich darum handelt, ein nicht dargestelltes Schussgarn, das in einem Gewebe W eingewebt ist, von diesem Gewebe W zu trennen, betätigt man den zweiten pneumatischen Zylinder 4 zum Absenken der Trägerfläche 6 und der Klemmfläche 7, bis sich die Trägerfläche 6 und die Klemmfläche 7 im offenen Fach befinden, das durch die obere und untere Kette T gebildet wird, wobei diese Stellung in Fig. 21 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist, und die Aufnahmewalze 9 befindet sich in abgesenkter Position. Weiterhin wird der Finger 10 vom Äusseren des offenen Faches in dessen Inneres bewegt und erfasst den Schussfaden. Auf diese Weise wird der Schussfaden aus dem Gewebe W ausgelöst und in eine Stellung zwischen der Trägerfläche 6 und der Klemmfläche 7 gebracht. Dann betätigt man den dritten pneumatischen Zylinder 5, und der Schussfaden wird durch die Trägerfläche 6 und die Klemmfläche 7 eingefangen.
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Danach wird der zweite pneumatische Zylinder 4 betätigt, welcher sowohl die Trägerfläche 6 als auch die Klemmfläche 7 anhebt, und der Schussfaden wird aus dem offenen Fach herausgezogen. Nun werden die Aufnahmewalzen 8 und 9 angetrieben, und dadurch wird der Schussfaden vollständig abgezogen. Der so abgezogene Schussfaden wird von der Düse 11 auf dem Hilfsrahmen 3 abgesaugt. Bei Anwendung dieses bekannten Garnbehandlungsverfahrens besteht insofern eine Schwierigkeit, dass ein gebrochener Schussfaden eine Absaugdüse erreichen kann, die nicht dargestellt ist und sich auf der Abnahmeseite (Warenseite) an der Gewebefront befindet. Dieser Fadenteil kann nun vom Gewebe mittels des Fingers 10 abgelöst und durch die Absaugdüse aus dem offenen Fach abgesaugt werden. Es ist jedoch dann nicht sicher, ob ein solcher Schussfaden aus dem offenen Fach durch eine Absaugekraft entfernt werden kann, da der gebrochene Schussfaden leicht in Berührung mit Kettfaden gelangt.
Beim bekannten Vefahren wird ein gebrochener Schussfaden, der im Gewebe verblieben ist, von diesem vom Fach her entfernt und dort abgezogen. Es ergibt sich, dass Teile von Schussfaden, die an diesen Stellen liegen, entspannt werden, während die übrigen Teile nicht entspannt werden. Es ist daher sehr schwierig, ein gebrochenes Schussgarn zu entfernen. Ein solcher zu entfernender Faden kann daher im Verlaufe seiner Entfernung noch mehrmals brechen.
Beim bekannten Verfahren wird ein beschädigter Faden durch einen schmalen Spalt zwischen Kettfaden nach oben abgezogen. Demgemäss können die Kettfaden, die sich an dieser Stelle befinden, wo das Schussgarn herausgezogen wird, negativ beeinflusst und beschädigt werden. Wegen der Reibung wird dabei der Schussfaden nicht glatt abgezogen und kann bei dieser Operation nochmals brechen. Solche Fadenbruchstücke findet man dann im Gewebe nach erneutem Anlaufen des Webstuhls.
Da bei der bekannten Vorrichtung ausserdem sowohl die Trägerfläche 6 als auch die Klemmfläche 7 zwecks Erfassen eines vom Gewebe W abgelösten Schussfadens in das offene Fach bei dieser bekannten Vorrichtung eingesetzt werden, steigt die Gefahr einer Kettgarnbeschädigung durch das Einführen der Trägerfläche 6 und der Klemmfläche 7 in das offene Fach durch einen Zwischenraum zwischen Kettfäden bzw. durch das Zurückziehen der genannten beiden Flächen aus dem offenen Fach durch den Spalt zwischen Kettfaden. Es ergibt sich dabei, dass sehr leicht ein Brechen von Kettfaden auftritt. Insbesondere wenn die Trägerfläche 6 und die Klemmfläche 7 von dem Inneren des offenen Faches bewegt werden, kann eine obere Kette T leicht zwischen die Flächen geraten und abgerissen werden. Es besteht demgemäss die Schwierigkeit, dass ein gebrochener Schussfaden nicht ohne weiteres entfernt werden kann, d.h. ohne dass Kettgarnbeschädigungen auftreten.
Weiterhin ist es sehr schwierig, den richtigen Zeitablauf zum Einfangen eines Schussfadens durch die Trägerfläche 6 und die Klemmfläche 7 zu erreichen, da die beiden genannten Flächen den vom Gewebe W abgelösten Schussfaden vom Finger 10 in einem begrenzten Raum innerhalb des offenen Faches zugereicht bekommen, während das freie Ende des Fingers 10 einen elliptischen Weg beschreibt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein fehlerhaft eingetragenes Schussgarn nach dem Anhalten eines schützenlosen Webstuhls leicht und automatisch aus dem Gewebe entfernt werden kann, ohne dass schwierige Operationen von Hand nötig sind und ohne dass irgendwelche Beschädigungen von Kettgarnen auftreten können.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, die sich zur Ausführung des Verfahrens eignet.
Erfindungsgemäss wird nun ein Verfahren zur Behandlung eines Schussgarnes in einem schützenlosen Webstuhl geschaffen. Dieses Verfahren besteht nun darin, dass man den schützenlosen Webstuhl bis zur Öffnung des Faches zurücklaufen lässt, wodurch das letzte vor dem Anhalt des Webstuhls eingewobene Schussgarn aus seiner Bindung freigegeben wird,
eine Schussgarn-Behandlungsvorrichtung, die im Normalbetrieb an einer Seite des Webstuhls in Wartestellung steht, in Richtung der Breite des Webstuhls verfahrt und sie an einer bestimmten Stelle anhält,
ein Schusstrennorgan, das an der Behandlungsvorrichtung angebracht ist, in das Innere des geöffneten Faches von dessen Aussenseite her an der genannten, bestimmten Stelle einbringt und das Schussgarn vom Gewebe ablöst,
die Bewegungen der Behandlungsvorrichtung und des Trennorgans an einer Mehrzahl von Stellen über der Breite des Gewebes wiederholt,
das Schussgarn-Trennorgan nach mehrmaliger Ausführung des letztgenannten Schrittes vom Inneren des geöffneten Faches zu dessen Äusserem bringt, während das Trennorgan einen Teil des vom Gewebe abgelösten Schussgarnes festhält, wodurch das abgelöste Schussgarn an das Äussere des geöffneten Faches gebracht wird,
das ausgetragene Schussgarn durch einen Schussgarnhalter festhält, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung angebracht ist, und den Rest des Schussgarnes, der am ausgetragenen Schussgarn anhängt, mittels einer Schussgarn-Abzugsvorrichtung aus dem offenen Fach herauszieht.
Weiterhin wird erfindungsgemäss eine Vorrichtung zur Behandlung eines Schussgarnes in einem schützenlosen Webstuhl geschaffen. Diese Vorrichtung ist durch folgende Bestandteile gekennzeichnet:
eine Schussfaden-Ablösevorrichtung zum Einführen eines Schussfaden-Trennorgans vom Äusseren eines offenen Faches in das Innere des offenen Faches zwecks Ablösung des Schussfadens bei offenem Fach, wobei ein Schussfaden, der als letzter vor dem Aushalten des schützenlosen Webstuhls eingetragen ist, aus seiner Bindung mit den Kettfäden gelöst wird;
eine Schussfaden-Austragseinrichtung zur Bewegung des Schussfaden-Trennorgans vom Inneren des offenen Faches nach dessen Äusserem und zum Austragen eines Teiles des Schussfadens in das Äussere des offenen Faches;
einen Schussfaden-Halter zum Festhalten des Teiles des Schussfadens, der gegen das Äussere des offenen Faches ausgetragen wurde; und eine Schussfaden-Abzugsvorrichtung zum weiteren Entfernen des übrigen Schussfadens, der am genannten Teil des Schussfadens anhängt.
Insbesondere wird erfindungsgemäss ein Schussfaden-Trennorgan von einer Stellung nahe dem Gewebe gegen eine Stellung nahe dem Riet bewegt, so dass es in das Innere des offenen Faches von dessen Äusserem her eintritt, während sich das Fach im offenen Zustand befindet und worin ein Schussfaden, der unmittelbar vor dem Anhalten des schützenlosen Webstuhles eingetragen wurde, von seiner Bindung durch die Kettfaden freigegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich das Schussfaden-Trennorgan quer über die Breite des Gewebes und löst den fehlerhaft eingetragenen Schussfaden aus dem Gewebe heraus. Dieser Ablösevorgang wird an mehreren Stellen über die Breite des Gewebes wiederholt, so dass der fehlerhaft eingetragene Schuss mit einer bestimmten Länge über die Breite des Gewebes von diesem abgelöst wird. Das Schussfaden-Trennorgan wird nun vom Inneren des offenen Faches gegen dessen Äusseres geführt, während ein Teil des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens am Trennorgan anhängt. Der Teil des fehlerhaft eingetragenen Schussgarns, der aus dem offenen Fach herausgezogen wurde, wird vom Schussfadenhalter festgehalten, der aussen am offenen Fach gewartet hat. Der übrige Teil des fehlerhaft eingetragenen Schussgarnes, der am herausgezogenen Teil des Schussfadens anhängt, wird nun beispielsweise vom Inneren des offenen Faches
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herausgezogen, indem man die gesamte Schussfaden-Behandlungsvorrichtung in Querrichtung zum Gewebe bewegt.
Das Schussfaden-Trennorgan kann aber auch bewegt werden, um den Schussfaden aus dem Inneren des offenen Faches herauszuziehen, und zwar nach dem letzten Ablösevorgang. In diesem Falle wird fehlerhaft eingetragener Schussfaden als Ganzes und in einem Schritt herausgezogen.
Das Schussgarn kann aber auch in mehreren Schritten herausgenommen werden, beispielsweise in zwei Schritten, nachdem ein Teil des Fadens vom Gewebe abgelöst worden ist.
Da nur ein Schussfaden-Trennorgan in das Innere des offenen Faches im Verlaufe der genannten Schussgarnbehandlung eingeführt wird, kann die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung von Kettgarnen merklich reduziert werden. Da weiterhin der fehlerhaft eingetragene Schussfaden, der vom Gewebe getrennt wird, an den Schussfadenhalter übergeben und von ihm ans Äussere des offenen Faches gebracht wird, ist die Einstellung der Verfahrensabläufe bezüglich die Übergabe des fehlerhaft eingetragenen Schusses und zum Festhalten des letzteren besonders einfach im Vergleich mit dem bisher bekannten Verfahren, bei dem der fehlerhaft eingetragene Schuss in einem unzureichenden Raumbereich innerhalb des offenen Faches gehalten wird. Auf die erfin-dungsgemässe Weise kann fehlerhaft eingetragenes Schussgarn sicher und leicht entfernt werden.
Die vorliegende Erfindung soll nun in Einzelheiten unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung näher erläutert werden, wobei in der Zeichnung darstellen:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht einer Lade und einer Führungsschiene einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;
Fig. 2 einen Längsschnitt einer erfindungsgemässen Schuss-garn-Behandlungsvorrichtung;
Flg. 3 einen Querschnitt der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung gemäss Fig. 2 mit der Lade;
Fig. 4 einen vergrösserten Querschnitt des Gewebes, bei dem ein fehlerhaft eingetragener Schussfaden vorliegt;
Fig. 5 einen vergrösserten Querschnitt, der zeigt, wie ein fehlerhaft eingetragener Schuss aus seiner Bindung mit Kettgarnen gelöst wird;
Fig. 6 einen Querschnitt der Schussgarn-Behandlungsvorrich-tung, in einer Arbeitsstellung nach derjenigen gemäss Fig. 3;
Fig. 7 einen Querschnitt, der die Verhältnisse in der Randzone des Gewebes zeigt;
Fig. 8 einen Querschnitt, der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung im nächsten Arbeitsgang nach der Stellung gemäss Fig. 6;
Fig. 9 einen vergrösserten Querschnitt des Schussfaden-Trennorgans in einer Arbeitsstellung zeitlich nach deijenigen gemäss Fig. 7 ;
Fig. 10 einen Querschnitt der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung in einer weiteren Betriebsstellung nach deijenigen gemäss Fig. 8;
Fig. 11 einen vergrösserten Querschnitt eines Teiles der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung in einer Arbeitsstellung nach derjenigen gemäss Fig. 9;
Fig. 12 einen Querschnitt der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung in einer Betriebsstellung nach deijenigen gemäss Fig. 10;
Fig. 13a bis Fig. 13f Draufsichten, die ein erstes erfindungsge-mässes Verfahren zur Behandlung eines Schussgarns zeigen;
Fig. 14 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung;
Fig. 15 eine schematische Vorderansicht einer Lade und einer Führungsschiene einer weiteren Ausfuhrungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;
Fig. 16a bis 16h Draufsichten, die ein zweites erfindungsge-mässes Verfahren zur Behandlung eines Schussgarnes'veranschau-lichen;
Fig. 17 einen Längsschnitt einer weiteren Ausfuhrungsform der erfindungsgemässen Schussfaden-Behandlungsvorrichtung;
Fig. 18 einen Querschnitt der Schussfaden-Behandlungsvor-richtung gemäss Fig. 17 und der Lade;
Fig. 19a bis Fig. 19h Draufsichten, die ein drittes erfindungs-gemässes Verfahren zur Behandlung eines Schussgarnes veranschaulichen;
Fig. 20 einen Querschnitt entsprechend Fig. 11 ; und
Fig. 21 eine schematische Seitenansicht einer bekannten Vorrichtung.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 1 bis 13 dargestellt. Das erfindungsgemässe Verfahren wird folgendermas-sen ausgeübt.
Zuerst wird der schützenlose Webstuhl umgesteuert, bis sich ein offenes Fach gebildet hat, derart, dass man den Schuss ablösen kann, der in das Gewebe unmittelbar vor dem Anhalten des schützenlosen Webstuhles eingewebt worden ist. Dann wird eine Schussfaden-Behandlungsvorrichtung, die sich normalerweise in Wartestellung an einer Seite des Schussfadens befindet, quer über den schützenlosen Webstuhl in Richtung der gegenüberliegenden Seite geführt, und die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung wird an einer vorbestimmten Stelle angehalten. Ein Schussfaden-Trennorgan, welches auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung angeracht ist, wird in das Innere des offenen Faches von der Aus-senseite her eingeführt, und zwar an der vorbestimmten Stelle, und das Schussgarn wird vom Gewebe abgelöst. Die Vorgänge des Heranfahrens, des Einfahrens und des Ablösens werden an einer grösseren Anzahl von Stellen über die Breite des Gewebes wiederholt. An der letzten Stelle wird das Schussgarn-Trennorgan vom Inneren des offenen Faches wieder ins Äussere zurückgebracht, während ein Teil des abgelösten Schussfadens am Schussfaden-Trennorgan anhaftet und von diesem nach der Aussenseite des offenen Faches mitgenommen wird. Der so zurückgezogene Schussfaden wird dann von einem Schussfadenhalter ergriffen, der an der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung angebracht ist, und zwar findet dieses Ergreifen ausserhalb des offenen Faches statt. Dann wird die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung wieder in die Wartestellung zurückgefahren, und die übrige Länge des Schussgarnes, die den abgelösten Teil des Schussgarnes fortsetzt, wird aus dem offenen Fach abgezogen, während sich die Schuss-faden-Behandlungsvorrichtung in ihrer Wartestellung bewegt.
In Fig. 1 ist eine Hauptdüse 21 an einem Ende einer Lade 22 angebracht. Ein Schussfaden Y wird über eine Schussmessvorrichtung und einen Schussvorrat (nicht dargestellt) der Hauptdüse 21 zugeführt und wird durch einen Strahl, der aus der Hauptdüse 21 ausgestossen wird, in den Schussführungskanal S eingetragen, der durch eine Anzahl von Schussfuhrungsn 23 gebildet wird, die sich auf der Lade 22 befinden. Das Schussgarn Y, das in den Schussführungskanal S eingetragen ist, wird durch Hilfsstrahlen aus einer Anzahl von Hilfsdüsen 24 unterstützt, die sich ebenfalls an den Schussführungen 23 in vorbestimmten Abständen befinden.
Die vorbestimmte Anzahl von Schussführungen 23 und Hilfsdüsen 24 befindet sich auf einem Block 25, und eine Anzahl von Blöcken 25 sind vorgesehen; bei der dargestellten Ausführungsform handelt es sich um sechs Blöcke. Die Hilfsdüsen 24 jedes Blockes 25 sind über Fluidkanäle 25a, die in den Blöcken 25 eingearbeitet sind, mit einer nichtdargestellten Fluidquelle verbunden. Die Hilfsdüsen 24 auf ein und demselben Block 25 senden Hilfsstrahlen in einer Richtung aus, die der Richtung der Hauptdüse 21 gegenüberliegen, und zwar synchron mit der Eintragungszeit des Schussfadens Y, der aus der Hauptdüse 21 austritt, so dass der Vorderbereich des Schussfadens Y von der Hauptdüse 21 auf die der Hauptdüse 21 gegenüberliegende Seite überfuhrt wird.
Sobald der Schussfaden Y, der aus der Hauptdüse 21 austritt, richtig eingetragen ist und die der Hauptdüse 21 gegenüberliegende Seite des Gewebes W erreicht hat, tritt der Schussfaden Y aus der Führungsöffnung 23a der Schussführungen 23 durch den Schlitz 23b aus, während sich die Lade 22 nach vorn bewegt, wie es durch den Pfeil P in Fig. 3 angedeutet ist. Dann wird der
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Schussfaden Y durch ein Riet 26 in das Gewebe W geschlagen und bildet eine neue Gewebefront Wl, und das hintere Ende des Schusses Y, das aus der Hauptdüse herausragt, wird von einer nicht dargestellten Schneidvorrichtung abgetrennt, die sich seitlich vom Gewebe W in der Nähe der Hauptdüse 21 befindet. Danach wird das Weben fortgesetzt.
Tritt ein Eintragsfehler auf, beispielsweise ein Fehler, bei dem das aus der Hauptdüse 21 austretende Schussgarn Y die der Hauptdüse 21 gegenüberliegende Seite des Gewebes W nicht erreicht, so wird der Fehler von einem nicht dargestellten Fühler erkannt, der sich in einer oder mehreren der Schussführungen 23 an einer Stelle befindet, die in der Nähe der der Hauptdüse 21 gegenüberliegenden Gewebeseite liegt. Auf Grund des Eintragsfehlersignals, das der Fühler abgibt, wird der Antriebsmotor des Webstuhls ausgeschaltet. Der Fühler ist ein üblicher fotoelektrischer Fühler aus einem Lichtsender und -empfanger, die einander auf beiden Seiten des Schlitzes 23b der Schussführungen 23 gegenüberliegen, und der Fühler sendet ein Eintragsfehlersignal, wenn die Ankunft des Schussfadens Y im Schlitz 23b zu Beginn des Anschlagens nicht abgefuhlt wird.
Auf Grund der Trägheit läuft der Webstuhl noch weiter, und zwar ungefähr VA Zyklen nach Abgabe des Eintragsfehlersignals, das ebenfalls als Anhaltesignal für den Webstuhl dient. Sowie der Eintragsfehler auftritt, wird das Eintragsfehlersignal abgegeben, während sich das Riet 26 nach vorn in Richtung des Pfeiles P aus der vollständig zurückgezogenen Position bewegt, die in Fig. 3 durch ausgezogene Linien dargestellt ist. Der Webstuhl kommt aber erst dann zum Stehen, wenn das Riet 26 das fehlerhaft eingetragene Schussgarn angeschlagen hat und zu seiner vollständig zurückgezogenen Position zurückgekehrt ist und danach eine neue Stellung erreicht, die kurz vor dem Anschlag steht. Auf diese Weise wird der fehlerhaft eingetragene Schussfaden Y eingewoben, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Auf Grund der Trägheit des Webstuhles läuft der Eintragvorgang weiter ab. Zwar wird nach dem fehlerhaft eingetragenen Schussfaden Y ein weiterer Schussfaden von der Hauptdüse 21 ausgestossen, dieser ausgestossene Schussfaden Y wird aber daran gehindert, eingetragen zu werden, und zwar mittels einer entsprechenden, nicht dargestellten Vorrichtung konventioneller Bauart, die sich an einer Stelle in der Nähe der Hauptdüse 21 befindet.
In Fîg. 1 sind Rahmenteile 27 und 28 auf den nicht dargestellten Seitenrahmen rechts und links am Webstuhl angebracht. Eine Führungsschiene 29 verbindet die Rahmenteile 27 und 28 über die Länge der Lade 22. Die Führungsschiene 29 trägt seitlich verschiebbar eine erfindungsgemässe Schussfaden-Behandlungsvor-richtung 30. Diese Behandlungsvorrichtung 30 befindet sich normalerweise in einer Wartestellung, angedeutet durch den Pfeil A in Fîg. 1, auf der der Hauptdüse 21 gegenüberliegenden Seite.
Die Führungsschiene 29 weist an ihrer Vorderseite keilförmige Vorsprünge 31, 31' auf, siehe Fig. 13a bis 13f. Der Vorsprung 31 befindet sich gegenüber der Hauptdüse 21, und der Vorsprung 31' in der Nähe dieser Hauptdüse 21. In manchen Fallen kann der eine Vorsprung 31' weggelassen werden.
Ein Absaugrohr 32 ist im Inneren des Tragrahmens 27 angeordnet, und das freie Ende des Saugrohres 32 geht bis zur Unterseite der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30.
Wie in Hg. 2 und 3 gezeigt ist, kann sich die Schussgarn-Behandlungvorrichtung auf der Führungsschiene 29 mittels einer Führungsrolle 34 und einer Antriebsrolle 35 bewegen, die an den Innenflächen der oberen Wandung des Rahmens 33 angebracht sind, und sie ist seitlich durch mehrere Führungsrollen 36 gefuhrt, die ebenfalls an der Innenfläche der Seitenwandung des Rahmens 33 vorgesehen sind. Ein umkehrbarer Antriebsmotor 37 (siehe Hg. 3) ist an der Seitenwandung des Rahmens 33 in der Nähe der Antriebsrolle 35 angeordnet, und ein treibendes Kegelrad 37a, das an der Abtriebswelle des Umkehrmotors 37 befestigt ist, kämmt mit einem Kegelrad 38 auf der Welle 35a der Antriebsrolle 35. Nach Massgabe einer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Umkehrmotors 37 wird demgemäss die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 nach rechts oder links auf der Führungsschiene 29 verschoben.
Ein Lagerbock 39 ragt von der Innenfläche der oberen Wan-5 dung des Rahmens 33 vor der Führungsschiene 29 nach unten (siehe rechts in Hg. 3) und trägt eine Schwingwelle 40. Rechts (siehe Fig. 2) auf der Schwingwelle 40 ist ein Zahnrad 41 und links ein Synchronisierrad 42 befestigt. An der Innenfläche der Seitenwandung des Rahmens 33 ist in der Nähe des Zahnra-io des 41 ein Umkehrmotor 43 angebracht, dessen Abtriebsrad 43a mit dem Zahnrad 41 kämmt.
Die Schwingwelle 40 (siehe Fig. 2) trägt einen Schwingarm 44, der nach unten hängt. Der Schwingarm 44 befindet sich zwischen den Wangen 39a des Lagerbockes 39, der U-Form auf-15 weist. Der Schwingarm 44 trägt am unteren Ende drehbar eine Unterwelle 45. Wie aus Fig. 2 und 3 klar hervorgeht, weist die rechte Wandung (in Fig. 2) des Rahmens 33 Anschlagdorne 64 und 65 auf, um den Bewegungsbereich des Schwingarmes 44 zu begrenzen.
20 Die Unterwelle 45 trägt am linken Ende ein Synchronisierrad 46 (Fig. 2) Über die Synchronisierräder 46 und 42 ist ein endloser Zahnriemen 47 gelegt. Ein Schussfaden-Trennarm 48 ist seitlich am Synchronisierrad 46 angebracht, so dass dieser Trennarm 48 zwischen dem Synchronisierann 46 und dem Schwing-25 arm 44 liegt. Der Schwingarm 44 ist mit einem Bremsbelag 49 versehen, der an dessen Seitenfläche angebracht ist, welche dem Synchronisierrad 46 gegenüberliegt. Der Schussfaden-Trennarm 48 kann gegenüber der Unterwelle 45 verschwenkt werden. Eine Mutter 50 ist von rechts (Fig. 2) auf die Unterwelle 45 Jo geschraubt, und eine Druckfeder 51 befindet sich zwischen der Mutter 50 und dem Schwingarm 44. Auf diese Weise wird der Schwingarm 44 gegen den Bremsbelag 49 mittels der Mutter 50 und der Druckfeder 51 gedrückt.
Der Schussfaden-Trennarm trägt ein Schussfaden-Trennor-35 gan 53 an seinem Vorderende über eine Blattfeder 52. Ein Endschalter 54 ist auf der Seitenfläche des Schwingarmes 44 nahe dem unteren Bereich des Schussfaden-Trennarmes 48 vorgesehen, und dieser Endschalter ist im Normalfalle durch den Mitnehmer 48a eingeschaltet, der am unteren Bereich des Schussfaden-40 Trennarmes 48 angebracht ist. Ein anderer Endschalter 55 befindet sich an der Seitenfläche des oberen Bereiches des Schwingar-mes 44 und liefert ein Signal zum Antrieb des Umkehrmotors 43 in der anderen Richtung.
Grenzschalter 66 und 67 sind zwischen den Wangen 39a des 45 Lagerbockes 39 vorgesehen und werden vom Vorsprung 44a betätigt, der sich vom oberen Ende des Schwingarmes 44 nach oben erstreckt. Ein Dorn 56 steht auf der Seitenwandung des Rahmens 33 in der Nähe der Führungsschiene 29 und trägt einen Schussfaden-Halterhebel 57, der sich auf dem Dorn drehen kann. 50 Der Schussgarn-Halterhebel 57 ist im Normalfalle mittels einer Zugfeder 58, die zwischen dem oberen Bereich des Schussfaden-Halterhebels 57 und dem Rahmen 33 ausgespannt ist, in Gegenuhrzeigerrichtung (Fig. 3) vorgespannt. Ein Halteorgan 57a befindet sich am unteren Ende des Schussfaden-Halterhebels 57 und 55 kann zum Anschlag an ein Anschlagsorgan 59 kommen, das am unteren Bereich der linken Seitenwandung des Rahmens 33 angebracht ist.
Eine Ausnehmung 33a ist an der Seitenwandung des Rahmens 33 vorgesehen, damit der keilförmige Vorsprung 31 hin-60 durch gehen kann, wenn sich die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 von der Wartestellung A aus hin- und herbewegt. Wenn sich die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 in der Wartestellung A befindet, verschwenkt der Vorsprung 31 den Schussfaden-Halterhebel 57 in einer solchen Richtung, dass das 65 Halteorgan 57a vom Anschlag 59 wegbewegt wird.
Ein Trägerarm 60 erstreckt sich von der rechten Seitenwandung des Rahmens 33 und weist einen Eingriffshebel auf, der darauf schwenkbar auf solche Weise gelagert ist, dass sich der Ein-
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griffshebel 61 zwischen dem Schwingarm 44 und dem Synchronisierriemen 47 erstreckt. Der Eingriffshebel 61 hat T-Form, und der hakenförmige Bereich 61a kann mit dem oberen Bereich des Schussfaden-Halterhebels 57 in Eingriff kommen. Das untere Ende des T-Stieles 61b, mittig am Hebel 61 nach unten angebracht, kann zum Anschlag mit dem Schussfaden-Trennarm 48 kommen. Weiterhin kann der obere Bereich des Eingriffshebels 61 den Endschalter 55 betätigen.
Die Annäherungsschalter (Fig. 2) 62 und 63 befinden sich an der rechten Seitenwandung, nahe der Führungsschiene 29 im vertikalen Abstand. Der obere Annäherungsschalter 62 kann mit den Magneten Ml, M2, M3 und M4 zusammenwirken, die sich an der Vorderfläche der Führungsschiene 29 (Fig. 1) befinden, und der untere Annäherungsschalter 63 mit dem Magneten M (Fig. 1). Wenn die Annäherungsschalter 62 und 63 betätigt werden, wird der Umkehrmotor 37 angehalten und der Umkehrmotor 43 in Tätigkeit gesetzt. Bei dieser Ausfuhrungsform sind die Annäherungsschalter 62 und 63 so ausgebildet, dass bei Bewegung der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 nach links über die Führungsschiene 29, d.h. bei Vorwärtslauf des umkehrbaren Antriebsmotors 37, der Annäherungsschalter 62 betätigt wird, und bei Verschiebung der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 über der Schiene 29 nach rechts, d.h. der umkehrbare Antriebsmotor 37 in Rückwärtsdrehung ist, der Annäherungsschalter 63 betätigt wird. Bei Betätigung des Annäherungsschalters 63 werden die Endschalter 66 und 67 ausser Tätigkeit gesetzt, so dass der Umkehrmotor 43 von diesen Endschaltern 66 und 67 nicht beeinflusst wird.
Wenn bei dieser Ausführungsform ein Eintragsfehler stattfindet, wird das falsch eingetragene Schussgarn in Übereinstimmung mit einem vorher festgelegten Schussgarn-Behandlungsprogramm automatisch behandelt.
Die Vorgänge bei der Schussgarnbehandlung nach Auftreten eines Eintragsfehlers sollen nun unter Bezugnahme auf Fig. 13a bis 13f erläutert werden.
Wenn, wie oben beschrieben, ein Eintragsfehler auftritt, so wird das fehlerhaft eingetragene Schussgarn Y gemäss Fig. 4 ins Gewebe W eingewebt, und der Eintrag des auf das fehlerhafte Schussgarn Y folgenden Schussgarnes wird durch das Anhaltesi-gnal des Webstuhles verhindert.
Der Webstuhl wird automatisch um etwa 1V2 Zyklen umgesteuert, nachdem er zum Stillstand gekommen ist, und demgemäss hält das Riet 26 in der hintersten Stellung an, die in Fig. 3 ausgezogen gezeichnet ist. Im Verlaufe der Umsteuerung des Webstuhles werden die Kettgarne T1 und T2 vertikal in Richtungen bewegt, die durch Pfeile in Fig. 4 angedeutet sind. Wenn der Webstuhl nach dem Umsteuern wieder anhält, liegen die Kettgarne T1 und T2 als vollständig offenes Fach vor, wie in Fig. 5 gezeigt ist. Dadurch wird das fehlerhaft eingetragene Schussgarn Y (in Fig. 13a bis 13f als Yl bezeichnet) aus der Bindung gelöst, in der es durch die Kettgarne T1 und T2 gehalten wurde, d. h. aus der Gewebebindung.
Nach der Umsteuerung des Webstuhles wird der Umkehrmotor 37 in Vorwärtsrichtung eingeschaltet, und die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 wird aus ihrer Wartestellung A (Hg. 13a) in Richtung der Hauptdüse 21 entlang der Führungsschiene 29 in Bewegung gesetzt. Wenn der Annäherungsschalter 62 vor dem Magneten Ml angekommen ist, wird der Umkehrmotor 37 angehalten, und die Schussfaden-Behandlungsvorrich-tung 30 bleibt stehen. Wenn dies der Fall ist, wird der Umkehrmotor 43 in Vorwärtsrichtung angestellt. Dadurch wird die Schwingwelle 40 in Richtung des Pfeiles Q in Fig. 3 in Drehung versetzt. Die Drehung der Schwingwelle 40 wird über den Synchronisierriemen 47 an die Unterwelle 45 weitergeleitet, und diese Unterwelle 45 dreht sich in gleicher Richtung wie die Schwingwelle 40. Da der Schussfaden-Trennarm 48, der am Synchronisierrad 46 angebracht ist, über den Bremsbelag 49 an den Schwingarm 44 angedrückt wird, ergibt sich ein ausreichendes
Reibungsmoment zwischen dem Schwingarm 44 und dem Schussgarn-Trennarm 48, um eine gegenseitige Drehung zu verhindern. Der Schwingarm 44 und der Schussfaden-Trennarm 48 werden also als ein einziger Körper in Uhrzeigerrichtung verschwenkt (Hg. 3).
Bei Drehung des Schwingarmes 44 und des Schussfaden-Trennarmes 48 gleitet das Unterende des Schussfaden-Trennorgans 53 über das Gewebe Win Richtung der Gewebefront Wl, siehe Fig. 6. Wenn das untere Ende des Schussfaden-Trennor-gans 43 die Gewebefront Wl erreicht, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt ist, tritt das Vorderende des Schusfaden-Trennorganes 53 in Berührung mit dem fehlerhaft eingetragenen Schussfaden Y. Dieser Schussfaden Y (Yl Fig. 13b) wird in der Nähe der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 vom Gewebe W durch das Schussfaden-Trennorgan 43 abgelöst, welches sich von aussen in das offene Fach hineinbewegt.
Sobald der Schwingarm 44 am Begrenzungsdorn 65 anschlägt, wird der Endschalter 66 durch den Anschlag 44a betätigt und der Umkehrmotor 43 auf Rückwärtslauf umgeschaltet. Der Schwingarm 44 wird von seiner Lage gemäss Fig. 8 nunmehr in diejenige gemäss Hg. 3 zurückgeführt, und diese Schwenkbewegung wird durch den Begrenzungsdorn 64 begrenzt. Dann wird der Endschalter 67 durch den Anschlag 64a betätigt, der Umkehrmotor 43 hält an, und der Umkehrmotor 37 beginnt eine Vorwärtsbewegung. Dadurch wird die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung 30 in Richtung der Hauptdüse 21 auf der Führungsschiene 29 in Bewegung gesetzt, und die Vorgänge zum Ablösen des Schussfadens werden an Stellen wiederholt, die den Magneten M2, M3 und M4 entsprechen (siehe Fig. 13c und 13b).
Nach Vervollständigung der Ablösung des Schussfadens an der Stelle des Magneten M4 arbeitet die Schussfaden-Behand-lungsvorrichtung 30 wie folgt weiter.
Wenn die Führungschiene 29 einen Vorsprung 31' besitzt, so erreicht die Schussfaden-Behandlungsvonichtung 30 diesen Vorsprung 31' gemäss Fig. 13d, und ein (nicht dargestellter) Endschalterwird durch den Vorsprung 31' betätigt, wodurch der Umkehrmotor 37 auf Rückwärtslauf umgeschaltet wird.
Befindet sich kein Vorsprung 31' an der Führungsschiene 29, so wird die Umsteuerung des Motors 37 vorgenommen, nachdem an der Stelle des Magneten M4 das Ablösen des Schussfadens beendet ist.
Die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 wird wieder in die Wartestellung A zurückgeführt. Wenn der Annäherungsschalter 63 dem Magneten M gegenübersteht, wird der Umkehrmotor 37 angehalten und der Umkehrmotor 43 in Vorwärtsrichtung betrieben, wobei die Schussfaden-Ablösung stattfindet, die unter Bezugnahme auf Fig. 3 bis 8 bereits beschrieben wurde. Zu diesem Zeitpunkt wird der Umkehrmotor 43 vom Endschalter 66 nicht angehalten, da dieser ausser Betrieb gesetzt ist. Die weitere Schwingbewegung des Schwingarmes 44 wird verhindert, wenn der Schwingarm 44 am Begrenzungsdorn 65 anschlägt, wie in Fig. 8 gezeigt ist, und die Kraft zum Drehen der Unterwelle 45 durch den Umkehrmotor 43 übersteigt das Reibungsmoment zwischen dem Schwingarm 44 und dem Schussfaden-Trennarm 48.
Demgemäss wird die Unterwelle 45 gegenüber dem Schwingarm 44 verdreht. Es ergibt sich, dass der Schussfaden-Trennarm 48 in Uhrzeigerrichtung um die Unterwelle 45 aus der in Hg. 8 und 9 gezeigten Stellung verdreht wird, während das Schussfaden-Trennorgan 53 den fehlerhaft eingetragenen Schussfaden Y' festhält. Dabei wird das Schussfaden-Trennorgan 53 vom Inneren des offenen Faches nach dem Äusseren des offenen Faches bewegt, wie es in Fig. 10 und 11 gezeigt ist, und ein Teil des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens Y wird gegen das Äussere des offenen Faches abgezogen (siehe Fig. 13e).
Das Schussfaden-Trennorgan 53 wird in eine Stellung neben dem Halteorgan 57a des Schussfaden-Halterhebels 57 und dem Anschlag 59 bewegt, und ein Abschnitt des fehlerhaften Schussfadens Y, der aus dem Inneren des offenen Faches herausgezogen
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wurde, wird zwischen das Halteorgan 57a und den Anschlag 59 gelegt.
Gleichzeitig (Hg. 10) schlägt der Schussfaden-Trennarm 48 an den Arm 61b des Eingriffshebels 61. Dieser Eingriffshebel 61 wird nun gehoben, bis das hakenförmige Ende den oberen Bereich des Schussfaden-Halterhebels 57 freigibt. Dieser Halterhebel 57 wird nun durch die Kraft der Zugfeder 58 im Gegenuhr-zeigersinn um den Dorn 56 verschwenkt, und das Halteorgan 57a und der Anschlag 59 klemmen den Abschnitt des fehlerhaften Schussfadens Y fest, der aus dem offenen Fach herausgezogen wurde, und dieser Abschnitt wird zwischen dem Organ 57a und dem Anschlag 59 gut festgehalten. Ausserdem wird der Endschalter 55 vom Eingriffshebel 61 betätigt, und der Umkehrmotor 43 wird nach rückwärts in Tätigkeit gesetzt.
Wenn der Umsteuermotor 43 nach rückwärts läuft, werden der Schussfaden-Trennarm 48 und der Schwingarm 44 zusammen um die Schwingwelle 40 gedreht, während der Schussfaden-Trennarm 48 ausserhalb des offenen Faches verbleibt. In diesem Falle wird ein Herunterfallen des Eingriffshebels 61 verhindert, selbst wenn der Arm 61b des Eingriffshe-bels 61 und der Schussfaden-Trennarm 48 nicht mehr in Eingriff stehen, da der Haken 61a oben am Halterhebel 57 aufliegt.
Wenn der Schwingarm 44 am Begrenzungsdorn 64 anschlägt und seine Schwingbewegung angehalten wird, wird der Schussfa-den-Trennarm 48 um die Unterwelle 45 gegenüber dem Schwingarm 44 gedreht. Da der Anschlag 48a den Endschalter 54 betätigt und damit den Umkehrmotor 37 in Rückwärtsrichtung umsteuert, wird die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 in Richtung der Wartestellung A über die Schiene 29 bewegt. Da der Mittelabschnitt des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens Y von der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 festgehalten wird, so wird der fehlerhafte Schussfaden'Y aus dem Inneren des offenen Faches herausgezogen, und zwar nach Massgabe der Bewegung der Behandlungsvorrichtung 30 in Richtung der Wartestellung A. Wenn die Behandlungsvorrichtung 30 diese Wartestellung A erreicht hat, befindet sich fast der gesamte fehlerhaft eingetragene Schussfaden Y am Äusseren des offenen Faches, siehe Fig. 13f.
Wenn die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 die Wartestellung A erreicht hat, wird der Schussfaden-Halterhebel 57 vom Vorsprung 31 betätigt, und das Halteorgan 57a wird vom Anschlag 59 entfernt. Die Haltevorrichtung 57a und der Anschlag 59 geben nun den Schussfaden Y frei, und gleichzeitig saugt das Saugrohr 32 den freigegebenen Schussfaden Y ab.
Nach Rückkehr der Behandlungsvorrichtung 30 in die Wartestellung A und Entfernung des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens Y durch das Saugrohr 32 wird nun der Webstuhl automatisch um einen vorbestimmten Winkel umgesteuert, bis der zum Wiederanlauf geeignete Winkel erreicht ist. Danach wird der Webstuhl wieder in Betrieb gesetzt.
Zusammengefasst wird dieser Betriebsablauf wie folgt dargestellt.
Die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30, normalerweise in der Wartestellung A bei Normalbetrieb des Webstuhls, wird über die Führungsschiene 29 bei Auftreten eines Eintragungsfehlers hin- und hergeführt, und während dieser seitlichen Bewegung der Behandlungsvorachtung 30 wird sie an mehreren vorbestimmten Stellen angehalten, um den fehlerhaft eingetragenen Schussfaden Y' vom Gewebe abzulösen. An der letzten Stelle dieser Tätigkeit wird ein Abschnitt dieses Schussfadens Y aus dem Inneren des offenen Faches herausgezogen und dieser Schussfaden Y aus dem Gewebe vollständig abgezogen, wenn die Behandlungsvorrichtung 30 in ihre Wartestellung zurückkehrt, währenddem sie den falsch eingetragenen Schussfaden Y' festhält. Demgemäss können komplexe Vorgänge vermieden werden, die mit dem Entfernen des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens von Hand verbunden sind, und diese Tätigkeiten können nun automatisch ausgeführt werden.
Die erfindungsgemässe Schussfaden-Behandlungsvorrichtung kann daher die neuesten Erfordernisse in der Automatisierung von Webmaschinen erfüllen. Weiterhin sinkt die Stillstandzeit einer schnellaufenden Webmaschine stark ab, wodurch die Produktivität erhöht wird. Die vorliegende Erfindung trägt daher zur Beschleunigung der Webstühle bei.
Da nur das Schussfaden-Trennorgan 53 in das Innere des offenen Faches eintritt, wird das Risiko einer Kettfadenbeschädigung gegenüber den bekannten Schussfaden-Behandlungsvorrich-tungen des Standes der Technik bedeutend gesenkt. Insbesondere bewegt sich dabei die Trägerfläche 6 und die Klemmfläche 7 der bekannten Vorrichtungen nicht zwischen dem Äusseren des offenen Faches und dessen Innerem, und daher besteht keine Gefahr wie bei den Vorrichtungen des Standes der Technik, dass Kettfäden durch die Klemmvorrichtungen beschädigt und zerstört werden.
Bei der vorliegenden Erfindung bleibt der Schussfadenhalter, der aus dem Halteorgan 57a des Halterhebels 57 und dem Anschlag 59 besteht, ständig am Äusseren des offenen Faches, und ihm wird nur ein falsch eingetragener Schussfaden Y durch das Schussfaden-Trennorgan 53 zugeführt. Demgemäss ist der Raum zur Anordnung des Schussfadenhalters nicht begrenzt, verglichen mit der bekannten Vorrichtung bei der Schussfaden vom Trennorgan im Inneren des Faches überführt und festgehalten wird. Weiterhin kann der Zeitpunkt zur Überfuhrung des Schussfadens erfindungsgemäss viel leichter festgelegt werden. Die beschriebenen Vorteile der Erfindung werden durch Verwendung einer Schussfaden-Trennvorrichtung erzielt, die das Schussfaden-Trennorgan 53 aussen vom offenen Fach in dessen Inneres überfuhrt und durch eine Schussgarn-Abzugsvorrichtung, die das genannte Trennorgan 53 vom Inneren des offenen Faches nach dessen Äusserem bewegt, wobei ein Abschnitt des Schussgarnes zum Äusseren des offenen Faches mitgenommen wird. Mit anderen Worten dient das Schussgarn-Trennorgan sowohl zum Ablösen des Schussgarnes aus seiner Bindung und dazu, es aus dem Fach herauszuziehen. Bei der beschriebenen Ausfuhrungsform bewirkt die Schwenkbewegung des Schwenkarmes 44 gemäss den in Fig. 3 bis 8 dargestellten Vorgängen die Ablösung des Schussgarnes und die Schwenkbewegung des Trennarmes 48 in Vorgängen gemäss Fig. 8 bis 10 zum Abziehen des Schussgarnes. Es wird sehr schwierig sein, ein Schussgarn aus dem Gewebe herauszulösen und es aus dem offenen Fach abzuführen, wenn man diese beiden Vorgänge nicht vorsieht, wenn man beispielsweise nur ein Trennorgan 53 verschwenkt, um ein Schussgarn vom Gewebe anzulösen, und es dann anderweitig aus dem Fach entfernt.
Die vorliegende Erfindung beschränkt sich nicht auf die Ausführungsform, die eben erläutert wurde, und viele Änderungen sind möglich. Beispielsweise kann der Schwingarm 44 mit der Schwingwelle 40 verbunden werden, so dass er unmittelbar von dieser verschwenkt wird, und ein drehbarer Elektromagnet kann anstelle der Synchronisierscheiben 42 und 46 und des Riemens 47 verwendet werden, um den Trennarm 48 gegenüber dem Spielarm 44 zu verschwenken.
Bei einer anderen Ausführungsform kann das Schussfaden-Trennorgan 53 mit Hilfe eines Linearmotors vertikal so bewegt werden, dass das Schussfaden-Trennorgan 53 vom Inneren des offenen Faches nach dessen Aussenseite gebracht wird.
Bei einer weiteren Ausführungsform (Hg. 14) kann ein Paar Rollen 69 und 70, die in Richtung zueinander und voneinander bewegbar sind, als Schussgarnhalter verwendet werden. Nachdem ein fehlerhaft eingetragener Schussfaden von den Rollen 69 und 70 gehalten wird, werden die Rollen 69 und 70 in Drehung versetzt, um den Schussfaden abzuziehen.
Weiterhin kann das Absaugerohr 71 in der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 vorgesehen werden.
Eine weitere Ausfuhrungsform des erfindungsgemässen Verfahrens soll nun unter Bezugnahme auf Fig. 15 und 16a bis 16h beschrieben werden.
Bei diesem Verfahren geschehen die Vorgänge des Einfuhrens
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und Trennens an mindestens einer Stelle in einem ersten Bereich zwischen der Wartestellung und der Mittelstellung über die Breite des Gewebes. Auf diese Weise wird praktisch die gesamte Länge des Schussfadens im ersten Bereich vom Gewebe abgelöst und getrennt. Dann wird das Schussfaden-Trennorgan an der Zentralstellung vom Inneren des offenen Faches zu dessen Äusserem bewegt, während ein Abschnitt des abgelösten Schussfadens sich im Eingriff mit dem Schussfaden-Trennorgan befindet. Das abgetrennte Schussgarn wird nun zum Äusseren des offenen Faches gezogen. Das abgezogene Schussgarn wird von einem Schussgarnhalter lose gehalten, der auf der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung angebracht ist, und zwar am Äusseren des ofFenen Faches. Danach wird die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung in eine Stellung gegenüber der Wartestellung verfahren und das abgelöste Schussgarn aus dem Inneren des offenen Faches herausgezogen.
Die Vorgänge des Einsetzens und Ablösens geschehen also an mindestens einer Stelle in einem zweiten Bereich zwischen der Stellung gegenüber der Wartestellung und der Zentralstellung über die Breite des Gewebes. Auf diese Weise wird im wesentlichen der gesamte Schuss im zweiten Bereich vom Gewebe getrennt. Das Schussgarn-Trennorgan wird wieder betätigt und bewegt sich an der Mittelstellung der Vorrichtung vom Inneren des ofFenen Faches zu dessen Äusserem, während ein Abschnitt des abgelösten Schussgarnes im Eingriff mit dem Schussgarn-Trennorgan steht, wodurch das abgelöste Schussgarn zum Äusseren des ofFenen Faches gebracht wird. Das so herausgezogene Schussgarn wird von einem Schussgarnhalter festgehalten, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung angebracht ist, und zwar am Äusseren des ofFenen Faches. Dann verfahrt man die Schuss-garn-Behandlungsvorrichtung zur Wartestellung, und dabei wird das abgelöste Schussgarn aus dem Inneren des ofFenen Faches vollständig herausgezogen.
Wie in Fig. 15 dargestellt ist, weist der schützenlose Webstuhl zur Durchfuhrung des erfindungsgemässen Verfahrens fünf Magnete Ml bis M5 im oberen Bereich der Führungsschiene bis zu deren Mitte auf, und weitere fünf Magnete M6 bis M9 sowie M befinden sich am unteren Bereich der Führungsschiene links von der Mitte. Die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 dieser Ausfuhrungsform besitzt eine nicht dargestellte Zählschaltung zum Abschalten des Endschalters 66 (Fig. 3) nach jedem fünften Signal der Annäherungsschalter 62 und 63. Auf diese Weise wird der Umkehrmotor 43 nicht in Betrieb gesetzt, selbst wenn Endschalter 66 und 67 betätigt werden.
Wie aus Fig. 16a bis 16c hervorgeht, wird der fehlerhaft eingetragene Schussfaden Yl vom Gewebe W durch das Schussgarn-Trennorgan 53 abgelöst, wie es unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 12 und Fig. 13a bis 13c beschrieben wurde. Da der Endschalter 62 ausser Betrieb gesetzt wird, wie es bereits gesagt wurde, wenn die Behandlungsvorrichtung 30 die dem Magneten M5 entsprechende Stellung erreicht hat, d.h. die Mitte des Gewebes, so kann sich das Schussfaden-Trennorgan 53 vom Inneren des ofFenen Faches nach dessen Äusserem so bewegen, wie es oben unter Bezugnahme auf Fig. 8 bis 10, 12 und 13e bereits beschrieben wurde. Zusammen mit der Bewegung des Trennorgans 53 nach dem Äusseren des ofFenen Faches wird der fehlerhaft eingetragene Schussfaden Yl abgezogen und vom Schussfadenhalter festgehalten. In diesem Falle hält der Halter, der aus einem Halteorgan 57a und einem Anschlag 59 besteht, das abgezogene Schussgarn Yl nur lose fest. Mit anderen Worten hat man einen dünnen Spalt zwischen dem Halteorgan 57a und dem Anschlag 59 und der Schussfaden wird um das Schussfaden-Trennorgan 53 herumgewickelt, damit er durch Reibung dort festgehalten wird.
Dann wird die Behandlungsvorrichtung 30 zu der der Wartestellung gegenüberliegenden Seite verfahren. Gleichzeitig mit der Bewegung der Behandlungsvorrichtung 30 bewegt sich der fehlerhaft eingetragene Schussfaden Yl, der sich zwischen der Wartestellung und der Gewebemitte befindet und vom Gewebe abgelöst ist, um das Trennorgan 53 herum und wird aus dem offenen Fach in einer zum Schuss parallelen Richtung abgezogen. Bei dieser Abzugsrichtung tritt keine Reibung des Schussfadens mit den Kettfäden ein, und Beschädigungen der Kettfaden werden vermieden.
Wenn die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung 30 eine Stellung erreicht hat, die der Lage des Vorsprunges 31' entspricht,
tritt der Schussgarn-Halterhebel 57 in Eingriff mit diesem Vorsprung 31', und das Halteorgan 57a entfernt sich vom Anschlag 59. Das festgehaltene Schussgarn Yl wird vom Trennorgan 53 freigegeben. Weiterhin greift nun der Haken 61a des Ein-griffshebels 61 in den oberen Bereich des Schussfaden-Halterhebels 57 ein, und der obere Bereich des EingrifFshebels 61 betätigt den Endschalter 55, wobei der Schwingarm 44 nach rückwärts verschwenkt wird. Ausserdem betätigt der Vorsprung 31' den Umkehrmotor 37 in Rückwärtsrichtung.
Auf diese Weise kehrt nun die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 in die Wartestellung zurück. Bei den Stellungen, die den Magneten M6, M7, M8 und M9 entsprechen, wird nun die Schussfadenablösung so ausgeführt, wie es an den Stellen der Magneten Ml bis M4 geschehen ist (siehe Fig. 16e und 16f).
An der Stelle, die dem Magneten M entspricht, ist das Ablösen des Schussgarnes nicht notwendig, da es bereits von der Gewebefront praktisch vollständig abgelöst ist, und das Schuss-garn-Trennorgan 53 kann sich vom Inneren des ofFenen Faches zu dessen Äusserem auf die bereits beschriebene Weise bewegen. Auf diese Weise wird das Mittelstück des fehlerhaft eingetragenen Schusses Yl aus dem ofFenen Fach herausgezogen, wie es in Fig. 16g gezeigt ist.
Dann wird das Schussgarn Yl auf die bereits beschriebene Art zwischen dem Halteorgan 57a und dem Anschlag 59 festgehalten. Die Schussfaden-Behandlungsvorrichtung 30 wird nun in die Wartestellung A verfahren. Praktisch das gesamte fehlerhaft eingetragene Schussgarn wird aus dem Gewebe in einer Richtung herausgezogen, bei der eine Reibung mit der Kette kaum vorhanden ist, und Beschädigungen der Kettgarne treten nicht auf. Schliesslich erreicht die Schussbehandlungsvorrichtung wieder die Wartestellung A.
Dieses Verfahren ist nicht auf die eben beschriebene Ausfuhrungsform beschränkt. Beispielsweise könnnen die Stellen, an denen das fehlerhaft eingetragene Schussgarn Yl vom Schussfa-den-Trennorgan 53 herausgezogen wird, nach rechts oder links versetzt werden, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind. Die Länge des abgezogenen Schussgarnes während der Vorwärtsbewegung der Behandlungsvorrichtung 30 ist kürzer als die übrige Länge in gleicher Richtung, nachdem das Abziehen in Vorwärtsrichtung begonnen hat, und die Länge des abgezogenen fehlerhaft eingetragenen Schusses im Verlaufe der Rückwärtsbewegung der Behandlungsvorrichtung 30 ist kürzer als die verbleibende Länge nach rückwärts nach Beginn des Abziehens bei der Rückwärtsbewegung der Behandlungsvorrichtung.
Nach der Ausfuhrungsform gemäss Fig. 15 sowie 16a bis 16h kann die Länge eines fehlerhaft eingetragenen Schusses, die gleichzeitig abgezogen wird, kurz sein, und demgemäss entstehen kaum Probleme infolge Bruches eines Schusses beim Abziehen. Es können jedoch Schwierigkeiten insofern auftreten, dass ein Schuss Yl, der bei der Vorwärtsbewegung der Behandlungsvorrichtung 30 abgezogen wird, sich an einem bestimmten Kettgarn reibt und letzteres beschädigt. Zur Beseitigung dieser Schwierigkeit schneidet man bei der Vorwärtsbewegung der Behandlungsvorrichtung 30 bei der nun folgenden Ausführungsform das abgezogene fehlerhaft eingetragene Schussgarn ab, bevor die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung in die Stellung gegenüber der Wartestellung fährt.
Die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung 30 zur Ausfuhrung dieses Verfahrens ist praktisch die gleiche wie diejenige gemäss Fig. 1 bis 12, wobei aber zusätzlich eine Schneidevorrichtung vorgesehen ist. In Fig. 17 und 18 ist diese Ausfiihrungsform gezeigt.
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Die Schneidevorrichtung zum Trennen eines abgezogenen Schussfadens befindet sich unterhalb des Anschlages 59 und besteht aus zwei Klingen 73a und 73b (Fîg. 20), die durch einen Elektromagneten 73 nach vorn bewegbar sind. Der Elektromagnet 73 wird unter dem Einfluss des Endschalters 55 im Verlaufe des Abziehens betätigt. Ein Endschalter 72 (Fig. 17) wird durch den Vorsprung 31' betätigt, um festzustellen, wenn die Behandlungsvorrichtung 30 die Stellung erreicht, die dem Vorsprung 31' entspricht.
Wie aus Fig. 19a bis 19h hervorgeht, sind die Vorgänge bei diesem Verfahren sehr ähnlich denen gemäss Fig. 18a bis 18h. Wie klar aus Fig. 19d und 20 hervorgeht, wird das fehlerhaft eingetragene Schussgarn Yl mit dem Schneidemechanismus 73a und 73b abgeschnitten. Das Abschneiden findet statt, nachdem das Schussgarn Yl vom Trennorgan 53 aus dem Inneren des offenen Faches herausgezogen wurde und vom Schussgarnhalter solide festgehalten wird. Der Schussgarnhalter besteht aus dem Halteorgan 57a und dem Anschlag 59, siehe Fig. 17 und 18. Das Schussgarn Yl wird abgeschnitten, und zwar zwischen der Stelle, wo es festgehalten wird, und der restlichen Länge des Garnes, welche aus dem Gewebe W noch nicht gelöst ist. Dann wird das fehlerhaft eingetragene Garn Yl aus dem ofFenen Fach herausgezogen, nach Massgabe der Bewegung der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung 30 in eine Stellung gegenüber der Wartestellung, wie in Fig. 19e gezeigt ist.
Nach diesem Verfahren kann fehlerhaft eingetragener Schuss schonend entfernt werden, ohne starke Reibung mit Ketten zu 5 erzeugen. Da weiterhin eine Länge eines fehlerhaft eingetragenen Schusses, die in einer bestimmten Phase abgezogen wird, kurz ist, können Schwierigkeiten verhindert werden, die durch einen Bruch des Schusses beim Abziehen entstehen.
Bei der beschriebenen Ausfuhrungsform wird eine Schneide-io Vorrichtung nach Art einer Schere verwendet, wobei aber auch andere Schneidevorrichtungen möglich sind, beispielsweise eine Schneidevorrichtung, bei der eine Klinge am Schussfaden-Halterhebel 57 befestigt ist und gegen den Anschlag 59 gedrückt wird.
Gemäss der obenstehenden Erläuterung wird die Reparatur 15 des fehlerhaft eingetragenen Schusses als Beispiel beschrieben. Die vorliegende Erfindung lässt sich aber gleichermassen auf gebrochene Kettfäden oder Randfäden oder das Anhalten eines Düsenwebstuhls mit manueller Betätigung anwenden.
Wie oben beschrieben wird ein fehlerhaft eingetragener 20 Schussfaden nach Anhalten eines schützenlosen Webstuhles leicht und automatisch aus dem Gewebe entfernt, ohne dass komplexe Handarbeit erforderlich ist und ohne dass eine Beschädigung der Kettgarne eintritt.
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25 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zur Behandlung eines Schussfadens (Y, Y', Yl) in einem schützenlosen Webstuhl, der infolge eines Haltsignals stillgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass man den schützenlosen Webstuhl bis zur Öffnung des Faches zurücklaufen lässt, wodurch das letzte vor dem Anhalt des Webstuhls eingewobene Schussgarn (Y', Yl) aus seiner Bindung freigegeben wird,
    eine Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30), die im Normalbetrieb an einer Seite des Webstuhls in Wartestellung steht, in Richtung der Breite des Webstuhls verfahrt und sie an einer bestimmten Stelle anhält,
    ein Schusstrennorgan (53), das an der Behandlungsvorrichtung (30) angebracht ist, in das Innere des geöffneten Faches von dessen Aussenseite her an der genannten, bestimmten Stelle einbringt und das Schussgarn (Y, Yl) vom Gewebe (W) ablöst,
    Die Bewegungen der Behandlungsvorrichtung (30) und des Trennorgans (53) an einer Mehrzahl von Stellen über der Breite des Gewebes (W) wiederholt,
    das Schussgarn-Trennorgan (53) nach mehrmaliger Ausfuhrung des letztgenannten Schrittes vom Inneren des geöffneten Faches zu dessen Äusserem bringt, während das Trennorgan (53) einen Teil des vom Gewebe (W) abgelösten Schussgarnes (Y, Yl) festhält, wodurch das abgelöste Schussgarn an das Äussere des geöffneten Faches gebracht wird,
    das ausgetragene Schussgarn (Y, Yl) durch einen Schussgarnhalter (57a, 59, 69, 70) festhält, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) angebracht ist, und den Rest des Schussgarnes (Y, Yl), der am ausgetragenen Schussgarn anhängt, mittels einer Schussgarn-Abzugsvorrichtung aus dem offenen Fach herauszieht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Schussgarn-Trennorgans (53) vom Inneren des geöffneten Faches zum Äusseren dieses geöffneten Faches dort ausgeführt wird, wo die Operation des Heranbringens, Einbringens und Garnablösens zuletzt ausgeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das abgelöste Schussgarn (Y, Yl) von einem Schussgarnhalter (57a, 59, 69, 70) festgehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Schussgarn (Y, Yl) abzieht, indem man die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) in Querrichtung zum schützenlosen Webstuhl verfahrt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Einbringen des Trennorgans (53) und das Ablösen des Schussfadens mindestens an einer Stelle eines ersten Bereiches zwischen der Wartestellung und einer mittigen Position über der Breite des Gewebes (W) ausführt, wobei praktisch der gesamte Schussfaden (Y, Yl) in diesem ersten Bereich vom Gewebe (W) gelöst wird;
    das Schussgarnorgan-Trennorgan (53) an der genannten mittigen Position vom Inneren des geöffneten Faches zu dessem Äusserem hin bewegt, wobei ein Teil des abgelösten Schussfadens (Y, Yl) vom Schussgarn-Trennorgan (53) erfasst ist und gegen das Äussere des geöffneten Faches abgezogen wird;
    das abgezogene Schussgarn (Y, Yl) von einem Schussgarnhalter (57a, 59, 69, 70) lose halten lässt, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) ausserhalb des geöffneten Faches angebracht ist;
    die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) in eine Stellung verschiebt, die sich gegenüber der Wartestellung befindet, wobei der abgelöste Schussfaden (Y, Yl) vom Inneren des geöffneten Faches gegen dessen Äusseres abgezogen wird;
    das Einbringen des Trennorgans und das Ablösen des Schussfadens auch an mindestens einer Stelle eines zweiten Bereiches zwischen der der Wartestellung gegenüberliegenden Endstellung und der mittigen Position über der Breite des Gewebes (W) ausführt, wobei praktisch der gesamte Schussfaden (Y, Yl) im genannten Bereich vom Gewebe abgelöst wird;
    das Schussgarn-Trennorgan (53) an der genannten mittigen Position vom Inneren des geöffneten Faches zu dessem Äusserem hin bewegt, wobei ein Teil des abgelösten Schussfadens (Y', Yl) vom Schussgarn-Trennorgan (53) erfasst ist und gegen das Äussere des geöffneten Faches abgezogen wird;
    das abgezogene Schussgarn (Y, Yl) von einem Schussgarnhalter (57a, 59, 69,70) halten lässt, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) ausserhalb des geöffneten Faches angeordnet ist; und die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) in die genannte Wartestellung verfährt und dabei das abgelöste Schussgarn (Y', Yl) vollständig vom Inneren des offenen Faches entfernt und ausserhalb des offenen Faches bringt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Einbringen des Trennorgans (53) und das Ablösen des Schussfadens (Y', Yl) mindestens an einer Stelle eines ersten Bereiches zwischen der Wartestellung und einer mittigen Position über der Breite des Gewebes (W) ausführt, wobei praktisch der gesamte Schussfaden (Y', Yl) in diesem ersten Bereich vom Gewebe gelöst wird;
    das Schussgarn-Trennorgan (53) an der genannten mittigen Position vom Inneren des geöffneten Faches zu dessen Äusserem hin bewegt, wobei ein Teil des abgelösten Schussfadens (Y', Yl) vom Schussgarn-Trennorgan (53) erfasst ist und gegen das Äussere des geöffneten Faches abgezogen wird;
    einen Teil des abgezogenen Schussfadens (Y, Yl) mit einem Schussfadenhalter (57a, 59, 69, 70) festhält, der auf der Schüssgarn-Behandlungsvorrichtung (30) ausserhalb des offenen Faches angeordnet ist;
    das abgezogene Schussgarn (Y', Yl) mit einem Schussgarnschneider (73a, 73b), der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) angeordnet ist, zwischen der Stelle, wo das Schussgarnteil festgehalten wird, und dem vom Gewebe (W) noch nicht abgelösten Schussgarn abtrennt;
    die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) in eine der Wartestellung gegenüberliegende Position verfährt und dabei den abgelösten Schussfaden (Y', Yl) vom Inneren des offenen Faches gegen dessen Äusseres abzieht;
    das Einbringen des Trennorgans (53) und das Ablösen des Schussfadens auch an mindestens einer Stelle eines zweiten Bereiches, zwischen der der Wartestellung gegenüberliegenden Endstellung und der mittigen Position über der Breite des Gewebes (W) ausführt, wobei praktisch der gesamte Schussfaden (Y, Yl) im genannten Bereich vom Gewebe (W) abgelöst wird;
    das Schussgarn-Trennorgan (53) an der genannten mittigen Position vom Inneren des geöffneten Faches zu dessem Äusserem hin bewegt, wobei ein Teil des abgelösten Schussfadens (Y, Yl) vom Schussgarn-Trennorgan erfasst ist und gegen das Äussere des geöffneten Faches abgezogen wird;
    das abgezogene Schussgarn (Y, Yl) mit einem Schussfadenhalter (57a, 59, 69, 70) festhält, der auf der Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) ausserhalb des offenen Faches angeordnet ist, und die Schussgarn-Behandlungsvorrichtung (30) in die genannte Wartestellung verfahrt und dabei das abgelöste Schussgarn (Y, Yl) vollständig vom Inneren des offenen Faches entfernt und ausserhalb des offenen Faches bringt.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausfuhrung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie folgende Teile aufweist:
    eine Schussfaden-Ablösevorrichtung zum Einführen eines Schussfaden-Trennorgans (53) vom Äusseren eines offenen Faches in das Innere des offenen Faches zwecks Ablösung des Schussfadens (Y, Yl) bei offenem Fach, wobei ein Schussfaden (Y, Yl), der als letzter vor dem Anhalten des schützenlosen Webstuhls eingetragen ist, aus seiner Bindung mit den Kettfäden (Tl, T2) gelöst wird;
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    eine Schussfaden-Austragseinrichtung zur Bewegung des Schussfaden-Trennorgans (53) vom Inneren des offenen Faches nach dessen Äusserem und zum Austragen eines Teiles des Schussfadens (Y', Yl) in das Äussere des offenen Faches;
    einen Schussfaden-Halter (57a, 59, 69, 70) zum Festhalten des Teiles des Schussfadens (Y, Yl), der gegen das Äussere des offenen Faches ausgetragen wurde; und eine Schussfaden-Abzugsvorrichtung zum weiteren Entfernen des übrigen Schussfadens, der am genannten Teil des Schussfadens anhängt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Schussfaden-Ablösevorrichtung und das Schussfaden-Trennorgan (53) aus folgenden Teilen bestehen:
    einen auf der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung (30) angeordneten Antriebsmotor (43);
    eine vom Antriebsmotor (43) angetriebene Schwingwelle (40); einen an der Schwingwelle (40) hängenden und um die Schwingwelle (40) schwenkbaren Schwingarm (44);
    eine am unteren Ende des Schwingarms (44) drehbar gelagerte Unterwelle (45);
    Synchronisier-Riemenscheiben (42,46) an der Schwingwelle (40) und der Unterwelle (45);
    einen geschlossenen, um die Synchronisier-Riemenscheiben (42,46) laufenden Synchronisier-Treibriemen (46);
    einen Schussfaden-Trennarm (48), der seitlich an der Syn-chro-Riemenscheibe (46) angebracht ist und um die Unterwelle (45) drehbar ist;
    eine das Schussfaden-Trennorgan (53) mit dem Schussfaden-Trennarm (48) verbindende Blattfeder; und ein Bremsbelag (49) an einer Seite des Schussfaden-Trennarms (48), der in Berührung mit dem Schwingarm (44) steht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Schussfaden-Abzugsvorrichtung aus folgenden Teilen besteht:
    eine Führungsschiene (29) zum Führen der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung (30) quer über den schützenlosen Webstuhl;
    eine auf der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung (30) angebrachte Antriebsrolle (35) zur Bewegung der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung (30) längs der Führungsschiene (29); einen Antriebsmotor (37) zum Antrieb der Antriebsrolle (35);
    und ein Arretierungsorgan (59, 59a) und ein Halteorgan (57a), welches an das Arretierungsorgan (59, 59a) angepresst werden kann, am Schussfadenhalter.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin eine Schussfaden-Schneidevorrichtung (73a, 73b) aufweist, die an der Schussfaden-Behandlungsvorrichtung (30) angebracht ist.
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