CH670077A5 - - Google Patents

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CH670077A5
CH670077A5 CH3611/85A CH361185A CH670077A5 CH 670077 A5 CH670077 A5 CH 670077A5 CH 3611/85 A CH3611/85 A CH 3611/85A CH 361185 A CH361185 A CH 361185A CH 670077 A5 CH670077 A5 CH 670077A5
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scale
combs
stream
blades
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CH3611/85A
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Walter Reist
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Ferag Ag
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Description

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Druckereitechnik und bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ordnen eines Schuppenstroms von gefalteten flächigen Gütern gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
65 Bei schnellaufenden Produktionsprozessen wird in der Regel versucht, eine Ordnung in den Produktestrom zu bringen, um nachfolgende Manipulationen mit dem hergestellten Gut zu erleichtern, wenn nicht gar erst damit zu ermöglichen. Bei
flächigen Erzeugnisen, wie sie in der Druckereitechnik anfallen, hat sich ein Ordnungssystem etabliert, das durch die charakteristische Art der Lage der Druckerzeugnisse zueinander Schuppenstrom genannt wird. Dieser Schuppenstrom wird schon bei der Ausgabe des Erzeugnisses organisiert, in dem, am Beispiel des Rotationsdrucks verglichen, ein sogenannter Ablegestern ausgangs der Rotationspresse die Druckexemplare gestaffelt übereinanderlegt. Die Ausgabegeschwindigkeit kann (typischerweise) 50 000 bis 100 000 Exemplare pro Stunde betragen und liegt damit im Gebiet der Hochgeschwindigkeitsfertigung.
Die Wegförderung der Erzeugnisse in Form eines geordneten Schuppenstroms ist heute eine etablierte, gut beherrschte Technik. Sie eignet sich auch prinzipiell für den Hochgeschwindig-keitsbereich und wird vor allen Dingen dort eingesetzt, wo eine Weiterverarbeitung nötig ist, oder noch präziser ausgedrückt, wo die in den Schuppenstrom eingebrachte Ordnung Voraussetzung für die Weiterverarbeitung mit den in der Prozessausführung nachfolgenden Maschinenstationen eines Fertigungsweges ist.
Bei einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von 15 bis 20 Druckexemplaren pro Sekunde wirkt sich eine Störung mit nachfolgendem ungeordnetem Stau schon recht massgeblich aus und kann in Extremfällen sogar eine Stillegung des Prozesses erzwingen. Dies erfordert unter verschiedenen präventiven Massnahmen zur Verhinderung von Störungen auch das eventuelle Korrigieren von Schuppenstromparametern, insbesondere des Schuppenabstandes. Massnahmen dafür sind bekannt, beispielsweise die Ausnützung der Schwerkraft zur Erzeugung einer ordnenden Bewegung innerhalb des Schuppenstroms. Dazu wird der ankommende Schuppenstrom gegen die Schwerkraft in eine ansteigende Rampe geleitet und die zurückrutschenden flächigen Exemplare mittels eines mechanisch geführten Schiebers hochgeschoben. Dieser hier genannte Schuppenstromordner ist ein in der Regel fester Anlageteil, der den Schuppenstrom übernimmt und ihn geordnet wieder abgibt. Solch ein Anlageteil muss in das Transportsystem eingeplant werden und hat nach der Montage seinen festen Standort innerhalb des Prozesses.
Angestrebt ist jedoch ein Hochgeschwindigkeits-Schuppen-stromordner, der insbesondere über den heutigen high-end Bereich bezüglich der Verarbeitungsgeschwindigkeit hinausreichen kann und der durch Einfachheit seiner Funktionsweise hohe bis höchste Betriebssicherheit aufweist. Vorzugsweise wird der Schuppenstromordner portabel ausgeführt, so dass er in bestehende Anlagen am gewünschten Ort in den Prozess integrierbar ist und in neugeplanten Anlagen für einen optimalen Betrieb nachträglich versetzbar ist. Im high-end Leistungsbereich führen Störungen zu besonders heiklen Situationen, so dass die Anforderungen an die Betriebssicherheit speziell hoch sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen solchen Schuppenstromordner zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 definierte Erfindung für eine Vorrichtung und das im Patentanspruch 13 angegebene Betriebsverfahren gelöst.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Schuppenstromordners wird mit Hilfe der nachfolgend aufgeführten Figuren eingehend diskutiert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Ausführungsform in seitlicher Ansicht;
Fig. 2 zeigt dieselbe Ausführungsform im Grundriss;
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus einem Schuppenstrom in bezug zu einem vorgegebenen Taktraster, um welches die Lage (des Bundes) eines Schuppenelements statistisch streut;
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung einen Kammordner eines Kammordnerpaares in Laufrichtung des Schuppenstromes gesehen;
Fig. 5 zeigt mehr im Detail einen Ausschnitt des Kammordners mit zwei Ordnungskämmen von der Seite gesehen und
Fig. 6 zeigt den Ausschnitt von Fig. 5 von oben gesehen;
Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung den Einsatz von
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Hilfsaggregaten zum diskutierten Schuppenstromordner.
Die schematische Darstellung wie sie die Fig. 1 bis 3 zeigen, dienen hauptsächlich zur Erläuterung des apparativen Teils der Erfindung und das Funktionieren desselben. In der Darstellung von Fig. 1 wird der Schuppenstrom T mit den einzelnen Schuppenstromelementen, beispielsweise den Druckexemplaren Tl bis T6, auf einem Förderband 1 mit einer Geschwindigkeit vi zu einem Förderband 2 mit einer Bandgeschwindigkeit v2 geführt. Das Förderband 2 ist hier beispielsweise Bestandteil des Ordners , auf ihm werden die gestaffelt übereinanderliegenden Druckexemplare Tl, T2, T3 durch eine Kammordnereinrichtung 5 gezielt verschoben. Die Druckexemplare sind in der Regel eins bis mehrere, ein- bis mehrmals gefaltete Blätter und weisen einen Falz oder Bund 4 auf. Dieser Bund 4 wird benützt, um die Druckschriften gemäss Erfindung zu ordnen. Diese in die neue Ordnung gebrachten Schuppenstromelemente (die Druckexemplare) werden anschliessend auf ein weiteres Förderband 3 mit einer Bandgeschwindigkeit v3 überführt. Geordnet wird der Schuppenabstand sx, in diesem Fall vom angelieferten Schuppenabstand s2 zu einem neuen Schuppenabstand s3, wobei der Schuppenabstand sx von Bund zu Bund gemessen ist. Eine andere Art, den Schuppenabstand festzulegen, wird im Zusammenhang mit Fig. 3 weiter unten noch besprochen. In der neugeordneten Form wird der Schuppenstrom auf dem Förderband 3 mit der Geschwindigkeit v3 ungleich vi ungleich v2 weggeführt. Bei einer Vergrösserung des Schuppenabstands wächst die virtuelle Schuppenstromlänge, bei einer Verkleinerung schrumpft sie. Die Veränderungsgeschwindigkeit der virtuellen Länge des Schuppenstroms wird durch die verschiedenen Laufgeschwindigkeiten der Förderbänder ausgeglichen. Die Förderbänder sind, wie hier beispielsweise dargestellt, über Rollen R laufende Endlosbänder.
Mit der Fördereinrichtung 2 verbunden, arbeitet eine Kammordnereinrichtung 5, die im einzelnen im Zusammenhang mit den Fig. 4,5 und 6 näher beschrieben wird. Im ankommenden Schuppenstrom werden mit Hilfe einer Zählstelle 6 die einzelnen Schuppenstromelemente Tx erfasst. Wird diese Zählung mit den (möglichst genauen) Schuppenabständen sx und der Schuppenstromgeschwindigkeit v rechnerisch verknüpft, so ergibt sich daraus ein Schuppenstromtakt, der mit dem übergeordneten Takt der Druckmaschine, das ist der Abgabetakt der einzelnen Druckprodukte aus der Druckmaschine, bis auf eine statistische Streuung synchronisiert ist. Auf diesen Takt ist die gesamte Produktfördereinrichtung abgestimmt, d. h. die Zuschaltung von Vorrichtungen, wie beispielsweise der Schuppenstromordner gemäss Erfindung, geschieht jeweils nach dem vorgegebenen Taktmuster, womit dann jeder Anlageteil synchron zu den anderen läuft und die störungsfreie- Prodnktübergabe gewährleistet ist. Über dem Wegförderband 3 zeigt Fig. 1 schliesslich noch eine an einem Rollenarm 41 schwenkbar angeordnete Andruckrolle 40, mit deren Hilfe eine problemlose Übergabe des neugeordneten Schuppenstroms auf das Wegförderband 3 ermöglicht wird.
Fig. 2 zeigt die in schematischer Darstellung in Fig. 1 gezeigte Einrichtung von oben gesehen. Nicht gezeigt in Fig. 2istdas anfördernde Band 1. Seitlich am Förderand 2 ist eine Kammord-nungseinrichtng 5 mit zwei spiegelbildlich ausgebildeten Kammordnern 21, 22 angeordnet, welche im Detail später besprochen werden. Sie verhalten sich wie linke und rechte Hände, die mit den Daumen die Druckexemplare im Schuppenstrom (in Pfeilrichtung) vorwärts stossen. Jeder dieser Kammordner 21,22 weist eine über Kettenräder 211,212,221,222 laufende Kette 25L für links und 25R für rechts auf, an denen eine Mehrzahl von kammförmigen Baugruppen, die Hände bzw. die «Kämme» 26L für links und 26R für rechts befestigt sind. Zur Vereinfachung der Darstellung sind nur die am Schuppenstrom, also im Vorwärts-fig rotierenden Kammordner bewegen die in der Aufsicht bume-rangförmigen Kämme, die auch mit einer Hand mit abgespreiz-
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angförmigen Kämme, die auch mit einer Hand mit abgespreiz- wiederum einTaktgemässdemTaktraster A. AufFig. 3 tem Daumen verglichen werden können, seitlich dem Schuppen- übertragen sieht dies für den sich in Pfeilrichtung v bewegenden ström entlang. Sie sind so angeordnet, dass die Kammspitzen Schuppenstrom T so aus: das Schuppenstromelement Tl erreicht (Daumen) in den Schuppenstrom seitlich hineinragen können. In die vorgesehene Position imTaktraster A nicht, liegt aber noch Fig. 2 ist gut ersichtlich, wie die Kämme 26 der Kammordner 21, 5 im Toleranzbereich; das Schuppenstromelement T2 ist dagegen 22 in den Seitenbereich des Schuppenstroms einschwenken, dann über die vorgesehene Position im Taktraster A hinausgelangt, in geradlinigem, parallelem oder leicht aufwärtsschrägem Ver- liegt aber auch noch innerhalb des Toleranzbereichs ; das Schup-lauf dem Schuppenstrom in seiner Laufrichtung folgen und penstromelement T3 erreicht die vorgesehene Position im Takt-schliesslich so ausgelenkt werden, dass sie aus dem Schuppen- raster A ebenfalls nicht, liegt jedoch auch innerhalb des Tole-strom wieder ausschwenken. Dabei greifen die schneller als die io ranzbereichs. Ist nun der angegebene Toleranzbereich für eine Bandgeschwindigkeit v2 laufenden Kämme das Druckgut, bei- wesentlich höhere Arbeitsgeschwindigkeit jedoch zu gross, so spielsweise das Schuppenstromelement T3 innen am Bund 4 (Fig. müssen die Schuppenstromelemente neu geordnet werden, und 1) an und ziehen/schieben dieses auf den gewünschten Schuppen- zwar so, dass der neuentstandene Streubereich geringer ist. abstand S3, bevor sie dann beim Schuppenstromelement Tl, Werden nun gemäss Erfindung die Schuppenstromelemente so welches zur Übergabe auf das Wegförderband schon mit der i5 weit in Laufrichtung des Schuppenstroms verschoben, dass der Geschwindigkeit v3 des Wegförderbandes 3 gefördert wird, Bund 4 jeweils an die Stelle der +Toleranzgrenze zu liegen wieder ausschwenken. kommt, so sind die Schuppenelemente in einer Richtung gleich-Dabei ist folgendes zu beachten: Immer noch Fig. 2 betrach- gerichtet worden. Ein Zuschlag a bewirkt, dass auch Schuppentend, ist der Schuppenabstand des einlaufenden Schuppenstroms Stromelemente ausserhalb der Toleranzgrenze nochmiterfasst mit S2, S2' bzw. S2' ' bezeichnet, also drei unterschiedliche 2o werden können. Diese Art Gleichrichtung der Schuppenab-Schuppenabstände. Die stochastischen Abweichungen sind eine Standtoleranzen erzeugt einen Schuppenstrom, dessen Schup-Funktion des Ablagesterns, eventuell auch der Transportstrecke penabstände lediglich noch eine vom Kammordner abhängige usw. und sie kann eine Streuungsbreite erreichen, die ein nach- Streuung aufweisen.
folgendes Verarbeiten durch die an feste Taktzeiten gebundenen Beim geschilderten Vorgang einer konsequenten Vergrösse-
Ablageteile erschweri bis verunmöglicht. Überschreitet die 25 rung des Schuppenabstandes, von S2 auf den Abstand K zweier
Schuppenabstand-Streuung ein gewisses Mass, so muss u. U. die Kämme, also s3=s2+Sv=K, wie Fig. 2 zeigt, wird der Schuppen-
Prozessgeschwindigkait auf einen störungsfreien Betrieb herab- ström sozusagen auseinandergezogen. Er bewegt sich mit seiner gesetzt werden, oder es muss ein Schuppenstromordner einge- Grundgeschwindigkeit vi in Transportrichtung, wird im Schup-
setzt werden. penstromordner relativ zum Förderband 2 beschleunigt und
Eine sehr hilfreiche Betrachtungsweise zur Darstellung der 30 «wächst» mit einer Geschwindigkeit Sv/Zeiteinheit. Die Schuppentoleranz zeigt Fig. 3. Die Lage der Schuppenstromele- Zuwachsgeschwindigkeit Sv pro Zeiteinheit wird der Grundgemente wird von einen? vorgegebenen Taktraster mit dem zeitli- schwindigkeit vi überlagert. Dies erfordert, dass die Transportchen Taktabstand A sjs bestimmt (gemessen). Dieser Taktraster geschwindigkeit v3 nach dem Ordner um den entsprechende ist für alle beteiligten Aggregate verbindüch und ist direkt Beitrag höher sein muss, als die Transportgeschwindigkeit vi vor synchron mit der Abliege aus der Rotationsdruckmaschine. Die 35 dem Ordner. Da jedoch die Anzahl Exemplare im Schuppen-Bezugsstelle des Druc kproduktes zum Raster ist der vordere Teil ström gleich bleiben, können auch die Taktzeiten der beispiels-des Falzes oder Bundt s 4 jedes Schuppenstromelements, dessen weisen Greifer zum Aufnehmen des Druckguts ebenfalls gleich Abweichung vom T ak* raster wie ein Phasenfehler aufgefasst bleiben. Verändert hat sich für das nachfolgende Aggregat werden kann. In der Praxis werden die Druckprodukte aus dem lediglich die Streuung der Schuppenabstände, die sich verringert Schuppenstrom mittel Klammern einzeln aufgenommen. Wenn 40 hat, was sich in der Präzision, mit der die einzelnen Druckexem-nun die Klammern im Taktabstand A arbeiten, so ist es einleuch- piare zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort eintreffend,dassderBunddesDruckprodukteslediglichinnerhalb fen, zeigt.
eines bestimmten Toleranzbereichs von der erwarteten Zeit und Die Kammordner 21,22 werden nun anhand der Fig. 4,5,6 Lage abweichen darf, damit die einzelne Aufnahme aus dem und unter der weiteren Zuhilfenahme von Fig. 2 eingehender Schuppenström gewährleistet ist. Ein solcher Toleranz-Bereich 45 diskutiert. Von oben gesehen (Fig. 2) besteht ein Kammordner istinFig. 3mit +-delta angegeben und für die Schuppenstrom- im wesentlichen aus zwei gleichlaufenden Kettenrädern 211,212 elementeTl, T2, T3 beispielsweise die Abweichungen-SI, +S2 bzw. 221,222 mit einem Kettenumlauf 25R bzw. 25L, an und-S3 angenommen. Solche Streuungen sind wohl als zufalls- welchem die Kämme 26R bzw. 26L befestigt sind. Um die bedingt anzusehen, sind jedoch nicht unbeeinflusst durch Eigen- Synchronizität der im Eingriff stehenden Kammpaare zu gewährschaften des Ablegesterns und der Fördermittel. 50 leisten, muss eine völlig schlupffreie Übertragung der Antriebs-Gemäss Erfindung wird nun der Schuppenabstand des kräfte erfolgen, ein formschlüssiger Ketteneingriff erfüllt diese ankommenden Schuppenstroms stets derart verändert, dass die Forderung. In diesem Ausführungsbeispiel sind acht Kämme pro Verschiebung Sx -» S3 die Streubreite auf das gewünschte Mass Kettenumlauf (je vier sind abgebildet) im Abstand K zueinander verringert. Dies kann so aussehen: Smax+a=Sv-> s3=s2+Sv, angeordnet, welcher dem neuen Schuppenabstand S3 entspricht, wobei Smax das Mass für die maximale Streuung der Schuppen- 55 das ist K=S3. Wie oben schon erwähnt, ist damit der Zuschlag a abstände in einer Richtung (beispielsweise in der Schuppen- durch die feste Anordnung der Kämme festgelegt. Mit einer Stromlaufrichtung) ist und a ein Zuschlag oder eine zusätzliche anders ausgeführten Vorrichtung kann der Abstand K variabel Verschiebung vonO bis zu einem gewünschten Wert sein kann. einstellbar ausgeführt sein. Dies sind aber lediglich verschiedene Daraus ergibt sich die Verschiebungslänge Sv, die in diesem Ausführungsformen der Vorrichtung und des Betriebsverfah-Ausführungbeispiel der Vorrichtung durch den Abstand zweier corens.
Ordnungskämme festgelegt ist. Zum Taktraster A verhält sich Die beiden Kammordner werden in Pfeilrichtung gegenläufig solche eine systematische Verschiebung bis zum Toleranzwert betrieben, derart, dass die Kämme zweier Ordner sich paarig in
+delta wie eine Phasenverschiebung um +delta, wobei der Richtung des Schuppenstroms T bewegen. Die abgewinkelte
Schuppenabstand gemäss dem Taktraster A gleich bleibt. Wird Form der Kämme erlaubt nun den seitlichen Eingriff von je zwei durch die Verschiebung auch der Schuppenabstand verändert, 65 Kammspitzen, beispielsweise bei T4 hinter ein und denselben vorzugsweise vergrössert, so resultiert bei gleicher Laufge- Bund eines gefalteten Druckprodukts wie beispielsweise auch bei schwindigkeit des Schuppenstroms ein verlangsamter Takt mit T3, T2. Die Geschwindigkeit des Kettenumlaufs, an welchem die dem Taktraster A+ und bei adäquat erhöhter Geschwindigkeit Kämme befestigt sind, ist aufgrund der Vergrösserung des
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Schuppenabstands (auch bei einer Phasenverschiebung), wie Befestigung ist es klar, dass die Verschiebeklingenabstände K ein schon beschrieben, höher als die Geschwindigkeit des Schuppen- kleinstes Modul aufweisen und nicht beliebig voneinander beab-
stroms. Beim Eingriff des um das Kettenrad schwenkenden standet werden können. Der Verschiebeklingenabstand K ist
Kammes beidseits in das im Schuppenstrom liegenden Druckpro- gleich dem neugeordneten Schuppenabstand, hier K=S3. Dieser dukt, beispielsweise bei T4, wird dieses nach Anlage der Kamm- 5 neugeordnete Schuppenabstand ist an und für sich unkritisch, da klingen hinter den Bund (mit einem Ruck) beschleunigt und mit der variabel einstellbaren Wegfördergeschwindigkeit v3 der gleichsam ein gewünschtes Stück weit aus der Schuppenforma- zeitliche Schuppenstromtakt gemäss dem übergeordneten tion herausgezogen, so dass, wie oben dargelegt, die Streuung Systemtakt eingestellt wird.
der Schuppenabstände aufgehoben werden kann. Dieser Sach- Die Verschiebung der Schuppenstromelemente innerhalb des verhaltistinFig. 2folgendermassen dargestellt: derankom- io Schuppenstroms erfordert eine Relativbewegung des zu ver-mende Schuppenstrom T mit den verschiedenen, in einem Streu- schiebenden Elements und dem sich bewegenden Schuppenbereich liegenden Schuppenabständen S2, S2' und S2' ' wird auf ström. Diese Relativbewegung wird durch die sich schneller als den neuen Schuppenabstand S3=(S2mittel)+Sv mit der Schuppenstrom bewegenden Ordnungskämme erreicht. Sind Sv=Smax+a geordnet, wodurch die Streuung bei S3 minimiert die Kammklingen beispielsweise im Abstand des Taktrasters A ist. Die Förderung des neuformierten Schuppenstroms mit dem 15 angeordnet, so findet durch die schneller laufenden Kämme eine Schuppenabstand S3 geschieht (vorteilhafterweise) bei entspre- Phasenverschiebung statt, und der Schuppenabstand bleibt bei chend erhöhter Geschwindigkeit, damit sind die im Prozess minimierter Streuung derselbe wie beim angelieferten Schuppenvorgegebenen Taktzeiten beibehalten. ström. In diesem Falle muss die Wegfördergeschwindigkeit nicht Fig. 4 zeigt nun den linken Kammordner 22 in Laufrichtung verändert werden, sie bleibt gleich der Zufördergeschwindigkeit. gesehen. Eine Anzahl aufeinandergestapelter, mittels Distanz- 20 Eine Korrekturfehlstelle tritt dann lediglich bei einem einzigen ringen 31 in Abstand zu einem Kamm 26Lzueinandergeordneter Schuppenabstand auf, der Schuppenstrom läuft mit systematisch Kammklingen 30L, sind mit Hilfe einer Befestigungsplatte 32 an veränderter Phase weiter. Diese Phasenverschiebung kann dann einer über zwei Kettenräder 222,221 laufenden Endloskette 25L den andern Aggregaten mitgeteilt werden, um das System wieder verdrehfest befestigt. Die Achse 35 des gezeigten Kettenrades zu synchronisieren. Die hier geschilderte Möglichkeit macht die 222, bzw. der anderen Kettenräder sind in üblicher Art gelagert, 25 Kammordnungseinrichtung gemäss Erfindung an jedem Ort am gezeigt ist hier eine Lagerung mit zwei Kugellagern 33,34. Eine Schuppenstrom einsatzfähig, sie ist damit eindeutig und einfach Haltevorrichtung 36 dient zur Befestigung der Kettenräder an portabel und braucht nicht zwingend ein zusätzliches Förderband einer Tragkonstruktion im Kammordner 22. Die Kammpaare 2 und/oder eine verschiebende, ggf. variierbare Wegförderge-26L, 26R, von denen in Fig. 4 nur ein Kamm 26L dargestellt ist, schwindigkeit. Die Kammordnungseinrichtung kann an einem sind seitlich am Produkt T3 so angeordnet, dass bei verschiede- 30 bestehenden Band angeordnet werden.
nen Bundhöhen b des auf dem Förderband 2 mit den Förderroi- Wenn nun in der diskutierten Ausführungsform jeweils drei len R angelieferten Druckprodukts eine oder ggf. mehr als eine Transportbänder, Band 1 für das Zuführungs-Band, Band 2 für Verschiebeklinge(n) 30 eines Kamms 26L, 26R hinter den Bund das Kammordnerband und Band 3 für das Wegführungsband mit 4 eingreifen kann(können). Es ist natürlich auch möglich, einen verschiedenen Geschwindigkeiten, beispielsweise vi=v2<v3 Kamm mit nur einer einzigen Verschiebeklinge zu verwenden 35 gezeigt werden, so nur der einfachen Darstellung und Erklärung und die Arbeitshöhe der Verschiebeklinge jeweils auf das Pro- halber. Eine Ausführungsform, bei der also lediglich ein Kamm-dukt,d. h. auf dessen Bundhöhe b einzustellen. Die Verwendung ordnerpaar 21,22 in eine schon bestehende Anlage integriert von Kämmen 26 mit einer Mehrzahl von Verschiebeklingen 30 wird und die nach dem Verfahren der Schuppenabstandsände-erfasst jedoch automatisch jede Änderung in der Bundhöhe und rung (höhere Wegfördergeschwindigkeit als Zufördergeschwin-eine Justage erübrigt sich obendrein, so dass eine sinnvolle 40 digkeit) arbeitet, ist nachfolgend kurz skizziert. Ausführungsform gemäss Aufgabenstellung jeweils mehrere Wenn gemäss Fig. 4 (bzw. 2) die beiden Kammordner 21,22 Verschiebeklingen 30 umfasst. Die Verschiebeklingen 30 sind beispielsweise an einer Schnittstelle angeordnet werden, an ungefähr 1 mm dick und weisen stumpfe Kanten auf; der Abstand welcher die Produkte des Schuppenstroms von einem Zufüh-von einer Verschiebeklinge zur anderen liegt vorzugsweise zwi- rungsband zur Einzelaufnahme an die Greifklammern eines sehen 4 bis 10 mm, je nach Art des Druckprodukts. 45 Takttransporteurs übergeben werden, so kann die Quasiverlän-Fig. 5 zeigt zwei Ordnungskämme 26L von der Seite oder auf gerung des Schuppenstroms durch die schneller laufende Takt-Fig. 4 bezogen von rechts her gesehen. Man erkennt die Klingen- transporteurkette (höhere Wegfördergeschwindigkeit) kompen-stapel des Kammes, dessen einzelne Verschiebeklingen 30L, um siert werden. Eine Zähl- oder Erkennungsvorrichtung 6 wie sie ein Verdrehen dieser zu vermeiden, auf zwei Haltedorne 38 schematisiert in Fig. 1 dargestellt ist, ermittelt den Takt pro zwischen die schon erwähnten Distanzringe 31 aufgereiht sind. -5o Zeiteinheit bei bekannter Stromgeschwindigkeit vi beispiels-Mittels Schrauben 42 sind die beiden Haltedorne 38 auf einer weise S2(Mittelwert) pro Zeiteinheit. Der Kammordner 21,22 Befestigungsplatte 32 festgeschraubt, welche ihrerseits an der . verändert S2 zu S3 mit Veränderung des Takt/Zeiteinheit-Ver-Endloskette25L, hier ist es eine Rollenkette, ebenfalls verdreh- hältnisses, die Anzahl Druckexemplare bleibt stets gleich. Die sicher befestigt ist. Es ist klar, dass die gezeigte Lösung für die neue Phasenlage wird vom Kammordner abgenommen und Kammordnereinrichtung gemäss Erfindung lediglich eine bevor- 55 verändert sich durch die Verschiebung der Schuppenstromele-zugte Ausführungsform darstellt und dass andere ähnliche Kon- mente nicht mehr. Durch die virtuelle Verlängerung des Schup-struktionen mit Mitteln zum aktiven Verschieben der Schuppen- penstromes wegen Schuppenabstandsverlängerung, muss die Stromelemente im Schuppenstrom diesen Zweck auch erfüllen Takttransporteurkette um das Verhältnis können. S3:S2=(S2+Sv):S2=(S2+S2max+a):S2 schnellerlaufen, um Wie die Kämme oder Klingenstapel an der Endloskette 60 die gleiche Anzahl Druckexemplare von Kammordner zu überbefestigt werden können, zeigt Fig. 6, welche einen Grundriss nehmen. Damit ist die Quasiverlängerung des Schuppenstroms oder die Draufsicht von Fig. 5 darstellt. Insbesondere zeigt sie kompensiert.
auch genauer die Form, oder besser die Proportionen der In einer systematischen Betrachtungsweise könnte der Schup-
Kammklingen 30 mit einem Berührungspunkt P, welcher der penstrom zur Elimination der Streuung S2, S2', S2" der Schup-
Anlagepunkt der Verschiebeklinge an das Druckprodukt ist. 65 penabstände vom Ablegestern auch um den gleichen Betrag
Vorteilhafterweise wird die Befestigungsplatte 32 derart ausge- zusammengeschoben werden, wie er gemäss Erfindung ausein-
staltet, dass sie zugleich die äussere Lasche der Rollenkette andergezogen wird. Unter Anwendung pragmatischer Elimina-
ersetzen kann und damit ein Teil der Kette bildet. Bei dieser Art tionskriterien fällt diese Variante jedoch als unwirtschaftlich
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ausser Betracht. Die Dehnungsvariante lässt sich gegenüber der Stauchungsvariante einfach, kostengünstig und betriebssicher realisieren, ihr wird gemäss Aufgabenstellung der Vorzug gegeben.
Fig. 7 der Reihe der schematischen Darstellungen zur Diskussion der Erfindung zeigt, wie in den Figuren zuvor, ein Zuförderband 1, ein Kammordnerband 2 und ein Wegförderband 3. Eine Produktzähler oder -Erkennungsvorrichtung 6 und eine an einem Rollenarm 41 schwenkbar befestigte Anpress- oder Fixierrolle 40 eingangs bzw. ausgangs des gezeigten Schuppenstromabschnitts «begrenzen» die Schuppenabstand-Transformationszone, d. h. den Bereich, in welchem die Schuppenabstände zur Verringerung des Streubereichs verändert werden. Für eine Relativbewegung zwischen zwei flächigen, teilweise aufeinanderliegenden Druckerzeugnissen, müssen Reibungskräfte (Haft- und Gleitreibung) überwunden werden. Öbschon beim Einschwenken der Kämme 26R und 26L über die Kettenräder 25Rund 25L in den Schuppenstrom T eine relativ rasche (ruckartige) Beschleunigung auftritt, kann es trotzdem je nach Materialbeschaffenheit nötig sein, zumindest .die Haftreibungskräfte vor dem Herausziehen des Druckproduktes aufzuheben oder mindestens zu verringern. Dazu werden bekannte Massnahmen vorgeschlagen, die in Fig. 7 schematisch dargestellt sind. Eine mit 60 bezeichnete Massnahme ist beispielsweise die Bildung eines Luftkissens zwischen den einzelnen Druckexemplaren durch Einblasen oder Eindüsen eines Luftstroms unter einem bestimmten Neigungswinkel (alpha) direkt unter den Bund des im Schuppenstrom ankommenden Druckexemplars beispielsweise T3, um den Reibungskoeffizienten m assgeblich zu verringern bzw. zu eliminieren, so dass das sich in relativer Beschleunigung befindende Druckexemplar T2 durch das dazwischenliegende Luftkissen vom darüberliegenden Druckexemplar T3 weitgehend getrennt ist. Auch zwischen den sich schon im Kammeingriff befindenden Druckexemplaren T2 und Tl kann ein Luftkissen gebildet werden. Der geeignete Neigungswinkel alpha ist abhängig von der Bundform, dem Gewicht des Druckprodukts, seiner Oberflächenbeschaffenheit usw., so dass der Neigungswinkel vorteilhafterweise experimentell ermittelt und eingestellt wird.
Eine weitere, in Fig. 7 nicht speziell dargestellte Massnahme ist die Verringerung dor Schwerkraftkomponente durch Schräglage auf- oder abwärts, indem beispielsweise das Kammordnerband 2 um einen bestimmten Winkel geneigt wird. Eine weitere Massnahir -j besteht darin, dass durch Einbringen von das Auf-einanderhaften der Produkte störenden Energie, beispielsweise Vibrations einwirkung, ein vorteilhafter Effekt erzeugt wird. Dazu kann eine Vibriervorrichtung am Kammordnerband 2 im Bereich der Kammordner dienen, die so ausgestaltet ist und so wirkt, dass ein «Auseinanderfallen» des Schuppenstroms vor und zwischen den Kammordner vermieden wird.
Mit der Bezugsziffer 50 zeigt Fig. 7 eine weitere Massnahme, um das Mitschleppen von zusätzlichen Schuppenstromelementen 5 beim ruckartigen Verschieben des Druckprodukts unter Beibehaltung der ursprünglichen Haftreibung zu vermeiden. Wie in Fig. 7 mit drei abwärtsführenden Pfeilen unter den Druckexemplaren T6, T5, T4 (T3 soll gerade mit einem mehr oder weniger sanften Ruck beschleunigt werden), angedeutet, wird ein forcier-io tes Zurückhalten der Exemplare, die nicht im Eingriff mit einer Kammklinge stehen, beispielsweise mittels Luftdruckdifferenz erreicht. Dazu dient eine sich über einenTeil des Kammordnerbandes 2 erstreckende Vakuumunterlage, auf der ein TeilT4, T5, T6 der darüber weggleitenden Druckexemplare durch die Druck-15 differenz verstärkt angepresst werden, während das Druckexemplar T3 ein Stück weit aus dem Verband gezogen wird.
Alle diese im Zusammenhang mit Fig. 7 gezeigten und/oder besprochenen Massnahmen sollen verhindern, dass die durch die Kammordner 25R, 25L beschleunigten Druckexemplare den 20 Schuppenstromverbund ungezielt verändern. Allerdings sind diese Massnahmen nicht in jedem Falle zwingend anzuwenden. Ihr Einsatz hängt weitgehend von der Beschaffenheit des Druckgutes ab. Vorteilhafterweise werden solche Hilfsaggregate nach Bedarf zuschaltbar an der Kammordnereinrichtung angeordnet. 25 Beim Verfahren zum Betrieb der Kammordner-Vorrichtung sowie auch der Ordnervorrichtung mit einzelnen Verschiebeklingen, kann durch eine Geschwindigkeitseinstellung des Wegförderbandes die Vorrichtung auf einen Schuppenabstandverschie-bebetrieb oder einen Phasenverschiebebetrieb eingestellt 30 werden.
Für den Schuppenabstandverschiebebetrieb wird die Geschwindigkeit des Wegförderbandes grösser (oder kleiner) als diejenige des Zuförderbandes gewählt. Dann können die Umlaufmittel mit den Verschiebeklingen oder Ordnungskäm-35 men synchron mit einer Geschwindigkeit betrieben werden, die aus dem Verhältnis «neugeordneter Schuppenabstand» S3, K zum Mittelwert des «ursprünglichen Schuppenabstands» S2 mal die Zufördergeschwindigkeit vi gebildet ist. Im Falle die Vorrichtung eine zusätzliche autonome Fördereinrichtung aufweist, 40 ist es vorteilhaft, wenn die Geschwindigkeit v2 der zwischen dem Kammordnerpaar 21,22 laufenden Fördereinrichtung 2 gleich der Geschwindigkeit vi des Zuförderbandes 1 ist und die Geschwindigkeit v3 des Wegförderbandes 3 gleich der Geschwindigkeit des Umlaufmittels oder der Umlaufkette ist. 45 Für den Phasenverschiebebetrieb wird die Geschwindigkeit des Wegförderbandes gleich derjenigen des Zuförderbandes gewählt.
1 Blatt Zeichnungen

Claims (16)

  1. 670 077
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Vorrichtung zum Ordnen eines Schuppenstroms von gefalteten flächigen Gütern, insbesondere Druckprodukte ab einer Rotationspresse, gekennzeichnet durch folgende Anordnung:
    Paarweise beidseitig vom Schuppenstrom (T) angeordnete und in Laufrichtung des Schuppenstroms (T) bewegbare, Ver-schiebeklingen (30L, 30R), wobei die Verschiebeklingen (30L, 30R) an je einem links und rechts am Schuppenstrom angeordneten Umlaufmittel (25L, 25R) befestigt sind, dessen eines Trum seitlich nahe dem Schuppenstrom (T) entlang verläuft, welche Umlaufmittel (25L, 25R) umUmlenkräder (211,212; 221,222) laufen, wovon mindestens je eines ein Antriebsrad (211,221) ist und wobei an den Umlaufmitteln (25L, 25R) eine für beide Seiten gleiche Mehrzahl von Verschiebeklingen (30L, 30R) befestigt sind und wobei die Antriebsräder (211,221) zueinander synchron mit einer Drehgeschwindigkeit angetrieben sind, derart, dass zwischen den Verschiebeklingen (30L, 30R) und dem Schuppenstrom (T) eine Geschwindigkeitsdifferenz resultiert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeklingen auf Klingenträgern (32,38) befestigt sind, wobei die Klingenträger (32,38) an je einer links und rechts am Schuppenstrom angeordneten Umlauf kette (25L, 25R) befestigt sind, in einer Hebe zum Schuppenstrom, dass ein seitlich in den Schuppenstrom (T) eingeschwenktes Verschiebeklingenpaar (30L, 30R) bei Anlage an das gefaltete Gut dieses hinter dem Falz oder Bund (4) angreift, und welche Umlaufketten (25L, 25R) um Kettenräder (211, 212; 221, 222) laufen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Kammordnerpaar (21,22), bei welchem die Verschiebeklingen (30L, 30R), in einer Mehrzahl auf Klingenträgern (32,38) befestigt zu Ordnung^kämmen (26L, 26R) zusammengefasst sind, wobei die Ordnungskämme (26L, 26R) an je einer links und rechts am Schuppens.rom angeordneten Umlaufkette (25L, 25R) befestigt sind, welche Umlaufketten (25L, 25R) um Kettenräder (211, 212; 221,122) laufen, und wobei an den Umlaufketten (25L, 25R) eine für beide Seiten gleiche Mehrzahl von Ordnungskämmen (26L, 26R) befestigt sind.
  4. 4. Vorrichtungnleh Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ordnungskämme (26L, 26R) in einer Höhe zum Schuppenstrom befestigt sind, dass mindestens ein seitlich in den Schuppenstrom (T) eingeschwenktes Verschiebeklingenpaar (30L, 30R) eines Ordnungskammpaares (26L, 26R) bei Anlage an das gefaltete Gut dieses hinter dem Falz oder Bund (4) angreift.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Zuförderband (1) und einem Wegförderband (3) getrennte Fördereinrichtung (2) vorgesehen ist, welche den vom Zuförderband (1) übernommenen Schuppenstrom (T ; bzw. T6 bis Tl) zwischen die Verschiebeklingen (30L, 30R) fördert.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Zuförderband (1) und einem Wegförderband (3) getrennte Fördereinrichtung (2) vorgesehen ist, welche den vom Zuförderband (1) übernommenen Schuppenstrom (T; bzw. T6 bis Tl) zwischen die Ordnungskämme (26L, 26R)' fördert.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (2) zur Förderung des Schuppenstroms (T) zwischen die Verschiebeklingen (30) oder Ordnungskämme (26) über einen Teil der Länge eine Ansaugvorrichtung (50) zum Ansaugen der vorbeigleitenden gefalteten Güter im Schuppenstrom an die Fördereinrichtung (2) aufweist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugvorrichtung (50) ausserhalb des Bereichs zwischen den Verschiebeklingen (30) oder Ordnungskämmen (26) angeordnet is.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zwischen den Verschiebeklingen (30L, 30R) oder Ordnungskämmen (26L, 26R) und quer zum Schuppenstrom mindestens eine Blasvorrichtung (60) vorgese-
    5 henist, zur Bildung von Luftkissen zwischen den gefalteten Gütern (T1/T2; T2/Te, usw.) des Schuppenstroms (T).
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufketten (25) Rollenketten sind und die Klingenträger (32) für die einzelnen Verschiebeklingen io (30) oder für die zu Ordnungskämmen (26) zusammengefassten Verschiebeklingen so ausgebildet sind, dass sie die Funktion von äusseren Kettenlaschen (43) mitübernehmen und äussere Kettenlaschen (43) ersetzen.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch is gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Wegförderbandes
    (3) derjenigen des Zuförderbandes (1) entspricht, wodurch ein Phasenverschiebebetrieb ermöglicht wird.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Wegförderbandes
    20 (3) grösser als diejenige des Zuförderbandes (1) ist, wodurch ein Schuppenabstandsverschiebebetrieb ermöglicht wird.
  13. 13. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufmittel (25L, 25R) mit einer Geschwindigkeit bewegt werden, welche grösser ist als
    25 diejenige (v2) des zu ordnenden Schuppenstromes, dass das Verhältnis zwischen dem Abstand (K) der Verschiebeklingen (30L, 30R) und der Geschwindigkeit der Umlaufmittel einem übergeordneten zeitlichen Systemtakts (A) entspricht und dass durch Variation der Geschwindigkeit (v3) des Wegförderbandes
    30 (3) die Vorrichtung wahlweise auf einen Phasen- bzw. einen Schuppenabstands-Verschiebebetrieb eingestellt wird.
  14. 14. Verfahrennach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit (v3) des Wegförderbandes (3)
    ungleich, vorzugsweise grösser, als diejenige des Zuförderbandes
    35 (1) gewählt wird und die Vorrichtung im Schuppenabstandsver-schiebebetrieb arbeitet.
  15. 15. Verfahrennach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufmittel mit den Verschiebeklingen oder Ordnungskämmen zueinander synchron mit einer Geschwindigkeit
    40 betrieben werden, die aus dem Verhältnis «neugeordneter Schuppenabstand» (S3) zum Mittelwert des «ursprünglichen Schuppenabstands» (S2) mal die Zufördergeschwindigkeit (vi) gebildet ist.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekenn-
    45zeichnet, dass die Geschwindigkeit (v2) der zwischen dem
    Kammordnerpaar (21,22) laufenden Fördereinrichtung (2) gleich der Geschwindigkeit (vi) des Zuförderbandes (1) ist und die Geschwindigkeit (v3) des Wegförderbandes (3) gleich der Geschwindigkeit des Umlaufmittels ist.
    so 17. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit (v3) des Wegförderbandes (3) gleich derjenigen des Zuförderbandes (1) gewählt wird und die Vorrichtung im Phasenverschiebebetrieb arbeitet.
    55
    60 BESCHREIBUNG
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