CH671630A5 - - Google Patents
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Description
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Windschutz zu schaffen, bei dem die Waagschale allseitig einsehbar, durch die Bedienungsperson ungehindert erreichbar ist, und der in geöffnetem Zustand die Waage nicht überragt.
Diese Aufgabe wird durch einen Windschutz gelöst, der aus zwei rotationssymmetrischen, konzentrisch angeordneten, sich gegenseitig überlappenden Schalenteilen von unterschiedlichem Durchmesser besteht.
Die beiden ineinandergreifenden, vollständig aus durchsichtigem Material bestehenden Schalenteile erlauben einen uneingeschränkten Einblick der Waagschale bzw. des darauf liegenden Wägegutes und zudem eine allseitig mögliche Zugänglichkeit der Waagschale bzw. des darauf liegenden Wägegutes.
Anhand zweier Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer Waage mit einem um eine vertikale Achse drehbaren Schalenteil,
Figur 2 eine perspektivische Darstellung des Windschutzes mit einem um eine horizontale Achse schwenkbaren Schalenteil undFigur 3 einen Querschnitt entlang Linie III-III in Figur 1 ; rechte Hälfte nur schematisch dargestellt.
Die in Figur 1 dargestellte Waage 1 weist ein flaches, die Waagenelektronik aufnehmendes Gehäuse 3 mit einer an der Frontseite angebrachten Anzeigetafel 5 sowie Bedienungstasten 7 auf. Die Waage 1 ist nicht Gegenstand der Erfindung und wird aus diesem Grunde nicht näher erläutert.
Auf der Abdeckung 4 der Waage ist die über das Gehäuse 3 hinausragende Waagschale 9 mit einem auf dieser aufgelegten Edelstein 11 sichtbar.
Die Waagschale 9 ist von einem Sockel 13 umgeben, der z. B. mit einem Bajonettverschluss 10 mit der Abdeckung 4 abnehmbar verbunden ist. Der Sockel 13 ist ringförmig ausgebildet und weist an dessen Oberseite zwei umlaufende Nuten 15 und 17 auf, die konzentrisch zueinander angeordnet sind. Der Sockel 13 kann mehreckig ausgeführt sein oder, wie in Figur 2 ersichtlich, eine kegelmantelförmige Oberfläche aufweisen.
In den beiden Nuten 15,17 sind die Kanten 19 und 21 zweier konzentrisch angeordneter kugelausschnittförmiger Schalenteile 23 und 25 des Windschutzes 26 eingesetzt. Die beiden Schalenteile 23 und 25 bestehen aus Glas oder Kunststoff und weisen je eine im wesentlichen durch einen ebenen Schnitt erzeugte bogenförmige Öffnung 27 bzw. 29 auf. Die Öffnungen 27 und 29 verlaufen im wesentlichen parallel zur Achse A, und zwar derart, dass bei spiegelbildlicher Anordnung der beiden Öffnungen 27 und 29 bzw. Schalenteilen 23, 25 eine Überlappung der beiden Schalenteile 23 und 25 erfolgt.
Aus der Querschnittszeichnung gemäss Figur 3 durch den Windschutz 26 ist ersichtlich, dass die Kante 19 des aussenlie-genden Schalenteiles 25 in der Nut 15 steht.
Die Kante 21 des inneren Schalenteiles 23, die in der Nut 17 geführt ist, ist vorzugsweise gegen das Kugelzentrum Z hin umgebogen. Ein kreisringförmiger elastischer Halter 31, der am Sockel 13 befestigt ist und entlang dessen Peripherie radiale Ausnehmungen oder Schlitze 33 zur Erhöhung der
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Elastizität angebracht sind, drückt auf die umgebogene Kante 21 des Schalenteiles 23 und hält diesen in der Nut 17 fest.
Die im Zentrum des Sockels 13 angeordnete Waagschale 9 ist in bekannter Weise auf den Lastaufnehmer 37 des Wägemechanismus aufgesetzt und vertikal frei beweglich. Über dem Halter 31 liegt eine die Waagschale 9 umgebende kreisringförmige Abdeckung 35, welche verhindert, dass fallengelassene kleinste Edelsteine in eine der Nuten 15,17 gelangen können.
Die beiden Schalenteile 23 und 25 weisen unterschiedliche Durchmesser Dl und D2 auf, die derart bemessen sind, dass der äussere Schalenteil 25 den inneren Schalenteil 23 aufnehmen kann. Ein entlang der Öffnung 19 auf dem inneren Schalenteil 23 angebrachtes Textilband 39 oder ein ähnliches Mittel kann einen staubdichten und luftzugfreien Abschluss des Wägeraumes ermöglichen, wenn die beiden Öffnungen 27,29 gegeneinander gerichtet sind. Zum Drehen des äusseren Schalenteiles 25 ist an diesem vorzugsweise ein Griff 41 angebracht. Zur Beschickung der Waage 1 wird der äussere Schalenteil 25 so weit gedreht, bis dieser den Schalenteil 23 zumindest teilweise umschliesst und die Waagschale 9 von aussen durch die beiden Öffnungen 27 und 29 zugänglich wird. Während der Durchführung der Wägung sollten die beiden Schalenteile 23 und 25 so weit gegeneinander verdreht werden, dass der Wägeraum vollständig umschlossen ist.
Um die Beschickungsöffnung für Rechts- und Linkshänder optimal zugänglich zu machen, kann auch der innere Schalenteil 23 entsprechend gedreht werden, so dass die Waagschale 9 von der gewünschten Seite her zugänglich ist.
Die beiden Schalenteile 23,25 bzw. Öffnungen 27,29 sind
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so bemessen, dass sie nur in einer bestimmten Stellung übereinander schiebbar bzw. für die Reinigung auseinandernehmbar sind ; wenn sie jedoch gegeneinander verdreht werden, können die Schalenteile 23,25 nicht mehr ausein-5 ander genommen werden. Es kann dadurch erreicht werden, dass nur einer der beiden Schalenteile 23,25 am Sockel 13 festgehalten werden muss und der nichtbefestigte Schalenteil vom befestigten gehalten wird. Bei kugelausschnittförmigen Schalenteilen 23,25 erfolgt die gegenseitige Verriegelung io selbstverständlich nur, wenn das Zentrum Z innerhalb des von den Kugeloberflächen und den Schnittebenen gebildeten Raumes liegt.
Anstelle von kugelausschnittförmigen Schalenteilen 23,25 können selbstverständlich auch Schalenteile verwendet is werden, die eine andere rotationssymmetrische Gestalt aufweisen, z. B. Zylindermäntel mit flachem oder gewölbtem Boden usw.
In der Ausgestaltung der Erfindung nach der Figur 2 ist die Drehachse B, um die der äussere Schalenteil 25 schwenkbar
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ist, horizontal angeordnet. Als Schwenklager dienen zwei entweder am äusseren Schalenteil 25 oder am inneren Schalenteil 23 angebrachte Bolzen 43, die je in eine entsprechend dafür angebrachte Bohrung 45 am anderen Schalenteil ein-25 greifen. Die Befestigung des inneren Schalenteils 23 kann, wie in Figur 3 dargestellt, erfolgen, um auch hier die Möglichkeit zu schaffen, die Zugangsöffnung zur Waagschale 9 in die gewünschte Stellung bringen zu können.
Zum Auflegen des Wägegutes 11 auf die Waagschale 9 wird 30 der äussere Schalenteil 25 um die horizontale Achse B nach hinten geschwenkt.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Windschutz aus Glas oder Kunststoff für eine elektronische Waage, welcher zum Beschicken der Waagschale mit einem Wägegut um eine Achse schwenkbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Windschutz (26) aus zwei rotationssymmetrischen, konzentrisch angeordneten, sich gegenseitig überlappenden Schalenteilen (23,25) von unterschiedlichem Durchmesser (Dl, D2) besteht.
2. Windschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenteile (23,25) mindestens je eine in einer Ebene liegende Schnittkante (19,21) aufweisen, welche Schnittkante (19,21) sich in Anlage mit einem Sockel (13) befindet.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Windschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (13) mit konzentrischen kreisförmigen Nuten (15,17) zur Aufnahme der Schnittkanten (19,21) der Schalenteile (23,25) vorgesehen ist.
4. Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schalenteil (23,25) um eine vertikale Achse (A) drehbar angeordnet ist.
5. Windschutz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalenteile (23,25) in den Nuten (15,17) im Sockel (13) um die vertikale Achse (A) drehbar geführt und gehalten sind.
6. Windschutz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (17) des innenliegenden Schalenteils (23) an einem zum Zentrum (Z) hin umgebogenen Rand angebracht ist und dass der Rand (33) von einem kreisringförmigen, elastischen Halter (31) in der Nut (21) gehalten ist.
7. Windschutz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Peripherie des Halters (31) Ausnehmungen (33) angebracht sind.
8. Windschutz nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der aussenliegende Schalenteil (25) um eine horizontale Achse (B) schwenkbar ist.
9. Windschutz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalenteile (23,25) durch zwei die beiden Schalenteile (23,25) verbindende Bolzen (43) drehbar miteinander verbunden sind.
10. Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalenteile (23, 25) eine kugelmantelförmige Oberfläche aufweisen.
- BESCHREIBUNG Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Windschutz aus Glas oder Kunststoff für eine elektronische Waage, welche zum Beschicken der Waagschale mit einem Wägegut um eine Achse schwenkbar angeordnet ist.
Bei hochauflösenden elektronischen Waagen wird die Genauigkeit der Wägung durch Luftbewegungen beeinträchtigt. Zur Verhinderung dieser Einflüsse werden die Waagschalen von hochauflösenden Waagen üblicherweise in einem Wägeraum angeordnet, deren Innenraum durch Schiebetüren oder ähnliche Mittel von aussen zugänglich ist. Laborwaagen weisen meistens quaderförmige, aus Glas bestehende Wägeräume auf.
Für Waagen, wie sie beispielsweise im Schmuckhandel benutzt werden, ist ein Windschutz bekannt, der die Gestalt eines stehenden Zylinders aufweist, dessen obere Stirnfläche zusammen mit einem Teil des Mantels um eine senkrechte, in der Manteloberfläche liegende Achse wegschwenkbar ist. Das auf der Waagschale liegende Wägegut, z. B. ein Edelstein, ist während der Wägung einsehbar, und es ist durch Wegschwenken des Windschutzes leicht zugänglich.
Dieser bekannte Windschutz hat den Nachteil, dass er in geöffnetem Zustand seitlich über die Waage hinausragt und auf diese Weise leicht beschädigt werden oder die Waage angestossen werden kann. Des weiteren ist der bekannte Windschutz ästhetisch unbefriedigend bezüglich der Präsentation des darin in Anwesenheit des Käufers verwägten Steines.
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