CH680164A5 - - Google Patents
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Description
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CH 680 164 A5
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Beschreibung
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine elektronische Waage mit einer beweglichen Wäge-raumwand, welche durch einen motorischen Antrieb oder von Hand bewegbar ist.
Analysenwaagen weisen heute verschliessbare Wägeräume auf, welche durch Verschieben einer Wägeraumwand oder bei zylindrischen Wägeräumen durch Drehen eines Teiles der zylindrischen Wägeraumwand für die Beschickung zugängig gemacht werden. Zur Erleichterung des Wägens, insbesondere bei Reihenwägungen, werden rechteckige Wägeraumwände mittels elektrischem Antrieb geöffnet bzw. geschlossen. Damit eine mit einem motorischen Antrieb versehene Wägeraumwand auch von Hand verschiebbar ist, muss die Verbindung zwischen dem Antriebsorgan, z.B. einem Elektromotor, und der Wägeraumwand unterbrechbar sein.
Aus der europäischen Patentanmeldung 0 216 035 ist ein Antrieb für eine rechteckige Wägeraumwand bekannt, bei dem das Reibrad zum Antreiben der Wägeraumwand bei Stillstand des Antriebsmotors von der Oberfläche der Wägeraumwand abgehoben wird. Zu diesem Zwecke ist die Welle, auf der das Reibrad angeordnet ist, in einer bogenförmigen Nut geführt, derart, dass bei einer Drehbewegung des Rades dieses durch Abrollen der Welle in der bogenförmigen Nut gegen die Wägeraumwand geführt und bei Stillstand der Welle durch eine Feder von der Wand abgehoben wird. Eine solche Vorrichtung ist aufwendig und deren Funktionssicherheit abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit der Welle und der Nut, dem Winkel der Nut zur Wägeraumwand sowie der Rückstellkraft der Feder.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines motorischen Antriebes mit einer Kupplung für eine auf einer kreisförmigen Bahn verschiebbare Wägeraumwand, welche Kupplung bei Bedarf eine sichere Trennung der Verbindung zwischen der Wägeraumwand und dem motorischen Antrieb gewährleistet.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Boden des zylinderartig ausgebildeten Wägeraumes mit einer Reibscheibe verbunden ist, welche gegen eine mit dem Antriebsmotor in Wirkverbindung stehende Kupplungsscheibe anpressbar ist.
Es gelingt mit der erfindungsgemässen Anordnung der Kupplung, einerseits die Wägeraumwand von Hand zu drehen, ohne dass störende Kräfte oder Momente auf den Antriebsmotor übertragen werden, und andererseits die Antriebsleistung des Antriebsmotors und damit dessen unvermeidbare Wärmeabstrahlung sehr klein zu halten, da beim motorischen Drehen der Wägeraumwand die Kupplung kraftschlüssig arbeitet.
Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschitt durch eine elektronische Waage mit einem zylindrischen Wägeraum (Linie I-I in Fig. 3),
Fig. 2 eine vergrösserte Darstellung der Kupplung zwischen dem Antrieb und dem Wägeraum und
Fig. 3 einen Schnitt längs Linie III-III in Fig. 2, wieder im Massstab der Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Waage 1 weist ein Waagengehäuse 3 auf, welches den Grossteil der Wägemechanik und der Elektronik aufnimmt. Diese sind nicht Gegenstand der Erfindung und werden daher weder dargestellt noch näher erläutert.
Auf der linken Seite schliesst ein zylindrischer Wägeraum 5 an das Waagengehäuse 3 an. Unter dem Wägeraum 5, der durch einen Boden 7 unten abgeschlossen ist, ist ein Sockel 9 angeordnet, welcher einen die Waagschale 11 tragenden, mit dem Lastaufnehmer (nicht sichtbar) verbundenen Ausleger 13 aufnimmt. Im weiteren ist im Sockel 9 ein Antriebsmotor 15 sowie der Halter 17 von Kontaktschuhen oder -stiften 19 einer Winkellageabtastung des Wägeraumes angeordnet.
Der Wägeraum 5 weist eine zylindermantelförmi-ge Wandung 21 und einen Deckel 23 auf. Die zylin-dermantelförmige Wandung 21 ist in einem Bereich von ca. 100° ausgeschnitten und bildet dort eine Bedienungsöffnung 24. Diese liegt bei geschlossenem Wägeraum 5 gegenüber der zylindermantelförmig ausgebildeten Wand 25 des Waagengehäuses 3 und wird durch diese Wand 25 verschlossen. Der Sockel 9 und das Waagengehäuse 3 sind auf verstellbaren Füssen 27 abgestützt.
Anhand der Fig. 2 und 3 wird der Aufbau der Kupplung zwischen dem Antriebsmotor 15 und dem Wägeraumboden 7 mit der darauf angeordneten mitdrehenden Wägeraumwandung 21 näher erläutert.
Auf der oberen Abdeckung 29 des Sockels 9 ist konzentrisch zu einer zentralen Durchgangsöff-nung 31, durch welche der Träger der Waagschale 11 hindurchgeführt wird, ein Gleitringsegment 33 aufgelegt. Das Gleitringsegment 33 kann in eine entsprechende Nut 35 in der Abdeckung 29 eingelegt oder mit der Abdeckung 29 verklebt sein. Das Gleitringsegment 33 besteht vorzugsweise aus einem gute Gleiteigenschaften aufweisenden Kunststoff oder aus Metall. Auf dem Gleitringsegment 33 liegt eine ringförmige Kupplungsscheibe 37, an deren Unterseite ein Zahnradkranz 39 angespritzt oder angeklebt ist. Der Zahnradkranz 39 kämmt mit einem Übertragungszahnrad 41, welches seinerseits mit einem Abtriebzahnrad 43 kämmt, das auf der Abtriebswelle 45 des Antriebsmotors 15 befestigt ist. Das Übertragungszahnrad 41 und das Zahnrad 43 können auch in entsprechenden kreisförmigen Ausnehmungen in der Abdeckung 29 des Sockels 9 eingebettet sein (keine Abbildung).
Auf der Kupplungsscheibe 37 liegt konzentrisch eine Reibscheibe 47, welche mit Schrauben 48 mit dem Boden 7 des Wägeraumes 5 fest verbunden ist. Sowohl die Kupplungsscheibe 37 als auch die Reibscheibe 47 werden durch eine hülsenförmige Mutter 49 an einem an der Abdeckung 29 befestigten Gewinderohr 51 konzentrisch zur Öffnung 31 geführt gehalten. Mit einer Spannschraube 53, welche in ein Gewinde im Innern des Gewinderohres 51 eingeschraubt ist, kann die Mutter 49 gesichert werden.
Konzentrisch zur Reibscheibe 47 ist eine Kon5
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taktscheibe 55 am Boden 7 befestigt, welche konzentrisch verlaufende Kontaktspuren 57 aufweist, an denen die Kontaktschuhe 19 federnd anliegend schleifen. Die Kontaktscheibe 55 kann auch Teil der Reibscheibe 47 sein.
Im folgenden wird die Funktionsweise der Kupplung näher erläutert. Wird die Wägeraumwandung 21 mit dem Elektromotor 15 in Drehung versetzt, so wird dessen Antriebsmoment über das Zahnrad 43 zum Übertragungsrad 41 und von diesem auf den Zahnradkranz 39 der Kupplungsscheibe 37 übertragen. Die Kupplungsscheibe 37 überträgt die Drehung reibschlüssig an die Reibscheibe 47, die fest mit dem Boden 7 des Wägeraumes 5 verbunden ist und diesen mitdreht.
Erfolgt die Drehung der Wägeraumwandung 21 von Hand, so gleitet die Reibscheibe 47 auf der Kupplungsscheibe 37, wobei letztere infolge Selbsthemmung des Zahnradgetriebes stillsteht. Je nach der Grösse der Vorspannung, welche durch die Mutter 49 auf die Kupplungsscheibe 37 und die Reibscheibe 47 ausgeübt wird, ergibt sich mehr oder weniger Widerstand beim Drehen des Wägeraumes 5 von Hand.
Die Reibverbindung zwischen dem Wägeraum 5 und dem elektrischen Antrieb ermöglicht nicht nur einen manuellen Betrieb, sondern dient zusätzlich auch als Überlastungsschutz für den Elektromotor 15, wenn dieser in Betrieb gesetzt wird und die Wägeraumwandung 21, aus welchen Gründen auch immer, daran gehindert wird, sich zu drehen.
Die jeweilige Winkellage der Öffnung 31 der Wägeraumwandung 21 wird kontinuierlich durch die Kontaktschuhe 19 abgetastet. Dies geschieht sowohl bei der Drehung des Wägeraumes 5 von Hand als auch mit dem Elektromotor 5 und ermöglicht, dass mit dem Befehl «Schliessen» die Wägeraumwandung 21 stets um den für die vollständige Schliessung richtigen Winkel gedreht wird, unabhängig von der Stellung zu Beginn des Schliess-bzw. Offnungsbefehles.
Claims (8)
1. Elektronische Waage mit einer beweglichen Wägeraumwand, welche durch einen motorischen Antrieb oder von Hand bewegbar ist, wobei die Verbindung zwischen der Wägeraumwand und dem Antrieb bei manuellem Betrieb durch eine Kupplung unterbrechbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (7) des zylinderartig ausgebildeten Wägeraumes (5) mit einer Reibscheibe (47) verbunden ist, welche gegen eine mit dem Antriebsmotor (15) in Wirkverbindung stehende Kupplungsscheibe (37) anpressbar ist.
2. Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Peripherie oder an einem kra-genförmigen Ansatz der Kupplungsscheibe (37) ein Zahnradkranz (39) befestigt oder angeformt ist.
3. Waage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsscheibe (37) auf einem Gleitringsegment (33) abgestützt ist.
4. Waage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ebene des Gleitringsegmentes (33) ein Übertragungszahnrad (41) angeordnet ist,
welches mit dem Zahnradkranz (39) an der Kupplungsscheibe (37) und einem Abtriebzahnrad (43) auf der Abtriebswelle (45) des Antriebsmotors (15) kämmend verbunden ist.
5. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmekraft von Reibscheibe (47) und Kupplungsscheibe (37) mit einer sie im Zentrum durchdringenden, eine zentrale Bohrung aufweisenden Feststellmutter (49) einstellbar ist.
6. Waage nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststeilmutter (49) mit einer Spannschraube (53) gesichert ist.
7. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden (7) des Wägeraumes (5) oder an einer am Boden (7) befestigten Kontaktscheibe (55) konzentrisch verlaufende Kontaktspuren (57) angeordnet sind, an denen im Sockel (9) des Wägeraumes (5) eingesetzte, nach oben gerichtete Kontaktschuhe (19) anliegen.
8. Waage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktspuren (57) derart ausgebildet sind, dass jederzeit die Winkellage der Wägeraumwandung (21) bzw. der Öffnung (24) feststellbar ist.
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