CH671753A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Insbesondere in der holzbearbeitenden Industrie werden Gebläse eingesetzt, die bei der Arbeit anfallende Späne, Staub und Sägemehl am Arbeitsplatz absaugen und über Abscheider in Silos fördern. Oftmals sind an einem Gebläse mehrere Absaugvorrichtungen angeschlossen. Bevor das Luft-, Späne- und/oder Sägemehlgemisch durch das eigentliche Gebläse geführt wird, passiert es einen Abscheider, in dem grössere und insbesondere schwere Teile durch die Schwerkraft ausgesondert werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gebläse zur Umsetzung von Luft oder zur Beförderung von Schüttgut, mit einem Ventilatorrad, einem Antriebsmotor und einem Ansaugrohr. Gebläse dieser Art sind bekannt. Sie arbeiten als Zentrifugalgebläse, indem die angesaugte Luft oder das angesaugte Gemisch bezüglich der Ventilatorachse in axialer Richtung in das Gebläse eintritt, dort umgelenkt und in radialer Richtung beschleunigt wird, wonach die Luft beziehungsweise das in ihr mitgeführte Schüttgut in tangentialer Richtung aus dem Gebläse geschleudert und weiterbefördert wird. Solche Gebläse sind seit vielen Jahren in Betrieb, besonders als Transportgebläse, zum Beispiel für Heu, aber auch in der holzverarbeitenden Industrie. Ein zweiter nachteiliger Punkt solcher Zentrifugalgebläse besteht darin, dass allfällige grössere feste Teile, die vom Abscheider nicht ausgeschieden wurden, nach Eintritt ins Gebläse darin radial und auch tangential enorm beschleunigt werden und in der Folge geschossartig auf die Wandung des Austrittsrohrs aufschlagen. Entsprechend kommt es durch die abrasive Wirkung des Aufschlages zu einer starken Abnutzung des Materials und bei älteren Einrichtungen sogar zu Deformierungen der Wandung. Im extremsten Fall führt es gar zu Perforierungen der Wandung.
Es wurden des öfteren Überlegungen angestellt, die Zentrifugalgebläse durch andere beispielsweise Axialgebläse zu ersetzen. Folgende Überlegungen führten jedoch immer von einem Axialgebläse weg. Einerseits wird nämlich durch einen Antriebsmotor im Rohr eine erhebliche Querschnittsverengung bewirkt, zum anderen ist ein solcherart eingebauter Motor ständig den Einschlägen der Festteile ausgesetzt und somit durch solche Schläge gefährdet. Andererseits bietet er selbst Halt für sich daran aufbauendes Material, das im ungünstigsten Fall zu einer Verstopfung des Gebläses führen kann. Ein weiterer Nachteil eines axial ins Rohr eingebauten Motors ist darin zu sehen, dass er für allfällige Wartungs- und Reparaturarbeiten schlecht zugänglich ist.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gebläse zu schaffen, welches wie ein Radialventilator arbeitet und die vorgenannten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe löst ein Gebläse gemäss dem Oberbegriff des Pa-5 tentanspruches 1, welches sich dadurch auszeichnet, dass das Ansaugrohr vor dem Ventilatorrad in zwei getrennte Rohre verzweigt ist, die zusammen eine Querschnittsfläche aufweisen, die mindestens dem Querschnitt des Ansaugrohres der Verzweigung entspricht, und dass die verzweigten Rohre mittelbar in einen gemeinsamen Konus io münden, wobei ausgangsseitig vor dem Konus das Ventilatorrad angeordnet ist, und dass die Antriebswelle des Ventilatorrades in Axialrichtung gegen den Konus hin nach aussen in den Bereich zwischen den beiden verzweigten Rohren geführt und vom ausserhalb der Rohre befindlichen Antreibsmotor angetrieben ist.
15 Es ist das Verdienst der vorliegenden Erfindung, ein Gebläse zu schaffen, welches kaum zu Verstopfungen neigt und somit äusserst unterhaltsfreundlich ist.
In den Zeichnungen ist ein Beispiel des erfindungsgemässen Gebläses vereinfacht dargestellt und anhand der nachfolgenden Be-20 Schreibung erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 : eine Gesamtansicht des Gebläses im Aufriss;
Figur 2: einen Schnitt längs der Linie A-A in Figur 1 ;
Figur 3 : eine Ansicht des Gebläses in Figur 1 von oben im 25 Grundriss und teilweise im Schnitt längs der Linie B-B in Figur 1 ;
Figur 4: das Ventilatorrad.
In der Praxis wird unter einem Gebläse zur Umsetzung von Luft oder zur Beförderung von Schüttgut die gesamte Anlage verstanden, welche mindestens ein Ansaugrohr, ein Gebläse mit Antriebsmotor 30 und Ventilatorrad, sowie unter Umständen ein Blas- oder Förderrohr umfasst.
In der Zeichnung ist das Ansaugrohr, welches von der oder den Ansaugstellen bis in den Bereich des eigentlichen Gebläses führt, mit 1 bezeichnet. Vor dem Ventilatorrad 8 verzweigt sich das Ansaug-35 rohr 1 in zwei getrennte Rohre 2. Beide Rohre bilden je einen Bogen, welcher jedoch auch aus geraden Rohrabschnitten zusammengesetzt sein kann. Unmittelbar vor dem Ventilatorrad 8 vereinigen sich die beiden Rohre wieder, indem sie in den Konus 4 münden. Der Konus 4 mündet dann in das Gehäuse des Ventilators, 40 welches seinerseits in ein Blas- oder Förderrohr münden kann.
Das Ventilatorrad 8 kann aber auch offen, das heisst nicht in einem Gehäuse eingefasst, sein, wie das in der Figur 1 gezeigt ist. Das Ventilatorrad 8 wird nun mittels einer Antriebswelle 5 angetrieben, die in Axialrichtung gegen den Konus hin nach aussen in den 45 Bereich 7 zwischen die beiden verzweigten Rohre 2 geführt ist. Die Antriebswelle 5 führt durch die Montageplatte 11, in welcher sie mittels eines Lagerrohres 3 gehalten und gelagert ist. Endseitig ist dieses Lagerrohr 3 einseitig nochmals zwischen den Rohren 2 gelagert und die Welle 5 ist mit Keilriemenrädern 6 ausgerüstet. Das 50 nach oben ausfahrbare Lagerrohr wiederum ist mit den Halterungen 16 und 17 an der Montageplatte bzw. an den beiden Rohren 2 gehalten. Ein geeigneter Antriebsmotor, der in einiger Entfernung vom Gebläse montiert sein kann, treibt die Welle 5 über Keilriemen an. Es ist auch denkbar, diesen Motor auf die Montageplatte zu montie-55 ren. Bei einer weiteren Ausführung kann er auch direkt zwischen den beiden verzweigten Rohren 2 angeordnet sein, von wo er die Antriebswelle direkt oder über ein Riemen- oder Zahnradgetriebe antreibt. Das Gebläse kann auch über der Verzweigung des Ansaugrohres 1 eine Motorplattform 15 aufweisen, die dort fest montiert ist 60 und den Motor tragen kann. Ein Gebläse dieser Art eignet sich besonders zur Beförderung von Schüttgut, das von oben zum Beispiel in ein Silo eingebracht werden muss. Die gleiche Anordnung wie in Figur 1 gezeigt findet auch vorteilhaft Verwendung als Transportgebläse für die Entsorgung von Sägemehl, Hobelspänen und derglei-65 chen Material aus Werkstätten im holzverarbeitenden Gewerbe oder in der holzverarbeitenden Industrie. Für eine solche Entsorgung stehen bisher schon Siloanlagen bereit. Ein solches Silo weist im oberen Bereich einen begehbaren Zwischenboden 10 auf. Das Rohr,
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mittels welchem der Holzabfall dem Silo zugeführt wird, führt durch diesen Zwischenboden 10, wonach es schliesslich ins eigentliche Siloinnere mündet. Der Zwischenboden 10 weist daneben weitere Öffnungen auf, über denen jeweils dichtend Filtersäcke mit ihrer Öffnung gegen unten angebracht sind. Der Sackboden dieser Filtersäcke ist jeweils oben aufgehängt. Aus dem Raum über dem Zwischenboden des Silos führt dann ein weiteres Rohr wieder zurück in die Werkstatt. Der effiziente Betrieb einer solchen Entsorgungsanlage erfordert nun ein kräftiges Gebläse, welches für den nötigen Luftumsatz sorgt. Die im Winterhalbjahr geheizte Luft in der Werkstatt wird ja samt dem Holzabfall angesaugt und ins Siloinnere gepumpt. Der Holzabfall verbleibt im Silo, während die als Fördermittel dienende Luft durch die Filtersäcke wieder zurück in die Werkstatt geblasen wird, so dass ihre Wärme nicht verlorengeht. Das in der Figur 1 gezeigte Gebläse ist für die eben beschriebene Einrichtung besonders geeignet. Hierzu wird es in vertikaler Förderrichtung in die dafür vorgesehene Aussparung im Zwischenboden eingesetzt. Im Bereich der beiden getrennten Rohre 2 ist es mit einer Montageplatte 11 versehen, die fest auf den Zwischenboden 10 geschraubt wird und in der auch die Halterung 16 des Lagerrohres 3 montiert ist. Zur Verstärkung sind Verstrebungen 12 zwischen der Montageplatte 11 und den Rohren 2. Damit wird sichergestellt, dass das ganze Gebläse einen sicheren Halt in der Montageplatte 11 findet. Um die Übertragung von Schwingungen des Gebläses auf den Zwischenboden zu vermeiden, kann zwischen die Montageplatte 11 und den Zwischenboden 10 ein spezielles, Erschütterungen und Schwingungen absorbierendes Dichtungsmaterial eingelegt sein. Unten am Gebläse sitzt das Ventilatorrad 8 offen auf der Antriebswelle 5. Das von oben auf der Antriebswelle 5. Das von obern her ankommende, durch das Ventilatorrad angesaugte Material wird durch die Rotation der Schaufeln 8 auch radial von der Ventilatorachse weggeschleudert, so dass das Silo ebenmässig gefüllt wird. Weiter ist in Förderrichtung vor dem Ventilatorrad 8 ein Flansch 13, der die feststehende Ventilatorwand zum Ventilatorrad 8 bildet, vorgesehen, der am Konus 4 mittels der Flanschverstrebungen 14
befestigt ist. Dieser Flansch 13 dient weiter als Anschlusselement für ein allfälliges Blas- oder Förderrohr, welches an das Gebläse angeschlossen werden soll. Dies ist vor allem dann erforderlich, wenn die Luft oder allfälliges Schüttgut vom Gebläse aus noch weiterbeför-5 dert werden soll.
In Figur 2 ist das beschriebene Gebläse im Schnitt längs der Linie A-A von Figur 1 gezeigt. Dabei ist ersichtlich, wie die Antriebswelle 5 in einem Rohr gelagert ist, welches seinerseits mit der Rohrhalterung 16 mit den Rohren 2 verbunden ist. Man erkennt io auch wieder die Motorplattform 15 über der Verzweigung des Ansaugrohres 1. Figur 3 zeigt schliesslich das erfindungsgemässe Gebläse im Grundriss, wodurch eine beispielhafte Anordnung der Verstrebungen 12 gezeigt ist.
Ein Ventilatorrad 8, wie es in einem erfindungsgemässen Gebläse 15 verwendet werden kann, zeigt Figur 4. Das Ventilatorrad 8 ist auf der dem Konus 4 abgelegenen Seite mit einer Scheibe 9 abgedeckt, die als Schleuderscheibe wirkt. Das erfindungsgemässe Gebläse kann nicht nur vertikal eingebaut werden, wie das in den Zeichnungen gezeigt ist, sondern auch eine horizontale oder geneigte Einbaulage 20 ist denkbar, besonders dann, wenn es bloss zur Umsetzung von Luft dienen soll. Eine solche Anwendung ist vor allem zur Ent- bzw. Belüftung von Strassentunnels vorgesehen. Ein Gebläse mit den erfindungswesentlichen Merkmalen bringt bei gleicher Motorleistung einen erhöhten Luftumsatz. Weiter ist auch die zu erzielende Förder-25 leistung von Schüttgut verbessert im Vergleich zu Zentrifugalgebläsen. Zudem sind Gehäusebeschädigungen verunmöglicht, da die beförderten Güter zu keinen abrupten Richtungsänderungen gewunden werden. Gegenüber Zentrifugalgebläsen treten auch keine Materialablagerungen oder gar Verstopfungen durch das Beförderungs-30 gut auf.
Im Gegensatz zu den Zentrifugalgebläsen verteilen sich die Festteile im Siloraum gleichmäßiger, weil die Austragung in allen Richtungen um 360° gestreut erfolgt. Eine Verwirbelungsvorrichtung ist somit überflüssig. Das Ventilatorrad wirkt somit bezüglich den Fest-35 Stoffen gleich einem Schleuderteller.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gebläse zur Umsetzung von Luft oder zur Beförderung von Schüttgut, mit einem Ventilatorrad, einem Antriebsmotor und einem Ansaugrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansaugrohr (1) vor dem Ventilatorrad (8) in zwei getrennte Rohre (2) verzweigt ist, die zusammen eine Querschnittsfläche aufweisen, die mindestens dem Querschnitt des Ansaugrohres (1) vor der Verzweigung entspricht, und dass die verzweigten Rohre (2) mittelbar in einen gemeinsamen Konus (4) münden, wobei ausgangsseitig nach dem Konus (4) das Ventilatorrad (8) angeordnet ist, und dass die Antriebswelle (5) des Ventilatorrades (8) in Axialrichtung gegen den Konus (4) hin nach aussen in den Bereich (7) zwischen den beiden verzweigten Rohren (2) geführt und vom ausserhalb der Rohre (1, 2, 3) befindlichen Antriebsmotor angetrieben ist.
2. Transportgebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor die Antriebswelle (5) mittels Keilriemen über Keilriemenräder (6) antreibt.
3. Gebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilatorrad (8) an der vom Konus (4) abgelegenen Seite durch eine Scheibe (9) geschlossen ist, die als Schleuderscheibe wirkt,
wobei der Flansch (13) eine feststehende Ventilatorradwand darstellt.
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