CH672053A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Gestänge für eine Ausziehplatte zur Verlängerung einer Grundplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es gibt verhältnismässig einfach aufgebaute Gestänge für Ausziehplatten, wie sie beispielsweise bei Küchentischen häufig Verwendung finden. Diese Gestänge bestehen im wesentlichen aus zwei Führungsstangen, die die Ausziehplatte beim Herausziehen unter der Grundplatte führen und in der ausgezogenen Stellung gegen die Grundplatte abstützen. Diese Gestelle haben den Nachteil, dass die eingeschobene Grundplatte nicht nutzbar ist, da sie entweder direkt unter der Grundplatte anliegt oder aber beim Ausziehen zum Erreichen der Grundplattenhöhe derart schräg gestellt werden muss, dass darauf abgestellte Gegenstände herunterrutschen können. Um diese Nachteile zu vermeiden und die eingeschobene Ausziehplatte nutzen zu können, z.B. zum Abstellen einer Tastatur, Rechenmaschine oder dgl., die bei Bedarf zusammen mit der Ausziehplatte heraus- und hochgefahren wird, hat man Gestänge entwickelt, die eine translatorische Bewegung der Ausziehplatte ermöglichen, so dass die Platte beim Herausziehen und Hochfahren auf Grundplattenhöhe stets parallel zur Grundplatte bleibt. Bekannte Gestänge dieser Art haben einen hohen konstruktiven und fertigungstechnischen Bauaufwand, weshalb sie kostspielig in der Herstellung und störanfällig sind. Ein weiterer Nachteil dieser Gestänge ist, dass sie einen verhältnismässig hohen Platzbedarf erfordern, so dass der Raum unter der eingeschobenen Ausziehplatte aufgrund dieses vorhandenen Gestänges meist nicht nutzbar ist. Hierdurch wird wertvoller Platz verschenkt, der beispielsweise für Schubladen oder Schrankfächer nutzbar ist. Bei Ausführungen, bei denen die Ausziehplatte seitlich nach Art einer Schwinge gelagert ist, ist seitlich neben der Ausziehplatte ein erhöhter Platzbedarf erforderlich, des weiteren besteht hier eine erhebliche Verletzungsgefahr an den nach oben freiliegenden Gestängeteilen. An diesen Teilen können beim Ein- oder Ausschwenken Körperteile, Kabel oder andere Gegenstände zwischen den Hebeln des Gestänges oder zwischen Hebeln und Platte eingeklemmt werden, wodurch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko entsteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungs-gemässes Gestänge für eine Ausziehplatte so auszubilden, dass es bei geringer Einbaugrösse billig und einfach herstellbar ist und zugleich so ausgebildet ist, dass der Raum unter und neben der Ausziehplatte unabhängig von der Stellung der Platte bis nahe zur Platte hin nutzbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Gestänge gemäss Oberbegriff mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Das erfindungsgemässe Gestänge besteht aus wenigen Grundelementen, die billig und einfach herstellbar sind. Der Platzbedarf des Gestänges ist vergleichsweise gering, der Raum unterhalb der Ausziehplatte kann fast vollständig genutzt werden, ohne die Bewegung des Gestänges einzuschränken. Der seitliche Platzbedarf geht kaum über die Breite der Ausziehplatte hinaus und wird lediglich durch die Nuttiefe bestimmt. Die Teile des Gestänges, die eine Scherbewegung beim Ein- bzw. Ausfahren der Ausziehplatte vollziehen, liegen sicher unter der Ausziehplatte bzw. der Grundplatte, wodurch die Gefahr, dass sich Teile im Gestänge verklemmen, äusserst gering ist. Dadurch, dass sich die Ausziehplatte beim Ein- bzw. Ausfahren nur parallel zur
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Grundplatte bewegt, können die auf der Platte abgestellten Gegenstände zusammen mit der Ausziehplatte mit Abstand unter die Grundplatte eingefahren werden, ohne dass die Gefahr des Herunterrutschens besteht. Das erfindungsge-mässe Gestänge ermöglicht ein Ausfahren der Ausziehplatte von einer Stellung unter der Grundplatte bis in eine Stellung neben die Grundplatte, in der Ausziehplatte und Grundplatte oberflächengleich aneinander anschliessen; auch Zwischenstellungen unterhalb der Grundplattenhöhe sind möglich.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen und im folgenden näher beschrieben sind. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Tisch mit Ausziehplatte und dem erfindungsgemässen Gestänge, wobei die Abziehplatte eingefahren ist,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäss Fig. 1 mit ausgefahrener Ausziehplatte,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das erfindungsgemässe Gestänge bei abgenommener Ausziehplatte,
Fig. 4 in vergrösserter Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 1,
Fig. 5 in vergrösserter Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 2,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung gemäss Fig. 1 einer anderen Ausführung des Gestänges,
Fig. 7 eine Darstellung entsprechend Fig. 3 des in Fig. 6 dargestellten Gestänges,
Fig. 8 eine Schnittdarstellung gemäss Fig. 1 einer dritten Ausführungsform,
Fig. 9 eine Schnittdarstellung der Ausführung nach Fig. 8 mit ausgefahrener Ausziehplatte,
Fig. 10 eine Draufsicht gemäss Fig. 3 der in Fig. 8 dargestellten Ausführung,
Fig. 11 in vergrösserter Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XI in Fig. 8,
Fig. 12 in vergrösserter Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XII in Fig. 9.
Die in den Figuren dargestellte Ausziehplatte 1 ist unter einer Tisch- und Grundplatte 2 eines nicht dargestellten Tisches angebracht. Zwar ist das erfindungsgemässe Gestänge für die Ausziehplatte in den Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit einer Tischplatte dargestellt, es versteht sich jedoch, dass die Ausziehplatte mit dem zugehörigen Gestänge auch unter anderen Platten, beispielsweise einem Regalbrett im Schrank, einer Arbeitsplatte oder dgl., angebracht sein kann. Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Ausführung zeigt eine Ausziehplatte 1, die ausfahrbar unter der Tischplatte 2 angeordnet ist, und deren Gestänge in der Seitenwand 3 oder einem Seitenteil 3 des Tisches verankert ist. Wie Fig. 1 zeigt, ist die Ausziehplatte 1 in eingeschobener Stellung mit Abstand parallel unter der Tischplatte 2 angeordnet, sie kann durch einfaches Herausziehen in die in Fig. 2 dargestellte ausgefahrene Stellung gebracht werden. Das die Ausziehplatte 1 mit dem Tisch verbindende Gestänge besteht im wesentlichen aus zwei Winkelhebeln 4, zwei Teleskopstangen 5 und zwei seitlichen Führungsnuten 6 sowie aus den zugehörigen Gelenken und einer Rastvorrichtung, die im folgenden noch im einzelnen beschrieben ist.
Winkelhebel 4, Teleskopstange 5 und Führungsnut 6 sind, wie Fig. 3 zeigt, jeweils nahe einer Längsseite der Ausziehplatte 1 angeordnet, ihr Abstand bestimmt sich durch die Breite der Ausziehplatte 1 bzw. durch den Abstand der Seitenteile 3 des Tisches. Da das Gestänge spiegelsymmetrisch zu einer vertikalen Längsachse der Ausziehplatte ausgebildet ist, wird im folgenden nur eine Seite des Gestänges beschrieben, die in den Fig. 1, 2 und 4, 5 dargestellt ist. Die
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Führungsnut 6 hat rechteckigen Querschnitt und ist direkt unter der Tischplatte 2 in der Seitenwand 3 des Tisches eingelassen, sie erstreckt sich parallel zur Tischplatte 2 in Ausfahr- und Längsrichtung 7 der Ausziehplatte 1. In der Führungsnut 6 läuft eine Rolle 8, die drehbar am hinteren Ende des Winkelhebels 4 angebracht ist. Hierzu weist der Winkelhebel 4 einen in Richtung auf die Führungsnut 6 gerichteten Zapfen auf, auf dem die Rolle 8 drehbar gelagert ist.
Der Winkelhebel 4 besteht aus zwei Hebelarmen 9 und 10, wobei in dieser Ausführung der vordere Hebelarm 9 deutlich kürzer als der hintere Hebelarm 10 ist. In eingefahrenem Zustand (Fig. 1) erstreckt sich jeder Winkelhebel 4 von der Höhe der Führungsnut 6 mit seinem Hebelarm 10 schräg nach vorne und unten bis zu seinem Knickpunkt, wo er im stumpfen Winkel in den vorderen Hebelarm 9 übergeht, der etwa parallel zur Ausziehplatte 1 unter dieser bis zu seiner vorderen Anlenkstelle an der Ausziehplatte 1 verläuft. Der Knickpunkt des Winkelhebels 4 liegt, in Richtung des Pfeiles IV gesehen, kurz hinter dem Ende der Ausziehplatte 1. An seinem vorderen Ende ist der Hebelarm 9 mittels eines Gelenkbolzens unter der Ausziehplatte 1 an dieser angelenkt. Wie die Fig. 3 bis 5 zeigen, ist die Ausziehplatte 1 in dieser Ausführung von zwei L-Profilen 11 getragen, die fest mit der Platte verbunden sind. An dem nach unten gerichteten Schenkel 12 jedes L-Profils 11 ist das vordere Ende des entsprechenden Winkelhebels 4 mittels eines Bolzens gelenkbefestigt. Wie in den Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, ist an dieser Anlenkstelle ein Langloch 13 in jedem Schenkel 12 vorgesehen, so dass die Winkelhebel 4 nicht nur drehbar, sondern auch in Längsrichtung 7 beweglich geführt sind.
Während die Winkelhebel 4 nahe den hinteren Enden der L-Profile 11 angelenkt sind, ist nahe den vorderen Enden an den Schenkeln 12 jeweils eine Teleskopstange 5 gelenkig befestigt. Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, sind das vordere Ende einer Teleskopstange 5 und das vordere Ende eines Schenkels 12 mittels eines Bolzens 14 miteinander verbunden, wobei Teleskopstange 5 und Schenkel 12 einen Abstand voneinander haben, der grösser als die in Draufsicht (Fig. 3) gemessene Breite des Winkelhebels 4 ist. Die Teleskopstangen 5 bestehen jeweils aus einem rohrförmigen Teil 15 und einer Stange 16, die ineinander verschiebbar sind und mittels eines Anschlages 17 gegen unbeabsichtigtes Herausziehen der Stange 16 aus dem Rohr 15 gesichert sind. Eine Teleskopstange 5 erstreckt sich von ihrer vorderen Anlenkung zwischen Rohr 15 und dem vorderen Ende des L-Profils 11 geradlinig nach hinten bis zu ihrer Befestigungsstelle 18, an der das hintere Ende der Stange 16 drehbar am Seitenteil 3 gelagert ist. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, erstrecken sich die Teleskopstangen 5 bei eingefahrener Ausziehplatte 1 etwa parallel zur Tischplatte 2, sie liegen dann flach unter den L-Profilen 11 der Ausziehplatte 1, in ausgefahrenem Zustand dagegen erstrecken sie sich von ihrer Anlenkstelle unter dem vorderen Ende der Ausziehplatte 1 schräg nach hinten und unten zu ihrer Befestigungsstelle 18 am Tisch.
Wie Fig. 3 zeigt, sind die Teleskopstangen 5 seitlich von den Winkelhebeln 4 umgeben und liegen in Draufsicht parallel dazu. An dem rohrförmigen Teil 15 jeder Teleskopstange 5 ist ein nach oben gerichteter Ansatz 19 befestigt, der mittels eines Gelenkbolzens 20 mit dem benachbarten Winkelhebel 4 gelenkig verbunden ist. Auf diese Weise sind Winkel-hebel 4 und Teleskopstangen 5 miteinander bewegungsgekoppelt, so dass die Ausziehplatte 1 beim Aus- oder Einfahren so zwangsgeführt ist, dass sie stets parallel zur Tischplatte 2 angeordnet ist. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sämtliche Gelenk- bzw. Drehachsen des Gestänges parallel zueinander und zu den Platten 1 und 2 und quer zur Ausfahrrichtung 7 liegen. Die Gelenkverbindung zwischen Teleskopstange 5 und Winkelhebel 4 ist in dieser Ausfüh-
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rang am vorderen Drittel des Hebelarmes 10 und am hinteren Drittel des rohrförmigen Teils 15 angebracht.
Der Gelenkbolzen 20 ist in Richtung zur Längsmittelebene der Ausziehplatte 1 hin verlängert und bildet einen Rastbolzen, einer Rastvorrichtung. Die Rastvorrichtung besteht in dieser Ausführung aus zwei Rastplatten 21 mit Rastaus-nehmungen 22 und den verlängerten Gelenkbolzen 20 (Rastbolzen). Die Rastplatten 21 sind nahe der Vorderkante der Tischplatte 2 unter dieser angebracht, in dieser Ausführung sind sie an den Seitenteilen 3 des Tisches befestigt. Wie Fig. 1 zeigt, besteht eine Rastplatte 21 in dieser Ausführung aus einer rechteckigen Platte, die zwei schräg nach oben und nach vorne gerichtete, an der Vorderseite offene Rastausnehmun-gen 22 aufweist. Die Rastausnehmungen 22 sind zur Aufnahme der entsprechenden Rastbolzen 20 vorgesehen, wie es in den Fig. 2 und 5 dargestellt ist. Bei ausgefahrener Ausziehplatte 1 liegen die Rastbolzen 20 in den oberen oder unteren Rastausnehmungen 22 und halten die Platte 1 in ihrer ausgezogenen Stellung. In dieser Ausführung sind zwei übereinander angeordnete Rastausnehmungen 22 in jeder Rastplatte 21 vorgesehen, wodurch ein Feststellen der ausgefahrenen Ausziehplatte 1 in zwei unterschiedlichen Höhen möglich ist. Je nach Anforderungen können hier auch merere oder nur eine Rastausnehmung 22 vorgesehen sein.
Zur Erhöhung der seitlichen Stabilität des Gestänges sind die Teleskopstangen 5 und die Winkelhebel 4 durch Querstreben 23,24 miteinander verbunden. In dieser Ausführung sind die Teleskopstangen 5 an der vorderen Hälfte ihrer rohrförmigen Teile 15 durch eine im Querschnitt U-förmige Querstrebe 23 miteinander verbunden. Die Winkelhebel 4 sind kurz hinter ihrer Anlenkstelle an den Teleskopstangen 5 durch eine Querstrebe 24 miteinander verbunden. In dieser Ausführung ist als Querstrebe 24 ein Rohr eingesetzt, hier können auch andere geeignete Profile verwendet werden. Die Querstreben 23 und 24 sind fest mit den Teleskopstangen 5 bzw. den Winkelhebeln 4 verbunden, sie erhöhen die Seitenstabilität des Gestänges und verhindern ein Verkanten oder schräges Ausfahren der Ausziehplatte 1.
In Fig. 1 ist unter dem vorderen Ende der Teleskopstange ein Querbalken 25 im Schnitt dargestellt. Dieser Querbalken 25 ist zwischen den Seitenteilen 3 nahe der Vorderseite des Tisches angebracht und bildet die vordere Auflage für die eingefahrene Ausziehplatte 1.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, wird die Ausziehplatte 1 zum Herausfahren unter der Tischplatte 2 in Richtung 7 gezogen. Die Rollen 8 der Winkelhebel 4 bewegen sich dabei in Richtung 7 in den dafür vorgesehenen Führungsnuten 6 horizontal nach vorne, während die Teleskopstangen 5 ebenfalls horizontal nach vorne ausfahren. Nachdem die Teleskopstangen 5 maximal ausgefahren sind und an ihren Anschlägen 17 anliegen, wird die Ausziehplatte 1 bei weiterem Ziehen in Richtung 7 durch Schwenken der Hebel 4 angehoben. Nach kurzem Loslassen rasten die Bolzen 20 in den Rastausnehmungen 22 ein, so dass die ausgefahrene Stellung der Ausziehplatte 1 arretiert ist. Je nach dem, wie weit die Platte 1 ausgezogen wird, wie weit sie sich also in der Endphase des Ausziehens anhebt, erfolgt das Einrasten in den oberen oder unteren Rastausnehmungen 22. Das Einfahren der Platte 1 erfolgt in umgekehrter Weise, es wird zunächst an der Platte in Richtung 7 gezogen, wodurch die Bolzen 20 aus den Ausnehmungen 22 herausfahren und die Ausziehplatte 1 herunterfahrt, wonach sie etwa horizontal unter die Tischplatte 2 eingeschoben wird. Die Langlöcher 13, in denen die Gelenkbolzen der vorderen Enden der Winkelhebel 4 liegen, sind erforderlich, damit die Ausziehplatte 1 beim Einrasten in den oberen Rastausnehmungen 22 direkt an die Tischplatte 2 anschliesst. Ohne die Langlöcher 13 wäre dieses nicht möglich, da die Ausziehplatte 1 zum Einrasten in die oberen Ausnehmungen 22 etwas höher als die Tischplatte 2 gefahren werden muss, was zur Folge hat, dass auf Höhe der Tischplatte ein Spalt zwischen Ausziehplatte 1 und dieser entsteht.
Die beschriebene Ausführung ist konstruktiv einfach und billig in der Herstellung, wobei der Platzbedarf für das Gestänge, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, äusserst gering ist. Auch die Bedienung, also das Aus- und Einfahren der Ausziehplatte, ist denkbar einfach, da sie lediglich herausgezogen bzw. hineingeschoben werden muss, wobei die Hebe- bzw. Senkbewegung der Ausziehplatte 1 selbsttätig erfolgt.
Die Fig. 6 und 7 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel, das sich von dem ersten nur in der Ausführung der Querstreben unterscheidet. Während bei der ersten Ausführung die Querstreben 23 und 24 beispielsweise durch Schweissen fest mit den übrigen Gestellteilen verbunden sind, sind bei dieser Ausführung die Querstreben 23' und 24' lösbar befestigt. Die Querstrebe 23' weist jeweils zwei fest mit dem jeweiligen Rohr 15 der Teleskopstangen 5 verbundene Aufnahmen 26 auf, die in dieser Ausführung U-förmigen Querschnitt haben. Die Aufnahme 26 kann beispielsweise wie das Gestänge aus Metall bestehen und durch Schweissen mit diesem verbunden sein. Die Aufnahmen 26 sind in Querrichtung verhältnismässig kurz und werden durch einen Balken 27, in dieser Ausführung eine Holz- und Kunststoffleiste, miteinander verbunden. Die Leiste 27 ist jeweils mit zwei Schrauben an einer Aufnahme 26 befestigt. Die Querstrebe 24 ist in gleicher Weise ausgeführt und weist zwei Aufnahmen 28 mit einem verbindenden Balken 29 auf, die Aufnahmen 28 sind im Gegensatz zu den Aufnahmen 26 nach unten offen, wie die Fig. 6 und 7 zeigen. Diese Ausführung bietet den Vorteil, dass gleiche Gestänge für unterschiedliche Tischbreiten bzw. Breiten der Ausziehplatte 1 eingesetzt werden können, ohne dass hierzu die Breite des Gestelles werkseitig geändert werden muss. Wenn die Balken 27 und 29 aus Holz oder Kunststoffbestehen, können sie bei Montage des Gestänges am Tisch je nach Breite der Ausziehplatte 1 bzw. je nach Abstand der Seitenteile 3 abgelängt werden, wodurch das Gestänge an die erforderliche Breite angepasst wird.
Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 8 bis 12 dargestellt, bei dieser Ausführung handelt es sich um einen fertigen Möbelbeschlag, der unabhängig vom Abstand der Seitenteile 3, beispielsweise komplett mit Ausziehplatte, unter einer Tischplatte 2 befestigbar ist. Bei dieser Ausführung wird die Ausziehplatte 1 und das gesamte Gestänge (s. Fig. 11) seitlich von zwei U-Profilen 30 umgeben, die wahlweise direkt unter einer Tischplatte 2 oder an Seitenteilen 3 befestigbar sind. Die U-Profile 30 sind zur Ausziehplatte 1 hin offen und erstrecken sich mit einem Schenkel 31 parallel zur Tischplatte 2 direkt unter dieser, woran sich senkrecht hierzu der Steg 32 des U-Profils anschliesst, der sich über die gesamte Höhe des Gestänges (in eingeschobenem Zustand) erstreckt. An der Unterseite des Steges 32 schliesst sich senkrecht dazu ein Schenkel 33 an, der parallel zum Schenkel 31 angeordnet, doch kürzer als dieser ist (vgl. Fig. 11). Der Schenkel 33 erstreckt sich bis unter die benachbarte Teleskopstange 5' und bildet so eine Auflagefläche für die Ausziehplatte 1 und die Teleskopstange 5' in eingefahrenem Zustand; die durch den Schenkel 33 gebildete Auflage hat die gleiche Funktion wie der Querbalken 25 in den beiden vorhergehenden Ausführungen. Innerhalb jedes U-Profils 30 ist in der oberen Ecke zwischen Schenkel 31 und Steg 32 eine Führungsnut 6' vorgesehen, die in Funktion und Ausführung der Führungsnut 6 der vorherigen Ausführungen entspricht. Die Führungsnut 6' ist durch eine auf dem Steg 32 angebrachte Leiste 34 gebildet, sie kann aber auch durch Anbringen eines entsprechenden Profils vorgesehen sein. Die Führungsnut 6' erstreckt sich vom hinteren Ende des U-
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Profils in Ausziehrichtung 7 nach vorne bis zum hinteren Ende der Rastplatte 21', die nahe der Vorderseite innerhalb des U-Profils 30 am Steg 32 befestigt ist. Auch die Befestigungsstelle 18' des hinteren Endes der Teleskopstange 5' ist innerhalb des U-Profils am Steg 32 vorgesehen, so dass zur Befestigung des Gestänges am Tisch lediglich die beiden U-Profile 30 an der Tischplatte 2 und/oder den Seitenteilen 3 anzubringen sind. In Funktion und Aufbau entspricht das Gestänge den vorhergehenden Ausführungen, die Gelenkverbindung zwischen Winkelhebel 4' und der zugehörigen Teleskopstange 5' ist hier leicht abgeändert, die Anlenkung des Winkelhebels 4' erfolgt hier nicht am Ansatz 19, sondern direkt am Rohr 15' der Teleskopstange 5'. Entsprechend weisen die Hebelarme 9' und 10' geänderte Abmessungen auf. Die Querstreben 23 und 24 sind in dieser Ausführung wie in der ersten Ausführung fest mit den seitlichen Gestängeteilen verbunden; diese Ausführung ist dann zu bevorzugen, wenn die Ausziehplatte komplett mit Gestänge zum Unterbau an beliebige Platten hergestellt wird. Erfindungs-gemäss können auch hier Querstreben wie bei der zweiten Ausführung vorgesehen sein, die erst bei Einbau abgelängt werden. Eine Ausziehplatte 1 mit Gestänge, wie sie beispielhaft in den Fig. 8 bis 12 dargestellt ist, bietet den Vorteil, dass sie jederzeit nachträglich einbaubar ist, so kann z.B.
eine Schreibtischschublade durch eine Ausziehplatte ersetzt werden, durch den geringen Raumbedarf des Gestänges kann der Raum unter der Ausziehplatte weiterhin genutzt werden, beispielsweise für eine darunter angeordnete Schublade. Der Einbau ist insbesondere bei der dritten Ausführung denkbar einfach. Trotz des geringen Platzbedarfes ermöglicht das erfindungsgemässe Gestänge ein Aus- und Einfahren der Ausziehplatte parallel zur Tischplatte 2, wobei die Ausziehplatte nur zu ziehen bzw. zu schieben ist und das Hoch- und Herunterfahren auf Tischhöhe durch das Gestänge selbsttätig erfolgt. Durch die Anordnung mehrerer Rastausnehmungen kann die Ausziehplatte vorteilhaft auch auf Höhen unterhalb der Tischebene festgesetzt werden, was beispielsweise zum Aufstellen von Tastaturen und dgl. von Vorteil ist.
Bei den anhand der Fig. 1 bis 7 dargestellten ersten beiden Ausführungen sind die Führungsnuten 6 beispielsweise in die Seitenteile 3 des Tisches eingefräst. Die Führungsnuten 6 können auch durch Anschrauben einer entsprechenden Profilleiste gebildet werden, was insbesondere bei nachträglichem Einbau von Vorteil ist. Der Abstand der übrigen Gestellteile zum Seitenteil ist dann entsprechend der Profilstärke zu vergrössern.
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Claims (11)
1. Gestänge für eine Ausziehplatte zur Verlängerung einer Grundplatte, das die Ausziehplatte beim Ausziehen aus ihrer Stellung unter und parallel zur Grundplatte translatorisch in ihre höhere ausgezogene Stellung neben der Grundplatte führt und umgekehrt, mit mindestens einem Hebel zwischen Tisch und Ausziehplatte, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel ein Winkelhebel (4) ist, dessen hinteres Ende gelenkig in einer parallel unter der Grundplatte (2) in Ausziehrichtung (7) angeordneten tischfesten Nut (6) führbar ist, und dessen vorderes Ende unter der Ausziehplatte (1) anlenkbar ist, und dass neben dem Hebel (4) eine Teleskopstange (5) vorgesehen ist, deren vorderes Ende unter dem vorderen Teil der Ausziehplatte anlenkbar ist und deren hinteres Ende unterhalb der Nut (6) tischfest anlenkbar ist, und dass der Hebel (4) mit der benachbarten Teleskopstange
2. Gestänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge zwei mit Querabstand voneinander angeordnete Winkelhebel (4) und zwei jeweils damit verbundene Teleskopstangen aufweist.
3. Gestänge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Gelenkachsen des Gestänges parallel zur Grundplatte (2) und quer zur Ausziehrichtung (7) angeordnet sind.
4. Gestänge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil (15) einer Teleskopstange (5) zwischen Anlenkung an der Ausziehplatte (1) und am Hebel (4) starr mit unveränderbarer Länge ausgebildet ist.
5. Gestänge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (9,10) des Hebels (4) einen nach oben offenen, stumpfen Winkel einschliessen.
(5) gelenkig verbunden ist.
(6) innerhalb eines U-Profiles (30) angeordnet sind, wobei die Stützauflage, die den vorderen Teil der eingefahrenen Ausziehplatte nach unten hin abstützt, durch einen Schenkel (33) des Profils gebildet ist, wobei der Beschlag aus zwei zueinander offenen und gegenüberliegenden U-Profilen (30) gebildet ist, in denen das Gestänge angeordnet und zwischen denen die Ausziehplatte (1) befestigt ist.
6. Gestänge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastvorrichtung (20,21,22) vorgesehen ist, mit der die Ausziehplatte (1) in ausgezogener Stellung haltbar ist, wobei vorzugsweise die Rastvorrichtung aus mindestens einer tischfesten Rastplatte (21) mit mehreren Rastausnehmungen (22) und einem in die Rastausneh-mung (22) einführbaren Rastbolzen (20) besteht, der am Winkelhebel (4) und/oder der Teleskopstange (5) befestigt ist.
7. Gestänge nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Teleskopstangen (5) und/oder die Winkelhebel (4) zur Stabilisierung durch mindestens eine Querstrebe (23,24) miteinander verbunden sind.
8. Gestänge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (6) und die hintere Anlenkstel-le (18) der Teleskopstange (5) und ggf. die Rastplatte (21) an einem Möbelbeschlag (30) vorgesehen sind, der wahlweise unter der Grundplatte (2) oder an einem Seitenteil (3) des Tisches befestigbar ist.
9. Gestänge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine tischfeste Stützauflage (25) vorgesehen ist, die den vorderen Teil der eingefahrenen Ausziehplatte (1) nach unten hin abstützt.
10. Gestänge nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass Teleskopstange (5), Winkelhebel (4) und Nut
11. Gestänge nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Querstrebe (23,24) aus zwei fest mit dem Gestänge verbundenen Aufnahmen (26,28)
und einem die Aufnahmen verbindenden Balken (27,29) besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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1985
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1986
- 1986-08-19 CH CH331186A patent/CH672053A5/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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