CH672596A5 - - Google Patents

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CH672596A5
CH672596A5 CH3522/87A CH352287A CH672596A5 CH 672596 A5 CH672596 A5 CH 672596A5 CH 3522/87 A CH3522/87 A CH 3522/87A CH 352287 A CH352287 A CH 352287A CH 672596 A5 CH672596 A5 CH 672596A5
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CH
Switzerland
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dental
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fluoride
care product
dentifrice
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CH3522/87A
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John P Curtis
Shamsul K Bakar
John J Donohue
Richard J Crawford
Kathleen M-Kotarsky Yuhasz
John M Coviello
Original Assignee
Colgate Palmolive Co
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Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein stabiles Zahnpflegemittel zur Verhinderung von Zahnbelag mit einem Gehalt an einer in bakterizid wirksamer Menge vorliegenden Kombination aus Hexetidin, einem Zinksalz und einer fluorid-liefernden Verbindung.
Hexetidin ist ein Aminohexahydropyrimidin-Derivat mit bakterizider Wirkung und wird in Mundwässern und Zahnpasten gemäss US-PS 2 837 463 eingesetzt. GB-PS 771 768 offenbart für Dentalzwecke geeignete therapeutische Zusammensetzungen mit einem Gehalt an 5-Methyl-5-amino-hexa-hydropyrimidin in Form von Pasten, Pulvern, Flüssigkeiten oder Kautabletten. Die Herstellung von 5-Aminohexahydro-pyrimidinen ist aus US-PS 2 387 043 bekannt. Die Verwendung von Hexetidin bzw. 5-Amino-l,3-bis(2-ethylhexyl)-5-methyl-hexahydropyrimidin als bevorzugtes Bakterizid bei Mundpflegemitteln ist aus den US-PS'en 3 622 661, 3 984 537, 3 989 814,4 490 353 und 4 528 182 und aus GB-PS'en 1 533 634 und 1 461 896 bekannt.
Hexetidin enthaltende Mundpflegemittel, die Zinksalze zur Verhinderung eines Zahnbelages ohne Verfärbung oder Fleckenbildung der Zähne ermöglichen und in einem wässerigen Träger mit einem Gehalt an Glycerin und vorzugsweise einer Fluoridverbindung enthalten sind, sind aus US-PS 4 522 806 aus EU AI 0 049 830 und GB-PS 2 084 870 bekannt.
Jedoch war es bisher nicht möglich, stabile Zahnpflegemittel auf Basis dieser Bestandteile zu formulieren, die als Feuchthaltemittel das hierfür allgemein verwendete Glycerin enthielten. Die Glycerin enthaltenden Formulierungen waren zu weich und zeigten bei beschleunigten Alterungsversuchen eine Trennung.
Überraschenderweise wurde jedoch festgestellt, dass bei Verwendung eines Polyethylenglykols als Feuchthaltemittel kosmetisch stabile Formulierungen hergestellt werden können, die auch bei einer beschleunigten Alterung stabil sind.
Darüber hinaus ergaben sich Schwierigkeiten bei der Formulierung eines Zahnpflegemittels und einer Zahnpasta mit einem Gehalt an Hexetidin bzw. 5-Amino-l,3-bis(2-ethylhexyl)-5-methyl-hexahydropyrimidin und Zink in Form von Zn++ und Fluorid in Form von F~, bei denen das vorhandene Hexetidin geringfügig inaktiviert oder zersetzt wird, und lösliche Zinkionen oder Fluoridionen aufgrund einer Einwirkung der anderen Bestandteile geringfügig kom-plexiert werden oder verloren gehen.
Überraschenderweise wurde festgestellt, dass diese Schwierigkeiten überwunden werden können, wenn man ein oberflächenaktives Mittel, im folgenden Tensid genannt, aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen oder zwitterionischen Tenside einbezieht und als Feuchthaltemittel ein Polyethylenglykol verwendet und ein nichtionisches Geliermittel wie Hydroxyethylzellulose verwendet und mit diesen ein feinverträgliches dentales Reibmittel vorzugsweise hydratisiertes Aluminiumoxid, calciniertes Aluminiumoxid oder wasserhaltiges Kieselsäuregel kombiniert und den pH-Wert unter etwa 6 und vorzugsweise zwischen 5 und 6 hält, wobei die mikrobizide Wirksamkeit des Hexetidins in Kombination mit den Zinksalzen bzw. Zn++ und dem Fluorid bzw. F~ in den Zahnpflegemittel erhöht wird.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein kosmetisch stabiles Zahnpflegemittel, insbesondere eine Zahnpasta zur Verhinderung von Zahnbelag und Gingivitis auf Basis einer Kombination von Hexetidin, Zinksalz und einem Fluorid vorzuschlagen, welches die Nachteile der bisherigen Zusammensetzungen vermeidet und keine Nebenwirkungen, wie Fleckenbildungen an den Zähnen oder einen bitteren Geschmack zeigt, wobei das Zahnpflegemittel möglichst niedrige Mengen an Hexetidin enthält.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein stabiles und Zahnbelag verbundenes Zahnpflegemittel der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, welches ausser der Kombination von Hexetidin, einem Zinksalz und einer Fluorid liefernden Verbindung ein Tensid, ein Polyethylenglykol als Feuchthaltemittel und ein nichtionisches Geliermittel enthält, einen pH-Wert bis zu etwa 6 und vorzugsweise in einem Bereich von 5 bis 6 aufweist, und ein verträgliches dentales Reibmittel, wie calciniertes Aluminiumoxid, hydratisiertes Aluminiumoxid oder wasserhaltiges Kieselsäuregel enthält.
Die Erfindung ist durch die Merkmale im unabhängigen Anspruch gekennzeichnet.
Insbesondere wird gemäss Erfindung ein stabiles Zahnpflegemittel bzw. eine Zahnpasta mit Zahnbelag verhindernC,H
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CH3-CH2-CH2-CH2-CH-CH2--N
de Eigenschaft vorgeschlagen, welches in Kombination Hexetidin in niedrigen Anteilen von etwa 0,1 bis 0,75 Gew.%, etwa 0,1 bis 5 Gew.% eines Zinksalzes und etwa 0,05 bis 2 Gew.% einer fluorid-liefernden Verbindung 5 als bakterizides und Karies verhindernde Mittel, sowie 20 bis 30 Gew.% eines Polyethylenglykols als Feuchthaltemittel, etwa 0,5 bis 5 Gew.% eines nichtionischen Geliermittels, etwa 0,5 bis 5 Gew.% eines Tensides aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen oder zwitterionischen Tenside 10 und etwa 40 bis 60 Gew.% eines verträglichen dentalen Reibmittels enthält, wobei die Zusammensetzung einen pH-Wert von 5 bis 6 hat.
Hexetidin ist ein wasserunlösliches Bakterizid mit einem breiten Wirkungsspektrum der folgenden Formel
CoH
2n 5
kN-CH2-CH-CH2-CH2-CH2-CH3
ch2 ^ch2
>c:
'"2
NH9 \CH3
bzw. ein 5-Amino-l,3-bis(2-ethylhexyl)-5-methyl-hexahy-dropyrimidin, das zur Verhinderung von Zahnbelag und zur Bekämpfung von Gingivitis in Zahnpflegemitteln eingesetzt wird. Es ist jedoch eine bitter schmeckende Substanz, die aus geschmacklichen Gründen nur in geringen Mengen eingesetzt werden kann, wodurch deren therapeutische Wirksamkeit beschränkt ist. Niedrige Menge von Hexetidin in einer Grössenordnung von etwa 0,1 bis 0,75 Gew.% ergeben jedoch in Kombination mit wasserlöslichen Zinksalzen in Mengen von etwa 0,1 bis 1,7 Gew. eine synergistisch gesteigerte mikrobizide Wirksamkeit gegenüber Strep mutans, einem Bakterienstamm, der sich im Zahnbelag findet.
Die Kombination von Hexetidin mit einem Zinksalz als Zahnbelag verhinderndes Mittel in Zahnpflegemitteln ist aus US-PS 4 522 806 und EU-PS 0 049 830 bekannt. Als Zinksalz kann in der bakteriziden Kombination mit dem Hexetidin jedes wasserlösliche Zinksalz wie Zinkchlorid, Zinkace-tat oder Zinksulfat vorhanden sein. Zinkfluorid und Zink-citrat, die weniger löslich sind, können ebenfalls verwendet werden.
Die folgende Tabelle I zeigt die Mindestinhibierungskon-zentration (MIC) gegenüber Strep. mutans an, wobei die aktiven Bestandteile in einer Wasser/Alkohol/Polyglykol-Mischung vorliegen.
Tabelle I
Wirksame ppm Bestandteile
Verhältnis MIC in ppm FIC Index
Hexetidin/
Zink++ 150/150
Hexetidin 750
Zink++ 750
1:1
0,12/0,12 0,60 40,0
0,20
Die niedrigeren MIC-Werte von 0,12 ppm zeigen eine grössere bakterizide Wirksamkeit. Der FIC-Index entspricht der Fraktions-Inhibierungs-Konzentration und wurde aus den MIC-Werten für jedes Verhältnis berechnet.
Die MIC-Werte zeigen, dass die mikrobizide Wirksamkeit der Kombination nicht der Gesamtsumme der einzelnen Komponenten in ihrer bakteriziden Wirksamkeit entspricht, sondern synergistisch wirksamer bei niedrigeren Konzentra-
25 tionen ist. Eine Mindestkonzentration von 0,60 ppm Hexetidin allein ist für eine totale bakterielle Inhibierung erforderlich und eine Mindestkonzentration von 40 ppm Zink+ + allein ist erforderlich, um eine totale bakterielle Inhibierung zu bewirken. Demgegenüber bewirkt eine Konzentration von 30 0,12 ppm Hexetidin in Kombination mit 0,12 ppm Zink+ + eine totale bakterielle Inhibierung. Der Anstieg der bakteriziden Wirkung von Hexetidin aufgrund der Anwesenheit von Zink+ + verringert die für den therapeutischen Effekt erforderliche Menge und somit auch den mit Hexetidin verge-35 sellschafteten bitteren Geschmack.
Die dritte Komponente der bakteriziden Kombination ist ein fluorid-liefernde Verbindung, die Fluoridionen in Wasser liefert und sich im wesentlichen nicht mit den ande-40 ren Verbindungen des Zahnpflegemittels bzw. Zahnpasta umsetzt. Hierzu gehören anorganische Fluoride wie lösliche Alkalifluoride, Erdalkalifluoride und Schwermetallsalze des Fluors wie beispielsweise Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Ammoniumfluorid, Bleifluorid, ein Kupferfluorid wie Kup-45 fer(I)-fluorid, Zinkfluorid, Zinnfluorid wie Zinn(IV)-fluorid oder Zinn(II)-chlorfluorid, Bariumfluorid, Natriumfluorsilikat, Ammoniumfluorsilikat, Natriumfluorzirkonat, Natriummonofluorphosphat, Aluminiummono- und di-fluor-phosphat sowie fluoriertes Natriumcalciumpyrophosphat. 50 Alkalifluoride wie Natrium- und Kaliumfluorid, Natrium-monofluorphosphat und deren Mischungen werden bevorzugt. Wenn die fluorid-liefernde Verbindung ein Zinkfluorid ist, so sind die fluorid-liefernde Verbindung und die Zinksalzverbindungen gemäss Verbindung ein und die gleiche. 55 Die Menge der fluorid-liefernden Verbindung hängt in gewissem Masse von der Art der eingesetzten Verbindung und ihrer Löslichkeit ab, da das Zahnpflegemittel diese Verbindung in einer nichttoxischen Menge enthalten muss. Bei einem festen Zahnpflegemittel wie einer Zahnpaste oder ei-60 nem Zahncreme soll diese Verbindung in solcher Menge vorhanden sein, dass sie maximal 1 Gewichtsprozent freigibt; es können auch geringere Mengen dieser Verbindung vorhanden sein, jedoch sollen vorzugsweise 0,005 bis 1 % und insbesondere 0,1% Fluoridionen freigegeben werden. Bei Alkali-65 fluoriden ist diese Komponente in Mengen bis zu 2 Gew.% bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung und vorzugsweise in Mengen von 0,5 bis 1 Gew.% vorhanden. Bei Natriummonofluorphosphat ist diese Verbindung in Men-
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gen bis zu 7,6 und vorzugsweise in Mengen von 0,76 Gew.% vorhanden.
Ferner wurde festgestellt, dass der pH-Wert des Zahnpflegemittels in einem Bereich von 5 bis 6 liegen soll, um die Reaktivität des Zinkions und des Hexetidins im Zahnpflegemittel bzw. in einer Zahnpasta aufrechtzuhalten. Der pH-Wert des Zahnpflegemittels kann mit einer entsprechenden Säure wie Essigsäure, Zitronensäure, Salzsäure oder Phosphorsäure entsprechend auf den Bereich von 5 bis 6 eingestellt werden. Die Verfügbarkeit des Zinkions, von Hexetidin und des Fluorids ist durch in vitro-Versuche bei Zahnpasten festgestellt worden, die auch einen beschleunigten Alterungstest bestehen.
Die erfindungsgemässen Zahnpflegemittel können als Zahnpasta, als Zahncreme oder als Zahngel vorliegen, die ein verträgliches dentales Poliermittel oder Reibmittel enthalten, wobei der flüssige Träger aus Wasser, meist in einer Menge von etwa 10 bis 35 Gew.% bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, sowie ein Polyethylenglykol als Feuchthaltemittel in einer Menge von 20 bis 30 Gew.% vorhanden sind. Das Polyethylenglykol als Feuchthaltemittel gemäss Erfindung hat ein durchschnittliches Molekulargewicht bis zu 1000 wie beispielsweise von 200 bis 1000 vorzugsweise von 400 bis 800 und insbesondere von 550 bis 650.
Diese Polyethylenglykole sind auf dem Markt z. B. als «Carbowax-600» bzw. «Carbowax-400» von der Union Carbide Chemicals Company erhältlich und sind leicht mit Wasser mischbar. Besonders bevorzugte flüssige Bestandteile sind Mischungen von Wasser mit Polyethylenglykol.
Als nichtionisches Geliermittel oder Verdickungsmittel können natürliche oder synthetische Gumme wie Hydroxyethylzellulose, Hydroxymethylzellulose oder Methylzellulose in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.% verwendet werden, wobei Hydroxyethylzellulose bevorzugt wird. Bei einer Zahnpasta, einem Zahncreme oder einem Zahngel werden die flüssigen und festen Bestandteile so ausgewählt, dass sie eine cremige oder gelförmige Masse ergeben, die aus einem unter Druck befindlichen Behälter oder aus einer zusammendrückbaren Tube extrudierbar sind.
Ein wesentlicher Bestandteil der vorliegenden erfindungsgemässen stabilen Zahnpflegemittel ist ein oberflächenaktives Mittel, insbesondere ein anionisches, nichtionisches oder zwitterionisches Tensid, welches in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.% vorliegt. Dieses Tensid ist mit der bakteriziden Kombination aus Hexetidin, Zinksalz und Fluoridver-bindungen verträglich; es solubilisiert die Hexetidinkompo-nente und reagiert nicht mit dem Zinksalz oder anderen Bestandteilen der bakteriziden Kombination; es deaktiviert auch nicht das Hexatidin.
Geeignete anionische Tenside sind wasserlösliche Salze von höheren Fettsäuremonoglyceridmonosulfaten wie das Natriumsalz des monosulfatierten Monoglycerids von hydrierten Kokosnussölfettsäuren, höhere Alkylsulfate wie Natriumlaurylsulfat, Alkylarylsulfonate wie Natriumdode-cylbenzolsulfonat, höhere Alkylsulfoacetate, höhere Fettsäureester von 1,2-Dihydroxypropansulfonaten und im wesentlichen gesättigte höhere aliphatische Acylamide von niederen aliphatischen Aminocarbonsäuren, wie solche mit 12 bis 16 Kohlenstoffatomen im Fettsäure-, Alkyl- oder Acyl-rest. Beispiele der erwähnten Amide sind N-Lauroylsarcosin und die Natrium-, Kalium- und Ethanolamidsalze von N-Lauroyl-, N-Myristoyl- oder N-Palmitoylsarcosinen.
Nichtionische Tenside sind Kondensationsprodukte von Sorbitanmonostearat mit etwa 20 bis 60 Molen Ethylenoxid, den sogenannten «Tweens» wie Polyoxyethylen(20)sorbitan-monoisostearat oder Polyoxyethylen(40)diisostearat sowie Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit Propylen-oxidkondensaten von Propylenglykol, den sogenannten
«Pluronics», Kondensationsprodukten von höheren Fettalkoholen oder -ethern mit Ethylenoxid, Kondensationsprodukten von Alkylthiophenol mit 10 bis 15 Ethylenoxidein-heiten und Ethylenoxidaddukten von Monoestern von hexa-hydrischen Alkoholen und inneren Estern dieser, wie Sorbit-anmonolaurat, Sorbitmonooleat, Mannitanmonopalmitat und Sorbitanmonisostearat.
Zwitterionische Tenside sind Betaine und Sulfobetaine. Typische Alkyldimethylbetaine sind unter anderem Decylbe-tain oder 2-(N-Decyl-N,N-dimethylammonium)acetat, Ko-kosbetain, Myristylbetain, Palmitylbetain, Laurylbetain und Stearylbetain. Die Amidobetaine enthalten analog Kokos-amidoethylbetain, Kokosamidopropylbetain und Laurami-dopropylbetain. Diese Sulfobetaine entsprechen struktur-mässig den Betainen, haben aber anstelle des Carbonsäurerestes einen Sulfonatrest; es handelt sich hier um Alkylsulfo-betaine, Alkylamidosulfobetaine und Alkylaminosulfo-betaine.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil bei den erfindungsgemässen Zahnpflegemitteln ist das Polyethylenglykol als einziges Feuchthaltemittel, um der Zusammensetzung eine kosmetische bzw. physikalische Stabilität zu vermitteln. Glycerin ist als allgemein übliches Feuchthaltemittel für Zahnpflegemitter unverträglich mit der bakteriziden Kombination aus Hexetidin/Zinksalz/Fluorid und zeigt eine Phasentrennung bei einem beschleunigten Alterungstest. Das erfin-dungsgemäss verwendete Polyethylenglykol macht etwa 20 bis 30 Gew.% der Zusammensetzung aus.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemässen Zahnpflegemittel ist das Geliermittel, welches ein nichtionisches Gum ist und in einer Menge bis zu 5 Gew.% und vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 3 Gew.% vorliegt. Es wurde festgestellt, dass grosse organische anionische Moleküle wie Carboxymethylzellulose, die Wirkung haben, die bakterizide Aktivität zu verringern. Demzufolge wird Hydroxyethylzellulose, welches ein nichtionisches, organisches Molekül hat, als Geliermittel bevorzugt. Andere nichtionische Geliermittel wie Hydroxymethylzellulose können verwendet werden.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemässen Zahnpflegemittel ist das wasserunlösliche dentale Schleif- oder Poliermittel, welches mit der Gesamtzusammensetzung verträglich ist. Das Schleif- oder Poliermittel macht etwa 40 bis 60 Gew.% der Zahnpflegemittelzusammensetzung aus. Geeignete Poliermittel sind hydratisiertes Aluminiumoxid, calciniertes Aluminiumoxid, Kieselsäure einschliesslich saurer, neutraler und alkalischer Kieselsäure, wasserhaltiges Kieselsäuregel, dihydratisiertes Dicalcium-phosphat, Natrium- oder Kaliummetaphosphat, Tricalcium-phosphat und andere Phosphatsalze, Calciumcarbonat, Aluminiumsilikat, Zirkoniumsilikat, Kunststoff wie Polymeth-acrylate sowie Bentonite und deren Gemische. Bevorzugt werden als Poliermittel calciniertes Aluminiumoxid, hydratisiertes Aluminiumoxid, und wasserhaltiges Kieselsäuregel.
Es wurde festgestellt, dass nur bei Verwendung der speziellen Kombination der Bestandteile von Tensid, Polyethylenglykol, nichtionischem Geliermittel und einem verträglichen Reibmittel ein stabiles Zahnpflegemittel mit Zahnbelag verhindernder Eigenschaft auf Basis einer bakteriziden Kombination von Hexetidin/Zinksalz/Fluorid erhalten werden kann.
Den Zahnpflegemittel gemäss Erfindung können noch weitere Bestandteile zugesetzt werden, wie färbende Mittel oder Weissungsmittel wie Titandioxid, Konservierungsmittel, Riechstoffe, Aromamittel und Süssungsmittel sowie Mittel zur Ansäuerung in Mindestmengen bis zu 5 und vorzugsweise bis 1 Gew.%, vorausgesetzt, dass sie nicht die bakteriziden Eigenschaften und die Stabilität der erfindungsgemäs-
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sen Zahnpflegemittel beeinträchtigen. Vorzugsweise werden als Aromaöle Pfefferminz, Spearmint oder deren Mischungen verwendet.
Das erfindungsgemässe Zahnpflegemittel wird gewöhnlich auf übliche Weise wie sonst bei der Herstellung von Zahnpasten, Zahncremen und Gelen hergestellt. Insbesondere kann eine Zahnpasta oder ein Zahncreme dadurch hergestellt werden, dass man ein Geliermittel in einer Flüssigkeit nämlich dem Feuchthaltemittel und/oder Wasser dispergiert und dieser Dispersion eine wässrige Lösung der wasserlöslichen Bestandteile nämlich der Fluoride, Zinksalze, Saccharin und dergleichen zumischt, anschliessend das Poliermittel zugibt, letztlich die Tenside, das Hexetidin und die Aromastoffe zufügt und anschliessend die erhaltene Zusammensetzung in Tuben oder auf andere Weise verpackt.
Die erfindungsgemässen Zahnpflegemittel werden im allgemeinen durch 30 bis 90 Sekunden dauerndes Bürsten mindestens einmal Tag eingesetzt.
Beispiel 1 und 2
Es wurden zwei Zahncremen der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Gewichtsteile
Bestandteile
1
2
Hexetidin
0,20
0,20
Zinkacetatdihydrat
0,67
Zinkchlorid
0,42
Natriumfluorid
0,22
0,22
Natriumlaurylsulfat
1,20
1,20
Polyethylenglykol
25,00
25,00
Hydratisiertes Aluminiumoxid
42,00
42,00
Calciniertes Aluminiumoxid
10,00
10,00
Hydroxyethylenzellulose
1,40
1,40
Aromastoffe
1,00
1,00
Natriumsaccharin
0,30
0,30
Entsalztes Wasser auf
100,00
100,00
Diese Zahnpasten wurden hergestellt, indem man eine wässrige Lösung von Natriumsaccharin, Natriumfhiorid und Zinkchlorid bzw. Zinkacetat der Dispersion von Hydroxyethylzellulose in Polyethylenglykol-600 zusetzte und etwa V2 Stunde mischte. Diese Mischung wurde dann zu einer Mischung aus hydratisiertem Aluminiumoxid und calciniertem Aluminiumoxid gegeben und etwa 20 Minuten unter Vakuum vermischt. Das Natriumlaurylsulfat, die Aromastoffe und das Hexetidin wurden anschliessend zugegeben und weitere 10 Minuten unter Vakuum gemischt, worauf der pH-Wert des endgültigen Produktes mit Salzsäure auf einen Wert von 5 bis 6 eingestellt wurde. Die Zahnpasten zeigten eine mikrobizide Wirkung und waren nach 9 Wochen Alterung bei 49 °C kosmetisch stabil und hatten die folgenden Stabilitätswerte bezüglich der Wirkstoffe:
Wirkstoffe Verfügbarkeit nach Alterung in %
Hexetidin 65%
Wasserlösliches Zink (Zn++) 60% Wasserlösliches Fluorid (F~) 67%
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Beispiele 3 und 4
Es wurden Zahncremes aus den folgenden Bestandteilen hergestellt:
Gewichtsteile
Bestandteile
3
4
Hexetidin
0,75
0,75
Zinkacetatdihydrat
1,68
Zinkchlorid
1,04
Natriumfluorid
0,22
0,22
Polyoxyethylen(20)sorbitan-
monoisostearat
1,00
1,00
Polyethylenglykol-600
20,00
25,00
Hydratisiertes Aluminiumoxid
42,00
42,00
Calciniertes Aluminiumoxid
10,0
10,00
Hydroxyethylzellulose
1,20
1,40
Aromastoffe
1,00
1,00
Natriumsaccharin
0,30
0,30
Entsalztes Wasser auf
100,00
100,00
Der pH-Wert wurde mit Salzsäure auf einen Wert von 5,0 bis 6,0 eingestellt.
Die Zahncremes wurden analog Beispiel 1 und 2 hergestellt und waren nach 9 Wochen Alterung bei 49 °C kosmetisch stabil, mikrobizid wirksam und zeigten folgende Wirkstoffstabilitäten:
Wirkstoffe Verfügbarkeit nach Alterung in %
Hexetidin 92%
Wasserlösliches Zink (Zn + +) 84% Wasserlösliches Fluorid (F~) 60%
Beispiel 5
Es wurden eine Zahncreme mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
Bestandteile Gewichtsteile
Hydroxyethylzellulose 1,40
Natriumfluorid 0,22
Natriumsaccharin 0,20
Polyethylenglykol 600 21,00
Titandioxid 0,40
Zinkacetat • 2H2O 1,00
Hexetidin 0,32
Hydratisiertes Aluminiumoxid 50,00
Kokosamidokpropylbetain (30%) 1,00
Wasser auf 100,00
Der pH-Wert wurde mit Salzsäure auf einen Wert von 5,5 eingestellt.
Auch diese Zahncreme zeigte eine ausgezeichnete bakterizide Wirksamkeit nach längerer Alterung.
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Beispiel 6
Es wurde eine Zahnpasta aus den folgenden Bestandteilen hergestellt:
Bestandteile Gew. %
Hexetidin 0,2
Polyethylenglykol-600 20,0
Hydroxyethylzellulose 1,3
ZnF2-Lösung 29,6
Hydratisiertes Aluminiumoxid 47,5
Polyoxyethylen(20)sorbitanmonoisostearat 1,0
Ti02 0,1
Wasser auf 100,0
Der pH-Wert wurde auf 5,6 eingestellt. Als wässrige Zinkfluoridlösung wurde eine solche mit einen pH-Wert von 4,35 verwendet, die 0,2% Saccharinsäure und 0,4% ZnF2 entsprechend 0,1% Fluorionen enthielt und 1500 ppm Zn++ und 1000 ppm F~ lieferte.
Die obigen Beispiele können auch dadurch abgewandelt werden, dass man andere Poliermittel wie wasserhaltiges Kieselsäuregel oder andere anionische nichtionische oder zwitterionische Tenside verwendet.
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Claims (18)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Stabiles Zahnpflegemittel zur Verhinderung von Zahnbelag mit einem Gehalt einer in bakterizid wirksamer Menge vorliegenden Kombination aus Hexetidin, einem Zinksalz und einer Fluorid liefernden Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Tensid, ein nichtionisches Geliermittel, ein Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht bis zu 1000 als Feuchthaltemittel und ein verträgliches dentales Poliermittel enthält und einen pH-Wert von 5 bis 6 aufweist.
  2. 2. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hexetidin in Mengen von 0,1 bis
    0,75 Gew.% bezogen auf die Gesamtzusammensetzung vorhanden ist.
  3. 3. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tensid ein anionisches nichtionisches und/ oder zwitterionisches Tensid ist und in Mengen von etwa 0,5 bis 5 Gew.% bezogen auf die Gesamtzusammensetzung vorliegt.
  4. 4. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dentale Poliermittel etwa 40 bis 60 Gew.% ausmacht.
  5. 5. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyethylenglykol-Feuchthaltemittel etwa 20 bis 30 Gew.% der Gesamtzusammensetzung ausmacht.
  6. 6. Zahnpflegemittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das dentale Poliermittel eine Mischung aus hy-dratisiertem Aluminiumoxid und calciniertem Aluminiumoxid ist.
  7. 7. Zahnpflegemittel nach Ansprach 4, dadurch gekennzeichnet, dass das dentale Poliermittel ein hydratisiertes Aluminiumoxid ist.
  8. 8. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Geliermittel Hydroxyethylzellulose ist und in einer Menge von etwa 0,5 bis 5 Gew.% vorliegt.
  9. 9. Zahnpflegemittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtionische Tensid ausgewählt ist aus der Gruppe von Polyoxyethylen(20)sorbitanmonoisostearat undPolyoxyethylen(40)sorbitandiisostearat.
  10. 10. Zahnpflegemittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das anionische Tensid ein Natriumlaurylsulfat ist.
  11. 11. Zahnpflegemittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zwitterionische Tensid ein Kokosamido-propylenbetain ist.
  12. 12. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinksalz in einer Menge von 0,1 bis
    5 Gew.% bezogen auf die Gesamtzusammensetzung vorliegt.
  13. 13. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluorid liefernde Verbindung etwa 0,05 bis 2 Gew.% der Gesamtzusammensetzung ausmacht.
  14. 14. Zahnpflegemittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinksalz ein Zinkacetat ist.
  15. 15. Zahnpflegemittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinksalz ein Zinkchlorid ist.
  16. 16. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinksalz und die Fluorid liefernde Verbindung ein Zinkfluorid sind.
  17. 17. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchthaltemittel ein Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 400 bis 800 ist.
  18. 18. Zahnpflegemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchthaltemittel ein Polyethylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 550 bis 650 ist.
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