CH674526A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft einen Schaber an einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen der Fasersammeirinne eines Rotors einer Offen-End-Spinnmaschine mit einem messerartig flachem Endteil, der in die Fasersammeirinne einführbar ist.
Aus der DE-PS 26 29 161 ist eine Wartungsvorrichtung bekannt, die mit in den Spinnrotor eindringenden Reinigungselementen bestückt ist. Die Reinigungselemente sind durch Federelemente gehalten. Durch die Wartungsvorrichtung werden die jeweiligen Reinigungselemente gedreht. Aufgrund von Fliehkräften geben die Federglieder nach, und die Reinigungselemente werden jeweils in dem zu reinigenden Rotor gegen den Rotorboden und in die zu reinigende Rotorrille gedrückt.
Zum Spinnen von feinen Garnen wurden für das Rotorspinnverfahren Rotoren entwickelt, die eine sehr scharfe und enge Fasersammeirinne haben. Ausserdem haben sich die Rotordurchmesser, gemessen in der Rille, bis auf ein Mass von 30 mm reduziert. Bei diesen Dimensionen der Rotorrille wird es schwierig, abgelagerten Feinstaub und Schalenteile zu entfernen, was auch durch den Umstand noch schwieriger wird, dass durch die hohen Rotordrehzahlen die Schmutzpartikel stärker in die Rotorrille gepresst werden und durch die infolge höherer Drehzahlen verursachten Erwärmungen festgebacken werden.
Da die Reinigungselemente der bekannten Wartungsvorrichtung aber auf nachgiebigen Federelementen sitzen, gleitet vor allem ein Schaber bei sehr harten Ablagerungen von Schmutz in der Rille über die Schmutzansammlungen hinweg, ohne sie abzutragen. Die Reinigung der Rotoren ist deshalb unvollkommen und verursacht vorzeitigen Ver-schleiss der Reinigungselemente.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schaber so auszulegen, dass er die Fasersammeirinne eines Rotors einer Offen-End-Spinnmaschine optimal reinigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit Hilfe der kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Der messerartig flach ausgebildete, in die Fasersammelrille reichende Endteil des erfindungsgemässen Schabers ermöglicht es vorteilhaft, selbst fest angebackenen Schmutz in der Fasersammeirinne problemlos zu unterfahren und herauszubrechen. Unterstützt wird diese Fähigkeit des Schabers durch die in der Messerebene gegen die Drehrichtung des Rotors abgewinkelte Form des in der Fasersammeirinne Iie-5 genden Endteils, dessen Vorderkante gegen die Drehrichtung des Rotors geneigt verläuft. Der Endteil des Schabers ermöglicht es auch, ein gewisses Mass an Verschleiss zu tolerieren, solange seine abgewinkelte Form trotz Materialabtrag vom Schaber erhalten bleibt.
10 In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Schaber an der Reinigungsvorrichtung mittels eines Halters in einer zur Fasersammeirinne des Rotors senkrechten Ebene schwenkbeweglich befestigt und in der genannten Ebene in Richtung des Rotors verschiebbar. Da eine Reinigungsvorrichtung in 15 der Regel eine Vielzahl von Spinnaggregaten versorgt, ist eine genaue Positionierung des Schabers zur Rotorrille bei jeder Spinnstelle nicht möglich. Die bewegliche Befestigung des Schabers mit einem Halter an der Reinigungsvorrichtung erleichtert seine Positionierung zum und sein Einfahren in 20 den Rotor erheblich. Der Schaber trifft beim Einfahren in den Rotor zunächst auf den Rotorboden und gleitet dann in die Rotorrille.
Die Schwenkbeweglichkeit des Schabers wird dadurch erreicht, dass der Schaber einen rohrförmig erweiterten Fuss 25 aufweist, mit dem er das ballig ausgebildete Ende seines Halters umfasst. Schaber und Halter sind also nicht durch ein festes Gelenk verbunden. Das ermöglicht vorteilhaft einen schnellen Wechsel des Schabers ohne Werkzeugeinsatz. Der Schaber braucht nur mit seinem rohrförmig erweiterten Fuss 30 über das ballig ausgebildete Ende seines Halters geschoben zu werden. Das ballige Ende des Halters ermöglicht dem Schaber ausserdem ein solches Mass an Schwenkbeweglichkeit, dass er seine Reinigungsarbeit auch bei voneinander abweichenden Rotorpositionen an einer Offen-End-Spinnma-35 schine optimal durchführen kann.
Die Befestigung des Schabers an seinem Halter erfolgt einfach, aber wirkungsvoll mit einer an dem Halter befestigten Blattfeder. Die Blattfeder ist mit Mitteln zum Einrasten mit dem Schaber versehen und befestigt so den Schaber an 40 dem Halter. Beispielsweise kann die Blattfeder mit einer hut-förmigen Ausbuchtung an ihrem Ende einen Zapfen auf dem Schaber umschliessen. Das verhindert sowohl ein Abrutschen des Schabers von seinem Halter als auch ein seitliches Weggedrücktwerden und Nachgeben während des Reini-45 gungsVorgangs. Beim Schaberwechsel braucht nur die Feder so weit zurückgebogen werden, dass der Zapfen auf dem Schaber aus dem Hut am Federende gezogen werden kann.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird der erfindungs-gemässe Schaber an einer Reinigungsvorrichtung in seiner 50 konstruktiven Ausgestaltung und in seiner Funktion vorgestellt.
Fig. 1 zeigt von einer Reinigungsvorrichtung einen Halter mit einem Schaber, der eine Rotorrinne säubert, in einer Seitenansicht im Schnitt.
55 Fig. 2 zeigt in einem Ausschnitt von Fig. 1 den Schaber in der Rotorrille in Aufsicht.
In Fig. 1 ist der Schnitt eines Rotors 1 zu sehen, der mit seiner Welle 2 in einem hier nicht dargestellten Spinnaggregat gelagert ist. In dem Schnittbild des Rotors 1 ist der Ro-60 torboden 3 und die Rotorrille 4, die Fadensammeirinne, die der Fadenbildung dient, zu erkennen.
Der Aufbau einer Offen-End-Spinnmaschine mit einer Wartungsvorrichtung, die Reinigungselemente zum Reinigen der Rotoren enthält, beispielsweise Schaber, ist aus dem 65 Stand der Technik bekannt und unter anderem in der DE-PS 26 29 161 beschrieben.
In Front vor dem Rotor 1 befindet sich eine Reinigungsvorrichtung 5, die hier nicht näher dargestellt ist. An einem
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beweglich gelagerten Arm 6 ist eine Antriebseinrichtung 7 für den Rotor 1 befestigt, bestehend aus einem Reibrad 8, das durch einen Motor 9 angetrieben wird. Das Reibrad 8 treibt den während der Reinigung von seinem Antrieb getrennten Spinnrotor 1.
An dem Arm 6 der Reinigungsvorrichtung 5 ist ausserdem ein Zylinder 10 befestigt. Im Zylinder 10 wird ein Kolben 11 durch Pressluft, die durch die Zuleitung 12 zugeführt wird, in Richtung auf den Rotor 1 hinbewegt. Mit dem Kolben 11 ist der Halter 14 des Schabers 18 verbunden, der dadurch ebenfalls in Richtung Rotor 1 verschoben wird. Zurückgeholt wird der Kolben 11 durch die Druckfeder 13.
Der Halter 14 des Schabers 18 ist an seinem freien Ende ballig ausgebildet. Ausserdem ist der längs geschlitzt, und in diesem Schlitz sitzt eine Blattfeder 15, die mit Nieten 16 und
17 befestigt ist. Die Befestigung kann auch mit Schrauben erfolgen. Eine Zusammensetzung des Halters aus zwei Teilen mit dazwischenliegender Blattfeder ist ebenfalls möglich.
Der Schaber 18 hat einen rohrförmig erweiterten Fuss 19, der das ballig ausgebildete Ende seines Halters 14 umfasst. Das ballige Ende lässt für den Halter eine Schwenkbewegung wie in einem Gelenk zu.
Die Blattfeder 15 trägt an ihrem Ende eine hutförmige Ausbuchtung 21, die einen am Schaber 18 befestigten Zapfen 20 umschliesst. Die Blattfeder 15 drückt aufgrund ihrer Eigenspannung den Schaber 18 in Richtung des Rotorbodens 3 und verhindert gleichzeitig durch das Umgreifen des Zapfens 20 ein seitliches Ausbrechen des Schabers während des Reinigungsvorgangs. Damit ausserhalb des Rotors der Schaber
18 nicht den Kontakt zu der Blattfeder 15 verliert, kann er nur bis zu einem Anschlag 22 an seinem Halter 14 kippen. Die Verbindung zwischen Blattfeder und Schaber ist nur beispielhaft. Es ist auch denkbar, dass der Schaber eine Bohrung hat, in die eine Nase der Blattfeder greift.
Der Reinigungsvorgang des Rotors 1 läuft erfmdungsge-mäss wie folgt ab:
Durch die Wartungsvorrichtung 5 wird das hier nicht dargestellte Spinnaggregat geöffnet, so dass der Rotor 1 freiliegt. Während das Spinnaggregat geöffnet ist, ist der Rotor von seinem Antrieb getrennt. Der Arm 6 der Reinigungsvorrichtung 5 schwenkt in Richtung des Rotors 1, bis dass sich das Reibrad 8 an seine Aussenseite legt. Dann wird mittels des Motors 9 das Reibrad 8 und damit der Rotor 1 angetrieben. Daraufhin wird der Zylinder 10 über die Zuleitung 12 mit Pressluft beaufschlagt. Der Kolben 11 mit dem Halter 14 und dem darauf sitzenden Schaber 18 schieben sich in Richtung Rotor 1. Der Schaber 18 legt sich dabei zunächst mit seinem abgewinkelten Endteil 24 am Boden 3 des Rotors an und gleitet dann auf diesem in die Rotorrille 4. Das Endteil 24 des Schabers ist also zunächst zum Rotor so positioniert, dass es beim Einfahren des Schabers in den Rotor etwas zu tief steht und dann über den Boden des Rotors in die richtige
Position geleitet wird. Der Zylinder 10 kann mit einem Druckwächter versehen sein, hier nicht dargestellt, der es erlaubt, den Vorschub des Schabers zu stoppen, wenn er die Rille 4 erreicht hat, um einen vorbestimmten Anpressdruck 5 des Schabers einzuhalten.
Die Reinigungsvorrichtung kann zusätzlich, hier nicht dargestellt, mit ausfahrbaren Bürsten, Absaugdüsen oder Blasdüsen für Pressluft ausgestattet sein, um eine optimale Reinigung neben der Schaberreinigung zu ermöglichen. 10 Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf den Schaber in Reinigungsstellung als Ausschnitt entsprechend Fig. 1. Die mit der Fig. 1 übereinstimmenden Teile sind mit den gleichen Bezugsziffern versehen. Ein Teil des Rotors 1 wurde so angeschnitten, dass die Rotorrille 4 mit dem darin eingeschobenen Schaber 1518 zu sehen ist. Aus dem Zylinder 10 ist der Halter 14 des Schabers 18 ausgefahren und über die Blattfeder 15 wird der mit dem rohrförmig erweiterten Fuss 19 auf dem balligen Ende des Halters 14 gelenkig gelagerte Schaber 18 in die Rotorrille 4 gedrückt. In der Rotorrille 4 ist eine Ablagerung 20 von Schmutz 23 zu sehen. Der Rotor 1 dreht sich in Pfeilrichtung und damit bewegt sich der Schmutz 23 auf das abgewinkelte Endteil 24 des Schabers 18 zu. Aufgrund seiner Form, die einem Hakenpflug ähnelt, unterfahrt die Spitze des Endteils 24 den Schmutz 23. Selbst harter und angebak-25 kener Schmutz wird so aus der Rille herausgerissen und entfernt. Dadurch ist eine optimale Reinigung der Fadensammeirinne des Rotors möglich, selbst von hartnäckigen und klebrigen Anbackungen. Ein elastischer und nachgiebiger Schaber als Reinigungselement, wie er aus dem Stand der 30 Technik bekannt ist, wäre nicht in der Lage, festgebackenen oder klebenden Schmutz zu entfernen. Er würde aufgrund seiner Elastizität darüber hinweggleiten. Die Form des Schabers ermöglicht sogar die Tolerierung eines gewissen Ver-schleisses, solange die abgewinkelte Form des Endteils beste-35 hen bleibt.
Wenn der Reinigungsvorgang beendet ist, wird der Motor 9 gestoppt. Der Rotor hält an. Der Druck im Zylinder 10 wird abgesenkt. Die Druckfeder 13 drückt den Kolben 11 zurück und zieht den Halter 14 mit dem Schaber 18 aus dem 40 Rotor 1. Danach schwenkt der Arm 6 vom Rotor 1 weg und das Spinnaggregat wird wieder geschlossen, damit ein Anspinnvorgang eingeleitet werden kann.
Ein weiterer Vorteil des erfmdungsgemässen Schabers ist sein einfaches und problemloses Auswechseln. Nach Abhe-45 ben der hutförmigen Ausbuchtung 21 der Blattfeder 15 vom Zapfen 20 des Schabers 18 kann der Schaber mit seinem Fuss 19 von dem balligen Ende seines Halters 14 abgezogen werden. In umgekehrter Reihenfolge der Handgriffe lässt sich ebenso einfach ein neuer Schaber aufsetzen. Das ermög-50 licht neben der Wartung ausserdem eine schnelle und optimale Anpassung der Reinigungsvorrichtung an unterschiedliche Rotordurchmesser und -formen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schaber an einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen der Fasersammeirinne eines Rotors einer Offen-End-Spinn-maschine mit einem messerartig flachen Endteil, der in die Fasersammelrille einführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der bis in die Fasersammelrille (4) reichende Endteil (24) in der Messerebene derartig entgegen der Drehrichtung des Rotors (1) abgewinkelt ist, dass die Vorderkante gegen die Drehrichtung des Rotors geneigt verläuft.
2. Schaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaber (18) an der Reinigungsvorrichtung (5) mittels eines Halters (14) in einer zur Fasersammeirinne (4) des Rotors (1) senkrechten Ebene schwenkbeweglich befestigt ist und dass der Schaber (18) in der genannten Ebene in Richtung der Rotorrille (4) verschiebbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Schaber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaber (18) einen rohrförmig erweiterten Fuss (19) aufweist, dass das Ende seines Halters (14) ballig ausgebildet ist und dass der Schaber (18) mit seinem Fuss (19) das ballige Ende seines Halters (14) umfasst.
4. Schaber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaber (18) durch eine an dem Halter (14) befestigte Blattfeder (15) über Mittel zum Einrasten (20,21) mit dem Halter (14) verbunden und in seiner Position gehalten wird.
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