CH676608A5 - - Google Patents
Download PDFInfo
- Publication number
- CH676608A5 CH676608A5 CH1216/87A CH121687A CH676608A5 CH 676608 A5 CH676608 A5 CH 676608A5 CH 1216/87 A CH1216/87 A CH 1216/87A CH 121687 A CH121687 A CH 121687A CH 676608 A5 CH676608 A5 CH 676608A5
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- yarn
- nozzle
- draw
- rotor
- feed zone
- Prior art date
Links
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 62
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 claims description 7
- 238000009987 spinning Methods 0.000 claims description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 5
- 238000007383 open-end spinning Methods 0.000 claims description 2
- 238000011161 development Methods 0.000 description 6
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 6
- 229910003460 diamond Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000010432 diamond Substances 0.000 description 5
- 230000003628 erosive effect Effects 0.000 description 5
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 4
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 4
- 238000013461 design Methods 0.000 description 4
- 238000012549 training Methods 0.000 description 4
- 230000003187 abdominal effect Effects 0.000 description 3
- 210000001015 abdomen Anatomy 0.000 description 2
- 238000009760 electrical discharge machining Methods 0.000 description 2
- 230000003746 surface roughness Effects 0.000 description 2
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 2
- 208000007101 Muscle Cramp Diseases 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- -1 for example Substances 0.000 description 1
- 239000003517 fume Substances 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000007788 roughening Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
- D01H4/40—Removing running yarn from the yarn forming region, e.g. using tubes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
1
CH 676 608 A5
2
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
Beim OE-Rotorspinnen kann die Spinnstabilität durch eine Erhöhung des Falschdrahtes verbessert werden. Der Falschdraht entsteht durch gleitendes Abrollen des Garns an der Abzugsdüse. Dabei leidet aber die Garnstruktur, weit vermehrt Um-windefasern sogenannte Bauchbinden bilden, wobei die Bauchbindenbildung zudem auch noch ungleich-massig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei guter Spinnstabilität ein OE-Garn verbesserter oder mehr ringgarnähnlicher Garnstruktur zu erhalten.
Bei einem gattungsgemässen Verfahren wird diese Aufgabe gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass dem Garn im wesentlichen beim Passieren der Fasereinspeisßzone ein geringerer Falschdraht erteilt wird als ausserhalb der Fasereinspeisezone. Es entstehen weniger Bauchbinden und die Garnstruktur ist verbessert beziehungsweise ringgarnähnlicher.
Im allgemeinen ist nur ein Faserkanal und demnach auch nur eine Fasereinspeisezone vorhanden. Es gibt aber auch Spinnvorrichtungen mit beispielsweise zwei Fasereinspeisezonen und in diesem Fall wird dem Garn beim Passieren der beiden Fasereinspeisezonen ein geringerer Falschdraht erteilt als ausserhalb der Fasereinspeisezonen.
Hierbei ist noch zu berücksichtigen, dass dem Garn der Falschdraht an der Abzugsdüse erteilt wird, die Umwindefasern aber bevorzugt in der Einbindezone, das heisst in der Rotorrille beziehungsweise in der Fasereinspeisezone zu sogenannten Bauchbinden umgewandelt werden. Aus diesen Gegebenheiten kann der Winkelbereich der Faserein-speisezone vom Winkelbereich der gleichzeitig erfolgenden Falschdrahterzeugung abweichen.
Der geringere Falschdraht des Garns wird beim Passieren der Fasereinspeisezone beispielsweise dadurch hervorgerufen, dass das Reiben des Garns der Abzugsdüse während der Zeitspanne, in der das Garn die Fasereinspeisezone passiert und dort mit fliegenden Spinnfasern in Berührung kommt, vermindert wird. Hierbei wird vorausgesetzt, dass im übrigen eine bestimmte, gewünschte Reibwirkung vorhanden ist. Die Verfahrensbedingung wird aber auch dadurch erfüllt, dass die Reibwirkung während der Zeitspanne erhöht wird, in der das Garn nicht die Fasereinspeisezone passiert.
Das Reiben des Garns an der Abzugsdüse wird beispielsweise dadurch vermindert, dass das Garn über einen ersten Bereich der Abzugsdüse geleitet wird, der einen geringeren Reibwert gegen das Garn aufweist, als der übrige zweite Bereich.
Vorteilhaft wird das Reiben des Garns an der Abzugsdüse dadurch vermindert, dass das Garn über einen ersten Bereich der Abzugsdüse geleitet wird, der dem Garn weniger Reibfläche bietet als der übrige zweite Bereich der Abzugsdüse.
Das Reiben des Garns an der Abzugsdüse kann auch dadurch vermindert werden, dass das Garn
über einen ersten Bereich der Abzugsdüse geleitet wird, der dem Garn statt der Gleitreibung eine rollende Reibung anbietet, während in dem übrigen zweiten Bereich die Gleitreibung vorherrscht.
Der geringere Fälschdraht kann- auch dadurch hervorgerufen werden, dass die Weglänge des Garns von der Rotorrille bis zum Fadenausleitkanat der Abzugsdüse in dem ersten Bereich, in dem das Garn die Fasereinspeisezone passiert, verkleinert wird gegenüber der Weglänge des Garns in dem übrigen zweiten Bereich.
Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 5 und deren Ausgestaltungen in den Ansprüchen 6 bis 15 beschrieben.
Die Fasereinspeisezone ist üblicherweise durch die Lage des Faserleitkanals und dessen Ausmündung bestimmt.
Bei der Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch 5 ist berücksichtigt, dass die Einbindezone sich in einem anderen Winkelbereich befindet als die Abrollzone des Garns an der Abzugsdüse.
Vorteilhaft besitzt der zweite Bereich gemäss Anspruch 7 eine aufgerauhte Oberfläche. Die aufgerauhte Oberfäche kann beispielsweise aus einer Hartkornbeschichtung oder aus Erosionskratern bestehen. Bei einer Hartkornbeschichtung werden beispielsweise Diamantkörner in die Oberfläche eingebettet. Erosionskrater entstehen beispielsweise durch Funkenerosion oder andere Verfahren des Erodierens.
tn Weiterbildung der Erfindung ist gemäss Anspruch 8 in dem ersten Bereich mit geringerem Reibwert ein Rollkörper rotierbar gelagert Ein solcher Rollkörper kann beispielsweise eine Kugel oder eine quer zur Garnabzugsrichtung rotierbare Walze sein. Die Enden der Walze sind dabei abgerundet, um dem Garn ein sanftes Auflaufen und Ablaufen zu ermöglichen
Nach Anspruch 3 ist vorgesehen, dass ein gegen die Fasereinspeisezone gerichteter erster Bereich einer Abzugsdüse eine kleinere, vom laufenden Garn in Laufrichtung berührbare Fläche aufweist, als der verbleibende zweite Bereich.
Alternativ hierzu ist in Weiterbildung der Erfindung gemäss Anspruch 9 vorgesehen, dass der zwar gegen die Fasereinspeisezone, aber um einen Winkel von bis zu etwa 45 Grad gegen die Drehrichtung des Rotors versetzt gerichtete erste Bereich der Abzugsdüse eine kleinere, vom laufenden Garn in Laufrichtung berührbare Fläche aufweist als der verbleibende zweite Bereich.
Eine kleinere, vom laufenden Garn berührbare Fläche gemäss Anspruch 3 ergibt sich vorteilhaft dadurch, dass die Abzugsdüse in ihrem gegen die Fasereinspeisezone gerichteten ersten Bereich eine Öffnung oder eine Einsattelung beziehungsweise Randaussparung aufweist.
Gemäss Anspruch 4 ist vorgesehen, dass die Abzugsdüse exzentrisch zum Rotor angeordnet und dabei in Richtung auf die Fasereinspeisezone versetzt ist. Alternativ hierzu ist gemäss Anspruch 11 vorgesehen, dass die Abzugsdüse exzentrisch zum Rotor angeordnet und dabei zwar in Richtung auf die Fasereinspeisezone aus der Drehachse des Ro-
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
2
3
CH676 608A5
4
tors verschohen, aber um einen Winkel von bis zu 45 Grad gegen die Drehrichtung des Rotors versetzt ist.
Die Weiterbildung der Erfindung beschreibt Anspruch 5. Hierbei muss die Abzugsdüse selber nicht unbedingt exzentrisch angeordnet sein. Allerdings könnte auch dies vorteilhaft sein, insbesondere dann, wenn die Vorrichtung nach Anspruch 12 weitergebildet ist. Durch Verdrehen der Abzugsdüse kann in diesem Fall experimentell eine Abzugsdüsenlage gefunden werden, die das gewünschte Spinnergebnis erbringt.
Eine Weiterbildung der Erfindung beschreibt Anspruch 13. Vorteilhaft beträgt der Sektorwinkel 30 Grad bis 90 Grad.
Zwischen dem ersten Bereich mit geringerem Reibwert gegen das Garn einerseits und dem verbleibenden zweiten Bereich andererseits sind vorteilhaft zumindest quasi stetige Übergänge vorhanden. Eine solche Gestaltung der Abzugsdüse gewährleistet eine stetige Abnahme des Falschdrahts, wenn das Garn in die Fasereinspeisezone gelangt, und eine stetige Zunahme des Falschdrahts, wenn das Garn wieder aus der Fasereinspeisezone herausgelangt. Die erwähnten, zumindest quasi stetigen Übergänge bestehen vorteilhaft aus gerundeten und geglätteten Kanten. Beispielsweise sind die Ränder aller Aussparungen derartig zu runden und zu glätten.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Bereich beziehungsweise der in Richtung der Fasereinspeisezone weisende beziehungsweise um einen Winkel von maximal 45 Grad gegen die Drehrichtung des Rotors aus dieser Richtung versetzt angeordnete Bereich des Garneinlauftrichters der Abzugsdüse einen kleineren Krümmungsradius aufweist als der verbleibende zweite Bereich.
In Weiterbildung der Erfindung ist gemäss Anspruch 15 der normalerweise gegen den Boden des Rotors gerichtete Garneinlauftrichter der Abzugsdüse aus dieser Richtung heraus um einen Winkel bis maximal etwa 60 Grad in Richtung der Fasereinspeisezone ausgerichtet, beziehungsweise aus dieser zuletzt genannten Richtung heraus in eine um einen Winkel von maximal 45 Grad gegen die Drehrichtung des Rotors versetzte Richtung ausgerichtet.
Auf das Garn übt eine derartig ausgerichtete Abzugsdüse in dem gewünschten Bereich die gewünschte verminderte Reibwirkung aus.
Anhand der zeichnerisch schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele soll die Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 die Teilansicht eines OE-Spinnaggregats mitteilweise aufgeschnittenem Rotor;
Fig. 2 eine Ansicht des Rotorinneren;
Fig. 3 bis 16 Draufsichten und Seitenansichten diverser Abzugsdüsen, wobei Figuren mit ungeraden Nummern sich auf Draufsichten beziehen und wobei einige Seitenansichten aufgeschnitten sind;
Fig. 17 einen Blick in das Innere eines anderen Rotors;
Fig. 18 eine Variante der Ausbildung nach Fig. 1.
Gemäss Fig. 1 ist der Rotor (1) mit einer Welle (2) versehen. Seine Drehachse ist mit (3), die Fasersammeirille mit (4) und die Gleitwand des Rotors mit (5) bezeichnet. Ein den Rotor (1) abdeckender Deckel (6) besitzt einen Faserkanal (7), dessen Mündung (8) gegen die Gleitwand (5) gerichtet ist.
Gemäss Fig. 2 bildet sich vor der Mündung (8) des Faserkanals (7) unter einem Winkel von beispielsweise 60 Grad eine Fasereinspeisezone (9) aus, die bei jedem Umlauf von dem Garn (10) und seiner hier etwa nur einen Winkel von 40 Grad überstreichenden Einbindezone (11) passiert wird. Beim Passieren der Fasereinspeisezone (9) treten im Garn (10) vermehrt Bauchbinden auf, wenn nicht er-findungsgemässe Massnahmen getroffen werden.
Die Fig. 1 und 2 lassen erkennen, dass der Decket (6) einen in den Rotor (1) hineinragenden Vorsprung (12) aufweist, der konzentrisch zur Drehachse (3) eine Vertiefung (13) besitzt. Die Vertiefung (13) hat eine zentrale Bohrung, die mit einem Gewinde versehen ist, in das eine Abzugsdüse der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Art eingeschraubt ist. Die Abzugsdüse (14) besitzt einen Garneinlauftrichter (22), der in einen Garnausleitkanat (29) übergeht. Gemäss Fig. 1 schliesst sich an den Garn-ausleitkanai (29) ein Abzugsrohr (32) an, das das Garn zu einer Abzugsvorrichtung, beispielsweise zu einem Abzugswalzenpaar (33,34) leitet.
Gemäss Fig. 5 und 6 besitzt die Abzugsdüse (14) einen Sechskantkopf (35) und einen Halsteil (38), der mit einem Schraubengewinde (41) versehen ist.
Der Garneinlauftrichter (23) der Abzugsdüse (14) weist einen ersten Bereich (44) auf, dessen Oberfläche einen geringeren Reibwert gegen das Garn (10) besitzt, als der übrige zweite Bereich (51). Der grössere Reibwert des zweiten Bereiches (51) gegen das Garn (10) wird dadurch hervorgerufen, dass in diesem Bereich Diamantkörner in den Garn-einlauftrichter (22) eingebettet sind. Der erste Bereich (44) dagegen, der beispielsweise sektorför-mig ist und sich gemäss Fig. 2 über einen Winkel von 60 Grad erstreckt, weist keine Diamantkörner auf.
Gemäss Fig. 2 ist der den geringeren Reibwert gegen das Garn (10) aufweisende erste Bereich (44) zwar gegen die Fasereinspeisezone (9) gerichtet, aber um einen Winkel von 25 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) versetzt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 besitzt der nicht gegen die Fasereinspeisezone (9) gerichtete zweite Bereich (51) der Abzugsdüse (14) wegen der aus Diamantkörnern bestehenden Hartkornbeschichtung eine rauhe Oberfläche. Die Oberfläche des ersten Bereiches (44) dagegen ist glatt.
Statt einer Diamantbeschichtung könnte der zweite Bereich (51) auch beispielsweise mit Erosionskratem versehen sein. Es gibt auch andere Möglichkeiten, eine rauhe Oberfläche herzustellen, es muss jedoch eine ausreichende Dauerstandfestigkeit verlangt werden, was. durch die erwähnten Aufrauhmethoden gewährleistet ist.
Fig. 2 lässt erkennen, dass immer dann, wenn das
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
5
CH676 608 A5
6
Garn (10) sieh gerade mitten im ersten Bereich (44) befindet, die Einbindezone (11) des Garns (10) mitten in der Fasereinspeisezone (9) liegt. Es herrschen also optimale Betriebsverhältnisse. In strichpunktierten Linien ist angedeutet, dass die Einbindezone (11 ') wesentlich länger ist, wenn der zweite Bereich (51) dem Garn (10) einen erhöhten Falschdraht aufzwingt.
Bei der Ausbildung einer Abzugsdüse (15) nach den Fig. 3 und 4 hat ein erster Bereich (45) des Garneinlauftrichters (23) der Abzugsdüse (15) eine kleinere, vom laufenden Garn in Laufrichtung berührbare Fläche als der verbleibende zweite Bereich (52). Und zwar hat die Abzugsdüse (15) dieses Ausführungsbeispiels einen exzentrischen Garneinlauftrichter (23), der in einen Garnausleitkanal (30) übergeht, welcher schräg zunächst den Sechskantkopf (36) und dann den mit einem Schraubengewinde (42) versehenen Halsteil (39) durchläuft
Betrachtet man Fig. 3, so ist ersichtlich, dass das Garn die Abzugsdüse (15) im ersten Bereich (45) über eine kürzere Wegstrecke berührt als im zweiten Bereich (52). Der erste Bereich (45) ist gegen die Fasereinspeisezone oder um einen Winkel von bis zu etwa 45 Grad gegen die Drehrichtung des Rotors aus der Richtung zur Fasereinspeisezone hin versetzt auszurichten.
Eine Variante der in den Fig. 5 und 6 abgebildeten Abzugsdüse (14) zeigen die Fig. 15 und 16. Hier ist die Abzugsdüse (20) derartig verdrehbar in einer Aufnahmeschraube (59) gelagert, dass ihr die geringste Reibwirkung auf das Garn aufweisender erster Bereich (50) gegen die Fasereinspeisezone (9) (Fig. 2) ausrichtbar ist. Im übrigen hat auch die Aufnahmeschraube (59) einen Sechskantkopf (37) und einen Halsteil (40) mit einem Schraubengewinde (43). Der die rauhe Oberfläche aufweisende zweite Bereich (57) besteht hier aus Erosionskratern, die beispielsweise mittels einer Funkenerosionsmaschine aufgebracht worden sind.
Die Ausbildungen nach den Fig. 7 bis 14 eignen sich ebenfalls zum Einsetzen in die Aufnahmeschraube (59) der Fig. 16. Beim Zusammenfügen der Teile wird vorzugsweise eine leichte Presspassung oder eine schwergängige Schiebepassung eingehalten. Dadurch ist jederzeit eine Nachkorrektur der Lage der Abuzgsdüse gewährleistet.
Bei der Ausbildung nach Fig. 7 und 8 besitzt die Abzugsdüse (16) in ihrem gegen die Fasereinspeisezone (9) (Fig. 2) gerichteten ersten Bereich (46) eine Öffnung (60) mit gerundeter Kante. Im übrigen hat der Fadeneinlauftrichter (24) hier die gleiche Form wie der Einlauftrichter (28) des Beispiels nach Fig. 16. Der zweite Bereich der dem laufenden Faden eine grössere Angriffsfläche bietet, ist hier mit (53) bezeichnet. Der ganze Garneinlauftrichter (24) kann im übrigen eine einheitliche Oberflächenrauhigkeit aufweisen. Alternativ kann aber auch der erste Bereich (46) eine geringere Oberflächenrauhigkeit haben als der zweite Bereich (53).
Bei der Ausbildung nach Fig. 9 und 10 ist in dem einen geringeren Reibwert gegen das Garn aufweisenden ersten Bereich (47) der Abzugsdüse (17) ein Rollkörper (61) in Gestalt einer Kugel rotierbar gelagert. Der Rollkörper (61) überragt etwas die
Oberfläche des Garneinlauftrichters (25). Auch bei dieser Ausbildung bietet der zweite Bereich (54) dem laufenden Garn eine grössere Reibfläche, zumal das Garn beim Überlaufen der Kugel (61) etwas 5 von der Oberfläche des Garneinlauftrichters (52) abgehoben wird.
Bei der Ausbildung nach Fig. 11 und 12 besitzt die Abzugsdüse (18) einen etwas unsymmetrisch gestatteten Garneinlauftrichter (26). Fig. 12 zeigt, dass 10 der erste Bereich (48) des Garneinlauftrichters (26) der Abzugsdüse (18) einen kleineren Krümmungsradius aufweist als der verbleibende zweite Bereich (55). Dadurch ist die Auflagefläche des laufenden Garns im ersten Bereich (48) etwa nur halb 15 so gross wie im zweiten Bereich (55). Der erste Bereich (48) ist gegen die Fasereinspeisezone (9) (Fig. 2), wie weiter oben erläutert, auszurichten.
Bei der Ausbildung nach Fig. 13 und 14 bietet der erste Bereich (49) des Garneinlauftrichters (27) 20 der Abzugsdüse (19) dem laufenden Garn dadurch eine kleinere Berührungsfläche als der übrige zweite Bereich (56) an, dass im ersten Bereich (49) eine Randaussparung (62) in Form einer Einsattelung vorhanden ist.
25 Die Ausbildung nach Fig. 17 unterscheidet sich von der Ausbildung nach Fig. 2 durch folgendes;
Die Abzugsdüse (21), die im übrigen eine herkömmliche Abzugsdüse sein kann, ist exzentrisch zur Drehachse (3) des Rotors angeordnet und da-30 bei in Richtung auf die Fasereinspeisezone (9) (Fig. 2) versetzt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass der geringere Falschdraht dadurch hervorgerufen wird, dass die Weglänge des Garns (10) von der Rotorrille (4) bis zum Fadenaustettkanal 35 (63) der Abzugsdüse (21) dann, wenn es den ersten Bereich (9), gleichbedeutend mit der Fasereinspeisezone (Fig. 2) passiert, kleiner ist gegenüber der Weglänge des Garns, wenn es den verbleibenden zweiten Bereich (64) passiert. 40 Die Ausbildung nach Fig. 18 unterscheidet sich von der Ausbildung nach Fig. 1 durch folgendes:
Der normalerweise, beispielsweise auch gemäss Fig. 1, gegen den Boden (65) des Rotors (1) gerichtete Garneinlauftrichter (22) der Abzugsdüse (14) ist 45 aus dieser Richtung heraus um einen Winkel von 15 Grad in Richtung der Fasereinspeisezone (9) ausgerichtet. Dies hat zur Folge, dass das laufende Garn an der Abzugsdüse (14) immer dann eine geringere Reibung erfährt, wenn es gerade die den er-50 sten Bereich bildende Fasereinspeisezone (9) passiert. Der Deckel (6) ist dabei mit einem Vorsprung (12') versehen, der nicht mehr parallel zum Boden (65) des Rotors (1) endet, sondern um den gleichen Winkel von 15 Grad in Richtung auf die Faserein-55 speisezone (9) geneigt ist.
Alternativ hierzu gibt es auch die Möglichkeit, nur dem Garneinlauftrichter eine entsprechende Neigung zu erteilen, im übrigen aber die Abzugsdüse selber und ihren Garnaustrittskanal in der Dreh-60 achse (13) des Rotors (1) zu belassen oder parallel zur Drehachse (3) auszurichten, wie es Fig. 17 etwa andeutet.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele einge-65 schränkt. Abzugsdüsen mit erfindungsgemässer
4
7
CH 676 608 AS
8
Formgestaltung können beispielsweise im Bereich ihres Garneinlauftrichters eine erfindungsgemässe Oberflächenbeschaffenheit aufweisen.
Claims (15)
1. Verfahren zur Falschdrahterteilung beim Abziehen des Garns aus der Fasersammeirille des Rotors einer Offenend-Rotor-Spinnvorrichtung mittels einer in den Rotor hineinragenden, das Garn führenden und aus seiner Abzugsrichtung lenkenden Abzugsdüse und einer das Garn transportierenden Abzugsvorrichtung, wobei das Garn je nach der Abzugsgeschwindigkeit und der Drehzahl des Rotors mit einer der Winkelgeschwindigkeit des Rotors voreilenden oder nacheilenden Winkelgeschwindigkeit aus der in der Fasersammeirille gelegenen Einbindezone heraus abgezogen wird und bei jedem Umlauf dabei die Fasereinspeisezone passiert, in der die aus dem Speisekanal austretenden Spinnfasern zur Rotorwand fliegen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Garn im wesentlichen beim Passieren der Fasereinspeisezone ein geringerer Falschdraht erteilt wird als ausserhalb der Fasereinspeisezone.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abzugsdüse (14 bis 20) einen ersten Bereich (44 bis 50) besitzt, dessen Oberfläche einen geringeren Reibwert gegen das Garn (10) aufweist als der verbleibende zweite Bereich (51 bis 57), und dass der erste Bereich (44 bis 50) gegen den Bereich einer Fasereinspeisezone (9) gerichtet ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein gegen eine Fasereinspeisezone (9) gerichteter erster Bereich (45 bis 49) einer Abzugsdüse (15 bis 19) eine kleinere vom laufenden Garn (10) in Laufrichtung berührbare Fläche aufweist als der verbleibende zweite Bereich (52 bis 56).
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abzugsdüse (21) exzentrisch zu einem Rotor (1) angeordnet und dabei in Richtung auf die Fasereinspeisezone (9) versetzt ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abzugsdüse (15) einen exzentrischen Garneinlauftrichter (23) oder eine exzentrische Garneinlauföffnung aufweist und dass der Garneinlaufrichter (23) oder die Garneinlauföffnung in Richtung der Fasereinspeisezone (9) um einen Winkel von maximal 45 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) aus dieser Richtung versetzt angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsdüse einen ersten Bereich (44 bis 50) aufweist, dessen Oberfläche einen geringeren Reibwert gegen das Garn (10) besitzt, als ein verbleibender zweiter Bereich (51 bis 57), und dass der erste Bereich (44 bis 50) zwar gegen die Fasereinspeisezone (9) gerichtet ist, aber um einen Winkel von bis zu etwa 45 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) versetzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass nicht gegen die Fasereinspeisezone (9) gerichtete zweite Bereiche (51, 57) der Abzugsdüse (14, 20) eine rauhe Oberfläche besitzen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem einen geringeren Reibwert gegen das Garn (10) aufweisenden ersten Bereich (47) der Abzugsdüse (17) ein Rollkörper (61) rotierbar gelagert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass der gegen die Fasereinspeisezone (9), aber um einen Winkel von bis zu etwa 45 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) versetzt gerichtete erste Bereich (45 bis 49) der Abzugsdüse (15 bis 19) eine kleinere vom laufenden Garn (10) in Laufrichtung berührbare Fläche aufweist als der verbleibende zweite Bereich (52 bis 56).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsdüse (16, 19) in ihrem gegen die Fasereinspeisezone (9) gerichteten ersten Bereich (46, 49) eine Öffnung (60) oder eine Einsattelung (62) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsdüse (21) exzentrisch zum Rotor (1) angeordnet und dabei zwar in Richtung auf die Fasereinspeisezone (9) aus der Drehachse (3) des Rotors (1) verschoben, aber um einen Winkel von bis zu 45 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) versetzt ist,
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsdüse (16 bis 20) derartig verdrehbar in einem Halter einer Aufnahmeschraube (59) gelagert ist, dass ihr die geringste Reibwirkung auf das Garn (10) aufweisender erster Bereich (46 bis 50) gegen die Fasereinspeisezone (9) ausrichtbar ist,
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich (44 bis 50) der Abzugsdüse (14 bis 20), der einen geringeren Reibwert gegen das Garn (10) besitzt, als der verbleibende zweite Bereich (51 bis 57), einen Sektorwinkel von 10 Grad bis 180 Grad aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
13, dadurch gekennzeichnet, dass der den geringeren Reibwert gegen das Garn (10) aufweisende erste Bereich (48) des Garneinlauftrichters (26) der Abzugsdüse (18) einen kleineren Krümmungsradius aufweist als der verbleibende zweite Bereich (55).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
14, dadurch gekennzeichnet, dass der normalerweise gegen den Boden (65) des Rotors (1) gerichtete Garneinlauftrichter (22) der Abzugsdüse (14) aus dieser Richtung heraus um einen Winkel bis maximal etwa 60 Grad in Richtung der Fasereinspeisezone (9) ausgerichtet, beziehungsweise aus dieser zuletzt genannten Richtung heraus in eine um einen Winkel von maximal 45 Grad gegen die Drehrichtung (58) des Rotors (1) versetzte Richtung ausgerichtet ist.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3611383 | 1986-04-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH676608A5 true CH676608A5 (de) | 1991-02-15 |
Family
ID=6297971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1216/87A CH676608A5 (de) | 1986-04-04 | 1987-03-30 |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4791781A (de) |
| JP (1) | JPS636121A (de) |
| CH (1) | CH676608A5 (de) |
| IT (1) | IT1216917B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6269623B1 (en) * | 1999-10-14 | 2001-08-07 | W. Schlafhorst Ag & Co. | Open-end rotor spinning arrangement |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4876988A (en) * | 1988-06-13 | 1989-10-31 | Paul Marius A | Combined fuel engine |
| DE4119264A1 (de) * | 1991-06-12 | 1992-12-17 | Schurr Stahlecker & Grill | Fadenabzugsduese fuer oe-spinnvorrichtungen |
| DE19901147B4 (de) * | 1999-01-14 | 2010-04-08 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Garnabzugsdüse für eine Offenend-Rotorspinnvorrichtung |
| US6918244B2 (en) * | 2001-08-17 | 2005-07-19 | John Eugene Dickau | Vertical takeoff and landing aircraft propulsion systems |
| USD827682S1 (en) * | 2016-12-02 | 2018-09-04 | Carpet Industry Clearinghouse, Inc. | False twist block assembly |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CS165068B1 (de) * | 1972-10-16 | 1975-11-28 | ||
| JPS50111332A (de) * | 1974-02-12 | 1975-09-02 | ||
| DE2544503A1 (de) * | 1975-10-04 | 1977-04-07 | Schubert & Salzer Maschinen | Offen-end-spinnvorrichtung |
| CS190771B1 (en) * | 1976-10-19 | 1979-06-29 | Josef Havel | Spinning unit of open-end rotor spinning machines |
| DE3012314A1 (de) * | 1980-03-29 | 1981-10-15 | W. Schlafhorst & Co, 4050 Mönchengladbach | Offenend-spinnvorrichtung |
-
1987
- 1987-03-30 CH CH1216/87A patent/CH676608A5/de not_active IP Right Cessation
- 1987-04-03 IT IT8719984A patent/IT1216917B/it active
- 1987-04-03 JP JP62081351A patent/JPS636121A/ja active Pending
- 1987-04-03 US US07/034,335 patent/US4791781A/en not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6269623B1 (en) * | 1999-10-14 | 2001-08-07 | W. Schlafhorst Ag & Co. | Open-end rotor spinning arrangement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT8719984A0 (it) | 1987-04-03 |
| IT1216917B (it) | 1990-03-14 |
| JPS636121A (ja) | 1988-01-12 |
| US4791781A (en) | 1988-12-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2943063C2 (de) | Offenend-Spinnvorrichtung | |
| DE1560302C3 (de) | Offen-End-Spinnvorrichtung | |
| DE19738382B4 (de) | Fadenabzugsdüse | |
| DE2130722B2 (de) | Vorrichtung zum offenend-spinnen von textilfasern | |
| DE2655337C3 (de) | OE-Spinnmaschine | |
| DE2351561A1 (de) | Offen-end-spinnverfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE2312169A1 (de) | Offen-end-spinnvorrichtung | |
| DE2016469A1 (de) | Open-end-Spinnvorrichtung | |
| DE2209199A1 (de) | Verfahren zum spindellosen Spinnen von vereinzelten Stapelfasern und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| CH676608A5 (de) | ||
| DE2736644B1 (de) | Stoffauflauf | |
| DE3934166A1 (de) | Offenend-spinnvorrichtung | |
| DE3335065A1 (de) | Vorrichtung zum oe-friktionsspinnen | |
| DE2718146A1 (de) | Offen-end-spinnvorrichtung | |
| DE3300636A1 (de) | Oe-friktionsspinnvorrichtung | |
| DE3824283C1 (de) | ||
| DE2626262C2 (de) | Doppelsiebpapiermaschine | |
| DE2119571A1 (de) | Einrichtung zum kontinuierlichen Verspinnen von Fasern in einer rotierenden mit Unterdruck arbeitenden Spinnturbine | |
| DE3634567A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abziehen des garns aus der fasersammelrille des rotors einer offenend-rotor-spinnvorrichtung | |
| DE2655338C3 (de) | Offenendspinnvorrichtung | |
| DE3634792C2 (de) | Friktionsspinnvorrichtung | |
| DE2823248C3 (de) | OE-Spinnvorrichtung | |
| DE3501842C2 (de) | Faserbandauflöseaggregat für eine OE-Spinnmaschine | |
| DE2265335B2 (de) | Tabakverteiler | |
| DE3940046A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines fadens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
| PL | Patent ceased |