CH676609A5 - - Google Patents
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Description
1
CH 676 609 Â5
2
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In der DE-OS 3 419 484 ist eine Vorrichtung zum Falschdrallen von Fäden beschrieben, die es gestattet, daß auf engstem Raum auf nur einer Halterung zwei komplette Aggregate untergebracht werden können. Diese Vorrichtung ist besonders geeignet für Umbauten bestehender Maschinen auf denen gefachte Garne, also S- und Z-Garn zusammen verarbeitet werden sollen. Diese Maschinen sind in der Hegel mit Heizkörpern ausgestattet, die auf die Anzahl der Texturierstellen ausgelegt sind, d.h. bei z.B. 192 Texturierstellen sind auch nur 192 Heizkanäle vorhanden. Bei einer Verdopplung der Garnproduktion durch Einsatz der obg. Falschdrallaggregate würde im Normalfall also ein neuer Heizkörper benötigt, um die Fäden ungehindert texturie-ren zu können.
In dem Gebrauchsmuster 7 522 099 wird ein Fadenführer beschrieben, der oberhalb des Heizers angebracht ist. Dieser soll verhindern, daß sich die Fäden innerhalb des Heizers berühren und hierdurch geschlossene Steilen sogenannte «tight spots» bilden. Die alleinige Maßnahme mit diesem Fadenführer, die beiden Fäden am Auslauf des Heizers zu trennen, verhindert nicht das Aneinander-schtagen derselben innerhalb des Heizkanals, da weder auf die Fadenlaufrichtung noch auf die Drallrichtung Rücksicht genommen ist. Die Gefahr der «tight spots»» und des Fadenbruchs ist nach wie vor gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachfeile zu beseitigen. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt nach den Kennzeichen des Anspruchs 1 bzw. 2.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dem Anspruch 3 zu entnehmen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es nun möglich mittels der in der DE-OS 3 419 484 beschriebenen Falschdrallaggregate eine vorhandene Maschine so umzubauen, daß ohne jegliche weitere Veränderung derselben mit dem bereits vorhandenen Heizkörper die doppelte Produktion erreicht wird.
Entsprechend dem Fadenlauf, z.B. von oben nach unten, werden die Fäden so angeordnet, daß der S-Faden von der Bedienungsseite gesehen links und der Z-Faden rechts läuft. Infolge der jeweiligen Drallerteilung dreht der Faden selbständig immer aus dem Grund des Heizerkanals weg, d.h. die Fäden können sich gegenseitig nicht berühren, obwohl sie nur in einem Heizkanal laufen. Bei umgekehrtem Fadenlauf werden auch die Fäden entsprechend angeordnet. Die 4-rillige Überlaufrolle dient zur Fixierung des Fadenlaufs.
Neben dem hohen wirtschaftlichen Vorteil der doppelten Produktion ist ein weiterer Vorteil darin zu finden, daß durch den berührungslosen Lauf der Fäden untereinander innerhalb des Heizerkanals weder «tight spots» noch Fadenbrüche auftreten. Durch diese Anordnung wird also ein exakter Fadenlauf gewährleistet.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt den Stand der Technik dar, wobei zwei 5 Einzelaggregate für zwei Heizkanäle vorgesehen sind,
Fig. 2 zeigt vier Texturierstellen mit der erfindungsgemäßen Anordnung des Fadenlaufs,
Fig. 3 zeigt den Fadenlauf innerhalb des Heizer-10 kanals unter Berücksichtigung des S- und Z-Fa-dens in der Vorderansicht,
Fig. 4 zeigt die Fadenposition innerhalb des Heizerkanals in der Draufsicht.
15 In Fig. 1 wird der Stand der Technik dargestellt, wobei zwei Einzeiaggregate 1 und 1'jeweils zwei Heizerkanäle 3 und 4 belegen. Der Faden 5 und 6 wird von den Spulen 7 und 8 über das Lieferwerk 9 durch den Heizer 10 mit den Kanälen 3 und 4 über 20 die Fadenführerelemente 11 und 12 sowie durch die Einzelaggregate 1 und V zum Lieferwerk 13 geführt. Durch den Set-Heizer 14 gelangen die Fäden über Lieferwerk 15 zur Auflaufspule 16.
In Fig. 2 wird das erfindungsgemäße Verfahren 25 des Fadenverlaufs dargestellt. Von den Spulen 7, 7', 8 und 8' werden die Fäden 6, 5', 6 und 6' über das Lieferwerk 9 in die Heizerkanäle 3 und 4 gefördert, wobei die Fäden 5 und 6 einen Kanal 3 und die Fäden 5' und 6' den zweiten Kanal belegen. Über 30 die Fadenführerrolle 12 werden die Fäden in die beiden Doppeläggregate 1 und 2 geführt und sodann über das Lieferwerk 13 durch den Set-Heizer 14 zum Lieferwerk 15 auf die Auflaufspulen 16 und 17 aufgespult. Hierbei bilden die Fäden 5 und 6 sowie 35 5' und 6' jeweils ein gefachtes Garn.
In Fig. 3 wird ein Ausschnitt des Heizers 10 in der Vorderansicht mit den Kanälen 3 und 4 gezeigt. Die Fäden 5 und 6 bzw. 5' und 6' zeigen deutlich den Verlauf der Einkräuseiung, die bewirkt, dass sich 40 die Fäden nicht berühren.
In Fig. 4 wird der Heizer 10 in der Draufsicht dargestellt und zeigt die Positionierung der Fäden 5 und 6 sowie 5' und 6' in den Heizkanälen 3 und 4.
Claims (3)
1. Verfahren zum Führen zweier Fäden, ohne daß sich diese berühren, in je einem Heizkanal eines Kontaktheizkörpers in einer Texturiermaschine mit
50 Doppeltexturierstellen für gefachte Garne, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fadenlaufrichtung von oben nach unten von der Bedienungsseite her gesehen der S-Faden (5 bzw. 5') links und der Z-Faden (6 bzw. 6') rechts im Heizkanal (3 bzw. 4) an-55 geordnet werden.
2. Verfahren zum Führen zweier Fäden, ohne dass sich diese berühren, in je einem Heizkanal eines Kontaktheizkörpers in einer Texturiermaschine mit Doppeltexturierstellen für gefachte Garne, da-
60 durch gekennzeichnet, dass bei Fadenlaufrichtun-gen von unten nach oben von der Bedienungsseite her gesehen der S-Faden (5 bzw. 5') rechts und der Z-Faden (6 bzw. 6') links im Heizkanal (3 bzw. 4) angeordnet werden.
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3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah-
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rens, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils am Ein- und Auslauf der Fäden (5 und 6 sowie 5' und 6') in und aus den Heizkanälen (3 und 4) eine 4rillige Überlaufrolle (11 bzw. 12) zur Lagefixierung der Fäden angeordnet ist.
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