CH677651A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Behältern, worin ein Träger nach seiner Vereinzelung mit einer Aussenhülle verbunden und zu einem offenen Behälter geformt wird, und wobei als Träger eine mit Perforationen versehene Kunststoffolie verwendet wird, die vor der Vereinzelung warm geprägt wird, um eine dreidimensionale Struktur zu ergeben, und auf einen nach diesem Verfahren hergestellten Behälter. Ein solches Verfahren und ein solcher Behälter ist aus der DE-A 3 606 712 bekannt, worin der gleiche Erfinder benannt wurde. Es wird in dieser Schrift nur die Verwendung von einzelnen Versteifungsplatten offenbart, die auf die Aussenhülle aufgelegt und versiegelt werden, um zwei gegenüberliegende, versteifte Seiten zu ergeben.
Die Verwendung von nur zwei versteiften Seiten ergeben Stabilitätsprobleme, Akkordeoneffekt, und es ist eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein insgesamt nicht aufwendigeres Verfahren zur Herstellung stabilerer Behälter anzugeben. Das Verfahren, das diese Aufgabe löst, ist in Patentanspruch 1 beschrieben.
Obwohl die Verpackung gemäss oben erwähnter Offenlegungsschrift für Flüssigkeiten deklariert ist, kann nur eine kleine Auswahl an Flüssigkeiten damit verpackt werden, vor allem keine Milch, da die Perforationen keine hygienische Abpackung erlauben, abgesehen vom fehlenden Schutz von anderen Einflüssen. In einer bevorzugten Weiterausbildung wird daher im Behälter im gleichen Arbeitsgang und ebenfalls von einer Rolle, eine Innenhaut aufgebracht.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Fig. 1 bis 1e zeigen schematisch in einem Fliessdiagramm das Herstellungsverfahren eines Behälters,
Fig. 2 zeigt in vergrössertem Massstab einen erfindungsgemässen Behälter im Schnitt,
Fig. 3 zeigt eine Ausschnittsvergrösserung eines Behälters im Herstellungsverfahren und
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemässen Behälter.
In Fig. 1 ist ein bevorzugtes Herstellungsverfahren für Behälter zur Aufnahme von Flüssigkeiten dargestellt. Wesentlich für dieses Verfahren und den daraus resultierenden Behälter ist die Verwendung eines Trägers 1, der bei der Verarbeitung mit einer Aussenhülle 2 zusammengebracht wird, um dann sukzessive den Behälter zu bilden. Sowohl der Träger 1 als auch die Aussenhülle 2 werden vorzugsweise in Rollen angeliefert und erst beim erfindungsgemässen Verfahren miteinander vereint. Dies trifft auch für die Innenhaut 3 zu, die im Falle, dass der Behälter für Flüssigkeiten verwendet werden soll, notwendig ist. Der Träger 1 besteht in vorliegendem Ausführungsbeispiel aus einer Kunststoffolie, deren Dicke je nach Verwendungszweck variieren kann. Zwecks Gewichtsersparnis wird die Trägerfolie mit Perforationen 4 und 5 versehen sowie mit Knickstellen 6 und 7.
Um eine möglichst dünne Trägerfolie verwenden zu können und um den Steifigkeitsverlust durch die Perforationen wettzumachen, wird dem Trägermaterial eine dreidimensionale Struktur mittels Prägen gegeben, wie dies aus dem Piktogramm 8 hervorgeht. Anschliessend wird das Trägermaterial in einzelne Trägerstücke 9 vereinzelt, wie dies durch die symbolische Schere dargestellt ist. Nach dem Prägen und Vereinzeln werden die Trägerstücke 9 auf die Hüllenfolie 2 gelegt, mit dieser fest versiegelt und weitertransportiert. Anschliessend wird die Innenhautfolie 3 aufgebracht und an den Rändern versiegelt. Als nächster Schritt erfolgt die Formung zu einem U-förmigen Schlauch mit anschliessender Abtrennung und beidseitiger Versiegelung, wie dies durch das Piktogramm 11 symbolisch dargestellt ist.
Im nächsten Schritt, gemäss Fig. 1a, werden die beiden Spickel 12 und 13 umgelegt, abversiegelt und abgeschnitten, wobei der Spickel 13, s. Fig. 1a, als Aufreisslasche ausgebildet sein kann. Diese Vorgänge sind wieder durch die Piktogramme 14 und 15 dargestellt. Anschliessend wird der so geformte, einseitig geschlossene Behälter 18 gefüllt (Fig. 1b), beispielsweise mit Milch, Fruchtsaft oder Wein, und anschliessend die später den Boden bildende Seite versiegelt (Fig. 1c); dann werden die beiden Spickel 16 umgeklappt und ebenfalls versiegelt (Fig. 1d). Daraufhin wird der Behälter umgedreht, wie dies durch Pfeil 17 angedeutet ist, und man erhält schliesslich den fertigen, gefüllten Behälter 18 gemäss Fig. 1e.
Dieser Behälter ist nun wesentlich leichter als ein herkömmlicher Behälter aus Karton, während er mindestens die gleiche Steifigkeit aufweist wie vorbekannte Behälter. Dabei können die Perforationen, resp. die verbleibenden Teile des Trägers leicht dem Verwendungszweck und der Grösse des Behälters angepasst werden, um eine optimale Steifigkeit zu erzielen. Ein sehr grosser Vorteil liegt zusätzlich darin, dass der Träger, der einen sehr grossen Anteil am Gewicht des Behälters ausmacht, leicht wiederverwertbar ist, um als Ausgangsmaterial für seine Herstellung zu dienen. Es ist nach bekannten chemischen und physikalischen Trennverfahren leicht möglich, das gebrauchte Behältermaterial aufzubereiten, um es wiederzuverwerten.
Selbstverständlich kann der Behälter nebst der Aufnahme von Flüssigkeiten und von Fertiggerichten auch der Aufnahme anderer Stoffe dienen, wobei die Innenhaut, insbesondere bei grösseren Feststoffen wie Nüssen oder Nudeln, nicht notwendig ist. Die Aussenhülle, die ebenfalls aus einer dünnen Kunststoffolie bestehen kann, oder aus Papier, kann nach bekannten Verfahren bedruckt werden. Falls die Steifigkeit des Trägermaterials nicht ausreicht, kann ein Verstärkungsband 19 verwendet werden, das nach dem U-förmigen Aufbiegen des Behältermaterials ab Rolle in den Arbeitsprozess eingeführt werden kann.
Die Verbindung zwischen Träger und Aussenhülle kann wie beschrieben nach dem Vereinzeln und vor dem U-förmigen Aufbiegen erfolgen, oder aber auch bei der Versiegelung und Vereinzelung der Behälter. Anstatt Versiegelungen können überall oder an bestimmten Stellen auch Verklebungen durchgeführt werden.
In Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen fertigen Behälter 18 dargestellt und man erkennt, dass die Innenhaut und die Aussenhülle jeweils zusammengefasst und miteinander versiegelt worden sind. Aus Fig. 3 geht hervor, dass dabei die beiden Spickel 20 und 20a der Innenhaut 3 aufeinander zu liegen kommen, um flüssigkeitsdicht miteinander versiegelt werden zu können, während die beiden Aussenhüllen-Spickel 30, 30a darübergelegt sind, um einen Spickel 16 zu bilden. Aus Fig. 4 geht klar hervor, dass die Ausführungsform, die als Träger eine dreidimensional geprägte Kunststoffolie verwendet, eine grosse Steifigkeit erzielen kann, falls die Aussenhülle mit dem Träger verbunden ist, während aus Fig. 1 hervorgeht, dass nur das notwendigste Material verwendet wird, um möglichst viel Gewicht und Material einsparen zu können.
In Fig. 4 ist ferner ersichtlich, dass der Träger derart vorgeprägt werden kann, dass die Kanten 21 abgerundet sind, wodurch die Gefahr einer Verletzung und des Aufreissens vermindert wird. Der Träger kann bei der Aufreissstelle dergestalt vorgeprägt und gestanzt werden, dass das Aufreissen erleichtert wird. Der im Ausführungsbeispiel gezeigte Behälter 18 zeigt die gebräuchlichste quaderförmige Gestalt, doch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt. So sind insbesondere auch sechseckige oder auch runde Behälter mit obigem Verfahren herstellbar, wobei auch die Dimensionen keine Rolle spielen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Behältern, worin ein Träger (1) nach seiner Vereinzelung mit einer Aussenhülle (2) verbunden und zu einem offenen Behälter (18) geformt wird und wobei als Träger (1) eine mit Perforationen (4) versehene Kunststoffolie verwendet wird, die vor der Vereinzelung warm geprägt wird, um eine dreidimensionale Struktur zu ergeben, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) sowohl an sämtlichen Seiten als auch am Boden und Deckel vorhanden und mit Knickstellen (6, 7) versehen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Formen des Behälters eine Innenhaut (3) mit der Trägerinnenseite verbunden wird.
3.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vereinzelung der Behälter die Spickel (30, 30a) der Innenhaut (3) aufeinander und darüber die Spickel (20, 20a) der Aussenhülle (2) gelegt und miteinander versiegelt werden.
4. Nach dem Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellter Behälter (18), mit einem mit Perforationen versehenen, an den Knickstellen (6,7) gefalteten Träger (1) mit dreidimensionaler Struktur, an dessen aussenliegenden Flächen die Aussenhülle (2) befestigt ist.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass er eine mit dem Träger (1) verbundene Innenhaut (3) aufweist.
1. Verfahren zur Herstellung von Behältern, worin ein Träger (1) nach seiner Vereinzelung mit einer Aussenhülle (2) verbunden und zu einem offenen Behälter (18) geformt wird und wobei als Träger (1) eine mit Perforationen (4) versehene Kunststoffolie verwendet wird, die vor der Vereinzelung warm geprägt wird, um eine dreidimensionale Struktur zu ergeben, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) sowohl an sämtlichen Seiten als auch am Boden und Deckel vorhanden und mit Knickstellen (6, 7) versehen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Formen des Behälters eine Innenhaut (3) mit der Trägerinnenseite verbunden wird.
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Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vereinzelung der Behälter die Spickel (30, 30a) der Innenhaut (3) aufeinander und darüber die Spickel (20, 20a) der Aussenhülle (2) gelegt und miteinander versiegelt werden.
4. Nach dem Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellter Behälter (18), mit einem mit Perforationen versehenen, an den Knickstellen (6,7) gefalteten Träger (1) mit dreidimensionaler Struktur, an dessen aussenliegenden Flächen die Aussenhülle (2) befestigt ist.
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