CH678107A5 - - Google Patents

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CH678107A5
CH678107A5 CH457988A CH457988A CH678107A5 CH 678107 A5 CH678107 A5 CH 678107A5 CH 457988 A CH457988 A CH 457988A CH 457988 A CH457988 A CH 457988A CH 678107 A5 CH678107 A5 CH 678107A5
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CH
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ignition
acceleration
rotor
fuse
time interval
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CH457988A
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Inventor
Robert Rehmann
Original Assignee
Inventa Ag
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/18—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved
    • F42C15/188—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved using a rotatable carrier
    • F42C15/192—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved using a rotatable carrier rotatable in a plane which is parallel to the longitudinal axis of the projectile
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/40—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

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CH 678 107 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sichern und Schärfen eines wenigstens in zwei Stufen beschleunigten Munitionskörpers mit einem Zündgenerator und zwei voneinander unabhängigen Sicherungen, wobei die erste Sicherung als eine Doppelmassensperre aus parallelen Sperrstiften in einem Rotor mit einer Zündpille in der Richtung der Hauptbeschleunigung in zwei Endlagen fixierbar angeordnet ist, wobei die zweite Sicherung als eine längs eines Teiles des mit einer Armierfeder versehenen Rotors verlaufende Nut mit einer Stirnfläche ausgebildet ist, der ein in der Richtung der Hauptbeschleunigung beweglich gelagerter abgefederter Bolzen mit einem Vorsprungfiansch funktionell entspricht und wobei nach dem Abschuss infolge der Beschleunigung die elektrische Energie durch den Zündgenerator bereitet wird, wobei nach einem vorgegebenen Zeitintervall durch die erste und zweite Sicherung der Rotor entriegelt wird und während der Vorrohr-phase der Flugbahn der Rotor mit der Armierungsfeder in Drehbewegung gebracht wird.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sichern und Schärfen von einstufig beschleunigten Munitionskörpern ist in EP-B1 0 104138 beschrieben und dargestellt. Ein geeigneter Zündgenerator ist in der EP-A1 0 156 763, Fig. 3 dargestellt. Um die Funktionsweise und konstruktive Ausbildung des Erfindungsgegenstands zu erklären, wird der Inhalt der erstgenannten Druckschrift anhand der nachfolgenden Zeichnungen, welche in ihren Komponenten denjenigen der EP-B1 0 104 138 entsprechend, erläutert. Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte, vereinfachte Ausführungsform in gesicherter Position, mit einem angedeuteten Marschtriebwerk und einer Doppelhaube zur Kontaktierung,
Fig. 2 die Vorrichtung Fig. 1 in ihrer Scharfstellung,
Fig. 3 den Zündpillenträger der Vorrichtung Fig. 1 bei ungenügender Beschleunigung, (die Zündpille ist vor dem Erreichen der Scharfstellung blockiert),
Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer realisierten Vorrichtung,
Fig. 5 eine Ansicht von oben auf die Vorrichtung gemäss Fig. 4,
Fig. 6 den aus Fig. 4 ersichtlichen Zündpillenträger in einer Draufsicht senkrecht zu seiner Längsachse,
Fig. 7 einen Horizontalschnitt durch die untere Reihe der Bohrungen im Zündpillenträger Fig. 4,
Fig. 8 eine zur Scharfstellung des Zündpillenträgers dienende Armierungsfeder,
Fig. 9 den Horizontalschnitt durch die untere Reihe der Bohrungen im Zündpillenträger Fig. 4 in seinem Gehäuse, in gesicherter Position,
Fig. 10 denselben Horizontalschnitt wie Fig. 9, jedoch in entsicherter Position des Zündpillenträgers.
Die Fig. 1 stellt eine doppelt mechanisch gesicherte Vorrichtung in einem elektrisch z'ündbaren Munitionskörper M dar, welcher in seiner Art häufig in Geschossen, Raketen etc., also in mit relativ hohen Beschleunigungen abzuschiessender Munition, vorkommt. In Flug-Richtung FR ist der Munitionskörper M durch eine übliche Doppelhaube DH abgeschlossen, welche der Aufschlag-Kontaktierung des Zündsystems dient. Sie ist mit einer Kontaktstelle mit der Masse des MuhitionskÖrpers M und mit der anderen Kontaktstelle mit dessen Zündkreis zur Ausübung der Schaltfunktion verbunden.
Gemäss Fig. 1 ist eine konische Bohrung 1 in einem Gehäuse 7 vorgesehen. Ein Gewindering 1a verschliesst die Bohrung 1 und zentriert gleichzeitig eine Feder 8, welche auf einen ebenfalls kegelförmigen Bolzen 2 mit einem endseitigen Vorsprungflansch 3 wirkt. Die Bohrung 1 weist neben ihrem konischen Teil einen zylindrischen Teil 4 auf.
Im Zentrum des Gehäuses 7 befindet sich ein Zündpillenträger 6, welcher als Rotor mit einem Drehpunkt D ausgestaltet ist. Der Zündpillenträger 6 weist auf einem Teil seines Umfangs eine Nut 5 auf, welche auf ihrer einen Endseite einen auslaufenden Teil 5a und auf ihrer anderen Endseite eine Stirnfläche 5b aufweist.
Im Innern des Zündpillenträgers 6 befindet sich eine an sich bekannte Zündpille 9, aus welcher ein isolierter Polstift 10 herausragt. Die Aussenhülse der Zündpille 9 ist über die Bohrung 11 des metallischen Zündpillenträgers 6 mit der Masse verbunden; der Polstift 10 ragt elektrisch isoliert in die verjüngte Bohrung 12 des Zündpillenträgers 6 hinein.
Auf der einen Stirnseite des Munitionskörpers M, in der Flug-Richtung FR, befindet sich ein an sich bekannter elektrischer Energie-Erzeuger 13, bestehend aus einem Zündgenerator mit Sicher-heits- und Speicherschaltung und Zielsensor. Unterhalb der Zündvorrichtung ist mit einem Doppelpfeil W die Lage eines Marschtriebwerks angedeutet. Marschtriebwerke sind an sich bekannt, und z.B. in der Publikation der Rheinmetali, Waffentechnisches Taschenbuch, Düsseldorf 1977, Seiten 488 ff., und in der Fig. 1119 beschrieben und dargestellt.
Der Energie-Erzeuger 13 weist einen Teleskopkontakt 14 auf, welcher mit seiner Kontaktfläche 15 auf dem Zündpillenträger 6 aufliegt.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Verstärkerladung 16 (Booster), welche mit ihrer Initiierungsstelle 17 ebenfalls in das Gehäuse 7 in Richtung zum Drehpunkt D des Zündpillenirägers 6 hineinragt.
Nach dem Verlassen des Rohres bzw. seiner Startbahn erfährt der Munitionskörper M einen Strömungswiderstand, so dass nach einer gewissen Flugdauer die vorher kontinuierlich zunehmenden positiven Beschleunigungswerte relativ gesehen zu negativen Werten, d.h. zur Retardation, werden.
Fliegt der Munitionskörper M auf einer üblichen Flugbahn, so wird der anfänglich durch eine Doppelmassensperre verriegelte Zündpillenträger 6 in einem ersten Schritt entriegelt und erfährt aus seiner Ausgangslage, Fig. 1, um den Drehpunkt D eine Drehung im Uhrzeigersinn. Die Beschleunigungskräfte, welche die Doppelmassensperre entriegeln,
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Hier ist der Teleskopkontakt 14 des Energie-Erzeugers 13 in die Bohrung 12 des Zündpillenträgers 6 eingefedert und kontaktiert den Polstift 10, wodurch bei geschlossenem Zielsensor (Aufschlagkontakt etc.) der Stromkreis geschlossen wird und der mit einer elektrisch leitenden Dünnschicht-Zündbrücke versehene Zündsatz gezündet wird. Die in der Zündpille 9 erzeugte Stosswelle bewirkt eine Detonationsübertragung bei der Initiierungs-stelle 17 der Verstärkerladung 16.
Wird der Flug des Munitionskörpers M aus irgendeinem Grunde vorzeitig abgebrochen, prallt dieser beispielsweise vorzeitig auf ein Hindernis auf, so ändern sich die auf den Bolzen 2 einwirkenden Beschleunigungskräfte, so dass dieser wieder durch die Feder 8 bewirkt in seine Endstellung in der Bohrung 1 gedrückt wird; jetzt greift der Vorsprungfiansch 3 wieder in die periphere, ringförmige Nut 5 ein und wirkt wiederum tangential auf den Zündpillenträger 6. Vor Ablauf der vorgegebenen Vorrohrzeit wird folglich der Zündpillenträger 6 in seiner Drehung an der Stirnfläche 5b durch den Vorsprungfiansch 3 gestoppt. - Eine Armierung ohne erneute Beschleunigung des Munitionskörpers M ist nicht mehr möglich. Es entsteht der in Fig. 3 dargestellte Zustand.
Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind anhand der in praxi erfolgreich erprobten Vorrichtung gemäss den Fig. 4 bis 11 zu beschreiben. Aus Ubersichtlichkeitsgründen sind in den Fig. 4 und 6 der Energie-Erzeuger 13 und die Verstärkerladung 16 nur noch durch Pfeile symbolisiert gezeichnet.
In Fig. 4 ist in einer vertikalen Schnittdarstellung eine Unruh 18, welche von vier Kugeln 19 umgeben ist, ersichtlich. Die Kugeln 19 werden durch einen Kugel-Kranz 20 und einem Klemmring 21 konzentrisch zur zylindrichen Unruh 18 geführt. Ein Halterungsstift 22 dient als Niederhalter für diese ein Hemmwerk darstellende Anordnung.
In derselben Fig. 4 ist wiederum der Zündpillenträger 6 mit seiner Zündpille 9 ersichtlich, welche mittels eines Gewindestifts 23 in der Bohrung 11 fixiert ist.
Im Zündpillenträger 6 ist ferner ein sogenannter Schliesskolben 24 einer Doppelmassensperre ersichtlich, der in eine grosse Bohrung 27, welche in das Gehäuse 7 mündet, geführt ist. Eine kegelförmige Andrehung 25 erleichtert das teilweise Ubergleiten des Schiiesskolbens 24 vom Zündpillenträger 6 in das Gehäuse 7. Eine zusätzliche kleine Bohrung 28 dient dem Luftaustausch in der Bohrung 27 des Zündpiiienträgers 6 und begrenzt einseitig dessen Gleitweg.
Im weiteren weist der Schliesskolben 24 Eindre-hungen auf, in welche die in den Fig. 9 und 10 dargestellten Kugeln 42 der Doppelmassensperre eingreifen. In einen zapfenartigen und mit einem Schlitz 33 versehenen Teil 32 (vgl. Fig. 6) des Zündpillenträgers 6 greift das zentrale Ende einer Armierungsfeder 29 ein, welche die vorgängig beschriebene Drehung des Zündpillenträgers 6 bewirken kann.
In der Darstellung Fig. 5 - eine Ansicht des Gegenstandes Fig. 4 von oben - ist nochmals die Ausgestaltung des Hemmwerkes mit der Unruh 18 zu sehen. Zusätzlich ist hier ein Stoppstift 30 ersichtlich, der zur Begrenzung des Drehweges des Zündpillenträgers 6 auf seinen nockenartigen Anschlag 31 wirkt.
Der in Fig. 6 dargestellte Zündpillenträger 6 (Rotor) ist im Gehäuse 7, Fig. 4, durch seine zylindrischen Partien 36 geführt sowie zentriert und weist auf seiner einen Stirnseite den nockenartigen Anschlag 31 und auf seiner unteren Stirnseite einen Zapfen 32 auf. Der Zapfen 32 ist mit einem Schlitz 33 versehen, in den das in Fig. 8 dargestellte zentrale Ende 29a der Armferungsfeder 29 eingreift.
Ersichtlich ist zudem die einseitig, schlitzartig ausgenommene Bohrung 11 zur Aufnahme der Zündpille 9 sowie ein in diese Bohrung 11 führendes, senkrecht zu dieser angeordnetes Gewinde 34, in welches der zur Fixierung der Zündpillen dienende Gewindestift 23 einschraubbar ist.
Vier in Winkeln von 90° zueinander angeordnete Aufnahme-Bohrungen 35 bilden die Lagerung und Rückhaltung für die vier aus Fig. 4 und 5 bekannten Kugeln 19.
Oberhalb des Zapfens 32 befinden sich drei zueinander parallele weitere Bohrungen 27 und 27', welche je über eine Stufe in kleinere Bohrungen 28 und 28' übergehen. Quer zu diesen Bohrungen befindet sich auf der Vorderseite die Kugellauf-Bohrung 37. - Die Verteilung sämtlicher Bohrungen auf dieser Ebene ist aus der Schnittdarstellung Fig. 7 zu sehen, wo auch die darüberliegende ringförmige Nut 5 mit ihrer Stirnfläche 5b, vgl. Fig. 6, und ihrem auslaufenden Teil 5a, gestrichelt gezeichnet, ersichtlich ist.
Die in Fig. 8 dargestellte und bereits erwähnte Armierungsfeder 29 ist eine Uhrwerkfeder, welche im Gehäuse 7, vgl. Fig. 4, mit ihrem äusseren Ende 29b in aufgewickeltem Zustand verhakt ist.
Die Darstellung Fig. 9 zeigt die aus den Massen 1 und 2 bestehenden Sperrstifte 38, 39, zusammen mit dem zentralen Schliesskolben 24 im verriegelten Zustand. Dabei greifen die kegelförmige Andrehung 25 sowie die Spitzen 38', 39', der Sperrstifte 38 und 39 in die Bohrungen 27' und 27" im Gehäuse 7 ein.
Die mit identischen Massen versehenen Sperrstifte 38 und 39 werden an ihren Enden 38", 39" durch ebenfalls identische Federn 40 und 41 mit gleichen Federkonstanten in die gezeichnete Lage gedrückt. Dabei besteht ein mechanischer Kontakt zwischen der Eindrehung 26 im Schliesskolben 24 und den Sperrstiften 38 und 39 durch zwei in der Kugeilauf-Bohrung 37 eingeführte Kugeln 42.
Die Funktionsweise dieser Doppelmassensperre Ist folgende: Im Ruhezustand, d.h. bei der Lagerung und beim Transport der Munition, ist der in Fig. 9 gezeigte verriegelte Zustand vorhanden. Der Rotor -
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Der im entriegelten Zustand, Fig. 10, drehfähige Zündpillenträger 6 erfährt durch die Feder 29 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn. Durch das Hemmwerk mit seiner Unruh 18, Fig. 4 und 5, wird die resultierende Drehbewegung dadurch gebremst, dass die Kugeln 19 abwechslungsweise in gegenüberliegende Ausnehmungen im Kugel-Kranz 20 durch die Unruh 18 gepresst werden, welche eine oszillierende Bewegung ausführt. Damit lässt sich eine vorgegebene verzögerte Drehbewegung des Zündpillenträgers 6, entsprechend der geforderten Vor-rohrsichheit, realisieren.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einem Munitionskörper mit wenigstens zwei Beschleunigungsstufen, das Sichern und Schärfen auch von der notwendigen, vorgegebenen minimalen Beschleunigung der zweiten und/oder weiteren Stufe abhängig zu machen.
Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei abnehmender Beschleunigung der ersten Stufe, nach einem vorgegebenen Zeitintervall die zweite Sicherung verriegelt wird und dass nach dem Einsetzen der weiteren Stufe beim Vorhandensein ihrer Soll-Beschleunigung die zweite Sicherung erneut entriegelt wird und die Zündenergie zur Verfügung gestellt wird und dass danach durch einen Zündkontakt der Munitionskörper zur Zündung gebracht wird.
Erfindungsgemäss wird somit der Beschleunigungsverlauf des Munitionskörpers mechanisch kontrolliert und die Scharfstellung der Zündvorrichtung nur bei korrekter Funktion, beispielsweise eines Starttriebwerks und bei einem zeitgerechten, vorgegebenen Schub eines später gezündeten Marschtriebwerks erreicht.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist einen Zündgenerator auf, der so dimensioniert ist, dass er erst bei einer Beschleunigung, die grösser ist als 1000 g, die elektrische Energie zur Verfügung stellt.
Vorteilhaft ist die erste Sicherung so dimensioniert, dass sie nach dem Abschuss innerhalb von 5 ms den Rotor entriegelt.
Die zweite Sicherung ist zweckmässig so dimensioniert, dass nach dem Einsetzen des Marschtriebwerkes die Scharfstellung des Rotors während 5 bis 500 ms eingestellt wird, meist jedoch innerhalb von 5 bis 150 ms.
Vorteilhafterweise ist der Zündgenerator so dimensioniert, dass die Zündenergie im Stromkreis des Zündkontakts mindestens während 200 s vorhanden ist. Durch einen dem Ladekondensator parallel geschalteten Leckwiderstand wird die Zündenergie beim Ausbleiben eines Schliessens des Zündkontakts, in an sich bekannter Weise, abgeführt.
Es ist selbstverständlich, dass der Zündkontakt der Art des Munitionskörpers M entspricht, wobei vorteilhaft eine Doppelhaube als Zündkontakt angesetzt wird.
Fig. 11 stellt ein beispielsweises Beschleunigungsund Funktionsdiagramm in einer praktischen Realisation des erfindungsgemässen Verfahrens dar.
Der Erfindungsgegenstand wird im folgenden, unter Bezugnahme auf sämtliche Figuren, ausführlicher beschrieben. Im Lagerzustand ist der Munitionskörper M energiefrei, der Detonator ist elektrisch, mechanisch und pyrotechnisch gesichert. Beim Abschuss oder beim Fallenlassen bzw. in der Rohrphase, wenn die Beschleunigung grösser ist als 10 g, wird eventuell durch die zweite Sicherung II (Nut 5, Flansch 3; Fig. 1, 2, 3) der Rotor 6 entsichert. Der Rotor 6 kann sich jedoch nicht drehen, weil die erste Sicherung I (Doppelmassensperre; Fig. 9, 10) noch nicht entriegelt ist. Bei einer Beschleunigung ai, die grösser ist als 1000 g, erzeugt der Energie-Erzeuger 13, ein handelsüblicher Zündgenerator der Firma Geveral SA, Crissler/ Schweiz, die zur Zündung erforderliche elektrische Energie. Der Detonator bleibt trotzdem elektrisch, mechanisch und pyrotechnisch gesichert. In einem Zeitintervall a ti in der Grössenordnung von einigen msec wird auch die erste Sicherung I und somit der Rotor entriegelt. In dieser Phase beginnt die Beschleunigung kleiner zu werden. In diesem Zustand sichert die zweite Sicherung 11 wieder den Rotor 6 (Zeitintervall a ty. Bei einer Beschleunigung kleiner als 50 g beginnt der Rotor wieder zu drehen, wobei selbstverständlich der Hauptkontakt, in diesem Fall die Doppelhaube DH, offen ist. Während der Flugbahn setzt das Maschtriebwerk W in seiner Funktion ein, womit die Beschleunigung wieder steigt und die zweite Sicherung II den Rotor 6 entsichert. In einer Zeitspanne von 5 bis 150 ms gerät der Rotor in die Scharfstellung. Der Munitionskörper M zündet jedoch nicht, da der Hauptkontakt -Doppelhaube DH - offen ist. In einem Zeitintervall a t3 kleiner als 200 s ist die Zündenergie vorhanden und beim Anschlag des Munitionskörpers wird der Hauptkontakt (Doppelhaube) geschlossen und der Munitionskörper M zündet. Wenn die vorher genannten Bedingungen nicht erfüllt wurden, zündet der Munitionskörper M nicht, und zwar auch in dem Fall, dass im Kondensator die elektrische Energie vorhanden ist. Dieser Blindgänger ist jedoch nicht gefährlich, weil nach etwa 25 Minuten die elektrische Energie aus dem Speicherkondensator über einen zu diesem parallel geschalteten Leckwiderstand abgeleitet ist. Nach dieser Entladung kann auch der Hauptkontakt (Doppelhaube) geschlossen werden, ohne eine Zündung zu verursachen.
Der Erfindungsgegenstand setzt sich aus an sich bekannten Komponenten zusammen und erlaubt durch empirisches Dimensionieren der Feder 8, der Masse des Bolzens 2 und des Hemmwerks (Fig. 5) dessen Anpassung an vorgegebene kinetische Verhältnisse, wie das Beschleunigungs- und Funktionsdiagramm Fig. 11 zeigen. Der Bolzen 2 besteht
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hier aus Stahl mit einer Dichte von 7,8 g/cm3. Teil S des Beschleunigungsdiagramms zeigt die durch das Starttriebwerk erfolgte Beschleunigung und ist in halblogarithmischer Darstellung gezeichnet. Die Entsicherung der ersten Sicherung I setzt bei etwa 2000g ein und ist bei 4500g vollständig abgeschlossen (Funktionszustand sh der Doppelmassensperre). Dabei deuten sii' (schraffierter Bereich) die Bewegung der Sperrstifte 38 und 39 (Fig. 9 und 10) und sii" die Bewegung des Schiesskolbens 24 an. Die Entriegelung selbst dauert etwa 2 msec. Die Drehung des Rotors (Funktionszustand 6) setzt etwa 5 msec nach dem Abschuss ein, und wird während der Beschleunigung durch das Marschtriebwerk vollendet. Die Entsicherung der zweiten Sicherung II (Funktionszustand SÌ2) beginnt bei einer Soli-Bescheunigung W-S des Marschtriebwerks von etwa 10 g. Das Beschleunigungsdiagramm des Marschtriebwerks W ist doppeltlogarith-misch dargestellt. Der Übergangsbereich in die Scharfstellung sia' im Funktionszustand 6 des Rotors ist schraffiert dargestellt und beläuft etwa 550 msec.

Claims (6)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Sichern und Schärfen eines wenigstens in zwei Stufen beschleunigten Munitionskörpers mit einem Zündgenerator und zwei voneinander unabhängigen Sicherungen, wobei die erste Sicherung als Doppelmassensperre aus parallelen Sperrstiften in einem Rotor mit einer Zündpille in der Richtung der Hauptbeschleunigung in zwei Endlagen fixierbar angeordnet ist, wobei die zweite Sicherung als eine längs eines Teiles des mit einer Armierfeder versehenen Rotors verlaufende Nut mit einer Stirnfläche ausgebildet ist, der ein in der Richtung der Hauptbeschleunigung beweglich gelagerter abgefederter Bolzen mit einem Vorsprungfiansch funktionell entspricht, und wobei nach dem Abschuss infolge der Beschleunigung die elektrische Energie durch den Zündgenerator bereitet wird, wobei nach einem vorgegebenen Zeitintervall durch die erste und zweite Sicherung der Rotor entriegelt wird und während der Vorrohrphase der Flugbahn der Rotor mit der Armierungsfeder in Drehbewegung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei abnehmender Beschleunigung der ersten Stufe, nach einem vorgegebenen Zeitintervall (a ti) die zweite Sicherung (II) verriegelt wird und dass nach dem Einsetzen der weiteren Stufe (S) beim Vorhandensein ihrer Soll-Beschleunigung (W-S) die zweite Sicherung (II) erneut entriegelt wird und die Zündenergie zur Verfügung gestellt wird und dass danach durch einen Zündkontakt (DH) der Munitionskörper (M) zur Zündung gebracht wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündgenerator (13) so dimensioniert ist, dass er bei einer Beschleunigung (ai), die grösser ist als 1000g, die elektrische Energie zur Verfügung stellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Sicherung (I) so dimensioniert ist, dass sie nach dem vorgegebenen
Zeitintervall (D ti), das in der Grössenordnung von einigen ms liegt, den Rotor (6) entriegelt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Sicherung (II) so dimensioniert ist, dass nach dem Einsetzen eines Marschtriebwerkes (W) während des Zeitintervalls der Vorrohrsicherhelt (D t2) von 5 bis 500 ms der Rotor (6) in die Scharfstellung gerät.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündgenerator (13) so dimensioniert ist, dass nach einem Zeitintervall (a t3), das kleiner ist als 200 s, die Zündenergie im Stromkreis des Zündkontakts vorhanden ist und anschliessend über einen Leckwiderstand in höchstens 25 min abgeführt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündkontakt eine Doppelhaube (DH) des Munitionskörpers (M) ist.
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