CH679561A5 - - Google Patents
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Description
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CH 679 561 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Regeln des Elektrodenabstandes in einer Funkenentla-dungs-Erodiermaschine. Gemäss dem Stand der Technik sind Funkenentladungs-Erodiermaschinen in der Art bekannt, dass ein elektrisch leitfähiges Material, wie etwa Metall dadurch geschmolzen wird, dass eine Energie auf hohem Temperaturniveau eingesetzt wird, welches von einer elektrischen Entladung erzeugt wird.
In der Funkenentladungs-Erodiermaschine wird im allgemeinen ein Impulsstrom als elektrische Energie benutzt. Zum Zweck der kontinuierlich fortgesetzten Funkenentladung aufgrund des Impulsstromes ist es wesentlich, dass die Entfernung zwischen einer Werkzeugelektrode und einem Werkstück, d.h. der Elektrodenabstand, passend eingestellt wird. Das Werkstück wird, wenn es durch Funkenentladung bearbeitet wird, teilweise geschmolzen und abgetragen. In solch einem Fall, wo die Elektrode und das Werkstück ortsfest gehalten werden, wird der Elektrodenabstand deswegen nach und nach vergrössert, und infolgedessen wird es schwierig, Funkenentladungen zu erzeugen, und schliesslich wird der Elektrodenabstand so gross, dass überhaupt keine Funkenentladung mehr stattfinden kann. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, d.h. um die Funkenentladung gleichmässig aufrechtzuhalten, wird im allgemeinen ein Verfahren eingesetzt, in welchem, wenn das Werkstück bearbeitet wird, die Elektrode zum Werkstück hin bewegt wird, um somit den Elektrodenabstand konstant zu halten.
Auf der anderen Seite wird durch die Funkenentladungen während der Funkenerosions-Bearbei-tung zwischen den Elektroden ein Schlamm erzeugt, welcher Schlamm normalerweise von der Bearbeitungsflüssigkeit weggespült wird. In solchen Fällen jedoch, wo die Bearbeitungsflüssigkeit nicht in ausreichendem Masse zwischen die Elektroden geführt wird, oder wenn der Elektrodenabstand klein ist, werden die Elektroden häufig von dem Schlamm überbrückt, d.h. sie werden von dem Schlamm elektrisch kurzgeschlossen. In diesem Fall wird zwischen den Elektroden eine zum Erzeugen von Funkenentladungen ausreichend hohe Spannung aufgebaut und infolgedessen wird die Funkenentladung unterbrochen oder es baut sich ein so hoher Strom auf, dass das Werkstück beschädigt wird. In diesen Fällen wird der Elektrodenabstand vergrössert, um die Teile des Schlammes, welche die Brückenbildung oder den Kurzschluss hervorrufen, zu entfernen, oder der Strömungsweg der Bearbeitungsflüssigkeit wird verbessert.
Aus dem oben Gesagten wird ersichtlich, dass eine Funkenentladungs-Erosionsbearbeitung dadurch ausgeführt wird, indem der Elektrodenabstand geregelt (vergrössert und verkleinert) wird, d.h. der Eiektrodenabstand wird im Mittel im wesentlichen konstant gehalten. Die Regelung des Elektrodenabstandes ist eine grundlegende Funktion, welche einen grossen Einfluss auf das Ergebnis der Funkenentladungs-Erosionsbearbeitung, d.h. auf die Produktqualität hat.
Wie oben beschrieben, ist die Regelung und Konstanthaltung des Elektrodenabstandes für die Fun-kenentladungs-Erosionsbearbeitung grundlegend und wesentlich, es ist jedoch schwierig, den Eiektrodenabstand während der Erosionsbearbeitung zu messen; in der Praxis ist es sogar unmöglich, dies zu tun. Deswegen wird im allgemeinen eine Zu-standsgrösse gemessen, welche im wesentlichen dem Eiektrodenabstand äquivalent ist, um auf diese Weise den Eiektrodenabstand zu ermitteln, und der so ermittelte Eiektrodenabstand wird mit einem Wert verglichen, welcher am geeignetsten ist für die Fortsetzung der Funkenentladungen, also für die Regelung des Eiektrodenabstandes.
Fig. 2 ist ein Flussdiagramm für ein Beispiel eines bekannten Verfahrens zum Ermitteln einer Zu-standsgrösse in einer Funkenentladungs-Erodier-maschine.
In dem Messverfahren wird der aus einer Wellenform 8 der Elektrodenspannung erhaltene Mittelwert 10 der Elektrodenspannung für die Bestimmung des Elektrodenabstandes verwendet. Dieses Verfahren wird «Mittelspannungs-Servoverfahren» genannt. Der Mittelwert 10 der Elektrodenspannung gilt als proportional zu dem Eiektrodenabstand. Deswegen wird die Regelung auf diese Weise durchgeführt, dass, wenn die mittlere Spannung höher ist als ein Sollwert oder ein vorgegebener Wert 1, der Eiektrodenabstand verkleinert wird, um das Auftreten von Funkenentladungen zu erleichtern, wohingegen der Eiektrodenabstand vergrössert wird, um die Funkenentladungen zu erschweren, wenn der Mittelwert der Spannung kleiner ist als ein vorgegebener Wert 1. Auf diese Weise wird die Funkenentladung auf befriedigende Weise mit der oben beschriebenen Regelung konstant gehalten. Im folgenden sei derjenige Fall betrachtet, in welchem der Eiektrodenabstand dadurch vergrössert wird, dass das System von einer auf die Bearbeitungsgeschwindigkeit 5 zurückgehenden Störung erfasst wird und folglich eine Antriebsvorrichtung betätigt wird, um die Elektrode zwecks Konstanthaltung des Elektrodenabstandes zu bewegen.
Die Vergrösserung des Elektrodenabstands erscheint in der Wellenform der Elektrodenspannung aufgrund eines Vorganges zwischen den Elektroden, d.h. das Auslösen der Funkenentladungen wird erschwert. Wenn das Auslösen der Funkenentladungen erschwert wird, dann wird aus den in Fig. 4 angegebenen Gründen der Mittelwert der Elektrodenspannung 10 auf den Wert 10b vergrössert und weicht dadurch von dem vorbestimmten Wert ab. Die zwischen diesen Werten bestehende Differenz 11 wird, nachdem sie mit einem Proportionalitätsfaktor 3 multipliziert worden ist, als ein Signal zum Steuern einer Antriebseinheit 4 geleitet. Wenn die Antriebseinheit 4 die Elektrode um einen der Vergrösserung des Elektrodenabstands entsprechenden Betrag bewegt, nimmt der Eiektrodenabstand auf diese Weise seinen ursprünglichen Wert ein, und die Funkenentladungen können wieder in befriedigender Weise erfolgen und der Mittelwert der Elektrodenspannung befindet sich auf dem Wert 10a, d.h. er wird wieder gleich dem vorbestimmten Wert 1.
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Wenn in dem oben beschriebenen Vorgang der Proportionalitätsfaktor 3 auf einen ausserordentlich hohen Wert gesetzt wird, verfährt die Antriebseinheit die Elektrode um einen grösseren Betrag als es der Vergrösserung des Elektrodenabstandes entspricht, welche durch die Funkenentladungs-Erosionsbearbeitung hervorgerufen wird, und infolgedessen wird der Eiektrodenabstand verkürzt. In diesem Fall wird der Mittelwert der Elektrodenspannung verkleinert, so dass der Antriebseinheit ein Signal zum Vergrössern des Elektrodenabstandes zugeführt wird, wobei die Elektrode so bewegt wird, dass der Eiektrodenabstand vergrössert wird. In diesem Fall werden jedoch der Mittelwert der Elektrodenspannung 10 und die Antriebseinheit 4 in einen Schwingungszustand versetzt, welcher sich vom idealen Zustand weit entfernt befindet. Wenn im Gegensatz dazu der Proportionalitätsfaktor 3 ausserordentlich klein wird, so vergrössert sich der für die Regelung des Systems erforderliche Zeitverzug, und eine schnelle Antwort auf die beispielsweise von der Bearbeitungsgeschwindigkeit auf das System hervorgerufenen Störungen wird unmöglich. Das heisst, auch in diesem Fall ist es schwierig, die Funkenentladung in befriedigender Weise aufrechtzuerhalten.
Aus der oben genannten Beschreibung wird es offensichtlich, dass es erforderlich ist, dass der Proportionalitätsfaktor 3, genannt «Verstärkungsfaktor» auf den besten Wert gesetzt wird.
Fig. 3 zeigt ein Prinzipschaubild für einen elektrischen Schaltkreis, in welchem das mit Bezug auf Fig. 2 beschriebene Verfahren durchgeführt wird. In Fig. 3 sind die Teile, welche mit den in Fig. 2 aufgeführten Teilen übereinstimmen, mit denselben Bezugszeichen dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Spannungsquelle 30 zum Bereitstellen der Entladungsenergie, einen Widerstand 21 zum Regulieren der Entladungsenergie über den Strom, ein Schaltelement 22 zum Ausbilden der Wellenform des Impulsstromes, einen Oszillator 23 für das besagte Schaltelement, eine Elektrode 24, ein zu bearbeitendes Werkstück 25, ein Bearbeitungsgefäss 26 und die Bearbeitungsflüssigkeit 27.
Aus der oben gegebenen Beschreibung wird deutlich, dass es in einer Funkenentladungs-Ero-diermaschine zum Zweck der effektiven Bearbeitung eines Werkstückes erforderlich ist, zu jedem Zeitpunkt eine Regelung der Einrichtung gegen Störungen wie Veränderung der Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Schlammbildung, welche einen nachteiligen Einfluss auf den Eiektrodenabstand haben, vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, den Proportionalitätsfaktor bzw. den Verstärkungsfaktor auf den für die Anpassung der Antriebseinheit zum Nachstellen des Elektrodenabstandes besten Wert zu setzen.
Bei einer Funkenentladungs-Erodiermaschine wird, angepasst an die Bearbeitungsbedingungen, der vom Bearbeitungsstrom und der Elektrodenfläche abhängige Proportionalitätsfaktor vom Bedie-ner durch seine Erfahrung bestimmt. Die Einstellung des Proportionalitätsfaktors ist entsprechend schwierig und muss trotzdem während der Bearbeitung häufig wiederholt werden.
Dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Regelung des Elektrodenabstandes zu schaffen, in welcher der Proportionalitätsfaktor automatisch auf den besten Wert gesetzt wird, wobei eine Regelung gegen Veränderungen der Bedingungen der Bearbeitung während der Bearbeitung sanft ausgeführt werden soll, und welche unabhängig ist von der Erfahrung des Bedieners, d.h. eine unbemannte Funkenerosionsbearbeitung soll mit hoher Effizienz ausgeführt werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zum Regeln des Elektrodenabstandes erfasst die Schwingungen des Systems der Funkenentladungs-Erodierma-schine während der Bearbeitung und setzt den Proportionalitätsfaktor in einem solchen Bereich auf den optimalen Wert, in welchem innerhalb des Systems keine Schwingungen auftreten. Entsprechend der erfindungsgemässen Lösung kann der Proportionalitätsfaktor für das Elektrodenab-stands-Regelungssystem in einer Funkenentla-dungs-Erodiermaschine zu jedem Zeitpunkt unabhängig von der Bearbeitungsgeschwindigkeit oder den Bearbeitungskonditionen auf den optimalen Wert gesetzt werden. Entsprechend der Erfindung kann eine Funkenerosionsbearbeitung im unbemannten Betrieb mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Dazu werden die Figuren zu Hilfe genommen, welche im einzelnen folgendes darstellen:
Fig. 1 ist ein Fiussdiagramm für ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Einrichtung zur Regelung des Elektrodenabstandes,
Fig. 2 ist ein Flussdiagramm für eine konventionelle Vorrichtung zum Regein des Elektrodenabstandes,
Fig. 3 ist ein prinzipielles Schaltschema für eine Funkenentladungs-Erodiermaschine, ausgerüstet mit einer konventionellen Einrichtung zum Regeln des Elektrodenabstandes entsprechend der in Fig. 2 dargestellten,
Fig. 4 zeigt die prinzipielle Veränderung in der Wellenform der Elektrodenspannung aufgrund einer Veränderung des Elektrodenabstandes und die dazugehörige Veränderung der mittleren Elektrodenspannung,
Fig. 5 ist eine Prinzipdarstellung bezüglich der mittleren Elektrodenspannung und des Frequenzspektrums während der Erosionsbearbeitung, aufgetragen über der Zeit.
Einzelne Teile sind in den Figuren mit folgenden Bezugszeichen angegeben:
4 - Antriebseinheit, 7 - Vorgang zwischen den Elektroden, 9 - erste Einrichtung zum Erfassen einer Zustandsgrösse, 40 - erstes Bandpassfilter, 41 - zweites Bandpassfilter, 42 - arithmetischer Differenzbilder, 43 - Verstärker mit veränderlichem Verstärkungsfaktor.
Im allgemeinen kann die Schwingung des Systems über die Frequenzanalyse von innerhalb des Systems beobachteten Signalen erkannt werden.
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Fig. 5 zeigt die Messung und Analyse der Elektrodenspannung als Mass für die Bestimmung des Zustandes des Systems während der Bearbeitung. Im einzelnen zeigen die in Fig. 5 dargestellten Abschnitte 30, 31, 32, 33 mittlere Elektrodenspannungen und Frequenzanalysen in solchen Fällen, in denen der Proportionalitätsfaktor 3 auf den besten Wert gesetzt ist sowie auf einen solchen Wert, bei dem Schwingungen auftreten.
In dem Fall, in welchem der Proportionalitätsfaktor auf den besten Wert gesetzt ist, gibt es eine leichte Schwingung der mittleren Elektrodenspannung um einen bestimmten Wert (wie in dem Abschnitt 31 zu erkennen ist). Wenn sich das System hingegen in Schwingungen befindet mit einem auf einen ausserordentlich hohen Wert gesetzten Proportionalitätsfaktor, kann durch Analyse des Frequenzspektrums festgestellt werden, dass die Schwingung mit einer Frequenz f1 auftritt (wie in den Abschnitten 31 und 32 dargestellt). Im Abschnitt 32 sind zugehörige Harmonische höherer Ordnung dargestellt (f2, f3). Wenn der Proportionalitätsfaktor in einem schwingenden Zustand nach und nach verkleinert wird, werden die Spitzen bei den Frequenzen f1, f2, f3 usw. nach und nach verkleinert und infolgedessen erhält man ein Spektrum mit einer relativ flachen Charakteristik entsprechend dem Abschnitt 31. Wenn der Proportionalitätsfaktor noch weiter verkleinert wird (nicht dargestellt), wird der Mittelwert der Spannung in der Antwortcharakteristik erniedrigt, und es bildet sich eine abgeflachte Spitze in einem ausserordentlich niedrigen Frequenzbereich aus.
Aus der oben gegebenen Beschreibung wird ersichtlich, dass die Frequenzanalyse im Hinblick auf ein zu regelndes Signal ein objektives Ermitteln der Funkenentladungsbedingungen ermöglicht, mit dem Ergebnis, dass der Proportionalitätsfaktor auf seinen besten Wert gesetzt werden kann.
Eine Analyse eines Frequenzspektrums ist dazu geeignet, Frequenzanteile innerhalb eines Signals zu erkennen und deren Grössenordnung zu ermitteln. Im allgemeinen erfordert jedoch die Analyse einen relativ hohen Zeitaufwand und eine aufwendige Geräteausstattung. Entsprechend erscheint es im Hinblick auf Zeitersparnis und wirtschaftlichen Gebrauch nicht praktizierbar, eine solche Einrichtung für eine Funkenentladungs-Erodiermaschine zu schaffen. Während der Erosionsbearbeitung hängt die Schwingungsfrequenz des Systems jedoch vom System selber ab, d.h. sie ist im voraus bekannt. Dementsprechend ist es nicht erforderlich, die Schwingungen in allen Frequenzbereichen zu ermitteln. D.h., das Grundlegende der Erfindung besteht darin, dass nur der Signalpegel des bekannten Frequenzanteiles gemessen wird, um die Schwingung des Systems zu bestimmen.
Wenn sich das System in Schwingungen befindet, hängt die Schwingungsfrequenz im allgemeinen vom System selber ab, im Fall einer Funkenerosionsmaschine ist jedoch die Schwingungsfrequenz im wesentlichen konstant, wird also weniger beeinflusst von den Bearbeitungskonditionen und der Elektrodenkonfiguration. In Fig. 5 ist die Schwingungsfrequenz des Systems mit dem Bezugszeichen f1 angegeben und seine höheren Harmonischen mit dem Bezugszeichen f2 und f3. Wenn also das Signal bei der Frequenz f1 und noch einer weiteren Frequenz ermittelt wird, kann somit eine Schwingung des Systems bestimmt werden.
Im Hinblick auf die Schwingungsfrequenz des Systems können eine Anzahl von Resonanzen vorhanden sein, wie etwa die Resonanzfrequenz des Positioniersystems, die Resonanzfrequenz des Geschwindigkeitssystems, die Resonanzfrequenz des im Inneren des Systems existierenden Systems. Das innengelegene System ist das von allen vorhandenen Einzelsystemen schwingungsfähigste; abhängig von der zu regelnden Zustandsgrösse kann jedoch die Schwingung mit der Frequenz einer inneren Schleife auftreten. Im Zusammenhang mit der Regelung des Elektrodenabstandes einer Fun-kenentladungs-Erodiermaschine gibt es verschiedene Arten von Schwingungen, d.h. es gibt eine Schwingung des Positioniersystems und eine des Geschwindigkeitssystems, und deswegen sollte die Frequenz zum Erkennen der Systemschwingung, angepasst an die zu regelnde Zustandsgrösse, festgelegt werden.
Eine Ausführung der auf dem oben beschriebenen Prinzip beruhenden Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Eine erste Zustandsgrösse 8 ist eine Informationsmenge, welche die Elektrodenentladungs-Bedingung repräsentiert. Mit einer ersten Einrichtung 9 zum Erfassen einer Zustandsgrösse werden die zu regelnden Daten, d.h. eine zweite Zustandsgrösse 10 neben der ersten Zustandsgrösse, er-fasst. Im Fall des in Fig. 2 dargestellten Zusammenhanges entspricht die Wellenform der Elektrodenspannung der ersten Zustandsgrösse 8, die erste Einrichtung 9 zum Erkennen einer Zustandsgrösse besteht in einem Niederpassfilter und die mittlere Elektrodenspannung entspricht der zweiten Zustandsgrösse 10.
Zwei Bandpassfilter sind für die zweite Zustandsgrösse vorgesehen, welche die Charakteristik des Systems repräsentieren kann. Der erste Bandpassfilter 40 besitzt eine Zentralfrequenz, welche der Eigenfrequenz des Systems gleich ist, und er wird eingesetzt, um die Signalstärke der Resonanzfrequenz zu ermitteln. Der zweite Bandpassfilter 41 hat eine von derjenigen des ersten Bandpassfilters 40 verschiedene Zentralfrequenz. Vorzugsweise beträgt die Zentralfrequenz des zweiten Bandpassfilters die Hälfte von der Zentralfrequenz des ersten Bandpassfilters.
Der Grund dafür, weshalb die Zentralfrequenz des zweiten Bandpassfilters 41 niedriger gewählt wird als diejenige des ersten Bandpassfilters 40 liegt darin, dass es ermöglicht werden soll, denjenigen Zustand zu erkennen, wenn der Verstärkungsfaktor des Verstärkers mit variablem Verstärkungsfaktor 43 ausserordentlich niedrig ist. Über die Festlegung der Zentralfrequenz des zweiten Bandpassfilters auf die Hälfte der Zentralfrequenz des ersten Bandpassfilters kann die Erkennungsgenauigkeit vergrössert werden. Die zu wählende Art der Schwingung für die Schwingungsfrequenz des Systems sollte abhängig von der Art der für die
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Regelung benutzten ersten Zustandsgrösse festgelegt werden.
Ein arithmetischer Differenzbildner 42 ermittelt die Differenz zwischen den beiden Signalen und führt das resultierende Differenzsignal 46 dem Verstärker mit variablem Verstärkungsfaktor 43 zu. Der Verstärker mit variablem Verstärkungsfaktor 43 vergrössert, abhängig von dem Differenzsignal 46, welches von dem arithmetischen Differenzbildner 42 empfangen wird, den Verstärkungsfaktor, wenn das Signal 44 kleiner ist als das Signal 43, und verkleinert den Verstärkungsfaktor, wenn das Signal 44 grösser ist als das Signal 43, wobei dieser Vorgang so lange ausgeführt wird, bis das Differenzsignal 46 über die Antriebseinheit 4, die Vorgänge 7 zwischen den Elektroden, die erste Zustandsgrösse 8 und die zweite Zustandsgrösse 10 auf den Wert 0 gesetzt ist.
Als ein Ergebnis kann die Systemantwort eines eine Funkenerosionsbearbeitung einschliessenden Systems erheblich verbessert werden und das Auftreten von Schwingungen, welche durch übermässige Erhöhung der Systemantwort entstehen können, lässt sich verhindern. Infolgedessen kann auch bei einem Wechsel in den Bearbeitungsbedingungen die Funkenerosionsbearbeitung in idealer Weise ausgeführt werden, d.h. es wird eine hohe Effektivität erreicht.
Zum Aufbau einer erfindungsgemässen Regelungseinrichtung sollten die einzelnen Elemente wie folgt ausgeführt werden:
Die in Fig. 2 dargestellte Wellenform der Elektrodenspannung wird als erste Zustandsgrösse eingesetzt, und der Mittelwert dieser Spannung als die zweite Zustandsgrösse, oder aber der Zeitabschnitt, welcher vom ersten Augenblick, in welchem zwischen den Elektroden eine Spannung angelegt wird, bis zum Beginn der Funkenentladung vergeht, wird als zweite Zustandsgrösse eingesetzt. Anstelle der Wellenform der Elektrodenspannung können auch die Positionskoordinaten der Elektrode benutzt werden, und ausserdem können auch die Werte der Eiektrodengeschwindigkeit eingesetzt werden. Diese sollten wahlweise entsprechend dem Regelungsverfahren eingesetzt werden.
Der erste Bandpassfilter 40 oder der zweite Bandpassfilter 41 sind grundsätzlich elektronische Schaltungen, bestehend aus Widerständen und Kondensatoren, es können jedoch auch sogenannte «Digitalfilter» sein, in welchen die zweite Zustandsgrösse 10 anhand eines Systems von diskreten Zahlenwerten ermittelt und über Software weiterverarbeitet wird. Dieses Verfahren ist insofern vorteilhaft, dass das Frequenzband mit Hilfe eines Programmes geändert werden kann, und wenn ein Regelungsverfahren entsprechend den Bearbeitungsbedingungen ausgewählt wird, können die Filter mit Leichtigkeit in eine passende Form gebracht werden, d.h. ein solches Verfahren besitzt ein weites Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten.
Im allgemeinen ist der arithmetische Differenzbildner 42 ein aus Operationsverstärkern bestehender Schaltkreis. Diese Einheit kann jedoch auch so ausgeführt werden, dass die oben beschriebenen Werte als digitale Werte eingelesen werden und
über ein Softwareprogramm in Hinblick auf eine Differenzbildung weiterverarbeitet werden.
Der Verstärker mit variablem Verstärkungsfaktor 43 kann ein aus Operationsverstärkern bestehender Schaltkreis sein, er kann jedoch auch durch den Einsatz von Software realisiert werden.
Mit anderen Worten, es kann also jede in Fig. 1 dargestellte Funktionskomponente aus einem elektronischen Schaltkreis bestehen. Die einzelnen Funktionskomponenten können jedoch auch aus digitalen Elementen und zugehöriger Software bestehen, welche dann eingesetzt werden, wenn gleichzeitig mit dem Erkennen der ersten Zustandsgrösse 8 die kontinuierliche Umwandlung der Daten in diskrete Werte ausgeführt wird, mit einem Signal, welches einen bestimmten Sollwert 1 einhält, der zu der Antriebseinheit 4 zugeführt wird. Die Antriebseinheit kann durch Umwandeln des diskreten Ausgangssignals in kontinuierliche Werte betrieben werden, d.h. durch Digital-Analog-Wandlung. Neuerdings sind auch Methoden entwickelt worden, in denen sich digitale Werte benutzen lassen, um die Antriebseinheit zu betreiben.
Aus der oben gegebenen Beschreibung wird ersichtlich, dass mit der erfindungsgemässen Regeleinrichtung der Eiektrodenabstand einer Fun-kenentladungs-Erodiermaschine so geregelt wird, dass die Funkenentladungen, unabhängig von der Bearbeitungsgeschwindigkeit, der Elektrodenfläche oder den Bearbeitungsbedingungen auf einem idealen Wert gehalten werden. Damit ist ein unbemannter Betrieb der Erodiermaschine möglich, welche eine Durchführung der Erosionsbearbeitung mit hoher Genauigkeit und hoher Wirtschaftlichkeit entsprechend der Aufgabe der vorliegenden Erfindung ermöglicht.
Claims (1)
- PatentanspruchEinrichtung zum Regeln des Elektrodenabstandes in einer Funkenentladungs-Erodiermaschine zum Konstanthalten der elektrischen Entladungsbedingungen, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Erkennen einer zu regelnden Zustandsgrösse aus einer eine elektrische Entladungsbedingung repräsentierenden Zustandsgrösse; eine erste Bandpasseinheit mit einer Zentralfrequenz, welche gleich der Schwingungsfrequenz der besagten elektrischen Entladungsmaschine ist; eine zweite Bandpasseinheit mit einer Zentralfrequenz, welche verschieden von der Zentralfrequenz der ersten Bandpasseinheit ist; eine arithmetische Differenzbildungseinheit zum Errechnen des Unterschiedes zwischen den die besagten erste und zweite Bandpasseinheiten passierenden Zustandgrössen; einen Verstärker mit variablem Verstärkungsfaktor, welcher seinen Verstärkungsfaktor entsprechend einem Ausgangssignal der besagten arithmetischen Differenzbildungseinheit ändert und die Abweichungen der besagten zu regelnden Zustandsgrösse von einem Sollwert verstärkt und die besagten Abweichungen einer Elektrodenantriebseinheit zuführt.5101520253035404550556065
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1989
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| PL | Patent ceased |