CH680642A5 - - Google Patents
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Description
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CH 680 642 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Baukasten zur Erstellung von Dekorations- und Ausstellungsflächen aus mindestens zwei Vertikalträgern und dazwischen anbringbaren Horizontalträgern.
Baukastensysteme zur Erstellung solcher Flächen, wie zum Beispiel Regale oder Wände, Trennwände sind in unzähligen Varianten bekannt. Bei den meisten Systemen sind die Vertikalträger starre Säulen, die in der Längsrichtung verstellbar sind und zwischen Boden und Decke mittels Druckkraft klemmend gehalten sind. Meistens sind die Vertikalträger als teleskopisch ineinander verschiebbare Rohre konzipiert.
Eine zweite, hier jedoch nicht interessierende Variante besteht darin, dass die Vertikalträger lediglich an der Decke aufgehängte Elemente sind, die lediglich durch die Horizontalträger eine gewisse Stabilität erhalten und die oftmals an den Vertikalwänden mit zusätzlichen Befestigungselementen stabilisiert sind. Während somit die Baukasten zur Erstellung von Dekorations- und Ausstellungsregalen und -wänden, die lediglich gehängt werden, zwar eine erwünschte optische Leichtigkeit und Ästhetik haben, fehlt solchen Systemen jedoch die Festigkeit, um in Ausstellungsräumen oder Verkaufsgeschäften eingesetzt zu werden. Jene Baukastensysteme, die jedoch mit Säulen arbeiten, wirken massiv und oft unästhetisch. Auch sind beide bekannten Systeme nur sehr beschränkt variierbar.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Baukasten zur Erstellung von Dekorations- und Austeilungsflächen, aus mindestens zwei Vertikalträgern und dazwischen anbringbaren Horizontalträger zu schaffen, mit dem eine besonders leichte und besonders leicht wirkende Konstruktion von Regalen oder Wänden für obgenannte Zwecke erstellbar sind.
Diese Aufgabe löst ein Baukasten der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Verschiedene Ausführungsvarianten der Erfindung gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor und deren Bedeutung und Verwendung ist in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
In der Zeichnung sind verschiedene Einzelelemente des Baukastens zur Erstellung von Dekorations- und Ausstellungsregalen und -wänden im Detail dargestellt sowie einige Anwendungsbeispiele aufgezeichnet. Es zeigt:
Fig. 1 ein mit dem erfindungsgemässen Baukasten zusammengestelltes Regal und
Fig. 2 eine dekorative Wand mit denselben Elementen zusammengestellt.
Fig. 3 ein Vertikalträger mit Spannmittel und Befestigung in aufgegliederter Darstellung und
Fig. 4 in zusammengebautem Zustand;
Fig. 5 den Endbereich eines starren, horizontalen Trägers mit den Mitteln zur Befestigung am Vertikalträger und zwar wiederum in aufgegliedertem und zusammengebautem Zustand.
Der erfindungsgemässe Baukasten zur Erstellung von Dekorations- und Ausstellungsflächen besteht im wesentlichen aus vier sich immer wieder wiederholenden Grundelementen, die mit bekannten Bauteilen zur Erstellung von Dekorations- oder Ausstellungsflächen benötigt werden.
Diese Hauptbestandteile sind die Vertikalträger 1, die mittels Spann- und Befestigungselemente 2 am Boden respektive Decke befestigbar sind, sowie die Horizontalträger 3, die mittels Klemmittel 8 an den Vertikalträgern 1 sich halten. Auf die konstruktiven Einzelheiten dieser Elemente wird später noch eingegangen.
Wie Fig. 1 zeigt, lässt sich mit den genannten Baukastenelementen 1 bis 3 und 8 eine fast beliebige Kombination von Vertikal- und Horizontalträger 1, 3 zwischen Boden und Decke erstellen. Im Gegensatz zu bekannten Baukasten zur Erstellung von Regalen oder Wänden sind hier die Vertikalträger 1 nicht starr, sondern flexibel. Insbesondere eignen sich hierfür Seile, Kabel, Ketten oder Drähte, die entsprechend auf Zug belastbar sind und somit einerseits gespannt werden können und andererseits Zugkräfte aufzunehmen vermögen. Die Vertikalträger 1 werden so genannt, weil sie zwischen Decke und Boden gespannt werden. Trotz des Namens braucht dies jedoch keineswegs genau senkrecht zu sein. Es ist gerade der Vorteil dieses Baukastensystems, dass fast jede beliebige dekorative Anordnung der Vertikalträger möglich ist. Wichtig ist nur, dass jeweils zwei Vertikalträger 1, die über Horizontalträger 3 miteinander verbunden sind, parallel zueinander verlaufen. Die Horizontalträger 3 können aus beliebigen Metallprofilen gefertigt sein. Zwischen zwei parallelen Vertikalträgern 1 können mehrere Horizontalträger 3 geklemmt werden. Will man ein Regal erstellen, so dienen die Horizontalträger als Auflage für die Tablare 4. Mit dem gleichen Prinzip mit dem die Vertikalträger befestigt und gespannt werden, lassen sich auch Hängeträger 9 erstellen, die als zusätzliche Träger eingesetzt werden können. Die in diesem Fall lediglich an der Decke montierten Spann- und Befestigungselemente 2 lassen sich somit gleichzeitig noch zur exakten Höhenregulierung verwenden.
Das Anwendungsbeispiel nach Fig. 2 zeigt eine Ausstellungswand, beispielsweise einer Bildergalerie, die aus einer Vielzahl von parallel verlaufenden Vertikalträgern 1 zusammengestellt ist. Die Vertikal-träger 1 sind auch hier wieder mittels Spann- und Befestigungselementen 2, sowohl am Boden, wie an der Decke befestigt. Zwischen den Vertikalträgern 1 sind mehrere Horizontalträger 3 angebracht, die jedoch verschiedene Funktionen übernehmen. So lassen sich zwischen zwei parallen, vertikal untereinander verlaufenden Horizontalträgern 3, Bilder 5 oder Abschirmungen 5', ähnlich einem Paravent anordnen. Ein einzelner Horizontalträger 3 kann auch als Kleiderstange 6 dienen. Mittels mehreren Horizontalträgern 3 lassen sich auch ganze dreidimensionale Gebilde, wie beispielsweise ein Korpuselement 7 formen, wenn man zwischen den verschiedenen Horizontalträgern 3 entsprechende Platten befestigt. Wände und Regale, die mit diesem Baukastensystem erstellt werden, wirken besonders leicht und sind in jeglicher räumlichen Aufteilung
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stellbar. Dies ist insbesondere für eine abwechslungsreiche Gestaltung einer Ausstellung besonders wichtig.
Das insgesamt mit 2 bezeichnete Spann- und Befestigungselement ist in den Fig. 3 und 4 im Detail dargestellt. Der Vertikalträger 1 ist hier ein Metallkabel. Zur Befestigung des Vertikalträgers 1 wird in der Decke D ein Loch gebohrt und ein Dübel 27 eingesetzt. In den Dübel 27 schraubt man einen Bolzen 26, von dem mindestens der aus der Decke D herausragende Teil mit einem Aussengewinde versehen ist. Das Aussengewinde des Bolzen 26 passt zusammen mit einem Innengewinde einer Hülse 25, die vorzugsweise dekorativ gestaltet ist. Im einfachsten Falle kann dies eine aussen verchromte Stahirohrhülse sein. Das Innengewinde durchsetzt die Hülse 25 auf seiner gesamten Länge. In die Hülse 25 lässt sich ein Spannelement 23 einschrauben. Das Spannelement 23 hat die Gestalt einer relativ grossen Madenschraube, die von einem Längsschlitz oder Längsbohrung durchsetzt ist. Der Vertikalträger 1 durchsetzt das Spannelement 23 in dessen Schlitz bzw. Längsbohrung liegend. Auf das Ende des Vertikalträgers 1 ist eine Klemme 24 befestigt. Diese verunmöglicht ein Herausrutschen des Vertikalträgers aus dem Spannelement 23. Aus optischen Gründen lässt sich die Hülse 25 schliesslich mit einer Kappe 22 abdecken. Die Kappe 22 ist vorzugsweise ein gummielastisches Scheibchen, welches mindestens bis zur Mitte geschlitzt ist und dessen Aussendurchmesser mindestens gleich gross wie der Innendurchmesser der Öffnung der Hülse 25 ist.
Wie in Fig. 4 ersichtlich, liegt im montierten Zustand das Spannelement 23, sowie die Kabelklemme 24, vollständig in der rohrförmigen Hülse 25. Die Kappe 22 verschliesst die Öffnung der Hülse 25 bündig. Will man den Vertikalträger 1 etwas nachspannen, genügt es, die Kappe 22 zu entfernen und das Spannelement 23 etwas tiefer in die Hülse 25 hinein zu schrauben. Das Spannen des Vertikalträgers 1 kann auch über die Hülse 25 erfolgen, wenn der Bolzen 26 und des Spannelement 23 mit gegenläufigen Gewinden versehen sind und in der Hülse 25 entsprechende Gewinde vorhanden sind.
Zur Befestigung des Horizontalträgers 3 auf den Vertikalträger 1 ist am Horizontalträger 3 ein Klemmmittel 8 vorgesehen. Selbstverständlich kommen hierfür die verschiedensten Anordnungen in Frage. Wichtig ist jedoch, dass die Verstellung, Änderung und Fixierung der Horizontalträger ohne Veränderung an den Vertikalträgern erfolgen kann. Die in Fig. 5 dargestellte Lösung ist eine besonders einfache und ästhetische Lösung. Der Horizontalträger 3 ist hier aus einem einfachen Profil, nämlich einem Rundeisenstab gefertigt. Stirnseitig ist das Profil 32 mit einer Sacklochbohrung 35 mit Innengewinde versehen. Mindestens annähernd gleich tief ist ein zentrischer, radialer Schlitz 36 eingesägt worden. In diesen Schlitz 36 kommt der Vertikalträger 1 zu liegen. Ein Überwurfring 33, der mindestens gleich breit ist wie der Schlitz 36 tief, wird danach über das Ende des Profils 32 gestülpt. Eine zylindrische Kopfschraube 34 wird danach in das Sackloch 35 eingeschraubt. Dessen Kopf drückt dabei auf den Ring 33, der wiederum auf den Vertikalträger 1 drückt und somit diesen im Schlitz 36 des Profils 32 verklemmt. Diese einfache Klemmung lässt sich von Hand ohne Werkzeuge lösen bzw. befestigen. Die Kräfte, die bei der Klemmung auftreten, sind erstaunlich hoch. Neben der hier dargestellten Variante ist es aber auch möglich, den Horizontalträger 3 endseitig mit einem Gewindebolzen zu versehen, der direkt aus dem Horizontalträger gearbeitet werden kann. Dieser Gewindebolzen muss nun wiederum einen Längsschnitt aufweisen, in dem der Vertikalträger eingelegt werden kann. Nun schraubt man auf den Gewindebolzen eine Hutmutter, die den Vertikalträger 1 im Schlitz klemmend an die Stirnfläche des Horizontalträgers 3 drückt.
Über die möglichen Gestaltungsformen des Horizontalträgers sei hier nicht weiter gesprochen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Horizontalträger auch ein längsgeschlitztes Rohr sein kann, welches gleichzeitig als Klemmittel für eine darin zu haltende Platte dienen kann. Auf diese Art und Weise lassen sich auch zwei Glasplatten aufeinander-gepresst halten, die gleich einem Bilderwechselrah-men dienen. Insbesondere beim Einsatz des erfin-dungsgemässen Baukastens in Galerien ist dies eine besonders vorteilhafte Verwendungsart.
Claims (1)
- Patentansprüche1. Baukasten zur Erstellung von Dekorationsund Austeilungsflächen aus mindestens zwei Vertikalträgern und dazwischen anbringbaren Horizontalträgern, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalträger (1) auf Zug belastbare, flexible, zwischen Decken und Boden spann- und befestigbare Elemente sind, auf die starre, horizontale Träger (3) form- und/oder kraftschlüssig auf wählbarer Höhe befestigbar sind.2. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalträger (1) Seile, Kabel, Ketten oder Drähte sind.3. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalträger (1) einseitig an der Decke oder am Boden (D) fest fixierbar sind, während am anderen Ende eine höhenverstellbare und mit einem Spannmittel (23) versehene Befestigung (2) angeordnet ist.4. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalträger (1) beidseitig mit einer höhenverstellbaren und mit einem Spannelement (23) versehene Befestigung (2) gehalten sind.5. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Spannen und Befestigen dienendes Element (2) eine dekorativ gestaltete Hülse (25) mit Innengewinde ist, die mittels einem in den Boden oder die Decke (D) schraubbaren Bolzen (26) mit Aussengewinde hieran befestigbar ist, während der Vertikalträger (1) mittels einem Spannelement (23) in der Hülse (25) höhenverstellbar gehalten ist.6. Baukasten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (25) mit einer Kappe (22) abgedeckt ist.7. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die starren, Horizontalträger (3) Profile sind, die stirnseitig in Längsrichtung verlau-510152025303540455055606535CH 680 642 A5fende Sacklöcher (35) mit Innengewinde aufweisen, die von einem Längsschlitz (36) bis mindestens annähernd auf den Boden des Sackloches so geschlitzt sind, dass darin der Vertikalträger (1) Aufnahme findet und mittels einer Klemmschraube (34) und einem Ring (33) klemmend gehalten ist.8. Baukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die starren Horizontalträger (3) Profile sind, die stirnseitig in Längsrichtung verlaufende und geschlitzte Gewindebolzen aufweisen, auf die Hutmuttern aufsetzbar sind, die die Vertikalträger (1) im Schlitz klemmend an die Stirnfläche des Horizontalträgers drückt.9. Baukasten nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontalträger (3) die Form eines längsgeschlitzten Rohres hat.10. Baukasten nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei übereinander angeordnete Horizontalträger eine Glas- oder Holzplatte (5, 5') tragen.51015202530354045505560654
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