CH681895A5 - - Google Patents
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
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Description
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CH 681 895 A5
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Beschreibung
Die bekannten Kämmaschinen enthalten in der Regel mehrere Kämmköpfe zum Bilden je eines Kammzugbandes und ein Streckwerk, dem die Kammzugbänder von allen Kämmköpfen gemeinsam zugeführt werden. Das Streckwerk bildet ein Band, das dann in eine Kanne abgelegt wird.
Man kann auch die Kammzugbänder von je einem Teil der Kämmköpfe je einem eigenen Streckwerk oder je einem eigenen Abschnitt eines gemeinsamen Streckwerks zuführen und so zwei Streckenbänder bilden, die dann in getrennte Kannen abgelegt werden. In dieser Weise ist - bei gegebenem Verzug im Streckwerk - das Verhältnis zwischen dem Gewicht jedes Streckenbandes und dem Gewicht des einzelnen Kammzugbandes kleiner. Das Gewicht eines Kammzugbandes ist natürlich abhängig vom Gewicht der jedem Kämmkopf zum Kämmen zugeführten Watte. Man kann daher - für ein gegebenes Gewicht des Streckenbandes am Ausgang - mit höheren Wattegewichten arbeiten. Die Nachteile bestehen im erhöhten Aufwand für zwei Ablegeeinrichtungen (Kannenpressen) und in der verringerten Gleichmässigkeit jedes Streckenbandes (weil jeweils nur ein Teil der Kammzugbänder doubliert werden).
Höhere Wattegewichte könnten auch dadurch ermöglicht werden, dass man den Verzug im Streckwerk erhöht. Dem sind jedoch - vom heutigen Stand ausgehend - enge Grenzen gesetzt. Die Verzugs-grösse kann nur bis zu einem bestimmten, vom Material abhängigen Grenzwert gesteigert werden, bis zu welchem noch keine nachteiligen Veränderungen (Unregelmässigkeiten) im Band- oder Vliesquerschnitt des verzogenen Materials auftreten.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kämmaschine mit mehreren Kämmköpfen zum Bilden je eines Kammzugbandes und mit wenigstens zwei Streckwerken oder Streckwerkabschnitten zum Bilden je eines Streckenvlieses aus den von je einem Teil der Kämmköpfe abgegebenen Kammzugbändern, und sie hat sich die Aufgabe gestellt, diese Kämmschine so auszubilden, dass es ohne Inkaufnahme der angegebenen Nachteile möglich ist, den Kämmköpfen Watten mit höheren Gewichten zuzuführen und/ oder aus den Kammzugbändern ein Band mit geringerem Gewicht zu bilden, z.B. ein Band mit einem Gewicht von etwa 2 g/m, welches sich direkt verspinnen lässt.
Die erfindungsgemässe Kämmaschine, mit der die Aufgabe gelöst wird, ist gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Aufeinanderlegen der von den Streckwerken oder Streckwerkabschnitten abgegebenen Streckenvliese und ein zusätzliches Streckwerk zum Verstrecken der aufeinandergelegten Vliese.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Kämmaschine werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 und Fig. 2 je eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Kämmaschine schematisch in Teil-Draufsicht,
Fig. 3 eine in der Kämmaschine gemäss Fig. 1 enthaltene Einrichtung schematisch in grösserem Massstab und in perspektivischer Darstellung,
Fig. 4 eine Variante zu Fig. 3 und
Fig. 5 und Fig. 6 je in einer einem Ausschnitt aus Fig. 1 entsprechenden Ansicht zwei weitere Varianten.
Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils einen Teil einer Kämmaschine, welche acht Kämmköpfe besitzt. Von den acht Kämmköpfen sind in den Figuren nur fünf Kämmköpfe 1, 2, 3, 4 und 5 sichtbar. Jeder Kämmkopf gibt gekämmtes Fasermaterial in Form eines Kammzugbandes K ab.
Die Kämmaschine gemäss Fig. 1 enthält ein Streckwerk 6 mit zwei nebeneinanderliegenden Streckwerkabschnitten. Dem hinteren Streckwerkabschnitt werden die vier Kammzugbänder K von den Kämmköpfen 1, 2, 3 und 4 zugeführt, und er bildet daraus ein erstes Streckenvlies S1. Dem vorderen Streckwerkabschnitt werden die vier Kammzugbänder K vom Kämmkopf 5 und den weiteren, nicht dargestellten Kämmköpfen zugeführt. Der vordere Streckwerkabschnitt gibt ein zweites Streckenvlies S2 ab.
Die Kämmaschine gemäss Fig. 2 enthält zwei getrennte Streckwerke 7 und 8, denen die vier Kammzugbänder K von den Kämmköpfen 1, 2, 3 und 4 bzw. die vier Kammzugbänder K von den anderen Kämmköpfen zugeführt werden. Das Streckwerk 7 bildet ein erstes Streckenvlies S1, und das Streckwerk 8 bildet ein zweites Streckenvlies S2.
Beide Maschinen enthalten sodann eine Einrichtung zum Aufeinanderlegen (Doublieren) der beiden Streckenvliese S1 und S2, mit einer schematisch angedeuteten Führungsplatte 9 und Führungsrollen oder -stiften 10 und Kalanderwalzen 12, und ein zusätzliches Streckwerk 11, dem die aufeinandergelegten Vliese S1 und S2 zugeführt werden. Das zusätzliche Streckwerk 11 ist so angeordnet, dass sich das von ihm abgegebene Vlies S im wesentlichen in der gleichen Richtung bewegt wie die dem Streckwerk 6 bzw. den Streckwerken 7 und 8 zugeführten Kammzugbänder K. Das heisst, die Streckwerke 6 und 11 bzw. 7, 8 und 11 transportieren und verziehen die Vliese S1, S2 und S in zueinander im wesentlichen parallelen Richtungen. Dadurch ist der Platzbedarf kleiner als er mit einer Kehrstrecke wäre, in welcher die von mehreren Streckwerken kommenden Vliese gekehrt und um etwa 90° umgelenkt werden, bevor sie aufeinandergelegt einem zusätzlichen Streckwerk zugeführt werden. Vorzugsweise sind die Walzen der Streckwerke 6 und 11 bzw. der Streckwerke 7, 8 und 11 im wesentlichen parallel zueinander. Das vom zusätzlichen Streckwerk 11 abgegebene Vlies S wird dann durch einen Trichter 13, Kalanderwalzen 14 und ein Trichterrad 15 zu einem Band geformt und in eine Kanne (nicht dargestellt) abgelegt. Das gebildete Band kann auch direkt einer Spinnmaschine zugeführt werden. Das zusätzliche Streckwerk 11 ist vorzugsweise ein Regulierstreckwerk.
Die Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung der Vliesführungsplatte 9, die das in Fig. 1 gezeigte Vlies S1 vom hinteren Abschnitt des Streckwerks 6 zu den Kalanderwalzen 12 führt, und einer zweiten
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Vliesführungsplatte 16, die das zweite Vlies S2 (Fig. 1) vom vorderen Abschnitt des Streckwerks 6 zu den Kalanderwalzen 12 führt.
Das Aufeinanderlegen (Doublieren) der beiden Streckenvliese S1 und S2 dient dem Ausgleich von Dickstellen und Unregelmässigkeiten, die in den Vliesen vorhanden sein können, und bildet die Voraussetzung dafür, dass im Anschluss an das Doublieren das zusätzliche Streckwerk 11 eingesetzt werden kann, ohne dass die Qualität bezüglich der Massenverteilung der Fasern - in Längsrichtung gesehen - verschlechtert wird. Ein noch besserer Ausgleich wird erzielt, wenn die beiden Vliese geringfügig längsversetzt aufeinandergelegt werden. Das wird erreicht, indem man die Wege der beiden Vliese zwischen dem Streckwerk 6 und den Kalanderwalzen 12 unterschiedlich lang macht. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen einige anhand der Fig. 4 bis 6 erläutert werden.
Die Fig. 4 zeigt eine im wesentlichen gleiche Anordnung wie die Fig. 3, jedoch ist die Führungsplatte 9 von Fig. 3 in Fig. 4 durch eine gewölbte Führungsplatte 9.1 ersetzt, auf der das Vlies S1 (Fig. 1) einen längeren Weg zurücklegen muss als das Vlies S2 auf der ebenen Führungsplatte 16.
Die Fig. 5 zeigt in einer einem Ausschnitt aus Fig. 1 entsprechenden Ansicht das Streckwerk 6 und die Kalanderwalzen 12. Gemäss Fig. 5 sind jedoch die Mitten der Kalanderwalzen 12 bezüglich der durch die Mitten der Walzen des Streckwerks 6 gelegten Ebene E nach einer Seite versetzt. Dadurch ist der Weg vom Streckwerk 6 zu den Kalanderwalzen 12 für das Vlies S1 länger als für das Vlies S2.
In Fig. 6 sind die Kalanderwalzen 12 gleich wie in Fig. 5 nach einer Seite versetzt angeordnet. Jedoch sind die hier nicht dargestellten Vliesführungsplatten und -elemente so ausgebildet, dass die Endabschnitte der Wege der Vliese S1 und S2 vom Streckwerk 6 zu den Kalanderwalzen 12, bei A in Fig. 6, in der Draufsicht mindestens annähernd gleiche Richtungen haben, so dass sich die Vliese S1 und S2, die hier aufeinander zu liegen kommen, nicht seitlich gegeneinander verschieben. Die Bewegungsrichtungen der Vliese S1 und S2 kurz vor der Klemmlinie der Kalanderwalzen 12 verlaufen vorzugsweise etwa senkrecht zu dieser Klemmlinie. Die anhand der Fig. 6 beschriebene Ausbildung der Vliesführungselemente empfiehlt sich natürlich auch bei Ausführungsformen ohne seitliche Versetzung der Kalanderwalzen 12, z.B. bei Ausführungsformen, wie sie anhand der Fig. 1 bis 4 beschrieben worden sind.
In den erfindungsgemässen Kämmaschinen läuft wie beschrieben das Material jedes Kammzugbandes K nacheinander durch zwei Streckwerke. Dadurch ist es möglich, den Kämmköpfen Watten mit höheren Gewichten zuzuführen. In bekannten Kämmaschinen werden den Kämmköpfen z.B. Watten mit einer Breite von etwa 30 cm und einem Gewicht von 60 bis 70 g/m zugeführt und lässt sich dieses Gewicht auf höchstens etwa 80 g/m erhöhen, wenn man am Ausgang der Kämmaschine ein zusammengefas-stes Band mit einem üblichen Gewicht von etwa 5 g/m erhalten will. Demgegenüber kann man in den erfindungsgemässen Kämmaschinen den Kämmköpfen ohne weiteres Watten mit wesentlich höheren Gewichten, z.B. 120 g/m und mehr, zuführen. Ferner kann man den Gesamtverzug, den das Fasermaterial in den beiden nacheinander durchlaufenen Streckwerken erhält, auch so gross wählen, dass am Ausgang der Kämmaschine ein Band mit einem kleineren Gewicht, z.B. etwa 2 g/m, erhalten wird, welches direkt einer Spinnmaschine zugeführt werden kann.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf Kämmaschinen mit acht Kämmköpfen beschränkt; die Kämmaschine kann auch eine andere Anzahl von Kämmköpfen enthalten, z.B. sechs, neun oder zehn Kämmköpfe. Ferner kann die Kämmaschine ausser dem zusätzlichen Streckwerk 11 auch mehr als zwei Streckwerke oder Streckwerkabschnitte zum anfänglichen Verstrecken der Kammzugbänder K enthalten, d.h., man kann die Kammzugbänder in mehr als zwei Gruppen aufteilen, die dann getrennt voneinander verstreckt werden, bevor sie aufeinandergelegt dem zusätzlichen Streckwerk 11 zugeführt werden, z.B. in vier Gruppen oder - etwa bei neun Kämmköpfen - in drei Gruppen. Es ist auch möglich, jedes einzelne Kammzugband K nach Bildung bei den einzelnen Kämmköpfen 1, 2, 3 ... durch ein Verzugswalzenpaar zu führen, um auf die Bänder einen geringen Vorverzug aufzubringen, bevor sie doubliert werden. Hierzu wird auf die EP-A 0 376 002 der Anmelderin verwiesen.
Claims (7)
1. Kämmaschine, mit mehreren Kämmköpfen zum Bilden je eines Kammzugbandes (K) und mit wenigstens zwei Streckwerken (7, 8) oder Streckwerkabschnitten (6) zum Bilden je eines Streckenvlieses (S1, S2) aus den von je einem Teil der Kämmköpfe abgegebenen Kammzugbändern (K), gekennzeichnet durch eine Einrichtung (9, 10, 12) zum Aufeinanderlegen der von den Streckwerken (7, 8) oder Streckwerkabschnitten (6) abgegebenen Strek-kenvliese (S1, S2) und ein zusätzliches Streckwerk
(11) zum Verstrecken der aufeinandergelegten Vliese.
2. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streckwerke (7, 8, 11; 6, 11) so angeordnet sind, dass sie die Vliese (S1, S2, S) in zueinander im wesentlichen parallelen Richtungen transportieren und verziehen.
3. Kämmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streckwerke (7, 8, 11 ; 6,11 ) Walzen enthalten, die alle zueinander im wesentlichen parallel sind.
4. Kämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9, 10, 12) zum Aufeinanderlegen der Streckenvliese (S1, S2) Führungselemente (9, 10) für die Streckenvliese und ein die aufeinandergelegten Streckenvliese aufnehmendes Kalanderwalzenpaar
(12) enthält.
5. Kämmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (9, 10) und die Kalanderwalzen (12) so ausgebildet und angeordnet sind, dass die Weglängen von den erstgenannten Streckwerken (7, 8) oder Streckwerk-
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abschnitten (6) zum Kalanderwalzenpaar (12) unterschiedlich sind.
6. Kämmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente
(9, 10) so ausgebildet und angeordnet sind, dass sie 5 die Streckenvliese (S1, S2) vor der Klemmlinie des Kalanderwalzenpaares (12) in eine zu dieser Klemmlinie im wesentlichen senkrechte Richtung lenken.
7. Kämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche 10 Streckwerk (11) ein Regulierstreckwerk ist.
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