CH682097A5 - - Google Patents
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Description
Ventilsitz-Bearbeitungsgeräte dienen zum Ausdrehen der Ventilsitzringe an Zylinderköpfen von Verbrennungsmotoren, damit diese Sitze durch neue Ventilsitzringe ersetzt werden können, die nach einer Abkühlung eingesetzt werden und durch die anschliessende Erwärmung einen Presssitz erhalten. Andrerseits dienen solche Geräte zur Nachbearbeitung von Ventilsitzen an Zylinderköpfen, um deren Passgenauigkeit für die Ventile zu erreichen oder im Zuge von Revisionsarbeiten wieder herzustellen. Solche Ventilsitz-Bearbeitungsgeräte weisen eine zum Gerät verspannbare Schwenkkugel, durch deren Zentrum eine Führungshülse verläuft, in der eine gleichzeitig als Führungsdorn wirkende Spindel drehbar gelagert ist. Bei entspannter Schwenkkugel ist der Führungdorn mit Führungshülse und Schwenkkugel bezüglich des Gerätes allseitig schwenkbar. Die Spindel trägt unterhalb der Führungshülse ein Spannfutter, in dem schiefwinklig zur Spindelachse ein Drehstahl einspannbar ist. Dieser Drehstahl weist zum Ausdrehen der Ventilsitzringe eine Schneidkante auf, zur Nachbearbeitung der Ventilsitze in den Ventilsitzringen vorzugsweise drei in bestimmten Winkeln zueinander stehende Schneidkanten. Die Spindel wird von der Seite des Ventilsitzes her in die Ventilführung des zu bearbeitenden Ventilsitzes eingeführt und wird darin optimal zentriert, wozu einige Geräte mit einer automatischen Zentriervorrichtung ausgerüstet sind. Sobald die Zentrierung abgeschlossen ist, wird die Schwenklage des Führungsdorns beziehungsweise der Spindel gesichert, indem die Schwenkkugel im Gerät verspannt wird. Die Bearbeitung erfolgt nun, indem der Führungsdorn oder die Spindel mit dem Drehstahl in Drehung versetzt und in der Schwenkkugel-Lagerung langsam abgesenkt wird. Das Drehen kann von Hand oder mittels eines mechanischen, elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Antriebsmittels erfolgen. Herkömmliche Ventilsitz-Bearbeitungsgeräte weisen den Nachteil auf, dass die Bearbeitungstiefe nur schwierig bestimmbar ist und von Sitz zu Sitz sehr schwierig einzuhalten ist. Man behilft sich zum Beispiel, indem am Führungsdorn beziehungsweise an der Spindel eine Markierung angebracht wird, die dann beim Bearbeiten beobachtet wird und sich um ein vorbestimmtes Mass nach abwärts bewegen darf. Weil der Vorschub dadurch aktiv überwacht werden muss und es andrerseits technisch möglich ist, das gewünschte Vorschubmass zu überschreiten, ist diese Methode mit Unsicherheiten behaftet. Vorallem, wenn mehrere Ventilsitze des gleichen Zylinderkopfes erneuert werden müssen, besteht die Gefahr, dass nicht um ein einheitliches Vorschubmass abgedreht wird. Die hernach eingesetzen Ventilsitzringe oder die in sie gedrehten und nachbearbeiteten Ventilsitze variieren dann in ihrer Höhe von Ventilsitz zu Ventilsitz. Das beeinflusst das Brennkammervolumen der entsprechenden Zylinder und deren Kompressionswerte. Je kleiner das Brennvolumen und je höher die vorgegebenen Kompressionswerte sind, umso gravierender wirkt sich der absolute Fehler einer Ventilsitzhöhe aus. Ein unrunder Leerlauf des Motors und allgemein unterschiedliche Beanspruchungen der Motorteile in den einzelnen Zylindern sind die Folge. Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle des Vorschubs an einem Ventilsitz-Bearbeitungsgerät zu schaffen, welche diese Nachteile vermeidet. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine solche Vorrichtung zu schaffen, mittels der es möglich ist, das Mass des Vorschubs genau vorzubestimmten und dessen Ende so zu definieren, dass es im Zuge der Bearbeitung nicht überschreitbar ist. Diese Aufgabe wird gelöst von einer Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle des Vorschubs an einem Ventilsitz-Bearbeitungsgerät, das eine verspannbare, allseitig schwenkbare Schwenkkugel mit Führungshülse aufweist, in der eine als Führungsdorn wirkende Spindel drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, wobei unterhalb der Führungshülse ein Spannfutter vorhanden ist, in das schiefwinklig zur Spindelachse ein Drehstahl einspannbar ist, gekennzeichnet durch an der Führungshülse beweglich gehaltene Mittel, welche die Spindel axial verschiebbar tragen sowie Einstellmittel zum Bestimmen und Begrenzen der axialen Verschiebbarkeit der Spindel in Vorschubrichtung gegenüber der Führungshülse. Die Vorrichtung ermöglicht daher ein sicheres Bestimmen des Vorschubes, wobei gleichzeitig ein Anschlag festgelegt wird, der sicherstellt, dass das gewünschte Vorschubmass nicht überfahren werden kann. Dank dieser Vorrichtung können mehrere Ventilsitze mit exakt demselben Vorschubmass bearbeitet werden, sodass bei der Bearbeitung alle Brennkammern die genau gleiche Volumenvergrösserung erfahren und nicht wie bisher leicht varierende Voluminas die Folge sind. Solche variierenden Brennkammervoluminas wirken sich sonst insbesondere bei modernen Motoren mit hohen Kompressionen bei gleichzeitig geringem Hubraum nachteilig aus. Dürfen die Brennkammervolumen darüberhinaus insgesamt nicht vergrössert werden, so kann der Zylinderkopf um ein Mass abgeschliffen werden, das entsprechend dem Zylinderdurchmesser und dem Ventildurchmesser der zu den bearbeiteten Sitzen gehörigen Ventile zur Kompensation der Volumenvergrösserung berechnet werden kann. In den Zeichnungen wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung detailliert dargestellt, in der nachfolgenden Beschreibung erläutert und die Funktion der einzelnen Teile erklärt. Es zeigt: Fig. 1: Das auf einen gestürzten Zylinderkopf aufgesetzte Ventilsitz-Bearbeitungsgerät mit der erfindungsgemässen Vorrichtung von der Seite her gesehen vor der Ventilsitz-Bearbeitung; Fig. 2: Die erfindungsgemässe Vorrichtung am Ventilsitz-Bearbeitungsgerät in einem Teilschnitt längs der Achse der Spindel. Die Fig. 1 zeigt die zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente eines Ventilsitz-Bearbeitungsgerätes. Ein solches Gerät hat im allgemeinen ein Gehäuse 27, durch das der Führungsdorn oder die Spindel 26 verläuft. Die Spindel 26 ist in einer Führungshülse 1 drehbar gelagert und darin über einen gewissen Bereich axial verschiebbar. Die Führungshülse 1 geht im Inneren des Gehäuses 27 mittig durch eine dort zwischen zwei Klemmringen verspannbar gehaltene Schwenkkugel. Die Spindel 26 ist durch diese Lagerung drehbar, vertikal verschiebbar und in bezug auf das Gehäuse 27 in allen Richtungen über einen gewissen Bereich schwenkbar. Unterhalb der Führungshülse 1 weist die Spindel 26 ein Spannfutter 28 mit einer Befestigungsschraube 29 auf, in welches ein Drehstahl 30 schiefwinklig zur Achse der Spindel 26 einspannbar ist. Das Gehäuse 27 sitzt höhenverstellbar auf einem nicht dargestellten, zum Gerät gehörigen Lagerbock, welcher seinerseits einen Magnetfuss 31 aufweist. Zur Vornahme einer Bearbeitung wird erst der zu bearbeitende Zylinderkopf 33 gestürzt, sodass die Ventilöffnungen oben zu liegen kommen. Auf einem Bearbeitungsplatz wird der Zylinderkopf 33 in dieser Lage verspannt. Danach wird die Magnetspannplatte 32 in bezug auf den Zylinderkopf 33 in einer solchen Lage mit dem Zylinderkopf 33 verspannt, dass ihre Oberfläche relativ zu jeder Ventilöffnung eine identische Lage einnimmt. Nun wird das Ventilsitz-Bearbeitungsgerät gegenüber der zu bearbeitenden Ventilöffnung mit seinem Magnetfuss 31 auf die Magnetspannplatte 32 aufgesetzt, wobei seine als Führungsdorn wirkende Spindel 26 in die Ventilführung 34 eingeführt wird. Mittels der Stellschraube 35 wird die Höhe des Drehstahls 30 so eingestellt, dass er etwa einen Millimeter über der zu bearbeitenden Fläche zu liegen kommt, wie das in der Fig. 1 gezeigt ist. Durch Schliessen eines Stromkreises wird der Magnetfuss 31 mittels Magnetkraft unverrückbar auf der Magnetspannplatte 32 festgehalten. Jetzt wird die Spindel 26 in der Ventilführung 34 zentriert. Bei Geräten mit einer automatischen Zentriervorrichtung wird das Spiel des bewusst etwas kleiner gewählten Dorns über zwei sich kreuzende Richtungen elektronisch vermessen und der Dorn wird dann mittels Servomotoren in die errechnete Zentrierposition gefahren. Bei Geräten ohne automatische Zentriervorrichtung erfolgt eine Zentrierung durch die Wahl eines möglichst spielfrei passenden Dorns. Nach erfolgter Zentrierung wird die Führungshülse 1 im Gerät verspannt, indem die Klemmringe der Schwenkkugel diese festklemmen und die Führungshülse 1 so in ihrer Lage unverrückbar festhalten. In dieser Situation ist das Gerät in Fi g. 1 dargestellt. Bevor die Bearbeitung in Angriff genommen wird, kann jetzt das Mass des Vorschubes festgelegt werden, womit gleichzeitig das Ende des Vorschubes definiert wird. Hierzu weist das Gerät die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle des Vorschubs auf, die oberhalb des Gehäuses 27 des Gerätes auf der Spindel sitzt, welche ja gleichzeitig als Führungsdorn wirkt. Von aussen gesehen gehört zu dieser Vorrichtung eine Skala 36, die auf einer Verdickung der Führungshülse 1 angebracht ist. Das untere Ende der Verdickung weist einen radial nach aussen abstehenden Rand 37 auf, dessen Oberseite als Anschlag zu wirken bestimmt ist. Über die Verdickung gestülpt ist ein Noniusring 6 mit einer Skala, die längs seines äusseren Umfanges eingraviert ist. Über den Noniusring 6 und mit diesem mitdrehend ist eine als Überwurfhülse gestaltete Einstellmuffe 5 mit gerändeltem Griff-Umfang gestülpt, und über dieser Einstellmuffe 5 ist die Vorschubmutter 7 zu erkennen, die gegenüber der Einstellmuffe 5 verdrehbar ist. Schliesslich erkennt man noch eine der auf der Oberseite der Vorschubmutter 7 um deren Umfang verteilt angeordneten, axial wirkenden Zylinder-Halteschrauben 15 mit Innensechskant, mittels derer die Vorschubmutter 7 mit der Einstellmuffe 5 verspannbar ist. Auf dem oberen Ende der Spindel 26 sitzt schliesslich ein Adapter 12 mit seitlichem Nocken 13, über den eine Antriebshülse mit Axial-Innennut gestülpt werden kann, um die als Führungsdorn wirkende Spindel für die Bearbeitung in Drehung zu versetzen. Im folgenden wird die Bedienung der Vorrichtung erläutert, wonach dann anhand von Fig. 2 deren technischer Aufbau erläutert wird. Von in der Fig. 1 gezeigten Lage ausgehend wird die Vorschubmutter 7 gedreht, wodurch sich die Spindel absenkt. Sie wird soweit gedreht, bis der Drehstahl 30 an der Spindel 26 die zu bearbeitende Fläche berührt. Dieses ist die Referenzposition des Drehstahls 30. Nach dem Lösen der Halteschrauben 15 wird die Einstellmuffe 5 verdreht, wodurch der Noniusring 6 unter Mitdrehung sich in axialer Richtung bewegt. Durch Ablesung am unteren Rand des Noniusrings 6 an der Skala 36 auf der Verdickung der Führungshülse 1 kann ein gewünschtes Vorschubmass eingestellt werden. Der Noniusring 6 hat über seinen Umfang eine Skala von 1 bis 100, wobei sich der Noniusring 6 bei einer vollen Umdrehung um einen Millimeter in axialer Richtung bewegt. Die axiale Position kann daher auf einen Hundertstel-Millimeter genau bestimmt werden. Wenn das Vorschubmass eingestellt ist, werden die Halteschrauben 15 festgezogen, sodass die Vorschubmutter 7 mit der Einstellschraube 5 verspannt wird. Soll bespielsweise ein Ventilsitz für einen Ventilsitzring der Dicke 5,2 mm ausgedreht werden, so muss eben dieses Mass von 5,2 mm an der Skala 36 eingestellt werden. Die Bearbeitung kann jetzt beginnen, indem die Spindel 26 mit dem Drehstahl 30 als Spindel in Drehung versetzt wird und die spanabhebende Bearbeitung mit dem Drehstahl 30 fortgesetzt wird, bis der Noniusring 6 an der Oberseite des unteren Randes 37 der Verdickung an der Führungshülse 1 einen Anschlag findet. Weiss man die Dicke eines einzupassenden Ventilsitzringes nicht, so kann, nachdem der Drehstahl 30 auf der zu bearbeitenden Fläche ansteht und die Vorschub-Vorrichtung sich wie in Fig. 1 präsentiert, der Ventilsitzring einfach mit seiner Aussenseite an die Verdickung 1 der Führungshülse 1 zwischen der Oberseite des unteren Randes 37 und dem unteren Rand des Noniusrings 6 gehalten werden. Hernach wird die Einstellschraube 5 gedreht, bis der Ventilsitzring zwischen dem unteren Rand des Noniusrings 6 und der Oberseite des unteren Randes 37 der Verdickung 1 der Führungshülse 1 eingeklemmt wird. Dann werden die Halteschrauben 15 festgezogen und der Ventilsitzring aus der Verklemmung gezogen. Damit ist das richtige Mass eingestellt und fixiert. Die Fig. 2 zeigt das Innenleben der Vorschub-Vorrichtung in einem Teilschnitt längs der Achse der Spindel 26. Wie ersichtlich durchsetzt die Spindel 26 das Gehäuse 27 des Bearbeitungsgerätes. Sie ist in einer Führungshülse 1 dreh- und axial verschiebbar gelagert. Diese Führungshülse 1 sitzt fest in der Schwenkkugel 17, welche zwischen zwei Klemmringen 18, 19 gelagert und zwischen diesen verspannbar ist. Unten ist in die Innenseite der Führungshülse 1 ein O-Ring 20 eingelegt, damit das Schmiermittel nicht ausläuft und kein Staub zwischen Spindel 26 und Führungshülse 1 eindringen kann. Die Schwenkkugel 17 kann mittels Verdrehen des Spannringes 14 gegenüber der oberen Gehäuseplatte verspannt werden, wobei dann der obere Klemmring 19 gegen unten gepresst wird. Die eigentliche Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle des Vorschubs beginnt gegen oben mit einer Verdickung 1 der Führungshülse 1, die am unteren Ende einen Rand 37 aufweist. Das obere Ende der Führungshülse 1 ist durch das obere Ende der Verdickung gegeben. Im oberen Bereich weist diese Verdickung aussen ein Gewinde auf, auf das eine Gewindehülse 3 mit Innen- und Aussengewinde aufgeschraubt ist. Auf der Oberseite der Führungshülse sind mehrere axiale Sacklöcher 38 vorhanden, in die Normdruckfedern 21 eingelegt sind. Diese Normdruckfedern 21 beaufschlagen einen Gewindering 2, welcher von oben in das Innere der Gewindehülse 3 eingeschraubt ist. Mittels eines nicht einsehbaren Axialbolzens ist dieser Gewindering 2 gegenüber der Führungshülse 1 gegen Verdrehung gesichert. Der Sinn dieser Normdruckfedern 21 ist es, ein allfälliges Spiel in der Gewindeverbindung zwischen Führungshülse 1 und Gewindehülse 3 zu vermeiden, indem das Gewinde stets unter Federbelastung steht. An der Stelle rechts neben dem Schnitt des Gewinderinges 2 in der Fig. 2 ist die Spindel auf einen kleineren Durchmesser verjüngt und auf ihrem oberen Ende sitzt ein Adapter 12 in Form einer Hülse, der auf der Spindel 26 mittels einer Sechskantschraube 16 festgeschraubt ist. Radial in den Adapter 12 ist eine Schraube 39 eingeschraubt, die auf einer angefasten Stelle 40 der Spindel 26 ruht, wodurch das Drehmoment vom Adapter auf die Spindel 26 übertragbar ist. Der Adapter weist auf seiner Aussenseite einen radial abstehenden Nocken 13 auf, der wiederum zur Übertragung des Drehmomentes von einem Antriebsmittel auf den Adapter 12 dient. Von oben auf die Gewindehülse 3 aufgeschraubt und mittels eines speziellen Leimes darauf gesichert ist die Vorschubmutter 7, die aussen mit einer Rändelung versehen ist. Zwischen ihr und der Gewindehülse 3 ist ausserdem ein Zwischenring 10 festgeklemmt, der zur axialen Kraftübertragung auf die Spindel 26 dient. Ober-und unterhalb des Zwischenrings 10 sind Axiallager in Form von Axial-Nadelkäfigen 22 angeordnet. Das untere liegt auf der Axialscheibe 23, welche ihrerseits auf einer durch eine Verjüngung an der Spindel 26 gebildeten Schulter aufliegt und mit dieser mitdreht. Das Axiallager oberhalb des Zwischenrings 10 wird von einer oben abschliessenden, ebenfalls mit der Spindel 26 mitdrehenden Axialscheibe 24 beaufschlagt, auf der schliesslich eine federnde Abdeckscheibe 11 und eine Ausgleichsscheibe 25 liegen, sodass die Axiallager 22 wegen der Befestigung des Adapters 12 mittels der Schraube 16 stets von einer Federkraft belastet sind. Wird die Vorschubmutter 7 verdreht, so wirkt bei verspannter Führungshülse 1 das Gewinde zwischen der Gewindehülse 3 und der Führungshülse 1, wodurch sich die Vorschubmutter 7 mit all den mit ihr verbundenen Teilen zum Beispiel abwärts bewegt. Mit Ausnahme der Führungshülse 1 bewegen sich in diesem Fall alle Teile der Vorrichtung abwärts. Die Spindel 26 muss aber nicht mitdrehen. Die Einstellmuffe 5 ist als Überwurfhülse ausgebildet und hängt mit ihrem oberen Innenrand in den Sekantennuten im äusseren Umfang von mehreren über den Umfang verteilten Büchsen 8, die ihrerseits in axialer Richtung mittels Zylinder-Halteschrauben 15 mit Innensechskant an der Unterseite der Vorschubmutter 7 hängen. Durch Festziehen der Zylinder-Halteschrauben 15 mittels Imbus-Schlüssel werden die Büchsen 8 in axialer Richtung gegen die Vorschubmutter 7 gezogen, wodurch die Einstellmuffe 5 gegen die Vorschubmutter 7 verspannt wird. Auch die Einstellmuffe 5 ist mit einer Rändelung versehen. Aussen an der Gewindehülse 3 ist ein Befestigungsring 4 aufgeschraubt, aus dem oben in radialer Richtung ein Stift 41 vorsteht. Dieser Stift 41 ragt in eine nicht eingezeichnete, axial in der Innenseite der Einstellmuffe 5 verlaufende Nut. Wird die Einstellmuffe 5 im gelösten Zustand gedreht, so nimmt sie den Stift 41 und damit den Befestigungsring 4 mit, welcher sich infolge der Gewindeverbindung mit der Gewindehülse 3 gegenüber jener und der Führungshülse 1 entsprechend auf- oder abwärts bewegt. Von unten ist eine Noniusring 6 auf die Gewindehülse 3 aufgeschraubt, der in seiner Drehlage gegenüber dem Befestigungsring 4 gesichert ist, indem eine Madenschraube radial durch den Befestigungsring 4 geht, die den Noniusring 6 von aussen beaufschlagt. Diese Madenschraube dient zur Nullstellung der Skalen bei der Montage. Wie hier schön ersichtlich, weist der Noniusring 6 eine Skala von 1 bis 100 auf, die sich um seinen Umfang erstreckt. Das Aussengewinde der Gewindehülse 3 hat eine solche Steigung, dass eine Umdrehung des mit ihr drehenden Noniusrings 6 einen Vorschub von einem Millimeter macht. In axialer Richtung ist sodann eine Millimeter-Skala auf der Verdickung 1 der Führungshülse 1 angebracht, die am unteren Rand des Noniusringes 6 ablesbar ist. Die Funktion der Vorrichtung kann jetzt klar erläutert werden. Bei gelösten oder festgezogenen Zylinder-Halteschrauben 15 wird zuerst die Vorschubmutter 7 gedreht. Durch die be schriebene Verbindung und das Zusammenwirken der einzelnen Teile bewegen sich dadurch alle Teile der Vorrichtung mit Ausnahme der Führungshülse 1 und des Gewinderings 2 auf- oder abwärts. Mit Ausnahme der Spindel und des zu ihm verdrehgesicherten Adapters 12 müssen sich auch alle Teile mit der Vorschubmutter 7 mitdrehen, bis der Drehstahl an der zu bearbeitenden Fläche ansteht. Bei gelösten Schrauben 15 wird hernach die Einstellmuffe 5 verdreht, die dabei ihre Vertikallage beibehält, jedoch über den Stift 41 den Befestigungsring 4 mitnimmt, der sich wegen der Gewindeverbindung mit der Gewindehülse 3 relativ zu dieser auf- oder abwärts bewegt. Am Befestigungsring 4 ist der Noniusring 6 befestigt, der sich deshalb ebenfalls mitdreht und entsprechend auf- oder abwärts bewegt wird. So kann also durch Drehen der Einstellmuffe 5 der Noniusring 6 eingestellt werden. Der Abstand zwischen seinem unteren Rand und der Oberseite des Randes 37 an der Verdickung 1 der Führungshülse definiert das Mass des möglichen abwärtsgerichteten Vorschubes. Dieses Mass kann an der Verdickung 1 durch die dort angebrachte Skala abgelesen werden. Weil der Noniusring 6 um seinen Umfang eine Skala von 1 bis 100 aufweist und eine volle Umdrehung eine Vertikalbewegung von einem Millimeter ausmacht, kann das Vorschubmass auf einen Hundertstel-Millimeter genau eingestellt werden. Schliesslich werden zum Abschluss der Einstellarbeiten für den Vorschub noch die Zylinder-Halteschrauben 15 festgezogen, wonach das Ventilsitz-Bearbeitungsgerät für die Bearbeitung bereit ist.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle des Vorschubs an einem Ventilsitz-Bearbeitungsgerät, das eine verspannbare, allseitig schwenkbare Schwenkkugel (17) mit mittig durch sie verlaufender Führungshülse (1) aufweist, in der eine als Führungsdorn wirkende Spindel (26) drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, wobei unterhalb der Führungshülse (1) ein Spannfutter (28) vorhanden ist, in das schiefwinklig zur Spindel (26) ein Drehstahl (30) einspannbar ist, gekennzeichnet durch an der Führungshülse (1) beweglich gehaltene Mittel (3, 7, 9, 10, 22-24), welche die Spindel (26) axial verschiebbar tragen, sowie durch Einstellmittel (4-6) zum Bestimmen und Begrenzen der axialen Verschiebbarkeit der Spindel (26) in Vorschubrichtung gegenüber der Führungshülse (1).
2.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (3, 7, 9, 10, 22-24) über ein Gewinde mit der Führungshülse (1) verbunden sind, sodass die Spindel (26) durch Drehen der Mittel (3, 7, 9, 10, 22-24) kontolliert relativ zur Führungshülse (1) axial verschiebbar ist, und dass die Einstellmittel (4-6) an diesen Mitteln (3, 7, 9, 10, 22-24) relativ zu ihnen beweglich befestigt sind, derart, dass die Verschiebefreiheit der Spindel (26) relativ zur Führungshülse (1, 37) in der Vorschubrichtung einstell- und begrenzbar ist.
3.
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (3, 7, 9, 10, 22-24) eine Gewindehülse (3) einschliessen, die über die Führungshülse (1) geschraubt ist, und dass weiter eine Vorschubmutter (7) fest mit dem oberen, äusseren Randbereich der Gewindehülse (3) verschraubt ist, wobei axial zwischen der Vorschubmutter (7) und der Gewindehülse (3) ein Zwischenring (10) verklemmt ist, an dessen beiden Seiten je ein Axiallager (22) anliegt, wobei das untere Axiallager eine Axialscheibe (23) und diese unmittelbar oder über eine Zwischenbüchse (9) die Spindel (26) gegen abwärts beaufschlagt, während das obere Axiallager (22) eine weitere Axialscheibe (24) und diese mittelbar die Spindel (26) trägt.
4.
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (4-6) eine relativ zu den Mitteln (3, 7, 9, 10, 22-24) drehbare Einstellmuffe (5) einschliessen, die auf ihrer Innenseite eine axiale Keilnut aufweist, in welche ein Stift (41) eingreift, welcher fest mit einem Befestigungsring (4) verbunden ist, der seinerseits über ein Gewinde verdrehbar mit den Mitteln (3) verbunden ist und an dem ein Noniusring (6) befestigt ist, der über eine Verdickung (1) der Führungshülse (1) fahrbar ist, welche an ihrem unteren Ende von einem radial vorstehenden Rand (37) begrenzt ist, welcher für den Noniusring (6) als Anschlag zu wirken bestimmt ist.
5.
Vorichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (3, 7, 9, 10, 22-24) eine Gewindehülse (3) einschliessen, die über die Führungshülse (1) geschraubt ist, und dass weiter eine Vorschubmutter (7) fest mit dem oberen, äusseren Randbereich der Gewindehülse (3) verschraubt ist, wobei axial zwischen der Vorschubmutter (7) und der Gewindehülse (3) ein Zwischenring (10) verklemmt ist, an dessen beiden Seiten je ein Axiallager (22) anliegt, wobei das untere Axiallager eine Axialscheibe (23) und diese unmittelbar oder über eine Zwischenbüchse (9) die Spindel (26) gegen abwärts beaufschlagt, während das obere Axiallager (22) eine weitere Axialscheibe (24) und diese mittelbar die Spindel (29) trägt, und dass die Einstellmittel (4-6) eine relativ zur Vorschubmutter (7) drehbare Einstellmuffe (5) einschliessen,
die auf ihrer Innenseite eine axiale Keilnut aufweist, in welche ein Stift (41) eingreift, welcher fest mit einem Befestigungsring (4) verbunden ist, der seinerseits über ein Gewinde verdrehbar mit der Gewindehülse (3) verbunden ist und an dem ein Noniusring (6) befestigt ist, der über eine Verdickung (1) der Führungshülse (1) fahrbar ist, welche an ihrem unteren Ende von einem radial vorstehenden Rand (37) be grenzt ist, welcher für den Noniusring (6) als Anschlag zu wirken bestimmt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (4-6) zum Bestimmen und Begrenzen der axialen Verschiebbarkeit der Spindel (26) in Vorschubrichtung gegenüber der Führungshülse (1) zu den Mitteln (3, 7, 9, 10, 22-24), welche die Spindel (26) axial verschiebbar tragen, gegen eine relative Verdrehung sicherbar sind.
7.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmuffe (5) gegenüber der Vorschubmutter (7) gegen Verdrehung sicherbar ist, indem ein oder mehrere Büchsen (8) vorhanden sind, die in axialer Richtung von unten in den Randbereich der Vorschubmutter (7) einpassen und dort von je einer Zylinder-Halteschraube (15) gehalten sind, welche die Vorschubmutter (7) in axialer Richtung durchsetzt, wobei diese Büchsen (8) eine Sekantennut aufweisen, in welche der obere Innenrand der Einstellmuffe (5) eingreift, während der äussere Bereich des oberen Randes der Einstellmuffe (5) am unteren Rand der Vorschubmutter (7) anliegt.
8.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeverbindung zwischen der Gewindehülse (3) und der Führungshülse (1) stets unter einer Federbelastung steht, indem auf der Innenseite der Gewindehülse (3), zwischen der oberen Stirnseite der Führungshülse (1) und einem darüber eingeschraubten Gewindering (2) mehrere, in axialen Sackbohrungen (38) in der oberen Stirnseite der Führungshülse (1) axial angeordnete Normfedern (21) eingelegt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindering (2) gegenüber der Führungshülse (1) mittels eines in einem der Sacklöcher (38) eingelegten axialen Bolzens gegen Verdrehung gesichert ist.
10.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Noniusring (6) an seinem unteren Rand um seinen Umfang eine Skala von 1 bis 100 aufweist, und der von ihm überfahrbare Bereich auf der Führungshülse (1) eine Millimeterskala (36) aufweist, deren Nullpunkt durch die Oberseite des Randes (37) der Verdickung (1) der Führungshülse (1) gegeben ist.
Priority Applications (8)
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