CH682282A5 - - Google Patents
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Zündwilligkeit von Entladungslampen mit einer Entladungsstrecke in einem Entladungsrohr, eine Zündhilfeanordnung zur Durchführung des Verfahrens sowie eine Entladungslampe mit einer Zündhilfeanordnung. Es ist bekannt, dass zur Zündung von Gasentladelampen der genannten Art hohe Spannungsimpulse mit einem bis zu höchsten Frequenzen reichenden breiten Frequenzspektrum über deren Elektroden gelegt werden müssen. Anderseits ist bekannt, dass die Zündwilligkeit derartiger Entladelampen typenabhängig ist und auch von den Umgebungsbedingungen, in welcher eine derartige Entladungslampe betrieben wird bzw. gezündet werden soll, abhängt. Bezüglich letzterwähnter Abhängigkeit ist bekannt, dass die Zündwilligkeit mit abnehmender Umgebungstemperatur ebenfalls abnimmt, so dass beispielsweise der Einsatz derartiger Lampen im Freien und bei winterlich tiefen Temperaturen teilweise nicht möglich ist. Die vorliegende Erfindung setzt sich zum Ziel, ein Verfahren eingangs genannter Art zu schaffen, mit dessen Hilfe die Zündwilligkeit von Entladungslampen ganz wesentlich gesteigert werden kann, derart, dass typenunab hängig und unabhängig von den Umgebungsverhältnissen solche Lampen problemlos gezündet werden können. Erfindungsgemäss wird dies mittels eines Verfahrens gemäss dem Wortlaut nach Anspruch 1 erreicht. Obwohl die elektrodynamischen Vorgänge, die beim Zünden einer derartigen Entladungslampe sich entlang der Entladungsstrecke einstellen, ausserordentlich komplex und kaum exakt voraussagbar sind, kann im Sinne der gestellten Aufgabe die experimentell bestätigte, erfindungsgemässe Lösung, bezüglich ihrer Wirkungsweise dahingehend als wirksam vermutet werden, dass durch die in die Nähe der Entladungsstrecke gebrachte leitende Fläche am vorgegebenen Bereich, zusätzlich zu den vorgesehenen Elektroden, für den Aufbau des elektrischen Feldes entlang der Entladungsstrecke vor dem Zünden eine Zone definierter Randbedingungen geschaffen wird, womit das entstehende Feldbild vermutlich örtlich stabilisiert wird. Dabei kann auch die Antennenwirkung einer derartigen leitenden Fläche, die elektromagnetische Streufelder aus der Umgebung aufnimmt, zu dem genannten Effekt beitragen. Auf jeden Fall ist der Effekt im Sinne der gestellten Aufgabe bei Vorsehen der erfindungsgemässen Massnahme experimentell erhärtet. Beim genannten erfindungsgemässen Verfahren wird die leitende Fläche entweder auf fliegendem oder auf ein Bezugspotential gelegt. Eine Zündhilfeanordnung für eine Entladungslampe mit einer Entladungsstrecke in einem Entladungsrohr zeichnet sich zur Lösung der obgenannten Aufgabe durch den Wortlaut nach Anspruch 5 aus. Dadurch wird nebst der Lösung der gestellten Aufgabe erreicht, dass selektiv, je nach Bedürfnis, eine derartige Zündhilfeanordnung an eine Entladungslampe angebracht werden kann oder nicht. Dies wird im weiteren auf höchst einfache Art und Weise realisierbar, wenn das Flächenelement einen metallischen Ring, wie einen Schnappring, umfasst, zum Anbringen auf das Rohr. Zur Erhöhung der Zündhilfewirkung des vorgesehenen elektrisch leitenden Flächenelementes wird weiter vorgeschlagen, dass das Flächenelement mit mindestens einem elektrischen Leiterabschnitt verbunden ist. Wird im weiteren eine Entladungslampe genannter Art mit einem Reflektor und/oder in einem Gehäuse eingesetzt, so wird weiter vorgeschlagen, dass das Flächenelement eine Teilfläche des Reflektors und/oder Gehäuse-Teils ist. Im weiteren wird eine Entladungslampe mit einer Entladungsstrecke in einem Entladungsrohr vorgeschlagen, die als Zündhilfe an einer vorgegebenen Position des Entladungsrohres ein leitendes Flächenelement umfasst. Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Figuren erläutert. Es zeigen: Fig. 1 schematisch anhand einer U-förmigen Entladungslampe eine erfindungsgemässe Zündhilfe, Fig. 2 schematisch, analog zu Fig. 1, eine weitereAusführungsvariante der erfindungsgemässen Zündhilfe als Teil eines Reflektors, Fig. 3 eine weitere Ausführungsvariante der Anordnung gemäss Fig. 2, Fig. 4 eine bevorzugte Realisationsform der erfindungsgemässen Anordnung für "gefaltete" U-förmige Entladelampen, Fig. 5 eine erfindungsgemässe Zündhilfe in Form einer Gehäuseteilfläche für eine Entladungslampe, Fig. 6 schematisch Applikationsstellen für eine erfindungsgemässe Zündhilfe bei verschiedenen Entladungslampenmodellen, Fig. 7 eine weitere Verbindungsmöglichkeit einer erfindungsgemässen Zündhilfe. In Fig. 1 ist schematisch eine U-förmige Entladungslampe 1 mit Entladungsrohr 3, welches eine Entladungsstrecke 5 definiert, dargestellt. Endständig der U-Form sind in der Entladungsstrecke 5 Elektroden 7 zum Zünden und Betrieb der Lampe 1 vorgesehen. Das Entladungsrohr 3 ist auf bekannte Art und Weise an einem Sockel 9 montiert, mit elektrischen Anschlüssen 11, wobei der Sockel 9 die im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht weiter interessierenden Aggregate zum Zünden und Betrieb der Lampe 1 umfassen kann. Erfindungsgemäss ist in der Ausführung gemäss Fig. 1 entlang der Entladungsstrecke 5, von aussen, am Entladungsrohr 3 eine elektrisch leitende Schicht 13 ringförmig vorgesehen. Dabei kann es sich um einen leitenden Anstrich, eine aufgeklebte, leitende Folie, eine aufgedampfte Metallschicht etc. handeln. Bei dieser Ausführung ist somit die durch die Schicht 13 gebildete erfindungsgemässe Zündhilfe fest mit der Lampe 1 verbunden. Zur Erhöhung der Zündhilfewirkung der elektrisch leitenden Schicht 13 ist letztere mit einem oder mehreren elektrischen Leiterabschnitten 15 verbunden, wobei die Abschnitte 15 und damit die Schicht 13 potentialfrei betrieben werden, sog. fliegend, oder aber, wie gestrichelt dargestellt, z.B. durch Verbinden mit einem der elektrischen Anschlüsse 11, oder einem der Netzanschlüsse, auf ein Bezugspotential gelegt werden. In Fig. 2 ist, ausgehend von der bereits in Fig. 1 gezeigten Lampe 1, eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Zündhilfe dargestellt. Für die Lampe 1 ist ein Reflektor 17 vorgesehen, der an einem zur Aufnahme der Lampe 1 ausgebildeten Sockel (nicht dargestellt) befestigt ist. Der Reflektor 17 weist eine selektiv mindestens in die Nähe des Entladungsrohres 3 vorspringende, elektrisch leitende Fläche 19 auf, die wiederum als Zündhilfe für die Lampe 1 wirkt. Auch hier kann die elektrisch leitende Fläche 19 potentialfrei oder (nicht dargestellt) auf einem Bezugspotential, wie auf Potential einer der Anschlüsse 11, betrieben werden. In Fig. 3 ist der Reflektor 17 mit einem Haltering 21, aus elektrisch leitendem Material, wie aus Metall, versehen und damit am Entladungsrohr 3 gehaltert. In Fig. 4 ist eine bevorzugt flexibel einsetzbare Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Zündhilfe dargestellt. Sie umfasst mindestens einen gabelförmigen, metallischen Schnappring 23, der mit einem Abschnitt 25 eines elektrischen Leiters verbunden ist. Dem Schnappring 23 abgekehrt, ist am Leiterabschnitt 25 ein Steckkontakt 27 angeordnet, so dass er wahlweise auf einen entsprechenden Stecker 29 gesteckt werden kann, sofern der Schnappring 23 auf einem Bezugspotential betrieben werden soll. Der Schnappring 23 wird über das Entladungsrohr 3 gemäss den Fig. 1 bis 3 gelegt, wie dies in Fig. 4 an der Lampe 30 dargestellt ist. Hier handelt es sich, im Unterschied zu den Ausführungen gemäss den Fig. 1 bis 3, um eine grundsätzlich U-förmige Entladungslampe, die jedoch "ungefaltet" ist. Sie weist Elektroden in den Bereichen 37 auf. Der Verlauf der Entladungsstrecke ist strichpunktiert zwischen den Bereichen 37 angedeutet. Die in Fig. 4 dargestellte Position des Schnappringes 23 bezüglich der Lampe 30 entspricht der Position, an welcher bei dieser Lampenausführung die Zündhilfe am Rohr zu applizieren ist, um optimale Resultate zu erhalten. Anstelle eines Schnappringes 23 können auch, wie gestrichelt dargestellt, zwei derartige Schnappringe an den gezeigten Stellen vorgesehen werden. In Fig. 5 ist wiederum eine Lampe 30 dargestellt, mit einem Lampengehäuseteil 32, an einem nicht dargestellten Sockelteil für die Lampe 30 befestigt. An dem, beispielsweise aus Kunststoff gefertigten Gehäuseteil 32 ist im Bereiche, der bei eingesteckter Lampe 30 demjenigen entspricht, an welchem optimalerweise eine erfindungsgemässe Zündhilfe anzubringen ist, vorzugsweise auf dessen Innenseite, eine Fläche 34 aus leitendem Material, wie eine Metallfläche, vorgesehen, als Zündhilfe. Auch hier kann die leitende Fläche 34 potentialfrei oder auf einem Referenzpotential betrieben werden. In Fig. 6a, b, c sind bekannte U-förmige Entladungslampen dargestellt, mit K diejenige Stelle, an der optimalerweise die erfindungsgemässe Zündhilfe angeordnet wird. Die Fig. 6d und e zeigen U-förmig gefaltete Lampen, entsprechend denjenigen von Fig. 4 und 5 und, wie bereits in Fig. 4 bzw. 5 angedeutet, die Stellen K, an denen hier zum Erhalt optimaler Resultate die erfindungsgemässe Zündhilfe angeordnet wird. In Fig. 7 ist eine Möglichkeit dargestellt, die Zündhilfe, wie den Schnappring 23, über eine Entstörschaltung mit Kapazitäten C, allenfalls C min , auf die Netzanschlüsse 40 zu führen. Durch die erfindungsgemäss vorgeschlagenen Massnahmen wird die Zündwilligkeit von Entladungslampen wesentlich erhöht, so dass Probleme, die typenspezifisch bzw. umweltspezifisch bei der Zündung derartiger Lampen entstehen, auf einfache Art und Weise behoben werden.
Claims (11)
1. Verfahren zur Erhöhung der Zündwilligkeit von Entladungslampen mit einer Entladungsstrecke in einem Entladungsrohr, bei dem an einer bestimmten Stelle längs der Entladungsstrecke ausserhalb des Entladungsrohres eine leitende Fläche, die wesentlich kürzer ist als die längs des Rohres, mindestens in die Nähe des Rohres gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Fläche entweder potentialfrei oder auf einem Bezugspotential betrieben wird, welches das Potential eines elektrischen Anschlusses für die Entladungslampe oder des elektrischen Netzes ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1 an einer U-förmigen Entladungslampe, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche ringförmig im Bereich der U-Basis vorgesehen wird.
3.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, an einer U-förmigen Entladungslampe, deren U-Basis, zur Bildung einer Vierschenkel-Entladungslampe gegen die U-Schenkelenden umgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringfläche neben der U-Basis, am zweiten oder dritten Viertel der Entladungsrohrlänge vorgesehen wird.
4. Zündhilfeanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 für eine Entladungslampe, mit einer Entladungsstrecke in einem Entladungsrohr, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein von aussen entlang des Rohres anbringbares, elektrisch leitendes Flächenelement (13, 19, 21, 23, 34) umfasst, das wesentlich kürzer ist als die Länge des Rohres.
5. Zündhilfeanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement ein metallischer Ring, wie ein Schnappring (23), ist, zum Aufbringen auf das Rohr (3).
6.
Zündhilfeanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (13, 19, 21, 23) mit mindestens einem elektrischen Leiterabschnitt (25, 15) verbunden ist.
7. Zündhilfeanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement eine Teilfläche (19, 21, 34) eines Reflektors (17) und/oder Gehäuseteils (32) für die Entladungslampe ist.
8. Entladungslampe mit einer Zündhilfeanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 mit einem Entladungsrohr sowie einer mindestens in der Nähe des Rohres, das Rohr mindestens auf einem Grossteil seines Querschnittsumfanges umschliessenden leitenden Ringfläche, deren axiale Ausdehnung wesentlich kleiner ist als diejenige des Rohres, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfläche entweder keinen elektrischen Anschluss aufweist oder über einen elektrischen Anschluss mit einem Bezugspotential verbunden ist.
9.
Entladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfläche mit mindestens einem elektrisch nicht angeschlossenen Leiterabschnitt versehen ist.
10. Entladungslampe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie U-förmig ausgebildet ist und die Ringfläche im Bereich ihrer U-Basis vorgesehen ist.
11. Entladungslampe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie U-förmig ausgebildet ist, und die U-Basis zur Bildung einer Vierschenkellampe gegen die Schenkelenden des U's umgelegt ist und weiter die Ringfläche im Bereich des zweiten oder dritten Viertels der Rohrlänge neben der U-Basis angeordnet ist.
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