CH682839A5 - Servogesteuerte Expansionseinrichtung für ein leicht verdampfbares Fluid. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine servogesteuerte Expansionseinrichtung für ein leicht verdampfbares Fluid, insbesondere zur Verwendung bei einer elektronisch gesteuerten Einspritzung von Kältemittel in Verdampfer von Kühlanlagen, mit einem Hauptventil, das über eine Servoanordnung, bei der das Fluid als Druckmittel dient, von einer steuerbaren Pilotventilanordnung betätigbar ist.
Bei einem bekannten Expansionsventil (DE-PS 2 749 250, Fig. 3) wird das Pilotventil über eine Membran gesteuert, die ihrerseits einen Raum begrenzt, in dem sich ein Medium mit einer Flüssigkeitsund einer Dampfphase befindet. Dieses Medium wird mittels eines in der Flüssigkeit angebrachten elektrischen Heizkörpers erwärmt, so dass ein gesteuerter Druck erreicht wird, der gegen die Kraft einer Feder das Pilotventil öffnet. Wenn das Pilotventil öffnet, strömt flüssiges Kältemittel von dem Eingang des Expansionsventils über eine Drosselöffnung in einem von einem Servokolben, der das Verschlussstück des Hauptventils betätigt, begrenzten Arbeitsraum und von dort über eine Drosselöffnung in dem Servokolben und über die Pilotventilöffnung zum Verdampfer. Der hierdurch durch das Kältemittel über dem Servokolben gebildete Differenzdruck stellt die Position des Servokolbens und damit die des Verschlussstücks des Hauptventils, d.h. den Öffnungsgrad des Hauptventils, ein.
Unter bestimmten Bedingungen kann es nun vorkommen, dass das Kältemittel im Arbeitsraum verdampft. Aufgrund der Kompressibilität des Kältemitteldampfes kann es zu Schwingungen des Servokolbens kommen, was zu entsprechenden Schwingungen des Hauptventil-Verschlussstücks führt. Das Problem wird dadurch vergrössert, dass sich auch über dem Servokolben Kältemitteldampf bilden kann, wenn die Temperatur des Kältemittels in der Nähe des Siedepunkts liegt und ein Druckabfall durch die Drosselöffnung in dem Servokolben hervorgerufen worden ist, so dass der Servokolben in beiden Bewegungsrichtungen auf ein Dampfpolster stösst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine servogesteuerte Expansionseinrichtung anzugeben, die in geringerem Masse zu Schwingungen neigt.
Diese Aufgabe wird bei einer Expansionseinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Servoanordnung mit dem Fluid auf der Ausgangsseite des Hauptventils wärmeleitend in Verbindung steht.
Auf der Ausgangsseite des Hauptventils herrschen aufgrund der Expansion niedrigere Temperaturen. Durch diese niedrigen Temperaturen wird das Fluid in der Servoanordnung gekühlt, so dass hier keine Dampfbildung erfolgen kann, sondern das Fluid als Flüssigkeit vorliegt. Der Druckaufbau und damit die Steuerung erfolgen ausschliesslich über diese Flüssigkeit, die verglichen mit dem dampfförmigen Zustand nicht kompressibel ist. Dadurch wird die Neigung des Verschlusskörpers des Hauptventils zum Schwingen ganz erheblich herabgesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Servoanordnung in einer Kammer in Strömungsrichtung hinter dem Hauptventil angeordnet. Die Kammer wird von dem Fluid durchströmt, das durch das Hauptventil geflossen ist. Da auf der Ausgangsseite des Hauptventils, also in Strömungsrichtung hinter dem Hauptventil, eine niedrigere Temperatur herrscht als auf der Eingangsseite, herrscht in der Kammer ebenfalls die niedrigere Temperatur, die die Servoanordnung kühlt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Servoanordnung einen Servozylinder auf, in dem ein mit einem Ventileiement des Hauptventils verbundener Kolben einen Arbeitsraum begrenzt, der von einem von der Pilotventilanordnung steuerbaren Druck beaufschlagt ist. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Servoanordnung eine mit dem Ventilelement des Hauptventils verbundene Membran auf, die einen Arbeitsraum begrenzt, der von einem von der Pilotventilanordnung steuerbaren Druck beaufschlagt ist. Unter Membran wird dabei jede verformbare Begrenzungswand des Arbeitsraumes verstanden. Der Arbeitsraum kann also auch durch einen Balgen begrenzt werden. Da die Servoanordnung mit dem Fluid auf der Ausgangsseite des Hauptventils wärmeleitend verbunden ist, also mit der kalten Seite, wird der Arbeitsraum von aussen gekühlt. Es kann sich im Arbeitsraum kein Dampf bilden. Dadurch wird vermieden, dass es hier zu Schwingungen kommt.
Mit Vorteil weist die Pilotventilanordnung zwischen dem Eingang und dem Ausgang der Expansionseinrichtung in Reihe eine feste und eine steuerbare variable Drossel auf, zwischen denen der von der Pilotventilanordnung steuerbare Druck abnehmbar ist. Dabei kann in einer Ausführungsform die variable Drossel in Strömungsrichtung vor der festen Drossel und in einer anderen Ausführungsform die feste Drossel vor der variablen Drossel angeordnet sein. Durch die Veränderung des Öffnungsgrades der variablen Drossel, die durch ein steuerbares Ventil gebildet werden kann, lässt sich der Druck auf einen grossen Wertebereich zwischen dem Eingangsdruck und dem Ausgangsdruck einstellen.
In einer alternativen Ausführungsform weist die Pilotventilanordnung zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Expansionsventils in Reihe zwei steuerbare variable Drosseln auf, zwischen denen der von der Pilotventilanordnung steuerbare Druck abnehmbar ist. Diese Ausführungsform der Pilotventilanordnung ist zwar im Aufbau aufwendiger, der von der Pilotventilanorndung erzeugte Steuerdruck lässt sich damit aber praktisch auf jeden Wert zwischen dem Eingangs- und dem Ausgangsdruck des Expa-sionsventils einstellen.
In einer dritten Alternative ist die Pilotventilanordnung als steuerbares Drei-Wege-Ventil ausgebildet, das mit dem Eingang und dem Ausgang des Expansionsventiis und dem Arbeitsraum der Servoanordnung in Verbindung steht. Der Eingang steht also mit dem Fluid, beispielsweise mit dem Kältemittel, vor
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dem Expansionsventil in Verbindung, wo eine höhere Temperatur herrscht als am Ausgang des Expansionsventils, mit dem ein Ausgang des Drei-Wege-Ventils verbunden ist. Der zweite Ausgang des Drei-Wege-Ventils ist mit dem Arbeitsraum der Servoanordnung verbunden. Dadurch erreicht man auch eine günstige Temperaturbeeinflussung des Drei-Wege-Ventils, so dass auch hier, etwa durch die Drosselwirkung des zum Arbeitsraum führenden Ausgangs, keine Dampfblasenbildung auftreten kann.
Mit Vorzug ist die Pilotventilanordnung elektrisch steuerbar. Zu diesem Zweck können die variablen Drosseln als elektrisch oder elektromagnetisch betätigbare Ventile ausgebildet sein. In gleicher Art und Weise kann das Drei-Wege-Ventil einen oder zwei elektrisch betätigbare Ventile an seinen Ein- bzw. Ausgängen aufweisen. Die Ventile können, um eine Drosselwirkung zu erzielen, auch taktweise geöffnet und geschlossen werden. Eine direkte elektrische Steuerung ist schnell und lässt sich mit Hilfe von bekannten Steuerungseinrichtungen leicht durchführen.
Bevorzugterweise sind die Kammer und der Ausgang des Hauptventils in einem metallischen Gehäuse angeordnet. Da auf der Ausgangsseite des Hauptventils eine niedrige Temperatur herrscht und Metall ein guter Wärme- bzw. Kälteleiter ist, wird dadurch erreicht, dass die Kammer unmittelbar von dem ausgangsseitigen Fluid gekühlt wird. Natürlich muss auch der Eingang des Hauptventils auf irgendeine Art und Weise in das Gehäuse münden. Durch eine geeignete Leitungsführung lässt sich jedoch erreichen, dass die Temperaturbeeinflussung durch den Ausgang grösser ist.
Dabei ist bevorzugt, dass die Pilotventilanordnung im Gehäuse an die Kammer begrenzenden Gehäuseteilen angeordnet ist. Dadurch wird erreicht, dass die Pilotventilanordnung nicht nur durch das sie umströmende Fluid, sondern auch durch die Kälteströmung über das metallische Gehäuse gekühlt wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Expansionseinrichtung,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer Expansionseinrichtung,
Fig. 3 verschiedene Ausführungsformen einer Pilotventilanordnung,
Fig. 4 ein Symbol für die Pilotventilanordnung und
Fig. 5 ein Druck-Enthalpie-Diagramm.
Eine Expansionseinrichtung 20 weist einen Eingangsanschluss 1 und einen Ausgangsanschluss 2 für eine leicht verdampfbare Flüssigkeit auf, die durch ein Hauptventil 21 getrennt sind. Das Hauptventil 21 wird durch einen Nebenstrompfad 3 überbrückt. Der Nebenstrompfad 3 zweigt mit seinem Nebenstromeingang 4 von dem Eingangsanschluss 1 ab. Der Nebenstrompfad entlässt die Flüssigkeit über seinen Nebenstromausgang 5 zum Ausgangsanschluss 2 hin. In dem Nebenstrompfad 3 ist eine Pilotventilanordnung 6 angeordnet.
Die Pilotventilanordnung kann auf verschiedene Arten aufgebaut sein, wie im folgenden im Zusammenhang mit Fig. 3 und 4 erläutert wird. Zwischen dem Nebenstromeingang 4 und dem Nebenstromausgang 5 sind zwei Drosselstellen in Reihe angeordnet. Gemäss Fig. 3a handelt es sich dabei um eine feste Drossel 7 und eine variable, einstellbare Drossel 8, die beispielsweise durch ein Magnetventil gebildet werden kann. Zwischen den beiden Drosselstellen kann an einem Steuerdruckausgang 12 ein Steuerdruck Ps abgenommen werden. Dieser Druck ist zwischen dem Kondensatordruck P« am Nebenstromeingang 4 und dem Verdampferdruck Pv am Nebenstromausgang 5 einstellbar. Wird die variable Drossel 8 geschlossen, ist der Druck Ps am Steuerdruckausgang gleich dem Druck am Nebenstromeingang. Wird dagegen die einstellbare Drossel 8 vollständig geöffnet, richtet sich der Druck Ps am Steuerdruckausgang 12 nach der Menge der durchströmenden Flüssigkeit.
In Fig. 3b ist die Reinenfolge von fester und variabler Drossel vertauscht. In diesem Fall ist hinter dem Nebenstromeingang 4 zunächst eine variable Drossel 8' und in Strömungsrichtung weiter dann eine feste Drossel 7' vorgesehen. Wird die variable Drossel 8' geschlossen, stellt sich am Steuerdruckausgang 12 der Verdampferdruck Pv ein. Wird die variable Drossel 8' geöffnet, hängt der Druck Ps am Steuerdruckausgang 12 von der Menge der durchströmenden Flüssigkeit ab.
In Fig. 3c sind beide Drosseln als variable Drosseln 9, 10 ausgebildet. Damit lässt sich erreichen, dass der Druck am Steuerdruckausgang 12 sowohl den Wert des Drucks Pk am Nebenstromeingang 4 als auch den Wert des Drucks Pv am Nebenstromausgang 5 einnehmen kann. Beide Drosseln, die als elektrisch betätigbare Ventile ausgebildet sein können, können unabhängig voneinander angesteuert werden.
Fig. 3d zeigt eine vierte Ausführungsform, bei der die Pilotventilanordnung im wesentlichen aus einem Drei-Wege-Ventil 11 besteht. Die Funktion dieses Drei-Wege-Ventils entspricht dabei, je nach Aufbau, der Funktion einer der in Fig. 3a bis 3c gezeigten Anordnungen. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Drei-Wege-Ventil ohne Druckabfall an seinem Eingang den Eingangsdruck auf den Steuerausgang 12 und den Nebenstromausgang 5 aufteilt.
Fig. 4 zeigt ein einheitliches Symbol für alle Pilotventilanordnungen 6 nach Fig. 3, wo sich der Steuerdruck Ps am Steuerdruckausgang 12 aufgrund eines Signals an einem Steuereingang 13, beispielsweise einem elektrischen Anschluss, zwischen dem Wert Pk am Nebenstromeingang 4 und dem Wert Pv am Nebenstromausgang 5 einstellen kann. Dieses Symbol ist in Fig. 1 und 2 verwendet, um die Pilotventilanordnung 6 dort zu zeigen.
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Das Hauptventil 21 der Expansionseinrichtung 20 weist in einem Gehäuse 34 einen Ventilsitz 22 auf, gegen den ein Verschlussstück 23 bewegbar ist. Wenn das Verschlussstück 23 am Ventilsitz 22 anliegt, ist das Hauptventil 21 geschlossen. Die Bewegung des Verschlussstücks 23 wird über einen Stössel 25 durch eine Servoanordnung 24 gesteuert.
Die Servoanordnung 24 nach Fig. 1 weist einen Balgen 26 auf, der einen Arbeitsraum 27 begrenzt. Der Balgen wird durch die Kraft einer Feder 28, die sich an einem gehäusefesten Anschlag 38 abstützt, zusammengedrückt, wodurch das Verschlussstück 23 in Öffnungsstellung des Hauptventils 21 bewegt wird. Der Arbeitsraum 27 wird mit dem Steuerdruck Ps aus dem Steuerdruckausgang 12 der Pilotventilanordnung 6 beaufschlagt. Der Steuerdruck Ps wirkt also gegen die Kraft der Feder 28, um das Hauptventil 21 in Schliessstellung zu bringen. Die Servoanordnung 24 ist in einer Kammer 33 angeordnet, die sich auf der Ausgangsseite des Hauptventils 21 befindet, d.h. von expandierter und somit gekühlter Flüssigkeit durchströmt ist. Die Kammer 33 steht mit dem Ausgangsanschluss 2 in direkter Verbindung. Dadurch ist sichergestellt, dass das Fluid, das durch das Hauptventil 21 geströmt ist, auch die Servoanordnung umfliesst, bevor es durch den Ausgangsanschluss 2 das Expansionsventil 20 verlässt. Da das Fluid auf der Ausgangsseite des Hauptventils 21, d.h. in der Kammer 33, eine niedrigere Temperatur aufweist als am Eingangsanschluss 1, ist damit sichergestellt, dass im Arbeitsraum 27, der über die Pilotventilanordnung 6 ebenfalls mit Fluid gefüllt ist, keine Dampfbildung auftreten kann. Das Fluid im Arbeitsraum 27 wird durch Kühlung von aussen im wesentlichen auf der gleichen Temperatur gehalten wie das Fluid in der Kammer 33. Bei dieser Temperatur ist aber das Fluid in seiner flüssigen Phase. Da die Flüssigkeit nicht komprimierbar ist, können keine Schwingungen entstehen, die sich als Schwingung des Verschlussstücks 23 störend bemerkbar machen würden.
Zur noch besseren thermischen Ankopplung der Servoanordnung an das kalte Fluid auf der Ausgangsseite des Expansionsventils ist das Gehäuse 34 aus Metall ausgeführt. Die Servoanordnung 24 ist an dem metallischen Gehäuse befestigt. Metall ist bekanntlich ein guter Wärmeleiter, so dass das Gehäuse 34 und damit auch die Servoanordnung 24 keine Wärme speichern können. Diese fliesst vielmehr sofort ab. Natürlich muss über einen Eingangsstutzen 35 das relativ warme Fluid der Expansionseinrichtung 20 zugeführt werden. Der Eingangsstutzen 35 sollte daher vom Gehäuse 34 thermisch entkoppelt sein, beispielsweise durch eine nicht dargestellte Zwischenlage eines thermischen Isolators. Hingegen kann ein Ausgangsstutzen 36, der den Ausgangsanschluss 2 bildet, mit dem metallischen Gehäuse 34 einstückig verbunden sein, da der Ausgangsstutzen 36 durch das Fluid auf der Ausgangsseite des Expansionsventils 20 gekühlt wird. Man kann konstruktiv die Leitungsführung so vorsehen, dass das metallische Gehäuse über einen grösseren Bereich mit dem kühleren Fluid auf der Ausgangsseite des Expansionsventils 20 in Berührung kommt als mit dem wärmeren Fluid auf der Eingangsseite. Damit ist sichergestellt, dass nicht nur über die Kammer 33 ein kühlender Effekt auf die Servoanordnung 24 wirkt, sondern auch über das metallische Gehäuse 34. Obwohl die Servoanordnung 24 im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Balgen dargestellt ist, kann der Arbeitsraum auch von einem festen Körper, beispielsweise einem Zylinder, umschlossen werden, der an einer Stirnseite durch eine Membran abgeschlossen ist. Das Verschlussstück 23 des Hauptventils 21 muss nur relativ kleine Bewegungen durchführen, die auch von einer Membran erzeugt werden können.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel einer Servoanordnung. Teile die denen der Fig. 1 entsprechen, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Servoanordnung 24' weist einen Zylinder 29 auf, der zusammen mit einem Kolben 30 einen Arbeitsraum 37 begrenzt. Der Kolben 30 ist mit dem Stössel 25 des Verschlussstücks 23 verbunden. Der Kolben 30 arbeitet gegen die Kraft einer Feder 31, die sich an einem zylinderfesten Anschlag 32 abstützt. Der Arbeitsraum 37 der Servoanordnung 24' steht mit dem Steuerdruckausgang 12 der Pilotventilanordnung 6 in Verbindung. Fluid, das durch den Nebenstromeingang 4 in die Pilotventilanordnung 6 eintritt, tritt von dort zum einen in den Nebenstromausgang 5 und zum andern durch den Steuerdruckausgang 12 in den Arbeitsraum 37 ein. Dieses Fluid befindet sich zwar in der flüssigen Phase, jedoch in der Nähe des Siedepunkts. Durch die Drosselwirkung in der Pilotventilanordnung 6 könnte es daher zu einer Dampfbildung kommen. Da aber der Zylinder 29 in der Kammer 33 angeordnet ist, die von dem kühleren Fluid durchströmt ist, wird auch das Fluid im Arbeitsraum 38 so gekühlt, dass die Temperatur weit unter den Siedepunkt absinkt. Die Gefahr einer Dampfblasenbildung ist damit gebannt. Der Arbeitsraum 37 bleibt damit vollständig mit Fluid in der Flüssigkeitsphase gefüllt, wodurch Schwingungen vermieden werden.
Fig. 5 zeigt in einem Druck-Enthalpie-Diagramm die Wirkungsweise der dargestellten servogesteuer-ten Expansionseinrichtungen. Dabei stellt die Kurve E die Abhängigkeit zwischen Entalpi und Druck dar, bei der die Flüssigkeit auf dem Siedepunkt ist. Unterhalb der Kurve E liegt das Kältemittel als gesättigter Dampf vor. Entlang des Pfeiles A erfolgt eine Kompression des gesättigten Kältemitteldampfes von einem Druck Pv auf einen häheren Druck Pk- Bei konstantem Druck Pk erfolgt die Kondensation entlang des Pfeiles B bis zum Punkt I, der den Zustand des Kältemittels am Ausgang des Kondensators und somit am Eingang 1 des Expansionsventils 20 darstellt. Vom Punkt i erfolgt durch das Expansionsventil 20 eine Entspannung des Kältemittels auf den Punkt V entlang des Pfeiles C, wobei der Druck von dem Kondensatordruck Pk auf den Verdampferdruck Pv absinkt. Dabei nimmt auch die Enthalpie entsprechend ab. Der Punkt IV entspricht dem Zustand des Kältemittels in der Servoanordnung 24, 24', die einen Druck Ps und wegen der Kühlung durch die wärmeleitende Verbindung mit dem Ausgang die dem Punkt V entsprechende Enthalpie aufweist. Da dieser Punkt oberhalb der Grenze zwischen Flüs4
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sigkeitsphase und Gasphase des Kältemittels ist, ist sichergestellt, dass sich das Kältemittel in der Servoanordnung 24, 24' immer in der Flüssigkeitsphase befindet. Vom Punkt V erfolgt bei konstantem Kältemitteldruck Pv die Erwärmung durch die Wärmeaufnahme aus der Umgebung im Verdampfer entlang des Pfeiles D, womit der Kreislauf geschlossen ist. Man sieht, dass, wenn das Kältemittel in der Servoanordnung unterkühlt gehalten wird, die Dampfbildung hier sicher unterdrückt werden kann, wodurch ein schwingungsfreies Regelsystrem erzielt wird.
Der durch die Pilotventilanordnung 6 zwischen den beiden Drosselstellen eingestellte Druck Ps wird aus der folgenden Gleichung bestimmt:
Federkraft
Pg = Py +
Balgquerschnittsflache
In der dem Ausgang 5 benachbarten Drosselstelle, z.B. der zweiten Drossel 6, 7' oder 10 wird das Fluid von Punkt IV (Ps) auf Punkt V (Pv) gedrosselt, was ohne Dampfbildung erfolgt, da sowohl die Servoanordnung 24, 24' als auch die zugehörigen Leistungen und der Balgen 26 bzw. der Zylinder 29 wärmeleitend an die niedrigere Temperatur gekoppelt sind.
Claims (10)
1. Servogesteuerte Expansionseinrichtung für ein leicht verdampfbares Fluid, insbesondere zur Verwendung bei einer elektronisch gesteuerten Einspritzung von Kältemittel in Verdampfer von Kühlanlagen, mit einem Hauptventil, das über eine Servoanordnung (24, 24'), bei der das Fluid als Druckmittel dient, von einer steuerbaren Pilotventilanordnung betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Servoanordnung (24, 24') mit dem Fluid auf der Ausgangsseite (2) des Hauptventils (21 ) wärmeleitend in Verbindung steht.
2. Expansionseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Servoanordnung (24, 24') in einer Kammer (33) in Strömungsrichtung hinter dem Hauptventil (21 ) angeordnet ist.
3. Expansionseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Servoanordnung (24') einen Servozylinder (29) aufweist, in dem ein mit einem Ventilelement (23) des Hauptventils (21 ) verbundener Kolben (30) einen Arbeitsraum (37) begrenzt, der von einem von der Pilotventilanordnung (6) steuerbaren Druck des Fluids beaufschlagt ist.
4. Expansionseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Servoanordnung (24) eine mit dem Ventilelement (23) des Hauptventils (21) verbundene Membran (26) aufweist, die einen Arbeitsraum (27) begrenzt, der von einem von der Pilotventilanordnung (6) steuerbaren Druck beaufschlagt ist.
5. Expansionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pilotventilanordnung (6) zwischen dem Eingang (1) und dem Ausgang (2) der Expansionseinrichtung (20) in Reihe eine feste (7, T) und eine steuerbare variable Drossel (8, 8') aufweist, zwischen denen der von der Pilotventilanordnung (6) steuerbare Druck (Ps) abnehmbar ist.
6. Expansionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pilotventilanordnung (6) zwischen dem Eingang (1) und dem Ausgang (2) der Expansionseinrichtung (20) in Reihe zwei steuerbare variable Drosseln (9, 10) aufweist, zwischen denen der von der Pilotventilanordnung (6) steuerbare Druck (Ps) abnehmbar ist.
7. Expansionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pilotventilanordnung als steuerbares Drei-Wege-Ventil (11) ausgebildet ist, das mit dem Eingang (1) und dem Ausgang (2) der Expansionseinrichtung (20) und dem Arbeitsraum (27, 37) der Servoanordnung (24, 24') in Verbindung steht.
8. Expansionseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pilotventilanordnung (6) elektrisch steuerbar ist.
9. Expansionseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (33) und der Ausgang (2) des Hauptventils (21 ) in einem metallischen Gehäuse (34) angeordnet sind.
10. Expansionseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pilotventilanordnung (6) im Gehäuse (34) an die von letzteren gebildeten Kammer (33) begrenzenden Gehäuse (34) angeordnet ist.
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