CH682904A5 - Einrichtung mit mindestens einer Federeinheit zwischen dem Lenker und dem Gabelschaft eines Fahrrades. - Google Patents
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Description
1
CH 682 904 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung gemäss dem Oberbegriff des ersten Patentanspruches.
Beim Veiofahren auf einer eher rauhen oder unebenen Fahrbahn überträgt das Vorderrad Stösse über die Gabelscheide und den Gabelkopf auf den Gabelschaft zum Lenker. Diese Stösse können für den Fahrer sehr unangenehm werden, sofern er z.B. während längerer Zeit auf einem Strassenbelag aus zusammengesetzten Betonplatten fährt. Derartige Stösse können ferner auf Feldwegen ohne feste Strassendecke stark sein.
Stösse dieser Art sind sehr lästig, führen leicht zu Ermüdung und können u.a. dem Knochengerüst Schäden zufügen.
Zur Dämpfung derartiger Schläge wurden bereits verschiedene Anstrengungen unternommen, die meistens sehr umfangreich sind und eigentlich eine Neukonstruktion des Fahrrades erfordern. Diese erste Ausführungsart besteht meistens darin, dass der Gabelschaft als Stossdämpfer ausgeführt wird, was z. B. in US-A 5 044 648, US-A 4 881 750 oder DE-A 3 420 862 beschrieben ist.
Diese Ausführungen haben den Nachteil, dass sie nur für Neukonstruktionen - und aus Kostengründen - praktisch nicht für bestehende Ausführungen in Frage kommen, wobei sie aber nicht die ergonomische Auslegung des Fahrrades beeinflussen.
Andere Ausführungen sind an bestehenden Fahrrädern einbaubar, jedoch mit dem Nachteil behaftet, dass sie die ergonomische Auslegung des Fahrrades verändern, was für einen Fahrer unangenehm sein kann. Insbesondere beim Rennradfahren ist es wichtig, dass der Fahrer die Griffe in einer bestimmten Position hat, in welcher er die beste Fahrleistung erbringt. Dies gilt auch mehr oder weniger für alle anderen Veloarten, wie z.B. Tourenvelos oder Bergfahrräder (Mountainbikes).
Diese zweite Ausführungsart ist beispielsweise in WO-92/13 749 beschrieben, die einen vom Gabelschaft nach vorne verschobenen Lenker offenbart. Durch diese nach vorne verschobene Position der Lenkstange wird die ergonomische Auslegung des Fahrrades gestört und dessen Lenkbarkeit nachteilig beeinflusst.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung mit mindestens einer Federeinheit zwischen dem Lenker und dem Gabelschaft eines Fahrrades, welche Ausführung die Nachteile bestehender Ausführungen nicht aufweist.
Die zu schaffende Ausführung soll u.a. die folgenden Kriterien erfüllen:
a) Sie soll an bestehenden Fahrrädern in einfacher Weise nachträglich montierbar sein,
b) sie soll die ergonomische Auslegung der bestehenden Lenkung nicht verändern, und c) sie soll das bestehende Lenkverhalten des Fahrrades nicht beeinflussen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des ersten Patentanspruches gelöst.
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform der erfin-dungsgemässen Einrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht der Einrichtung, und
Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung nach Fig. 1, teilweise im Schnitt.
Die Figuren zeigen einen Lenker 1, der in einer Schraubenklemme 2 befestigt ist, die aus einem oberen 3 und einem unteren Klemmstück 4 besteht, die von zwei Schrauben 5 zusammengehalten werden. Das untere Klemmstück 4 ist an einer Platte 6 befestigt, an welcher zwei parallele Kolben 7 befestigt sind, die in Zylindern 8 gleiten und darin mit Federn 9 verbunden sind, welche zusammen eine Federeinheit bilden, so dass ein Stoss von der Fahrbahn nur ganz schwach von der Lenkerstütze 10 auf den Lenker 1 übertragen wird, weil er von den Federn 9 gedämpft wird. Die Kolben 7 sind vorzugsweise mittels eines Gewindes 14 in die Platte 6 eingeschraubt. Normalerweise wird eine mechanische Feder 9 verwendet, obschon es auch möglich ist, eine Gasdruck- oder Hydraulikfeder oder eine Kombination aus diesen Federarten einzusetzen.
Die beiden Zylinder 8 werden von einem Träger 13 gehalten, der im Loch 11 eines Klemmteils 15 montiert ist, das normalerweise für den Lenker 1 bestimmt ist und von einer Schraube 12 festgehalten wird.
Schläge von der Fahrbahn über die Lenkerstütze 10 werden von der Federeinheit 7, 8 derart stark gedämpft, dass keine unangenehmen Schläge auf den Lenker 1 und die Gelenke des Fahrers übertragen werden.
Die Montage der Einrichtung ist denkbar einfach, wobei es genügt, die Schraube 12 zu lösen und den Lenker 1 zu entfernen.
Danach wird der Träger 13 anstelle des Lenkers 1 montiert und mittels der Schraube 12 befestigt. Nun wird der Lenker 1 auf das untere Klemmstück 4 aufgelegt und das obere Klemmstück 3 mittels der Schrauben 5 angezogen. Damit ist das Fahrrad wieder fahrbereit, wobei ein Höhenunterschied zwischen der bisherigen und der neuen Position des Lenkers 1 besteht. Eine genaue Positionierung des Lenkers in die Position vor dem Anbau ist dadurch möglich, dass die Lenkerstütze 10 nach unten versenkt wird, was bei fast allen Fahrradkonstruktionen möglich ist.
Die vorliegende Ausführung ermöglicht somit den Einbau einer sehr wirksamen Federeinheit zur Dämpfung an Lenkern von Fahrrädern fast jeder Ausführungsart ohne Anpassung. Da der Lenker 1 in der genau gleichen Position - wie bei der Originalausführung - einsetzbar ist, bleibt das Lenkverhalten des abgeänderten Fahrrades wie vor dem Umbau. Ergonomische Nachteile nach dem Umbau werden dadurch vermieden, dass die Lenkerstütze 10 leicht nach unten verschoben wird.
Im vorangehenden Beispiel ist die Einrichtung mit zwei parallelen Federeinheiten versehen. Dies ist aber keineswegs erforderlich, da stattdessen eine
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einzige Federeinheit verwendet werden kann. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass im Falle von zwei Federeinheiten, diese unterschiedlicher Art sein können. Dabei ist es möglich, eine Kombination aus einer mechanischen Feder und einem Gas-druckstossdämpfer zu verwenden.
Es besteht ferner die Möglichkeit die Einrichtung nach der vorgesehenen Verwendung bzw. der Fahrradart auszubilden. So kann davon ausgegangen werden, dass beispielsweise ein Mountainbike oder Bergfahrrad eine ganz andere Federungscharakteristik als ein Rennvelo benötigt. Deshalb ist es zweckmässig mehrere Ausführungen derartiger Einrichtungen herzustellen, die je nach der Fahrradart zur Anwendung kommen.
Ferner können die Fahrer unterschiedliche Ansichten über die erwünschte Wirkungsweise der Federung haben. Wie bei den Autos mögen einige Fahrer eine straffe und andere eine weiche Federung, so dass nach Bedarf unterschiedliche Federn, je nach Art des Fahrrades oder nach dem Empfinden des Fahrers vorgesehen werden können. Das gleiche gilt auch für etwaige Gasdruckstossdämpfer, die ebenfalls dem Bedarf des Fahrrades oder Fahrers angepasst werden können. Anstelle eines Gas-druckstossdämpfers kann auch ein hydraulischer oder pneumatischer Stossdämpfer herkömmlicher Art verwendet werden.
Claims (9)
1. Einrichtung mit mindestens einer Federeinheit zwischen dem Lenker und dem Gabelschaft eines Fahrrades, zur Dämpfung der von der Fahrbahn herrührenden Schläge, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Träger (13) für die Federeinheit (7, 8) sowie eine Schraubenklemme (2) zur Montage des Lenkers (1) aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) aus mechanischen Federn (9) besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) aus nichtmechanischen Federn besteht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) aus mechanischen und nichtmechanischen Federn zusammengesetzt ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Federeinheiten (7, 8) aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Federeinheiten (7, 8) parallel zueinander angeordnet sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) bezüglich des Dämpfungsvermögens einstellbar ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) mit dem Träger (13) und der Schraubenklemme (2) höchstens 300 g wiegen.
9. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinheit (7, 8) ein Gasdruckstossdämpfer ist.
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Priority Applications (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH682904A5 true CH682904A5 (de) | 1993-12-15 |
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ID=4253771
Family Applications (1)
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| CH333692A CH682904A5 (de) | 1992-10-27 | 1992-10-27 | Einrichtung mit mindestens einer Federeinheit zwischen dem Lenker und dem Gabelschaft eines Fahrrades. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH682904A5 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2727667A1 (fr) * | 1994-12-05 | 1996-06-07 | Binois Philippe Pascal | Fixation de guidon a corps interchangeable et vis de serrage invisibles |
| AU721044B2 (en) * | 1995-12-19 | 2000-06-22 | Fixtronics Pty Ltd | Shock damping bicycle handlebar stem |
| DE19905130A1 (de) * | 1999-02-09 | 2000-08-10 | Vierheilig Achim | Vorrichtung zum einstellbaren Anbringen einer Lenkstange an die Lenkachse eines Fahrrades oder ähnlich gelenkten Fahrzeuges |
| US6988740B2 (en) | 2004-02-09 | 2006-01-24 | Bert Bobrovniczky | Suspension for bicycle seat and handlebar support |
| US11840304B2 (en) * | 2020-01-29 | 2023-12-12 | Christopher William Huber | Suspension handlebar assembly and stem for bicycle |
-
1992
- 1992-10-27 CH CH333692A patent/CH682904A5/de not_active IP Right Cessation
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| FR2727667A1 (fr) * | 1994-12-05 | 1996-06-07 | Binois Philippe Pascal | Fixation de guidon a corps interchangeable et vis de serrage invisibles |
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| US12344345B2 (en) | 2020-01-29 | 2025-07-01 | Christopher William Huber | Suspension handlebar assembly and stem for bicycle |
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