CH683002A5 - Abscheider für Leichtflüssigkeiten. - Google Patents

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CH683002A5
CH683002A5 CH901/91A CH90191A CH683002A5 CH 683002 A5 CH683002 A5 CH 683002A5 CH 901/91 A CH901/91 A CH 901/91A CH 90191 A CH90191 A CH 90191A CH 683002 A5 CH683002 A5 CH 683002A5
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Franz Nageler
Johann Hromada
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Purator Umwelttechnik Gmbh
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Description

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CH 683 002 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abscheider für Leichtflüssigkeiten, bei dem in einem Grobabscheider die absetzbaren Sinkstoffe, und in mindestens einem nachgeschalteten Feinabscheider die aufschwimmenden Leichtflüssigkeiten abgeschieden werden.
Wenn auch bei bekannten Anlagen bereits im Grobabscheider eine Trennung der aufschwimmenden Leichtflüssigkeit erfolgt, so ist diese Trennung so gering, dass der im Abwasserstrom letzte Abscheider verhältnismässig hoch belastet wird, sodass eine oftmalige Reinigung dieses letzten Abscheiders erforderlich ist. Dies bringt einen hohen Wartungsaufwand mit sich.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Abscheider zu schaffen, der diese Nachteile nicht aufweist, bei dem der Reinigungsaufwand demnach geringer ist. Erreicht wird dies auf einfache Weise dadurch, dass dem Feinabscheider ein nach dem Koaleszenzprinzip arbeitender Restölabscheider nachgeschaltet und auch im Feinabscheider ein Ko-aleszenzfilter angeordnet ist.
In der gesamten Reinigungskette wird somit ein Teil der Reinigung nach vorne verlegt und damit der für Überlastung empfänglichste Teil, nämlich der Restölabscheider, entlastet. Zweckmässig ist der Koaleszenzfilter im Feinabscheider unterhalb der gespeicherten Leichtflüssigkeitsschicht angeordnet. Dadurch kann er durch Ol nicht verstopft werden.
Ausserdem wird der Koaleszenzfilter vorteilhaft gegen direkte Anströmung durch Abweisbleche geschützt, die gleichzeitig die physikalischen Reinigungsvorgänge durch Adsorption übernehmen und damit den Koaleszenzfilter entlasten.
Als Koaleszenzfilter sind Gleichstromfilter und Gegenstromfilter im Gebrauch, beim Gleichstromfilter erfolgt der Wasserdurchfluss und die Leichtflüs-sigkeitstrennung in einer Richtung, beim Gegenstromfilter in entgegengesetzter Richtung. Der Vorteil des Gleichstromfilters besteht in der Förderung der Abscheidewirkung und in einem geringeren Filterwiderstand; nachteilig ist die Verschmutzung an der unzugänglichen Filterunterseite. Vorteilhaft beim Gegenstromfilter ist die Verschmutzung an der leicht zugänglichen Filteroberseite und eine stärkere Koaleszenzwirkung durch eine Wegverlängerung und Tröpfchenausrichtung. Nachteilig ist allerdings die Gefahr von Abspülungen in den Ablauf.
Es ist nun ein weiteres Ziel der Erfindung, die Vorteile der Gleich- und der Gegenstromfilter zu vereinigen, ohne deren Nachteile zu übernehmen. Erreicht wird dies vorteilhafterweise dadurch, dass der Koaleszenzfilter im Restölabscheider im wesentlichen von vier Seiten her in Richtung zum Abflussrohr hin anströmbar ist. Dadurch verdichtet sich in Richtung Abfluss das sich bewegende Granulat und setzt dem Durchfluss einen wesentlichen Widerstand entgegen. Durch das Aneinanderreihen der Granulate werden grössere Partikel geformt, die entweder aufsteigen (Leichtflüssigkeiten) oder Absinken (Ölschlamm). Überdies wird keine Schmutzablagerung am frei von allen Seiten zugänglichen
Filter eintreten und es ist auch keine Verstopfung durch Ablagerungen zu erwarten, da die Ablagerungen nach unten sinken und die Filteroberfläche frei gehalten wird. Durch die erfindungsgemässe Massnahme ist auch nach Abpumpen des Wasservolumens eine Reinigung mit Druckwasser in der Anlage möglich, ohne dass der Filter herausgehoben werden muss. Somit können auch alle Spüleinrichtungen, wie sie bei Gleichstrom- und Gegenstromfil-tern notwendig sind, entfallen.
Um die erfindungsgemässe Anlage gegen Kon-zentrationsstösse und Überflutung zu schützen, ist nach einer Ausführungsart der Erfindung vor dem Zufluss in den Grobabscheider ein den Querschnitt des Zuflusses in Abhängigkeit von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels verändernder, schwimmergesteuerter Zulaufregler angeordnet.
Um eine das Absinken der Sinkstoffe fördernde turbulente Strömung zu erreichen, ist nach einer weiteren Ausführungsart der Erfindung als Einbau im Grobabscheider zwischen Zulauf und Ablauf ein Koagulationsfilter angeordnet. Dieses kann durch längliche, sich nach unten erstreckende Profile gebildet sein, die dreh- und/oder verschiebbar gelagert sind, so dass der Abstand zwischen ihnen einstellbar ist.
Die Länge der Profile nimmt in Richtung zum Abfluss hin zu, der abgesetzte Schlamm findet daher entsprechend Platz.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben, ohne jedoch auf diese Beispiele beschränkt zu sein. In Fig. 1 ist dabei ein er-findungsgemässer Abscheider im Grundriss schematisch wiedergegeben, Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 dar. Die Fig. 3 und 4 zeigen schematisch im Auf- und Grundriss die Anordnung eines Koagulationsfilters und die Fig. 5 und 6 die Anordnung eines anderen Koagulationsfilters.
Gemäss den Zeichnungen weist ein Abscheider für Leichtflüssigkeiten einen Grobabscheider 1, einen Feinabscheider 2 und einen Restölabscheider 3 auf. Das zu reinigende Abwasser gelangt über einen Zufluss 4 in den Grobabscheider 1 und ver-lässt diesen über ein Tauchrohr 5. Der Zufluss 4 liegt bei diesem Ausführungsbeispiel unter dem durch den Überlauf 6 zum Feinabscheider 2 bestimmten Flüssigkeitsspiegel 7 und ist mit einem schwimmergesteuerten Zulaufregler 8 versehen. Dieser besteht im wesentlichen aus eine an einem Schwimmer 9 befestigten Schieberblatt 10, das in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsstand den Querschnitt des Zulaufes 4 mehr oder weniger freigibt bzw. sperrt.
Der Grobabscheider 1 ist mit einem grosszügig bemessenen Schlammraum 14 ausgestattet, in dem sich die Sinkstoffe 15 absetzen. Zufolge des Einbaues des Tauchrohres 5 wer den jedoch nicht nur die Sinkstoffe 15 sondern auch aufschwimmende Leichtflüssigkeiten 16 abgeschieden. Wie Versuche gezeigt haben, kann im Grobabscheider 1 bereits ein grosser Teil der abzuscheidenden Leichtflüssigkeiten abgeschieden werden.
Der Zulauf 17 des Feinabscheiders 2 ist mit ei5
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nem schwimmergesteuerten Verschluss 18 versehen, wie er z.B. in der AT-PS 393 113 beschrieben ist. Ein derartiger Verschluss sperrt bei einer vorgegebenen Ansammlung von Leichtflüssigkeit den Zulauf 17 selbsttätig ab.
In den Behälter des Feinabscheiders 2 ist ein Koaleszenzfilter 19 eingesetzt, der im gezeigten Beispie! als Gegenstromfilter ausgebildet ist. Die Abscheidung von Leichtflüssigkeiten wird durch diese Anordnung wesentlich begünstigt.
Der Filter 19 ist mittels eines Bügels 19" leicht auswechselbar und er ist so angeordnet, dass er auch bei höchstem Stand der Ölschicht (Schliessen des selbsttätigen Abschlusses) nicht im Bereich der Ölschicht liegt und daher durch das Öl nicht verstopft werden kann. Ausserdem wird der Filter 19 gegen direkte Anströmung durch Abweisbleche 19' geschützt, die gleichzeitig die physikalischen Reinigungsvorgänge durch Adsorption übernehmen und damit den Koaleszenzfilter 19 entlasten.
Vom Koaleszenzfilter 19 gelangt das schon weitgehend von Leichtflüssigkeit gereinigte Abwasser über eine Zuleitung 20 in den Restölabscheider 3. In diesem ist ein Koaleszenzfilter 21 angeordnet, das von vier Seiten in Richtung zum Abflussrohr 22 angeströmt wird. Dadurch verdichtet sich in Richtung Abfluss das sich bewegende Granulat und setzt dem Durchfluss einen wesentlichen Widerstand entgegen. Der Vorteil dieser Zusammenballung ist ein Selbstreinigungseffekt. Durch das Aneinanderreihen der Granulate werden nämlich grössere Partikel geformt, die entweder aufsteigen (Leichtflüssigkeiten) oder absinken (Ölschlamm).
Durch die erfindungsgemässe Anordnung wird insbesondere das Koaleszenzfilter des Restölab-scheiders 3 wesentlich entlastet und es ist daher auch nicht erforderlich, besondere Spüleinrichtungen vorzusehen.
Gemäss den Fig. 3 und 4 sind als Einbauten im Grobabscheider 1 zwischen Zulauf 4 und Ablauf 5 längliche, sich nach unten erstreckende Profile 23 angeordnet. Diese Profile sind auf Schienen 24 dreh- und verschiebbar aufgehängt, sodass sie entsprechend den in Fig. 4 eingetragenen Pfeilen bewegt werden können. Die Länge der Profile 23 nimmt in Richtung zum Ablauf 5 hin zu.
Die Profile 23 bilden einen selbstreinigenden Koagulationseinsatz für Feinschlämme. Sie dienen der Erzeugung einer linearen Strömungsturbulenz und tragen damit zu einem Koagulationseffekt bei. Feinschlämme sinken zufolge der Anordnung dieser Profile leichter ab.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 ist als Einbau im Grobabscheider 1 ein Koagulationsfilter 25 angeordnet, das aus gestaffelt hinterund nebeneinander angeordneten abgewinkelten Blechen 26 besteht. Diese Bleche sind in einem Kasten 27 angeordnet, der in Richtung zum Zufluss 4 durch ein Abweisblech 28 abgedeckt ist, so dass das ankommende Abwasser gezwungen ist, einen weiteren Weg zurückzulegen, sodass die Absetzwirkung begünstigt wird. Der Zufluss 4 ist wieder mit einem schwimmergesteuerten Zulaufregler 8 versehen. An den Grobabscheider schliessen so wie beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2
ein mit einem Koaleszenzfilter versehener Feinabscheider und ein mit einem Koaleszenzfilter versehener Restölabscheider an.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So brauchen einzelne Abscheider keineswegs in getrennten Bauwerken vorgesehen werden. Es ist vielmehr möglich, für die einzelnen Abscheider getrennte Kammern eines gemeinsamen Bauwerkes vorzusehen. Auch könnte bei besonders hohen Anforderungen an die Reinheit des gereinigten Wassers dem Restölabscheider noch ein Adsorptionsfilter nachgeschaltet sein. Dem Grobabscheider 1 kann auch ein weiterer Grobabscheider vorgeschaltet sein.

Claims (9)

Patentansprüche
1. Abscheider für Leichtflüssigkeiten, bei dem in einem Grobabscheider die absetzbaren Sinkstoffe, und in mindestens einem nachgeschalteten Feinabscheider die aufschwimmenden Leichtflüssigkeiten abgeschieden werden, dadurch gekennzeichnet, dass dem Feinabscheider (2) ein nach dem Koales-zenzprinzip arbeitender Restölabscheider (3) nachgeschaltet und auch im Feinabscheider (2) ein Koaleszenzfilter (19) angeordnet ist.
2. Abscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Koaleszenzfilter (19) im Feinabscheider (2) unterhalb einem Bereich angeordnet ist, in welchem sich im Betrieb gespeicherte Leichtflüssigkeit befindet.
3. Abscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Koaleszenzfilter (19) im Feinabscheider (2) gegen direkte Anströmung durch Abweisbleche (19') geschützt ist.
4. Abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass der Koaleszenzfilter (21) im Restölabscheider (3) im wesentlichen von vier Seiten her in Richtung zum Abflussrohr (22) hin anströmbar ist.
5. Abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufluss (4) in den Grobabscheider (1) mit einem den Querschnitt des Zuflusses in Abhängigkeit von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels verändernden, schwimmergesteuerten Zulaufregler (8) versehen ist.
6. Abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grobabscheider mit Einbauten (25) versehen ist, durch die Leichtflüssigkeiten bereits im Grobabscheider (1) abgeschieden werden.
7. Abscheider nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Grobabscheider (1) zwischen Zulauf und Ablauf als Einbau ein Koagulationsfilter (25) angeordnet ist.
8. Abscheider nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Koagulationsfilter längliche, sich nach unten erstreckende Profile (23) umfasst, die dreh- und/oder verschiebbar gelagert sind.
9. Abscheider nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Profile (23) in Richtung zum Abfluss hin zunimmt.
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CH901/91A 1990-03-30 1991-03-25 Abscheider für Leichtflüssigkeiten. CH683002A5 (de)

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