CH683108A5 - Kontinuierlich verfahrbare Gleisbaumaschine zum Verdichten der Schotterbettung. - Google Patents
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Description
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CH 683 108 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich verfahrbare Gleisbaumaschine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zum kontinuierlichen Absenken des Gleises gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 4.
Es ist - gemäss AT-PS 345 881 - bereits eine derartige kontinuierlich verfahrbare, als Gleisstabilisator bezeichnete Gleisbaumaschine zum Verdichten der Schotterbettung bekannt. Zwischen den beiden endseitig angeordneten Fahrwerken der Maschine ist ein höhenverstellbares Gleis-Stabilisati-onsaggregat angeordnet, das durch Spurkranzrollen am Gleis verfahrbar und durch schienenaussensei-tig angeordnete, seitenverschwenkbare Rollenteller formschlüssig mit den Schienen des Gleises in Eingriff bringbar ist. Diese Spurkranzrollen und Rollenteller werden allgemein als Rollwerkzeuge bezeichnet. Zur Ausschaltung des Spurspieies sind die Spurkranzrollen des Stabilisationsaggregates mit Hilfe von Spreizantrieben an die Schieneninnenseiten anpressbar. Durch zwei mit dem Maschinenrahmen verbundene, vertikale Hydraulikantriebe erfolgt die Aufbringung einer regelbaren statischen Auflast auf das Stabilisationsaggregat, das das Gleis mit Hilfe von Vibratoren in horizontale, quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwingungen versetzt. Dabei kommt es während der kontinuierlichen Arbeitsvorfahrt des Gleisstabilisators in Verbindung mit der statischen Auflast zu einer Absenkung des Gleises und Verdichtung der Schotterbettung. Zur Kontrolle der Gleisabsenkung ist ein aus zwei gespannten Drahtsehnen gebildetes Nivellierbezugsystem vorgesehen.
Es ist auch - gemäss AT-PS 343 165 - ein mit einer Gleisstopfmaschine gekuppelter Gleisstabilisator mit einem Stabilisationsaggregat zugeordneten Richtantrieben zum Ausrichten des Gleises bekannt. Unter Verwendung eines gebräuchlichen, sich über beide Maschinen erstreckenden Bezugsystems, dessen Sehne spielfrei an der Leitschiene des jeweiligen Gleises geführt wird, kann auf einem Anzeige- und Registriergerät die Gleislage aufgezeichnet werden. Bei Vorhandensein von Restfehlern im Gleis sind diese unter Verwendung der Richtantriebe eliminierbar. Dieses bekannte Bezugsystem ist in erster Linie auf die Gleisstopfmaschine ausgerichtet, erstreckt sich jedoch zu diesem Zweck auf beide Maschinen.
Des weiteren ist auch noch - gemäss AT-PS 380 280 - eine kontinuierlich verfahrbare Gleisbaumaschine mit einem gelenkig ausgebildeten Maschinenrahmen bekannt. Dessen in Arbeitsrichtung vorderer Teil ist als Gleisstopfmaschine mit einem relativ zu dieser längsverschiebbaren Werkzeugrahmen mit Stopf- und Hebe-Richtaggregaten ausgebildet. Am hinteren Teil des Maschinenrahmens sind zwei Gleis-Stabilisationsaggregate angeordnet, zwischen denen eine am Gleis geführte, höhenverstellbare Messradachse mit einem Höhen-Messwertgeber vorgesehen ist. Vom vorderen bis zum hinteren Ende des Maschinenrahmens erstreckt sich eine in Bezug zur Maschinenquerrichtung mittig angeordnete, gespannte Drahtsehne eines Richtbezugsystems. Dieser Drahtsehne ist ein im Bereich der Stopfaggregate angeordneter Pfeilhöhen-Messfühler zugeordnet, so dass die Gleisquerverschiebungen durch das Gleis-Hebe-Richtaggregat der Gleisstopfmaschine kontrollierbar sind.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Gleisbaumaschine der eingangs beschriebenen Art zum Verdichten der Schotterbettung, mit der in Verbindung mit der durch horizontale Querschwingungen und vertikale Auflast bewirkten Gleisabsenkung gleichzeitig auch eine genaue Korrektur der Gleis-Höhenlage erzielbar ist; sowie in einem Verfahren zum kontinuierlichen Absenken eines Gleises.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass wenigstens eine in bezug auf zwei Endpunkte der Referenzbasis aussermittig und in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine hinter dem Gleis-Stabilisationsaggregat bzw. den Gleis-Stabilisationsaggregaten angeordnete Messradachse vorgesehen ist. Das erfindungsgemässe Verfahren ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 4 aufgeführten Merkmale charakterisiert.
Eine derartige Positionierung der Messradachse des Nivellierbezugsystems ermöglicht erstmals eine genaue Kontrolle des Gleises im Übergangsbereich der durch die Gleisabsenkung mit Hilfe der Stabili-sationsaggregate gebildeten Rampe von der Ist- zur Soll-Lage. Damit ist in besonders vorteilhafter Weise einerseits die Gleis-Höhenlage in einem beinahe schon zur Gänze in die Soll-Lage abgesenkten Bereich genau erfassbar. Andererseits ist jedoch noch bei Feststellung einer Divergenz zwischen errechneter Soll-Lage und der durch die Messradachse festgestellten Ist-Lage des Gleises eine entsprechende Korrektur der Gleis-Höhenlage möglich. Diese lässt sich sehr rasch z.B. durch eine entsprechende Änderung der vertikalen Auflast auf die Sta-bilisationsaggregate durchführen. Als weiterer besonderer Vorteil kommt es infolge der aussermitti-gen und in bezug auf die Arbeitsrichtung und die Stabilisationsaggregate hinter diesen angeordnete Messradachse zu einer Fehlerverkleinerung, die sich aus der Auflage des vorderen Endpunktes der Referenzbasis auf einem Gleis-Höhenlagefehler ergeben kann.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zusätzlich zur den Stabilisationsaggregaten in Arbeitsrichtung nachgeordneten Messradachse eine weitere, zwischen zwei Stabilisationsaggregaten angeordnete Messradachse mit einem eigenen Höhen-Messwertgeber pro Schiene vorgesehen. Mit derartig positionierten Messradachsen ist ein konstantes Verhältnis zwischen den Höhen-Messwert-gebern der beiden Messradachsen erzieibar. Der besondere Vorteil dieses Systems liegt darin, dass ein Fehler, der bei der vorderen Auflage der Referenzbasis am Gleis auftritt, keinen Fehler bei der Messstelle verursacht.
Entsprechend einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zusätzlich zur den Stabilisationsaggregaten in Arbeitsrichtung nachgeordneten Messradachse eine vor dem vordersten Stabilisationsaggregat und eine zwischen beiden angeord-
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nete Messradachse mit jeweils einem Höhen-Messwertgeber pro Schiene vorgesehen. Durch die beiden äusseren Messradachsen bzw. Höhen-Messwertgeber wird eine Gerade definiert, auf welcher der Höhen-Messwertgeber der mittleren Messradachse liegen muss. Damit werden Fehler bei der vorderen und bei der hinteren Gleisauflage der Referenzbasis automatisch kompensiert.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur kontinuierlichen Absenkung des Gleises in eine Soll-Höhenlage, wobei das Gleis in horizontale Schwingungen versetzt und mit einer vertikalen, statischen Auflast beaufschlagt wird, bis die Gleisabsenkung in die Soll-Lage erreicht ist. Dieses Verfahren besteht darin, dass die Ist-Lage des Gleises vor der Gleisabsenkung erfasst und daraus eine ideale Soll-Höhenlinie errechnet wird und dass unter einer zur Grösse der Abweichung der Gleis-Ist-Lage von der Soll-Höhenlinie proportionalen Änderung wenigstens eines Parameters aus der folgenden Gruppe von Parametern: Vertikale Auflast, Vorfahrtgeschwindigkeit und Frequenz der Gleisschwingung; das Gleis unterschiedlich hoch abgesenkt wird. Damit ist erstmals ein Gleisstabilisator - der bisher zur gleich-mässigen Absenkung eines unmittelbar vorher durch eine Stopfmaschine in eine korrekte Lage verbrachten Gleises eingesetzt wurde - zur Korrektur von Höhenlagefehlern verwendbar. Dabei werden im Gegensatz zu einer Stopfmaschine nicht die Hebekräfte, sondern die Absenkkräfte, beispielsweise über die vertikale Auflast, proportional zu den Höhenlagefehlem gesteuert. Diese Gleislagekorrektur ist in besonders vorteilhafter Weise kontinuierlich durchführbar.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens besteht darin, dass das Gleis im Bereich des gesamten zu bearbeitenden Gleisabschnittes mit einer mittleren statischen Auflast beaufschlagt wird und dass diese Auflast in Abhängigkeit von Abweichungen zwischen der Ist- und Soll-Lage des Gleises proportional verändert wird. Durch die vertikale Auflast, weiche die durchschnittliche gewünschte Absenkung bzw. den Stabilisierungsgrad ergibt, wird der Regelbereich vorgegeben. Bei Fehlern (Buckeln oder Senken) wird die vertikale Auflast proportional gesteigert bzw. reduziert. Demnach liegt nach dem Arbeitseinsatz des Gleisstabilisators ein im gewünschten Ausmass zur Schotterverdichtung abgesenktes Gleis mit genauer Höhenlage vor.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer kontinuierlich verfahrbaren Gleisbaumaschine mit Stabilisationsag-gregaten zum Verdichten der Schotterbettung eines Gleises, mit einem Nivellierbezugsystem und einer in Arbeitsrichtung hinter den Stabilisationsaggrega-ten angeordneten Messradachse,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Nivellierbezugsystems,
Fig. 3 eine Schemaskizze für einen Regelkreis des Nivellierbezugsystems,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer kontinuierlich verfahrbaren Gleisbaumaschine eines weiteren Ausführungsbeispieles mit einem Nivellierbezugsystem und zwei Messradachsen,
Fig. 5 eine schematische Darstellung des Nivellierbezugsystems gemäss Fig. 4,
Fig. 6 eine Schemaskizze für den Regelkreis des Nivellierbezugsystems gemäss Fig. 4 und 5,
Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer kontinuierlich verfahrbaren Gleisbaumaschine in Seitenansicht, wobei das Nivellierbezugsystem drei Messradachsen aufweist,
Fig. 8 eine schematische Darstellung des in Fig. 7 gezeigten Nivellierbezugsystems und
Fig. 9 eine weitere Schemaskizze des Regelkreises für das in Fig. 7 und 8 dargestellte Nivellierbezugsystem.
Eine in Fig. 1 dargestellte und allgemein als Gleisstabilisator bezeichnete Gleisbaumaschine 1 weist einen kräftig dimensionierten Maschinenrahmen 2 auf, der endseitig jeweils über Drehgestell-Fahrwerke 3 auf einem aus Schwellen 4 und Schienen 5 gebildeten Gleis 6 verfahrbar ist. Die Energieversorgung eines Fahrantriebes 7, eines Vibrato-rantriebes 8 und der verschiedenen weiteren Antriebe erfolgt durch eine zentrale Energiestation 9. Am vorderen und hinteren Ende der Maschine 1 ist je eine schallisolierte Kabine 10 auf einem Schwingrahmen gelagert. Für die Steuerung der diversen Antriebe und die Verarbeitung der verschiedenen Messsignale ist eine zentrale Steuer-, Rechen- und Aufzeichnungseinheit 11 vorgesehen. Zwischen den beiden Fahrwerken 3 sind zwei Gleis-Stabilisations-aggregate 12 mit durch Spreizantriebe an die Schieneninnenseiten anlegbaren und mit Hilfe von Vibratoren 13 in horizontale Schwingungen versetzbaren Rollwerkzeugen 14 angeordnet. Zur Aufbringung einer statischen Auflast auf die Stabilisations-aggregate 12 sind jeweils zwei vertikale, mit dem Maschinenrahmen 2 gelenkig verbundene Hydrau-lik-Antriebe 15 vorgesehen. Ein Nivellierbezugsystem 16 weist als Referenzbasis je Schiene 5 eine gespannte Drahtsehne 17 auf, der jeweils ein Höhen-Messwertgeber 18 zugeordnet ist. Dieser ist jeweils mit einer höhenverstellbar am Maschinenrahmen 2 gelagerten und über eine Spurkranzrolle am Gleis 6 abrollbaren Messradachse 19 verbunden. Die Drahtsehne bzw. Referenzbasis 17 ist am vorderen und hinteren Endpunkt an einem höhenverstellbar am Maschinenrahmen 2 gelagerten und am Achslager der Fahrwerke 3 abgestützten Höhenabnehmer 20 befestigt. Durch einen Pfeil 21 ist die Arbeitsrichtung der Maschine 1 angedeutet. Wie mit strichpunktierten Linien aufgezeigt, kann in einer vorteilhaften Ausführungsvariante auch eine zweite Messradachse 22 vorgesehen sein, so dass die Maschine 1 auch - unter Abhebung der anderen Messradachse 19 vom Gleis 6 - in der anderen Arbeitsrichtung einsetzbar ist.
Die in Fig. 2 ersichtliche Referenzbasis 17 wird durch die beiden endseitig angeordneten Höhenabnehmer 20 am Gleis 6 geführt, wobei die im unteren Endbereich angeordneten, schematisch dargestellten Rollen sinngemäss den Drehgestell-Fahrwerken 3 entsprechen. Der über einen höhenver5
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stellbar am Maschinenrahmen 2 gelagerten Höhenabnehmer 23 mit der Messradachse 19 verbundene Höhen-Messwertgeber 18 ist beispielsweise als Drehpotentiometer ausgebildet und steht formschlüssig mit der gespannten Drahtsehne 17 in Verbindung. Mit A ist die durchschnittliche gewünschte Absenkung des Gleises 6 durch den Einsatz der beiden Gieis-Stabilisationsaggregate 12 in die Soll-Lage bezeichnet. 1 bzw. a entspricht der Distanz zwischen dem vorderen bzw. mittleren Höhenabnehmer 20 bzw. 23 und hinteren Höhenabnehmer 20. FA entspricht der durch die Gleis-Stabi-lisationsaggregate 12 auf das Gleis 6 ausgeübten vertikalen Auflast.
Die vertikale Auflast im Bereich der Stabilisati-onsaggregate 12 wird so gesteuert, dass die Differenz zwischen der Soll-Lage und der durch den Höhen-Messwertgeber 18 gemessenen Ist-Lage gleich Null ist Dabei wird die vertikale Auflast so eingestellt, dass die gewünschte Absenkung A des Gleises im Mittel erreicht wird. Ist nun das Gleis im Bereich der Messradachse 19 - infolge eines Buckels - zu hoch, dann wird proportional dazu die Auflast FA erhöht, ist das Gleis zu niedrig, wird die Auflast FA entsprechend reduziert. Dieser Effekt ist auch durch Steuerung der Frequenz möglich, wobei die grösste Gleisabsenkung im Frequenzbereich zwischen 30 und 40 Herz erzielbar ist. Auch über die Regelung der Arbeitsgeschwindigkeit ist eine entsprechende Beeinflussung der Gleisabsenkung möglich. Da sich das Messsystem in seinem vorderen Bereich in einem noch fehlerbehafteten Gleis bewegt, wird angenommen, dass sich der vordere Höhenabnehmer 20 auf einem mit strichiierten Linien angedeuteten Buckel 24 des Gleises befindet. Dies führt zu einem Fehler Fv des vorderen Höhenabnehmers 20. In weiterer Folge kommt es natürlich auch im Bereich des mittleren Höhenabnehmers 23 zu einer fehlerhaften Abnahme fvA. Damit wird praktisch im Bereich der Messradachse 19 eine entsprechende, mit strichiierten Linien angedeutete Senke 25 vorgetäuscht. Die fehlerhafte Abnahme lässt sich aus folgender Formel genau berechnen: fvA = Fv - a/1.
Bei einem vorgegebenen Soll-Längsprofil des Gleises und durch den Höhen-Messwertgeber 18 gemessenen Abweichungen des Ist-Längsprofiles kann der Fehler Fv bei der vorderen Abnahme durch einen entsprechenden Korrekturwert fvA in der elektronischen Nivelliersteuerung automatisch berücksichtigt werden. Damit bleibt dieser Fehler im Bereich der mittleren Messradachse 19 ohne jeden Einfluss auf die Höhenlagekorrektur.
Das genannte Soll-Längsprofil des Gleises kann beispielsweise durch eine Aufmessung mit der Maschine 1 selbst ermittelt werden. Dazu ist folgender Abiauf erforderlich:
Aufmessung der Ist-Höhenlage des Gleises 6 im Rahmen einer Messfahrt der Maschine 1 ;
Errechnung des Soll-Längsprofiles mit einem geeigneten Computerprogramm durch die Recheneinheit 11 ;
Stabilisierung bzw. Absenkung des Gleises 6 mit der Gleisbaumaschine 1 ;
Führung der Maschine 1 durch Ausgabe von
Steuer- und Regelsignalen an das Nivellier-Bezug-system 16 entsprechend den ermittelten Abweichungen der Soll-Längshöhe von der gemessenen Ist-Längshöhe.
Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Vorgabe der Soll-Geometrie durch die örtliche Bahnverwaltung. In diesem Falle werden die Daten in Listenform oder auf Diskette an die Maschinenbesatzung übergeben und in die Recheneinheit 11 eingelesen. Es ist auch eine manuelle Aufmessung durch das Maschinenpersonal mit z.B. optischen Geräten vor der Stabilisierung möglich. Die errechneten Korrekturwerte werden während der Durcharbeitung durch das Personal oder auch automatisch eingegeben.
Gemäss der in Fig. 3 ersichtlichen Schemaskizze wird die Ist-Höhenlage durch den Höhen-Messwertgeber 18 kontinuierlich abgenommen und ein entsprechender Messwert an einen Differenzverstärker 26 weitergeleitet. Diesem wird ausserdem über eine Leitung 27 der entsprechende Korrekturwert fvA zugeleitet. Der unter Differenzierung gebildete Soll-Ist-Wert wird anschliessend einem Addierglied 28 zugeleitet. Dieses ist auch einem einstellbaren Potentiometer 29 zur Einstellung der Auflast für die entsprechende gewünschte Absenkung A des Gleises zugeordnet. Der Ausgang des Addiergliedes 28 ist mit einem hydraulischen Stellglied bzw. Servoventii 30 verbunden. Mit diesem werden die hydraulischen Antriebe 15 der Stabilisationsaggregate 12 proportional zu den vom Addierglied 28 abgegebenen Messwerten beaufschlagt. Durch die strichliert dargestellte Leitung 31 ist die Rückkoppelung bzw. der geschlossene Regelkreis durch die Auflage der Messradachse 19 am Gleis 6 angedeutet.
Die in Fig. 4 ersichtliche Gleisbaumaschine 1 weist zusätzlich zur aussermittig angeordneten Messradachse 19 eine weitere, zwischen den beiden Gleis-Stabilisationsaggregaten 12 angeordnete, mit einem Höhenabnehmer 32 und einem Höhen-Messwertgeber 33 verbundene Messradachse
34 auf.
Das in Fig. 5 schematisch dargestellte Nivellierbezugsystem 16 hat ein konstantes Verhältnis zwischen den beiden Höhen-Messwertgebern 18 und 33 als Grundlage. Als konstantes Verhältnis ergibt sich:
i = f1/f2 = a/(a+b). A f2v = i • A f1v.
Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass ein Fehler, der im Bereich des vorderen Höhenabnehmers 20 auftritt, keinen Fehler im Bereich des Höhenabnehmers 32 verursacht.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Schemaskizze ist zusätzlich zu jener in Fig. 3 dargestellten noch der Höhen-Messwertgeber 33, ein Differenzverstärker
35 und ein Verstärker 36 vorgesehen. Über die Leitung 27 wird automatisch die Korrekturvorgabe A f1v = Fv • a/1 berücksichtigt. Nach Differenzbildung mit den Messwerten des Höhen-Messwertge-bers 33 werden die Messsignale im Verstärker 36 mit dem Wert i verstärkt und. als Soll-Wert zum Differenzverstärker 26 weitergeführt. Dieser ist über seinen zweiten Eingang mit dem Höhen-Messwertgeber 18 verbunden. Am Ausgang des Differenz-
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Verstärkers 26 wird ein Soll-Ist-Wert gebildet, der mit der auf dem Potentiometer 29 einstellbaren Auflast addiert wird.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Gleisbaumaschine 1 sind drei Messradachsen 19, 22 und 34 gleichzeitig im Einsatz, wobei die zusätzliche Messradachse 22 in Arbeitsrichtung vor den Gleis-Stabilisationsag-gregaten 12 angeordnet ist. Diese Messradachse 22 ist über einen höhenverstellbar am Maschinenrahmen 2 gelagerten Höhenabnehmer 37 mit einem Höhen-Messwertgeber 38 verbunden.
Wie insbesondere in Fig. 8 ersichtlich, wird durch die beiden äusseren Höhen-Messwertgeber 18 und 38 eine durch die Drahtsehne bzw. Referenzbasis 17 verkörperte Gerade definiert, auf welcher der mittlere Höhen-Messwertgeber 33 liegen muss. Dadurch werden Fehler bei der vorderen und bei der hinteren Abnahme (Fv bzw. Fh) automatisch kompensiert. Die Soll-Längshöhe fA am mittleren Höhen-Messwertgeber 33 errechnet sich aus:
fA = (f3 • c+f4 • b)/(b+c).
f3 entspricht dabei der Längs-Pfeilhöhe am hinteren Höhen-Messwertgeber 18 und f4 am vorderen Höhen-Messwertgeber 38. Mit F ist der Ist-Fehler bei vorgetäuschter Senke des Gleises bezeichnet; fist gibt den Ist-Gleislagefehier an. Wird die Maschine 1 durch Soll-Längshöhen- und Korrekturwerte geführt, dann werden die beim Höhen-Messwertgeber 38 befindlichen Fehler kompensiert.
Wie aus der in Fig. 9 ersichtlichen Schemaskizze hervorgeht, wird die Ist-Höheniage durch den Hö-hen-Messwertgeber 33 dem Differenzverstärker 26 zugeführt. In einem Verstärker 39 wird der am Hö-hen-Messwertgeber 18 abgenommene Wert F3 um den Faktor c/b+c verstärkt und dem Addierglied 42 zugeführt. Im Differenzverstärker 41 wird die Differenz zwischen dem über die Leitung 27 eingegebenen Korrekturwert und dem am Höhen-Messwertge-ber 38 abgenommenen Messwert gebildet und einem Verstärker 40 zugeführt. Der um den Faktor b/ b+c verstärkte Messwert wird zum Addierglied 42 weitergeleitet und wird schliesslich als Soli-Wert dem Differenzverstärker 26 zugeführt. In diesem wird der Soll-Ist-Wert gebildet und im Addierglied 28 mit der im Potentiometer 29 wahlweise einstellbaren Auflast addiert. In weiterer Folge werden die Hydraulikantriebe 15 der Stabilisationsaggregate 12 in der bereits in Fig. 3 beschriebenen Art und Weise gesteuert.
Claims (5)
1. Kontinuierlich verfahrbare Gleisbaumaschine zum Verdichten der Schotterbettung eines Gleises mit Fahrantrieb und einem auf Fahrwerken abgestützten Maschinenrahmen, der wenigstens ein durch Antriebe beaufschlag- und höhenverstellbares Gleis-Stabilisationsaggregat mit durch Spreizantriebe an die Schieneninnenseiten anlegbaren und mit Hilfe von Vibratoren in Schwingungen versetzbaren Rollwerkzeugen aufweist, sowie mit einem eine Referenzbasis und eine am Gleis abrollbare Messradachse mit einem Höhen-Messwertgeber aufweisenden Nivellierbezugsystem, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine in bezug auf zwei Endpunkte der Referenzbasis (17) aussermittig und in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine (1) hinter dem Gleis-Stabilisationsaggregat bzw. den Gleis-Stabili-sationsaggregaten (12) angeordnete Messradachse (19) vorgesehen ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur den Stabilisationsag-gregaten (12) in Arbeitsrichtung nachgeordneten Messradachse (19) eine weitere, zwischen zwei Stabilisationsaggregaten (12) angeordnete Messradachse (34) mit einem eigenen Höhen-Messwertge-ber (33) pro Schiene vorgesehen ist.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur den Stabilisationsaggregaten (12) in Arbeitsrichtung nachgeordneten Messradachse (19) eine vor dem vordersten Stabilisationsaggregat (12) und eine zwischen beiden angeordnete Messradachse (34, 22) mit jeweils einem Höhen-Messwertgeber (33, 38) pro Schiene vorgesehen sind.
4. Verfahren zur kontinuierlichen Absenkung des Gleises in eine Soll-Höhenlage mit einer Gleisbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Gleis in horizontale Schwingungen versetzt und mit einer vertikalen, statischen Auflast beaufschlagt wird, bis die Gleisabsenkung in die Soll-Lage erreicht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ist-Lage des Gleises vor der Gleisabsenkung er-fasst und daraus eine ideale Soll-Höhenlinie errechnet wird und dass unter einer zur Grösse der Abweichung der Gleis-Ist-Lage von der Soll-Höhenlinie proportionalen Änderung wenigstens eines Parameters aus der folgenden Gruppe von Parametern: Vertikale Auflast, Vorfahrtgeschwindigkeit und Frequenz der Gleisschwingung; das Gleis unterschiedlich hoch abgesenkt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleis im Bereich des gesamten zu bearbeitenden Gleisabschnittes mit einer mittleren statischen Auflast beaufschlagt wird und dass diese Grundlast in Abhängigkeit von Abweichungen zwischen der Ist- und Soll-Lage des Gleises proportional verändert wird.
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