CH683224A5 - Fischfutterzusatz, Fischfutter und Herstellungsverfahren. - Google Patents

Fischfutterzusatz, Fischfutter und Herstellungsverfahren. Download PDF

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CH683224A5
CH683224A5 CH16/92A CH1692A CH683224A5 CH 683224 A5 CH683224 A5 CH 683224A5 CH 16/92 A CH16/92 A CH 16/92A CH 1692 A CH1692 A CH 1692A CH 683224 A5 CH683224 A5 CH 683224A5
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Description

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CH 683 224 A5
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Fischfutterzusatz, der sich aus Dunaliella algae-Pulver mit einem Gehalt an einer grossen Menge ß-Karotin und Gyclodextrin herstellen lässt, ein Fischfutter, das den Zusatz enthält, und Verfahren zu ihrer Herstellung.
Bereits bekannt sind ein Futter mit einem Gehalt an Chlorella algae (grüne Algen bzw. Grünalgen) zur Verbesserung der roten Körperfärbung von Garnelen (JP-A 131 894/1974), ein Futterzusatz mit Spirulina algae (blau-grüne Algen bzw. Blaugrünalgen) (JP-C 10 017/1981) und eine Futterzusammensetzung für Garnelen mit Dunaliella algae (grüne Algen bzw. Grünalgen) als aktive Komponente bzw. Wirkstoff. Diese Produkte sind zur Verbesserung der Körperfarbe von Garnelen eingesetzt worden.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurden Futter und Futterzusätze mit Dunaliella algae untersucht, wobei ein trockenes Algenpulver oder mit Wasser gewaschene Algen nicht lediglich als Garnelenfutter zur Verbesserung der Körperfarbe verwendet wurden bzw. die Zusätze nicht oder nicht lediglich mit Garnelenfutter gemischt wurden, vielmehr mit ß-Karotin, das in Dunaliella algae enthalten und instabil und leicht oxidierbar ist, beständig in einem Futterzusatz zur Förderung des Fischwachstums vorgesehen wird; dazu gehörten auch Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Futterzusätze und Futter.
Erfindungsgemäss wird ein Fischfutterzusatz in Form eines Granulats und insbesondere feiner Körner vorgesehen, das dadurch herstellbar ist, dass man 100 Gew.-Teile eines Dunaliella algae-Pulvers mit 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin mischt, gegebenenfalls eine geeignete Wassermenge zugibt, die resultierende Mischung unter Rühren mischt, trocknet und das Mischadsorbat, das auf diese Weise erhalten wurde, mahlt, wobei der Fischfutterzusatz als Granulat bzw. feine Körner mit einem Gehalt an 100 Gew.-Teiien Dunaliella algae-Pulver und 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin vorliegt; ferner wird erfindungsgemäss ein Verfahren zur Herstellung des Fischfutterzusatzes vorgesehen.
Erfindungsgemäss wird ferner ein Fischfutter vorgesehen, das sich dadurch herstellen lässt, dass man 10 Gew.-Teile des vorstehend beschriebenen Fischfutterzusatzes in Form eines Granulats bzw. feiner Körner mit 200 bis 500 Gew.-Teiien eines üblichen bzw. in Handel erhältlichen Fischfutters mischt und ein Produkt mit 200 bis 500 Gew.-Teiien des bekannten Fischfutters und 10 Gew.-Teiien Dunaliella algae-Pulver vorsieht: erfindungsgemäss wird auch ein Verfahren zur Herstellung des Fischfutters vorgesehen.
Erfindungsgemäss wird Dunaliella algae-Pulver durch Cyclodextrin adsorbiert, um das ölige ß-Karotin, das in Dunaliella algae enthalten ist und leicht oxidiert werden kann und instabil ist, in einem Fischfutterzusatz oder in einem Fischfutter mit Dunaliella algae oder während des Herstellungsverfahrens zu stabilisieren.
Erfindungsgemäss setzt man 15 bis 50 Gew.-Teile Cyclodextrin pro 100 Gew.-Teile des Dunaliella algae-Pulvers ein. Mit weniger als 15 Gew.-Teiien Cyclodextrin lässt sich praktisch keine Adsorption mehr beobachten, während der Adsorptionseffekt durch mehr als 50 Gew.-Teile praktisch nicht mehr verbessert wird, so dass sich dieser Grenzwert unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anbietet.
Erfindungsgemäss werden 10 Gew.-Teile des Fischfutterzusatzes gemäss der Erfindung mit 200 bis 500 Gew.-Teiien eines üblichen Fischfutters gemischt. Die Wirkung des Zusatzes wird praktisch nicht mehr verbessert, wenn man weniger als 200 Gew.-Teile Fischfutter einsetzt, obgleich das relative Verhältnis des Zusatzes in diesem Fall erhöht wird, was vom wirtschaftlichen Standpunkt her wenig erwünscht ist. Wenn man mehr als 500 Gew.-Teile Fischfutter einsetzt, macht sich der Einfluss des Zusatzes praktisch kaum geltend.
Erfindungsgemäss wird Dunaliella algae-Pulver und Cyclodextrin in Form eines Mischadsorbats vorgesehen. So kann jedes Teilchen des Dunaliella algae-Pulvers, das kleiner als die Poren des Cyclodextrin ist, in Poren eingeschlossen werden, wodurch das ß-Karotin wirksamer geschützt werden kann. So kann man ß-Karotin bei der Lagerung des Fischfutterzusatzes bzw. des Fischfutters gemäss der Erfindung oder beim Verfahren zur Herstellung des Fischfutters stabilisieren.
Ferner kann man den Fischfutterzusatz gemäss der Erfindung, der in Form eines Granulats bzw. feiner Körner vorliegt, leicht mit einem üblichen pulverigen oder granulierten Fischfutter mischen und ein einheitliches zusammengesetztes Futter erhalten. Alternativ kann man die Mischung mit einer geeigneten Wassermenge kneten und danach zu Pellets verformen oder diese Pellets zu Krümeln zermahlen.
Manchmal kann man beobachten, dass öliges ß-Karotin, das im Dunaliella algae-Pulver vorliegt, aus den Algen in Wasser freigesetzt wird und einen öligen Film bildet. Beim Fischfutterzusatz gemäss der Erfindung liegt das Dunaliella algae-Pulver jedoch in Form eines Mischadsorbats zusammen mit Cyclodextrin vor, so dass die Freisetzung von ß-Karotin aus Algen verhindert werden kann. Wenn der Fischfutterzusatz gemäss der Erfindung mit einem üblichen pulverigen Fischfutter gemischt und Fischen als pulveriges Futter gegeben wird, kann ß-Karotin niemals in Wasser austreten, so dass die Fische störungsfrei und befriedigend gefüttert werden können.
Beispiele für übliches Fischfutter, das erfindungsgemäss eingesetzt werden kann, ist pulveriges oder granuliertes Futter für Süsswasserfische, wie Karpfen, Süssfisch (sweet fish) und Forellen, und Salzwasserfische, wie Plattfisch, junger Gelbschwanz (young yeilowtail), Papageienfisch (parrot fish) und rote Seebrasse. Beispiele für Dunaliella algae, die erfindungsgemäss verwendet werden können, sind Dunaliella bardawil und Dunaliella salina. Als Cyclodextrin (CD) könnne a-CD, ß-DC, gamma-CD, 8-CD, e-CD, polymeres CD und CD-Zucker verwendet werden.
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Erfindungsgemäss erhält man einen Fischfutterzusatz in Form eines Granulats bzw. feiner Körner, bei dem ß-Karotin, das in Dunaliella algae enthalten ist, stabilisiert wird. Dieser Zusatz lässt sich leicht mit üblichem Fischfutter mischen, so dass man einen ausgezeichneten Effekt zur Förderung des Fischwachstums erreicht.
Erfindungsgemäss wird also ein Fischfutterzusatz in Form eines trockenen Granulats bzw. trockener feiner Körner vorgesehen, die man dadurch erhalten kann, dass man 100 Gew.-Teile eines Dunaliella algae-Pulvers mit 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin unter Rühren mischt: ferner wird erfindungsgemäss ein Fischfutter vorgesehen, das sich durch Mischen von 10 Gew.-Teiien des Zusatzes mit 200 bis 500 Gew.-Teiien eine üblichen Fischfutters erhalten lässt; schliesslich werden Verfahren zu ihrer Herstellung vorgesehen. In dem Fischfutterzusatz gemäss der Erfindung ist ß-Karotin, das im Dunaliella algae-Pulver enthalten ist, stabilisiert und vor einer Oxidation geschützt. Wenn der Fischfutterzusatz mit einem Fischfutter gemischt und Fischen gefüttert wird, kann das Austreten von ß-Karotin im Wasser verhindert werden, was für das Wachstum der Fische vorteilhaft ist.
Beispiel
Zu 100 Gew.-Teiien eines Dunaliella bardawil-Algenpulvers gab man 20 Gew.-Teile ß-Cyclodextrin, wonach man rührte. Nach dem Trocknen erhielt man einen Fischfutterzusatz als Cyclodextrin-Adsorbat in Form eines feinen Granulats.
Danach mischte man 10 Gew.-Teile des Adsorbats bzw. Fischfutterzusatzes, der auf diese Weise erhalten wurde, mit 300 Gew.-Teiien eines üblichen Futters für adulte Karpfen in Form eines feinen Granulats und eine geeignete Wassermenge, wonach man knetete und ein geknetetes Produkt erhielt. Das geknetete Produkt wurde mit einem Extruder granuliert und getrocknet. Auf diese Weise erhielt man ein künstliches Karpfenfutter mit Dunaliella algae-Pulver in Form von Pellets.
Man fütterte drei adulte Karpfen mit dem künstlichen Karpfenpulver gemäss der Erfindung mit dem Gehalt an Dunaliella algae-Pulver (Testprobe), während drei andere adulte Karpfen mit üblichem künstlichem Karpfenfutter gefüttert wurden (Kontrollprobe). Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Fütterungstests, die vier Monate lang durchgeführt wurden, und zwar als relative Werte.
Köperlänge
Körpergewicht
Kontrollprobe
1.31 ± 0.019
2.31 ± 0.051
Testprobe
1.45 ± 0.079
3.10 ± 0.034
Obgleich die Körperlänge der Testprobe die der Kontrollprobe überschritt, könnte statistisch kein signifikanter Unterschied beobachtet werden. Das Körpergewicht der Testprobe war beträchtlich höher.

Claims (6)

Patentansprüche
1. Fischfutterzusatz in Form eines Granulats oder feiner Körner, enthaltend ein Adsorbat von 100 Gew.-Teiien eines Dunaliella algae-Pulvers und 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin.
2. Pulveriges Fischfutter, enthaltend 10 Gew.-Teile des Adsorbats nach Anspruch 1 und 200 bis 500 Gew.-Teile eines pulverigen Fischfutters.
3. Teilchenförmiges Fischfutter, enthaltend 10 Gew.-Teile des Adsorbats nach Anspruch 1 und 200 bis 500 Gew.-Teile eines teilchenförmigen Fischfutters.
4. Verfahren zur Herstellung eines Fischfutterzusatzes, dadurch gekennzeichnet, dass man 100 Gew.-Teile eines Dunaliella algae-Pulvers mit 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin mischt, trocknet und das auf diese Weise durch Mischen erhaltene Adsorbat zerkleinert.
5. Verfahren zur Hersteilung eines pulverigen oder teilchenförmigen Fischfutters, dadurch gekennzeichnet, dass man 100 Gew.-Teile eines Dunaliella algae-Pulvers mit 15 bis 50 Gew.-Teiien Cyclodextrin mischt, trocknet und das durch Mischen erhaltene Adsorbat zerkleinert und 10 Gew.-Teile des auf diese Weise durch Mischen erhaltenen Adsorbats mit 200 bis 500 Gew.-Teiien eines Fischfutters vermischt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Rühren mischt und das als Mischung erhaltene Adsorbat mahlt.
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CH16/92A 1991-03-08 1992-01-07 Fischfutterzusatz, Fischfutter und Herstellungsverfahren. CH683224A5 (de)

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