CH683250A5 - Gleitschirm. - Google Patents
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- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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Description
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CH 683 250 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gleitschirm mit einer aus einer Mehrzahl von Zellen bestehenden Kalotte.
Gleitschirme sind Sportgeräte, die aus dem Fallschirm entstanden sind, bei welchen der Flug aber von einem Hang aus durch Fussstart begonnen wird. Die Auftriebsfläche besteht aus Segeltuch, wobei durch die Wirkungsweise der Luft, die beim Flug durch Öffnungen an der Vorderkante des Flügelprofils eintritt und einen Innendruck erzeugt, die Form eines Flügels aufrechterhalten wird. Der Pilot hängt in einem Gurtzeug oder Sitz, welcher durch Leinen mit dem Gleitschirm verbunden ist.
Die die Auftriebsfläche bildende Segeltuchkalotte weist eine Vielzahl von Zellen auf. Die Zellen sind durch in Flugrichtung verlaufende Zellwände voneinander getrennt. Aufgrund dieser Konstruktion ist die Oberfläche der Segeltuchkalotte während des Fluges gewellt. Diese Wellen verlaufen in Flugrichtung, d.h. die Luftströmung fliesst den Wellentälern entlang. Es ist dabei noch zu bedenken, dass diese Segeltuchkalotte kein starres Gebilde ist, sondern unter anderem aufgrund der Zugkraft der Leinen, einem gewissen Mass von Verwindungskräften ausgesetzt ist.
Ein Gleitschirm funktioniert nach dem aerodynamischen Prinzip des Flügels. Die auf das Flügelprofil auftreffende Luftströmung wird in Auftrieb umgesetzt. Die Geschwindigkeit der Luftströmung muss dazu auf der Flügeloberseite grösser sein, als auf der Flügelunterseite. Es ist aus diesem Grund nachteilig, wenn die Oberfläche der Flügeloberseite nicht glatt ist, da Unebenheiten den ungehinderten Fluss der Luftströmung beeinträchtigen. Die dadurch entstehenden Verwirbelungen führen zu einer unerwünschten Verminderung des Auftriebs.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Gleitschirm zu schaffen, bei welchem die als Flügel dienende Segeltuchkalotte so gestaltet ist, dass die vorgehend beschriebenen Nachteile nicht auftreten.
Der erfindungsgemässe Gleitschirm entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Dank dieser Ausbildung der Segeltuchkalotte ist sichergestellt, dass das Flügelprofil in aerodynamischer Hinsicht vorteilhaft gestaltet ist. Den Auftrieb beeinträchtigende Störungen der Luftströmung, insbesondere an der Flügeloberseite, sind weitestgehend vermieden. Durch den optimalen Verlauf der Luftströmung wird die Flugleistung des Gleitschirmes durch Erhöhung des Auftriebs verbessert.
Nachfolgend werden anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Teilansicht der Segeltuchkalotte eines Gleitschirms,
Fig. 2 zeigt schematisch eine vergrösserte Ansicht der Segeltuchkalotte nach Fig. 1, und
Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Segeltuchkalotte.
Die die Auftriebsfläche des Gleitschirms bildende Segeltuchkalotte 1 weist eine Mehrzahl von parallel nebeneinander liegenden Zellen 2 auf, welche durch Zell-Zwischenwände 3 voneinander getrennt sind. Die Zellen 2 sind vorn, d.h. in Flugrichtung, offen. An der Unterseite der Segeltuchkalotte 1 sind im Bereich der Zell-Zwischenwände 3 Leinen 4 befestigt, die das Gewicht des Piloten tragen.
Durch die Luft, die beim Flug durch die Öffnungen an der Vorderkante der Segeltuchkalotte 1 eintritt, wird in den Zellen 2 ein Innendruck erzeugt. Durch diesen Innendruck werden die Zell-Aussen-wände 5 nach aussen gewölbt, wodurch sich die gewellte Oberfläche der Segeltuchkalotte 1 ergibt.
Um diese gewellte Oberfläche insbesondere auf der Oberseite der Segeltuchkalotte 1 zu verhindern, sind die Wellentäler jeweils durch eine streifenförmige Abdeckung 6 überbrückt. Die Abdeckung 6 besteht ebenfalls aus Segeltuch. Dank der Abdeckung
6 ist die Oberseite des durch die Segeltuchkalotte 1 gebildeten Flügels glatt. Die Luftströmung verläuft hier deshalb optimal, wodurch der Auftrieb des Flügels, d.h. des Gleitschirms, verbessert wird.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die Abdeckung 6, wie die Zellen 2 auch, jeweils vorn offen, so dass der zwischen den Zeil-Aussenwänden 5 und der Abdeckung 6 jeweils gebildete Innenraum 7, wie die Zellen 2 durch den Luftstrom beaufschlagt wird. In diesem Beispiel herrscht also in den Zellen 2 und den Innenräumen 7 derselbe Innendruck. Die glatte Oberfläche der Segeltuchkalotte 1 ist durch die Bemessung und Anordnung der streifenförmigen Abdeckungen 6 gewährleistet. Es wäre auch denkbar, eine Abdeckung 6 aus einem Stück über die ganze Oberseite der Segeltuchkalot-te 1, mindestens aber über eine Mehrzahl von Zell-Aussenwänden 5 vorzusehen und entsprechend mit den Zell-Aussenwänden 5 zu verbinden.
Aus Fig. 2 ist die Anordnung der Abdeckung 6 ersichtlich. Es ist eine Mehrzahl von verschiedenen Ausführungen der Abdeckung 6 möglich. Der Innenraum 7 kann beispielsweise hinten oder auch oben offen sein. Ebenso sind Öffnungen der Innenräume
7 zu den Zellen 2 hin vorstellbar. Je nachdem ob und wo Öffnungen vorgesehen werden, herrscht im Innenraum 7 ein anderer Druck. Im Innenraum 7 kann durchaus ein anderer Druck herrschen, als im an der Oberseite der Segeltuchkalotte 1 entlanggeführten Luftstrom oder in den Zellen 2. Wird beispielsweise eine Öffnung an der Oberseite der Abdeckung 6 vorgesehen, ist im Innenraum 7 der Druck geringer als in den Zellen 2.
In Fig. 3 ist schematisch ein anderer Aufbau der Segeltuchkalotte 1 im Bereich der Abdeckung 6 dargestellt. Die Zell-Zwischenwand 3 ist hier in ihrem Querschnitt Y-förmig gegabelt. Die beiden oberen Y-Schenkel 8 sind so geführt, dass sie dort auf die Zell-Aussenwände 5 auftreffen, wo die Abdek-kung 6 an diesen befestigt ist. Die beiden Y-Schen-kel 8 und die Abdeckung 6 bilden dabei ein Dreieck, welches einen grösseren, sich jeweils zwischen zwei Zellen 2 erstreckenden Innenraum 7 begrenzt. Eine so aufgebaute Segeltuchkalotte 1 würde also aus einer abwechslungsweisen Folge von Zellen 2 und Innenräumen 7 bestehen. Die
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Oberseite der Segeltuchkalotte 1 wäre dennoch annähernd glatt, d.h. ohne Wellen.
Abweichend von den vorgehend beschriebenen Ausführungsbeispielen liegt es im Rahmen der Erfindung, die Abdeckung 6 und deren Anordnung beliebig zu gestalten.
Claims (9)
1. Gleitschirm mit einer aus einer Mehrzahl von Zellen bestehenden Kalotte, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens auf der Oberseite der Kalotte (1) mindestens eine Abdeckung (6) angeordnet ist, welche jeweils die im Übergangsbereich zwischen zwei benachbarten Zellen (2), durch deren luftdruckbedingte Auswölbung entstehende, wellenartige Vertiefung überdeckt, so dass die Oberfläche der Kalotte (1) annähernd glatt ist.
2. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (6) aus jeweils einem Streifen aus Segeltuch besteht, welcher zwischen den ausgewölbten Aussenwänden (5) zweier benachbarter Zellen (2) befestigt ist.
3. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (6) aus einem Stück besteht, das sich über eine Mehrzahl von Zell-Aus-senwänden (5) erstreckt und jeweils mit den Zell-Aussenwänden (5) verbunden ist.
4. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich jeweils zwischen der Abdeckung (6) und den Zell-Aussenwänden (5) ergebende Innenraum (7) vorn offen ist oder eine Öffnung aufweist.
5. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich jeweils zwischen der Abdeckung (6) und den Zell-Aussenwänden (5) ergebende Innenraum (7) hinten offen ist oder eine Öffnung aufweist.
6. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (6) mindestens eine Öffnung zur Oberseite der Kalotte (1 ) hin aufweist.
7. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem aus der Abdeckung (6) und den Zell-Aussenwänden (5) gebildeten Innenraum (7) und mindestens einer der beiden benachbarten Zellen (2) mindestens eine Luftdurch-gangs-Öffnung vorgesehen ist.
8. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils zwischen zwei Zellen (2) liegende Zell-Zwischenwand (3) in ihrem Querschnitt derart zweigeteilt ist, dass der Innenraum (7) zwischen diese beiden Teile hineinreicht.
9. Gleitschirm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zell-Zwischenwand (3) in ihrem Querschnitt Y-förmig gegabelt ist, wobei die beiden oberen Y-Schenkel (8) so geführt sind, dass sie dort auf die Zell-Aussenwände 5 auftreffen, wo die Abdeckung (6) an diesen befestigt ist, wodurch die beiden Y-Schenkel (8) und die Abdeckung (6) ein Dreieck bilden, welches den Innenraum (7) begrenzt.
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1993
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