CH683649A5 - Automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät mit einer Vorrichtung zum Maskieren. - Google Patents
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Description
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CH 683 649 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät mit einer Vorrichtung zum Maskieren von fotografischen Vorlagen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei fotografischen Aufnahmen, die in einzelnen Bereichen grosse Helligkeitsunterschiede beinhalten, sind oftmals die erstellten Kopien in den hellen Bereichen überbelichtet oder aber in den dunkleren Bereichen unterbelichtet. Dadurch werden Einzelheiten oder feinere Strukturen auf dem Papierbild sehr schlecht oder gar nicht mehr erkennbar wiedergegeben.
In der DE-OS 3 141 263 ist ein Verfahren zum Kopieren von Farbdiapositiven auf Umkehrpapier unter Verwendung von Masken zur Kontrastreduzierung beschrieben. Das Diapositiv wird in direkten Kontakt mit einem phototropen Glas gebracht und dieses Glas durch das Dia hindurch mit einer UV-Lampe oder Ähnlichem belichtet. In dem phototropen Glas entsteht dabei eine Schwarz/Weiss-Nega-tivmaske der Originalvorlage. In der gleichen Stellung wird darauf der Verbund aus Maske und Diapositiv aus der anderen Richtung beleuchtet und dadurch die Originalvorlage mit geringerem Kontrast auf dem Umkehrpapier abgebildet. In der genannten OS ist ebenfalls beschrieben, auf welche Weise das Verfahren auch in einem fotografischen Kopiergerät für Grosslabors anwendbar wäre. Hierzu ist ein rundum laufendes Endlosband vorgesehen, das mit phototropen Gläsern bestückt ist. Nach jedem Kopiervorgang wird das Band so weiterbewegt, dass sich das nächste Glas im Kopierstrahlengang befindet.
Ein weiteres fotografisches Kopiergerät, das zur Maskierung geeignet ist, ist in der DE-PS 2 820 965 beschrieben. Hier soll die Maske auf einer LCD-Ma-trix erzeugt werden, die durch eine Steuerelektronik ansteuerbar und zwischen Beieuchtungssystem und Vorlage angeordnet ist.
Beide beschriebenen Maskierungsverfahren lassen sich grundsätzlich in modernen Hochleistungskopiergeräten einsetzen. Hierzu ist es jedoch unbedingt notwendig, dass die Kopiergeräte mit einer Logikschaltung ausgerüstet sind, die entscheidet, ob ein Bild maskiert werden soll und - wenn ja -wie stark dieses Bild maskiert werden soll. Es hat sich nun aber herausgestellt, dass dies sehr schwer zu realisieren ist. Zum besseren Verständnis werden im folgenden kurz zwei Beispiele beschrieben:
Wurde ein Gegenstand oder eine Person gegen das Licht fotografiert, so stellt sich auf einer herkömmlichen Kopie entweder der Gegenstand oder die Person schwarz dar, während der Hintergrund normal belichtet ist oder aber der Hintergrund ist stark überbelichtet und es können zumindest Konturen des Gegenstandes oder der Person erkannt werden. Bei solchen Aufnahmen könnte durch eine Maskierung der Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund stark verringert werden, so dass bei normal belichtetem Hintergrund auch die Konturen des Vordergrunds zu erkennen wären. Ganz anderes stellt es sich dar, wenn ein Bild eine im Schnee sitzende schwarze Katze zeigt. Eine Auswertelogik,
die aufgrund des Grossflächenkontrastes über eine Maskierung entscheidet, würde auch diese Aufnahme während des Kopiervorganges maskieren. Das Ergebnis wäre jedoch eine Kopie, in der die Aufnahme stark verfälscht dargestellt würde. Der weisse Schnee würde sicherlich etwas abgedunkelt werden, während die schwarze Katze aufgehellt und eher bräunlich dargestellt werden würde. Ein solches Bildergebnis ist einem Fotografen jedoch nicht zuzumuten.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät mit einer Vorrichtung zum Maskieren zu schaffen, das diese Nachteile vermeidet und mit dem qualitativ hochwertige Kopien erstellt werden können.
Gelöst wird die Aufgabe durch ein gattungsge-mässes Kopiergerät mit den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 oder mit den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 2. Einer Person, die das Kopiergerät bedient, soll - trotz weitgehender Automatisierung - die Möglichkeit gegeben werden, die Auswertelogik zu korrigieren, um die Verfälschung von Bildern zu vermeiden. Bei einem ersten Ausführungsbeispiel werden die Aufträge von dem Kopiergerät in herkömmlicher Weise vollautomatisch abgearbeitet. Auch die Maskierung erfolgt durch die Auswertelogik vollautomatisch. Stellt sich bei der abschliessenden Bildkontrolle jedoch heraus, dass eine Aufnahme fälschlich maskiert wurde, so gibt die erfindungsgemässe Vorrichtung der Bedienperson die Möglichkeit, diese Aufnahme ein zweites Mal ohne Maskierung zu kopieren. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, bei einer zu starken oder zu schwachen Maskierung den Grad der Maskierung zu ändern. Erkennt die Bedienperson bereits vor dem Einlegen der Vorlage in das Kopiergerät, dass hier eine Aufnahme vorliegt, die von der Verarbeitungslogik falsch interpretiert wird, so kann die Auswertelogik-auch bereits bei der Erstkopie ausser Kraft gesetzt werden, so dass die Aufnahme ohne Maskierung kopiert wird.
Bei einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Bilder normalerweise un-maskiert kopiert. Auch hier wird aber für jede Aufnahme durch die Auswertelogik eine Maskierungsstärke errechnet. Diese Stärke der errechneten Maske wird mit einem Schwellwert verglichen. Für diesen Vergleich kann zum einen direkt der errechnete Maskenwert verwendet werden, zum anderen aber auch der Grossflächenkontrast der Vorlage. Der Schwellwert kann nach Erfahrungen der Bedienperson entsprechend eingestellt werden. Wird nun dieser vorbestimmte Wert überschritten, so wird die Entscheidung über eine Maskierung von der Auswertelogik auf die Bedienperson übertragen. Der Kopierzyklus wird hierzu unterbrochen, indem der eigentliche Kopiervorgang zurückgestellt und die Bedienperson zur Entscheidung aufgefordert wird. In vorteilhafter Weise wird dabei die Vorlage von einer Videokamera auf einen Bildschirm übertragen. Um der Bedienperson diese Entscheidung zu erleichtern, kann von der Auswertelogik ein Vorschlag - insbesondere über den Grad der Maskierung - gemacht werden.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der erfindungs-gemässen Vorrichtung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen im Zusammenhang mit der Beschreibung eines Vorrichtungsbeispiels, das anhand der Zeichnung eingehend erläutert wird. Die einzige Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung.
In dem beschriebenen Beispiel wird das Negativ auf dem Film 1 durch die vorerst transparente Maskenmatrix 20 hindurch beleuchtet und über den Schwenkspiegel 27 auf die Farbflächen-CCD 32 der Videokamera 33 abgebildet. Das negative Farbbild wird in dem Bildspeicher 34 abgespeichert. Über den Wandler 35 wird das Bild umgekehrt und als positives Farbbild im Speicher 36 abgelegt. Auf dem Monitor 37 wird das Farbbild dargestellt. Das negative Farbbild aus dem Speicher 34 wird gleichzeitig im Wandler 38 in ein Schwarz/Weiss-Bild umgewandelt und im Speicher 39 abgelegt. Über die Auswertelogik 9 wird eine negative Schwarz/Weiss-Maske errechnet und im Speicher 10 abgelegt. Aus der Maske im Speicher 10 und dem positiven Farbbild im Speicher 36 wird nun im Speicher 40 ein maskiertes positives Farbbild erzeugt. Dieses Bild wird auf den Monitor 41 gegeben. Im Wandler 42 wird aus der negativen SchwarzA/Veiss-Maske aus Speicher 10 eine positive SchwarzA/Veiss-Maske erzeugt und in Speicher 43 abgelegt. Im Wandler 21 werden wiederum diese Werte in Steuersignale für die LCD-Matrix 20 umgesetzt. Eine Bedienperson kann nun direkt das unmaskierte Originalbild auf dem Monitor 37 und das aufgrund maschineller Vorgaben maskierte Bild auf dem Monitor 41 vergleichen. Eine Farbkorrektur an den drei Bedienknöpfen 44 wirkt sich umgehend auf die Lichtmischvorrichtung 19 aus und wird daher sofort auf beiden Monitoren sichtbar. Eine Korrektur der Maske mit Hilfe des Bedienknopfes 45 wirkt sich auf die Maskengradation in der Auswertelogik 9 aus und ist daher sofort auf dem Monitor 41 sichtbar. Eine Korrektur der Dichte über den Bedienknopf 46 am Monitor 41 wirkt sich auf die Öffnungszeit des Verschlusses 22 aus. Erscheint der Bedienperson das Monitorbild 41 optimal, so kann der Belichtungsvorgang ausgelöst werden. Dazu wird die Maskenmatrix 20 zuerst angesteuert, der Spiegel 27 aus dem Strahlengang ausgeschwenkt und der Verschluss 22 geöffnet. Das Negativ des Films 1 und die Maske werden zusammen über die Linsenanordnung 25 auf das Papier 26 kopiert.
Es ist selbstverständlich auch möglich, auf den Monitor 37 zu verzichten und nur das maskierte Positivbild auf einem Monitor darzustellen. Um der Bedienperson einen optimalen Abgleich zu erleichtern, hat es sich jedoch als günstig erwiesen, wenn das maskierte Bild mit dem unmaskierten Bild verglichen werden kann. Da diese Betriebsart voraussetzt, dass eine Bedienperson ständig die Bildschirme beobachtet, dadurch aber auch eine sehr hohe Bildqualität erzielt wird, eignet sich insbesondere der professionelle Bereich der Fotografie dafür.
Um das Gerät auch für die Abarbeitung von Aufträgen von Hobbyfotografen tauglich zu machen, muss der Kopierzyklus automatisiert werden. Für den eigentlichen Kopiervorgang wird dann das negative Farbbild aus dem Bildspeicher 34 in die Belichtungssteuerung 47 übertragen. Dort werden unter Berücksichtigung der Maskenstärke aus der Auswertelogik 9 die Kopierlichtmenge und die Farbkorrekturwerte errechnet.
Wird nun in die hier nicht dargestellte Vorlagenbühne des Kopiergerätes ein Film 1 eingeführt, so wird das erste Einzelbild in der Kopierstation 17 positioniert. Mit Hilfe der Lichtquelle 18 wird das Negativ wie oben beschrieben ausgemessen. In der Auswertelogik 9 wird die ermittelte Maske mit einem Schwellwert verglichen, der von der Bedienperson über die Bedienerkonsole 51 in die zentrale Steuereinheit 48 eingegeben werden kann. Für einen ersten Kopiermodus wird dieser vorgegebene Wert verhältnismässig niedrig angesetzt, so dass die errechnete Maske bei einem Grossteil der Bilder oberhalb dieses Schwellwertes liegt. Die Entscheidung, ob das Bild maskiert werden soll, wird an die zentrale Steuereinheit 48 weitergeleitet. Bei negativer Entscheidung wird die LCD-Matrix 20 über die Bildspeicher 10 und 43 und die Wandler 42 und 21 so angesteuert, dass sie voll lichtdurchlässig ist. Der Verschluss 22 wird daraufhin über die zentrale Steuereinheit 48 und die Belichtungssteuerung 47 angesteuert. Bei positiver Entscheidung wird die LCD-Matrix 20 entsprechend der errechneten Maskenstärke angesteuert. Die Verschlusssteuerung wird wie oben beschrieben durchgeführt. Nach dem Kopiervorgang wird von der zentralen Steuereinheit 48 die Filmtransporteinrichtung 50 und die Papiertransporteinrichtung 49 so geschaltet, dass das nächste Einzelbild positioniert wird. In diesem Betriebsmodus läuft jeder Kopierzyklus vollautomatisch ab, so dass keine Bedienperson notwendig ist und die Bildschirme bedeutungslos sind. Wird bei der Endkontrolle erkannt, dass die Maskierung einer Aufnahme nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hat, so kann dieser Kopiervorgang wiederholt und die Auswertelogik 9 über die Tastatur 51 und die zentrale Steuereinheit 48 entsprechend korrigiert oder ganz ausgeschaltet werden, indem eingegeben wird, dass keine Maskierung gewünscht ist.
Über die Eingabestation 51 kann die Bedienungsperson jedoch auch einen zweiten Modus wählen. Hierzu wird ein verhältnismässig hoher Schwellwert eingegeben, so dass von der Auswertelogik 9 nur noch für wenige Bilder eine positive Maskierungsentscheidung getroffen wird. Das bedeutet, dass ein erheblicher Anteil der Bilder wie bei jedem herkömmlichen Kopiergerät unmaskiert kopiert werden. Eine positive Maskierungsentscheidung wird von der Auswertelogik 9 nur noch bei Bildern mit sehr starkem Kontrast getroffen. In diesem Fall unterbricht die zentrale Steuereinheit 48 den Kopiervorgang und fordert die Bedienungsperson beispielsweise über den Bildschirm 37 auf, eine Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig wird der Bedienungsperson ein Maskierungsvorschlag unterbreitet. Das Ergebnis dieses Vorschlags kann sofort auf dem Bildschirm 41 betrachtet werden. Es ist folglich sofort zu erkennen, ob eine Qualiätsverbes-serung oder -Verschlechterung eintritt. Die Bedienungsperson kann dies über die Tastatur 51 der
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Claims (4)
1. Automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät mit einer Vorrichtung zum Maskieren von fotografischen Vorlagen, in dem eine Messvorrichtung zur Ermittlung von Dichtewerten einer transparenten Vorlage vorgesehen ist und in dem eine Auswertelogik die Maskierung in Abhängigkeit von den gemessenen Dichtewerten berechnet, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertelogik darüber entscheidet, ob eine Maskierung durchgeführt werden und/oder wie stark maskiert werden soll und dass eine Bedienerkonsole vorgesehen ist, von der aus eine Bedienperson die Entscheidung der Auswertelogik korrigieren oder die Auswertelogik - zumindest für einzelne Vorlagen - ausser Kraft setzen kann.
2. Automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertelogik bei einer errechneten Maskierungsstärke, die unterhalb eines vorbestimmten Wertes liegt, einen unmaskierten Kopiervorgang einleitet und bei einer errechneten Maskierungsstärke, die über dem vorbestimmten Wert liegt, einer Bedienperson die Möglichkeit gibt, durch eine Eingabe an einer Bedienerkonsole über die Maskierung und den Maskierungsgrad zu entscheiden.
3. Automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer errechneten Maskierungsstärke, die über dem vorbestimmten Wert liegt, der automatische Kopierzyklus unterbrochen und die zur Entscheidung anstehende Vorlage auf einem Bildschirm dargestellt wird.
4. Automatisch arbeitendes fotografisches Kopiergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass von der Auswertelogik ein Vorschlag über den Grad der Maskierung gemacht wird.
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