CH683828A5 - Verfahren zum Erzeugen von Nutzholz aus Baumstämmen oder Modeln, und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen von Nutzholz aus Baumstämmen oder Modeln, und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens. Download PDF

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CH683828A5
CH683828A5 CH114291A CH114291A CH683828A5 CH 683828 A5 CH683828 A5 CH 683828A5 CH 114291 A CH114291 A CH 114291A CH 114291 A CH114291 A CH 114291A CH 683828 A5 CH683828 A5 CH 683828A5
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CH
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wood
sawn timber
sawing
tools
coupling
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CH114291A
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Jean Bergvall
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Esterer Ag Maschf
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Description

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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei den bekannten, in der Praxis umfangreich angewendeten Verfahren dieser Art wird das Schnittholz in Form von Baumstämmen oder Modeln auf den entgegengesetzten Seiten parallel zur Schnittebene der Sägewerkzeuge, z.B. Bandsägen, Gattersägen und Kreissägen, angeflacht. Dadurch wird aussenseitig auf jeder Seite ein Seitenholz erhalten, das ebenso wie das dazwischen befindliche Holz zueinander parallele Breitseiten aufweist, und es wird vom Zerspaner aufgrund der Konizität des Schnittholzes von dessen Zopfende zu dessen Wurzelende hin mit wachsendem Anfall an Spangut ein Holzkeil abgetragen, der beim Wurzelende eine erhebliche Dicke erreicht. Dieses Holz ist dann für die Nutzung als Brett, Bohle oder dgl. verloren. Hinzu kommt, dass das Wegschaffen des in grosser Menge anfallenden Spangutes sehr kostenträchtig ist.
Es wurde bereits versucht, dem vorstehenden Mangel dadurch zu begegnen, dass auf das parallele Anflachen verzichtet wird und die beiden beim Schnitt anfallenden äussersten Seitenhölzer mit in Bezug aufeinander vertauschten Enden Schnittfläche an Schnittfläche zusammengeklebt werden.
Das so erhaltene Holz ist dann zwar an beiden Enden an der dicksten Stelle ungefähr gleich dick, wenn der Stamm bzw. die Model einigermassen symmetrisch geschnitten worden ist, aber es ist auf beiden Seiten stammrund und damit für eine weitere Bearbeitung auf Besäummaschinen üblicher Bauart ungeeignet, weil es auf keiner seiner beiden entgegengesetzten Seiten eine ebene Fläche für eine sichere Auflage hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, das es ermöglicht, das bisher zerspante Holz einer weiteren Venwertung als wertvolles Nutzholz in Form von Brettern, Bohlen oder dgl. so zuzuführen, dass die nötige Besäumung problemlos auf Besäummaschinen üblicher Bauart durchführbar ist.
Die vorstehende Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Das erfindungsgemässe Verfahren ergibt äussere Seitenhölzer die schon vor dem Zusammenkleben auf der der Schnittfläche entgegengesetzten äusseren Seite die für das Besäumen des zusammengeklebten Holzstückes nötige ebene Auflagefläche aufweisen und darüber hinaus auch gezielt mit zusammenpassenden Keilwinkeln hergestellt werden können. Dadurch wird unter Aufrechterhaltung der Besäummöglichkeit durch Besäummaschinen üblicher Bauart eine wesentliche Steigerung der Holzausbeute sowie auch eine beträchtliche Verringerung der anfallenden Spangutmenge erreicht.
Vorzugsweise werden die Schnitthölzer der Sägevorrichtung mit dem Zopfende voran zugeführt. Dies erleichtert die Optimierung der Holzabtragung im Hinblick auf eine möglichst grosse Seitenholz-ausbeute.
Die Erfindung schafft auch eine Vorrichtung zum
Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens. Diese Vorrichtung ist im Patentanspruch 3 gekennzeichnet. Die Patentansprüche 4 und 5 betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der Vorrichtung gemäss Patentanspruch 3.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die erfindungsgemässe Vorrichtung werden an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung nachstehend näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens in schematischer, perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen durch die Vorrichtung nach Fig. 1 bearbeiteten Stamm,
Fig. 3 eine durch die Vorrichtung nach Fig. 1 bearbeitete und mit einem zusätzlichen Mittelschnitt versehene Model, und
Fig. 4 ein nach dem erfindungsgemässen Verfahren und mit der Vorrichtung nach Fig. 1 gewonnenes Holz nach dem Zusammenkleben der Seitenhölzer.
In Fig. 1 sind von der Vorrichtung zum Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens schematisch nur die hierfür wichtigsten Teile wiedergegeben. Auf die detaillierte Darstellung von Antrieben, Verstellmechanismen und der konstruktiven Gestaltung der Kopplungseinrichtungen sowie der Vorschubvorrichtung für den Stamm bzw. die Model wurde verzichtet, da hierfür aus dem Stande der Technik bekannte Mittel eingesetzt werden können.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 1 weist in der durch den Pfeil 1 gekennzeichneten Vorschubrichtung des hier aus einem Baumstamm bestehenden Schnittholzes 2 hintereinander einen Zerspaner 3 mit beidseitig des Schnittholzes angeordneten Zerspanerwerkzeugen 3a, eine Vorrichtung 4 zum beiderseitigen seitlichen Führen der Schnitthölzer 2 und eine Sägevorrichtung 5 auf.
Den Längstransport des Schnittholzes 2 besorgt eine Längstransportvorrichtung bekannter Bauart z.B. gemäss DE-PS 3 709 240, die den Stamm auch in sicherer Auflage führt. Der die Vorschubrichtung bezeichnende Pfeil 1 in Fig. 1 deutet stellvertretend auch diese Längstransportvorrichtung an.
Der Zerspaner 3 weist auf jeder Seite des Schnittholzes 2 ein in Richtung des Pfeiles 6 im wesentlichen senkrecht zur Längstransportrichtung 1 verstellbares, rotierendes Zerspanerwerkzeug 3a bekannter Bauart auf, mit dem das Holz auf der einen bzw. anderen Seite angeflacht werden kann.
Die Führungsvorrichtung 4 ist ebenfalls von bekannter Bauart und hier in Form eines Walzenwerkes mit je drei Führungswalzen 4a auf jeder Holzseite dargestellt, die an der von den Zerspanerwerkzeugen 3a vorher geschaffenen Anflachung 7 angreifen, um dem Holz 2 eine sichere Seitenführung und stabile Lage um seine Mittelachse zu geben, so dass es sich unter dem Sägen weder seitlich verschieben noch um seine Längsachse drehen kann.
Die Vorschubbewegung Längstransportvorrichtung 1 und die Seitenbewegung der Zerspanerwerk5
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zeuge 3a gemäss den Pfeilen 6 sind durch eine erste Koppeleinrichtung 8 von einer in der Zeichnung nicht näher dargestellten bekannten Bauart miteinander linear proportional derart koppelbar, dass sich die Zerspanerwerkzeuge 3a bei mit dem Zopfende voran gleichmässig vorgeschobenem Holz 2 in einem bestimmten, in Grenzen und ggf. von Holzseite zu Holzseite verschieden wählbaren Verhältnis zu diesem Vorschub gleichmässig holz-aus-wärts bewegen. Bei einem im Prinzip ebenfalls möglichen Vorschub des Holzes 2 mit dem Wurzelende voran würden sich die Zerspanerwerkzeuge holzeinwärts bewegen. In jedem Falle hat diese Kopplung die Wirkung, dass das Holz 2 nur in Höhenrichtung parallel zur Schnittebene der in Fig. 1 als Bandsägeblätter dargestellten Sägewerkzeuge 5a angeflacht wird, während die Anflachung 7 in der Transportrichtung des Holzes 2 mit dieser Schnittebene einen der Konizität des Holzes 2 oder einem Normwert von dieser entsprechenden spitzen Winkel einschliesst, der durch passende Einstellung des Koppelverhältnisses an der ersten Koppeleinrichtung 8 vorgebbar ist. Ein in der Praxis häufig vorkommender Normwert für die Konizität bzw. das hier einzustellende Koppelverhältnis sind 5 mm auf 1000 mm Holzlänge. Bei einer solchen Art der Holzanflachung entsteht bei einigermassen geraden Holzern 2 entlang des Holzes jeweils eine Anflachung 7 von etwa konstanter Breite, wie dies Fig. 1 veranschaulicht.
Wenn das Holz 2 durch die Säge 5 hindurchgeführt worden ist, befindet es sich in dem Zustand gemäss Fig. 2 oder Fig 3 je nachdem ob in einem sog. Vorschnitt ein Stamm (Fig. 2) oder in einem sog. Nachschnitt eine Model (Fig. 3) bearbeitet worden ist. In jedem Falle kann bei dieser Bearbeitung zwischen den erfindungsgemäss gestalteten Seitenhölzern 2a auch noch jede beliebige Zahl von Trennschnitten 2b bei entsprechendem Einsatz weiterer Sägewerkzeuge 5a vorgenommen werden (Fig. 3).
Die keilartig zugerichteten Seitenhölzer 2a werden paarweise mit in Bezug aufeinander gewendeten dicken und dünnen Enden mit den von den Sägewerkzeugen 5a erzeugten Schnittflächen aufeinandergelegt und mittels eines davor aufgetragenen Klebers miteinander verklebt, wie dies Fig. 4 veranschaulicht. Für die Paare werden jeweils Seitenhölzer 2a mit untereinander gleichem Keilwinkel verwendet, die nicht unbedingt bei ein und demselben Bearbeitungsvorgang angefallen sein müssen. Es kann bei entsprechender Gestaltung der ersten Koppeleinrichtung 8 auch so gearbeitet werden, dass bei ein und demselben Holz 2 Seitenhölzer 2a von verschiedenem Keilwinkel auf den beiden Seiten anfallen. Aufgrund der Wahl von gleichen Keilwinkeln für die zu verklebenden Paare haben diese nach dem Zusammenkleben jedoch immer zueinander parallele äussere Breitseiten durch die An-flachungen 7 und können somit wie ein gewöhnliches Brett, eine gewöhnliche Bohle ein gewöhnlicher Riegel od.dgl. auf einer nachfolgenden Besäummaschine üblicher Bauart besäumt werden. Es ist ersichtlich, dass auf diese Weise die Nutzholzausbeute bei weitaus geringerem Anfall an
Spangut unter Benutzung der üblicherweise in einem Sägewerk vorkommenden Maschinen allein durch den Einsatz einer wenig aufwendigen zusätzlichen Kopplung ganz erheblich gesteigert werden kann.
Wenn, wie dies bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1 der Fall ist, zwischen dem Zerspaner 3 und der Säge 5 für eine besonders sichere Führung des Holzes 2 auch eine gesonderte Seitenführung 4 hier in Form des Walzenwerkes vorgesehen ist, wird diese mittels einer zweiten Koppeleinrichtung 9 entweder direkt oder, wie in Fig. 1 dargestellt, durch Kopplung mit der Seitenbewegung der Zerspanerwerkzeuge 3a, ebenfalls linear proportional mit der Bewegung der Längstransportvorrichtung 1 gekoppelt, und zwar unter dem gleichen Koppelverhältnis, das für die Koppeleinrichtung 8 für die betreffende Seite eingestellt worden ist.
Bei den Koppeleinrichtungen 8 und 9 kann es sich um jede beliebige mechanische, hydraulische, elektrische, elektronische oder anderweitige bekannte Einrichtung handeln, die fähig ist zu bewirken, dass die Bewegung der Zerspanerwerkzeuge 3a und der beiderseitigen Teile der Seitenführung 4 linear abhängig von der Bewegung der Längstrans-porteinrichtung 1 gesteuert wird.
In Fig. 1 sind die Koppeleinrichtungen 8 und 9 nur für die eine Holzseite dargestellt. Selbstverständlich ist eine entsprechende Kopplung auch für das Zerspanerwerkzeug 3a und die Führungswalzen 4a auf der anderen Holzseite vorgesehen.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Verfahren zum Erzeugen von Nutzholz mit zueinander parallelen, ebenen Flächen auf entgegengesetzten Seiten aus Schnittholz in Form von Baumstämmen und Modeln, bei dem jedes Schnittholz der Länge nach in einer vorgegebenen Vorschubrichtung transportiert wird und von ihm dabei mittels einer ortsfest angeordneten Sägevorrichtung auf entgegengesetzten Seiten je ein Seitenholz derart abgetrennt wird, dass die Schnittebenen zwischen den Seitenhölzern und dem dazwischen befindlichen Holz zueinander parallel sind, wobei das Schnittholz in Vorschubrichtung vor der Sägevorrichtung auf den entgegengesetzten Seiten durch Holzabtragung mittels eines Zerspaners derart eben angeflacht wird, dass bei jedem Seitenholz die Schnittebene und die Anflachungsebene dessen zur Vorschubrichtung senkrechten Querschnitt zueinander parallel begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden Seitenhölzer (2a) so angeflacht wird, dass die Schnittebene und die Ebene der Anflachung (7) einen im wesentlichen der Konizität des Schnittholzes (2) entsprechenden Winkel miteinander einschliessen, so dass je zwei abgetrennte Seitenhölzer (2a) mit gleichem Winkel zwischen der Schnittebene und der Anflachungsebene mit in Bezug aufeinander vertauschten dünneren und dickeren Enden Schnittfläche an Schnittfläche zu einem parallelflächigen Holz aneinandergelegt, miteinander verklebt und so besäumt werden können.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
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    zeichnet, dass die Schnitthölzer (2) der Sägevorrichtung (5) mit dem Zopfende voran zugeführt werden.
    3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäss Anspruch 1 oder 2, mit einer mindestens zwei Sägewerkzeuge mit zueinander parallelen Schnittebenen aufweisenden Sägevorrichtung, einer Längstransportvorrichtung zum Bewegen der Schnitthölzer durch die Sägevorrichtung hindurch und je einem in Transportrichtung vor der Sägevorrichtung angeordneten Zerspaner mit bezüglich der Transportrichtung seitwärts verstellbaren Zerspanerwerkzeugen auf entgegengesetzten Seiten der Schnitthölzer, gekennzeichnet durch eine erste Koppeleinrichtung (8) zum zwangsweisen linear proportionalen Koppeln der Seitenverstellung der Zerspanerwerkzeuge (3a) mit der Vorschubbewegung des Schnittholzes (2) durch die Längstransportvorrichtung (1).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3 mit einer Vorrichtung zum beiderseitigen seitlichen Führen der Schnitthölzer zwischen den Zerspanerwerkzeugen und der Sägevorrichtung an der Anflachung, gekennzeichnet durch eine weitere Koppeleinrichtung (9) zum zwangsweisen linear proportionalen Koppeln der Seitenverstellung der Führungsvorrichtung (4) mit der Vorschubbewegung des Schnittholzes (2) durch die Längstransportvorrichtung (1) oder mit der Seitenverstellung der Zerspanerwerkzeuge (3a).
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtungen (8, 9) so gestaltet sind, dass die Seitenverstellung der Zerspanerwerkzeuge (3a) und ggf. der Führungsvorrichtung (4) für beide Holzseiten im gleichen Ausmass stattfindet.
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