CH683847A5 - Gesteuerter Wickelwalzenantrieb einer Kämmaschine. - Google Patents

Gesteuerter Wickelwalzenantrieb einer Kämmaschine. Download PDF

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CH683847A5
CH683847A5 CH2801/91A CH280191A CH683847A5 CH 683847 A5 CH683847 A5 CH 683847A5 CH 2801/91 A CH2801/91 A CH 2801/91A CH 280191 A CH280191 A CH 280191A CH 683847 A5 CH683847 A5 CH 683847A5
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combing
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winding rollers
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CH2801/91A
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Heinz Clement
Hansulrich Eichenberger
Oliver Wuest
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Rieter Ag Maschf
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G19/00Combing machines
    • D01G19/06Details
    • D01G19/08Feeding apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

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CH 683 847 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zuführen einer von einem Wattewickel abrollbaren Watte zu einer Kämmeinheit einer Kämmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei bekannten Kämmaschinen, wie z.B. aus der CH-PS 625 564 zu entnehmen, wird die auszukämmende Watte in Form eines Wattewickels der Kämmeinheit vorgelegt. Der Wattewickel ist während des Abrollens der Watte auf zwei Wickelwalzen gelagert, von welchen mindestens eine angetrieben wird. Die Abnahme der Watte vom Wickel erfolgt vor der vorderen Wickelwalze. Die so abgewickelte Watte gelangt über einen Speisezylinder in den Klemmbereich einer Zange und wird an ihrem vorderen, die Zange überragenden Ende bei geschlossener Zange mittels eines unterhalb der Zange angeordneten Rundkammes ausgekämmt. Nach dem Auskämmvorgang wird die Zange wieder geöffnet und der ausgekämmte Faserbart an ein nachfolgendes Abreisszylinderpaar übergeben. Bei diesem Abreissvorgang kann ein in den abzureissenden Faserbart eingestochener Fixkamm eine zusätzliche Kämmwirkung ausüben. Während des Kämmvorganges führt die Zange eine Hin- und Herbewegung aus. Um ein leichtes Ansetzen eines neuen Wickels zu ermöglichen, wird die angetriebene Wickelwalze durch eine Kupplung vom Antrieb getrennt, so dass beide Wickelwalzen frei drehbar sind.
Aus der vorveröffentlichten EP-OS 360 064 ist ebenfalls eine zuvor beschriebene Ausführung einer Kämmaschine bekannt, wobei die vordere Wickelwalze durch einen separaten Antriebsmotor angetrieben wird, welcher von einer Steuereinrichtung angesteuert ist. Diese Steuereinrichtung hat die Aufgabe, die Steuerungen des separaten Antriebsmotors für den Speisezylinder, den Antrieb für die Wickelwalze sowie den Antrieb für die Zange, den Rundkamm und die Abreisszylinder zeitlich aufeinander abzustimmen.
Der Wattewickel liegt frei mit seinem vollen Gewicht (20-25 kg) auf den beiden Wickelwalzen auf. Dadurch entsteht im Bereich dieser Auflage in be-zug auf seinen Aussendurchmesser eine Eindrückstelle aufgrund der elastischen Nachgiebigkeit des Wickels. Nach Passieren der Auflagestelle dehnt sich der Wickel wieder auf seinen ursprünglichen Durchmesser abzüglich der Dicke einer Wattenbahn wieder aus. Bei abnehmendem Wickeldurchmesser und somit abnehmendem Gewicht verringert sich diese Eindrücktiefe.
Die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels ist auf seinem Aussendurchmesser grösser als die Umfangsgeschwindigkeit im Bereich des geringsten Ab-standes zwischen Mittelachse des Wickels und Auf-ladefiäche der Wickelwalze. Daraus folgt, je mehr der Durchmesser und somit das Gewicht des Wik-kels abnimmt, umso geringer wird die Eindrücktiefe und der Unterschied zwischen der Umfangsgeschwindigkeit im Bereich seines Aussendurchmes-sers und der Umfangsgeschwindigkeit im Bereich des geringsten Abstandes zwischen Mittelachse des Wickels und Auflagefläche der Wickelwalze. Anhand dieser unterschiedlichen Geschwindigkeitsverhältnisse entsteht in Abhängigkeit vom Durchmesser bzw. Gewicht des Wattewickels eine unterschiedliche Liefergeschwindigkeit der Watte. Dadurch ist die Liefergeschwindigkeit der Watte bei Beginn des Abrollvorganges grösser als beim Auslaufen des Wattewickels. Daraus resultiert, dass beim Beginn des Abrollvorganges dem Kämmaggregat eine dickere Watte zum Auskämmen vorgelegt wird, als beim Auslaufen des Wattewickels.
Diese Abweichung wird allgemein mit Drift bezeichnet und bewegt sich je nach Aufbau des Wattewickels, Material und der dergl. zwischen 3 und 5%.
Zur Abstimmung zwischen der Lieferung der Watte durch die Wickelwalzen und der Abnahmegeschwindigkeit durch die Speisewalze ist die Watte zwischen diesen beiden Walzen leicht angespannt, wodurch ein minimaler Verzug, welcher etwas grösser als 1 ist, in der zugeführten Watte entsteht. Das heisst, bei Abnahme des Gewichtes des Wattenwik-kels und dadurch entstehende geringere Liefergeschwindigkeit, wird dieser Verzug etwas grösser.
Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Unterschiede in der Liefermenge der Watte nicht allein nur aus der unterschiedlichen Eindrücktiefe resultieren, sondern auch das dynamische Verhalten des Wickelwalzen-Antriebes sich in bezug auf die Abnahme des Wickelgewichtes verändert. Ein separater Antrieb für die Wickelwalzen, welcher von einer Steuereinrichtung gesteuert wird, ist auch bei einer früheren Anmeldung der Anmelderin, der EP-A 1 437 807 gezeigt. Die Steuerung des separaten Antriebes für die Wickelwalzen ist hierbei für den Ansetzvorgang einer neuen Watte in der Kämmaschinenzange notwendig. Eine laufende Anpassung des Wickelwalzenantriebes während des Abrollvorganges ist dabei nicht vorgesehen.
Diese während eines Abrollvorganges eines Wik-kels entstehenden Unterschiede der zum Kämmen vorgelegten Masse wirkt sich nachteilig für die Nummern-Haltung eines im Anschluss an die Kämmaggregate gebildeten Faserbandes aus.
Die Kämmaschinen sind in der Regel mit acht Kämmköpfen versehen, welchen jeweils ein Wattewickel zum Auskämmen vorgelegt wird. Die so ausgekämmte Watte wird anschliessend zu einem Faserband zusammengefasst. Dadurch entstehen acht Faserbänder, welche nach entsprechender Umlen-kung nebeneinander liegend einem nachfolgenden Streckwerk zugeführt werden. Die in diesem Streckwerk verstreckten Faserbänder werden zu einem Faserband zusammengeführt, welches, anschliessend in der Regel in eine Kanne abgelegt wird.
Zwischen dem Streckwerk und der Kannenablage ist z.B. bei der E7/5 der Firma Rieter eine Bandüberwachungseinrichtung installiert, welche die Nummern-Haltung des auslaufenden Faserbandes überwacht.
Die beim Abrollvorgang des Wickels zuvor beschriebene entstehende Drift von 3-5% kann mit dieser Bandüberwachung zeitverschoben gemessen werden.
Es stellt sich somit die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren für den Antrieb der Wickelwalzen ei-
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ner Kämmaschine vorzuschlagen, welches die Bildung eines gleichmässigen Faserbandes bei der Kämmaschine ermöglicht und eine gleichmässige Zufuhr einer Watten-Masse zu einer Kämmeinheit unabhängig von der Grösse des Wattenwickels gewährleistet.
Die Lösung besteht darin, dass die Drehzahl der angetriebenen Wickelwalzen oder auch nur einer Wickelwalze innerhalb eines Abrollintervalls eines Wattewickels erhöht wird.
Dabei bezieht sich der Ausdruck Abrollintervall auf den Zeitraum zwischen dem Aufsetzen eines neuen und vollen Wickels und dem Auslaufen der Watte von einer Hülse des Wickels. Die Erfindung beschränkt sich nicht darauf, dass beide Wickelwalzen mit dem Antrieb verbunden sind, sondern auch auf den Antrieb nur einer Wickelwalze, wobei die andere Wickelwalze über Friktion über den Wattewickel mitgeschleppt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Wickelwalzen von einem unabhängigen Antrieb angetrieben werden, welcher unabhängig vom Antrieb der Kämmaggregate Steuer- oder regelbar ist.
Unter dem Begriff Kämmaggregate sind im wesentlichen die Zange mit Speisezylinder und Fixkamm, der Rundkamm und die Abreisszylinder zu verstehen.
Durch die vorgeschlagene unabhängige Steueroder Regelbarkeit wird eine Anpassung der Drehzahlerhöhung der Wickelwalzen während eines Abrollintervalls für unterschiedliche Wickelvorlagen gewährleistet. Auch können dadurch Korrekturen der Drehzahländerungen leicht vorgenommen werden.
Aus dem der Kämmaschine vorgeschalteten Pro-zess der Wickelbildung ist in der Regel die Gesamtlänge der aufgewickelten Watte bekannt. Anhand der geforderten Zuführgeschwindigkeit der Watte zu den Kämmaggregaten ergibt sich ein Rückschluss auf den Zeitintervall, in welchem die Watte von der Hülse wieder abgewickelt ist.
Es wird deshalb vorgeschlagen, die Drehzahlanpassung der Wickelwalzen über die Steuerung des Antriebes entsprechend dem Mass der abgerollten Wattenlänge anzupassen. Dabei können zum Zwek-ke der Anpassung verschiedene Parameter herangezogen werden. Diese Parameter können z.B. Er-fahrungs- oder Versuchswerte sein, welche eine entsprechende Anpassung einer Drehzahlerhöhung vorgeben. Die Drehzahl kann kontinuierlich anhand einer Kurve oder diskontinuierlich innerhalb bestimmter Zeitintervalle erhöht werden. Eine weitere Ermittlung zur Feststellung der Parameter, die zur Regulierung des Antriebes der Wickelwalzen dienen, ist das direkte Erfassen der Masse der abgerollten Watte zwischen der vorderen Wickelwalze und einem Speisezylinder einer Zange über ein kapazitives Messorgan. Die hierdurch ermittelten Messwerte ergeben im Vergleich mit einem vorgegebenen Sollwert ein Signal, welches die Nachregulierung des Antriebes der Wickelwalze zur Folge hat.
Wie weiterhin vorgeschlagen, besteht auch die Möglichkeit, die Masse des im Anschluss an die Kämmaggregate gebildeten Faserbandes über eine
Messeinrichtung zu erfassen, wobei bei einem Abdriften von einem Sollwert der Antrieb der Wickei-walzen riachreguliert wird.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, den Antrieb der Wickelwalzen bei einem Wickelwechsel wieder automatisch auf seine Anfangsdrehzahl zurückzuführen. Dadurch wird gewährleistet, dass für die Verarbeitung jedes Wickels die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden. Über einen Sensor, wie z.B. in der CH-PS 572 529 beschrieben, wird das Auslaufen der Watte von der Hülse überwacht. Dieses Signal kann zum Zurückführen des Antriebes der Wickelwalzen auf seine Anfangsposition verwendet werden.
Bei Verwendung eines automatischen Wickelansetzers für einen neuen Wickel ist es notwendig, eine Übersteuerungsmöglichkeit der Drehzahl und der Drehrichtung der Wickelwalzen in bezug auf die Anfangsdrehzahl zu schaffen.
Das vorgeschlagene Verfahren zur Drehzahlanpassung während des Abrollintervalls ist vorteilhaft dann anzuwenden, wenn ein Blockwechsel der Wik-kel an der Kämmaschine vorgenommen wird. Das heisst, sämtliche Wickel an allen acht Kämmköpfen werden gleichzeitig gewechselt. Das gewährleistet, dass die Durchmesserverringerung beim Ablaufen der Wickel an allen Kämmköpfen gleich ist.
Es ist jedoch auch möglich, das erfindungsge-mässe Verfahren bei einer Kämmaschine mit einem sog. «wilden Wechsel» durchzuführen. Der Ausdruck «wilder Wechsel» bedeutet dabei, dass die Wattewickel entsprechend dem Auslaufen einzeln gewechselt werden. Zur Durchführung des erfin-dungsgemässen Verfahrens wäre es in diesem Fall notwendig, jedem einzelnen Kämmkopf einen separaten Antrieb für die Wickelwalzen zuzuordnen, um dem unterschiedlichen Ablaufen der Wattewickel zwischen den einzelnen Kämmköpfen gerecht zu werden.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind anhand nachfolgender Ausführungsbeispiele näher beschrieben und aufgezeigt.
Es zeigen:
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Kämmkopfes mit einer Steuereinrichtung für die Wickelwalzen.
Fig. 2 zeigt eine vergrösserte Teilansicht nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine verkleinerte Ansicht nach Fig. 1 mit einem schematisch dargestellten Streckwerk und einer Bandablage.
Fig. 4 zeigt ein Diagramm für eine mögliche Drehzahlanpassung pro Abrollintervall eines Wik-kels.
Fig. 5 zeigt eine schematische Teilansicht eines Kämnkopfes nach Fig. 1 mit einer möglichen Messeinrichtung für die Watte.
Fig. 1 zeigt einen Kämmkopf 1 in schematischer Seitenansicht einer Kämmaschine. Üblicherweise sind acht solcher Kämmköpfe 1 auf einer Kämmaschine installiert. Das Ausführungsbeispiel wird aus Übersichtlichkeitsgründen an nur einem Kämmkopf gezeigt und beschrieben, wobei die dabei aufge5
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führten Antriebseinheiten für sämtliche Kämmköpfe gemeinsam verwendet werden. Dies ist insbesondere für Kämmaschinen erforderlich, bei welchen ein zuvor beschriebener Blockwechsel erfolgt. Die Antriebswellen erstrecken sich somit über die gesamte Breite der Kämmköpfe, wobei der Antrieb von einer Seite der Kämmköpfe zentral erfolgt. Es ist jedoch durchaus denkbar, jedem Kämmkopf oder Gruppen von Kämmköpfen separate Antriebseinheiten oder Steuerungen zuzuordnen.
In seinem oberen Bereich ist der gezeigte Kämmkopf 1 mit einer Aufnahme 2 für einen Wattewickel 3 versehen. Der Wattewickel 3, welcher in der weiteren Beschreibung nur mit «Wickel» bezeichnet wird, liegt frei auf Wickelwalzen 4 und 5 auf, die in einem Gestell 6 drehbar gelagert sind. Dabei ist die vordere Wickelwalze 4 über einen Antriebstrang 7 mit einem Motor 8 verbunden. Der Motor 8 könnte auch direkt mit der Wickelwalze fluchtend angeordnet sein. Des weiteren wäre auch denkbar, zwischen Motor 8 und Wickelwaize 7 ein Übersetzungsgetriebe anzuordnen. Dies ist jedoch für die Darstellung der erfindungsgemässen Anordnung von untergeordneter Bedeutung und soll hier nur angesprochen werden. Der Motor 8, z.B. ein Elektromotor, wird über eine Steuereinheit 9 gesteuert. Die vom Wickel 3 abgewickelte Wattebahn 10 gelangt beim Abrollen des Wickels 3 in Uhrzeigerrichtung Z auf eine Umlenkwalze 11, auf welcher eine federbelastete Tastrolle 12 aufsitzt. Zur Drehzahlerfassung der Rolle 12 ist seitlich ein Inkrementalgeber 13 angebracht. Das Signal dieses Drehzahlgebers wird über einen Pfad 14 an einen Regler 15 übermittelt, von welchem nach Umformung dieser Signale entsprechende Steuerimpulse an die Steuereinheit 9 abgegeben werden. Die Wattebahn 10 gelangt nach unten zu einem Kämmaggregat 16. Dieses Kämmaggregat 16 wird gebildet durch eine Zange 17, in welcher eine Speisewalze 18 drehbar gelagert ist. Diese Speisewalze 18 wird in der Regel durch eine Relativbewegung zwischen der Ober- und Unterzange der Zange 17 über einen Klinkenantrieb (nicht gezeigt) gedreht. Die Zange 17 ist über einen Gelenkarm 19 auf einer Antriebswelle 20 und über einen Geienkarm 21 auf einer Rundkammachse 22 eines Rundkammes 23 schwenkbar gelagert. Der Rundkamm ist mit einem Kammsegment 24 versehen. In Förderrichtung F der Watte 10 gesehen, folgen im Anschluss an das Zangenaggregat 17 die Abreisszylinder 25. Der Antrieb der Abreisszylinder 25 des Rundkammes 23 und der Antriebswelle 20 für die Zange 17 erfolgt von einer zentralen Antriebseinheit 26, welche über eine Steuereinheit 27 gesteuert wird.
Zur Abtastung des Wickels 3, bzw. zur Überwachung des Auslaufens der Watte 10 von der Hülse 28, ist ein auf die Hülse ausgerichteter Sensor 29 angebracht. Die durch den Sensor 29 beim Auslaufen der Watte erzeugten Signale werden über einen Pfad 30 der Steuereinheit 9 und 27 übermittelt.
In Fig. 2 ist der Wattewickel 3 sowie die den Wattewickel 3 aufnehmenden Wickelwalzen 4 und 5 in vergrösserter Darstellung gezeigt. Im Bereich der Auflage 30 der Wickelwalze 4 und der Auflage 31 der Wickelwalze 5 des Wickels 3 ist der Wickel in bezug auf seinen Aussendurchmesser D eingedrückt. Dieses Eindrücken mit der Eindrücktiefe entsteht ducch den federnden und nachgiebigen Wik-kelaufbau. Die Auflagefläche des Aussenumfanges 32 der Wickelwalze 4 weist einen minimalen Abstand R1 zum Mittelpunkt des Wickels 3 auf. Bezogen auf den Durchmesser entspricht 2 x R1 = D. Nach Passieren der Auflage 30 dehnt sich der Wik-kel etwa wieder auf seinen ursprünglichen Durchmesser abzüglich einer abgerollten Wickelbahn mit der Dicke S aus.
Durch Friktion über den Aussenumfang 32 der angetriebenen Wickelwalze 4 wird der Wickel 3 in Abrollrichtung Z gedreht und die Wattenbahn hinter der Auflage 30 vom Wickel 3 abgerollt. Ausgehend davon, dass die Übertragung der Drehbewegung von der Wickelwalze 4 im Bereich der Auflage 30 mit dem Durchmesser D1 erfolgt, erhält man beim Durchmesser D1 in bezug auf den Durchmesser D eine geringere Umfangsgeschwindigkeit und somit eine unterschiedliche Liefergeschwindigkeit für die Watte 10, d.h. bei abnehmendem Wickeldurchmesser D und somit abnehmendem Gewicht des Wik-kels 3 verringert sich diese Eindrücktiefe X und das Mass D nähert sich dem Durchmesser D1. Somit verringern sich auch die Geschwindigkeitsunterschiede in bezug auf den Durchmessr D bzw. D1. Das heisst, die Liefergeschwindigkeit der Wattenbahn 10 nähert sich bei abnehmendem Wickeldurchmesser D der über Friktion aufgebrachten Drehzahl beim Durchmesser D1.
Massgebend für die Liefergeschwindigkeit der Wattenbahn 10 ist der Abrolldurchmesser D. Daraus folgt, je grösser der Unterschied zwischen D und D1 bzw. die Eindrücktiefe X ist, umso grösser ist der Unterschied zwischen der tatsächlichen Liefergeschwindigkeit der Watte 10 und der im Bereich des Durchmessers D1 aufgebrachten Drehgeschwindigkeit. Aus dieser Überlegung folgt, dass die Liefergeschwindigkeit der Watte 10 beim Beginn des Abrollvorganges, d.h. bei vollem Wickel, grösser ist, als bei Beendigung des Abwickelvorganges.
Versuche haben gezeigt, dass sich diese Unterschiede in einer Drift zwischen 3 und 5% niederschlagen.
Für den Kämmvorgang selbst ergeben sich dabei keine Nachteile, zumal zwischen der Wickelwalze 4 und der Speisewalze 18 ein sog. Anspannverzug vorhanden ist, welcher sich in der Grössenordnung zwischen 1,0 und 1,1 bewegt. Untersuchungen haben jedoch auch gezeigt, dass die beim Abrollvorgang des Wickels 3 entstehende Drift nicht nur alleine von der Eindrücktiefe X abhängig ist, sondern auch dynamische Einflüsse auf den Antrieb bei abnehmendem Wickelgewicht eine Rolle spielen.
Durch die zuvor beschriebene Drift kann die Nu-mern-Haltung des bei der Kämmaschine im Anschluss an die Kämmaggregate gebildeten Faserbandes nicht gewährleistet werden. Diese ist jedoch unbedingt erforderlich, um bei den nachfolgenden Spinnverfahren ein gleichmässigen Faden zu erzielen. Dies soll jedoch durch das erfindungsgemäss vorgeschlagene Verfahren gewährleistet werden, d.h. die entstehende Drift wird durch das vorgeschlagene Verfahren kompensiert. Das Ausfüh5
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rungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausführung zur Durchführung des Verfahrens und wird nun näher beschrieben:
Die über den Motor 8 angetriebene Wickelwalze 4 versetzt den Wickel 3 über Friktion in Drehbewegung. Die dabei abgewickelte Wattenbahn 10 wird über eine Umlenkwalze 11 nach unten umgelenkt und gelangt in den Wirkungsbereich einer Speisewalze 18. Diese Speisewalze 18 wird durch die Bewegung der Oberzange über einen Klinkenantrieb (nicht gezeigt) intermittierend angetrieben und fördert die Wattenbahn 10 in den Bereich der Klemmstelle der Zange 17. Befindet sich die Zange 17 in einer hinteren Stellung (nicht gezeigt), so ist sie geschlossen und ein Teil der Watte 10, ein sog. Faserbart, ragt aus der geschlossenen Zange 17 und wird über ein Kammsegment 24 des sich drehenden Rundkammes 23 ausgekämmt. Anschliessend bewegt sich die Zange 17 wieder nach vorne und öffnet sich. Dabei wird der ausgekämmte Faserbart an ein Abreisszylinderpaar 25 abgegeben, zwischen welchem ein bereits ausgekämmtes Faservlies geklemmt ist. Auf die Darstellung eines in der Regel verwendeten zusätzlichen Fixkammes der von oben in den abzugebenden Faserbart einsticht, wurde aus Übersichtlichkeitsgründen verzichtet.
Der Antrieb der Abreisszylinder 25, des Rundkammes 23 und der Antriebswalze für die Zange 17 erfolgt von einer zentralen Antriebseinheit 26 aus, welche über eine Steuerung 27 gesteuert wird. Die Steuerung 27 und die Steuereinheit 9 sind über einen Pfad 33 miteinander verbunden und können aufeinander abgestimmt werden. Diese Abstimmung bezieht sich auf das normale Zusammenwirken während des Kammspieles, wobei eine Nachregu-iierung der Motordrehzahl 8 infolge einer Driftkorrektur unabhängig von diesem Zusammenwirken erfolgt. Zur Ermittlung der abgerollten Länge der Wattenbahn 10 ist eine über eine Feder 34 federbelastete Rolle 12 auf der Umlenkwalze 11 angebracht, wobei sich die Wattenbahn 10 zwischen beiden hindurchbewegt. Bei Lieferung der Wattenbahn 10 wird die Tastrolle in Drehbewegung ersetzt, wobei diese Drehbewegung über einen Drehzahl- oder Inkrementalgeber erfasst wird. Diese Drehbewegung wird über einen Regler 15 in ein entsprechendes Signal umgesetzt und an die Steuereinheit abgegeben.
Im vorgegebenen Beispiel erfolgt eine Nachregulierung der Motordrehzahl 8 und somit der Drehzahl der Wickelwalze 4 in zeitlichen Abständen in bezug auf die von der Tastwalze ermittelte Abroll-Länge der Wickelbahn 10. Die Grösse der Nachregulierung erfolgt in dem gezeigten Beispiel, wie aus dem innerhalb der Steuereinheit gezeigten Diagramm ersichtlich ist, stufenförmig, anhand von in der Steuereinheit gespeicherten Stufensprünge. Diese vorgegebenen Angleichungen der Drehzahl anhand abgewickelter Längeneinheiten L der Watte 10 resultiert aus vorgenommenen Versuchen und Erfahrungswerten, welche ermittelt wurden.
Es ist jedoch auch möglich, ohne die Tastrolle 12 auszukommen und die Drehzahl des Motors 8 anhand Erfahrungswerten linear und fortlaufend von Beginn des Abrollvorganges anzugleichen (Fig. 4).
Aus dieser Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Drehzahl N1 des Motors 8 bis zum Wickelwechsel t1 linear ansteigt .auf einen Wert N2 und anschliessend wieder auf die Grunddrehzahl N1 zurückgeführt wird. Der gleiche lineare Anstieg erfolgt beim nächsten Abrollvorgang bis zum nächsten Wickelwechsel bei T2.
In Fig. 5 wird eine weitere Möglichkeit aufgezeigt, welche zur Regulierung des Wickelwalzenantriebes dient. Dabei wird im Anschluss an die Wickelwalze
4 über ein kapazitives Messorgan die Masse der abgerollten Watte 10 gemessen und in einem Regler 37 mit einem vorgegebenen Ist-Wert verglichen. Bei einer entstehenden Drift während des Abwickelvorganges wird von dem Regler 37 beim Abweichen eines Sollwertes über den Pfad 36 ein Signal an die Steuereinheit 9 abgegeben, welche den Motor 8 nachreguliert. Dadurch entsteht ein geschlossener Regelkreis und der Motor 8 bzw. die Drehzahl der Wickelwalze 4 wird kontinuierlich dem Abweichen von einem Sollwert nachreguliert.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Regeleinrichtung entsprechend der Fig. 5. Hierbei erfolgt jedoch die Erfassung einer Ungleichmässigkeit eines Faserbandes 38, welches von einem Streckwerk 39 gebildet wurde, das den Kämmköpfen 16 nachgeordnet ist. Aus Übersichtlichkeitsgründen wurde die Anordnung des Streckwerkes und die nachfolgenden Einrichtungen um 90° um die Achse A gedreht. Das Faserband 38 wird über das Messorgan 40 auf die Numern-Haltung bzw. Masse pro Längeneinheit überwacht. Das dabei erzeugte Signal wird einem Regler 41 zugeführt, in welchem ein SolMstwert-Vergleich vorgenommen wird. Weicht der Istwert vom Sollwert ab, so wird über einen Pfad 42 ein Steuersignal an die Steuereinheit 9 zur Nachregulierung des Motors 8 übermittelt. Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen geschlossenen Regelkreis, wobei jedoch die Nachregulierung zeitverzögert erfolgt. Das durch das Messorgan geführte Faserband 38 gelangt über eine Umlenkwalze 43, über Kalanderwalzen 44 zu einem Trichterrad 45, welches drehantreibbar ist und das Faserband 38 letztendlich in eine Kanne 46 zur Weiterförderung an nachfolgende Prozessstufen ablegt.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1, 3 und
5 ist dem Wickel jeweils ein Sensor 29 zur Überwachung des Ablaufzeitpunktes des Wickels 3 zugeordnet. Das heisst, sobald die weisse Watte 10 von der schwarzen Hülse 28 abgewickelt wird, erkennt der Sensor 29 die schwarze Hülsenoberfläche und gibt ein Signal an die Steuerung 9 für den Motor 8 und an die Steuerung 27 für die Steuereinheit 26 ab. Dadurch wird einerseits die Antriebeinheit 26 über die Steuereinheit 27 stillgesetzt sowie auch der Antrieb 8 durch die Steuereinheit 9 unterbrochen. Gleichzeitig mit diesem Unterbruch wird die Drehzahlmarke für die Ansteuerung des Motors 8 auf die Grunddrehzahl N1 zurückgestellt, welche beim Beginn des Abrollvorganges des neuen Wik-kels zur Wirkung kommt. Wie bereits zuvor beschrieben, kann diese Grunddrehzahl N1 bei Verwendung eines automatischen Wickelwechslers bis zum Beginn des normalen Abrollvorganges übersteuert werden.
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Die erfindungsgemässe Anwendung beschränkt sich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele, verschiedene Alternativen und Kombinationen derartiger Einrichtungen sind noch möglich.

Claims (9)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Zuführen einer von einem Wattewickel (3) abrollbaren Watte (10) zu einer Kämmeinheit (16) einer Kämmaschine, wobei der Wattewickel (3) auf drehbar gelagerten Wickelwalzen (4, 5) aufliegt und mindestens eine der Wickelwalze (4) mit einem Antrieb (8) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der angetriebenen Wickelwalze (4) innerhalb eines Abrollintervalls eines Wattewickels (3) erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwalzen (4) von einen Antrieb (8) aus angetrieben werden, welcher unabhängig vom Antrieb (26) der Kämmaggregate (17, 23, 25) Steuer- oder regelbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Wickelwalzen (4) während des Abrollens entsprechend dem Mass der abgerollten Wattenlänge (L) vom Wickel (3) anhand vorgegebener Parameter erhöht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der abgerollten Wattenlänge (L) über eine zwischen den Wickelwalzen (4, 5) und einem Speisezylinder (18) der Kämmeinheit (16) angebrachte Messeinrichtung (12) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (8) der Wickelwalzen (4) entsprechend der Abweichung eines Messwertes einer Messeinrichtung (40) zur Ermittlung der Masse eines im Anschluss an die Kämmaggregate (16) gebildeten (38) Faserbandes geregelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (8) der Wickelwalzen (4) entsprechend der Abweichung eines Messwertes einer Messeinrichtung (35), die zur Ermittlung der Masse der abgerollten Watte (10) zwischen den Wickeiwalzen (4, 5) und einer Speisewalze (18) angeordnet ist, geregelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Wickelwalzen (4) mit Beginn des Abrollvorganges in vorgegebenen Zeitinterwallen während des Abrollen erhöht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (8) der Wickelwalzen (4, 5) über die Steuereinrichtung (9) bei einem Wickelwechsel automatisch wieder auf Anfangsdrehzahl (N1) beim Beginn des Abrollvorgangs zurückgestellt wird (Fig. 4).
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfangsdrehzahl und Drehrichtung der Wickelwalzen (4, 5) zum Zwecke eines automatischen Wickelansetzens übersteuerbar ist.
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