CH684066A5 - Vorrichtung zum Anbringen von Profilnuten an einem plastischen Materialstrang. - Google Patents
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Description
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CH 684 066 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen von Profilnuten an einem plastischen Materialstrang gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind mehrfach bekannt, so beispielsweise aus der DE-PS 2 832 167 und der DE-AS 2 120 139. Bei diesen bekannten Vorrichtungen besteht der Nachteil darin, dass zumindest die Profilnuten, deren Auslaufenden verfahrensmässig gesehen zusammenfallen, einen vorstehenden Grat aufweisen, der störend ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, dass kein störender Grat entsteht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.
Durch die Profilrollen mit den vorstehenden Nasen wird an der Profilnut, welche dem zweiten Satz der Profilrollen-Reihen abgewandt ist, eine Kerbe in den Materialstrang eingebracht, die bei der weiteren Profilierung des Materialstranges vorgeschobenes Material aufnimmt, welches sonst den Grat bilden würde. Dadurch wird die Gratbildung bei der Profilierung des Materialstranges vermieden. Gegebenenfalls können auch noch weitere Profilrollen-Rei-hen mit solchen Nasen versehen sein, um auch an den Enden anderer Profilnuten Kerben anzubringen, die verdrängtes Material aufnehmen können.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 8 beschrieben.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung nach Anspruch 2, wodurch scharfe Kanten an den Kerben vermieden werden, die am fertigen Produkt zu Spannungen im Produkt führen könnten.
Besonders zweckmässig ist eine Ausgestaltung nach Anspruch 3, insbesondere in der Weiterbildung nach Anspruch 4, wodurch einerseits eine Verformung des Materialstranges beim Anbringen der Kerben vermieden wird und gleichzeitig sichergestellt wird, dass eine vollständige Einkerbung stattfindet.
Der Anspruch 5 beschreibt eine wirtschaftliche Ausgestaltung der Vorrichtung, da durch die Anordnung einer Profilrollen-Reihe für beide Sätze der Profilrollen-Reihen sich eine besonders wirtschaftliche Vorrichtung ergibt. Grundsätzlich ist es möglich, dass der Materialstrang stillstehend ist und die Profilrollen-Reihen beider Sätze nacheinander längs der Seiten des Materialstranges bewegt werden. Vorteilhafter ist eine Ausgestaltung nach Anspruch
6. Dabei können die ersten Fördermittel geteilte Förderbänder sein, die zwischen den Profilrollen durchgreifen. Vorteilhafter ist jedoch die Anordnung eines Schiebers, der den Materialstrang zwischen den Reihen der Profilrollen durchfördert. Eine zweckmässige Weiterbildung beschreibt Anspruch
7.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Vorrichtung nach Anspruch 8 weitergebildet ist und Schneidmittel enthält, um den Materialstrang längs der Mittelebene der Profilnuten zu schneiden.
Die Vorrichtung kann für verschiedene plastische Materialstränge zum Einsatz kommen. Besonders vorteilhaft ist ihr Einsatz in der grobkeramischen Industrie zur Herstellung von Steinen, insbesondere Pflastersteinen aus einem Tonstrang.
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1 bis 4 eine Vorrichtung zum Anbringen von Profilnuten an einem plastischen Materialstrang in verschiedenen Arbeitsphasen in Ansicht quer zur Richtung des Materialstranges;
Fig. 5 eine Profilrollen-Reihe im Ansatz an den Materialstrang in Ansicht auf die Längsseite des Materialstranges, im Ausschnitt und in grösserem Massstab;
Fig. 6 den profilierten Materialstrang im Schnitt-längs der Mittelebene der Profilnuten; und
Fig. 7 eine Profilrolle mit einer abgewandelten Nase in Ansicht quer zur Achse der Profilrollen-Reihe.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine Vorrichtung zum Anbringen von Profilnuten 2 an einem plastischen Materialstrang 4, beispielsweise einem Tonstrang. Die Vorrichtung enthält einen ersten Satz 6 aus Profil-rollen-Reihen 8, 10 und einen zweiten Satz 12 aus Profilrollen-Reihen 14, 16, wobei eine Profilrollen-Reihe 10 bzw. 14 für beide Sätze 6, 12 gemeinsam ist. Die Profilrollen-Reihen 8, 10 des ersten Satzes 6 sind übereinander angeordnet, wobei die untere Profilrollen-Reihe 8 gegenüber der oberen Profilrollen-Reihe 10 in Förderrichtung 18 des Materialstranges 4 vorzugsweise zurückgesetzt ist. Über der unteren Profilrollen-Reihe 8 ist eine Stützwalze 20 vorgesehen. Die Profilrollen-Reihen 14, 16 des zweiten Satzes 12 sind im wesentlichen horizontal angeordnet und liegen über einer Förderebene 22 für den Materialstrang 4. Die untere Profilrollenreihe 8 des ersten Satzes 6 weist Profilrollen 24 auf, die mit einer Nase 26 versehen sind, um jede Profilnut 2, welche dem zweiten Satz 12 der Profilrollen-Reihen 14, 16 abgewandt ist je mit einer Kerbe 28 zu versehen, wie dies in Fig. 6 gestrichelt angedeutet ist.
Die Vorrichtung weist erste Fördermittel auf, um den Materialstrang 4 zwischen den Profilrollen-Rei-hen 8, 10 des ersten Satzes 6 durchzufördern. Hierzu ist ein Schieber 32 vorhanden, der den auf einer Unterlage 34 ruhenden Materialstrang quer zu seiner Längsrichtung zwischen den Profilrollen-Rei-hen 8, 10 auf eine zweite Unterlage 36 eines zweiten Fördermittels 38 fördert, das als Hebebühne ausgebildet ist. Während der Durchförderung des Materialstranges 4 zwischen den Profilrollen-Reihen 8, 10 wird der Materialstrang an der Ober- und Unterseite mit Profiinuten 2 versehen. Die untere Pro-filrollen-Reihe 8 ist so ausgebildet und angeordnet, dass die Nasen 26 der Profilrollen 24 die oben erwähnte Kerbe 28 in den Materialstrang 4 eindrük-ken, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. In einem weiteren Verfahrensschritt wird der Materialstrang 4 mittels des zweiten Fördermittels 38 zwischen den Profilrollen-Reihen 14, 16 durchgefördert, wobei die restlichen Seiten des Materialstranges 4 mit der Profilnut versehen werden. Die Vorrichtung ist mit
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Schneidmitteln 40 ausgestattet, die den Profilrollen-Reihen 14, 16 nachgeordnet sind, so dass bei einem weiteren Anheben des Materialstranges 4 dieser längs der Mittelebene der Profilnuten 2 geschnitten wird.
Wie insbesondere aus Fig. 6 hervorgeht, ist der Materialstrang am Ende der unteren Profilnut 2 mit einer gestrichelt angedeuteten Kerbe 28 versehen, die jedoch das bei der Profilierung der linken Profilnut anfallende verdrängte Material aufnimmt. Ohne die Kerbe 28 würde an der linken unteren Kante der gestrichelt angedeutete Grat 42 entstehen.
Die Fig. 7 zeigt eine abgewandelte Profilrolle 44, deren Nase 46 gerundete Übergänge 48 vom Umfang der Profilrolle zur Nase 46 und eine gerundete Spitze 50 aufweist, um scharfe Kanten im Materialstrang zu vermeiden.
BEZUGSZEICHENLISTE
2 Profilnut 4 Materialstrang 6 erster Satz 8 Profilrollen-Reihe 10 Profilrollen-Reihe 12 zweiter Satz 14 Profilrollen-Reihe 16 Profilrollen-Reihe 18 Förderrichtung 20 Stützwalze 22 Förderebene 24 Profilrolle 26 Nase 28 Kerbe
30 erstes Fördermittel 32 Schieber 34 Unterlage 36 Unterlage 38 zweites Fördermittel 40 Schneidmittel 42 Grat 44 Profilrolle 46 Nase 48 Übergang 50 Spitze
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Anbringen von Profilnuten (2) an einem plastischen Materialstrang (4) quer zu dessen Längsrichtung mit einem ersten Satz (6) paarweise angeordneter Reihen (8, 10) aus Profilrollen zur Profilierung gegenüberliegender Seiten des Materialstranges (4) und einem zweiten Satz (12) paarweise angeordneter Reihen (14, 16) aus Profilrollen zur Profilierung der verbleibenden Seiten des Materialstranges (4) sowie mit Einrichtungen (30, 38) zur Bewegung des Materialstranges (4) relativ zum ersten und zum zweiten Satz (6, 12) der Profilrollen-Reihen (8, 10, 14, 16), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Profilrollen (24, 44) einer Reihe (8) des ersten Satzes (6) radial vorstehende Nasen (26, 46) aufweisen und so angeordnet sind, dass sie den Materialstrang (4) am Ende der Profilnuten (2), welche dem zweiten Satz (12)
der Profilrollen-Reihen (14, 16) abgewandt sind je mit einer Kerbe (28) versehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (46) gerundete Übergänge (48) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihe (8) der mit Nasen (26, 46) versehenen Profilrollen (24, 44) gegenüber der anderen Profilrollen-Reihe (10) des ersten Satzes (6) in Bewegungsrichtung (18) des Materialstranges (4) zurückgesetzt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass den mit den Nasen (26, 46) versehenen Profilrollen (24, 44) auf der gegenüberliegenden Seite des Materialstranges (4) eine Stützwalze (20) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sätze (6, 12) der Profilrollen-Reihen (8, 10, 14, 16) so angeordnet sind, dass eine Profilrollen-Reihe (10, 14) für beide Sätze (6, 12) gemeinsam ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen (8, 10) der Profilrollen des ersten Satzes (6) im wesentlichen übereinander angeordnet sind und die Bewegungseinrichtung erste Fördermittel (30), vorzugsweise einen Schieber (32) aufweisen, um den Materialstrang (4) horizontal zwischen den Reihen (8, 10) der Profilrollen durchzufördern.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen (14, 16) der Profilrollen des zweiten Satzes (12) im wesentlichen horizontal vorzugsweise über der Förderebene (22) der ersten Fördermittel (38), vorzugsweise einer Hebebühne, aufweist, um den Materialstrang (4) zwischen den Profilrollen-Reihen (14, 16) des zweiten Satzes (12) durchzufördern.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem zweiten Satz (12) der Profilrollen-Reihen (14, 16) Schneidmittel (40), vorzugsweise Schneiddrähte, nachgeordnet sind, um den Materialstrang (4) längs der Mittelebene der Profilnuten (2) zu schneiden.
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Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (2)
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1991
- 1991-10-14 CH CH300991A patent/CH684066A5/de not_active IP Right Cessation
- 1991-12-04 DE DE19914140014 patent/DE4140014A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4140014A1 (de) | 1993-04-15 |
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