CH684171A5 - Giessform-Fertigungsmaschine mit einem eine Formplatte entfernenden Vibrator. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Giessform-Fertigungsmaschine gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist eine Giessform-Fertigungsmaschine bekannt, die dazu ausgebildet ist, eine Sandmasse innerhalb eines Formkastens zu komprimieren, um dadurch eine Giessform herzustellen. Bei einem Typ einer solchen Form-Fertigungsmaschine werden eine Form- oder Modellplatte und ein Paar von Formkästen, d.h. ein oberer sowie ein unterer Formkasten, die so aufeinandergesetzt werden, dass die Formplatte zwischen die Formkästen eingefügt ist, verwendet. Die Formplatte ist mit einem einstückig an ihr ausgebildeten Modell versehen und arbeitet mit den Formkästen zusammen, um obere und untere Formhöhlungen abzugrenzen, die mit Sand gefüllt werden, um obere und untere Hälften einer Giessform zu bilden. Die oberen und unteren Formkästen werden dann voneinander getrennt, während die Formplatte von den vorbereiteten Formen entfernt wird. Auf diese Weise wird die aus der oberen sowie unteren Formhälfte bestehende Giessform hergestellt.
Bei der bekannten Form-Fertigungsmaschine der oben beschriebenen Art wird üblicherweise an der Formplatte ein Vibrator angebracht, um diese Platte in Schwingungen zu versetzen, so dass sie bei einer Trennung der beiden Formkästen aus den hergestellten Formhälften in den Formhöhlungen entfernt werden kann, während die Form gegen ein Abplatzen oder Ausbrechen sowie andere Schäden, welche auf Grund eines Anhaftens des Modells der Formplatte an den Formflächen auftreten können, geschützt wird.
Der Formplatten-Ausbaumechanismus, bei dem der unmittelbar an der Formplatte angebrachte Vibrator zum Einsatz kommt, erfordert eine beschwerliche und zeitaufwendige Umbau- oder Umstellungsarbeit, wenn für die von der Form-Fertigungsma-schine herzustellende Form von einer ersten zu einer zweiten Art übergegangen wird. In diesem Fall ist es nämlich notwendig, den Vibrator von der Formplatte von der Form der ersten Art zu entfernen und an einer anderen Formplatte für die neu vorzubereitende Form anzubringen. Insofern weist die bekannte Form-Fertigungsmaschine, bei der dieser Mechanismus zum Ausbauen der Formplatte verwendet wird, den Nachteil einen niedrigen Produktionsleistung auf, und zwar insbesondere wenn dieselbe Maschine zur Herstellung von unterschiedlichen Arten von Formen mit verschiedenartigen Formplatten zur Anwendung kommt.
Um die Produktionsleistung zu steigern, wurde vorgeschlagen, einen geeigneten Vibrator an der neu verwendeten Formplatte anzubringen, während ein anderer Vibrator an der Maschine benutzt wird. Dieses Vorgehen erfordert jedoch zwei oder mehr Vibratoren, was unvermeidbar in einem Anstieg der gesamten Maschinenkosten resultiert. Ferner erfordert die obige Handlungsweise das Anbringen und Abbauen der Vibratoren an und von den Formplatten, was das Lösen und erneute Verbinden der Vibratoren von und mit einer elektrischen oder pneumatischen Energiequelle einschliesst. Insofern besteht auch bei diesem Vorgehen noch immer der Nachteil einer niedrigen Leistungsfähigkeit bei der notwendigen Umstellung für unterschiedliche Arten von Formen.
Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben beschriebene Situation des Standes der Technik konzipiert. Es ist deshalb die primäre Aufgabe der Erfindung, eine Giessform-Fertigungsmaschine zu schaffen, welche einen Mechanismus zum Ausbauen oder Entfernen einer Formplatte von einer vorbereiteten Form einschliesst, wobei dieser Mechanismus bei dem Umstellen der Maschine zur Fertigung einer neuen Form ein rasches und einfaches Auswechseln der Formplatte von einer Art gegenüber einer anderen Art ermöglicht, um dadurch die Produktionsleistung der Maschine zu steigern.
Diese Aufgabe wird gemäss dem Kennzeichen des Abspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemässen Form-Fertigungsma-schine mit dem oben beschriebenen Aufbau wird der Vibrator des Formplatten-Ausbaumechanismus an einem der beiden Formkästen angebracht. Durch diese Anordnung wird das üblicherweise erforderliche Entfernen und Anbringen des Vibrators bei jedem Wechsel der Formpiatte von der einen zur anderen Art, wenn die herzustellende Giessform einer Änderung unterliegt, eliminiert. Folglich besteht keine Notwendigkeit für eine elektrische oder pneumatische Trennung und erneute Verbindung des Vibrators, wenn die Formplatte gewechselt wird. Der Formplatten-Ausbaumechanismus der erfindungsgemässen Maschine ermöglicht somit einen einfachen und raschen Wechsel der Formplatte ohne ein Entfernen oder Abbauen des Vibrators, wodurch die auf der notwendigen Umstellung für eine neue Giessform beruhende unproduktive Zeit mit Sicherheit vermindert und die Leistung im Herstellen von Formen effektiv gesteigert wird.
Die erfindungsgemässe Form-Fertigungsmaschine ist darüber hinaus von Vorteil insofern, als der von einem der Formkästen getragene Vibrator in der Richtung, in welcher die Formplatte und die Formkästen aufeinandergesetzt sind, bewegbar ist. Das bedeutet, dass diese Anordnung wirksam ist, um die Übertragung der vom Vibrator erzeugten Schwingungen auf die Formkästen während des Arbeitens des Vibrators zu vermindern oder zu unterbinden. Dennoch können die Schwingungen in geeigneter Weise mit Hilfe der Druckmittel, die derart wirken, dass sie den Vibrator in Druckberührung mit der Formplatte halten, auf die Formplatte übertragen werden. Wie bereits gesagt wurde, ist der Formplatten-Ausbaumechanismus der erfindungsgemässen Form-Fertigungsmaschine imstande, die Formplatte von der vorbereiteten oder hergestellten Form mit hoher Leistungsfähigkeit zu entfernen, während wirksam irgendein nachteiliger Einfluss der vom Vibrator erzeugten Schwingungen auf die Formkästen, mit welchen der Vibrator bewegbar verbunden ist, vermieden wird.
Die Aufgabe und weitere Ziele wie auch die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden, auf die Zeichnungen Bezug nehmenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungs5
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form des Erfindungsgegenstandes deutlich. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Giessform-Fertigungsmaschine gemäss der Erfindung, in welche ein Mechanismus zum Ausbauen einer Formplatte von einer durch die Maschine hergestellten Form eingegliedert ist;
Fig. 2A bis 2F Verfahrensschritte zur Herstellung einer Giessform mit der in Fig. 1 dargestellten Maschine;
Fig. 3 einen axialen Teilschnitt eines Formplatten-Ausbaumechanismus der in Fig. 1 dargestellten Maschine;
Fig. 4 den Schnitt nach der Linie 4-4 in der Fig, 3;
Fig. 5 einen zu Fig. 3 gleichartigen Schnitt in einer zu dieser Figur anderen Position des Formplatten-Ausbaumechanismus.
Die Fig, 1 zeigt ein Paar von Formkästen, nämlich einen oberen Formkasten 10 und einen unteren Formkasten 12, die von einer Führungsstange 14, welche an einem Lagertisch 16 der Form-Fertigungsmaschine befestigt ist, getragen sind. Die Formkästen 10 und 12 sind auf der Führungsstange 14 in deren Längsrichtung zueinander hin und voneinander weg bewegbar. Der Lagertisch 16 ist durch einen Arbeitszylinder 18 um etwa 90° zwischen einer in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten vertikalen Position und einer mit gestrichelten Linien dargestellten horizontalen Position im und gegen den Uhrzeigersinn, wie durch Pfeile in Fig. 1 angegeben ist, drehbar. Die Fertigungsmaschine weist ferner ein Paar von Pressvorrichtungen 20 und 22 auf, die an entgegengesetzten Seiten des Lagertisches 16 in horizontaler Lage so angeordnet sind, dass diese Pressvorrichtungen 20, 22 jeweils an dem oberen und unteren Formkasten 10 bzw. 12, die sich auf dem in horizontaler Lage befindlichen Lagertisch 16 befinden, zur Wirkung gebracht werden können. Oberhalb der Formkästen 10 und 12 auf dem in horizontaler Lage befindlichen Lagertisch 16 ist eine Blasvorrichtung 32 angeordnet, die eine Masse von Giesssand aufnimmt. Ferner sind, wenn der Lagertisch 16 vertikal angeordnet ist, oberhalb bzw. unterhalb der Formkästen 10 und 12 eine Form-Austrageinrichtung 24 und eine Form-Aufnahmeeinrichtung 26 vorgesehen derart, dass diese Einrichtungen 24 und 26 auf die Mittellinie der Formkästen 10, 12 ausgerichtet sind.
Wenn die Form-Fertigungsmaschine mit dem oben angegebenen Aufbau zur Herstellung einer Giessform verwendet wird, so wird der Lagertisch 16 zuerst in seiner vertikalen Position (ausgezogene Linien in Fig. 1) angeordnet. Dann wird durch eine geeignete Einrichtung zwischen den oberen und unteren Formkasten 10 bzw. 12 eine Formplatte eingesetzt, an der in ihrem mittigen Teil ein Modell 28 einstückig ausgebildet ist. Das Modell hat eine einem durch eine mittels der erfindungsgemäs-sen Form-Fertigungsmaschine herzustellenden Giessform zu erzeugenden Produkt entsprechende Gestalt. Wenn die Formplatte 30 zwischen die einander entgegengesetzten Stirnseiten des oberen und unteren Formkastens 10 bzw. 12 eingesetzt ist, werden die Formkästen zueinander hin bewegt, so dass die Formplatte 30 und die Formkästen 10, 12 übereinandergesetzt sind, wobei die Formplatte 30 zwischen den beiden Formkästen eingeklemmt ist, wie in Fig. 2A gezeigt ist.
Anschliessend wird der Lagertisch in die horizontale Position (gestrichelte Linien in Fig. 1) gedreht, und die offenen Stirnseiten des oberen und unteren Formkastens 10, 12 werden durch ebene Platten der Pressvorrichtungen 20, 22 abgeschlossen, wie in Fig. 2B gezeigt ist, wodurch innerhalb der Formkästen 10 und 12 zwei Formhöhlungen 34 bestimmt werden. Diese Formhöhlungen 34 werden mit dem in der Blasvorrichtung 32 enthaltenen Sand 38 gefüllt, wobei dieser in die Formhöhlungen 34 durch Speiseöffnungen 36 eingebracht wird, welche die zylindrischen Wände der Formkästen 10 und 12 durchsetzen.
Nach dem Füllen der Formhöhlungen 34 mit dem Sand 38 wird die Sandmasse durch Bewegungen der ebenen Platten der Pressvorrichtungen 20 und 22 verdichtet, wodurch die obere und untere Hälfte oder Sektion 40 bzw. 42 einer gewünschten Giessform gebildet werden.
Dann werden die Pressvorrichtungen 20, 22 von der oberen und unteren Formhälfte 40 sowie 42 wegbewegt, worauf der Lagertisch 16 in die vertikale Position gedreht wird. Anschliessend werden der obere und untere Formkasten 10 sowie 12 voneinander getrennt, während gleichzeitig die Formplatte 30 mit dem Modell 28 von der oberen und unteren Formhälfte 40 und 42, wie in Fig. 2C gezeigt ist, entfernt oder ausgebaut wird. Das Entfernen der Formplatte 3C wird üblicherweise durch geeignete, am oberen und unteren Formkasten 10 bzw. 12 befindliche Schubmechanismen so bewirkt, dass die Formplatte 30 von den Formkästen 10, 12 über eine geeignete Strecke weggedrückt wird, so dass sie bei einer Trennung des oberen und unteren Formkastens 10, 12 voneinander von der oberen und unteren Formhälfte 40, 42 entfernt werden kann.
Nachdem die Formplatte 30 aus dem Raum zwischen den Formkästen 10, 12 entfernt ist, wie in Fig. 2D gezeigt ist, werden die Formkästen mit den darin aufgenommenen Formhälften 40 und 42 stos-send aneinandergefügt. Falls notwendig, werden ein Kern oder Kerne in einem schliesslich in den Formhälften 40, 42 ausgebildeten Hohlraum angeordnet, bevor die Formkästen 10, 12 zusammengefügt werden. Wenn die obere und untere Formhälfte 40, 42 einander überlagern, werden sie durch die Form-Austrageinrichtung 24 aus den Formkästen 10 und 12 ausgebaut, wobei die aufeinandergesetzten Formhälften 40 und 42 durch die Form-Aufnahme-einrichtung 26 abgestützt werden, wie in Fig. 2E dargestellt ist. Auf diese Weise wird die Giessform aus den Formhälften 40 und 42 mit dem darin befindlichen Hohlraum 44, wie in Fig. 2F gezeigt ist, durch die erfindungsgemässe Form-Fertigungsmaschine hergestellt.
Um die Formplatte 30 aus den Formhälften 40 und 42 zu entfernen, kommen bei der erfindungs-gemässen Giessform-Fertigungsmaschine ein Form5
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platten-Ausbaumechanismus, wie er in den Fig. 3-5 gezeigt ist, wie auch der oben erwähnte Schubmechanismus zur Anwendung. Bei der in Rede stehenden Ausführungsform ist dieser Formplatten-Ausbaumechanismus lediglich am oberen Formkasten 10 angebracht.
Im einzelnen enthält der Formplatten-Ausbaumechanismus einen Vibrator 48 bekannter Art, der durch eine geeignete Energiequelle, wie Druckluft oder elektromagnetische Kraft, betrieben wird. Der Vibrator ist mit einer Lagerstange 60 durch eine Konsole 58 verbunden und abgestützt, wobei die Konsole 58 eine im allgemeinen kopfstehende, becherförmige Ausgestaltung hat, wie der Fig. 4 zu entnehmen ist. Der Vibrator 48 ist in der Konsole 58 aufgenommen und an dieser befestigt. Die an ihrem einen Ende an der Konsole 58 fest angebrachte Lagerstange 60 hat an ihrem von der Konsole 58 entfernten Abschnitt ein Aussengewinde-Endstück 62.
Am oberen Formkasten 10 ist an einer Aussen-fläche eines Zylinderwandteils 46 dieses Formkastens durch Schrauben 53 eine Befestigungs- oder Halterungseinrichtung 52 fest angebracht, welche eine in der axialen Richtung des Formkastens 10 sich erstreckende zylindrische Lagerhülse 50 besitzt. In das eine Ende der Bohrung dieser Lagerhülse 50 ist entfernt von der Trennfläche 69 zwischen dem oberen und unteren Formkasten 10 bzw. 12 bei Betrachtung in deren axialer Richtung eine Positionierbuchse 56 im Presssitz eingefügt. Diese Positionierbuchse 56 hat eine Bohrung 54, deren Durchmesser geringer ist als derjenige der Lagerhülse 50.
Die Lagerstange 60 für den Vibrator 48 erstreckt sich durch die Lagerhülse 50 sowie die Positionierbuchse 56 derart, dass das Aussengewinde-Endstück 62 aussenseitig der Positionierbuchse 56 sich befindet. Auf dieses Endstück 62 der Lagerstange 60 sind Muttern 64 und 66 geschraubt, wodurch der an der Lagerstange 60 feste Vibrator 48 mit Hilfe der Halterungseinrichtung 52 am oberen Formkasten 10 angebracht wird.
Die Lagerstange 60 wird von der Halterungseinrichtung 52 so getragen, dass sie in der Bohrung 54 der Positionierbuchse 56 gleitend an deren Wand in konzentrischer oder koaxialer Lagebeziehung zur Lagerhülse 50 anliegt. In diesem Zustand ist die Lagerstange 60 mit Bezug zur Lagerhülse 50 in deren axialer Richtung bewegbar. Es ist hier darauf hinzuweisen, dass die Lagerstange 60 einen kleinkaiibrigen Abschnitt 68 besitzt, der normalerweise innerhalb der Bohrung 54 der Positionierbuchse 56 angeordnet und von der Fläche der Bohrung 54 beabstandet ist, so dass der Gleitwiderstand der Lagerstange 60 mit Bezug zur Positionierbuchse 56 herabgesetzt wird.
Innerhalb der Bohrung der Lagerhülse 50 der Halterungseinrichtung 52 ist eine Schraubenfeder 70 vorgesehen, die rund um die Umfangsfläche der Lagerstange 60 herum angeordnet und in der axialen Richtung der Lagerhülse 50 zwischen der Positionierbuchse 56 sowie der Konsole 58 des Vibrators 48 komprimiert ist. Über die Konsole 58 drückt die Schraubenfeder 70 die Lagerstange 60 in Richtung zum Vibrator 48 hin, so dass ein Endabschnitt der Lagerstange 60 auf der Seite des Vibrators 48 aus der Lagerhülse 50 nach aussen ragt.
Die Strecke, über welche die Lagerstange 60 von der Lagerhülse 50 vorragt, wird durch die Lage der Mutter 64 mit Bezug zum Aussengewinde-Endstück 62 der Stange 60 bestimmt oder justiert. Bei der in Rede stehenden Ausführungsform ist die Lage der Mutter 64 so eingeregelt, dass der Vibrator 48 über eine geeignete Strecke von der Trennfläche 69 des oberen Formkastens 10 in der Längsrichtung der Stange 60 vorsteht.
Wenn die Formplatte 30 und der obere sowie untere Formkasten 10, 12 übereinandergesetzt sind, wobei die Formplatte 30 zwischen die Formkasten 10 und 12 eingefügt ist, wird der am oberen Formkasten 10 gemäss der obigen Beschreibung angebrachte Vibrator 48 in anstossende Berührung mit der Formplatte 30 gebracht, und er wird durch diese Platte 30 in Richtung zur Lagerhülse 50 gegen die Druckkraft der Schraubenfeder 70 zurückgedrückt, bis die Stirnfläche des Vibrators 48 mit der Trennfläche 69 bündig liegt, wie in Fig. 5 angegeben ist.
Da der Vibrator 48 zurückgedrückt wird, wird die Lagerstange 60 aus der Position von Fig. 3 gegen die Kraft der Feder 70 verlagert, so dass die Mutter 64 vom Ende der Positionierbuchse 56 beabstandet ist. In diesem Zustand ist die Stange 60 in der Längsrichtung mit Bezug zur Halterungseinrichtung 52 und insofern mit Bezug zum oberen Formkasten 10 hin- und herbewegbar.
Ferner wird die Lagerstange durch die Schraubenfeder 70 zur Formplatte 30 hin gedrückt, wodurch der mit dem Ende der Lagerstange 60 verbundene Vibrator durch die Druckkraft der Feder 70 in anstossender Berührung mit der Formplatte 30 gehalten wird.
Wenn der Vibrator 48 in Tätigkeit gesetzt wird, während die Formplatte 30 und der obere sowie untere Formkasten 10, 12 übereinandergesetzt sind, wird die Vibrationskraft des Vibrators 48 wirksam infolge der Druckkraft der Schraubenfeder 70, welche den Vibrator 48 gegen die Formplatte 30 drückt, übertragen. Jedoch wird die Übertragung der Vibrationskraft des Vibrators 48 auf den oberen Formkasten 10 durch die mit Bezug zur Halterungseinrichtung 52 hin- und hergehende Verlagerung der Lagerstange 60 beschränkt oder unterbunden.
Es ist klar, dass in dem Formplatten-Ausbaumechanismus der erfindungsgemässen Giessform-Fertigungsmaschine die Schraubenfeder 70 als ein Druckmittel dient, um den Vibrator 48 gegen die Formplatte 30 zu drücken und in Druckanlage an dieser Formplatte zu halten.
Bei dem Formplatten-Ausbaumechanismus mit dem oben beschriebenen Aufbau wird der Vibrator 48 betrieben, um bei einer Trennung des oberen und unteren Formkastens 10 und 12 voneinander, wie in Fig. 2C gezeigt ist, die Formplatte in Schwingungen zu versetzen. Als Ergebnis dessen wird diese Formplatte 30 auf leichte Weise von den oberen und unteren Formhälften 40, 42 ohne eine Beschädigung der Formhälften entfernt, da die
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Schwingungen des Vibrators 48 wirksam auf die Formplatte 30 und auf das an dieser ausgestaltete Modell 28 übertragen werden. Es ist im allgemeinen ratsam, dass der Vibrator 48 unmittelbar nach dem völligen Trennen der Formplatte 30 von den Formhälften 40 und 42 wirkungslos gemacht wird. Dieser Vorgang zum Abschalten des Vibrators 48 kann durch die Bedienungsperson der Maschine manuell oder durch Verwendung eines Endschalters, der imstande ist, die vollständige Trennung der Formplatte 30 festzustellen, bewirkt werden.
Insbesondere braucht der erfindungsgemässe, am oberen Formkasten 10 angebrachte Formplatten-Ausbaumechanismus nicht von der Formplatte 30 entfernt und an dieser angebracht zu werden, und er benötigt keine Trennung und erneute Verbindung mit einer elektrischen oder pneumatischen Energiequelle, wenn die Formplatte 30 einer ersten Art gegen eine solche einer zweiten Art, um eine neue Giessform herzustellen, ausgestauscht wird. Demzufolge kann der notwendige Umbau für unterschiedliche Formen auf einfache Weise in einer vergleichsweise kurzen Zeit bewerkstelligt werden, was zu einer erheblichen Steigerung in der Leistung der Maschine zum Herstellen von Formen resultiert.
Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die Schraubenfeder 70 nicht nur dazu dient, den Vibrator 48 unter einer Druckwirkung in Druckanlage an der Formplatte 30 zu halten, sondern auch dazu, den Vibrator 48 mit Bezug zum oberen Formkasten 10 elastisch nachgiebig zu lagern. Die Verwendung der einzigen Feder 70, um diese beiden Funktionen durchzuführen, trägt zu einer Verminderung in der Anzahl der Bauteile des Formplatten-Ausbaumechanismus und zur konstruktiven Vereinfachung des Mechanismus bei.
Wenngleich die Erfindung in ihrer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform lediglich zu Erläuterungszwecken beschrieben wurde, so ist klar, dass die Erfindung nicht auf die Einzelheiten der erläuterten und dargestellten Ausführungsform begrenzt ist, sondern auf andere Weise verwirklicht werden kann.
Beispielsweise ist die Konstruktion für die bewegliche Lagerung des Vibrators 48 mit Bezug zum oberen Formkasten 10 nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann in geeigneter Weise abgewandelt werden.
Insbesondere kann die Schraubenfeder 70 durch ein anderes Druckmittel, wie eine Belleville-Feder oder eine scheibenförmige Kegelfeder, eine Blattfeder oder Gummi- bzw. Elastmaterial ersetzt werden.
Ferner werden geeignete Mittel vorgesehen, um die Druckkraft der auf den Vibrator 48 wirkenden Schraubenfeder zu justieren. Beispielsweise kann der obere Formkasten 10 mit Einrichtungen versehen werden, um die Relativlage der Halterungseinrichtung 52 und des oberen Formkastens 10 zu verändern. Alternativ kann zwischen der Positionierbuchse 56 und dem entsprechenden Ende der Schraubenfeder 70 ein geeigneter Abstandshalter eingesetzt werden.
Obwohl die erläuterte Ausführungsform so ausgebildet ist, dass der durch die Feder 70 druckbelastete Vibrator 48 auf einem geeigneten Abstand über die Trennfläche 69 des oberen Formkastens 10 hinausragt, braucht der Vibrator nicht über diese Fläche 60 vorzustehen, wenn derjenige Teil der Formplatte 30, der mit dem Vibrator 48 in Berührung kommt, zum oberen Formkasten 10 hin vorragt.
Wenngleich der Formplatten-Ausbaumechanismus, der den Vibrator 48 einschliesst, hier lediglich am oberen Formkasten 10 angebracht ist, so kann er auch allein am unteren Formkasten 12 befestigt sein oder können zwei Formplatten-Ausbaumecha-nismen vorgesehen sein, von denen jeweils einer am oberen und unteren Formkasten 10 bzw. 12 angebracht wird. Darüber hinaus können mehrere solcher Mechanismen an einem der oder beiden Formkästen 10, 12 befestigt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene spezielle Ausführungsform der erfindungsgemäs-sen Giessform-Fertigungsmaschine begrenzt, vielmehr kann das Prinzip der Erfindung in gleichartiger Weise auf unterschiedliche Arten von Form-Fertigungsmaschinen angewendet werden, insbesondere auf solche Maschinen, die imstande sind, eine Giessform herzustellen, die ohne Formkästen verwendet wird, wie in Fig. 2F gezeigt ist.
Eine erfindungsgemässe Giessform-Fertigungs-maschine hat eine Formplatte und ein Paar von Formkästen, die so aufeinandergesetzt sind, dass die Formplatte zwischen die beiden Formkästen eingefügt ist. An der Formplatte ist einteilig mit dieser ein Modell ausgebildet, und die Formplatte bestimmt zusammen mit den Formkästen zwei Formhöhlungen, um zwei Hälften einer Giessform zu bilden. Die Form-Fertigungsmaschine enthält wenigstens einen Formplatten-Ausbaumechanis-mus, wobei jeder solche Mechanismus einen Vibrator besitzt, der von einem der beiden Formkästen so getragen wird, dass der Vibrator in einer Richtung, in welcher die Formplatte und die Formkästen einander überlagern, bewegbar ist. Ferner weist der Mechanismus ein Druckglied auf, um den Vibrator gegen die Formplatte zu drücken, so dass der Vibrator bei seinem Arbeiten die Formplatte in Schwingungen versetzt, um diese Platte von den Hälften der hergestellten Giessform zu entfernen.
Es ist klar, dass dem Fachmann bei Kenntnis der durch die Erfindung vermittelten Lehre Abwandlungen, Änderungen und Verbesserungen der beschriebenen Ausführungsform nahegelegt sind, die jedoch als in den Rahmen der Erfindung fallend anzusehen sind.
Claims (12)
1. Giessform-Fertigungsmaschine mit einer Formplatte (30) und einem Paar von Formkästen (10, 12), die derart übereinandergesetzt sind, dass die Formplatte zwischen die Formkästen eingefügt ist, wobei die Formplatte ein einstückig ausgestaltetes Modell (28) besitzt und mit dem Paar von Formkästen zur Abgrenzung von zwei Formhöhlungen (34), um zwei Hälften einer Giessform zu bilden, zusammenwirkt, gekennzeichnet durch wenigstens einen
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Formplatten-Ausbaumechanismus, der jeweils enthält:
- einen von einem Formkasten aus dem Formkastenpaar (10, 12) derart getragenen Vibrator (48), dass dieser in einer Richtung, in welcher die Formplatte (30) sowie das Formkastenpaar übereinandergesetzt sind, bewegbar ist, und
- Druckmittel (70), die den Vibrator (48) in der genannten Richtung gegen die Formplatte (30) pressen, so dass der Vibrator bei seinem Arbeiten der Formplatte Schwingungen vermittelt, um dadurch die Formplatte von den Formhälften (40, 42) der hergestellten Giessform zu trennen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Formplatten-Ausbaumechanismus eine an einem Formkasten aus dem Formkastenpaar (10, 12) befestigte, in der genannten Bewegungsrichtung des Vibrators (48) sich erstreckende Positionierbuchse (56) sowie eine durch die Positionierbuchse verlaufende, an ihrem einen Ende mit dem Vibrator verbundene Lagerstange (60) um-fasst, wobei die Druckmittel (70) am bewegbaren Vibrator durch die Lagerstange, die durch die Positionierbuchse hindurch bewegt wird, einen Druck aufbringen.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittel eine zwischen die Positionierbuchse (56) und den Vibrator (48) eingesetzte Schraubenfeder (70) umfassen.
4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstange (60) an ihrem vom vibratorseitigen Ende entfernten Ende ein Aussengewindestück (62) besitzt, das ausserhalb der Positionierbuchse (56) angeordnet ist, dass der Formplatten-Ausbaumechanismus eine auf das Aussengewindestück der Lagerstange geschraubte Mutter (64) umfasst, die durch die Druckkraft der Druckmittel (70) in anstossender Berührung mit der Positionierbuchse (56) gehalten ist, wenn der eine der Formkästen (10, 12) vom anderen beabstandet ist, und dass der Vibrator (48) sowie die Lagerstange (60) gegen die Druckkraft der Druckmittel (70) durch die Formplatte (30) bewegt werden, so dass die Mutter (64) von der Positionierbuchse beabstandet ist, wenn die Formplatte (30) und das Paar von Formkästen (10, 12) aufeinandergesetzt sind.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Formplatten-Ausbaumechanismus eine zwischen der Positionierbuchse (56) sowie dem Vibrator (48) angeordnete und an einem der Formkästen (10, 12) befestigte Lagerhülse (50) umfasst, die sich in der genannten Bewegungsrichtung des Vibrators erstreckt, wobei die Positionierbuchse (56) an der Lagerhülse fest angebracht ist derart, dass die Positionierbuchse und Lagerhülse zueinander koaxial sind, und dass die Lagerstange (60) durch die Lagerhülse sowie die Positionierbuchse hindurch verläuft.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierbuchse (56) eine Bohrung (54) mit einem gegenüber der Bohrung der Lagerhülse (50) geringeren Durchmesser hat und die Lagerstange (60) verschiebbar in dieser Bohrung (54) aufgenommen ist.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittel eine Schraubenfeder (70) umfassen, welche wenigstens teilweise innerhalb der Lagerhülse (50) aufgenommen und rund um die Lagerstange (60) herum angeordnet ist.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Formplatten-Ausbaumechanismus eine Konsole (58) enthält, durch welche der Vibrator (48) mit der Lagerstange (60) verbunden ist, wobei die Druckmittel (70) zwischen die Positionierbuchse (56) und die Konsole (58) eingesetzt sind.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrator (48) mit Abstand von einer Trennfläche (69) des einen Formkastens aus dem Formkastenpaar (10, 12) zum anderen Formkasten hin unter der Druckkraft der Druckmittel (70) vorsteht, wenn die beiden Formkästen voneinander beabstandet sind, und dass der Vibrator durch die Formplatte (30) gegen die Druckkraft der Druckmittel bewegt wird, wenn die Formplatte und das Formkastenpaar aufeinandergesetzt werden.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Formkasten (10) aus dem Formkastenpaar über dem anderen Formkasten (12) angeordnet ist, wenn der Vibrator (48) betrieben wird, um der Formplatte (30) zu deren Entfernen von den Formhälften (40, 42) der Giessform Schwingungen zu vermitteln.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis
10, gekennzeichnet durch einen eine Anordnung aus der Formplatte (30) sowie dem Formkastenpaar (10, 12) tragenden Lagertisch (16), der zwischen einer horizontalen Position, in der die Formhöhlungen mit einem die Giessform bildenden Material (38) gefüllt werden, und einer vertikalen Position, in der die Formplatte (30) von den Hälften der Giessform mit Hilfe des Vibrators (48) getrennt wird, drehbar ist.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis
11, gekennzeichnet durch einen einzigen, an einem Formkasten (10) aus dem Formkastenpaar (10, 12) angebrachten Ausbaumechanismus.
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