CH684625A5 - Stabile Kunststoffhülle für die Aufnahme eines Regenschirms und dessen abfliessenden Restwassers. - Google Patents
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Description
1
CH 684 625 A5
2
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine stabile Hülle für die Aufnahme eines nassen Regenschirms, welche die Ablage auf eine horizontale Unterlage (z.B. Auto-sitz) ermöglicht, ohne diese zu benässen.
Dies wird erreicht:
1. Indem die Öffnung der Hülle so konstruiert ist, dass beim Einschieben des nassen Regenschirms die dem Schirm anhaftende Wassermenge grösstenteils abgestreift wird.
2. Indem durch die Formgebung der Hülle verhindert wird, dass nach dem Einführen des Regenschirms in die Hülle die noch anhaftende Restwas-sermenge austreten kann.
Dies wird erreicht durch folgende konstruktive Massnahmen:
a) Die Hüllenachse bildet bei waagrechter Auflagefläche immer einen Neigungswinkel so, dass das Restwasser schwerkraftbedingt in die geschlossene Spitze der Hülle oder je nach Wasseranfall und Neigungswinkel auch in die übrigen Wasserfänge (vertiefte Hohlräume) fliesst.
b) Die Hüllenform des rotationssymmetrischen Körpers ist so ausgebildet, dass sich zwischen der Hülle und dem eingeschobenen Regenschirm Hohlräume bilden, die in der Lage sind, das am Schirm anhaftende Restwasser vollständig aufzunehmen.
c) Eine abdichtende Wirkung, die das Ausfliessen des Restwassers, selbst bei entgegengesetztem Neigungswinkel, erschwert, ist konstruktiv dadurch gelöst, indem an einigen Stellen die Hüllenform so eng gehalten wird, dass sie sich an den Schirm anschmiegt. Dies verhindert ferner das Ausfliessen des Wassers bei ruckweiser Beschleunigung oder brüsker Bremsung des Autos.
Regenschirmhüllen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt und die meisten davon sind geeignet Wasser zurückzuhalten.
Die erfindungsgemässe Ausführung zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass sie speziell für die tropffreie Ablage auf einer horizontalen Auflage konstruiert und in besonderem Masse dafür geeignet ist und sich für alle gebräuchlichen Damen- und Herrenschirme, wie Knirps, Stock- und Reklameschirm etc. verwenden lässt. Neu ist auch, dass die Hülle eine stabile Form aufweist und aus einem einzigen Stück besteht, welches im Hohlblasverfahren hergestellt wird.
Regenschirmhüllen, die aus mehreren Einzelstük-ken bestehen und sich teleskopartig zusammenschieben lassen, sind, nebst einfachen rollbaren Plastikhüllen, auf dem Markt erhältlich, müssen jedoch, um einen Wasseraustritt zu verhindern, in vertikale Position gebracht und befestigt werden. Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung im Schnitt:
Fig. 1 eine stabile Hülle nach Anspruch 1 bis 6
Fig. 2 und Fig. 3 je eine abgewandte Hülle nach Anspruch 7, 8
Gemäss Fig. 1 besteht die stabile Hülle für die Aufnahme eines Regenschirms aus einem rotationssymmetrischen Hohlkörper und weist eine Innenkontur (1) und eine mit konstanter Wandstärke dazu parallel verlaufende Aussenkontur (2) auf, in welche ein geschlossener Regenschirm eingeschoben werden kann.
Die Aussenkontur ist so gestaltet, dass die Mittelachse (3) der Hülle mit einer Auflagefläche (4) einen leichten Neigungswinkel (5) bildet, so dass Restwasser schwerkraftbedingt sich vorerst in der Spitze (15) der Hülle sammelt.
Durch die Formgebung bilden sich zwischen Hülle (1) und dem eingeschobenen Regenschirm an den Partien (9, 10, 11) Hohlräume, die ebenfalls in der Lage sind Restwasser aufzunehmen. Mengen-massig wird das aufzunehmende Wasservolumen durch die Schräglage der Mittelachse (3) wesentlich verstärkt.
Die Innenkontur (1) weist engere Durchmesserpartien (6, 7, 8) auf, die sich bei eingeschobenem Regenschirm an den Schirmstoff anlegen und dadurch eine abdichtende Wirkung haben sowie das Ausfliessen von Wasser verhindert.
Die Verengung an der Eintrittsöffnung (8) bewirkt zudem, dass beim Einschieben des nassen Regenschirms in die Hülle das anhaftende Wasser grösstenteils abgestreift wird. Die Abstreifwirkung beim Einschieben des Schirms, die bewusst vorgesehenen Hohlräume zur Aufnahme von Restwasser, die Abdichtwirkung an engeren Partien sowie die Schräglage der Mittelachse auf einer horizontalen Unterlage verhindern, dass Wasser austreten und die Unterlage, z.B. einen Autositz, benässen kann.
Bei geschlossenem Regenschirm kommen die vorstehenden Teile der den Schirmstoff verbindenden Stahlstäbchen in die Nähe des Handgriffes zu liegen. Wird nun der Regenschirm in die Hülle geschoben, so erfordert die Partie, in welche die Schirmstäbchen zu liegen kommen, eine spezielle Formgebung um ein problemloses Einführen und Herausnehmen des Schirms zu gewährleisten. Diesem Punkt wurde Rechnung getragen, indem die Innenkontur an den Stellen (12, 13, 14) stark gerundet und die Partien (15) mit einem Neigungswinkel ausgeführt wurde.
Der Hüllenkörper besteht aus einem Stück und wird in thermoplastischem Kunststoff im Blasverfahren in einer Spritzform hergestellt.
Fig. 2 und Fig. 3 zeigen abgewandelte Ausführungsbeispiele, welchen eigen ist, dass die Gesamtlänge im nicht benützten Zustand verkürzt ist.
In Fig. 2 wurde dies verwirklicht, indem die untere Partie der Hülle faltenbalgförmig (16) ausgeführt wird, welches sich beim Einschieben des Regenschirms von seiner ursprünglichen Länge (17) auf das Mass (18) verlängert.
In Fig. 3 wurde dies verwirklicht, indem die Hülle mindestens aus zwei Teilen hergestellt wird, die sich teleskopartig ineinander schieben lassen und dadurch die Gesamtlänge (19) auf das Mass (20) reduziert wird.
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CH 684 625 A5
Claims (8)
1. Stabile Hülle zur Aufnahme eines Regenschirms, die sich dadurch auszeichnet, dass sie angeformte Mittel aufweist, um das am Schirm abflies-sende Restwasser so aufzunehmen, dass beim Hinlegen auf eine horizontale Auflage kein Wasser austreten kann.
2. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Kunststoff in einem Stück hergestellt ist.
3. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen verengten Hülleneinlauf (8) aufweist, um sich dem einschiebenden Regenschirm anzuschmiegen und einen Teil des anhaftenden Wassers ausserhalb der Hülle abzustreifen, und dass zwei weitere Verengungen (6, 7) im oberen Teil der Hülle angeordnet sind, um hinsichtlich des Ausfliessens des Restwassers eine abdichtende Wirkung zu erzielen.
4. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Wassersammler drei Hohlkammern (9, 10, 11) aufweist, um bei eingeschobenem Regenschirm das abfliessende Restwasser aufzunehmen.
5. Hülle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkammern (9, 10, 11) volumen-mässig mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens betragen, um ein Mehrfaches des höchstmöglichen Restwassers eines Regenschirms aufnehmen zu können.
6. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als rotationssymmetrischer Hohlkörper ausgebildet ist, und dass die Mittelachse des hingelegten Hohlkörpers immer einen leichten Neigungswinkel gegenüber einer ebenen Auflagefläche (4) aufweist.
7. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie faltenbalgförmige Partien (16) aufweist, um sich der Länge des eingeschobenen Regenschirms anpassen zu können.
8. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Teilen besteht, die teleskopartig ineinander schiebbar sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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