CH684833A5 - Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle von Druckbogen. - Google Patents

Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle von Druckbogen. Download PDF

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CH684833A5
CH684833A5 CH365091A CH365091A CH684833A5 CH 684833 A5 CH684833 A5 CH 684833A5 CH 365091 A CH365091 A CH 365091A CH 365091 A CH365091 A CH 365091A CH 684833 A5 CH684833 A5 CH 684833A5
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Rudi Weiniger
Albrecht Voelz
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Roland Man Druckmasch
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    • B41F33/0036Devices for scanning or checking the printed matter for quality control

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Description

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CH 684 833 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle an Druckbogen, wie sie beispielsweise im Bereich des Bogenoffsetdrucks Verwendung finden.
Um die Qualität eines Druckbogens, beispielsweise eines auf einer Bogenoffsetdruckmaschine produzierten Druckbogens zu beurteilen, ist es bekannt, diesen Druckbogen auf ein Farbabstimmpult aufzulegen und ihn visuell abzumustern. Der Druckbogen kann ferner mittels verschiedener Messgeräte an mehreren Messorten (z.B. mitgedruckten Messmarken) fotoelektrisch abgetastet werden. Aus den Messsignalen werden anschliessend Qualitätsdaten gebildet.
Gemäss neueren Strategien zur Regelung des Druckprozesses werden häufig Qualitätsdaten messtechnisch im Druckbild selbst erfasst (kritische und bildwichtige Details wie beispielsweise Farbtöne). Entsprechend diesen Qualitätsdaten wird dann die Druckmaschine gesteuert und/oder diese werden protokolliert und es werden Zertifikate über die Qualität eines Druckauftrages erstellt. Als Messgeräte zur fotoelektrischen Abtastung werden beispielsweise Handdensitometer, Farbmessgeräte, Registermessgeräte, Videomessköpfe verwendet. Diese Geräte sind von Hand auf den gewünschten Messort zu positionieren - im Anschluss daran erfolgt dann die Messung.
Soll auf Grund einer Farbdichte- oder Farbortbestimmung an einem beliebigen Messort im Druckbild die Farbführung verändert werden, so ist wenigstens die Farbdosierzone zu bestimmen in welcher der Messort liegt (Messort quer zur Druckrichtung). Bei kleinformatigen Druckbogen, welche auf einem Farbabstimmpult mit Markierungen für die einzelnen Farbdosierzonen liegen - der Druckbogen wird beispielsweise durch Anlegen seiner Kanten an Anschläge in eine definierte Lage bezüglich dieser Markierungen gebracht - ist dies per Anvisieren durch die Bedienperson und anschliessendem manuellen Eingeben der Farbdosierzone noch leicht möglich. Schwieriger wird ein derartiges Vorgehen jedoch bei grossformatigen Druckbogen. Soll der Messort nicht nur quer, sondern auch in Druckrichtung bestimmt werden, so scheidet eine visuelle Messortbestimmung wegen zu geringer Genauigkeit aus.
Die DE 3 232 577 A1 beschreibt eine Vorrichtung an einem Farbabstimmpult, vermittels der ein Messgerät ferngesteuert an jeden beliebigen Messort des Druckbogens positioniert werden kann. Diese Vorrichtung besteht aus einer am rechten und einer am linken Rand des Farbabstimmpultes angebrachten Schiene sowie einer darauf beweglich angebrachten und sich über den Druckbogen erstreckenden Brücke. Das Messgerät (Abtastkopf) ist wiederum beweglich auf der Brücke angebracht. Der Antrieb von Messgerät und Brücke erfolgt durch fernansteuerbare Stellmittel. Entsprechend der Positioniergenauigkeit der Stellmittel ist somit die Lage des Messortes bekannt. Nachteilig ist hierbei jedoch, dass die Druckbogenfläche stets zu einem Teil von der das Messgerät tragenden Vorrichtung überdeckt ist. Das visuelle Beurteilen der Druckqualität durch einen Betrachter wird somit behindert (Abdecken und Schattenwurf durch Teile der Vorrichtung). Nachteilig ist ebenfalls, dass keine von Hand positionierbaren Messgeräte verwendet werden können, da über eine Fernsteuerung das Messgerät an den Messort gefahren werden muss. Besonders negativ wirkt sich dies aus, wenn mehrere Messorte fotoelektrisch abgetastet werden sollen.
Aus der DE 3 826 385 A1 ist eine Vorrichtung zum Auswerten von Druckvorlagen bekannt, bei der oberhalb des Farbabstimmpultes eine Projektionseinrichtung angeordnet ist, durch welche eine Lichtmarke auf dem Druckbogen projizierbar ist. Die Lichtmarke kann den Betrachter des Druckbogens auf verschiedene, bildwichtige Details aufmerksam machen, wobei diese Positionen vorher abgespeichert werden müssen. Eine Positionsbestimmung von manuell geführten Messgeräten ist aber nicht möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle an Druckbogen zu schaffen, bei dem ein Ausmessen von beliebig auf dem Druckbogen gelegenen Messorten mittels von Hand positionierbarer Messgeräte durchführbar ist und die Lage dieser Messorte bezogen auf den Druckbogen bestimmbar ist, ohne dass das visuelle Abmustern behindert wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle an Druckbogen, bestehend aus a) Mitteln auf einer dem Druckbogen als Unterlage dienenden Fläche, wodurch der Druckbogen bezüglich der Lage seiner Kanten definiert auflegbar ist,
b) einer oberhalb des Farbabstimmpultes angeordneten Projektionseinrichtung, vermittels der ein Lichtstrahl in jede Richtung des durch den Druckbogen und der Projektionseinrichtung definierten Raumwinkels projizierbar ist,
c) einer X-Y-Ablenkstufe, welche der Projektionseinrichtung vorgeschaltet ist, und dazu ausgebildet ist, die Ablenkung des Lichtstrahls derartig zu bewirken, so dass der Lichtstrahl mit hoher Geschwindigkeit in alle Richtungen des Raumwinkels projizierbar ist, und der die jeweils vorliegende Abien-kungsrichtung des Lichtstrahls in Form von Signalen entnehmbar ist,
d) wenigstens einem manuell an beliebiger Stelle des Druckbogens positionierbaren Messgerät, vermittels dem Messorte abtastbar sind, wobei das Messgerät einen Fotosensor aufweist, der sich während des Messvorganges genau senkrecht über dem Messort befindet ünd dem ein Signal entnehmbar ist, wenn dieser vom Lichtstrahl der Projektionseinrichtung getroffen wird,
e) einer Auswerteinheit, die dem Fotosensor nachgeschaltet ist und in Signalverbindung mit der X-Y-Ablenkstufe steht, welche dazu ausgebildet ist, aus den Signalen der Ablenkrichtung des Lichtstrahls bei der Signalabgabe des Fotosensors den durch das Messgerät abgetasteten Messort bezo5
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gen auf ein durch die Lage des Druckbogens definierten Koordinatensystems zu bestimmen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen in Verbindung mit der Beschreibung und den Zeichnungen.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird desweiteren an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 ein Farbabstimmpult nach der Erfindung,
Fig. 2 ein Beispiel für die Art der Ablenkung des Lichtstrahls innerhalb des durch den Druckbogen und die Projektionseinrichtung gebildeten Raumwinkels,
Fig. 3 ein Messgerät mit einem Fotosensor.
Die Oberfläche eines Farbabstimmpultes 1 dient einem Druckbogen 2 als Unterlage, wobei diese in vorteilhafter Weise zum Betrachter hin geneigt verläuft (Fig. 1). Es sind Anschläge 3 beispielsweise in Form von Schienen auf dem Farbabstimmpult 1 vorhanden, an welche der Druckbogen 2 in diesem Ausführungsbeispiel mit seiner unteren und linken Kante anlegbar ist. Der Druckbogen 2 befindet sich dadurch in einer definierten Lage auf dem Farbabstimmpult 1. Die mit N gekennzeichnete untere linke Ecke des Druckbogens 2 bildet somit den Nullpunkt eines Koordinatensystems, welches aus der unteren und der linken Kante des Druckbogens 2 gebildet wird (X, Y - Fig. 2).
Unterhalb der unteren Bogenkante und zum Be-diener hin gelegen sind beispielsweise Bedien- und Anzeigeinstrumente der Farbfernsteuerung 4.1-4.n angeordnet, wobei jede Einheit dieser Instrumente der Breite einer Farbdosierzone entspricht. In bekannter Weise liegt der Druckbogen 2 dabei derartig zu der Anordnung der Bedien- und Anzeigeinstrumente der Farbfernsteuerung 4.1-4.n - durch die Anordnung der Anschläge 3 auf dem Farbabstimmpult 1 - so dass die Farbzonen auf den Druckbogen 2 mit den Bedien- und Anzeigeelementen der Farbzonen korrespondieren. Am Farbabstimmpult 1 können weitere Bedien- und Anzeigeinstrumente, beispielsweise für die Registerfernverstellung oder Feuchtmittelführung vorhanden sein. Durch nicht dargestellte, sich oberhalb des Farbabstimmpultes 1 befindende Beleuchtungseinrichtungen wird der Druckbogen 2 zur visuellen Qualitätsbeurteilung beleuchtet.
Zur messtechnischen Qualitätsdatenerfassung wird der Druckbogen 2 durch manuell zu führende Messgeräte 5 an verschiedenen Messorten ausgemessen, wobei in Fig. 1 eines dargestellt ist. Bei den Messgeräten 5 kann es sich wie bereits in Beschreibungseinleitung angedeutet um Densitometer, Farb-messgeräte, Registermessgeräte oder Videomessköpfe handeln. Die durch fotoelektrische Abtastung an verschiedenen Messorten gewonnenen Messsignale werden dann über Anschlussleitungen oder sonstige Übertragungsmittel zu Erfassungs- und Verarbeitungseinrichtungen geleitet, die die Messsignale zu Qualitätsdaten aufbereiten, welche dann anzeigbar, protokollierbar oder direkt in Form von Stellbefehlen der Druckmaschine zuführbar sind.
Oberhalb des Farbabstimmpultes 1 ist beispielweise mittels eines Galgens 6 eine Projektionseinrichtung 7 angebracht, vermittels der ein Lichtstrahl 8 in jede Richtung des durch den Druckbogen 2 und der Lichtaustrittsöffnung der Projektionseinrichtung 7 definierten Raumwinkelbereiches lenkbar ist. Der Lichtstrahl 8 kann also auf jeden Punkt des Druckbogens 2 gerichtet werden. An dem Galgen 6 können auch die nicht dargestellten Beleuchtungseinrichtungen angebracht sein.
Bei der Projektionseinrichtung 7 handelt es sich in einfacher Weise um eine Lichtquelle, beispielsweise einen Laser, dessen Licht über motorisch angetriebene optische Ablenkmittel (Prismen, Linsen, Spiegel) auf jeden Punkt des Druckbogens 2 - es sei hier das grösstmögliche Bogenformat angenommen - ablenkbar ist. Die Projektionseinrichtung 7 bzw. die motorisch angetriebenen optischen Ablenkmittel werden von einer X-Y-Ablenkstufe 9 angesteuert und zwar derart, so dass der Lichtstrahl 8 mit hoher Geschwindigkeit nacheinander auf jeden Punkt des Druckbogens 2 gerichtet wird. Dieser Vorgang kann daher auch als «Abscannen» bezeichnet werden. Der Vorgang wird periodisch wiederholt. Ein Beispiel dafür, wie der Lichtstrahl 8 mit hoher Geschwindigkeit nacheinander auf jeden Punkt des Druckbogens 2 gerichtet werden kann, zeigt in vereinfachter Weise Fig. 2. Dargestellt ist quasi der Abtastweg einer durch den Lichtstrahl 8 gebildeten Lichtmarke auf dem Druckbogen 2. Hiernach ist der Abtastweg mäanderförmig und beginnt in der linken oberen Ecke bei A (Anfang) und endet in der rechten unteren Druckbogenecke bei E (Ende). Bei E angelangt erfolgt dann beispielsweise ein Rücksprung (gestrichelte Linie), woraufhin ein neuer Vorgang eingeleitet wird. Selbstverständlich kann der Lichtstrahl 8 auch nach einem anderen Prinzip über die Fläche des Druckbogens 2 geführt werden. Ein Beispiel dafür wäre das Ablenkprinzip des Elektronenstrahls innerhalb einer Fernsehbildschirmröhre. Auch muss die «Abtastfläche» des Lichtstrahls 8 nicht gleich der des Druckbogens 2 entsprechen. Die «Abtastfläche» des Lichtstrahls 8 wird aus weiter unten beschriebenen Gründen in vorteilhafter Weise um einen bestimmten Betrag grösser als die Fläche des Druckbogens 2 gewählt werden. Wie bereits weiter oben angedeutet, soll vom Lichtstrahl 8 auch der grösstmögliche auf dem Farbabstimmpult 1 auflegbare Druckbogen 2 noch erfasst werden können. Entsprechend dieser Vorgabe sind die motorisch angetriebenen optischen Ablenkmittel der Projektionseinrichtung 7 sowie die X-Y-Ablenkstufe 9 auszulegen.
Da die Bewegung des Lichtstrahls 8 über die Fläche des Druckbogens 2 der Bewegung des Elektronenstrahls innerhalb einer Bildschirmröhre eines Fernsehgerätes ähnelt (Beispiel nach Fig. 2), so wird auch die X-Y-Ablenkstufe 9 ähnlich den Vertikal-Horizontal-Ablenkstufen der Fernsehtechnik aufgebaut sein (Rechteck- oder Sägezahngeneratoren).
Nach der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, dass jedes manuell auf dem Druckbogen 2 positionierbare Messgerät 5 einen Fotosensor 10 aufweist, der genau dann ein Signal abgibt, wenn dieser vom
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Lichtstrahl 8 getroffen wird. Im einfachsten Fall besteht der Fotosensor 10 aus einer Fotodiode oder einem Fototransistor, wobei die spektrale Empfangscharakteristik der spektralen Sendecharakteristik der Lichtquelle der Projektionseinrichtung 7 an-gepasst ist.
Fig. 3 zeigt als Beispiel ein Messgerät 5 in Form eines Handdensitometers. In bekannter Weise besteht dieses aus einem an einer Grundplatte G schwenkbar angebrachten Messkörpers M mit einer Messoptik 0. Die Grundplatte G weist eine Visierblende V auf, mit welcher der Messort angepeilt wird. Der Messvorgang wird bei diesem Handdensi-tometer durch Herunterdrücken des Messkörpers M eingeleitet, wobei dann die Messoptik 0 in den Bereich der Visierblende V zum Liegen kommt. Der Fotosensor 10 ist also derartig am Messkörper M angebracht, so dass er während des Messvorgangs genau senkrecht über dem Messort liegt.
Wird nachdem das Messgerät 5 auf dem Messort positioniert wurde die Messung eingeleitet, so trifft der Lichtstrahl 8 den Fotosensor 10 nach einer von der Lage des Messortes auf den Druckbogen 2 und der Ablenkgeschwindigkeit des Lichtstrahls 8 abhängigen Zeit, woraufhin der Fotosensor 10 ein Signal in Form eines Impulses abgibt. Dem Fotosensor 10 ist eine Auswerteinheit 11 nachgeschaltet, welcher auch die Ablenksignale der X-Y-Ablenkstu-fe 9 zugeführt werden. Die Auswerteinheit 11 ist dazu ausgebildet aus der Ablenkung des Lichtstrahls 8 zum Zeitpunkt der Signalabgabe des Fotosensors 10 die Position des Messortes im Koordinatensystem des Druckbogens zu berechnen (X, Y - Fig. 2). Die Position des Messortes ergibt sich dabei in einfacher Weise aus der räumlichen Geometrie der Anordnung Druckbogen 2 und Projektionseinrichtung 7, wobei noch die Höhe des Fotosensors 10 über den Druckbogen 2 mit zu berücksichtigen ist. Die Auswerteinheit 11 ist dabei in einfacher Weise als ein Rechner ausgeführt, dem über entsprechende Interfacegruppen sowohl die Ablenksignale der X-Y-Ablenkstufe 9 als auch das Signal (Impuls) des Fotosensors 10 zuführbar ist. Durch den mit dem dicken Pfeil angedeuteten Ausgang der Auswerteinheit 11 ist dann die Position des Messortes auf den Druckbogen 2 weiteren Verarbeitungseinheiten zuführbar, wobei beispielsweise eine Anzeige des Messortes auf einem Bildschirmgerät erfolgt.
Damit der Fotosensor 10 nicht durch das Drucksaallicht, insbesondere durch die Beleuchtung des Farbabstimmpultes 1 negativ beeinflusst wird, kann die Lichtquelle der Projektionseinrichtung 7 beispielsweise unsichtbares Licht in Form von UV-oder IR-Licht (UV-, IR-Laser) aussenden. Entsprechend müsste dann der Fototransistor 10 auf die Strahlung dieser Lichtquelle abgestimmt sein.
Wie bereits weiter oben angedeutet, besteht der Fotosensor 10 im einfachsten Fall aus einer Fotodiode oder einem Fototransistor. Die lichtempfindliche Fläche eines solchen Fotosensors ergibt dann im Wesentlichen die Genauigkeit der Messortbestimmung. Als Fotosensor 10 kann aber auch ein flächensensitiv auf Bestrahlung reagierender Sensor vorgesehen sein, beispielsweise ein sogenannter
Vier-Quadranten-Sensor. Dessen Ausgangssignalen ist dann entnehmbar, auf welche Stelle der fotosensitiv reagierenden Fläche der Lichtstrahl 8 gerichtet wurde. Die Auswerteinheit 11 ermittelt die Position des Messortes dann auch in Verbindung mit diesen Signalen.
Der Fotosensor 10 wie in Beispiel zu Fig. 3 angedeutet einen bestimmten Abstand von der Oberfläche des Druckbogens 2 einnimmt, wird eine Positionsbestimmung von Messorten in Randbereichen des Druckbogens 2 wegen der Schräge des Lichtstrahls 8 eine Parallaxe zwischen dem eigentlichen Messort und dem Fotosensor 10 bezogen auf die Projektionseinrichtung 7 entstehen. Durch entsprechende Kalibrierung, d.h. durch rechnerische Berücksichtigung dieser Höhe innerhalb der räumlichen Geometrie der Anordnung von Druckbogen 2 und Projektionseinrichtungen 7 wird jedoch dies bei der Positionsbestimmung mitberücksichtigt. Die Parallaxe ist auch der Grund, warum die unter oben stehende «Abtastfläche» um einen bestimmten Betrag grösser sein soll, als die Fläche des grössten Druckbogens 2. So sind auch Messorte bestimmbar, welche fast ganz am Bogenrand (Kante) liegen.
In einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung sind auf der Oberfläche des Farbabstimmpultes 1 an bestimmten festen Orten um den Druckbogen 2 - maximales Bogenformat angenommen - vier weitere Fotosensoren 10.1-10.4 angeordnet, welche die maximal vom Lichtstrahl 8 zu überfahrende Fläche also den maximalen Raumwinkel definieren. Diese Fotosensoren 10.1-10.4 sind an die X-Y-Ablenkstufe 9 geschaltet und dienen Kalibrierzwecken. Bei Inbetriebnahme des Farbabstimmpultes werden die motorisch angesteuerten optischen Ablenkmittel der Projektionseinrichtung 7 derartig von der Ablenkstufe 9 angesteuert, so dass die Fotosensoren 10.1-10.4 jeweils einmal vom Lichtstrahl der Projektionseinrichtung 7 getroffen werden. Diese derartig erfassten Stellungen (diejenigen Stellungen, welche sich bei Signalabgabe eines der Fotosensoren 10.1-10.4 ergeben) werden dann gespeichert und für die Positionsbestimmung des Messortes mit berücksichtigt. Auch kann nach dieser Kalibrierung die X-Y-Ablenkstufe 9 den Lichtstrahl 8 nun nur noch derartig ablenken, so dass dieser niemals ausserhalb des durch die Fotosensoren 10.1-10.4 definierten Raumwinkels gerichtet wird.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Farbabstimmpult zur visuellen und messtechnischen Qualitätskontrolle an Druckbogen, bestehend aus a) Mitteln auf einer dem Druckbogen als Unterlage dienenden Fläche, wodurch der Druckbogen bezüglich der Lage seiner Kanten definiert auflegbar ist,
    b) einer oberhalb des Farbabstimmpultes (1) angeordneten Projektionseinrichtung (7), vermittels der ein Lichtstrahl (8) in jede Richtung des durch den Druckbogen (2) und der Projektionseinrichtung (7) definierten Raumwinkels projizierbar ist,
    c) einer X-Y-Ablenkstufe (9), welche der Projek5
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    d) wenigstens einem manuell an beliebiger Stelle des Druckbogens positionierbaren Messgerät, vermittels dem Messorte abtastbar sind, wobei das Messgerät (5) einen Fotosensor (10) aufweist, der sich während des Messvorganges genau senkrecht über dem Messort befindet und dem ein Signal entnehmbar ist, wenn dieser vom Lichtstrahl (8) der Projektionseinrichtung (7) getroffen wird,
    e) einer Auswerteinheit (11), die dem Fotosensor (10) nachgeschaltet ist und in Signalverbindung mit der X-Y-Ablenkstufe (9) steht, welche dazu ausgebildet ist, aus den Signalen der Ablenkrichtung des Lichtstrahls (8) bei der Signalabgabe des Fotosensors (10) den durch das Messgerät (5) abgetasteten Messort bezogen auf ein durch die Lage des Druckbogens (2) definierten Koordinatensystems zu bestimmen.
    2. Farbabstimmpult nach Anspruch 1, bei welchem der von der Projektionseinrichtung (7) emittierte Lichtstrahl (8) aus für das menschlische Auge unsichtbaren Licht besteht.
    3. Farbabstimmpult nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die Projektionseinrichtung (7) als Lichtquelle einen Laser aufweist und der Lichtstrahl (8) mittels motorisch ansteuerbarer optischer Mittel ablenkbar ist.
    4. Farbabstimmpult nach Anspruch 2 und 3, bei welchem der Laser ein IR-Laser ist.
    5. Farbabstimmpult nach Anspruch 2 und 3, bei welchem der Laser ein UV-Laser ist.
    6. Farbabstimmpult nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem der Fotosensor (10) als eine Fotodiode oder ein Fototransistor ausgebildet ist, wobei die spektrale Empfangscharakteristik des Fotosensors (10) an die spektrale Sendecharakteristik der Lichtquelle der Projektionseinrichtung (7) ange-passt ist.
    7. Farbabstimmpult nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem der Fotosensor (10) als ein flächensensitiver Sensor, beispielsweise in Form eines Vier-Quadranten-Sensors ausgebildet ist.
    8. Farbabstimmpult nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem das Messgerät (5) ein Handden-sitometer oder ein Handfarbmesskopf oder ein Registermessgerät oder ein Videomesskopf ist.
    9. Farbabstimmpult nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welchem auf dem Farbabstimmpult (1) vier weitere Fotosensoren (10.1 bis 10.4) angeordnet sind, wobei diese eine Fläche begrenzen, die grösser ist als das grösste Format eines Druckbogens (2) der auf dem Farbabstimmpult (1 ) auflegbar ist, und die Fotosensoren (10.1 bis 10.4) an die X-Y-Ablenkstufe (9) geschaltet sind und dass durch die X-Y-Ablenkstufe (9) die Ablenkungsrichtungen des Lichtstrahls (8), welche sich ergeben, wenn Lichtstrahl (8) auf einen der Fotosensoren (10.1 bis 10.4) gerichtet ist, erfassbar und für die späteren
    Ablenkungsvorgänge des Lichtstrahls (8) abspeicherbar sind.
    10. Farbabstimmpult nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei welchem die Mittel (3) als Anschläge ausgebildet sind.
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