CH684895A5 - Faserkräuselvorrichtung. - Google Patents
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Description
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CH 684 895 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Faserkräuselvorrich-tung gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Derartige Vorrichtungen dienen dazu, synthetische Fasern, die von Faserzieheinrichtungen geradlinig gezogen wurden, mit Kräuseln zu versehen. Sie weisen insbesondere eine Ringwalze mit einem vergleichsweise grossen Durchmesser sowie eine Innenwalze auf, die mit dem Inneren der Ringwalze derart in Berührung ist, dass sich beide Walzen bei gleicher Oberflächengeschwindigkeit in die gleiche Richtung drehen, wobei sie gegeneinander drücken, und die Faserbündel, die aufeinanderfolgend zwischen diese zwei Walzen eingeführt werden, mit Kräuseln versehen.
Der Faserkräuselabschnitt solcher Faserkräusei-vorrichtungen kann vergrössert werden, indem eine Quetschwalze als Innenwalze verwendet wird, und dies wiederum erlaubt höhere Umdrehungsgeschwindigkeiten der Quetschwalze, was zu einer Beschleunigung des Kräuselverfahrens führt. Dies wird beispielsweise im Britischen Patent Nr. 1 408 235, dem US-Patent Nr. 4 908 920 und der japanischen Veröffentlichung der noch nicht geprüften Patentanmeldung Nr. Hei 1-201540 beschrieben.
Die Quetschwalze, mit der die obengenannte konventionelle Vorrichtung versehen ist, ist so ausgeführt, dass die Flächen der inneren und äusseren Walzen mit den parallel zueinander stehenden Fasern in Berührung kommen. Während die Faserbündel zwischen diese zwei Flächen eingeführt werden, werden ihre flachen Bereiche bis zu einem gewissen Grad durch Vorbeiführen an einer Führung in einem früheren Kräuselstadium in Form gebracht. Sobald aber das Faserbündel die Quetschwalze passiert, werden seine beiden Seitenbereiche dünn, und daher ist der Druck auf diese Bereiche ungenügend im Vergleich zu demjenigen, der auf den relativ dicken Mitteibereich wirkt.
Darüber hinaus ist die Drehkraft der Walzen in den Seitenbereichen nicht ausreichend im Vergleich zu derjenigen im Mittelbereich und verzögert die Zufuhr der Fasern. Das führt zu einer ungleichmäs-sigen Kräuselung, d.h. dass es zu einer Erzeugung von unregelmässiger Wellung, einer Beimischung von nichtgekräuselten Fasern oder einem beidseitigem Faserflug von verzögerten Fasern zum äusseren Teil der Walzendruckflächen kommt. Aus diesem Grund ist die homogene Kräuselung von Faserbündeln ohne Beschädigung bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten problematisch.
Die vorliegende Erfindung schlägt daher vor, dass eine Steuervorrichtung auf den Oberflächen der Ringwalze und der besagten Innenwalze gebildet wird, welche die Faserbündel zwischen den Walzen hält, um die Dicke des im Klemmbereich befindlichen Faserbündels in Querrichtung zu steuern.
Gemäss der vorliegenden Erfindung, bei der eine Vorrichtung zur Steuerung der Querdicke des in der Klemmzone befindlichen Faserbündels direkt auf den Flächen der Ringwalze und der Innenwalze, die das Faserbündel zwischen sich halten, gebildet wird, hält die Quetschwalze selbst das Faserbündel,
um das Problem des ungenügenden Drucks auf die beiden Seitenbereiche zu lösen und unregelmässige Kräuselungen oder eine Beimischung von ungekräuselten Fasern zu verhindern. Darüber hinaus wird die Drehkraft der Quetschwalze als Vorschubkraft gleichmässig auf die volle Breite des Faserbündels übertragen.
Die bevorzugte Ausführung der Steuervorrichtung in Form einer Rilie bzw. Rillen auf entweder einer oder beiden Flächen, der Aussenfläche der Innenwalze und/oder der Innenfläche der Ringwalze, macht es ferner einfach, die Steuervorrichtung auszubilden, und ist besonders vorteilhaft, wenn wenig Abweichungen in der Zufuhrmenge bzw. in der Qualität des zu kräuselnden Materials auftreten.
Falls die Steuervorrichtung der vorliegenden Erfindung dadurch gebildet wird, dass entweder je eine oder beide Flächen, die Aussenfläche der Innenwalze und/oder die Innenfläche der Ringwalze mit einem elastischen Material wie beispielsweise Gummi versehen wird, ändert sich die Druckfläche elastisch entsprechend der der Quetschwalze zugeführten Faserbündelmenge. Sogar wenn die Fasermenge auf beiden Seiten des Faserbündejs extrem klein ist, kann sich die Druckfläche dieser Änderung anpassen. Im Hinblick auf diese Eigenschaften ist die vorliegende Erfindung besonders vorteilhaft.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 ist ein teilweise im Schnitt dargestellter Aufriss des Beispiels I der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 ist ein teilweise im Schnitt dargestellter Aufriss des Beispiels II.
Fig. 3 ist ein teilweise im Schnitt dargestellter Aufriss des Beispiels III.
Fig. 4 ist eine vereinfachte seitliche Darstellung, die zeigt, wie die Quetschwalze von der Art einer Walze mit innerem Kontakt gestaltet ist.
In den Zeichnungen ist 1 eine Ringwalze mit einem verhältnismässig grossen Durchmesser und einer Nabe 2 auf der einen Seite. Die Ringwalze 1 wird mittels der Drehachse 3 in eine Richtung gedreht. 4 ist eine Innenwalze, die so gelagert ist, dass sie innen mit der Ringwalze 1 in Kontakt steht, und die mittels der Drehachse 5, die auf der einen Seite mit der Innenwalze einstückig ausgebildet ist, mit fast der gleichen Geschwindigkeit in die gleiche Richtung wie die Ringwalze 1 gedreht wird. A ist eine Steuervorrichtung, die auf den Oberflächen der Ringwalze 1 und der Innenwalze 4 gebildet ist und die im Klemmbereich die Querdicke des zwischen den beiden Walzen gehaltenen Faserbündels steuert.
Beim in Fig. 1 gezeigten Beispiel I besteht die Steuervorrichtung A der vorliegenden Erfindung aus einer kreisförmigen Nut 6, die auf der Aussenfläche der Innenwalze 4 gebildet ist.
Beim Beispiel II laut Fig. 2 besteht die Steuervorrichtung A aus einer kreisförmigen Nut 7, die auf der Innenfläche der Ringwalze 1 gebildet ist.
Die Steuervorrichtung im Beispiel III laut Fig. 3 besteht aus zwei einander gegenüberliegenden Nu-
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ten, d.h. einer kreisförmigen Nut 6 auf der Innenwalze und einer weiteren kreisförmigen Nut 7 auf der Ringwalze 1.
Die gezeigten Nuten 6 und 7 haben einen flachen Nutengrund. Es kommen jedoch auch Nutenformen in Frage, deren Ouerschnitt rund bzw. fast oval gekrümmt oder spindelförmig oder halbspindelförmig ist.
Bei den in den Zeichnungen dargestellten Beispielen besteht die Steuervorrichtung A aus einer kontinuierlichen Nut, die auf der Oberfläche der Walzen gebildet ist. Sie kann aber auch durch das Aufbringen eines elastischen Materials wie beispielsweise Gummi auf entweder nur die Innenwalze 4 oder die Ringwalze 1 oder auf beide Walzen gebildet werden.
Die Faserkräuselvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung, die eine Steuervorrichtung A, die entweder auf einer oder beiden Flächen, der Oberfläche der Innenwalze 4 und/oder der Oberfläche der Ringwalze 1, gebildet wird, umfasst, um die Querdicke des Faserbündels in der Klemmzone zu steuern, macht die Querdicke des Faserbündels im Klemmbereich gleichmässig oder bewirkt eine elastische Veränderung der Druckfläche entsprechend der Querdicke des Faserbündels. Dadurch wird in der Querrichtung eine gleichmässige Konstriktion und ein gleichmässiger Druck auf das Faserbündel B, das zwischen der Innenwalze 4 und der Ring walze 1 hindurchläuft, ausgeübt (vgl. Fig. 4), und es wird eine gleichmässige Zufuhrgeschwindigkeit über die volle Breite erreicht. Damit wird ermöglicht, Fasern zu kräuseln, ohne dass eine unregelmässige Wellung oder eine Beimischung ungekräuselter Fasern entsteht. Des weiteren wird eine Verzögerung in der Zufuhr der Fasern verhindert, die sonst leicht auf beiden Seiten des Faserbündels eintreten kann.
Claims (3)
1. Faserkräuselvorrichtung, bestehend aus einer Ringwalze (1) mit einem verhältnismässig grossen Durchmesser, die in eine Richtung rotiert, und aus einer Innenwalze (4), die derart angeordnet ist, dass sie mit der Ringwalze (1) in innerem Kontakt steht, und die, während sie das Faserbündel (B) zwischen sich und der Ringwalze (1) hält, in die gleiche Richtung und mit der gleichen Oberflächengeschwindigkeit rotiert, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (A) auf den Oberflächen der Ringwalze (1) und/oder der Innenwalze (4) vorgesehen ist, die das Faserbündel zwischen den Walzen hält, um die Dicke des im Klemmbereich befindlichen Faserbündels (B) in Querrichtung zu steuern.
2. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (A) aus einer Nut oder Nuten (6, 7) besteht, die auf entweder einer oder beiden Oberflächen, der Aussenfläche der Innenwalze (4) und/oder der Innenfläche der Ringwalze (1) gebildet ist (sind).
3. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (A) durch das Auftragen eines elastischen Materials wie beispielsweise Gummi auf entweder eine oder beide Oberflächen, auf die Aussenfläche der Innenwalze (4) und/oder die Innenfläche der Ringwalze (1 ) gebildet ist.
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