CH685206A5 - Dilatationselement. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Diiatationselement zum Überbrücken einer Dehnungsfuge an einem Bauwerk, bestehend aus einem flexibel verformbaren Dichtungselement als Verformungsglied und zwei daran angebrachten Blechrandstreifen.
Solche Dilatationselemente sind bekannt. Sie dienen zum Überbrücken einer Baufuge z.B. innerhalb der Dichtungshaut eines Flachdachs oder als Dehnungselement z.B. für eine Randeinfassung eines Flachdachs. Generell können solche Dilatationselemente auch zur Bildung von Metallanschlüssen an Bauwerken verwendet werden.
Bei den bekannten Dilatationselementen besteht das verformbare Dichtungselement (Verformungsglied) aus einem flachen, gegebenenfalls profilierten Streifen aus natürlichem oder künstlichem Gummi oder elastischem Kunststoff. Ein solcher Mittelstreifen muss elastische Eigenschaften haben, um die bei Wärmedehnungen oder -Schrumpfungen am Gebäude auftretenden Verformungen durch entsprechende Schrumpf- oder Dehnungsbewegungen aufzunehmen. Dabei kann sich der elastische Mittelstreifen gegenüber den Blechrandstreifen nach oben oder unten durchwölben, wenn er nicht weiter in sich selbst schrumpfen kann, oder er kann von den Blechrandstreifen abreissen, wenn bei Dehnung die Zugspannung auf den elastischen Mittelstreifen zu gross wird.
Der Erfindung liegt demgemäss die Aufgabe zugrunde, ein Dilatationselement zu schaffen, das sich im praktischen Einsatz, also nach dem Einbau in einem Bauwerk, nicht oder nur unwesentlich aufwölben kann und das andererseits grosse Verformungen aufnehmen kann, ohne abzureissen.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemässen Dilatationselement durch die Merkmale gemäss Anspruch 1 gelöst. Das Verformungsglied ist also als flexibles, verformbares Hohlprofil ausgebildet, das zwischen den Blechrandstreifen so befestigt ist, dass es bei deren Querbewegungen zwischen den Blechrandstreifen abrollt.
Infolge der Rollbewegung sind Aufwölbungen des Verformungsglieds senkrecht zur Ebene der Blechrandstreifen kaum noch möglich. Ferner können mittels der Rollbewegung grosse Wege in der Ebene der Blechrandstreifen quer zur Baufuge bewältigt werden. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass das Verformungsglied, wie bei den bekannten Dilatationselementen, elastisch ausgebildet ist. Statt einem gummiartigen Material kann also für das erfindungs-gemässe Verformungsglied auch ein nicht elastisches, nur flexibles Material eingesetzt werden, beispielsweise geeignete Kunststoffe, imprägnierte Fasergebilde oder Textilien o.dgl. Das Verformungsglied kann, sofern es aus gummiartigem Material besteht, mit den Blechrandstreifen durch Vulkanisation verbunden sein. Im übrigen kann aber das Verformungsglied durch geeignete Klebetechniken oder Haftverbindungen an den Blechrandstreifen angebracht sein, wobei nur darauf zu achten ist, dass die Verbindung wasserdicht sein muss.
Für die Ausbildung des Hohlprofils des Verformungsglieds bestehen verschiedene Möglichkeiten. So kann das Hohlprofil entweder ringsum geschlossen, also schlauchartig, oder auf verschiedene Weise offen ausgebildet sein. Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Patentansprüchen.
Die Blechrandstreifen können einander überlappend oder mit seitlichem Abstand voneinander angeordnet sein, wobei jeweils das Verformungsglied in entsprechender Weise zwischen oder an den Blechrandstreifen befestigt ist.
Um ein zwischen den Blechrandstreifen frei liegendes Verformungsglied vor schädlichen Einflüssen durch Sonne, Ozon oder sonstige Umweltbedingungen zu schützen, kann eine Blechabdeckung angebracht werden. Diese kann so ausgebildet sein, dass sie mit der Oberfläche der Blechrandstreifen praktisch bündig ist, so dass also keine Erhebungen oder Stolperstellen gebildet sind, was insbesondere auf einem Flachdach wichtig ist.
Das Dilatationselement kann in Längsrichtung der Blechrandstreifen und des Verformungsglieds eine grosse Länge haben; es kann also praktisch endlos hergestellt werden. Mit der Erfindung lassen sich aber auch kürzere Dilatationselemente mit Bewegungsnullpunkt ausbilden. Solche Elemente sind insbesondere für Dachrandeinfassungen bestimmt, an denen infolge der dort verwendeten Blechteile grosse Wärmebewegungen auftreten, die über das Dilatationselement in die anschliessende Dachhaut eingeleitet werden, die selbst wesentlich geringere Wärmebewegungen ausführt, so dass längs des Dilatationselements die Wärmebewegungen von einem Maximalwert auf den Wert Null abgebaut werden müssen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung, die mehrere erfindungsgemässe Dilatationselemente im Querschnitt schematisch zeigt.
Fig. 1 zeigt ein Dilatationselement mit einem geschlossenen Verformungsglied;
Fig. 2 zeigt ein Dilatationselement mit einem einseitig offenen Verformungsglied;
Fig. 3 zeigt ein Dilatationselement, das nach aussen geschlossen, aber nach innen offen ist;
Fig. 4 zeigt ein Dilatationselement mit einem geschlossenen Verformungsglied;
Fig. 5 zeigt ein Dilatationselement mit einem offenen Verformungsglied;
Fig. 6 zeigt eine andere Ausführung eines Dilatationselements mit einem offenen Verformungsglied;
Fig. 7 zeigt eine Dilatationselement mit offenem Verformungsglied und Blechabdeckung;
Fig. 8 zeigt eine andere Ausführung eines Dilatationselements mit offenem Verformungsglied und Blechabdeckung;
Fig. 9 zeigt ein Dilatationselement mit offenem oder geschlossenem Verformungsglied mit Blechabdeckung.
Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen hat das Dilatationselement zwei Blechrandstreifen 1 und 3 und ein dazwischen angebrachtes, flexibel verformbares Dichtungselement 5, das im folgenden
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auch als Verformungsglied 5 bezeichnet wird. Im folgenden werden den Bezugsziffern 1, 3 und 5 Indizes nachgestellt, die den jeweiligen Zeichnungsfiguren 1 bis 9 entsprechen.
Die Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 sind mit den Biechrandstreifen 1 und 3 jeweils über Haftverbindungen 7 verbunden. Bei Verwendung eines gummiartigen Materials für die Verformungsglieder 5 kann es sich um Vulkanisationsfugen 7 (Gummi-Metall-Verbindung) handeln. Wenn das Material der Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 nicht vulkanisationsfähig ist, kann es sich um Klebeverbindungen oder sonstige Haftverbindungen 7 handeln.
Die Dichtungseiemente oder Verformungsglieder 5 sind jeweils als Hohlprofile ausgebildet, die mittels der Haftverbindungen 7 rollfähig zwischen den Blechrandstreifen 1 und 3 befestigt sind. Die Blechrandstreifen 1 und 3 überbrücken gemeinsam mit den Verformungsgliedern 5 eine nicht dargestellte Baufuge oder Dehnungsfuge. Wegen der Wärmedehnungen und Wärmeschrumpfungen am Bauwerk sind die Blechrandstreifen 1 und 3 jeweils in ihren Ebenen aufeinander zu und voneinander weg bewegbar. Die Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 nehmen die gegenläufigen Bewegungen der Blechrandstreifen 1 und 3 auf und sorgen so für eine Abdichtung der Baufuge in allen denkbaren Relativstellungen der Bauwerksteile.
In allen dargestellten Fällen sind die Verformungsglieder 5 so an den Blechrandstreifen 1 und 3 befestigt, dass sie sich zwischen diesen in einer Hin- und Herbewegung abrollen können. Die Verformungsglieder 5 müssen also in Richtung der Ebenen der Blechrandstreifen 1 und 3 genügend lange Flächenteile aufweisen, die nicht durch die Haftverbindungen 7 mit den benachbarten Blechrandstreifen 1 oder 3 verbunden sind. Nur so ist die vorgesehene Abrollbewegung möglich. In den Zeichnungen sind die Teile der Dilatationselemente im allgemeinen in einer neutralen Mittelstellung zueinander gezeigt, so dass Relativbewegungen der Blechrandstreifen 1 und 3 jeweils in zueinander entgegengesetzten Richtungen möglich sind, die jeweils eine Abrollbewegung der Verformungsglieder 5 zwischen den Blechrandstreifen 1 und 3 zur Folge haben. Bei diesen Rollbewegungen bleibt die Gesamtbauhöhe der Dilatationselemente fast unverändert, da die Rollbewegungen infolge der Flexibilität der Verformungsglieder 5 sich praktisch nur in Ebenen parallel zu den Ebenen der Blechrandstreifen 1 und 3 abspielen.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist das Hohlprofil 5.1 des Verformungsglieds schlauchartig ausgebildet, also in Umfangsrichtung ringsum geschlossen. Es kann lediglich offene Enden haben. Die Blechrandstreifen 1.1 und 3.1 sind einander überlappend angeordnet, so dass das Hohlprofil 5.1 mittels einer Haftverbindungsstelle 7 an der Oberseite des unteren Blechrandstreifens 1.1 und mittels einer weiteren Haftverbindungsstelle 7 an der Unterseite des oberen Blechrandstreifens 3.1 befestigt ist. Wie durch gestrichelte Linien angedeutet ist, kann der linke Blechrandstreifen 1.1 links von dem Hohlprofil 5.1 mit einer nach oben gerichteten Abkröpfung 1.12 ausgebildet sein, so dass seine Oberseite bündig mit der Oberseite des rechten Blechrandstreifens 3.1 liegt. Dabei kann auch das rechte, freie Ende 1.11 des unteren Blechrandstreifens 1.1 nach oben bis unter den rechten Blechrandstreifen 3.1 schräg abgekröpft sein, so dass eine beidseits optisch geschlossene Ausbildung erzielt ist. Trotzdem sind Dilatationsbewegungen in Richtung der Ebenen der Blechrandstreifen 1.1 und 3.1 möglich, weil das linke Ende 3.11 des oberen Blechrandstreifens 3.1 einen seitlichen Abstand (Bewegungsspiel) gegenüber der Abkröpfung 1.12 des linken Blechrandstreifens 1.1 aufweist. Das linke Ende 3.11 des oberen Blechrandstreifens 3.1 kann aber auch auf den unteren Blechrandstreifen 1.1 auflaufen und so die Abkröpfung 1.12 abdek-ken.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Blechrandstreifen 1.2 und 3.2 in entsprechender Weise wie bei Fig. 1 einander überlappend angeordnet. Das dazwischen über Haftverbindungsstellen 7 befestigte Hohlprofil 5.2 ist einseitig offen, weist also an seiner linken Seite eine Öffnung 5.21 auf. Im übrigen entspricht das Ausführungsbeispiel von Fig. 2 demjenigen von Fig. 1. Auch die Funktionsweise ist die gleiche.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 sind die Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 wieder einander überlappend angeordnet. Hier ist jedoch ein Hohlprofil
5.3 über zwei Haftverbindungsstellen 7 an den Unterseiten beider Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 befestigt. Das Hohlprofil 5.3 hat etwa in der Mitte an seiner Oberseite eine Öffnung 5.31, die sich also im wesentlichen parallel zu der Ebene der Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 erstreckt. Anstelle der Öffnung 5.31 könnte das Hohlprofil 5.3 aber auch ringsum vollständig geschlossen, also schlauchartig ausgebildet sein. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine Rollbewegung in dem vorher beschriebenen Sinn möglich.
Dabei können die Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 aufeinander gleiten. Ein Anhaften der Blechrandstreifen aneinander kann durch geeignete Trennmittel, wie Silikone, vermieden werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind die Blechrandstreifen 1.4 und 3.4 in einer gemeinsamen Ebene angeordnet und weisen zwischen sich einen Abstand 9 auf. Ein ringsum schlauchartig geschlossenes Verformungsglied oder Hohlprofil 5.4, dessen Enden offen sein können, ist über Haftverbindungsstellen 7 an den beiden Oberseiten der beiden Blechrandstreifen 1.4 und 3.4 befestigt. Bei einer Relativbewegung der Blechrandstreifen 1.4 und 3.4 unter Vergrösserung oder Verkleinerung des Abstands 9 rollt wiederum das Hohlprofil 5.4 im wesentlichen in der Ebene der Blechrandstreifen
1.4 und 3.4 ab. Bei einer Verminderung des Abstands 9 wird sich dabei das Hohlprofil 5.4 nach unten oder nach oben etwas durchwölben. Bei einer Vergrösserung des Abstands 9 müsste das Hohlprofil 5.4 wenigstens im Bereich zwischen den beiden Haftverbindungsstellen 7 querelastisch sein, um nicht abzureissen.
Entsprechendes gilt bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, wenn dort die offene Oberseite 5.31
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des Hohlprofils 5.3 durch das Material des Hohlprofils überbrückt wäre, so dass dann auch dieses Material mindestens in dem Bereich 5.31 querelastisch sein müsste.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5 liegen die Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 im wesentlichen in einer Ebene. Das an der Unterseite offene Hohlprofil 5.5 ist um die Innenkanten der Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 herumgeführt und an deren Unterseite mittels Haftverbindungsstellen 7 befestigt. Auch hier ist bei Querbewegungen der Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 die beschriebene Abrollbewegung des Hohlprofils 5.5 möglich.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 6 entspricht weitgehend demjenigen von Fig. 5. Zusätzlich sind hier auch an der Oberseite der Blechrandstreifen 1.6 und 3.6 im Bereich von deren Innenkanten Haftverbindungsstellen 7 angeordnet, so dass das Hohlprofil 5.6 sowohl an der Unterseite als auch an der Oberseite der Innenkanten der Blechrandstreifen 1.6 und 3.6 befestigt ist. Auch hierbei wird bei der Abrollbewegung, je nach Bewegungsrichtung, Material der Wand des Hohlprofils 5.6 von aussen zu dem Abstand 9 zwischen den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.6 und 3.6 hin gezogen oder von diesem Bereich seitlich nach aussen verschoben, wobei die Verlagerung dieses Wandmaterials des Hohiprofils 5.6 jeweils seitlich ausserhalb der oberen Haftverbindungsstellen 7 erfolgt.
Auch bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 5 und 6 könnte der Abstand 9 zwischen den Innenkanten der Blechrandstreifen durch Wandmaterial der Hohlprofile 5.5 und 5.6 überbrückt sein, wobei jedoch dieses Material querelastisch sein müsste, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4.
Die Dilatationselemente nach den Fig. 3 bis 6 können an einer Baufuge so eingebaut werden, dass die Hohlprofile 5.3, 5.4, 5.5 oder 5.6 nach oben oder nach unten oder auch nach einer Seite weisen.
Die Fig. 7, 8 und 9 zeigen Ausführungsbeispiele mit unterschiedlich ausgebildeten Blechabdeckungen 11 auf der Oberseite der jeweiligen Hohlprofile, wodurch die Einbaulage vorgegeben ist.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 7 weist ein an der Unterseite der Innenkanten der Blechrandstreifen 1.7 und 3.7 über Haftverbindungsstellen 7 befestigtes Hohlprofil 5.7 auf, das nach oben offen ist. In seinem mittleren Bereich zwischen den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.7 und 3.7 weist das Hohlprofil 5.7 eine nach oben gerichtete Materialverstärkung 5.71 auf. An deren Oberseite ist über eine weitere Haftverbindungsstelle 7.7 ein Abdeckblech 11.7 befestigt, das sich in einer Ebene parallel zu den Blechrandstreifen 1.7 und 3.7 nach aussen über deren Innenkanten hinweg erstreckt. Somit überdeckt die Blechabdeckung 11.7 vollständig die offene Oberseite des Hohlprofils 5.7, wodurch dieses gegen äussere Einflüsse, wie Sonnenstrahlung, Ozon, Verschmutzung o.dgl. geschützt ist. Die Blechabdeckung 11.7 liegt dicht über den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.7 und 3.7, ist diesen gegenüber jedoch seitlich verschiebbar, was gegebenenfalls durch Trennmittel unterstützt werden kann.
Damit das Hohlprofil 5.7 im Bereich der Materialverstärkung 5.71 nicht zu dick wird, kann an deren Unterseite eine Vertiefung 5.72 vorgesehen sein. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist, wie bei den vorhergehenden, das Hohlprofil 5.7 zwischen den Blechrandstreifen 1.7 und 3.7 rollfähig.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist ein Hohlprofil 5.8 verwendet, das im wesentlichen den gleichen Querschnitt haben kann wie das Hohlprofil
5.7 von Fig. 7, mit Ausnahme der Materialverdik-kung 5.71. Um die offene Oberseite des Hohlprofils
5.8 abzudecken und vor Umwelteinflüssen zu schützen, ist hier eine Blechabdeckung 11.8 mit Seitenrändern 11.81 in die seitlichen Öffnungen des Hohlprofils 5.8 eingeführt. Dabei kann die Blechabdeckung 11.8 durchgehend eben sein. Sie kann aber auch, wie in Fig. 8 gezeigt, im Bereich zwischen den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.8 und 3.8 nach oben weisende Abkröpfungen 11.82 aufweisen, so dass dann die Oberseite der Blechabdeckung 11.8 etwa bündig mit der Oberseite der Blechrandstreifen 1.8 und 3.8 liegt. Die seitliche Er-streckung der Ränder 11.81 und der Abkröpfungen 11.82 der Blechabdeckung 11.8 muss so gewählt werden, dass eine ungehinderte Abrollbewegung des Hohlprofils 5.8 in zueinander entgegengesetzten Richtungen zusammen mit Querbewegungen der Blechrandstreifen 1.8 und 3.8 möglich ist.
Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem sich die Innenkanten der Blechrandstreifen 1.9 und
3.9 wiederum überlappen. Ein Hohlprofil 5.9 ist über Haftverbindungsstellen 7 an der Oberseite beider Blechrandstreifen 1.9 und 3.9 wie dargestellt befestigt. Dabei kann das Hohlprofil 5.9 im mittleren Bereich 5.91 an der Unterseite offen sein, oder es kann, wie gestrichelt gezeichnet, im Bereich 5.91 den Abstand zwischen den beiden Haftverbindungsstellen 7 überbrücken, wodurch sich ein geschlossenes Hohlprofil 5.9 ergeben würde, das mindestens im mittleren Bereich 5.91 querelastisch sein müsste. An der Oberseite des Hohlprofils 5.9 ist über eine weitere Haftverbindungsstelle 7.9 eine Blechabdeckung 11.9 befestigt, die die ganze Breite des Hohlprofils 5.9 mit reichlichem seitlichem Spiel überdeckt und die an den seitlichen Enden nach unten gerichtete Abkröpfungen 11.91 aufweisen kann. Hierdurch ergibt sich eine mechanisch und optisch weitgehend abgeschlossene Ausbildung, bei der das Hohlprofil 5.9 gut gegen Umwelteinflüsse geschützt ist.
In Weiterbildung des Ausführungsbeispiels von Fig. 2 ist eine Anordnung denkbar, die zwei zueinander entgegengesetzte Hohlprofile 5.2 aufweist, deren offene Seiten 5.21 entweder einander zugekehrt sind, so dass sich eine ähnliche Ausbildung wie bei Fig. 1 ergeben würde, oder deren offene Seiten 5.21 voneinander abgewandt sind, also jeweils seitlich nach aussen weisen. Im Rahmen der Erfindung sind noch weitere Ausbildungen der Hohlprofile als Verformungsglieder möglich, wobei die Hohlprofile jeweils so geformt und an den Blechrandstreifen befestigt sein müssen, dass eine Abrollbewegung der Hohlprofile bei Temperaturänderungen möglich ist.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 4,
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5, 6, 7 und 9 kann jeweils mindestens einer der Blechrandstreifen 1 und 3 oder können beide Blechrandstreifen 1 und 3 seitlich des jeweiligen Verformungsglieds 5 nach oben abgekröpft sein, so dass die Oberflächen der Blechrandstreifen 1 und 3 mit der Oberfläche des Verformungsglieds oder Hohlprofils 5 und/oder der Oberfläche der daran angebrachten Blechabdeckung 11 bündig ist.
Unter Verwendung der beschriebenen Hohlprofile 5 als Verformungsglieder lassen sich auch Dilatationselemente begrenzter Länge mit Bewegungsnullpunkt herstellen. In diesem Fall könnte mindestens eines der Enden des jeweiligen Hohlprofils im Bereich des Bewegungsnullpunkts geschlossen ausgebildet sein, weil dort eine Querbewegung bei Temperaturunterschieden nicht nötig oder nicht vorgesehen ist. In entsprechender Weise könnten dann die Blechrandstreifen an diesem Ende des Dilatationselements miteinander verbunden sein, so dass die Blechrandstreifen eine einstückige, flache, gabelförmige Ausbildung haben könnten. Statt solcher Einkopfelemente können auch Doppelkopfelemente hergestellt werden, also Dilatationselemente bestimmter Länge, die an beiden Enden je einen Bewegungsnullpunkt aufweisen und die nur in dem Längsbereich zwischen den Enden querbeweglich sind.
Die beschriebenen Dilatationselemente lassen sich beispielsweise wie folgt herstellen:
Die Blechrandstreifen 1 und 3 werden an den späteren Haftverbindungsstellen 7 mit einem Haftmittel vorbehandelt und zusammen mit den vorbereiteten Hohlprofilen 5 flach in eine Vulkanisationsoder Klebepresse eingelegt. Dabei wird ein stabför-miger Formpresskern in das Hohlprofil eingesetzt, der bewirkt, dass ein Pressdruck zwischen dem Hohlprofil und den Blechrandstreifen nur an den gewünschten Haftverbindungsstellen 7 übertragen wird.
Auf Teile des Hohlprofils 5, die sich später bei der Rollbewegung berühren, kann zum Verhindern eines Anhaftens oder Verklebens eine Gleitschicht, z.B. ein Silikon, aufgebracht werden. Ein solches Anhaften oder Verkleben der Hohlprofile, z.B. infolge von Hitzeeinwirkungen, kann auch durch geeignete Materialwahl verhindert werden.
Claims (19)
1. Dilatationselement zum Überbrücken einer Dehnungsfuge an einem Bauwerk, bestehend aus einem flexibel verformbaren Dichtungselement als Verformungsglied (5) und zwei daran angebrachten Blechrandstreifen (1, 3), dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungsglied (5) als Hohlprofil ausgebildet und rollfähig zwischen den Blechrandstreifen (1, 3) befestigt ist.
2. Dilatationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechrandstreifen (1, 3) einander überlappend angeordnet sind und das Verformungsglied (5) zwischen den überlappenden Teilen befestigt ist (Fig. 1, 2, 3, 9).
3. Dilatationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechrandstreifen (1, 3) mit seitlichem Abstand (9) voneinander angeordnet sind und das Verformungsglied (5) an deren einander benachbarten Randteilen befestigt ist (Fig. 4, 5, 6, 7, 8).
4. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (5.1, 5.4, 5.9) schlauchartig ausgebildet ist.
5. Dilatationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (5.2, 5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) mindestens einseitig offen ausgebildet ist.
6. Dilatationselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Seite (5.21) des Hohlprofils (5.2) seitlich nach aussen weist.
7. Dilatationselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Seite (5.31, 5.91) des Hohlprofils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) im wesentlichen parallel zu der Ebene der Biechrandstreifen (1, 3) liegt.
8. Dilatationselement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) zweiseitig offen ausgebildet ist.
9. Dilatationselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden offenen Seiten des Hohlprofils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) zur Mitte des Hohlprofils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) hinweisen.
10. Dilatationselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verformungsglied (5) eine Blechabdeckung (11) angebracht ist, die sich parallel zu den Blechrandstreifen (1, 3) erstreckt.
11. Dilatationselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechabdeckung (11.8) seitlich in die offenen Seiten des Hohlprofils (5.8) eingreift.
12. Dilatationselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechabdeckung (11.7, 11.9) an der Oberseite des Verformungsglieds (5.7, 5.9) befestigt ist.
13. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungsglied (5.7) im Bereich zwischen den Blechrandstreifen (1.7, 3.7) eine Materialverstärkung (5.71) aufweist.
14. Dilatationselement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Materialverstärkung (5.71) eine Vertiefung (5.72) vorgesehen ist.
15. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechrandstreifen (1, 3) an mindestens einem Ende des Dilatationselements gabelartig miteinander verbunden sind.
16. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Enden des Hohlprofils (5) geschlossen ist.
17. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Blechrandstreifen (1.1 ) seitlich des Verformungsglieds (5.1) abgekröpft ist (1.11, 1.12) und dass seine Oberfläche mit der Oberfläche des Verformungsglieds (5.1) und/oder der daran angebrachten Blechabdeckung (11) bündig ist (Fig. 1).
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18. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechabdeckung (11.8) derart abgekröpft ist (11.82), dass ihre Aussenfläche mit den Blechrandstreifen (1.8, 3.8) bündig ist (Fig. 8).
19. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechabdeckung (11.9) seitlich des Verformungsglieds (5.9) derart abgekröpft ist (11.91), dass ihre Aussenkanten das Verformungsglied (5.9) überdecken (Fig. 9).
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