DE4105486C2 - Dilatationselement - Google Patents
DilatationselementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dilatationselement zum Überbrücken einer Deh
nungsfuge an einem Bauwerk, bestehend aus einem flexibel verformbaren
Dichtungselement (Verformungsglied) und zwei daran angebrachten Blech
randstreifen.
Solche Dilatationselemente sind bekannt. Sie dienen zum Überbrücken ei
ner Baufuge z. B. innerhalb der Dichtungshaut eines Flachdachs oder als
Dehnungselement z. B. für eine Randeinfassung eines Flachdachs. Generell
können solche Dilatationselemente auch zur Bildung von Metallanschlüssen
an Bauwerken verwendet werden.
Bei den bekannten Dilatationselementen besteht das verformbare Dich
tungselement (Verformungsglied) aus einem flachen, gegebenenfalls profi
lierten Streifen aus natürlichem oder künstlichem Gummi oder elastischem
Kunststoff. Ein solcher Mittelstreifen muß elastische Eigenschaften ha
ben, um die bei Wärmedehnungen oder -schrumpfungen am Gebäude auftreten
den Verformungen durch entsprechende Schrumpf- oder Dehnungsbewegungen
aufzunehmen. Dabei kann sich der elastische Kittelstreifen gegenüber den
Blechrandstreifen nach oben oder unten durchwölben, wenn er nicht weiter
in sich selbst schrumpfen kann, oder er kann von den Blechrandstreifen
abreißen, wenn bei Dehnung die Zugspannung auf den elastischen Mittel
streifen zu groß wird.
Aus der DE-Zeitschrift "Der Tiefbau", 1961, Heft 5, Seite 275 bis 286, insbesondere Abb.
18a ist ein gattungsgemäßes Dilatationselement bekannt, bei dem die Blechrandstreifen im
eingebauten Zustand parallel zu der Dehnungsfuge an deren einander gegenüberliegenden
Innenseiten angeordnet sind. Damit erfolgt bei Bewegungen des Bauwerks, zum Beispiel bei
einer Querverschiebung in Richtung der Dehnungsfuge oder bei einem Höhenversatz der zu
beiden Seiten der Dehnungsfuge liegenden Bauwerksteile, eine Abrollbewegung des Dich
tungselements in Richtung der Dehnungsfuge bzw. parallel zu der Fugenebene. Die beiden
Blechrandstreifen bewegen sich dabei gegenläufig zueinander in Richtung der Dehnungsfuge.
Aus DE-GM 17 93 920 ist ein Dehnungsfugenprofil für Flachdächer mit Blechrandstreifen
bekannt. Hierbei wird die Dehnungsfuge ebenfalls durch ein flexibel verformbares, hohles
Dichtungselement überbrückt. Bei einer gegenseitigen Bewegung der Randstreifen senkrecht
zu deren Flächen, also bei einem Höhenversatz der Randstreifen gegeneinander, kann hierbei
eine gewisse Abrollbewegung des Dichtungselements in Richtung der Dehnungsfuge erfolgen,
wobei sich das Dehnungsprofil zumindest schräg stellt. Bei einer Bewegung der Randstreifen
im wesentlichen parallel zu ihren Ebenen erfolgt hierbei keine Abrollbewegung, sondern das
Dichtungselement wird nur quer zur Dehnungsfuge gedehnt oder gestaucht.
Aus DE-GM 66 10 735 ist ein ähnliches Dilatationselement mit einem flexibel verformbaren,
hohlen Dichtungselement bekannt, bei dem eine Abrollbewegung nicht vorliegt. Bei einer
Verformung dieses Dilatationselements in Richtung der Ebenen der Blechrandstrefen wird
wiederum das Dichtungselement nur gedehnt oder gestaucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dilatationselement zu schaffen, das sich im
praktischen Einsatz, also nach dem Einbau in einem Bauwerk, nicht oder nur unwesentlich
aufwölben kann, dessen Gesamtbauhöhe also im wesentlichen unveränderlich ist, und das
andererseits große Verformungen aufnehmen kann, ohne abzureißen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Infolge der Rollbewegung sind Aufwölbungen des verformbaren Dichtungselements senkrecht
zur Ebene der Blechrandstreifen kaum noch möglich. Ferner können mittels der Rollbewe
gung große Wege in der Ebene der Blechrandstreifen quer zur Baufuge bewältigt werden.
Hierbei est es nicht erforderlich, daß das Dichtungselement wie bei den bekannten Dilations
elementen elastisch ausgebildet ist. Statt einem gummiartigen Material kann also für das
erfindungsgemäße Dichtungselement auch ein nicht elastisches, nur flexibles Material eine
setzt werden, beispielsweise geeignete Kunststoffe, imprägnierte Fasergebilde oder Textilien
o. dgl. Das Dichtungselement kann, sofern es aus gummiartigem Material besteht, mit den
Blechrandstreifen durch Vulkanisation verbunden sein. Im übrigen kann aber das Dichtungs
element durch geeignete Klebetechniken oder Haftverbindungen an den Blechrandstreifen
angebracht sein, wobei nur darauf zu achten ist, daß die Verbindung wassserdicht sein muß.
Für die Ausbildung des Hohlprofils des Dichtungselements bestehen verschiedenen Möglich
keiten. So kann das Hohlprofil entweder ringsum geschlossen, also schlauchartig, oder auf
verschiedene Weise offen ausgebildet sein. Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Patent
ansprüchen.
Die Blechrandstreifen können einander überlappend oder mit seitlichem Abstand voneinander
angeordnet sein, wobei jeweils das Dichtungselement in entsprechender Weise zwischen oder
an den Blechrandstreifen befestigt ist.
Um ein zwischen den Blechrandstreifen frei liegendes Dichtungselement vor schädlichen
Einflüssen durch Sonne, Ozon oder sonstige Umweltbedingungen zu schützen, kann eine
Blechabdeckung angebracht werden. Diese kann so ausgebildet sein, daß sie mit der Ober
fläche der Blechrandstreifen praktisch bündig ist, so daß also keine Erhebungen oder Stolper
stellen gebildet sind, was insbesonders auf einem Flachdach wichtg ist.
Das Dilationselement kann in Längsrichtung der Blechrandstreifen und des Dichtungselements
eine große Länge haben; es kann also praktisch endlos hergestellt werden. Mit der Erfindung
lassen sich aber auch kürzere Dilatationselemente mit Bewegungsnullpunkt ausbilden. Solche
Elemente sind insbesondere für Dachrandeinfassungen bestimmt, an denen infolge der dort
verwendeten Blechteile große Wärmebewegungen auftreten, die über das Dilatationselement
in die anschließende Dachhaut eingeleitet werden, die selbst wesentlich geringere Wärmebe
wegungen ausführt, so daß längs des Dilatationselements die Wärmebewegungen von einem
Maximalwert auf den Wert Null abgebaut werden müssen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung, die mehrere erfindungsgemäße Dilata
tionselemente im Querschnitt schematisch zeigt.
Fig. 1 zeigt ein Dilatationselement mit einem geschlossenen Dichtungselement;
Fig. 2 zeigt ein Dilatationselement mit einem einseitig offenen Dichtungselement;
Fig. 3 zeigt ein Dilatationselement, das nach außen geschlossen, aber nach innen offen ist;
Fig. 4 zeigt ein Dilatationselement mit einem offenen Dichtungselement;
Fig. 5 zeigt eine andere Ausführung eines Dilatationselements mit einem offenen Dich
tungselement;
Fig. 6 zeigt ein Dilatationselement mit offenem Dichtungselement und Blechabdeckung;
Fig. 7 zeigt eine andere Ausführung eines Dilatationselements mit offenem Dichtungs
element und Blechabdeckung;
Fig. 8 zeigt ein Dilatationselement mit offenem oder geschlossenem Dichtungselement
mit Blechabdeckung.
Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen hat das Dilatationselement zwei Blechrand
streifen 1 und 3 und ein dazwischen angebrachtes, flexibel verformbares Dichtungselement 5,
das im folgenden auch als Verformungsglied 5 bezeichnet wird. Im folgenden werden den
Bezugsziffern 1, 3 und 5 Indizes nachgestellt, die den jeweiligen Zeichnungsfiguren 1 bis 8
entsprechen.
Die Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 sind mit den Blechrandstreifen 1 und 3
jeweils über Haftverbindungen 7 verbunden. Bei Verwendung eines gummiartigen Materials
für die Verformungsglieder 5 kann es sich um Vulkanisationsfugen 7 (Gummi-Metall-Verbin
dung) handeln. Wenn das Material der Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 nicht
vulkanisationsfähig ist, kann es sich um Klebeverbindungen oder sonstige Haftverbindungen
7 handeln.
Die Dichtungselemente oder Verformungsglieder 5 sind jeweils als Hohlprofile ausgebildet,
die mittels der Haftverbindungen 7 rollfähig zwischen den Blechrandstreifen 1 und 3 befestigt
sind. Die Blechrandstreifen I und 3 überbrücken gemeinsam mit den Verfomungsgliedern 5
eine nicht dargestellte Baufuge oder Dehnungsfuge. Wegen der Wärmedehnungen und
Wärmeschrumpfungen am Bauwerk sind die Blechrandstreifen 1 und 3 jeweils in ihren
Ebenen aufeinander zu und voneinander weg bewegbar. Die Dichtungselemente oder Verfor
mungsglieder 5 nehmen die gegenläufigen Bewegungen der Blechrandstreifen 1 und 3 auf
und sorgen so für eine Abdichtung der Baufuge in allen denkbren Relativstellungen der
Bauwerksteile.
In allen dargestellten Fällen sind die Verformungsglieder 5 so an den
Blechrandstreifen 1 und 3 befestigt, daß sie sich zwischen diesen in ei
ner Hin- und Herbewegung abrollen können. Die Verformungsglieder 5 müs
sen also in Richtung der Ebenen der Blechrandstreifen 1 und 3 genügend
lange Flächenteile aufweisen, die nicht durch die Haftverbindungen 7 mit
den benachbarten Blechrandstreifen 1 oder 3 verbunden sind. Nur so ist
die vorgesehene Abrollbewegung möglich. In den Zeichnungen sind die Tei
le der Dilatationselemente im allgemeinen in einer neutralen Mittelstel
lung zueinander gezeigt, so daß Relativbewegungen der Blechrandstreifen
1 und 3 jeweils in zueinander entgegengesetzten Richtungen möglich sind,
die jeweils eine Abrollbewegung der Verformungsglieder 5 zwischen den
Blechrandstreifen 1 und 3 zur Folge haben. Bei diesen Rollbewegungen
bleibt die Gesamtbauhöhe der Dilatationselemente fast unverändert, da
die Rollbewegungen infolge der Flexibilität der Verformungsglieder 5
sich praktisch nur in Ebenen parallel zu den Ebenen der Blechrandstrei
fen 1 und 3 abspielen.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist das Hohlprofil 5.1 des Ver
formungsglieds schlauchartig ausgebildet, also in Umfangsrichtung rings
um geschlossen. Es kann lediglich offene Enden haben. Die Blechrand
streifen 1.1 und 3.1 sind einander überlappend angeordnet, so daß das
Hohlprofil 5.1 mittels einer Haftverbindungsstelle 7 an der Oberseite
des unteren Blechrandstreifens 1.1 und mittels einer weiteren Haftver
bindungsstelle 7 an der Unterseite des oberen Blechrandstreifens 3.1
befestigt ist. Wie durch gestrichelte Linien angedeutet ist, kann der
linke Blechrandstreifen 1.1 links von dem Hohlprofil 5.1 mit einer nach
oben gerichteten Abkröpfung 1.12 ausgebildet sein, so daß seine Obersei
te bündig mit der Oberseite des rechten Blechrandstreifens 3.1 liegt.
Dabei kann auch das rechte, freie Ende 1.11 des unteren Blechrandstrei
fens 1.1 nach oben bis unter den rechten Blechrandstreifen 3.1 schräg
abgekröpft sein, so daß eine beidseits optisch geschlossene Ausbildung
erzielt ist. Trotzdem sind Dilatationsbewegungen in Richtung der Ebenen
der Blechrandstreifen 1.1 und 3.1 möglich, weil das linke Ende 3.11 des
oberen Blechrandstreifens 3.1 einen seitlichen Abstand (Bewegungsspiel)
gegenüber der Abkröpfung 1.12 des linken Blechrandstreifens 1.1 auf
weist. Das linke Ende 3.11 des oberen Blechrandstreifens 3.1 kann aber
auch auf den unteren Blechrandstreifen 1.1 auflaufen und so die Abkröp
fung 1.12 abdecken.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Blechrandstreifen 1.2
und 3.2 in entsprechender Weise wie bei Fig. 1 einander überlappend an
geordnet. Das dazwischen über Haftverbindungsstellen 7 befestigte Hohl
profil 5.2 ist einseitig offen, weist also an seiner linken Seite eine
Öffnung 5.21 auf. Im übrigen entspricht das Ausführungsbeispiel von Fig.
2 demjenigen von Fig. 1. Auch die Funktionsweise ist die gleiche.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 sind die Blechrandstreifen 1.3
und 3.3 wieder einander überlappend angeordnet. Hier ist jedoch ein
Hohlprofil 5.3 über zwei Haftverbindungsstellen 7 an den Unterseiten
beider Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 befestigt. Das Hohlprofil 5.3 hat
etwa in der Mitte an seiner Oberseite eine Öffnung 5.31, die sich also
im wesentlichen parallel zu der Ebene der Blechrandstreifen 1.3 und 3.3
erstreckt. Anstelle der Öffnung 5.31 könnte das Hohlprofil 5.3 aber auch
ringsum vollständig geschlossen, also schlauchartig ausgebildet sein.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine Rollbewegung in dem vorher
beschriebenen Sinn möglich.
Dabei können die Blechrandstreifen 1.3 und 3.3 aufeinander gleiten. Ein
Anhaften der Blechrandstreifen aneinander kann durch geeignete Trennmit
tel, wie Silikone, vermieden werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 liegen die Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 im wesentli
chen in einer Ebene. Das an der Unterseite offene Hohlprofil 5.5 ist um die Innenkanten der
Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 herumgeführt und an deren Unterseite mittels Haftverbindungs
stellen 7 befestigt. Auch hier ist bei Querbewegungen der Blechrandstreifen 1.5 und 3.5 die
beschriebene Abrollbewegung des Hohlprofils 5.5 möglich.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 5 entspricht weitgehend demjenigen von Fig. 4. Zusätzlich
sind hier auch an der Oberseite der Blechrandstreifen 1.6 und 3.6 im Bereich von deren
Innenkanten Haftverbindungsstellen 7 angeordnet, so daß das Hohlprofil 5.6 sowohl an der
Unterseite als auch an der Oberseite der Innenkanten der Blechrandstreifen 1.6 und 3.6
befestigt ist. Auch hierbei wird bei der Abrollbewegung, je nach Bewegungsrichtung, Material
der Wand des Hohlprofils 5.6 von außen zu dem Abstand 9 zwischen den Innenkanten der
Blechrandstreifen 1.6 und 3.6 hin gezogen oder von diesem Bereich seitlich nach außen
verschoben, wobei dei Verlagerung dieses Wandmaterials des Hohlprofils 5.6 jeweils seitlich
außerhalb der oberen Haftverbindungsstellen 7 erfolgt.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 4 und 5 könnte der Abstand 9 zwischen den
Innenkanten der Blechrandstreifen durch Wandmaterial der Hohlprofile 5.5 und 5.6 über
brückt sein, wobei jedoch dieses Material querelastisch sein müßte.
Die Dilatationselemente nach den Fig. 3 bis 5 können an einer Baufuge so eingebaut werden,
daß die Hohlprofile 5.3, 5.5 oder 5.6 nach oben oder nach unten oder auch nach einer Seite
weisen.
Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen Ausführungsbeispiele mit unterschiedlich ausgebildeten Blech
abdeckungen 11 auf der Oberseite der jeweiligen Hohlprofile, wodurch die Einbaulage
vorgegeben ist.
Das Auführungsbeispiel von Fig. 6 weist ein an der Unterseite der Innenkanten der Blech
randstreifen 1.7 und 3.7 über Haftverbindungsstellen 7 befestigtes Hohlprofil 5.7 auf, das
nach oben offen ist. In seinem mittleren Bereich zwischen den Innenkanten der Blechrand
streifen 1.7 und 3.7 weist das Hohlprofil 5.7 eine nach oben gerichtete Materialverstärkung
5.71 auf. An deren Oberseite ist über eine weitere Haftverbindungsstelle 7.7. ein Abdeckblech
11.7 befestigt, das sich in einer Ebene parallel zu den Blechrandstreifen 1.7 und 3.7 nach
außen über deren Innenkanten hinweg erstreckt. Somit überdeckt die Blechabdeckung 11.7
vollstandig die offene Oberseite des Hohlprofils 5.7, wodurch dieses gegen äußere Einflüsse,
wie Sonnenstrahlung, Ozon, Verschmutzung o. dgl. geschützt ist. Die Blechabdeckung 11.7
liegt dicht über den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.7 und 3.7, ist diesen gegenüber
jedoch seitlich verschiebbar, was gegebenenfalls durch Trennmittel unterstützt werden kann.
Damit das Hohlprofil 5.7 im Bereich der Materialverstärkung 5.71 nicht zu dick wird, kann
an deren Unterseite eine Vertiefung 5.72 vorgesehen sein. Auch bei diesem Ausführungsbei
spiel ist, wie bei den vorhergehenden, das Hohlprofil 5.7 zwischen den Blechrandstreifen 1.7
und 3.7 rollfähig.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist ein Hohlprofil 5.8 verwendet, das im wesentli
chen den gleichen Querschnitt haben kann wie das Hohlprofil 5.7 von Fig. 6, mit Ausnahme
der Materialverdickung 5.71. Um die offene Oberseite des Hohlprofils 5.8 abzudecken und
vor Umwelteinflüssen zu schützen, ist hier eine Blechabdeckung 11.8 mit Seitenrändern 11.81
in die seitlichen Öffnungen des Hohlprofils 5.8 eingeführt. Dabei
kann die Blechabdeckung 11.8 durchgehend eben sein. Sie kann aber auch, wie in Fig. 7
gezeigt, im Bereich zwischen den Innenkanten der Blechrandstreifen 1.8 und 3.8 nach oben
weisende Abkröpfungen 11.82 aufweisen, so daß dann die Oberseite der Blechabdeckung 11.8
etwa bündig mit der Oberseite der Blechrandstreifen 1.8 und 3.8 liegt. Die seitliche Er
streckung der Ränder 11.81 und der Abkröpfungen 11.82 der Blechabdeckung 11.8 muß so
gewählt werden, daß eine ungehinderte Abrollbewegung des Hohlprofils 5.8 in zueinander
entgegengesetzten Richtungen zusammen mit Querbewegungen der Blechrandstreifen 1.8 und
3.8 möglich ist.
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem sich die Innenkanten der Blechrandstreifen 1.9
und 3.9 wiederum überlappen. Ein Hohlprofil 5.9 ist über Haftverbindungsstellen 7 an der
Oberseite beider Blechrandstreifen 1.9 und 3.9 wie dargestellt befestigt. Dabei kann das
Hohlprofil 5.9 im mittleren Bereich 5.91 an der Unterseite offen sein, oder es kann, wie
gestrichelt gezeichnet, im Bereich 5.91 den Abstand zwischen den beiden Haftverbindungs
stellen 7 überbrücken, wodurch sich ein geschlossenes Hohlprofil 5.9 ergeben würde, das
mindestens im mittleren Bereich 5.91 querelastisch sein müßte. An der Oberseite des Hohl
profils 5.9 ist über eine weitere Haftverbindungsstelle 7.9 eine Blechabdeckung 11.9 befestigt,
die die ganze Breite des Hohlprofils 5.9 mit reichlichem seitlichem Spiel überdeckt und die
an den seitlichen Enden nach unten gerichtete Abkröpfungen 11.91 aufweisen kann. Hier
durch ergibt sich eine mechanisch und optisch weitgehend abgeschlossene Ausbildung, bei der
das Hohlprofil 5.9 gut gegen Umwelteinflüsse geschützt ist.
In Weiterbildung des Ausführungsbeispiels von Fig. 2 ist eine Anordnung denkbar, die zwei
zueinander entgegengesetzte Hohlprofile 5.2 aufweist, deren offene Seiten 5.21 entweder
einander zugekehrt sind, so daß sich eine ähnliche Ausbildung wie bei Fig. 1 ergeben würde,
oder deren offene Seiten 5.21 voneinander abgewandt sind, also jeweils seitlich nach außen
weisen. Im Rahmen der Erfindung sind noch weitere Ausbildungen der Hohlprofile als
Verformungsglieder möglich, wobei die Hohlprofile jeweils so geformt und an den Blech
randstreifen befestigt sein müssen, daß eine Abrollbewegung der Hohlprofile bei Temperatur
änderungen möglich ist.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 5, 6, 7 und 9 kann je
weils mindestens einer der Blechrandstreifen 1 und 3 oder können beide
Blechrandstreifen 1 und 3 seitlich des jeweiligen Verformungsglieds 5
nach oben abgekröpft sein, so daß die Oberflächen der Blechrandstreifen
1 und 3 mit der Oberfläche des Verformungsglieds oder Hohlprofils 5
und/oder der Oberfläche der daran angebrachten Blechabdeckung 11 bündig
ist.
Unter Verwendung der beschriebenen Hohlprofile 5 als Verformungsglieder
lassen sich auch Dilatationselemente begrenzter Länge mit Bewegungsnull
punkt herstellen. In diesem Fall könnte mindestens eines der Enden des
jeweiligen Hohlprofils im Bereich des Bewegungsnullpunkts geschlossen
ausgebildet sein, weil dort eine Querbewegung bei Temperaturunterschie
den nicht nötig oder nicht vorgesehen ist. In entsprechender Weise könn
ten dann die Blechrandstreifen an diesem Ende des Dilatationselements
miteinander verbunden sein, so daß die Blechrandstreifen eine einstücki
ge, flache, gabelförmige Ausbildung haben könnten. Statt solcher Ein
kopfelemente können auch Doppelkopfelemente hergestellt werden, also Di
latationselemente bestimmter Länge, die an beiden Enden je einen Bewe
gungsnullpunkt aufweisen und die nur in dem Längsbereich zwischen den
Enden querbeweglich sind.
Die beschriebenen Dilatationselemente lassen sich beispielsweise wie
folgt herstellen:
Die Blechrandstreifen 1 und 3 werden an den späteren Haftverbindungs stellen 7 mit einem Haftmittel vorbehandelt und zusammen mit den vorbe reiteten Hohlprofilen 5 flach in eine Vulkanisations- oder Klebepresse eingelegt. Dabei wird ein stabförmiger Formpreßkern in das Hohlprofil eingesetzt, der bewirkt, daß ein Preßdruck zwischen dem Hohlprofil und den Blechrandstreifen nur an den gewünschten Haftverbindungsstellen 7 übertragen wird.
Die Blechrandstreifen 1 und 3 werden an den späteren Haftverbindungs stellen 7 mit einem Haftmittel vorbehandelt und zusammen mit den vorbe reiteten Hohlprofilen 5 flach in eine Vulkanisations- oder Klebepresse eingelegt. Dabei wird ein stabförmiger Formpreßkern in das Hohlprofil eingesetzt, der bewirkt, daß ein Preßdruck zwischen dem Hohlprofil und den Blechrandstreifen nur an den gewünschten Haftverbindungsstellen 7 übertragen wird.
Auf Teile des Hohlprofils 5, die sich später bei der Rollbewegung berüh
ren, kann zum Verhindern eines Anhaftens oder Verklebens eine Gleit
schicht, z. B. ein Silikon, aufgebracht werden. Ein solches Anhaften oder
Verkleben der Hohlprofile, z. B. infolge von Hitzeeinwirkungen, kann auch
durch geeignete Materialwahl verhindert werden.
Claims (18)
1. Dilatationselement zum Überbrücken einer Dehnungsfuge an einem Bauwerk, bestehend
aus zwei an gegenüberliegenden Seiten der Dehnungsfuge zu befestigenden Blechrand
streifen (1, 3) und einem dazwischen mittels Haftverbindungen (7) an den Blechrand
streifen (1, 3) angebrachten, flexibel verformbaren, als Hohlprofil ausgebildeten Dich
tungselement (5),
wobei die Blechrandstreifen (1, 3) im eingebauten Zustand im wesentlichen senkrecht zur Dehnungsfuge angeordnet sind,
wobei das Dichtungselement (5) an jedem Blechrandstreifen (1, 3) in Richtung der Ebenen der Blechrandstreifen (1, 3) jeweils ein genügend langes Flächenteil aufweist, das nicht durch die Haftverbindung (7) mit dem Blechrandstreifen (1, 3) verbunden ist,
wodurch eine Abrollbewegung derart möglich ist, daß bei im wesentlichen gleich bleibender Gesamtbauhöhe des Dilatationselements die Abrollbewegung im wesentlichen nur parallel zu den Ebenen der Blechrandstreifen (1, 3) erfolgt, die sich in ihren Ebenen gegenläufig bewegen.
wobei die Blechrandstreifen (1, 3) im eingebauten Zustand im wesentlichen senkrecht zur Dehnungsfuge angeordnet sind,
wobei das Dichtungselement (5) an jedem Blechrandstreifen (1, 3) in Richtung der Ebenen der Blechrandstreifen (1, 3) jeweils ein genügend langes Flächenteil aufweist, das nicht durch die Haftverbindung (7) mit dem Blechrandstreifen (1, 3) verbunden ist,
wodurch eine Abrollbewegung derart möglich ist, daß bei im wesentlichen gleich bleibender Gesamtbauhöhe des Dilatationselements die Abrollbewegung im wesentlichen nur parallel zu den Ebenen der Blechrandstreifen (1, 3) erfolgt, die sich in ihren Ebenen gegenläufig bewegen.
2. Dilatationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechrand
streifen (1, 3) einander überlappend angeordnet sind und das Dichtungselement (5)
zwischen den überlappenden Teilen befestigt ist.
3. Dilatationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechrand
streifen (1, 3) mit seitlichem Abstand (9) voneinander angeordnet sind und das Dich
tungselement (5) an deren einander benachbarten Randteilen befestigt ist.
4. Dilatationselement nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hohlprofil (5.1, 5.9) schlauchartig ausgebildet ist.
5. Dilatationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Hohlprofil (5.2, 5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) mindestens einseitig offen ausgebildet
ist.
6. Dilatationselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Seite
(5.21) des Hohlprofils (5.2) seitlich nach außen weist.
7. Dilatationselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Seite
(5.31, 5.91) des Hohlprofils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) im wesentlichen parallel zu der
Ebene der Blechrandstreifen (1, 3) liegt.
8. Dilatationselement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Hohlprofil (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) zweiseitig offen ausgebildet ist und daß die
beiden offenen Seiten des Hohlprofils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) zur Mitte des Hohl
profils (5.3, 5.5, 5.6, 5.7, 5.8, 5.9) hin weisen.
9. Dilatationselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Dichtungs
element (5) eine Blechabdeckung (11) angebracht ist, die sich parallel zu den Blech
randstreifen (1, 3) erstreckt.
10. Dilatationselement nach Anspruch 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blech
abdeckung (11.8) seitlich in die offenen Seiten des Hohlprofils (5.8) eingreift.
11. Dilatationselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechabdec
kung (11.7, 11.9) an der Oberseite des Dichtungselements (5.7, 5.9) befestigt ist.
12. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dichtungselement (5.7) im Bereich zwischen den Blechrandstreifen
(1.7, 3.7) eine Materialverstärkung (5.71) aufweist.
13. Dilatationselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Materialverstärkung (5.71) eine Vertiefung (5.72) vorgesehen ist.
14. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechrandstreifen (1, 3) an mindesten einem Ende des Dilatations
elements gabelartig miteinander verbunden sind (Bewegungsnullpunkt).
15. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß mindestens eines der Enden des Dichtungselements (5) geschlossen ist.
16. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß mindestens einer der Blechrandstreifen (1.1) seitlich des Dichtungs
elements (5.1) abgekröpft ist (1.11, 1.12) und daß seine Oberfläche mit der Oberfläche
des Dichtungselements (5.1) und/oder der daran angebrachten Blechabdeckung (11)
bündig ist.
17. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechabdeckung (11.8) derart abgekröpft ist (11.82), daß ihre Außen
fläche mit den Blechrandstreifen (1.8, 3.8) bündig ist.
18. Dilatationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechabdeckung (11.9) seitlich des Dichtungselements (5.9) derart
abgekröpft ist (11.91), daß ihre Außenkanten das Dichtungselement (5.9) überdecken.
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| DE4105486A1 (de) | 1992-08-27 |
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