CH685435A5 - Artikelhalter. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Artikelhalter zum Auszeichnen von Artikeln gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In Selbstbedienungsläden ist es heute üblich, zum Verkauf angebotene Artikel mit einem Halter zu verbinden, mittels welchem sie in Artikelhängesystemen zusammen mit anderen auf- oder eingehängt den Käufern zur Auswahl präsentiert werden. Jeder Artikel ist dabei mit Informationen z.B. bezüglich Artikelart, -grosse und -preis sowie meist auch mit einem Strichcode versehen. Diese Angaben befinden sich meist auf einem Etikett, das auf eine am Halter gebildete Etikettenaufnahmefläche aufgeklebt ist.
An solche Artikelhalter werden, obschon es sich hierbei um ausgesprochene Massenartikel handelt, eine ganze Reihe von Anforderungen gestellt.
So sollen diese Halter als Wegwerfartikel möglichst billig und soweit möglich aus umweltfreundlichem Material hergestellt werden können und in der Lage sein, verschiedenartigste Artikel aufzunehmen und zur Verwendung mit unterschiedlichen Ar-tikel-Hängesystemen geeignet sein. Oft ist es auch erwünscht, den Halter nachträglich noch von Hand ein- oder beidseitig zu beschriften, beispielsweise um auf Aktionen aufmerksam zu machen oder um Preisänderungen anzuschreiben. Bei den herkömmlichen Blisterpackungen ist dies nicht oder nur sehr schwer möglich.
Weiter ist es oft erwünscht, die Halter etwas luxuriöser erscheinen zu lassen, beispielsweise durch Druck oder Prägung, und mit Markenbezeichnungen oder dgl. zu versehen. Eine besonders wichtige Anforderung ist jedoch, bei in dieser Weise zum Verkauf angebotenen Artikeln, unerwünschte Manipulationen zu verhindern. Die bisher üblichen Artikelhalter erfüllen diese Anforderung nicht. Sie lassen im Gegenteil verschiedene Manipulationen durch Käufer zu Ungunsten des Verkäufers zu. So lassen sich beispielsweise unbemerkt Preisetiketten mit solchen von gleichartigen Artikeln einer tieferen Preisklasse vertauschen. Oder es ist auch möglich, den am Halter ein- oder aufgehängten Artikel vom Halter zu lösen und durch einen anderen Artikel einer anderen Preiskategorie auszutauschen.
Dieser einfache Massenartikel ist somit trotz der grossen Variationsbreite an verschiedenen Vorschlägen noch in vielfältiger Weise verbesserungsfähig.
Mit der Erfindung soll primär die Aufgabe gelöst werden, einen Artikelhalter der eingangs genannten Gattung zu schaffen, der es ermöglicht, verschiedenartige Artikel mit unterschiedlichen Ein- oder Aufhängevorrichtungen so an ihm zu befestigen, dass diese Artikel an ihrem Halter sozusagen plombenartig gesichert sind, sodass Manipulationen ver-unmöglicht bzw. jedenfalls sofort sichtbar werden.
Diese Aufgabe wird mit dem Artikelhalter mit den Merkmalen des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.
Der erfindungsgemässe Artikelhalter ist, je nach Ausbildung seiner Auf- oder Einhängevorrichtung, beispielsweise als sogenannter Euro-Schlitz, bei den gängisten Artikel-Hängesystemen einsetzbar und gewährleistet eine flexible Artikelaufhängung bei der Warenpräsentation und zugleich die Möglichkeit der Anbringung von Etiketten mit allen für den Verkauf erforderlichen Informationen einschliesslich einem Strichcode. Der Artikelhalter lässt sich aus umweltfreundlichem und beidseitig von Hand oder maschinell durch Druck oder Prägung beschriftbarem Material herstellen. Auch folienbelegte und erhabene Blindprägungen sind möglich. Vor allem aber gewährleistet der erfindungsgemässe Artikelhalter auf einfachste und leicht zu bedienende Weise einen wirksamen Schutz gegen Manipulationen wie Austausch von Preisetiketten oder der mit der Artikelhalter verbundenen Artikel gegen solche einer anderen Preiskategorie.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform mit eingehängtem und manipulationssicher fixiertem Artikel;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Fig. 1 mit offenem Band;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 mit geschlossenem Band zur Veranschaulichung der Fixierung eines Artikels;
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform in Draufsicht;
Fig. 5 eine Seitenansicht zur Ausführungsform nach Fig. 4;
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform zum Haltern eines mit einer Aufhängeöffnung versehenen Artikels;
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6,
Fig. 8 einen Teilschnitt durch die Ausführungsform der Fig. 6 und 7 mit manipuliersicher eingehängtem Artikel.
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht entsprechend derjenigen der Fig. 1 einer dritten Ausführungsform, und
Fig. 10 einen Horizontalschnitt durch die Ausführungsform der Fig. 9 bei geschlossenem Band zur Veranschaulichung der Fixierung eines Artikels;
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Teile. Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Artikelhalter besteht aus einem flächigen Etikettenträgerteil 1, zweckmässig aus einem umweltschonenden Kunststoffmaterial, der zu seiner Ein- oder Aufhängung in einem gängigen Artikel-Hängesystem mit einer Aufhängeöffnung 2, hier in Form eines sogenannten Euro-Schlitzes, versehen ist.
Im unteren Bereich dieses Etikettenträgers 1 ist eine Auf- oder Einhängevorrichtung für einen Artikel, hier in Form einer rechteckigen Einhängeöffnung 3 angebracht, die zum Einhängen eines mit einem Einhängehaken, Griff oder dgl. versehenen Artikels A im Halter dient. Zwischen der Aufhängeöffnung 2 und der Einhängeöffnung 3 für den Artikel A weist der Etikettenträgerteil 1 eine plane Aufnahmefläche 5 auf, die zur Aufnahme eines ihrer
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Grosse etwa entsprechenden Etiketts (nicht dargestellt) mit den für den Verkauf des Artikels erforderlichen Informationen wie Preis, Artikelart und -grosse und Strichcode dient. Diese Etikettenaufnahme-fläche 5 ist aber auch von Hand oder maschinell durch Druck oder Prägung beschriftbar, sodass eine solche Beschriftung an die Stelle eines aufgeklebten, separat vom Etikettenträgerteil hergestellten Etiketts treten oder zusätzlich zu dieser angebracht werden könnte.
Etwa auf der Höhe der rechteckigen Einhängeöffnung 3, oder wie im dargestellten Beispiel etwas darunter, ragt seitlich vom Etikettenträgerteil 1 ein mit ihm einstückig hergestelltes, mit ihm über ein Filmscharnier 6 verbundenes flexibles Band 7 weg. Dieses Band 7 weist an seinem freien Ende eine Reihe von Verschlussteilen auf, hier in Form gleich-grosser Öffnungen 8, im dargestellten Beispiel sind es drei. Die Länge des Bandes 7 entspricht mindestens etwa der Breite des Etikettenträgerteils 1 sodass, wenn das Band 7, wie durch den Pfeil 9 angedeutet, eine Schlaufe wählbarer Grösse bildend straff um einen in die Einhängeöffnung 3 eingehängten Artikel A auf den Etikettenträgerteil 1 zurückgebogen wird, mindestens eine seiner Öffnungen 8 mit mindestens einer von auf dem Etikettenträgerteil 1 vorgesehenen Verschlusselementen, hier ebenfalls drei Öffnungen 10 (Fig. 2) zur Dek-kung gebracht werden kann.
Durch das so zu Deckung gebrachte Öffnungspaar 8, 10 kann nun ein mit Verfangorganen 11 (Fig. 3) versehener Sicherungsknopf oder -stift 12 eingesetzt werden, dessen Verfangorgane 11 beim Durchtritt durch die Öffnungen 8, 10 verformt werden und danach elastisch zurückfedern und ein Wiederherausziehen dieses plombenartigen Sicherungsknopfes und damit ein Lösen des Bandes 7 ohne Beschädigung und dadurch Sichtbarmachen einer Manipulation verunmöglichen. Dabei erlauben die Mehrzahl der vorgesehenen Öffnungen 8 und 10 im Band 7 bzw. im Etikettenträgerteil 1 eine Anpassung der Schlaufengrössen des zurückgebogenen fixierten Bandes 7 in der Weise, dass der Artikel A in seiner Halterung in der Öffnung 3 unlösbar gehalten wird und ohne Zerstörung des Bandes 7, des Sicherungsknopfes 12 oder des Etikettenträgerteils 1 nicht mehr vom Artikelhalter gelöst werden kann. Selbstverständlich könnten, gemäss einer nicht dargestellten Ausführungsvariante der Sicherungsknopf 12 oder wählbare Sicherungsknöpfe direkt am freien Ende des Bandes 7 angespritzt sein.
Durch die Anordnung von Sollbruchstellen 13 am Bandansatz und/oder 14 am Sicherungsknopf 12 wird zudem erreicht, dass bereits Versuche den Artikel A vom Artikelhalter zu lösen, beispielsweise durch Dehnung der Bandschlaufe, zu einem Bruch oder Anreissen führen und dadurch die stattgefundene Manipulation sichtbar machen.
Vom eben beschriebenen Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 bis 3 unterscheidet sich dasjenige nach den Fig. 4 und 5 dadurch, dass das Band 7 mit den Öffnungen 8 nicht einstückig mit dem Etikettenträgerteil 1 hergestellt ist, sondern ein von diesem getrenntes Teil ist, das an seinem inneren Ende eine Öffnung 16 aufweist, über welche es auf einem passenden von mehreren am Etikettenträgerteil 1 gebildeten Zapfen 17 mit Verfangorganen so aufgesteckt werden kann, dass es danach nicht mehr ohne Beschädigung der Verbindung gelöst werden kann.
Zur Befestigung eines Artikels (nicht dargestellt) an diesem Ausführungsbeispiel kann beispielsweise das Band 7 durch eine Öffnung des Artikels hin-durchgeschlauft werden und dann, auf den Etikettenträgerteil 1 zurückgebogen mit einer seiner Öffnungen 8 zur Deckung entweder mit einem freien Zapfen 17 oder mit einer Öffnung 10 gebracht und aufgesteckt bzw. wiederum wie beim vorhergehenden Beispiel mit einem Sicherungsknopf (nicht dargestellt) befestigt werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 ragt das Band 7 vom unteren Rand des Etikettenträgerteils weg und ist so geeignet, wie dies Fig. 8 veranschaulicht, durch eine Aufhängeöffnung 18 eines Artikels A hindurchgezogen zu werden, bevor es auf den Etikettenträgerteil 1 zurückgebogen und über eine mit einer Öffnung 10 des Etikettenträgers 1 zur Deckung gebrachte Öffnung 8 und einem durchgesteckten Sicherungsknopf 12 fixiert wird.
Anders als die bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele ist beim Beispiel der Fig. 9 und 10 anstelle des biegsamen Bandes ein mehr oder weniger steifer bandförmiger Steg 7 vorgesehen welcher wiederum durch ein Filmscharnier 6 mit dem Etikettenträgerteil 1 verbunden ist. Am freien Ende dieses Steges 7 ist als Verschlussteil ein Zapfen 19 mit Verfangorganen 20 angeformt. Der Steg 7 ist so ausgebildet, dass er nach einem Zurückklappen um das Filmscharnier 6 auf den Etikettenträgerteil 1 zurück mit einem zweiten Verschlussteil in Form einer passenden Öffnung im Etikettenträgerteil 1 zum Zusammenwirken gebracht werden kann, in der Weise, dass ein Lösen der Verbindung nicht möglich ist, ohne dass die Manipulation sichtbar wird. Diese Stellung ist in Fig. 9 in ausgezogenen Linien dargestellt. Der Steg 7 ist dabei so geformt, dass er in der gesicherten Lage einen in die Einhängeöffnung 3 eingehängten Artikel A so umschliesst, dass zum Trennen dieses Artikels A vom Artikelträger 1 der Steg bzw. dessen Verbindung mit dem Etikettenträgerteil zerstört werden muss.
Claims (9)
1. Artikelhalter zum Auszeichnen von Artikeln, bestehend aus einem flächigen Etikettenträgerteil (1) zur Aufnahme eines Etiketts mit auf den Artikel bezogenen Informationen, an diesem Etikettenträgerteil (1) vorhandenen Mitteln (2) zum Aufhängen des Artikelhalters an einem Traggestell, sowie einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung eines Artikels am Etikettenträgerteil, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Befestigungsvorrichtung ein mit dem Etikettenträgerteil (1) biegsam verbundenes, von diesem abstehendes Band (7) umfasst, das an seinem freien Ende mit Verschlussteilen (8) versehen ist, von denen mindestens eines, nach dem Zurückbiegen des Bandes (7) auf den Etikettenträgerteil (1) unter Um- oder Einschlaufung eines zu sichernden Artikels, mit mindestens einem Ver5
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schlussteil (10) im Etikettenträgerteil (1) zur Dek-kung gebracht werden kann, und durch Mittel (11, 12) um die zur Deckung gebrachten Verschlussteile (8, 10) mechanisch unlösbar miteinander zu verbinden.
2. Artikelhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) biegsam ist und einstückig am Etikettenträgerteil (1) angeformt über ein Filmscharnier (6) mit dem Etikettenträgerteil (1) biegsam verbunden ist.
3. Artikelhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) ein vom Etikettenträgerteil (1) unabhängiges Teil ist, das Verschlussteile (16) aufweist, über welche es mechanisch unlösbar an einem von mehreren Verschlussteilen (17) am Etikettenträgerteil (1) befestigbar ist (Fig. 4).
4. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) seitlich vom Etikettenträgerteil (1) wegragt und mit diesem über ein Filmscharnier verbunden ist, dass der Etikettenträgerteil (1) im Bereich des auf ihn zurückgebogenen Bandes (7) oder zwischen diesem und dem von den Aufhängemitteln (2) entfernteren Rand des Etikettenträgerteils (1) eine Öffnung (3) oder einen Haken zum Ein- oder Anhängen eines Artikels aufweist, und dass an der dem Bandansatz gegenüberliegenden Seite des Etikettenträgerteils (1) mehrere wählbare Verschlussteile (10) im Etikettenträgerteil (1) vorgesehen sind.
5. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) biegsam ist und von dem den Einhängemitteln (2) entgegengesetzten Rand des Etikettenträgerteils (1) nach unten vorragt und dazu bestimmt ist, durch eine Aufhängeöffnung des zu befestigenden Artikels hindurchgeführt und dann auf den Etikettenträgerteil (1) zurückgebogen zu werden, um mit einem Verschlussteil (10) im Mittelbereich des Etikettenträgerteils (1 ) zur Deckung gebracht zu werden.
6. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussteile am Band (7) und am Etikettenträgerteil (1) durch jeweils gleich grosse Öffnungen (8, 10) gebildet sind und die Mittel um die jeweils zur Deckung gebrachten Öffnungspaare zu sichern durch einen durch diese Öffnungen irreversibel durchsteckbaren Sicherungsstift (12) oder -knöpf mit Verfangorganen (11 ) gebildet sind.
7. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussteile am Band (7) und am Etikettenträgerteil (1) im einen Teil durch wählbare Öffnungen und im anderen Teil durch Hakenzapfen - oder stiftförmige Ausformungen mit Verfangorganen gebildet sind, die in eine gewählte Öffnung des Gegenteils eingesteckt dieses unlösbar befestigen.
8. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsbereich zwischen dem Band (7) und dem Etikettenträgerteil (1) und/oder Verfangorgane des Verschlussmittel (12) mit Sollbruchstellen (13, 14) versehen sind, die bei beabsichtigten Manipulationen brechen und dadurch die Manipulation erkennbar machen.
9. Artikelhalter nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) als steifer, über ein Filmscharnier (6) biegsam mit dem Etikettenträgerteil (1) verbundener Steg ist, der an seinem freien Ende einteilig mit einem Verschlussteil (19) mit Verfangorganen (20) versehen ist, welcher nach einem Zurückklappen des Steges auf den Etikettenträgerteil (1) mit Verschlussteilen am letzteren zusammenwirken um mechanisch eine irreversible Verbindung herzustellen, und dadurch einen am Etikettenträgerteil (1) eingehängten Artikel unlösbar mit diesem zu verbinden.
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