CH685564A5 - Spinndüse. - Google Patents
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Description
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CH 685 564 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft Spinndüse, mit einer ersten und einer zweiten Düse, die hintereinander angeordnet sind, und die mit Öffnungen versehen sind, durch die Druckluft in rohrförmige Garnwege eingeblasen wird.
Derartige Spinndüsen werden insbesondere dazu eingesetzt, eine Drehung, die einem gebündelten Spinnfasergarn eigen ist, bei einem Faserbündel, das durch eine pneumatische Spinnmaschine gestreckt wurde, zu erzeugen.
Bei einer bekannten pneumatischen Spinnmaschine wird ein Faserbündel, das gestreckt und von den Ausgangswalzen einer Streckvorrichtung zugeführt wird, von einer Spinndüse gedreht, die eine erste Düse und eine zweite Düse umfasst, welche entlang des Weges des Faserbündels hintereinander angeordnet sind. In der ersten Düse ist ein rohrförmiger Garnweg ausgebildet, der mit Öffnungen für das Einblasen von Druckluft auf das Garnbündel versehen ist. Ebenso ist in der zweiten Düse ein rohrförmiger Garnweg ausgebildet und mit Öffnungen für das Einblasen von Druckluft in den rohrförmigen Weg versehen, um einen Wirbelstrom zu erzeugen, der sich in die entgegengesetzte Richtung zu dem in der ersten Düse erzeugten Wirbelstrom bewegt.
Die zweite Düse ist an ihrem Auslassendteil mit einem Ballonregler versehen, dessen Durchgangsloch einen geringeren Durchmesser aufweist als der rohrförmige Garnweg. Fig. 4 zeigt einen solchen herkömmlichen Ballonregler 12. Er ist zylindrisch und besitzt ein Durchgangsloch 13, dessen Querschnitt kreisförmig ist.
Der Ballonregler 12 begrenzt den Durchmesser des Baiions des Falschdraht-Faserbündels, wie durch die abwechselnd lang und kurz strichlierte Linie Ba in Fig. 4 dargestellt ist, so dass sich Drehungen, die das Faserbündel in der zweiten Düse 2 erfährt, stetig zu einem Teil des Faserbündels in der ersten Düse 1 fortpflanzen. Daher ist es wünschenswert, dass das Durchgangsloch 13 den kleinstmöglichen Durchmesser aufweist. Wenn der Durchmesser des Durchgangslochs 13 jedoch im Verhältnis zur Garnstärke äusserst gering ist, kann die Luft, die in den rohrförmigen Garnweg der zweiten Düse eingeblasen wird, nicht aus der zweiten Düse strömen, und daher auch kein Spinnvorgang stattfinden.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Spinndüse mit einer zweiten Düse, die mit einem Ballonregler versehen ist, mit welchem der Durchmesser des Ballons auf einen kleinen Wert verringert werden kann und bei dem die in die zweite Düse eingeblasene Luft dennoch gleichmässig ausströmen kann.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Spinndüse mit einer ersten und zweiten Düse, die sich entlang einer imaginären Mittellinie der Spinndüse erstrek-ken und koaxial zu dieser Mittellinie hintereinander angeordnet sind, wobei die beiden Düsen mit Öffnungen versehen sind, durch die Druckluft in die rohrförmigen Garnwege eingeblasen wird, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die zweite Düse an ihrem Auslassende mit einem Ballonregler ausgestattet ist, dessen Durchgangsloch im wesentlichen einen dreieckigen Querschnitt aufweist.
Das Durchgangsloch begrenzt den Durchmesser des Garnballons auf einen kleinen Wert und ermöglicht dennoch, dass die in die zweite Düse eingeblasene Luft gleichmässig ausströmen kann.
In der Folge werden zwei Ausführungsbeispiele einer Spinndüse gemäss der vorliegenden Erfindung mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Ballonreglers, der in einer Spinndüse nach einer ersten erfindungsge-mässen Ausführungsform enthalten ist.
Fig. 2 ist ein Querschnitt eines Ballonreglers, der in einer Spinndüse nach einer zweiten erfindungs-gemässen Ausführungsform enthalten ist.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt einer Spinndüse.
Fig. 4 ist ein Querschnitt eines herkömmlichen Ballonreglers entlang Linie IV—IV von Fig. 3.
Wie in Fig. 3 dargestellt, wird in einer pneumatischen Spinnmaschine ein Faserbündel Ya, das von den Ausgangswalzen 5 einer Streckeinheit zugeführt wird, von einer Spinndüse 4 verdreht, die aus einer Kombination von erster Düse 1 und zweiter Düse 2 besteht, die mit einem kleinen Zwischenraum 3 hintereinander angeordnet sind. Zur Drehung des Faserbündels Ya werden Wirbelströme, die sich in einander entgegengesetzte Richtungen bewegen, in der ersten Düse 1 beziehungsweise in der zweiten Düse 2 erzeugt. In der ersten Düse 1 ist ein rohrförmiger Garnweg 6 ausgebildet und die erste Düse 1 ist mit Öffnungen 7 versehen, die zur imaginären Mittellinie Li des rohrförmigen Garnwegs 6 geneigt und zum rohrförmigen Garnweg 6 tangential angeordnet sind. Durch die Öffnungen 7 wird Druckluft in den rohrförmigen Garnweg 6 eingeblasen, um Saugluft-Wirbelströme innerhalb des rohrförmigen Garnwegs 6 zu erzeugen. Dadurch wird das Faserbündel Ya durch die Saugöffnung 9 einer Einlassleitung 8 in den rohrförmigen Garnweg 6 gesaugt.
In der zweiten Düse 2 ist ein rohrförmiger Garnweg 10 ausgebildet und die zweite Düse 2 ist mit Öffnungen 11 versehen, die tangential zum rohrförmigen Garnweg 10 verlaufen. Das Faserbündel Ya erfährt einen Falschdrall, während es durch den rohrförmigen Garnweg 10 läuft, indem Druckluft durch die Öffnungen 11 in den rohrförmigen Garnweg 10 eingeblasen wird, um Wirbelströme zu erzeugen, die sich in eine Richtung bewegen, die jener der in dem rohrförmigen Garnweg 6 der ersten Düse 1 erzeugten Wirbelströme entgegengesetzt ist.
Der Falschdrall, den das Faserbündel Ya durch die zweite Düse 2 erfährt, wird einem Teil des Faserbündels Ya in der Nähe der Klemmlinie der Ausgangswalzen 5 übertragen, so dass die meisten Fasern des Faserbündels Ya unmittelbar nach Verlassen der Klemmlinie der Ausgangswalzen 5 in einem Falschdraht-Faserbündel zusammengefasst werden und einige Fasern des Faserbündels Ya freiliegend bleiben. Die freiliegenden Fasern werden durch die
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in der ersten Düse 1 erzeugten Wirbelströme, die sich in eine dem Falschdrall entgegengesetzte Richtung bewegen, in entgegengesetzter Richtung zu jener des Falschdralls um das Falschdraht-Bündel gedreht. Unmittelbar nachdem das Falschdraht-Faserbündel die zweite Düse 2 verlassen hat, wird der Falschdrall aus dem Falschdraht-Faserbündel aufgelöst und danach sind die Fasern, die um das Falschdraht-Faserbündel gewickelt sind, fest um das ungedrehte Faserbündel gewickelt, um ein Garn Y zu bilden, das parallele Kernfasern und Wickelfasern, die fest um die parallelen Kernfasern gewickelt sind, aufweist.
Die zweite Düse 2 ist an ihrem Auslassende mit einem Ballonregler 12 versehen, der ein Durchgangsloch 13 aufweist, dessen Durchmesser geringer als der Durchmesser des rohrförmigen Garnwegs 10 ist.
Bei einer erfindungsgemässen Spinndüse sind die erste Düse 1 und die zweite Düse 2 hintereinander koaxial zu einer imaginären Mittellinie Li angeordnet und die zweite Düse 2 ist koaxial an ihrem Auslassende mit einem Ballonregler 12 versehen, dessen Durchgangsloch 14 einen dreieckigen Querschnitt aufweist, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Bei Beginn des Spinnbetriebs wird ein von den Ausgangswalzen 5 einer Streckeinheit abgegebenes Faserbündel Ya durch die erste Düse 1 und den schmalen Zwischenraum 3 zwischen der ersten Düse 1 und der zweiten Düse 2 in die zweite Düse 2 durch die Wirkung der in der ersten Düse 1 erzeugten Saugluft-Wirbelströme geleitet, das Faserbündel Ya wird durch die Drehung der Wirbelströme in der zweiten Düse 2 in eine Richtung, die der Drehrichtung der in der ersten Düse 1 erzeugten Saugluft-Wirbelströme entgegengesetzt ist, zu einem Falschdraht-Garn gedreht und danach wird der Falschdrall, unmittelbar nachdem das Falschdraht-Garn den Ballonregler 12 verlassen hat, entfernt, um ein gebündeltes Spinnfasergarn Y zu erhalten.
Da der Querschnitt des Durchgangslochs 14 des Ballonreglers 12 der vorliegenden Vorrichtung dreieckig ist, wie in Fig. 1 gezeigt ist, wird die Grösse des Ballons des Falschdraht-Faserbündels Ya auf einen Kreis begrenzt, der in dem Durchgangsloch 14 mit einem regelmässigen dreieckigen Querschnitt eingeschrieben ist, wie durch die abwechselnd lang und kurz strichlierte Linie Bb in Fig. 1 dargestellt wird, so dass sich Drehungen, die das Faserbündel Ya in der zweiten Düse 2 erfährt, stetig zu einem Teil des Faserbündels Ya in der ersten Düse 1 fortpflanzen. Die Luft, die in die zweite Düse 2 eingeblasen wird, kann gleichmässig durch Teile des Durchgangslochs 14 des Ballonreglers 12 in der Nähe der Ecken des Durchgangslochs 14 mit einem dreieckigen Querschnitt aus der zweiten Düse 2 strömen.
Fig. 2 zeigt eine Spinndüse in einer zweiten erfindungsgemässen Ausführungsform. Die Konstruktion der Spinndüse entspricht im wesentlichen jener der Spinndüse der ersten Ausführungsform, mit der Ausnahme, dass die Spinndüse in der zweiten Ausführungsform eine Verbesserung darstellt, um das Ausströmen der in die zweite Düse 2 eingeblasenen Luft aus der zweiten Düse 2 zu erleichtern.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, weist die zweite Düse 2 der Spinndüse einen Ballonregler 12 auf, der mit einem Durchgangsloch 15 versehen ist, das einen dreieckigen Querschnitt und erweiterte Ecken 16 aufweist. Die Grösse des Ballons des Falschdraht-Faserbündels Ya ist auf einen Kreis begrenzt, der in dem Durchgangsloch 15 eingeschrieben ist, wie durch die abwechselnd lang und kurz strichlierte Linie Bc in Fig. 2 dargestellt wird. Durch die erweiterten Ecken 16 kann in die zweite Düse 2 eingeblasene Luft gleichmässiger aus der zweiten Düse 2 strömen.
Der Querschnitt der erweiterten Ecken 16 muss nicht unbedingt kreisförmig sein, wie in Fig. 2 dargestellt ist; die erweiterten Ecken 16 können jeden geeigneten Querschnitt aufweisen, wie beispielsweise einen quadratischen Querschnitt, vorausgesetzt, dass nur die Ecken des Durchgangslochs 15 erweitert sind.
Bei den obengenannten Ausführungsformen ist der Querschnitt des Durchgangslochs 15 ein regelmässiges Dreieck. Er ist jedoch nicht auf ein regelmässiges Dreieck begrenzt und kann ein Vieleck, wie ein gleichseitiges Dreieck, rechtwinkeliges Dreieck, Quadrat, Sechseck, usw. sein. Das heisst, die Form des Querschnitts des Durchgangslochs kann im wesentlichen die eines Durchgangs sein, der von drei oder mehr Flächen begrenzt ist, mit welchen der Garnballon innerhalb des Durchgangs in Berührung kommt.
Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, umfasst die Spinndüse der vorliegenden Erfindung eine erste und eine zweite Düse, die mit Öffnungen versehen sind, durch die Druckluft in rohrförmige Garnwege eingeblasen wird, die sich entlang einer imaginären Mittellinie der Spinndüse erstrecken und die hintereinander koaxial zu der imaginären Mittellinie angeordnet sind, wobei die zweite Düse an ihrem Auslassende mit einem Ballonregler ausgestattet ist, dessen Durchgangsloch im wesentlichen einen dreieckigen Querschnitt aufweist.
Die Grösse des Garnballons ist somit auf einen Kreis' begrenzt, der in dem Durchgangsloch des Ballonreglers eingeschrieben ist, so dass sich Drehungen, die das Garn in der zweiten Düse erfährt, stetig zu einem Teil des Garns in der ersten Düse fortpflanzen. Bereiche des Durchgangslochs des Ballonreglers an den Ecken ermöglichen, dass in die zweite Düse eingeblasene Luft gleichmässig aus der zweiten Düse strömen kann.
Claims (4)
1. Spinndüse, mit einer ersten (1) und einer zweiten (2) Düse, die hintereinander angeordnet sind, und die mit Öffnungen (7; 11) versehen sind, durch die Druckluft in rohrförmige Garnwege (6; 10) eingeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Düse (2) an ihrem Auslassende mit einem Ballonregler (12) ausgestattet ist, dessen Durchgangsloch (14; 15) einen im wesentlichen vieleckigen Querschnitt aufweist.
2. Spinndüse nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Durchgangslochs (14) im wesentlichen dreieckig ist.
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3. Spinndüse nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Balionregler (12) mit einem Durchgangsloch (15) mit einem im wesentlichen dreieckigen Querschnitt und erweiterten Ecken (16), die an jedem winkeligen Bereich des dreieckigen Durchgangslochs ausgebildet sind, versehen ist.
4. Spinndüse nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der erweiterten Ecken (16) im wesentlichen kreisförmig ist.
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