CH686249A5 - Vorrichtung zum Zufuehren von auf einer Vielzahl von Einzelblaetter bestehenden Nutzstapeln. - Google Patents
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Description
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CH 686 249 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen von aus einer Vielzahl von Einzelblättern bestehenden Nutzenstapeln, mit einem Durchlassspalte und Arbeitsschlitze aufweisenden Fördertisch, über den die Nutzenstapel mit einem Zuführschieber in eine Weiterverarbeitungsstation schiebbar sind, und mit einem dem Zuführschieber zugeordneten Zwischenblech, das relativ zu dem Zuführschieber bewegbar ist.
Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der DE 3 024 133 A1 bekannt, bei der mit einer pneumatisch verschiebbaren Fördereinrichtung bereits gebündelte Nutzenstapel aufeinander abgelegt werden können. Diese Vorrichtung weist ein Tragorgan auf, das relativ zu einer Wand einziehbar ist, wobei der abzulegende Stapel zurückbleibt. Dabei können sich allerdings die Anfänge der Stapel nach unten umbiegen.
In der DE 3 139 828 A1 wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Stapeln von Büchern beschrieben, bei der zwischen den Trumen eines Förderbandes ein von diesem unabhängiges Zwischenblech hin und her bewegbar ist. Der hier dargestellte Schieber ist so ausgebildet, dass er einzelne, quaderförmige Produkte, vorzugsweise Druckerzeugnisse wie Bücher, auf eine Palette in die richtige Position schieben kann.
In der DE 3 221 351 A1 wird eine Vorrichtung zum Transportieren von Papiersäcken beschrieben, bei der ein Schieber an ein Zwischenblech montiert ist. Dieses Zwischenblech ist eine Trageeinrichtung, die ein in sich starres Gebilde darstellt, das eine ähnliche Funktion wie ein Gabelstapler ausübt. Nutzenstapel aus Einzelblättern lassen sich damit allerdings nicht verschieben.
Aus der DE 2 627 610 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der Nutzenstapel durch Bündeln mit einem selbstschweissenden Kunststoffband weiterverarbeitet werden. Ebenso kann der Nutzenstapel aber auch einer Stanze zugefördert werden, wie sie beispielsweise aus der DE 4 013 071 A1 bekannt ist.
Zum Banderolieren wird als Bündelmaterial ein Kunststoffband durch einen Tischspalt von einer unter dem Zuführtisch angeordneten Vorratsrolle zu einer Schweissvorrichtung geführt. Dabei besteht bei dünnblättrigem oder bei schmalem Material, wie es beispielsweise Etiketten oder Steuerbanderolen darstellen, die Gefahr, dass sich die unteren Blätter beim Auffahren auf eine stumpfere Unterlage, beispielsweise auf ein als Bündelmaterial dienendes Kunststoffband, aufrollen oder abschieben.
Schliesslich ist aus der DE 2 835 308 C2 eine Vorrichtung bekannt, mit der das zu bündelnde, dünnblättrige Material, beispielsweise Banknoten, einzeln von einer entsprechenden Vorrichtung auf dem Bündelmaterial abgelegt wird. Diese Bündel-massnahmen verhindern zwar ein Aufrollen der untersten Blätter, der Aufwand ist jedoch sehr gross und praktisch nur bei hochwertigen Bündelgut gerechtfertigt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit der das Aufrollen der untersten Stapelblätter beim Auftreffen auf weniger gleitfähige Unterlagen vermieden wird.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Nutzenstapel von dem Zuführschieber auf dem Zwischenblech über die Spalten und Schlitze des Zuführtisches bis in eine vorbestimmte Endposition bewegbar sind und der Zuführschieber die Nutzenstapel nach Erreichen der Endposition in Abstreifrichtung über das Zwischenblech hinaus abstreifend bis in seine Endposition weiterbewegbar ist. Durch diese Massnahmen wird eine Vorrichtung geschaffen, mit der auch in dem Zuführtisch vorhandene Spalten und Durchlässe überbrückt und die weiterzuverarbeitenden Nutzenstapel in einem Stück bis in ihre Endposition in der Weiterverarbeitungsstation verfahren werden können. Bei Erreichen der Endposition kann das den Nutzenstapel bis dahin tragende Zwischenblech zurückgezogen werden. Der Nutzenstapel liegt dann mit allen Blättern gleich-mässig ausgerichtet in seiner Weiterverarbeitungsposition und das Banderolieren mit einem beliebigen Bündelmaterial oder das Stanzen kann erfolgen.
Um zu verhindern, dass sich die Blätter beim Verfahren aufrollen, ist es vorgesehen, dass das Zwischenblech mit einem vorbestimmbaren Überstand in Abstreifrichtung über den Zuführschieber übersteht und der Überstand des Zwischenbleches relativ zu dem Zuführschieber mit einer Längenverstellung einstellbar ist.
Um mehrere, von einander unabhängige Nutzenstapel weiterverarbeiten zu können, ist es vorgesehen, dass das Zwischenblech und der Zuführschieber mehrteilig ausgebildet sind und die einzelnen Teile einzeln oder in Gruppen in Funktion bringbar sind, wobei die dem Zwischenblech gegenüberliegenden Niederhalter aus mehreren voneinander getrennten Fingern bestehen können.
Weitere vorteilhafte Massnahmen sind in den übrigen Unteransprüchen beschrieben. Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben; es zeigt:
Fig. 1 die schematische Darstellung von auf einem seitlichen Zuführtisch abgelegten, dem Zuführschieber zuzuführenden Nutzenstapel, in Draufsicht;
Fig. 2 den schematischen Ablauf des Einschiebens eines auf einem beweglichen Zwischenblech abgelegten Nutzenstapels in eine Weiterverarbeitungsstation;
Fig. 3 die schematische Darstellung des Erreichens der Endposition des Zwischenbleches bei der Ablage des zu bündelnden Nutzenstapels in der Weiterverarbeitungsstation ;
Fig. 4 die vollständige Ablage des zu bündelnden Nutzenstapels in der Weiterverarbeitungsstation, nach vollständigem Zurückziehen des reversierba-ren Zwischenbleches;
Fig. 5 die schematische Darstellung des in seine Ausgangsposition zurückgefahrenen Bündelschiebers, mit wieder voll ausgefahrenen Zwischenblech und in der Weiterverarbeitungsstation abgelegten, zu bündelnden Nutzenstapel, vor dem Niederfahren
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eines, eine Bündelung bewirkenden Schweissbal-kens.
Die in der Fig. 1 dargestellte Zuführvorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem seitlichen Zuführtisch 11, auf dem weiterzuverarbeitende, beispielsweise zu bündelnde Nutzenstapel 14, hintereinander an einer Anschlagkante 13 anliegend abgelegt sind. Die zu bündelnden Nutzenstapel 14 können mittels eines seitlichen Zuführschiebers 12 vor einen zweiten, einer in der Fig. 2 dargestellten Weiterverarbeitungsstation 22 zugeordneten Zuführschieber 16 geschoben werden. Der Zuführschieber 16 bewegt sich auf einem Zuführtisch 19 im wesentlichen rechtwinklig zu der Zuführförderrichtung
15 des seitlichen Zuführschiebers 12.
Wie die Fig. 2 weiter zeigt, ist der Zuführschieber
16 an seiner dem Zuführtisch 19 zugewandten Unterseite mit einem Zwischenblech 17 versehen. Das Zwischenblech 17 ist relativ zu dem Zuführschieber
16 verschiebbar. Der unter dem Zuführschieber 16 hervorstehende Überstand 42 des Zwischenbleches
17 kann mittels einer Längenverstellung 20 variiert werden. Durch unterschiedlich grosse Überstände 42 kann das Zwischenblech zur Aufnahme unterschiedlich breiter Nutzenstapel 14 verstellt werden. Dieser Überstand 42 des Zwischenbleches 17 kann auch einen sehr kleinen Wert aufweisen und kann auch Null sein.
Oberhalb des Zwischenbleches 17 ist der Zuführschieber 16 mit einem Niederhalter 18 versehen, der, wie die Fig. 1 zeigt, eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Niederhalterfingern 18a aufweist. Die Niederhalter 18 dienen dazu, die zu verarbeitenden, beispielsweise zu bündelnden Nutzenstapel 14 beim Einschieben in die Weiterverarbeitungsstation 22 zu halten und das Aufrollen der obersten Blätter zu verhindern. Um Nutzenstapel 14 unterschiedlicher Höhe verarbeiten zu können, ist der Niederhalter 18 mittels einer Höhenverstellung
21 höhenverstellbar.
Wie die Fig. 2 weiter zeigt, wird das Bündelmaterial 30 durch einen Durchlassspalt 23 von einer unter dem Zuführtisch 19 angeordneten - nicht dargestellten - Vorratsrolle abgewickelt und in die beispielhaft als Bündelstation 22 dargestellte Weiterverarbeitungsstation eingeführt. Die Bündelstation
22 weist ein Kunststoffpolster 24, beispielsweise aus Silikon, auf, welches auf einem Widerlager 26 angeordnet ist. Das Silikonpolster 24 weist einen Schlitz 25 auf, aus dem ein das verarbeitete Bündelmaterial 30 von der Vorratsrolle abtrennendes Trennmesser 43 ausfahren kann. Nach dem der bzw. die zu bündelnden Nutzenstapel 14 von dem seitlichen Zuführschieber 12 auf dem Zwischenblech 17 abgelegt worden sind, wird der zweite Zuführschieber 16 in seine Förderrichtung 31 bewegt, gleichzeitig fährt der Niederhalter 18 in Druckrichtung 32 nieder.
Nachdem das Zwischenblech 17 seine Endposition 33 erreicht hat, fährt der Zuführschieber 16 weiter in Abstreifrichtung 34 und schiebt den zu bündelnden Nutzenstapel 14 gegen die bereits gebündelten Nutzenstapel 27, wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist. Das Bündelmaterial 30 legt sich dabei, zumindest teilweise, um den zu bündelnden Nutzenstapel 14. Beim Überfahren sind der Durchlassspalt 23 für das Bündelmaterial 30 und der Schlitz 25 von dem Zwischenblech 17 überbrückt worden.
Nachdem das Zwischenblech 17 seine Endposition 33 erreicht hat, fährt der Zuführschieber 16 weiter bis in seine Endposition 35, wie dies in der Fig. 4 dargestellt ist. Der weiterzuverarbeitende Nutzenstapel 14 wird dabei von dem Zuführschieber 16 von dem Zwischenblech 17 herunter geschoben und unter einem Niederhalterzylinder 28 der Weiterverarbeitungsstation 22 positioniert. Der Zuführschieber 16 wird dazu bis auf einen vorbestimmbaren restlichen Überstand 42a über das Zwischenblech 17 gefahren. Der restliche Überstand 42a kann auch Null sein.
Das Zwischenblech 17 ist metallisch glatt und überdeckt das eine wesentlich stumpfere Oberfläche aufweisende Silikonpolster 24. Dadurch wird ein Aufrollen der untersten Blätter des zu bündelnden Nutzenstapels 14 beim Überfahren des Silikonpolsters 24 bzw. der Schlitze 23 und 25 vermieden.
Nachdem der Nutzenstapel 14 die Endposition 35 erreicht hat, wird der Niederhalterzylinder 28 in Pressrichtung 36 niedergefahren. Der zu bearbeitende Nutzenstapel 14 wird dadurch festgehalten. Gleichzeitig fährt der Niederhalter 18 in Abhebrichtung 37 von dem Nutzenstapel 14 hoch und dieser wird frei gegeben. Der Zuführschieber 16 kann dann in Richtung 38 aus der Weiterverarbeitungsstation 22 zurückgefahren werden. Der restliche Überstand 42a des Zwischenbleches 17 ist dabei so gering, dass dieses Zurückfahren nicht behindert wird.
Nach seiner Freigabe wird der Zuführschieber 16 bis in seine Ausgangsposition 39 zurückgefahren. Zum Bündeln als Weiterverarbeitung, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist, wird ein Schweissbalken 29 in Absenkrichtung 40 gegen das Silikonpolster 24 verfahren. Das Bündelmaterial 30 wird dabei um die zuvor von dem Zuführschieber 16 beaufschlagte Rückseite des zu bündelnden Nutzenstapels 14 gelegt.
Das Bündelmaterial 30 ist selbstschweissend beschichtet und kann mit einem, dem Schweissbalken 29 zugeordneten Schweisskopf 41 verschweisst werden. Der Nutzenstapel 14 ist damit gebündelt. Das verbleibende Bündelmaterial 30 wird anschliessend mit einem Trennmesser 43 abgetrennt. Das Trennmesser 43 kann dazu aus den Schlitz 25 ausfahren. Die Zuführvorrichtung 10 steht damit für den nächsten Weiterverarbeitungsvorgang zur Verfügung. Anstelle einer in der Zeichnung beispielhaft dargestellten Bündelstation kann als Weiterverarbeitung auch - eine nicht dargestellte - Stanze oder eine beliebige andere Weiterverarbeitungsvorrich-tung für Nutzenstapel oder dergleichen vorgesehen sein.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Zuführen von aus einer Vielzahl von Einzelblättern bestehenden Nutzenstapeln, mit einem Durchlassspalte und Arbeitsschlitze auf-
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weisenden Fördertisch, über den die Nutzenstapel mit einem Zuführschieber in eine Weiterverarbeitungsstation schiebbar sind, und mit einem dem Zuführschieber zugeordneten Zwischenblech, das relativ zu dem Zuführschieber bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzenstapel (14) von dem Zuführschieber (16) auf dem Zwischenblech (17) über die Spalten und Schlitze des Zuführtisches (11) bis in eine vorbestimmte Endposition (33) bewegbar sind und der Zuführschieber (16) die Nutzenstapel (14) nach Erreichen der Endposition (33) in Abstreifrichtung (34) über das Zwischenblech (17) hinaus abstreifend bis in seine Endposition (35) weiterbewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endposition (33) des Zwischenbleches (11) ungleich der Endposition der Nutzenstapel (14) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenblech (17) mit einem vorbestimmbaren Überstand (42, 42a) in Abstreifrichtung (34) über den Zuführschieber (16) übersteht und der Überstand (42, 42a) des Zwischenbleches (17) relativ zu dem Zuführschieber
(16) mit einer Längenverstellung (20) einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Zwischenbleches (17) antiadhäsiv ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenblech
(17) und der Zuführschieber (16) mehrteilig ausgebildet sind, wobei die einzelnen Teile einzeln oder in Gruppen in Funktion bringbar sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenblech (17) zur Aufnahme mehrerer weiterzuverarbeitender Nutzenstapel (14) ausgebildet ist.
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