CH686684A5 - Anordnung zum Arretieren eines Endes einer balkenartigen Absperrschwelle in einer Halterung. - Google Patents
Anordnung zum Arretieren eines Endes einer balkenartigen Absperrschwelle in einer Halterung. Download PDFInfo
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Description
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CH 686 684 A5
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Beschreibung
Zum Schutz der Umwelt muss bei Anlagen, bei denen im Brandfall mit einer Verseuchung des Löschwassers mit chemischen Stoffen gerechnet 5 werden muss oder bei denen im Störfall flüssige Chemikalien wie Öle, Benzine, Laugen, Säuren usw. auslaufen können, Vorsorge gegen ein unkontrolliertes Ausströmen solcher Flüssigkeiten in die Umgebung und möglicherweise in Abwasserkanäle 10 oder Wasserläufe getroffen werden. Ebenso müssen derartige Anlagen gegen Eindringen von Wasser, beispielsweise bei Überschwemmungen, geschützt werden.
Aus der DE-PS 3 833 561 ist eine Vorrichtung 15 zum bedarfsweisen flüssigkeitsdichten Absperren von Tür- oder Toröffnungen von Gebäuden oder baulichen Anlagen bekannt, die eine Absperrschwelle aufweist, die aus einem Schwellenkörper mit einer an dessen Unterseite angeordneten Dichtstoffleiste 20 besteht und mit ihren beiden Enden in beiderseits der abzusperrenden Öffnung angeordnete Halterungen einsetzbar und dort arretierbar ist. Die Halterungen haben einen etwa U-förmigen Querschnitt, in welchen die beiden Endabschnitte des Schwellen- 25 körpers eingreifen. Der eine U-Schenkel jeder Halterung trägt innenseitig einen Dichtstoffkörper, der mit der ihm zugewandten Seite des Schwellenkörper-endabschnitts zusammenwirkt, und der andere U-Schenkel jeder Halterung trägt innenseitig einen sich 30 nach unten verbreitenden Keil, der mit einem an der entsprechenden Seite des Schwellenkörperendab-schnitts angebrachten zweiten, sich nach unten verjüngenden Keil zusammenwirkt. Wenn im Einsatzfall die in die Halterungen eingesetzte Absperrschwelle 35 an ihren beiden Enden mittels Spannhebeln an den Halterungen niedergedrückt wird, bewirken die miteinander zusammenwirkenden Keile einen gewissen Querversatz des Schwellenkörpers und somit dessen Andrücken an den Dichtstoffkörper des einen U- 40 Schenkels der Halterung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative Konstruktion der Arretierung zwischen Absperrschwellenende und zugehöriger Halterung einer solchen Vorrichtung zu schaffen, die sich 45 durch Einfachheit, leichte Handhabbarkeit, kostengünstige Herstellbarkeit und zuverlässig dichtende Funktion auszeichnet.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch die in den Patentansprüchen angegebene Anord- 50 nung gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beispielsweise mehr im einzelnen beschrieben. 55
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Absperrvorrichtung mit Arretierungsanordnungen nach der Erfindung in Frontansicht,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung entsprechend der 60 Schnittlinie X-X in Fig. 2 während des Einsetzens der Absperrschwelle in die Halterungen,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung ähnlich Fig. 3 bei vollständig in die Halterungen eingesetzter und eingespannter Absperrschwelle, und 65
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Halterung (ohne eingesetzte Absperrschwelle).
Alle Zeichnungsfiguren sind sehr schematisch gehalten, da sie nur die Grundzüge der erfindungsge-mässen Konstruktion verdeutlichen sollen.
Fig. 1 zeigt schematisch die Absperrvorrichtung, bestehend aus einer Absperrschwelle 1 und aus zwei beiderseits der abzusperrenden Öffnung an Boden und Wand montierten Halterungen 2. Die Absperrschwelle 1 besteht aus einem vorzugsweise hohlkastenförmigen Schwellenkörper 11 und einer an dessen Unterseite angeordneten, beispielsweise angeklebten oder anvulkanisierten Dichtstoffleiste 12.
An den beiden Halterungen 2 ist jeweils eine Spannvorrichtung 4 montiert, die ein Spannstück 41, das die in die Halterungen 2 eingesetzte Absperrschwelle 1 nach unten spannt, und einen auf das Spannstück 41 wirkenden und dieses in seiner Spannstellung arretierenden Spannhebel 42 aufweist.
Aus Gründen der besseren Verständlichkeit sind in Fig. 1 die Halterungen 2 etwas übertrieben gross dargestellt, und die Spannvorrichtungen 4 sind nur schematisch angedeutet, um ihre Funktion darzustellen.
Ausbildung und Wirkungsweise der Halterungen 2 und der Absperrschwelle 1 sind in den Fig. 2 bis 4 mehr im einzelnen dargestellt. Die Fig. 2 und 3 zeigen einen Schnitt durch die Absperrschwelle entsprechend der Schnittlinie X-X in Fig. 1 und somit eine Stirnansicht der in Fig. 1 rechten Halterung von der abzusperrenden Toröffnung aus gesehen. Fig. 4 zeigt die Halterung bei weggelassener Absperrschwelle in Draufsicht.
Nach den Fig. 2 bis 4 bildet die Halterung 2, die gemäss Fig. 4 mit einem Wandwinkel 21 an der betreffenden Wand befestigt ist und ggf. auch am Boden befestigt sein kann, zwischen einem äusseren Schenkel 22 und einem inneren Schenkel 23 eine U-förmige Aufnahmeöffnung 24 zur Aufnahme des betreffenden Endes der Absperrschwelle 1. Schraubenlöcher 25 am inneren Schenkel 23 (siehe Fig. 4) dienen zum Befestigen der in den Fig. 2 bis 4 nicht dargestellten Spannvorrichtung 4.
Wie die Fig. 2 und 3 in Stirnansicht und die Fig. 4 in Draufsicht zeigen, ist der innere Schenkel 23 der Halterung 2 über seine ganze Höhe mit einem Dichtstoffpolster 26 beklebt, das bei eingesetzter Absperrschwelle 1 mit deren Rückwandfläche dichtend zusammenwirkt. Der äussere Schenkel 22 der Halterung 2 trägt unten einen halbrunden Nocken 27, mit welchem das untere Ende des Schwellenkörpers 12 in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise zusammenwirkt. Wie sich aus den Fig. 2 und 3 in Verbindung mit Fig. 4 ergibt, hat der Nocken 23 die Form eines Halbzylinders, der mit waagerechter Achse nahe dem unteren Ende des äusseren Schenkels 22 beispielsweise mittels zweier Schrauben an dessen Innenseite befestigt ist, aber auch angeschweisst sein kann.
Fig. 2 zeigt das Einsetzen der Absperrschwelle 1 in die Halterung 2. Dies lässt sich leicht bewerkstelligen, weil die Öffnung 24 der Halterung 2 deutlich
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breiter als die Absperrschwelle ist. Im untersten Bereich der Öffnung 24 wird aber das untere Ende der Absperrschwelle durch den Nocken 27, der am äusseren Schenkel 22 der Halterung montiert ist, zu dem Dichtstoffpolster 26 am inneren Schenkel 23 der Halterung 2 hin abgelenkt. Die weiche Dichtstoffleiste 12, die unten an dem hohlkastenförmigen Schwellenkörper 11 angebracht ist, gleitet leicht über den Nocken 27 hinweg, indem sie sich dabei seitlich etwas eindrücken lässt. Das Einsetzen der Absperrschwelle 1 durch einfaches Einsenken in die Öffnungen 24 der Halterungen 2 erfolgt auf diese Weise, bis etwa der Zustand erreicht ist, dass die Dichtstoffleiste 12 locker am Boden aufsitzt und die Unterkante des Schwellenkörpers am Nocken 27 aufsitzt oder nahezu aufsitzt. Nunmehr kommen die Spannvorrichtungen 4 zum Einsatz, um jeweils mit dem Spannstück 41, das durch Schwenken des Spannhebels 42 betätigt wird, das betreffende Ende der Absperrschwelle 1 gegen den Boden zu spannen.
Wie in Fig. 1 schematisch angedeutet ist und aus Fig. 3 deutlicher hervorgeht, trägt das Schwel-lenkörperende an seiner Oberseite einen halbrunden Nocken 13, der ähnlich dem Nocken 27 der Halterung ausgebildet ist, und das Spannstück 41 trägt seinerseits an seiner Unterseite einen entsprechenden halbrunden Nocken 43. Das Spannstück 41 wird nun über seinen Nocken 43 und den Nokken 13 des Schwellenkörpers auf den Schwellenkörper, um diesen nach unten zu spannen. Weil aber, wie aus Fig. 3 deutlich ersichtlich ist, die Anordnung so getroffen ist, dass ein gewisser seitlicher Versatz von Spannstück 41 und Schwellenkörper 11 bzw. zwischen den beiden Nocken 43 und 13 von Spannstück und Schweilenkörper vorgesehen ist, derart, dass der Nocken 43 des Spannstücks 41 etwas auswärts mit Bezug auf den Nokken des Schwellenkörpers 11 versetzt ist, ist die in Fig. 3 strichpunktiert eingezeichnete Berührungsnormale N zwischen den beiden Nocken 43 und 13, d.h. die gemeinsame Senkrechte auf den Oberflächen der beiden Nocken an der Berührungsstelle, abwärts und zum Dichtstoffpolster 26 hin geneigt, und deshalb übt das Spannstück 41 nicht nur eine abwärts gerichtete Niederhaltkraft FN auf das Schwellenkörperende aus, sondern zugleich auch eine das obere Ende des Schwellenkörpers seitwärts nach innen hin gegen das Dichtstoffpolster drängende Anpresskraft FA.
Dies bewirkt, dass beim Abwärtsspannen des Schwellenkörpers dessen unteres Ende am Nocken 27 der Halterung 2 entlanggleitet und dadurch mit seinem unteren Ende gegen die Dichtstoffplatte 26 gedrückt wird, und zugleich wird wegen des seitlichen Versatzes der Nocken 43 und 13 und deren geometrischer Form der obere Bereich des Schwel-lenkörperendes ebenfalls gegen das Dichtstoffpolster 26 gedrückt, so dass das Schwellenkörperende über seine ganze Höhe fest an die Dichtstoffpolster 26 angepresst wird und damit sauber abdichtet.
Fig. 3 zeigt die eingespannte Arbeitsstellung des Schwellenkörpers mit komprimierter Dichtstoffleiste 12 an der Unterseite der Absperrschwelle und komprimiertem Dichtstoffpolster 26 zwischen dem
Schwellenkörper 11 und dem inneren Schenkel 23 der Halterung 2.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Nocken 27, 13 und 43 jeweils als Zylindersegmente in Form eines Halbzylinders dargestellt, was einfache Herstellbarkeit und einfaches Befestigen durch Anschrauben oder Verschweissen ermöglicht. Es versteht sich von selbst, dass die gleiche Wirkung auch erreicht werden kann, wenn diese Nokken als Zylindersegmente ausgebildet sind, die weniger als einen Halbzylinder ausmachen, wenn der Nocken 27 als maximal eine Halbkugel umfassendes Kugelsegment oder als Prisma mit einer oberen Schrägfläche ausgebildet ist und wenn die Nokken 13 und 43 als komplementäre Keilkörper oder dergleichen ausgebildet sind, die mit gegenseitigen Schrägflächen miteinander zusammenwirken, so dass sich eine geneigte Berührungsnormale N ergibt. Darüberhinaus ist es möglich, dass ein mit einer unteren Schrägfläche versehenes Spannstück 41 einfach mit der Aussenkante des Schwellenkörpers 11 zusammenwirkt, um so eine abwärts gerichtete Niederhaltekraft und gleichzeitig eine seitwärts gerichtete Anpresskraft zu erzeugen, wobei letztere Möglichkeit entsprechende Stabilität und Kantenfestigkeit des Schwellenkörpers voraussetzt.
Die dargestellte bevorzugte Ausführungsform hat gegenüber zahlreichen anderen, im Prinzip gleichwirkenden Ausführungs-Varianten den Vorteil leichter Herstellbarkeit, Gleichheit der Nocken 27, 13 und 43 und damit einer geringen Anzahl verschiedenartiger Bauteile der ganzen Anordnung, und schliesslich einer geringen Reibung wegen im wesentlichen linienförmiger Berührung des Nockens 27 mit dem Schwellenkörper und der Nocken 13 und 43 miteinander.
Claims (1)
- Patentansprüche1. Anordnung zum Arretieren eines Endes einer balkenartigen Absperrschwelle zum bedarfsweisen flüssigkeitsdichten Absperren von Tür- oder Toröffnungen von Gebäuden oder baulichen Anlagen in einer das Absperrschwellenende aufnehmenden Halterung, wobei die Halterung (2) zwei Schenkel (22, 23) aufweist, die zwischen sich eine Aufnahmeöffnung (24) zur Aufnahme des von oben her einzusetzenden Schwellenkörperendes bilden und wobei der eine Schenkel (23) ein kompressibles Dichtstoffpolster (26) trägt, und wobei der Halterung (2) eine Spannvorrichtung (4) zum Niederspannen des eingesetzten Absperrschwellenendes zugeordnet ist und Mittel vorgesehen sind, die ein Anpressen des Absperrschwellenendes gegen das am einen Schenkel (23) der Halterung angeordnete Dichtstoffpolster (26) bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Bereich des anderen, dem Dichtstoffpolster (26) gegenüberliegenden Schenkels (22) der Halterung ein den Unterkantenbereich des eingesetzten Absperrschwellenendes gegen das Dichtstoffpolster (26) hin ablenkender Noppen (27) angeordnet ist, und dass die gegenseitigen Kontaktflächen des Oberkantenbereichs des eingesetzten Absperrschwellenendes und eines auf dieses wirkenden Spannstückes (41) der510152025303540455055606535CH 686 684 A5Spannvorrichtung (4) miteinander eine abwärts und seitwärts zu dem Dichststoffpolster (26) hin geneigte Berührungsnormale (N) bilden.2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Noppen (27) am anderen Schenkel (22) der Halterung als maximal eine Halbkugel umfassendes Kugelsegment oder als maximal einen Halbzylinder umfassendes Zylindersegment mit horizontaler Zylinderachse ausgebildet ist.3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Absperrschwellenendes und an der Unterseite des Spannstücks (41) jeweils ein Zylindersegment (13, 43) mit in Längsrichtung der Absperrschwelle verlaufender Zylinderachse angeordnet ist und die Geometrie der Anordnung so getroffen ist, dass das Zylindersegment (43) des Spannstücks (41) in seiner Spannstellung in Bezug auf das Zylindersegment (13) des Absperrschwellenendes um eine kleine Distanz in Richtung vom Dichtstoffpolster (26) weg seitlich versetzt ist.51015202530354045505560654
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