CH686884A5 - Steuervorrichtung zum Einbau in einen Schlitten. - Google Patents
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Description
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CH 686 884 A5
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Beschreibung
Steuerbare Schlitten nach Art des Bobsleigh sind bekannt. Bei Schlitten dieses Typs ist der vordere Teil der beiden Kufen seitlich schwenkbar konstruiert und kann durch eine damit verbundene Lenkvorrichtung durch die Hand des Fahrers präzise gesteuert werden. Bobsleighs sind sehr aufwendige Geräte, die vor allem für den Rennsport auf speziell konstruierten Eisbahnen gebaut sind. Wegen ihrer Präzision und der mechanisch aufwendigen Konstruktion sind sie sehr teuer und für den Amateursport auf schneebedeckten Schlittelbahnen deshalb kaum geeignet.
Eine andere, vor allem für Kinder geeignete Art von lenkbaren Schlitten besteht im wesentlichen aus einem an den Rändern aufgewölbten Plastikbrett, das zugleich als Sitz- und Gleitfläche dient. Die damit verbundene einfache Steuervorrichtung, ebenfalls aus Plastikmaterial, besteht aus einer seitlich schwenkbaren Kufe auf der gleitenden Unterfläche, die durch eine Achse mit einem auf der Oberseite befindlichen Steuervorrichtung verbunden ist. Diese Art von Schlitten ist wegen ihrer einfachen Massenfertigung vergleichsweise billig. Die Steuervorrichtung arbeitet jedoch sehr unpräzis, und der Schlitten ist in seiner üblichen Ausführung für Erwachsene wenig geeignet.
Bekannt sind anderseits die üblichen Schlittentypen, die vom Fahrer vorzugsweise mit den Füssen gesteuert werden. Besonders weit verbreitet sind die aus Holz konstruierten sogenannten Davoser-schlitten, die aus zwei hölzernen, auf der Frontseite nach oben aufgebogenen und auf der Lauffläche mit Eisen beschlagenen parallelen Kufen bestehen, die untereinander durch Querstreben verbunden sind und auf ihrer Oberseite eine aus längsgerichteten Holzlatten bestehende Sitzfläche tragen. Diese Schlitten werden in verschiedenen Längen meist für die Benützung durch ein bis vier Personen gefertigt.
Beim Steuern mit den Füssen wird auf einer Seite eine Bremswirkung erzeugt, wodurch der Schlitten in dieser Richtung abgelenkt wird. Diese Art der Steuerung ist sehr ungenau und erfordert von Seiten des Fahrers eine grosse Fertigkeit. Die Bremswirkung durch die steuernden Füsse verursacht zudem einen Geschwindigkeitsverlust. Auf wenig abschüssigen Strecken ist ein solcher Schlitten kaum zu gebrauchen, weil er durch das dauernde Bremsen immer wieder zum Stillstand kommt. Umgekehrt besteht auf abschüssigen Abfahrtsstrecken und bei hoher Geschwindigkeit eine grosse Unfallgefahr, vor allem für die lenkenden Füsse des Fahrers.
Aus diesen Gründen ist es deshalb wünschbar, eine einfache und wohlfeile Steuervorrichtung für käufliche Sportschlitten, insbesondere für den aus Holz gebauten Davoserschlitten zur Verfügung zu haben. Die vorliegende Erfindung betrifft eine solche Steuervorrichtung, die mit wenigen Handgriffen in einen vorhandenen Schlitten eingebaut werden kann. Sie ist so konzipiert, dass geringfügige Grös-senunterschiede zwischen den gangbaren Schlittentypen mit einfachen Massnahmen ausgeglichen werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einer Steuersäule, aus einer runden Achse, die in einem Führungsrohr drehbar und in Längsrichtung verschiebbar gelagert ist. Die Achse trägt an ihrem obern Ende zwei seitlich herausragende Handgriffe und an ihrem untern Ende eine in Längsrichtung innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs schwenkbare skiähnliche Führungskufe. Das Führungsrohr ist mit zwei Querstreben fest verbunden, die ihrerseits an ihren beiden Enden mit Schraubenlöchern versehen sind, so dass sie mittels Schrauben an der Rahmenkonstruktion des Schlittens befestigt werden können.
Die Achse der Steuersäule ist an ihrem untern Ende geschlitzt. Der Schlitz dient zur Aufnahme einer flachen Lasche, die ihrerseits an ihrem untern Ende mit der Führungskufe fest verbunden ist. Zur Verbindung der Lasche mit der Steuersäule dient eine den Schlitz und die Lasche in Querrichtung durchdringende Achse.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird durch die nachfolgenden Figuren 1 bis 7 erläutert, wobei die möglichen Ausführungsformen durch die gezeichneten Ausführungsformen in keiner Weise beschränkt sein sollen.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Davoserschlitten üblicher Ausführung (1), in dessen vorderem Teil die erfindungsgemässe Steuervorrichtung (4) eingebaut ist. Der Schlitten besitzt zwei nach vorn aufgebogene Kufen (2), die mittels der Stützen (3) die aus längsgerichteten Latten bestehende Sitzfläche trägt. Mittels der Schrauben (18) sind die beiden Querstreben (8) und (9) der Steuervorrichtung an den Kufen, bezw. den äusseren Latten der Sitzfläche befestigt. Die beiden Querstreben sind in einem festen Abstand mit dem Führungsrohr (6) verbunden. Aus der Figur ist jedoch leicht ersichtlich, dass Unterschiede in den Dimensionen des Schlittens durch Verstellen des Einbauwinkels der Steuersäule ohne Schwierigkeit ausgeglichen werden können.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Schlittens mit eingebauter Steuervorrichtung. Der Schlitten ist durch die Kufen (2), die Tragstützen (3) und die Latten der Sitzfläche dargestellt. Mit 3' sind verstärkende Querstreben aus Metall angedeutet, welche die Stabilität des Schlittens noch verstärken helfen. Die eingebaute Steuervorrichtung besteht aus der Steuersäule mit der Achse (5), dem Führungsrohr (6), und den Handgriffen (7), die an ihrem untern Ende die Führungskufe (14) trägt. Die letztere besteht aus einem flachen, skiähnlichen Teil, der vorne in einer aufgebogenen Spitze endigt. Durch die tragende Lasche (12) ist sie mittels der Achse (13) mit dem geschlitzten untern Teil der Achse (5) verbunden. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Sohle der Führungskufe mit einer Führungsrippe (15) ausgestattet, durch welche die Spurhaltung der Kufe verbessert wird.
Durch die beiden Querstreben (8) und (9) ist die Steuervorrichtung fest mit der Rahmenkonstruktion des Schlittens verbunden.
In der Fig. 3 ist der vordere Teil des Schlittens mit der Steuervorrichtung in seitlicher Ansicht dargestellt. Sichtbar sind wiederum Teile des Schlittens
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mit den Kufen (2) und den Stützen (3), sowie die Steuervorrichtung mit der Achse (5), dem Führungsrohr (6), den Handgriffen (7) und der Führungskufe (14) mit der tragenden Lasche (12) die mittels der Achse (13) im Schlitz am untern Ende der Achse (5) schwenkbar befestigt ist. Ebenfalls sichtbar sind die Querstreben (8) und (9) der Steuervorrichtung, die der Verbindung mit dem Schlittenrahmen dienen.
Durch Änderung des Winkels der Steuersäule gegenüber der Vertikalen ist es möglich, die Steuersäule mit ihren in festem Abstand befindlichen Querstreben für den Einbau in verschiedene Schlitten mit variablen Abmessungen zu verwenden.
Fig. 4 zeigt im Detail den gebogenen unteren Querträger (8), dessen äussere Enden mit den Kufen des Schlittens verbunden werden, sowie den gerade geformten obern Querträger (9), der unter die äussersten Traglatten der Sitzfläche geschraubt wird. Er ist mit einer halbrunden Ausnehmung (10) ausgestattet, an welcher das Fühungsrohr (6) der Steuersäule angeschweisst wird. An den beiden Enden sind die Schraubenlöcher (11) für die Verbindung mit dem Schlittenrahmen angedeutet.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch das untere Ende der Steuersäule (5). Gezeigt wird die schwenkbare Befestigungslasche (12) in zwei Winkelstellungen. Es ist ersichtlich, auf welche Weise der Schwenkbereich um die Achse (13) durch den Anschlag des Randes am obern Ende des Achsschlitzes begrenzt ist.
In Fig. 6 ist ein Querschnitt durch die Führungskufe (14) dargestellt. Ersichtlich ist die Konstruktion der Befestigungslasche (12), die aus einem Flacheisen gefaltet und in ihrem untern Teil in zwei schräg gespreizten Hälften mit der Führungskufe verbunden ist. Im obern flachen Teil ist eine Bohrung für die Schwenkachse (13) vorgesehen. Die beiden seitlichen Ränder (16) der Führungskufe sind leicht nach oben gebogen; in der Mitte der Sohle befindet sich die Führungsrippe (15).
In einer andern, in den Figuren nicht gezeigten Ausführungsform ist die Befestigungslasche gänzlich flach ausgeführt und an ihrem untern Rand mit der Mitte der Führungskufe verbunden. Statt mit einer Führungsrippe in der Mitte wird hier die Sohle mit zwei oder mehr seitlich gelegenen Rippen versehen.
Fig. 7 zeigt im Detail eine seitliche Ansicht der Führungskufe (14) mit der auf der Oberseite befestigten Befestigungslasche (12), welche mit einer Bohrung für die Schwenkachse (13) versehen ist. Sichtbar ist auch die im vordem Teil skiartig aufgebogene Spitze (17).
Claims (6)
1. Steuervorrichtung zum Einbau in einen Schlitten, bestehend aus einer Steuersäule, welche mittels zweier Querstreben an einem bestehenden Schlitten befestigt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersäule aus einer gegen die Vertikale leicht geneigten Achse (5) besteht, welche in einem mit den Querstreben fest verbundenen Führungsrohr (6) drehbar gelagert ist, wobei die
Achse an ihrem untern Ende eine in Fahrtrichtung lose schwenkbare kurze Führungskufe (14), und an ihrem obern Ende zwei seitliche Handgriffe (7) trägt.
2. Steuervorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskufe aus einem flachen, nach vorne in einer aufgebogenen Spitze (17) endigenden, skiartigen Metallstück besteht, das in der Mitte seiner Oberseite eine mit einer Querbohrung versehene Befestigungslasche trägt, die zur Verbindung mit der Achse (5) der Steuersäule dient.
3. Steuervorrichtung gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Steuersäule an ihrem untern Ende mit einem Längsschlitz versehen ist, in welchen die Befestigungslasche der Führungskufe eingreift und mit der Achse durch einen Querstift schwenkbar verbunden ist.
4. Steuervorrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbereich der Führungskufe einerseits durch die Ausbildung des obern Randes der Befestigungslasche (12), anderseits durch die Länge des Schlitzes und die Position des Querstifts bestimmt ist und einen Winkelbereich von 15 bis 20° nicht übersteigt.
5. Steuervorrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskufe an ihren seitlichen Rändern aufgebogen ist und an ihrer Sohle eine oder mehrere längsgerichtete Führungsrippen (15) trägt.
6. Steuervorrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstreben (8) und (9) an ihren seitlichen Enden durch Schrauben (18) mit der Rahmenkonstruktion des Schlittens fest verbunden sind.
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| CH355792A CH686884A5 (de) | 1992-11-20 | 1992-11-20 | Steuervorrichtung zum Einbau in einen Schlitten. |
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| CH686884A5 true CH686884A5 (de) | 1996-07-31 |
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Family Applications (1)
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| CH355792A CH686884A5 (de) | 1992-11-20 | 1992-11-20 | Steuervorrichtung zum Einbau in einen Schlitten. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH686884A5 (de) |
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1992
- 1992-11-20 CH CH355792A patent/CH686884A5/de not_active IP Right Cessation
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