CH686964A5 - Schwimmendes Oel- und Chemiesperrenelement. - Google Patents

Schwimmendes Oel- und Chemiesperrenelement. Download PDF

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CH686964A5
CH686964A5 CH01348/93A CH134893A CH686964A5 CH 686964 A5 CH686964 A5 CH 686964A5 CH 01348/93 A CH01348/93 A CH 01348/93A CH 134893 A CH134893 A CH 134893A CH 686964 A5 CH686964 A5 CH 686964A5
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Heinz Wartenweiler
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Wagner Umweltschutz Ag
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Description


  
 



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1. 



  Es ist bekannt, bei \l- und Chemieunfällen auf stehenden oder fliessenden Gewässern schlauchförmige Sperren einzusetzen, welche aus einer Vielzahl stirnseitig miteinander verbundener Sperrenelemente bestehen. Mit solchen Sperren kann das auf der Oberfläche treibende \l an einer Ausbreitung gehindert werden. 



  Die einzelnen Sperrenelemente oder -abschnitte sind durch Verschlüsse derart zusammengehalten, dass ein Durchfliessen von aufschwimmenden Mineralölteilen und anderen Stoffen zwischen den einzelnen Elementen nicht möglich ist. 



  Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 9014458.9 ist ein solcher Verschluss bekannt, der die beiden Enden der benachbarten Sperrenabschnitte für aufschwimmende Stoffe dicht miteinander verbindet. Dieser bekannte Verschluss erfüllt die bezüglich der Dichtigkeit gestellten Anforderungen einwandfrei. 



  Bedingt durch Witterungs- und Temperatureinflüsse sowie die äusserst hohen Zugkräfte, die bei einem Einsatz der \lsperrenelemente in Fliessgewässern auf letztere wirken, erfolgt eine Dehnung der  Zugseile an der Sperrenschürze. Durch die Längendehnung der Zugseile - diese befinden sich unterhalb der den Auftrieb bildenden Sperrenelemente - werden zusätzliche Zugkräfte in die Sperrenelemente und damit in deren Verbindungselemente eingeleitet. In geringem Masse ist es bereits beim bekannten Sperrenelement durch die Dehnbarkeit der Verbindungselemente möglich, diese Längenänderungen aufzunehmen, ohne dass an den Verbindungsstellen Schäden entstehen können.

  Nicht nur die Längenänderungen an den Zugseilen, sondern auch Längenänderungen der Sperrenelemente, welche aus textilen Geweben hergestellt sind, können Kräfte in die Verbindungen, die ebenfalls aus textilen Geweben und Metallteilen bestehen, einleiten. Auf diese Weise beschädigte Verschlüsse führen dazu, dass die gesamte \lsperre ihre Wirkung verliert, wenn bereits an einer einzigen Stelle beispielsweise aufschwimmendes \l durchtreten kann. Es ist auch schwierig, beschädigte Sperrenelemente zu reparieren, da die Verschlüsse Teil des Textilgewebes bilden, aus dem die den Auftrieb bildenden Körper hergestellt sind. 



  Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Verschluss für die Verbindung von \lsperrenelementen zu schaffen, der Längenänderungen der Zugseile und/oder \lsperrenelemente ohne Verlust an Dichtigkeit aufnehmen kann. 



  Gelöst wird diese Aufgabe durch ein \l- und Chemiesperrenelement gemäss den Merkmalen des Patentanspruches 1. 



  Der erfindungsgemässe zugkraftausgleichende Verschluss ermöglicht eine gegenseitige Verschiebung der sich überlappenden Verschlussteile der benachbarten Sperrenelemente. Unabhängig von den auf die Sperrenelemente wirkenden  Zugkräfte verbleiben die Verschlüsse in gegenseitiger Überlappung, und es werden keine die Festigkeit der Verschlüsse überschreitenden Kräfte in diese eingeleitet. Die Sperrenelemente können jederzeit mühelos voneinander getrennt oder zusammengefügt werden, da die Zugkräfte einzig auf die Seile und nicht auf die Verschlüsse einwirken. Dies bewirkt auch, dass die Sperre stets einwandfrei und zugentlastet linienförmig im Wasser schwimmt. 



  Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen: 
 
   Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines \l- und Chemiesperrenelementes, 
   Fig. 2 eine Darstellung der drei Anschlusslappen zweier miteinander zu verbindender Sperrenelemente, 
   Fig. 3 zwei zusammengefügte Sperrenelemente, 
   Fig. 4 einen Teilquerschnitt durch das Sperrenelement im Bereich des Lappens mit den Drehknöpfen. 
 



  Die \l- und Chemiesperre bzw. ein Sperrenelement besteht aus einem schlauchförmigen Schwimmkörper 3, welcher mit Auftriebselementen gefüllt und an dessen Unterseite eine \lrückhalteschürze 7 befestigt ist, welche vorzugsweise aus dem den Schwimmkörper bildenden wasserdichten Material hergestellt ist. An deren Unterkante ist ein erstes Zugseil 9 befestigt. Ein \lsperrenelement dieser Gattung ist z.B. aus der CH-A 588 599 bekannt. 



  Ein zweites Zugseil 11 ist in einem Abstand vom ersten Zugseil 9 parallel zu diesem angeordnet und durch im wesentlichen vertikal verlaufende Verbindungselemente 13 mit diesem verbunden und bildet die Zugschürze 8. Als Verbindungselemente können sowohl Stahl- als auch Kunststoffseile 13 oder Stahl- oder  Kunststoffbänder verwendet werden. 



  An den Enden der Sperrenelemente 1, welche vorzugsweise in Abschnitte von 5 oder 10 m Länge aufgeteilt sind, sind ein Anschlusslappenpaar 19 und ein Einzelanschlusslappen 21 angebracht. Die Anschlusslappen 19, 21 sind vorzugsweise Teil des Mantels des schlauchförmigen Schwimmkörpers 3 und direkt bei der Herstellung der Schwimmkörper ausgebildet worden. Das Anschlusslappenpaar 19 besteht aus einem unteren Lappen 23, an welchem mehrere in einer Reihe angeordnete Drehknöpfe 25 oder andere geeignete Verbindungsmittel befestigt sind, und aus einem oberen Lappen 27, welcher an der entsprechenden Stelle längliche \sen 30 aufweist. Die \sen 30 bestehen aus Metall. 



  Die Drehknöpfe 25 weisen einen drehbaren Halteteil 26 auf, der axial verschiebbar auf einer Halteplatte 28 federelastisch befestigt ist und in der Schliessstellung senkrecht zu den \sen 29 einrastbar ausgebildet sind. 



  Der Einzelanschlusslappen 21 am anderen Ende des Sperrenelementes 1 weist nur \sen 29 auf und ist im übrigen analog dem oberen Lappen 27 ausgebildet (Fig. 2). Die \ffnungen der \sen 29 im Einzelanschlusslappen 21 weisen eine wesentlich grössere Länge l auf als die \sen 30 im oberen Lappen 27, welche nur gerade eine der Breite b der Drehknöpfe 25 entsprechende Länge besitzen. 



  Wenn zwei Sperrenelemente miteinander verbunden werden sollen, wird der Einzelanschlusslappen 21 zwischen die Lappen 23 und 27 eingefahren, die Drehknöpfe 25 durch die \sen 29 des Einzelanschlusslappens 21 und die \sen 29 des oberen Lappens 27 geführt, und anschliessend werden die Drehknöpfe 25 um 90 DEG  gedreht. Damit ergibt sich eine feste Verbindung zwischen den beiden Sperrenelementen 3, durch welche keine auf der Oberfläche des Wassers schwimmenden \lteile oder andere  Verschmutzungen hindurchtreten können. Die Längenänderungen (Dehnung) der Zugseile 9, 11 bewirken nur eine gegenseitige Verschiebung der sich überdeckenden Lappen 23, 27 und 21, welche im Rahmen der Länge der \ffnungen in den \sen 29 im Einzelanschlusslappen 21 möglich ist.

   Die sich gegenseitig überdeckenden Lappen 23, 27 müssen folglich so lang ausgebildet sein, dass bei einer elastischen Dehnung der Zugseile 9 unter Last, sämtliche Lappen 23, 27, 21 überlappt bleiben. 

Claims (3)

1. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement (1) mit einem schlauchförmigen, mit Auftriebselementen gefüllten Schwimmkörper (3) und einer am Schwimmkörper (3) angebrachten Zugschürze (8) sowie je einem oben und unten an der Zugschürze (8) befestigten Zugseil (9, 11), mit einem eine Reihe \sen (29) aufweisenden Einzellappen (21) am einen Sperrenelementende und einem eine Reihe Verschlüsse (25) aufweisenden unteren Anschlusslappen (23) am anderen Sperrenelementende zum Verbinden benachbarter Sperrenelemente (1), wobei parallel zum unteren Anschlusslappen (23) mit den daran befestigten Verschlüssen (25) zusätzlich ein oberer Anschlusslappen (27) mit einer Reihe \sen (30) angebracht ist, wobei zwischen den unteren und dem oberen Anschlusslappen (23, 27) der Einzelanschlusslappen (21) des benachbarten Sperrenelementes (1) einschieb- und verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die \ffnungen der \sen am Einzelanschlusslappen (21) eine Länge (1) aufweisen, die der gegenseitig möglichen Verschiebung der Anschlusslappen (23, 27, 21) und der darin geführten Verschlüsse (25) der elastischen Dehnung der Zugseile (9, 11) entspricht.
2. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die \sen (29) aus Metall bestehen und als Gleitführungen für die Verschlüsse (25) bestimmt sind.
3. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbaren Halteteile (26) der Drehknöpfe (25) federelastisch axial verschiebbar auf einer Halteplatte (28) befestigt und in der Schliessstellung senkrecht zur Längsrichtung der \sen (29) einrastbar ausgebildet sind. 1. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement (1) mit einem schlauchförmigen, mit Auftriebselementen gefüllten Schwimmkörper (3) und einer am Schwimmkörper (3) angebrachten Zugschürze (8) sowie je einem oben und unten an der Zugschürze (8) befestigten Zugseil (9, 11), mit einem eine Reihe \sen (29) aufweisenden Einzellappen (21) am einen Sperrenelementende und einem eine Reihe Verschlüsse (25) aufweisenden unteren Anschlusslappen (23) am anderen Sperrenelementende zum Verbinden benachbarter Sperrenelemente (1), wobei parallel zum unteren Anschlusslappen (23) mit den daran befestigten Verschlüssen (25) zusätzlich ein oberer Anschlusslappen (27) mit einer Reihe \sen (30) angebracht ist, wobei zwischen den unteren und dem oberen Anschlusslappen (23, 27) der Einzelanschlusslappen (21) des benachbarten Sperrenelementes (1) einschieb- und verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die \ffnungen der \sen am Einzelanschlusslappen (21) eine Länge (1) aufweisen, die der gegenseitig möglichen Verschiebung der Anschlusslappen (23, 27, 21) und der darin geführten Verschlüsse (25) der elastischen Dehnung der Zugseile (9, 11) entspricht. 2. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die \sen (29) aus Metall bestehen und als Gleitführungen für die Verschlüsse (25) bestimmt sind. 3. Schwimmendes \l- und Chemiesperrenelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbaren Halteteile (26) der Drehknöpfe (25) federelastisch axial verschiebbar auf einer Halteplatte (28) befestigt und in der Schliessstellung senkrecht zur Längsrichtung der \sen (29) einrastbar ausgebildet sind.
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