CH687254A5 - Schuettgutbehaelter. - Google Patents

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CH687254A5
CH687254A5 CH40094A CH40094A CH687254A5 CH 687254 A5 CH687254 A5 CH 687254A5 CH 40094 A CH40094 A CH 40094A CH 40094 A CH40094 A CH 40094A CH 687254 A5 CH687254 A5 CH 687254A5
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CH
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container
bulk goods
garbage
lid
goods container
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Antonio Pizzimento
Rolf Pohl
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Imes Logistik Systeme Gmbh
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  • Refuse Receptacles (AREA)

Description

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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schüttgutbehälter, insbesondere Müllbehälter gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Müllbehälter beispielsweise sind allgemein bekannt. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, angefangen vom Kleinst-Mülleimer für 1-Personen-Haushalte bis hin zu Müllcontainern für Wohnanlagen, die von mehreren Haushalten mit Müll beschickt werden.
Wegen der stark anwachsenden Müllmengen und ihrer immer schwieriger werdenden Entsorgung infolge knapp werdender Deponieflächen ist man heute seitens der Kommunen bestrebt, die anfallenden Müllmengen soweit wie möglich zur reduzieren. Um dies zu erreichen, gehen immer mehr Kommunen dazu über, die Müllgebühren individuell zu erheben, und zwar in Abhängigkeit von der entsorgten Müllmenge bzw. des entsorgten Müllgewichts.
Zur Realisierung dieses Konzepts sind verschiedene automatisch bei der Mülltonnen-Entleerung arbeitende Müllerfassungs- bzw. -verwiegungssysteme bereits bekannt (vgl. z.B. DE 3 933 795 A1), die jedoch alle immer nur das Gewicht bzw. das Volumen des in der Mülltonne insgesamt befindlichen Mülls erfassen. Während dies bei Mülltonnen, die nur einem einzigen Haushalt zugeordnet sind, keinerlei Probleme bereitet, den entsorgten Müll und damit die zu zahlende Entsorgungsgebühr individuell einem Haushalt zuzuordnen, versagt diese Art der Müllabrechnung bei Müllbehältern, die von mehreren Haushalten, z.B. den Bewohnern einer Wohnanlage beschickt werden, weil im nachhinein bei der Müll-behälter-Entleerung nicht mehr feststellbar ist, wie hoch die auf die einzelnen Haushalte entfallenden Anteile am Müllgewicht bzw. -volumen tatsächlich sind. Eine auf die einzelnen Haushalte bezogene Müllabrechnung ist bei solchen Müllcontainem daher nicht möglich.
Ähnliche Probleme ergeben sich allgemein bei der Beschickung bzw. Entleerung von Schüttgutbehältern für andere Anwendungszwecke (z.B. für die Weinlese oder die Kartoffelernte).
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schüttgutbehälter, insbesondere Müllbehälter der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass er unabhängig von der Zahl der ihn mit Schüttgut bzw. mit Müll beschickenden Parteien bzw. Haushalte eine individuelle Zuordnung der entsorgten Schüttgut- bzw. Müllmenge zu den einzelnen Parteien bzw. Haushalten ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 wiedergegeben. Die übrigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass über der Einschüttöffnung ein in den Schüttgutbehälter entleerbarer Zwischenspeicher mit integrierter Wiegevorrichtung angebracht ist.
Für die Anwendung des erfindungsgemässen Schüttgutbehälters als Müllbehälter bedeutet dies, dass durch die Befüllung des Zwischenspeichers mit der jeweils zu entsorgenden Müllmenge und deren Verwiegung eine Erfassung der Anteile der einzelnen Haushalte an dem zu entsorgenden Müllaufkommen nunmehr möglich ist, so dass die Müll- bzw. Entsorgungsgebühren individuell den einzelnen Haushalten in Rechnung gestellt werden können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Schüttgutbehälters in der Anwendung als Müllbehälter mit einer bevorzugten Ausführungsform des bei der Erfindung vorgesehenen Zwischenspeichers in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit dem Zwischenspeicher in perspektivischer Darstellung.
Bei den Müllbehältern in Fig. 1 handelt es sich um einen an sich bekannten Grossraumbehälter 2 (z.B. MGB 1,1 m3), der erfindungsgemäss modifiziert worden ist.
Der Behälter 2 besteht aus der eigentlichen Müllaufnahmetonne 20 und dem (in der Fig. 1 etwa halb zurückgeschobenen) Deckel 21. Die vordere Hälfte der Einschüttöffnung des Behälters 2 ist durch eine Abdeckung 4 abgedeckt, die ihrerseits links und rechts jeweils mit einem Vorhängeschloss 3 (nur das rechte ist in der Fig. 1 gezeigt) an dem Behälter 2 lösbar befestigt ist. Anstelle der Vorhängeschlösser kann natürlich auch ein anderer geeigneter Verriegelungsmechanismus verwendet werden (z.B. ein in die Mülltonne bzw. Abdeckung baulich integriertes Schloss).
Die Abdeckung weist eine Öffnung auf, auf die ein Zwischenspeicher 1 aufgesetzt ist, der u.a. eine Wiegevorrichtung 12 sowie eine Steuer-/Auswertevorrichtung 14 aufweist und der als rechteckförmiger Kasten 13 mit Deckel 10 ausgebildet ist.
In Fig. 2 ist dieser Zwischenspeicher 1 im Detail gezeigt. Der den Müll aufnehmende eigentliche Zwischenspeicher ist kastenförmig gestaltet mit Seitenwänden 13 und einem Deckel 10. An der Klappachse des Deckels 10 ist ein Sensor 11 angebracht, der der Steuer-/Auswertevorrichtung 14 Informationen darüber übermittelt, ob der Deckel 10 geschlossen ist oder nicht.
Der Boden 12 dieses Zwischenspeichers 1 ist als nach unten klappbare Klappe ausgebildet, in die die eigentliche Wiegevorrichtung integriert ist. In der Figur ist diese (an sich bekannte) Wiegevorrichtung nicht gezeigt.
Die Steuer-/Auswertevorrichtung 14 ist neben dem Kasten 1013 angeordnet und weist u.a. einen (an sich bekannten) doppelten Registrierkassendrucker 141, einen (an sich bekannten) Magnetkarten- bzw.
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RF-Identkarterileser 142, eine (an sich bekannte) LCD-Anzeige 143 und ein (an sich bekanntes) Eingabetastenfeld 144 auf. Die Vorrichtung 14 ist über ein (nicht gezeigtes) Kabel an eine (nicht gezeigte) Stromversorgung angeschlossen. Alternativ hierzu kann jedoch auch eine batteriebetriebene Steuer-/ Auswertevorrichtung vorgesehen werden.
Das System funktioniert wie folgt: jeder Haushalt bekommt eine fälschungssichere Magnet- bzw. RF-Identkarte mit einem speziellen Code, über den der entsprechende Haushalt identifiziert werden kann.
Nach der Leerung des Müllbehälters 2 z.B. durch die kommunale Müllentsorgung setzt der Hausmeister (oder eine andere mit der Wartung und Pflege des Systems betraute Person) die Abdeckung 4 auf die Entleerungsöffnung des Müllbehälters 2, nachdem er zuvor den Deckel 21 des Müllbehälters 2 entsprechend weit nach hinten geschoben hat.
Anschliessend wird die Abdeckung 4 mit den beiden Vorhängeschlössern 3 links und rechts an dem Behälter 2 befestigt. Alternativ hierzu kann ein handelsüblicher Müllbehälter 2 dieser Art so modifiziert werden, dass in den Deckel 21 eine Öffnung angebracht wird, in die der Zwischenspeicher 1 mit der Steuer-/Auswertevorrichtung 14 eingesetzt und befestigt wird. In diesen Falle reicht es, den Deckel 21 vollständig über die Einschüttöffnung des Müllbehälters 2 zu schieben und links und rechts mit den beiden Vorhängeschlössern 3 zu verschliessen.
Bei beiden alternativen Ausführungsformen kann der Müllbehälter 2 nur noch über den Zwischenspeicher 1 mit Müll beschickt werden.
Der Deckel 10 des Zwischenspeichers 1 ist normalerweise (z.B. elektronisch oder elektromechanisch oder mechanisch) verriegelt, so dass Unbefugte keinen Müll in den Behälter 2 einwerfen können.
Das «befugte» Beschicken des Behälters 2 mit Müll geschieht folgendermassen: zunächst wird die (nicht gezeigte) Magnet- bzw. RF-Identkarte in den Magnetkartenleser 142 gesteckt und dort geprüft. Ist das Prüfungsergebnis positiv, d.h. der Müllbeschicker befugt, wird der Deckel 10 des Zwischenspeichers 1 automatisch entriegelt. Im anderen Fall, also bei negativem Prüfungsergebnis, bleibt der Deckel 10 verriegelt. Anschliessend wird der zu entsorgende Müll in den Zwischenspeicher 1 gefüllt und der Deckel 10 wieder geschlossen.
Durch Betätigung einer Starttaste auf dem Eingabetastenfeld 144 wird der Wiegevorgang im Zwischenspeicher 1 ausgelöst, indem zunächst mit dem Sensor 11 geprüft wird, ob der Deckel 10 geschlossen ist. Ist dies der Fall, wird der Deckel 10 (z.B. elektronisch oder elektromechanisch oder mechanisch) wieder verriegelt. Anschliessend ermittelt die in der Bodenplatte 12 des Zwischenspeichers 1 integrierte (z.B. statisch geeichte) Waage das Müllgewicht.
Das Wiegeergebnis wird durch den doppelten Registrierkassendrucker 141 zum einen auf einem Beleg für den Müllbeschicker ausgedruckt und zum anderen auf einer für den Müllbeschicker nicht zugänglichen zweiten Papierrolle registriert. Ausgegeben werden zumindest das Wiegeergebnis, das Datum und der Identifizierungs-Code der Magnet- bzw. RF-Identkarte. Gegebenenfalls können weitere Daten ausgedruckt werden (z.B. nächste Leerung des Behälters, kumulierte Müllmenge des Haushalts seit der letzten Entleerung bzw. in dem Kalenderjahr oder -monat oder die zu entrichtenden [gegebenenfalls kumulierten] Entsorgungsgebühren). Anschliessend wird die Bodenplatte 12 des Zwischenspeichers 1 kurz nach unten geklappt, damit der Müll in den Müllbehälter 2 fallen kann. Anschliessend schwingt die Bodenplatte 12 wieder zurück in ihre Ausgangsposition und wird dort arretiert. Danach kann der Müllbehälter erneut mit Müll beschickt werden (sofern er nicht schon voll ist).
Zur Abrechnung kann der Hausmeister oder die mit der Wartung betraute Person die zweite Papierrolle mit den ausgedruckten Müll-Beschickungsdaten (Müllgewicht, Daten, Identifizierungs-Code usw.) gegen eine neue austauschen und zur Abrechnung heranziehen.
Uber die LCD-Anzeige 143 können Statusmeldungen ausgegeben werden. Dies ist vor allem bei Störungen von grossen Vorteil; so können beispielsweise folgende kodifizierte Fehlermeldungen vorgesehen werden:
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Code:
Bedeutung:
001
Kein Wiegeergebnis - Klappe wird entriegelt
Leerungsvorgang neu starten
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Papier Drucker 1 des Registrierkassendruckers 141 leer bzw. Druckerstörung - Hausmeister rufen -> neue Papierrolle einsetzen Kundendienst rufen
003
Papier Drucker 2 des Registrierkassendruckers 141 voll bzw. Druckerstörung - Hausmeister rufen -> Kundendienst rufen
004
Klappvorrichtung (Deckel 10) defekt - Hausmeister rufen evtl. Kundendienst rufen
005
Kippvorrichtung der Bodenplatte 12 des Zwischenspeichers 1 defekt - Hausmeister rufen
006
Müllbehälter voll
Die wesentlichen Vorteile dieser Lösung bestehen darin,
- dass eine individuelle Erfassung des Mülls für jeden einzelnen Haushalt auch dann möglich ist, wenn mehrere Haushalte ein und dieselbe Mülltonne (befugt) mit Müll beschicken;
- dass das Beschicken der Mülltonne mit Müll durch Unbefugte effektiv verhindert wird;
- dass die Entsorgungsgebühren-Abrechnungen durch die doppelte Buchführung «vor Ort» für die Kunden, d.h. die Haushalte transparent, d.h. nachprüfbar sind.
Die Erfindung ist nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern vielmehr auf weitere übertragbar.
So ist es z.B. möglich, anstelle der Datenspeicherung auf Papier eine elektronische Datenspeicherung vorzusehen. Die Speicherung kann z.B. auf der Magnet- bzw. RF-Identkarte erfolgen und parallel auf einem elektronischen Speicher in der Steuer-/Auswertevorrichtung 14. Bei der nächsten Entleerung können diese zwischengespeicherten Daten über ein am Müllfahrzeug bzw. an dem Müllbehälter angebrachtes (an sich bekanntes) Sende-/Empfangssystem aus dem Speicher ausgelesen und per Funk in einen Speicher am Müllfahrzeug bzw. in einer zentralen Datenerfassung übertragen und dort abgespeichert werden.
Auch ist das System nicht auf die Müllentsorgung beschränkt. Vielmehr kann allgemein jedes beliebige Schüttgut erfasst werden, dass von verschiedenen Personen in ein und denselben Schüttgutbehälter eingebracht wird. Beispielsweise könnte auf die Art und Weise bei der Weinlese oder bei der Kartoffelernte festgestellt werden, welchen (gewichtsmässigen) Anteil die einzelnen Pflücker am Ernteergebnis haben, indem auch dort die von den einzelnen Erntehelfern angelieferten Trauben- bzw. Kartoffelmengen beim Einbringen in die Sammelgefässe individuell verwogen werden.

Claims (8)

Patentansprüche
1 Schüttgutbehälter, insbesondere Müllbehälter mit Einschüttöffnung, dadurch gekennzeichnet, dass über der Einschüttöffnung ein in den Schüttgutbehälter (2) entleerbarer Zwischenspeicher (1) mit integrierter Wiegevorrichtung (12) angebracht ist.
2. Schüttgutbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegevorrichtung (12) in den Boden des Zwischenspeichers (1) integriert ist und dass der Boden oder zumindest der die Wiegevorrichtung (12) enthaltende Teil des Bodens nach unten wegklappbar ausgebildet ist.
3. Schüttgutbehälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher (1) einen vorzugsweise verschliessbaren Deckel (10) aufweist.
4. Schüttgutbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher (1) einen Sensor (13) aufweist und dass der Sensor (13) erfasst, ob der Deckel (10) geöffnet oder geschlossen ist.
5. Schüttgutbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer-/Auswertevorrichtung (14) für die Wiegevorrichtung (12) und/oder den Deckel (10) an oder in dem Schüttgutbehälter (2) und/oder dem Zwischenspeicher (1) angebracht ist.
6. Schüttgutbehälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegevorrichtung (1) und/ oder der Boden (12) des Zwischenspeichers (1) und/oder der Deckel (10) des Zwischenspeichers (1) über die Steuer-/Auswertevorrichtung (14) durch eine auf mechanischer, elektronischer oder elektrischer
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oder elektromechanischer Basis arbeitende Schliess-/Identifizierungseinrichtung, vorzugsweise eine Magnet- bzw. RF-Identkarte entriegelbar ist (sind).
7. Schüttgutbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschüttöffnung des Schüttgutbehälters (2) bis auf den Bereich des Zwischenspeichers (1) durch einen Behälterdeckel (21) und/oder eine separate Abdeckung (4) abgedeckt ist.
8. Schüttgutbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (21) und/ oder die separate Abdeckung (4) vorzugsweise verschliessbar an dem Schüttgutbehälter (2) fixiert ist (sind).
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