CH687752A5 - Schwimmbandanlage. - Google Patents

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CH687752A5
CH687752A5 CH01056/94A CH105694A CH687752A5 CH 687752 A5 CH687752 A5 CH 687752A5 CH 01056/94 A CH01056/94 A CH 01056/94A CH 105694 A CH105694 A CH 105694A CH 687752 A5 CH687752 A5 CH 687752A5
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Wolfgang Rohr
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Rohr Schiffswerft Oberelbe
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Description

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CH 687 752 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Schwimmbandanlage zum Transport von Sand und Kies von einem schwimmenden Gewinnungsgerät zu einer an Land befindlichen Station, bestehend aus einzelnen miteinander gekoppelten schwimmenden Förderbändern und einem Landübergabeband, wobei die Förderbänder mindestens teilweise auf Schwimmpontons angeordnet sind und wenigstens einen seitlichen Laufsteg sowie eine Stromzuführung aufweisen.
Eine derartige Schwimmbandanlage dient dazu, Sand und Kies von einem schwimmenden Gewinnungsgerät, wie einem Schwimmgreifer, Eimerkettenbagger und dergleichen, über eine Wasserfläche zur Rohkieshalde oder zur Kiesaufbereitung zu transportieren. Bekannt sind schwimmende Förderbänder, die zu längeren Schwimmbandanlagen miteinander verbunden sind, um die Seeflächen zu überbrücken. Diese Förderbänder sind so konstruiert, dass das eine Ende des Förderbandes auf einem Schwimmponton, bestehend aus sechs oder acht Einzelschwimmern, vorgesehen ist, wobei darüber ein Kugeldrehkranz liegt, der das ankommende Band oberhalb des abgehenden Bandes abstützt. Bei längeren Förderbändern ist dieses Prinzip dadurch ergänzt, dass Längs- und Querschwimmer vorgesehen sind.
Diese bekannte Ausführungsform einer Schwimmbandanlage ist mit zahlreichen Nachteilen behaftet. Nachdem solche Schwimmbandanlagen Laufstege und Übergänge haben müssen, stellen diese im Bereich des Drehpunktes eine grosse Gefahrenquelle dar, da durch die Schwenkbewegungen keine absolut sichere Begehbarkeit nach den Unfallverhütungsvorschriften gewährleistet ist. Dies hat in der Vergangenheit zu vielen Unfällen geführt, wobei die ergriffenen Massnahmen, wie Absperrungen, Einhängen von Ketten und dergleichen das Problem nicht lösen können. Bei der bekannten Konstruktion ist es notwendig, dass jedes ankommende Band auf der Schwimmstation des abgehenden Bandes aufgelegt wird und der Kies dort mittig übergeben wird. Bei auftretenden Belastungen infolge von Windkräften oder Wellenbewegungen entstehen am Drehpunkt des Kugeldrehkranzes Scherkräfte, die zu einem Auseinanderreis-sen der Anlage führen. Ein weiterer wesentlicher Nachteil ergibt sich daraus, dass Verlängerungen oder Verkürzungen der Schwimmbandstrasse nur mit grossem Aufwand vorgenommen werden können. Hierbei ist es jeweils notwendig, die Bandstrasse an das Ufer zu ziehen, mit einem geeigneten Kran die aufliegenden Bänder abzuheben und ein Bandstück herauszubauen oder ein neues einzubauen. Diese Arbeiten können nur bei besten Witterungsbedingungen durchgeführt werden und sind sehr zeitaufwendig bzw. kostenintensiv. Weiterhin haben längere Schwimmbänder mit Längsoder Querschwimmern in der Regel zu geringe Krängungsstabilität. Die auftretenden vertikalen und horizontalen Kräfte sind schwer aufzunehmen, wobei die Gefahr eines Kenterns des Schwimmgerätes gegeben ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Schwimmbandanlage so auszubilden, dass unter Erreichung einer optimalen Schiffsstabilität ein einfaches Anpassen an alle Abbauverhältnisse gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass jedes Förderband eine selbständige Schwimmbandeinheit darstellt und die Schwimmbandeinheiten kardanisch miteinander verbunden sind.
Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass die Schwimmbandeinheiten mit einer Deichsel versehen sind und die Koppelung ein Kardangelenk aufweist.
Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Schwimmbandeinheiten im Bereich der Schwimmbandübergabe ein verbreitertes Auflageponton aufweisen.
Es ist vorteilhaft, dass die als Katamaran ausgebildete Schwimmbandeinheit in Abständen einzelne Pontons aufweist, die mit Hilfe einer aus Trägern bestehenden Stahlkonstruktion miteinander verbunden sind.
Weiterhin geht man so vor, dass die als Landübergabeband ausgebildete Schwimmbandeinheit an dem wasserseitigen Ende zu einem verankerten Schwimmponton geführt und landseitig an einem Landübergabebock aufgelegt ist.
Die erfindungsgemässe Schwimmbandanlage weist zahlreiche Vorteile auf. Einmal ist die Bandstrasse auf Zug belastbar, so dass ein Auseinan-derreissen der Anlage vermieden wird. Damit werden auch zum Kentern führende Übertragungen von Querkräften und Torsionskräften völlig abgebaut. Durch die Gestaltung der Schwimmpontons ist beim Einfrieren ein wesentlich geringerer Eisdruck als bei den herkömmlichen Pontons gegeben. Weiterhin werden durch die sicheren Übergänge die Unfallgefahren minimiert. Schadhafte Förderbänder können schnell ausgetauscht werden, wobei die Bandstrasse und das Gewinnungsgerät dafür nicht an Land gezogen werden müssen. Die gebrauchte Schwimmbandlänge kann kundenspezifisch für alle Abbauverhältnisse gefertigt werden. Die schiffstheoretischen Grundlagen und die von den Ämtern und Behörden geforderte Schiffsstabilität werden eingehalten.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen,
Fig. 1 eine nach der Erfindung ausgeführte Schwimmbandanlage im Aufriss,
Fig. 2 einen Grundriss von Fig. 1,
Fig. 3 eine Ankuppeleinrichtung nach der Erfindung im Aufriss,
Fig. 4 einen Grundriss von Fig. 3,
Fig. 5 eine erste Ausführungsform eines derartigen Schwimmbandes im Aufriss,
Fig. 6 einen Grundriss von Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 6, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 6, Fig. 9 eine weitere Ausführungsform eines derartigen Schwimmbandes in der Katamaranbauweise,
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Fig. 10 eine Teildraufsicht des Bandes gemäss Fig. 9,
Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 10,
Fig. 12 eine Ausführungsform der Ausgestaltung des Landübergabebandes im Aufriss und
Fig. 13 einen Grundriss von Fig. 12.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform einer Schwimmbandanlage nach der Erfindung, wobei jedes Schwimmband für sich eine eigene Schwimmbandeinheit bildet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind an ein schwimmendes Gewinnungsgerät 1 die Schwimmbandeinheiten 2, 3, 4 und 5 zusammengekoppelt, wobei zwei kurze Schwimmbänder 2, mittellange Schwimmbänder 3 und ein langes Schwimmband 4 verbunden sind. Das lange Schwimmband 4 ist an ein Landübergabeband 5 angekoppelt. Die kürzeren Schwimmbänder 2 besitzen eine Länge von etwa 25-30 m, die mittleren Schwimmbänder 3 eine Länge, d.h. einen Achsabstand von etwa 46 m und die langen Schwimmbänder 4 können einen Achsabstand von bis zu etwa 250 m aufweisen.
Das schwimmende Gewinnungsgerät 1 wird mit Hilfe von Ankerseilen 17 fest verankert. An das Gerät 1 sind dann mit besonderen Kupplungen, die in den Fig. 3 und 4 dargestellt sind, die weiteren Schwimmbandeinheiten angekoppelt. Dabei ergibt sich im Ankoppelungsbereich eine Schwimmbandübergabe 8, in dem das ankommende Band über das abgehende Band gebaut ist. In diesem Bereich ist ausserdem das Auflageponton 9 verbreitert.
Weiterhin ergibt sich eine Verankerung mit Hilfe von Ankerseilen 18 des Landübergabebandes 5. Auch die lange Schwimmbandeinheit 4 kann an der dem Landübergabeband 5 abgewandten Seite mit einer Verankerung 19 versehen sein.
Zum Zusammenkoppeln der einzelnen Schwimmbandeinheiten 2, 3, 4, 5 und auch mit dem schwimmenden Gewinnungsgerät können Deichseln 6, 6' dienen, wobei die eine Deichsel 6 höhenver-schwenkbar angeordnet ist, während die gegenüberliegende Deichsel 6' starr angebracht ist, jedoch mit einem Kardangelenk 7 versehen wird.
Die Schwimmbandeinheiten 2 und 3 ergeben sich gemäss einer Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8. Diese Schwimmbandeinheiten besitzen zwei sich über die ganze Länge erstreckende Schwimmkörper 20 sowie im Bereich der Schwimmbandübergabe 8 verbreiterte Auflagepontons 9. Seitlich vom Förderband 14 befindet sich ein Laufsteg 15, wobei ein einziger solcher durchgehender Laufsteg 15 bis zu Bandbreiten von 800 mm vorgesehen ist, während bei Randbreiten über 1000 mm ein doppelter Laufsteg möglich ist. Bis zur Bandbreite von 800 mm ist die Ausführung des einen Pontons 9, 20 als Reparaturgang möglich. Weiterhin ist jede Schwimmbandeinheit 2, 3 und auch 4 und 5 mit einer eigenen Stromzuführung 16 versehen, wobei die Möglichkeit besteht, eine weitere Stromzuführung zum Baggergerät anzubringen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen die lange Schwimmbandeinheit 4, die als Katamaran ausgebildet ist. Dazu sind in Abständen einzelne Pontons 10 vorgesehen, während jeweils am Ende zusammenhängende Schwimmkörper 22 vorgesehen sind. Diese vergrösserten Schwimmkörper 22 geben der Schwimmbandeinheit 4 jeweils am Ende an der Schwimmbandübergabe 8 eine bessere Stabilität. Die Verbindung dieser einzelnen in Längsrichtung der Einheit 4 ausgerichteten Pontons erfolgt mit Hilfe von einzelnen Trägern zu einer Stahlkonstruktion 11. Seitlich vom Förderband 11 befindet sich wiederum der Laufsteg 15.
Schliesslich zeigen die Fig. 12 und 13 die Schwimmbandeinheit 5 als Landübergabeband, d.h. als Verbindung zwischen dem Wasser und dem Land, wobei das Band landseitig an einem Landübergabebock 21 abgestützt ist, während wasser-seitig das Band auf einem Schwimmponton 13 aufliegt, das über die Seile 18 abgespannt ist. Im Bereich des Landübergabebockes 21 befirldet sich unterhalb des ankommenden Förderbandes 14 ein an Land verlaufendes Förderband 12.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Schwimmbandanlage zum Transport von Sand und Kies von einem schwimmenden Gewinnungsgerät zu einer an Land befindlichen Station, bestehend aus einzelnen miteinander gekoppelten schwimmenden Förderbändern und einem Landübergabeband, wobei die Förderbänder mindestens teilweise auf Schwimmpontons angeordnet sind und wenigstens einen seitlichen Laufsteg sowie eine Stromzuführung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Förderband (2, 3, 4, 5) eine selbständige Schwimmbandeinheit darstellt und die Schwimmbandeinheiten (2, 3, 4, 5) kardanisch miteinander verbunden sind.
2. Schwimmbandanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmbandeinheiten (2, 3, 4, 5) mit einer Deichsel (6) versehen sind und die Koppelung ein Kardangelenk (7) aufweist.
3. Schwimmbandanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmbandeinheiten (2, 3, 4, 5) im Bereich der Schwimmbandübergabe (8) ein verbreitertes Auflageponton (9) aufweisen.
4. Schwimmbandanlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Katamaran ausgebildete Schwimmbandeinheit (4) in Abständen einzelne Pontons (10) aufweist, die mit Hilfe einer aus Trägern bestehenden Stahlkonstruktion (11) miteinander verbunden sind.
5. Schwimmbandanlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Landübergabeband ausgebildete Schwimmbandeinheit (5) an dem wasserseitigen Ende zu einem verankerten Schwimmponton (13) geführt und landseitig an einem Landübergabebock (21) aufgelegt ist.
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