CH691863A5 - Fundamentrohr. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fundamentrohr zur Herstellung der Gründung von pfosten- und mastförmigen Bauteilen. Solche Bauteile sind beispielsweise Beleuchtungsmasten, Traggerüste für Satellitenschüsseln, Solar- und Windkraft-Anlagen, Fahnenstangen, Pfosten von Umzäunungen etc. Die Verankerung solcher Bauteile, z.B. Beleuchtungsmasten im Erdboden, erfolgt durch sogenannte Gründungen, beispielsweise Betonfundamente. Dazu werden üblicherweise vor der Vollendung eines Bauwerkes, z.B. einer Strasse, Fundamentrohre in Gruben oder Gräben im Erdreich, am Strassen- oder Trottoirrand eingebracht. Zum Aufstellen eines Mastes wird dieser in das Fundamentrohr hineingestellt, ausgerichtet und im Fundamentrohr fixiert. Danach wird der ringförmige Hohlraum zwischen dem Mast und der Innenwand des Fundamentrohres mit Zementmörtel oder Beton ausgegossen, auch teilweise mit Sand gefüllt, sodass schlussendlich der Mast im Erdreich verankert ist. Bekannt sind Fundamentrohre aus Beton und aus Kunststoff. Betonrohre weisen den Nachteil auf, dass sie aufgrund ihres hohen Gewichtes nur mit Hilfseinrichtungen, also Hebezeugen gehandhabt und versetzt werden können. Weiter weisen die bekannten Fundamentrohre aus Beton und auch aus Kunststoff den Nachteil auf, dass für den Anschluss von Leitungen, z.B. bei Beleuchtungsmasten zum Anschluss an das öffentliche Netz, keine \ffnungen vorhanden sind. Bei Betonrohren müssen solche \ffnungen bei den an die Baustelle angelieferten Rohren nachträglich, vor dem Einbau ins Erdreich, herausgemeisselt werden. Bei Kunststoffrohren müssen die \ffnungen an der Baustelle mittels Messern oder Kreisschneidern nachträglich herausgeschnitten werden. Abgesehen von der Unfallgefahr, insbesondere im Falle eines Schneidens mittels Messern, bedeutet das nachträgliche Ausbilden der \ffnungen einen zusätzlichen Arbeitsaufwand an der Baustelle. Weiter sind solche nachträglich ausgebildete \ffnungen verhältnismässig scharfkantig und können Beschädigungen an den nachträglich eingebrachten Kabeln verursachen. Und zudem ist das Einführen von Kabeln in diese Löcher oder ein späteres Auswechseln der Kabel oft mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Ziel der Erfindung ist, die angeführten Nachteile zu beheben und ein Fundamentrohr zu zeigen, das bei einer Baustelle keine zusätzlichen Arbeiten in Bezug auf die Ausbildung von \ffnungen zum Einziehen von Leitungen bzw. Kabeln benötigt und die Gefahr einer Beschädigung der Kabel ausschliesst. Das erfindungsgemässe Fundamentrohr ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gekennzeichnet. Vorteilhafte Ausbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Nachfolgend wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 ein Fundamentrohr mit zwei flexibeln Kanalstücken für einzuziehende Leitungen, Fig. 2 eine Ausführung eines in Längsrichtung aufgetrennten Fundamentrohres mit einem starren und einem flexiblen Kanalstück, Fig. 3 verschiedene Ansichten des Arretierbügels zur Ausführung nach Fig. 2, Fig. 4 eine Aufsicht auf ein in Querrichtung aufgetrenntes Fundamentrohr, ähnlich der Ausführung nach Fig. 2, jedoch mit zwei starren Kanalstücken, Fig. 5 eine Ansicht, teilweise im Schnitt gezeichnet, eines zweiteilig ausgebildeten Fundamentrohres, Fig. 6 eine weitere Ausführung eines zweiteilig ausgebildeten Fundamentrohres, und Fig. 7 einen Schnitt durch den unteren Endbereich eines Fundamentrohres mit einem Zentrierglied. Das in der Fig. 1 gezeigte Fundamentrohr ist vollständig aus Kunststoff hergestellt, sodass eine leichte Handhabung desselben gewährleistet ist. Es besteht aus einem rohrförmigen Körper 1 mit zwei flexiblen Kanalstücken 2, 3. Die Kanalstücke 2, 3 weisen jeweils einen in alle Richtungen biegsamen Abschnitt 4 auf, der an beiden Enden bei einem starren Stutzenabschnitt 5 bzw. 6 endet. Dieser biegsame Abschnitt 4 kann aus einem Rohrstück bestehen, das beispielsweise aus einem entsprechend ausgebildeten Profil spiralförmig gewickelt worden ist. Auch kann er aus beweglich ineinander verhakten ringförmigen Segmenten bestehen oder eine faltenbalgähnliche Wandung aufweisen. Vorzugsweise werden die beiden ersteren Ausführungsformen gewählt, da durch deren Aufbau sich der biegsame Abschnitt in der einmal gewählten Stellung (Biegung) selbst arretiert, während die Ausführung mit faltenbalgähnlicher Wandung meist die Tendenz hat, sich in die Ursprungslage zurückzustellen. Der rohrförmige Körper 1 und die zwei flexiblen Kanalstücke 2, 3 sind aus Kunststoff, vorzugsweise dem gleichen Kunststoff hergestellt. Die Kanalstücke 2, 3 sind stoffschlüssig mit dem rohrförmigen Körper 1 verbunden, beispielsweise verschweisst. Weiter können die flexiblen Kanalstücke unter beliebigen Winkelabständen mit dem rohrförmigen Körper 1 verbunden sein, und überdies ist ihre Anzahl offensichtlich nicht auf zwei beschränkt. Auch können sie je nach Bedarf in unterschiedlichen Höhen, rechtwinklig oder schiefwinklig zur Längsachse des rohrförmigen Körpers verlaufend mit demselben verbunden sein. Auch können sie wahlweise nach oben oder nach unten (die Fig. 1 zeigt einen nach unten gerichteten Verlauf) und auch tangential zum Umfang des rohrförmigen Körpers 1 verlaufen. Die Rohrstücke 1 lassen sich in standardisierten Abmessungen herstellen, sodass entsprechend dem Verwendungszweck, z.B. Durchmesser von Masten oder Kandelabern, Höhe von Beleuchtungsmasten, durch die Masten zu tragende Gewichte etc., unterschiedliche Durchmesser und Tiefen der herzustellenden Fundamente vorgegeben werden können. In gleicher Weise können die Abmessungen der Kanalstücke, insbesondere deren Innendurchmesser, den darin durchzuführenden Kabeln bzw. Kabelschutzrohren entsprechend ausgewählt werden. Die Ausführung des Fundamentrohres, die in der Fig. 1 gezeigt ist, hat einen in Bezug auf den Umfang vollständig geschlossenen rohrförmigen Körper 1 und zwei flexible Kanalstücke 2, 3. Fig. 2 zeigt eine Ausführung mit einem in axialer Richtung aufgeschnittenen rohrförmigen Körper 1. Der rohrförmige Körper 1 besteht somit aus einem entlang einer axialen Mantellinie aufgeschnittenen Rohrstück. Damit kann der Rohrdurchmesser durch ein gewähltes Überlappen der Randabschnitte 7, 8 verändert werden, um ihn an entsprechende Mast- oder Pfostendurchmesser anzupassen. Mittels Bändern 9, 10, z.B. Kistenbändern oder Rohrbindern, lässt sich der rohrförmige Körper 1 gegen ein Wiederaufweiten sichern. Die Sicherung ist auch notwendig, um beim Vergiessen des rohrförmigen Zwischenraumes zwischen dem rohrförmigen Körper 1 und einem darin eingesetzten Mast oder Pfosten ein Aufweiten des rohrförmigen Körpers 1 zu verhindern. Beim oberen (und gegebenenfalls unteren) Rand des rohrförmigen Körpers 1 ist ein Arretierbügel 23 aufgesetzt, von welchem eine Schnittansicht, eine Aufsicht und eine Seitenansicht in der Fig. 3 gezeichnet sind. Der Arretierbügel 23 weist einen Steg 24 auf. Bei beiden Enden des Steges 24 sind Lappen 11 ausgebildet, die an den entsprechenden Rändern des Schnittes des rohrförmigen Körpers 1 anliegen und damit ein Aufweiten resp. Verengen beim oberen (bzw. unteren) Rand verhindern. Schliesslich weist die in der Fig. 2 gezeigte Ausführung des erfindungsgemässen Fundamentrohres bei der einen Seite ein flexibles Kanalstück 3 und bei der anderen Seite ein starres Kanalstück 12 auf. Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf ein in Querrichtung aufgeschnittenes Fundamentrohr mit sich überlappenden Randabschnitten 7 und 8. Die Bezugsziffer 13 bezeichnet ein Schloss eines um den rohrförmigen Körper 1 umschlingenden Bandes. Diese Ausführung weist zwei starre Kanalstücke 12 und 14 auf. Gezeigt ist auch, dass diese Kanalstücke zum Anschluss an Kabelschutzrohre als Rohrstutzen mit einem Spitzende (Kanalstück 12) zum Anschluss an eine Muffe und/oder mit einem Muffenende (Kanalstück 14) ausgeführt sein können. Die Kanalstücke 2, 3, 12, 14 sind beim äussersten Ende derart gestaltet und dimensioniert, dass mit handelsüblichen Doppelmuffen oder Verbindungstücken ein dichter Übergang auf das angeschlossene Kabelschutzrohr gewährleistet werden kann und somit auch der Schutz z.B. eines Kabels im Übergangsbereich vom Kanalstück zum Kandelaber hineinverläuft. Fig. 5 zeigt eine zweiteilige Ausführung, bei welcher der rohrförmige Körper 1 in ein erstes Rohrstück 15 und ein weiteres Rohrstück 16 aufgetrennt ist. Zur Herstellung dieser Rohrstücke 15 und 16 kann von einem rohrförmigen Körper ausgegangen werden, der quer durchgeschnitten wird. Beim entsprechend erhaltenen ersten Rohrstück 15 kann beim unteren Rand eine Fase 25 ausgebildet sein. Beim entsprechend erhaltenen weiteren Rohrstück 16 ist das obere Ende 17 als Muffe ausgebildet. Diese Ausbildung kann durch ein thermoplastisches Warmumformen, Aufweiten des betreffenden Endes, erfolgen. Der Innendurchmesser des Endes 17 ist derart gewählt, dass sich das erste Rohrstück 15 im weiteren Rohrstück 16 frei drehen kann, sodass die Stellung der Kanalstücke 12, 18 dieser Ausführung des Fundamentrohres präzise an die örtlichen Gegebenheiten, also z.B. dem Ort der anzuschliessenden elektrischen Kabel angepasst werden kann. In der Fig. 6 ist eine Modifikation der Ausführung der Fig. 5 dargestellt. Im Muffenabschnitt am Ende 17 sind halbkreisförmige Ausnehmungen 19 ausgebildet, deren Durchmesser dem Durchmesser der Kanalstücke, hier dem Kanalstück 12 entspricht. Diese Ausnehmungen 19 können abhängig vom Durchmesser des rohrförmigen Körpers 1 und/oder der Kanalstücke, z.B. 12, in irgendwelcher regelmässiger Gradteilung des 360 DEG -Umfanges, jedoch vorzugsweise in einer 90 DEG - oder 45 DEG -Teilung ausgebildet sein. Wird zur Montage das erste Rohrstück 15 in das weitere Rohrstück 16 eingeschoben und entsprechend positioniert, rastet das Kanalstück 12 in einem ausgewählten der Ausnehmungen 19 ein. Damit wird die relative Drehstellung der Rohrstücke 15, 16 fixiert. Aufgrund der Gradeinteilung der Ausnehmungen 19 kann auf der Baustelle ohne zusätzlichen Messaufwand die erforderliche gegenseitige Winkelstellung der Kanalstücke 12, 18 erreicht werden. Es wird nun Bezug auf die Fig. 7 genommen. Der rohrförmige Körper 1 kann grundsätzlich mit Abschlussplatten 20 zum Abschluss gegen das Erdreich und/oder auch mit oberen Abschlusskappen für ein provisorisches Abdecken gegen Verschmutzungen, Fremdkörper, etc. bis zum Einbau der Masten und Betonieren ausgerüstet sein. Auf der unteren Abschlussplatte 20 ist ein Zentrierglied 21 in Form eines nach oben weisenden Kegels oder Kegelstumpfes ausgebildet. Die Abmessungen und der Scheitelwinkel des Zentriergliedes 21 sind derart bemessen, dass es von unten her in einen jeweiligen hohlen Bauteil 22 (Kandelaber, Mast etc.) hineinragt und diesen für die Montage gegenüber dem Fundamentrohr fixiert.
Claims (9)
1. Fundamentrohr zur Herstellung der Gründung von pfosten- und mastenförmigen Bauteilen, mit mindestens einem rohrförmigen Körper (1) aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass von dem rohrförmigen Körper (1) mindestens ein Kanalstück (2, 3, 12, 14, 18) aus Kunststoff seitlich absteht, das zur Aufnahme von in den rohrförmigen Körper (1) hineinverlaufenden Leitungen bestimmt ist.
2. Fundamentrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) und jedes Kanalstück (2, 3, 12, 14, 18) aus einem schweissbaren oder klebbaren, vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff bestehen und das Kanalstück (2, 3, 12, 14, 18) mit dem rohrförmigen Körper (1) stoffschlüssig verbunden ist.
3.
Fundamentrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kanalstück (2, 3, 12, 14, 18) als starres (12, 14, 18) oder flexibles Rohrstück (2, 3) ausgebildet ist.
4. Fundamentrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) in Richtung seiner Längsachse aufgetrennt ist, sodass der Durchmesser des rohrförmigen Körpers durch eine gewählte überlappende Anordnung der durch die Auftrennung vorhandenen Randabschnitte (7, 8) veränderbar ist.
5.
Fundamentrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) mindestens zwei ineinandergesetzte Rohrstücke (15, 16) mit jeweils mindestens einem abstehenden Kanalstück aufweist, wobei ein erstes Rohrstück (15) einen glattwandigen Endbereich und ein weiteres Rohrstück (16) einen muffenförmig erweiterten Endbereich (17) aufweist, in welchem der glattwandige Endbereich des ersten Rohrstückes (15) derart aufgenommen ist, dass die Rohrstücke (15, 16) relativ zueinander verdrehbar sind.
6.
Fundamentrohr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Rohrstück (16) beim muffenförmig erweiterten Endbereich (17) eine Anzahl Ausnehmungen (19) aufweist, und dass das mindestens eine Kanalstück (12) des ersten Rohrstückes (15) in einer der Ausnehmungen (19) angeordnet ist, womit die Drehstellung des ersten Rohrstückes (15) relativ zum weiteren Rohrstück (16) und damit die gegenseitige Winkelstellung der Kanalstücke des ersten (15) und zweiten Rohrstückes (16) festlegbar ist.
7. Fundamentrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) beim im Erdboden eingesetzten Zustand unteren Ende eine Abschlussplatte (20) aufweist.
8.
Fundamentrohr nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussplatte (20) ein Zentrierglied (21) zum Zentrieren eines darin eingesetzten pfosten- oder mastförmigen Bauteils (22) aufweist.
9. Fundamentrohr nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrierglied (21) durch einen in den Innenraum des Fundamentrohres ragenden, zusammenlaufend ausgebildeten Vorsprung gebildet ist.
Priority Applications (2)
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| CH (1) | CH691863A5 (de) |
| DE (1) | DE29718316U1 (de) |
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1996
- 1996-10-15 CH CH252696A patent/CH691863A5/de not_active IP Right Cessation
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1997
- 1997-10-15 DE DE29718316U patent/DE29718316U1/de not_active Expired - Lifetime
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