CH693992A5 - Glasfassadensystem. - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Glasfassadensystem der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Solche Glasfassadensysteme werden vorteilhaft als funktionelle und gestalterische Elemente von Gebäuden verwendet. Sie bestehen aus flächigen Glaselementen und Befestigungsmitteln, mit deren Hilfe die Glaselemente mit dem Gebäudekörper verbindbar sind.
Aus EP-A2-0 677 623 ist ein Glasfassadensystem bekannt, bei dem eine Vielzahl von flächigen Glas-elementen mittels Befestigungsvorrichtungen neben- und untereinander platzierbar und mit dem Gebäudekörper verbindbar sind. Bei diesem System sind die Glaselemente vorzugsweise Isolierverglasungen mit zwei Scheiben und die Befestigungsvorrichtungen sind zwischen den einzelnen Glaselementen angeordnet. Damit in den Glaselementen keine unzulässigen Spannungen auftreten können, die zum Bruch führen könnten, sind mehrere Massnahmen erforderlich. So ist es nötig, dass die Verbindungsstücke justierbar sind und dass Anschlussstücke und Stützelemente gelenkig miteinander verbunden sind.
Ein anderes Glasfassadensystem ist unter dem Namen "SWISSWALL" (Glas Trösch, Bern/Schweiz) bekannt geworden. Bei ihm sind die einzelnen Glaselemente mit punktförmigen Halterungen befestigt, wobei diese Halterungen an Streben befestigt sind, die ihrerseits mit einer Tragkonstruktion fest verbunden sind.
Konstruktionselemente für Glasfassaden sind auch unter dem Namen "GM-Point-Ball" (Glas Marte, Bregenz/Österreich) bekannt geworden. Diese sind gelenkig ausgeführt, um das Auftreten unzulässiger Spannungen an den Glaselementen nach Möglichkeit zu verhindern.
Glasfassadensysteme wie vorstehende können aus Einfachglas oder aus Isolierglas bestehen. Nicht bei allen Gebäuden sind Isolierung und somit der K-Wert entscheidend, weil eine ungehinderte Sonneneinstrahlung durchaus bei mehr oder weniger dichten Glasfassaden zu einer sehr starken Aufheizung des von Glasfassaden umschlossenen Raumes führt, was vielfach nicht erwünscht ist. Deshalb sind auch so genannte "Schuppenverglasungen" bekannt geworden, bei denen die einzelnen Glasscheiben leicht geneigt sind und sich bei einigem Abstand voneinander gegenseitig etwas überlappen, sodass Regen auch bei starkem Wind nicht in das Innere eindringen kann. Durch die dadurch gebildeten Zwischenräume ist ein Luftaustausch zwischen Innen- und Aussenraum aber möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein einfaches, kostengünstig herstellbares und leicht montierbares Glasfassadensystem zu schaffen, das sowohl bei Senkrecht- als auch bei Schuppenverglasungen anwendbar und so beschaffen ist, dass ohne Justierarbeit gewährleistet ist, dass durch Temperaturänderungen verursachte Längenausdehnungen der Glaselemente und der mit dem Gebäude verbundenen Tragkonstruktion nicht zu unzulässigen, Bruchgefahr heraufbeschwörenden Spannungen im Glas führen können.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1a eine Aufsicht auf eine Senkrechtverglasung, Fig. 1b eine Aufsicht auf eine Schuppenverglasung, Fig. 1c einen vertikalen Schnitt durch eine Schuppenverglasung, Fig. 2a einen vertikalen Schnitt durch ein Befestigungselement gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2b eine Variante des zuvor dargestellten Ausführungsbeispiels, Fig. 2c eine weitere Variante, Fig. 3 Details von Teilen des Befestigungselements in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 4 ein Schema für die Anwendung der vorgenannten Varianten, Fig. 5 eine für Schuppenverglasung bestimmte Variante eines Befestigungselements in einem vertikalen Schnitt, Fig. 6a und 6b für die Aufnahme von zwei Glas-elementen einer Schuppenverglasung bestimmte Befestigungselemente, Fig.
7a und 7b Befestigungselemente für den unteren Abschluss einer Schuppenverglasung, Fig. 8 ein Detail eines Glaselements, Fig. 9a und 9b Details von Teilen der Befestigungselemente bei unterschiedlichen Glasdicken, und Fig. 10 und 11 Details von Teilen von Befestigungselementen in einer perspektivischen Ansicht.
In der Fig. 1a bedeutet 1 ein flächiges Glaselement, beispielsweise eine Glasscheibe einer Einfachverglasung. Dargestellt sind zwei solcher Glaselemente 1. Diese Glaselemente 1 weisen, vorteilhaft in der Nähe ihrer vier Ecken, Löcher auf, durch die hindurch die Glaselemente 1 mit Befestigungsmitteln 2 auf einer hier nicht dargestellten, mit Teilen eines Gebäudes verbundenen Tragkonstruktion befestigbar sind. Um eine ganze Fassade eines Gebäudes zu verglasen, weist das Glasfassadensystem eine Vielzahl von Glaselementen 1 auf, die horizontal und vertikal nebeneinander angeordnet sind. Soll die gläserne Fassade plan sein, so bilden die Oberflächen aller Glaselemente 1 eine plane Fläche. Nicht dargestellt sind allfällig vorhandene, beispielsweise profilförmige Dichtungen, um die Zwischenräume zwischen den Glaselementen 1 abzudecken.
Eine solche Verglasung wird nachstehend als Senkrechtverglasung auch dann bezeichnet, wenn das gesamte Glasfassadensystem gegen die Vertikale geneigt ist.
In der Fig. 1b ist eine so genannte Schuppenverglasung dargestellt. Hierbei überdecken sich zwei untereinander angeordnete Glaselemente 1 teilweise, sodass einige der Befestigungselemente 2 jeweils zwei Glaselemente 1 halten. Es wird noch beschrieben werden, worin sich diese Befestigungselemente 2 von jenen unterscheiden, die nur der Befestigung eines einzigen Glaselements 1 dienen. Um die Anordnung der einzelnen, sich teilweise überdeckenden Glaselemente 1 zu verdeutlichen, ist in der Fig. 1c ein Schnitt gezeigt. Hier ist auch erkennbar, dass mittels der Befestigungselemente 2 die Glaselemente 1 auf einer Tragkonstruktion 3 befestigbar sind. Erkennbar ist auch, dass einzelne Befestigungselemente 2 nur ein Glaselement 1 halten, während andere der Befestigung von zwei Glaselementen 1 dienen.
In der Fig. 2a ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Befestigungselements 2 zusammen mit einem Teil eines Glaselements 1 und einem Teil der Tragkonstruktion 3 dargestellt.
Das erfindungsgemässe Befestigungselement 2 umfasst eine Halterung 4, deren Rückseite 5 mit der Tragkonstruktion 3 verschweissbar ist. Besteht die Tragkonstruktion 3 aus Stahl, so besteht auch die Halterung 4 aus Stahl. Es kommen aber beispielsweise auch Aluminiumlegierungen und Messing in Betracht. Das Befestigungselement 2 umfasst weiter einen Gleitkörper 6, eine darin form- und kraftschlüssig eingebettete Mutter 7, eine Schraube 8, einen ersten Distanzring 9 und ein Einlageelement 10.
Der Gleitkörper 6, der vorteilhaft aus Kunststoff, beispielsweise aus UV-stabilem Polyamid, beispielsweise auch glasfaserverstärkt, besteht, ist ein quaderförmiger Körper, dessen Dimensionen an die Halterung 4 angepasst sind. So ist dessen Dicke um etwa 2 mm geringer als die lichte Höhe eines in der Halterung 4 ausgesparten Innenraums 11 und dessen Höhe ist um mehrere Millimeter geringer als der vertikale Freiraum in der Halterung 4. Wegen der geringeren Dicke des Gleitkörpers 6 ist dieser von der Seite in die Halterung 4 problemlos einführbar und nach erfolgter Montage horizontal verschiebbar, und dadurch, dass seine Höhe kleiner ist als der vertikale Freiraum, ist der Gleitkörper 6 innerhalb der Halterung 4 auch vertikal verschiebbar.
Damit kann sich der Gleitkörper 6 innerhalb der Halterung 4 horizontal und vertikal bewegen, um einerseits thermisch bedingte Dimensionsänderungen von Glaselement 1 und Tragkonstruktion 3 auszugleichen und andererseits auch massliche Toleranzen, beispielsweise hinsichtlich der Befestigung von Halterungen 4 an der Tragkonstruktion 3 auszugleichen.
Da derartige Glasfassadensysteme meist der Witterung ausgesetzt sind, besteht die Schraube 8 vorteilhaft aus Chromstahl. Dies ist insbesondere vorteilhaft, weil Chromstahl auch gegen Spaltkorrosion unempfindlich ist. Dies ist wichtig, weil im montierten Zustand der Senkkopf der Schraube 8 am Einlage-element 10 anliegt und in den zwischen diesen Teilen bestehenden Spalt Wasser und Verunreinigungen eindringen könnten. Auch können sich im Laufe der Zeit Elektrolyte, die aus der Umwelt stammen, aufkonzentrieren.
Um das Glaselement 1 an der mit Halterungen 4 bestückten Tragkonstruktion 3 zu befestigen, wird zunächst über die Schraube 8 das Einlageelement 10 geschoben und dann die Schraube 8 durch ein im Glaselement 1 lieferseitig bereits vorhandenes Loch eingeführt. Das Einlageelement 10 ist dabei an die konische Form des Lochs im Glaselement 1 angepasst. Danach wird über das Gewinde der Schraube 8 der Distanzring 9 geschoben und das Glaselement 1 mit der eingeführten Schraube 8 so positioniert, dass das Gewinde der Schraube 8 in die Mutter 7 eingeschraubt werden kann. Die Mutter 7 ist vorteilhaft eine so genannte Stoppmutter.
Damit die Schraube 8 einerseits problemlos einschraubbar und andererseits formschlüssig und mit der Oberfläche des Glaselements 1 bündig positionierbar ist, ist die Schraube 8 wie beim vorbekannten Stand der Technik eine Senkschraube, deren Kopf einen Innensechskant 12 zum Ansetzen eines Sechskant-Schraubendrehers aufweist. Nach dem Einschrauben der Schraube 8 ist die in der Fig. 2a gezeigte Situation erreicht. Zwischen dem Glaselement 1 und der Halterung 4 befindet sich der aus Kunststoff bestehende Distanzring 9. Die dem Glaselement 1 zugewandte Seite des Gleitkörpers 6 liegt auf der Innenseite von zur Halterung 4 gehörenden Armen 13 an, zwischen denen eine waagerecht liegende Öffnung 14 frei bleibt.
Die Schraube 8 wird mit einem so geringen Drehmoment angezogen, dass der Gleitkörper 6 im Innenraum 11 in vertikaler und horizontaler Richtung unter Kraftwirkung verschiebbar ist und auch der Distanzring 9 gegenüber dem Glaselement 1 und der Oberfläche der Halterung 4 verschiebbar ist. Dadurch wird erreicht, dass beispielsweise thermisch bedingte Längenänderungen von Glaselement 1 und/oder Tragkonstruktion 3 nicht zu hohen Spannungen im Glaselement 1 führen können.
In der Fig. 2b ist eine Variante, bei der die Höhe, also die senkrechte lichte Weite, des Innenraums 11 nur ganz geringfügig grösser ist als die vertikale Dimension des Gleitkörpers 6. Damit ist bei dieser Variante eine vertikale Verschiebung des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 nicht möglich, sondern nur die horizontale Verschiebung.
In der Fig. 2c ist eine daraus abgeleitete weitere Variante gezeigt, die sich von der Variante der Fig. 2b dadurch unterscheidet, dass in der Oberseite der Halterung 4 eine Gewindebohrung 15 vorhanden ist. Mittels einer darin einsetzbaren Madenschraube ist der Gleitkörper 6 innerhalb der Halterung 4 in seiner horizontalen Lage fixierbar. Damit ist bei dieser Variante weder eine horizontale, noch eine vertikale Verschiebung des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 möglich.
In der Fig. 3 sind die Halterung 4 und der Gleitkörper 6 in einer perspektivischen Ansicht von vorn gezeigt. Der Gleitkörper 6 ist mit punktierten Linien ein zweites Mal dargestellt, nämlich in seiner Montageposition innerhalb des Innenraums 11 der Halterung 4. Die seitliche, also horizontale Verschiebbarkeit ist mit einem Doppelpfeil angedeutet. Daraus ist ersichtlich, dass die Halterung 4 deutlich schmaler ist als der Gleitkörper 6, sodass es möglich ist, dass der Gleitkörper 6 in der Halterung 4 vertikal verschiedene Positionen einnehmen kann. Es ist also möglich, durch diese Verschiebbarkeit sowohl durch thermische Einflüsse bedingte Massänderungen als auch Toleranzen hinsichtlich der Anbringung der Halterung 4 an der hier nicht dargestellten Tragkonstruktion 3 auszugleichen.
Zur Erleichterung der Montage ist es vorteilhaft, wenn der Gleitkörper 6 auf seiner den Armen zugewandten Seite an seinen beiden Kanten Nasen 16 aufweist. Deren Höhe ist vorteilhaft etwas geringer als die Differenz von lichter Höhe des in der Halterung 4 ausgesparten Innenraums 11 und der Dicke des Gleitkörpers 6. So lässt sich der Gleitkörper 6 leicht von der Seite her in den Innenraum 11 einführen. Nach dem Einsetzen der Schraube 8 kann diese festgezogen werden, wie dies zuvor beschrieben worden ist. Die horizontale Verschiebbarkeit des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 wird dann durch die Nasen 16 begrenzt. Deren Abstand ist im Hinblick auf die Breite der Halterung 4 so bemessen, dass die auf Grund thermischer Einwirkungen zu erwartenden relativen Lageänderungen problemlos möglich sind, also nicht behindert werden.
Der Aufbau unzulässiger Spannungen im Glaselement 1 wird so sicher verhindert.
In der Fig. 4 ist ein einzelnes Glaselement 1 gezeigt, das mit vier Befestigungselementen 2 auf der hier nicht dargestellten Tragkonstruktion 3 befestigt ist. Beim ersten Befestigungselement 2.1 handelt es sich um eines der in der Fig. 2c gezeigten Bauart. Mittels dieses Befestigungselements 2.1 ist also das Glaselement 1 gegenüber der Tragkonstruktion 3 fest fixiert, weil sich bei diesem Befestigungselement 2.1, wie zuvor anhand der Fig. 2c geschildert, der Gleitkörper 6 in der Halterung 4 weder horizontal noch vertikal verschieben kann.
Beim zweiten Befestigungselement 2.2 handelt es sich um eines der in der Fig. 2b gezeigten Bauart. Mittels dieses Befestigungselements 2.2 ist somit das Glaselement 1 gegenüber der Tragkonstruktion 3 nur in vertikaler Richtung fixiert, während in horizontaler Richtung eine Lageänderung möglich ist, weil sich der Gleitkörper 6 dieses Befestigungselements 2 innerhalb der Halterung 4 ausschliesslich horizontal verschieben kann.
Die beiden übrigen Befestigungselemente 2, mit 2.3 und 2.4 bezeichnet, entsprechen in ihrer Bauart der in der Fig. 2a dargestellten Variante. Bei ihnen ist die horizontale und die vertikale Verschiebung der Befestigungselemente 2 innerhalb der Halterungen 4 möglich. Somit kann sich das Glaselement 1 von einem durch das Befestigungselement 2.1 gegebenen Fixpunkt in beiden Richtungen ausdehnen bzw. zusammenziehen, ohne dass dabei unzulässige Spannungen im Glaselement 1 auftreten, die zum Bruch führen könnten.
Die Einzelteile der Befestigungselemente 2 sind einfach gestaltete Bauteile, die sich kostengünstig fertigen lassen. Die Halterung 4 lässt sich im Falle der Verwendung von Stahl als lasergeschnittenes Blechteil fertigen, im Falle einer Aluminiumlegierung als Strangpressprofil. Die einzelnen Halterungen 4 werden dann durch Schneiden abgelängt.
In der Fig. 5 ist eine für Schuppenverglasung bestimmte Variante eines Befestigungselements 2 in einem vertikalen Schnitt gezeigt. Charakteristisch für eine solche Schuppenverglasung ist es, dass die einzelnen Glaselemente 1 gegen die Vertikale V geneigt sind. Dabei weist das Glaselement 1 gegenüber der Vertikalen V einen Neigungswinkel alpha auf, der eine Grösse von beispielsweise 2 bis 8 Grad haben kann. Um diesen Neigungswinkel alpha ohne jede Justierarbeit zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn die Halterung 4 so beschaffen ist, dass dieser Neigungswinkel alpha fest vorgegeben ist. Erreicht wird dies in vorteilhafter Weise dadurch, dass die dem Glaselement 1 zugekehrte Fläche der Halterung 4 und vorteilhaft auch der gesamte Innenraum 11 der Halterung 4 diesen Neigungswinkel alpha aufweist.
Die Aus-sen- und die Innenseiten der Arme 13 sind also entsprechend geneigt, und weil der Gleitkörper 6 an diesen Innenseiten anliegt, ist auch der Gleitkörper 6 um den Neigungswinkel alpha geneigt. Da die Schraube 8 senkrecht im Gleitkörper 6 sitzt, ist auch die Schraube 8 geneigt und zwar um den Neigungswinkel alpha gegenüber der Horizontalen. Vom Neigungswinkel alpha abgesehen sind die einzelnen Teile des Befestigungselements 2 gemäss der Fig. 5 bei einer solchen Schuppenverglasung identisch mit jenen einer Senkrechtverglasung gemäss Fig. 2a.
Bei einer Schuppenverglasung ergibt sich, wie die Fig. 1b und 1c gezeigt haben, dass sich zwei Glas-elemente 1 teilweise überlappen. Es ist vorteilhaft, wenn bei dieser Überlappung ein Befestigungselement 2, wie dies die Fig. 1b und 1c schon zeigen, gleichzeitig zwei Glaselemente 1 hält. In den Fig. 6a und 6b sind besondere Befestigungselemente 2 für diesen Zweck gezeigt. Es ist vorteilhaft, wenn für diesen Zweck Halterung 4 und Gleitkörper 6 eine abweichende Form aufweisen, was noch beschrieben wird.
Bei einer Schuppenverglasung muss das unterste Befestigungselement 2 nur ein einziges Glaselement 1 halten, wie dies in den Fig. 7a und 7b gezeigt ist. Vorteilhaft ist es, wenn dabei die gleiche Halterung 4 und der gleiche Gleitkörper 6 verwendet werden kann wie bei der Ausführung zur Halterung von zwei Glaselementen gemäss den Fig. 6a und 6b.
Vorteilhaft ist es auch, vor allem im Hinblick auf eine einfache Montage, wenn bei einer Schuppenverglasung jene Glaselemente 1, die von einem anderen Glaselement 1 teilweise überdeckt werden, an Stelle der runden, angesenkten Löcher Einbuchtungen 20 gemäss der Fig. 8 aufweisen, deren Breite an die zugehörigen Befestigungselemente 2 angepasst ist. Diese Einbuchtungen 20 treten an die Stelle der Löcher an den Oberkanten der Glaselemente 1. Jedes für eine Schuppenverglasung verwendete Glaselement 1 weist also an der Oberkante zwei solche Einbuchtungen 20 auf, an der Unterkante hingegen angesenkte Löcher wie beim bekannten Stand der Technik.
Wenn die Glaselemente 1 an Stelle der Löcher in der Nähe ihrer Oberkante die zuvor beschriebenen Ausbuchtungen 20 aufweisen, lässt sich in vorteilhafter Weise die relative vertikale Verschiebung der Glas-elemente 1 dadurch erreichen, dass sich die Glas-elemente 1 in den Befestigungselementen 2 bewegen können. Wenn die vertikale Bewegbarkeit auf diese Weise erreicht wird, müssen sich die Gleitkörper 6 innerhalb der Halterungen 4 nur horizontal bewegen können. Es ist deshalb vorteilhaft, die Gleitkörper 6 als etwa zylindrische Körper auszuführen, deren Zylinderachse waagerecht liegt. Entsprechend weisen die Halterungen 4 einen zylindrischen Innenraum 11 auf, dessen Zylinderachse gleichfalls waagerecht liegt. Der Durchmesser des zylindrischen Gleitkörpers 6 ist geringfügig kleiner als der Durchmesser des zylindrischen Innenraums 11 der Halterungen 4.
Ansonsten sind diese Varianten der Befestigungselemente 2 analog aufgebaut. Die Gleitkörper 6 enthalten eine Mutter 7, in die die Schraube 8 eindrehbar ist. Distanzring 9 und ein Einlageelement 10 sind gleichermassen vorhanden. Zusätzlich ist ein zweiter Distanzring 25 vorhanden, dessen Länge auf den erforderlichen Abstand der beiden Glaselemente 1 abgestimmt ist. Dabei korreliert dessen Länge mit dem Abstand der beiden Glaselemente 1, deren vertikaler Dimension und dem Neigungswinkel alpha . Die Zusammenhänge ergeben sich in einfacher Weise gemäss entsprechenden trigonometrischen Formeln.
Der Unterschied zwischen den Fig. 6a und 6b besteht darin, dass beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6b analog zum Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2c in der Halterung 4 eine Gewindebohrung 15 vorhanden ist, in die eine Madenschraube eindrehbar ist, sodass die horizontale Verschiebbarkeit blockiert werden kann, wie das zuvor beschrieben worden ist.
Die Fig. 7a und 7b zeigen die Glaselemente 1 und die Befestigungselemente 2 des unteren Abschlusses eines erfindungsgemässen Glasfassadensystems in der Bauart der Schuppenverglasung. Da hier vom Befestigungselement 2 wiederum nur ein Glaselement 1 zu halten ist, fehlt der Distanzring 25 ebenso wie der Distanzring 9. An deren Stelle tritt hier ein einzelner Abstandshalter 26, der ähnlich wie der Distanzring 25 ein zylindrischer Körper ist, der die Schraube 8 umgibt. Dessen Länge korreliert mit der vertikalen Dimension des Glaselements 1 und dem Neigungswinkel alpha .
Der Neigungswinkel alpha wird auch bei den Ausführungen gemäss den Fig. 6a, 6b, 7a und 7b ohne Justierung dadurch erreicht, dass die dem Glaselement 1 bzw. den Glaselementen 1 zugekehrten Flächen der Halterungen 4 gegenüber den Flächen, die auf die Tragkonstruktion 3 aufgeschweisst werden, den Neigungswinkel alpha einschliessen.
Bei solchen Glasfassadensystemen werden als Glaselemente 1 Glasscheiben verschiedener Dicken verwendet, beispielsweise 6 mm, 8 mm oder 10 mm. Die Anpassung der Einzelteile der Befestigungselemente 2 an derart unterschiedliche Dicken ist auf verschiedene Art und Weise möglich. Als ein mögliches Beispiel ist in den Fig. 9a und 9b für die Variante gemäss den Fig. 6a und 6b gezeigt, dass für verschiedene Glasdicken nur eines der Einzelteile, nämlich der Distanzring 25, in Massvarianten vorgehalten werden muss, während die Einzelteile Einlageelement 10 und Distanzring 9 immer gleich ausgeführt sind. Dadurch verringert sich die Zahl der vorzuhaltenden Einzelteile. Der Distanzring 25 weist demgemäss beidseits in Abhängigkeit von der Dicke der Glaselemente 1 unterschiedlich hoch gestaltete Bunde auf.
In gleicher Weise kann beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2a-c und 5 der Bund des ersten Distanzrings 9 an die Dicke des Glaselements 1 angepasst sein.
Die Fig. 9a und 9b zeigen zudem vorteilhafte Gestaltungen des Distanzringes 9. Danach besteht der Distanzring 9 aus einem metallischen Ring 9m und einem diesen umgebenden Kunststoff-Teil 9k. Der metallische Ring 9m besteht aus einem korrosionsbeständigen Werkstoff und dient der Verbesserung der mechanischen Stabilität. Dies kann angesichts des Gewichtes grosser und dicker Glaselemente 1 bedeutsam sein.
In der Fig. 10 sind eine Halterung 4 und ein Gleitkörper 6 jenes Ausführungsbeispiels der Befestigungselemente 2 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt, das in den Fig. 6a bis 7b schon dargestellt worden ist. Analog zum in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Gleitkörper 6 Nasen 16 angeformt, die die horizontale Verschiebbarkeit des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 begrenzen. Auf der Vorderseite des Gleitkörpers 6, und zwar im Bereich eines Lochs 26, durch das die Schraube 8 (Fig. 6a bis 7b) in den Gleitkörper 6 eindrehbar ist, ist am Gleitkörper 6 zudem ein Steg 27 angeformt, dessen Aufgabe es ist, dass der Gleitkörper 6 im Innenraum 11 der Halterung 4 nicht beliebig verdrehbar ist, sondern dass das Loch 26 immer vorn liegt, sodass die Schraube 8 leicht eindrehbar ist. Dies dient der Erleichterung der Montage.
In dieser Figur ist zudem der zuvor schon erwähnte Neigungswinkel alpha gegenüber der Vertikalen V dargestellt, mit dem die Frontfläche der Halterung 4 gegenüber der zur Befestigung an der Tragkonstruktion dienenden Rückseite geneigt ist. Diese Neigung bestimmt die Neigung der einzelnen Glaselemente 1 (Fig. 6a bis 7b) gegen die Vertikale. Diese Neigung ist aus den Fig. 6a bis 7b zwar ebenfalls erkennbar, jedoch dort aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet. Das Prinzip wurde schon in der Fig. 5 dargestellt und im Text zu dieser Figur beschrieben.
Vorteilhaft sind im Bereich des Stegs 27 zusätzlich Nocken 28 vorgesehen. Zwischen diesen Nocken 28 wird beim Montieren der Distanzring 9 (Fig. 9a, 9b) platziert, wodurch dieser festgehalten wird. Die Abstände der einzelnen Nocken 28 korrelieren mit dem Aussendurchmesser des Distanzrings 9. Dies dient der Erleichterung der Montage, weil sich dadurch die Distanzringe 9 beim Montieren leichter positionieren lassen.
In der Fig. 11 ist eine Variante des in der Fig. 3 dargestellten Gleitkörpers 6 gezeigt. Auch dieser weist vorteilhaft einen Steg 27 und Nocken 28 auf. Die Höhe H des Stegs 27 ist vorteilhaft geringfügig grösser als die Dicke der Arme 13 der Halterung 4 (Fig. 3). Damit steht die Oberfläche des Stegs 27 gegenüber den Armen 13 im montierten Zustand etwas aus der Halterung 4 vor. Damit ist die Beweglichkeit des Gleitkörpers 6 gegenüber der Halterung 4 unter allen Umständen garantiert. Auf die Grösse des Drehmoments beim
Anziehen der Schraube 8 (Fig. 2a) kommt es dann gar nicht an. Auch diese Massnahme erleichtert die Montage.
Das beschriebene Glasfassadensystem ist erkennbar kostengünstig herstellbar.
Claims (11)
1. Glasfassadensystem, bestehend aus flächigen Glaselementen (1) und Befestigungsmitteln (2), mit denen die Glaselemente (1) mit einer mit dem Baukörper eines Gebäudes verbundenen Tragkonstruktion (3) verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, - dass die Befestigungsmittel (2) bestehen aus - einer Halterung (4), - einem innerhalb der Halterung (4) verschiebbaren Gleitkörper (6) mit einer in einem Loch angeordneten Mutter (7), - einer in diese Mutter (7) einschraubbaren Schraube (8) und - einem ersten Distanzring (9) mit gleitfähiger Oberfläche, und - einem in ein Loch des Glaselements (1) zu platzierendes Einlageelement (10) - dass die Halterung (4) auf der Tragkonstruktion (3) aufschweissbar ist, - dass die flächigen Glaselemente (1) Öffnungen aufweisen, durch die hindurch jeweils eine der Schrauben (8) in die Mutter (7) des Gleitkörpers (6) einschraubbar ist,
wobei der erste Distanzring (9) die Schraube (8) umgibt und zwischen dem flächigen Glaselement (1) und der Halterung (4) angeordnet ist.
2. Glasfassadensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Halterung (4) frei bleibender Innenraum (11), in dem der Gleitkörper (6) angeordnet ist, in seiner Höhe so bemessen ist, dass der Gleitkörper (6) in vertikaler Richtung innerhalb der Halterung (4) verschiebbar ist.
3. Glasfassadensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Halterung (4) frei bleibender Innenraum (11), in dem der Gleitkörper (6) angeordnet ist, in seiner Höhe so bemessen ist, dass der Gleitkörper (6) in vertikaler Richtung innerhalb der Halterung (4) nicht verschiebbar ist.
4.
Glasfassadensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (4) eine Gewindebohrung (15) aufweist, in die eine Madenschraube eindrehbar ist, wobei durch die eingedrehte und festgezogene Madenschraube der Gleitkörper (6) innerhalb der Halterung (4) in seiner Lage gegenüber der Halterung (4) fixiert ist.
5. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Glaselement (1) zugekehrte Fläche der Halterung (4) gegenüber deren Rückseite (5) um einen die Neigung des Glaselements (1) bestimmenden Neigungswinkel alpha geneigt ist.
6.
Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Einlageelement (10) und dem ersten Distanzring (9) ein zweiter Distanzring (25) angeordnet ist, und dass zwischen dem ersten Distanzring (9) und dem zweiten Distanzring (25) und zwischen dem zweiten Distanzring (25) und dem Einlageelement (10) je ein Glaselement (1) angeordnet ist.
7. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper (6) Nasen (16) aufweist, die die horizontale Verschiebbarkeit des Gleitkörpers (6) innerhalb der Halterung (4) begrenzen.
8. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper (6) einen Steg (27) aufweist, dessen Höhe H geringfügig grösser ist als die Dicke der Arme (13) der Halterung (4).
9.
Glasfassadensystem nach Anspruch 8, dass auf dem Steg (27) Nocken (28) angeordnet sind, deren Abstand mit dem Aussendurchmesser des ersten Distanzrings (9) korreliert.
10. Glasfassadensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Oberkanten der Glaselemente (1) an der Stelle von Löchern, durch die die Schraube (8) hindurchgeführt ist, Einbuchtungen (20) angeordnet sind.
11.
Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Glaselement (1) von vier Befestigungsmitteln (2) gehalten wird, - von denen eines so beschaffen ist, dass an diesem Befestigungspunkt der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) weder horizontal noch vertikal verschiebbar ist, - von denen ein zweites so beschaffen ist, dass an diesem Befestigungspunkt der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) ausschliesslich horizontal verschiebbar ist, - von denen ein drittes und ein viertes so beschaffen ist, dass an diesen Befestigungspunkten der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) sowohl horizontal als auch vertikal verschiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00483/00A CH693992A5 (de) | 2000-03-14 | 2000-03-14 | Glasfassadensystem. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00483/00A CH693992A5 (de) | 2000-03-14 | 2000-03-14 | Glasfassadensystem. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH693992A5 true CH693992A5 (de) | 2004-05-28 |
Family
ID=32235170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH00483/00A CH693992A5 (de) | 2000-03-14 | 2000-03-14 | Glasfassadensystem. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH693992A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107816152A (zh) * | 2017-10-31 | 2018-03-20 | 广东世纪达建设集团有限公司 | 一种多向调节夹板式点支玻璃幕墙系统 |
| CN115492288A (zh) * | 2022-05-27 | 2022-12-20 | 中建八局第三建设有限公司 | 一种顶底承重式玻璃幕墙系统的连接构件及安装方法 |
-
2000
- 2000-03-14 CH CH00483/00A patent/CH693992A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107816152A (zh) * | 2017-10-31 | 2018-03-20 | 广东世纪达建设集团有限公司 | 一种多向调节夹板式点支玻璃幕墙系统 |
| CN107816152B (zh) * | 2017-10-31 | 2023-12-26 | 广东世纪达建设集团有限公司 | 一种多向调节夹板式点支玻璃幕墙系统 |
| CN115492288A (zh) * | 2022-05-27 | 2022-12-20 | 中建八局第三建设有限公司 | 一种顶底承重式玻璃幕墙系统的连接构件及安装方法 |
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