CH693992A5 - Glasfassadensystem. - Google Patents

Glasfassadensystem. Download PDF

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CH693992A5
CH693992A5 CH00483/00A CH4832000A CH693992A5 CH 693992 A5 CH693992 A5 CH 693992A5 CH 00483/00 A CH00483/00 A CH 00483/00A CH 4832000 A CH4832000 A CH 4832000A CH 693992 A5 CH693992 A5 CH 693992A5
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CH
Switzerland
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glass
holder
sliding body
spacer ring
facade system
Prior art date
Application number
CH00483/00A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Leuthold
Original Assignee
Leuthold Metallbau Ag Geb
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B3/00Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
    • E06B3/54Fixing of glass panes or like plates
    • E06B3/5436Fixing of glass panes or like plates involving holes or indentations in the pane

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Load-Bearing And Curtain Walls (AREA)

Description


  



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Glasfassadensystem der im Oberbegriff  des Anspruchs 1 genannten Art. 



   Solche Glasfassadensysteme werden vorteilhaft als funktionelle und  gestalterische Elemente von Gebäuden verwendet. Sie bestehen aus  flächigen Glaselementen und Befestigungsmitteln, mit deren Hilfe  die Glaselemente mit dem Gebäudekörper verbindbar sind. 



   Aus EP-A2-0 677 623 ist ein Glasfassadensystem bekannt, bei dem eine  Vielzahl von flächigen Glas-elementen mittels Befestigungsvorrichtungen  neben- und untereinander platzierbar und mit dem Gebäudekörper verbindbar  sind. Bei diesem System sind die Glaselemente vorzugsweise Isolierverglasungen  mit zwei Scheiben und die Befestigungsvorrichtungen sind zwischen  den einzelnen Glaselementen angeordnet. Damit in den Glaselementen  keine unzulässigen Spannungen auftreten können, die zum Bruch führen  könnten, sind mehrere Massnahmen erforderlich. So ist es nötig, dass  die Verbindungsstücke justierbar sind und dass Anschlussstücke und  Stützelemente gelenkig miteinander verbunden sind. 



   Ein anderes Glasfassadensystem ist unter dem Namen "SWISSWALL" (Glas  Trösch, Bern/Schweiz) bekannt geworden. Bei ihm sind die einzelnen  Glaselemente mit punktförmigen Halterungen befestigt, wobei diese  Halterungen an Streben befestigt sind, die ihrerseits mit einer Tragkonstruktion  fest verbunden sind. 



   Konstruktionselemente für Glasfassaden sind auch unter dem Namen  "GM-Point-Ball" (Glas Marte, Bregenz/Österreich) bekannt geworden.  Diese sind gelenkig ausgeführt, um das Auftreten unzulässiger Spannungen  an den Glaselementen nach Möglichkeit zu verhindern. 



   Glasfassadensysteme wie vorstehende können aus Einfachglas oder aus  Isolierglas bestehen. Nicht bei allen Gebäuden sind Isolierung und  somit der K-Wert entscheidend, weil eine ungehinderte Sonneneinstrahlung  durchaus bei mehr oder weniger dichten Glasfassaden zu einer sehr  starken Aufheizung des von Glasfassaden umschlossenen Raumes führt,  was vielfach nicht erwünscht ist. Deshalb sind auch so genannte    "Schuppenverglasungen" bekannt geworden, bei denen die einzelnen  Glasscheiben leicht geneigt sind und sich bei einigem Abstand voneinander  gegenseitig etwas überlappen, sodass Regen auch bei starkem Wind  nicht in das Innere eindringen kann. Durch die dadurch gebildeten  Zwischenräume ist ein Luftaustausch zwischen Innen- und Aussenraum  aber möglich. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein einfaches, kostengünstig  herstellbares und leicht montierbares Glasfassadensystem zu schaffen,  das sowohl bei Senkrecht- als auch bei Schuppenverglasungen anwendbar  und so beschaffen ist, dass ohne Justierarbeit gewährleistet ist,  dass durch Temperaturänderungen verursachte Längenausdehnungen der  Glaselemente und der mit dem Gebäude verbundenen Tragkonstruktion  nicht zu unzulässigen, Bruchgefahr heraufbeschwörenden Spannungen  im Glas führen können. 



   Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des  Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus  den abhängigen Ansprüchen. 



   Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der  Zeichnung näher erläutert. 



   Es zeigen:      Fig. 1a eine Aufsicht auf eine Senkrechtverglasung,     Fig. 1b eine Aufsicht auf eine Schuppenverglasung,     Fig.  1c einen vertikalen Schnitt durch eine Schuppenverglasung,      Fig. 2a einen vertikalen Schnitt durch ein Befestigungselement gemäss  einem ersten Ausführungsbeispiel,     Fig. 2b eine Variante des  zuvor dargestellten Ausführungsbeispiels,     Fig. 2c eine weitere  Variante, Fig. 3 Details von Teilen des Befestigungselements in einer  perspektivischen Ansicht,     Fig. 4 ein Schema für die Anwendung  der vorgenannten Varianten,     Fig. 5 eine für Schuppenverglasung  bestimmte Variante eines Befestigungselements in einem vertikalen  Schnitt,     Fig. 6a und 6b für die Aufnahme von zwei Glas-elementen  einer Schuppenverglasung bestimmte Befestigungselemente,        Fig.

   7a und 7b     Befestigungselemente für den unteren Abschluss  einer Schuppenverglasung,     Fig. 8 ein Detail eines Glaselements,     Fig. 9a und 9b Details von Teilen der Befestigungselemente  bei unterschiedlichen Glasdicken, und     Fig. 10 und 11 Details  von Teilen von Befestigungselementen in einer perspektivischen Ansicht.  



   In der Fig. 1a bedeutet 1 ein flächiges Glaselement, beispielsweise  eine Glasscheibe einer Einfachverglasung. Dargestellt sind zwei solcher  Glaselemente 1. Diese Glaselemente 1 weisen, vorteilhaft in der Nähe  ihrer vier Ecken, Löcher auf, durch die hindurch die Glaselemente  1 mit Befestigungsmitteln 2 auf einer hier nicht dargestellten, mit  Teilen eines Gebäudes verbundenen Tragkonstruktion befestigbar sind.  Um eine ganze Fassade eines Gebäudes zu verglasen, weist das Glasfassadensystem  eine Vielzahl von Glaselementen 1 auf, die horizontal und vertikal  nebeneinander angeordnet sind. Soll die gläserne Fassade plan sein,  so bilden die Oberflächen aller Glaselemente 1 eine plane Fläche.  Nicht dargestellt sind allfällig vorhandene, beispielsweise profilförmige  Dichtungen, um die Zwischenräume zwischen den Glaselementen 1 abzudecken.

    Eine solche Verglasung wird nachstehend als Senkrechtverglasung auch  dann bezeichnet, wenn das gesamte Glasfassadensystem gegen die Vertikale  geneigt ist. 



   In der Fig. 1b ist eine so genannte Schuppenverglasung dargestellt.  Hierbei überdecken sich zwei untereinander angeordnete Glaselemente  1 teilweise, sodass einige der Befestigungselemente 2 jeweils zwei  Glaselemente 1 halten. Es wird noch beschrieben werden, worin sich  diese Befestigungselemente 2 von jenen unterscheiden, die nur der  Befestigung eines einzigen Glaselements 1 dienen. Um die Anordnung  der einzelnen, sich teilweise überdeckenden Glaselemente 1 zu verdeutlichen,  ist in der Fig. 1c ein Schnitt gezeigt. Hier ist auch erkennbar,  dass mittels der Befestigungselemente 2 die Glaselemente 1 auf einer  Tragkonstruktion 3 befestigbar sind. Erkennbar ist auch, dass einzelne  Befestigungselemente 2 nur ein Glaselement 1 halten, während andere  der Befestigung von zwei Glaselementen 1 dienen. 



   In der Fig. 2a ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Befestigungselements  2 zusammen mit einem Teil eines Glaselements 1 und einem Teil der  Tragkonstruktion 3 dargestellt. 



     Das erfindungsgemässe Befestigungselement 2 umfasst eine Halterung  4, deren Rückseite 5 mit der Tragkonstruktion 3 verschweissbar ist.  Besteht die Tragkonstruktion 3 aus Stahl, so besteht auch die Halterung  4 aus Stahl. Es kommen aber beispielsweise auch Aluminiumlegierungen  und Messing in Betracht. Das Befestigungselement 2 umfasst weiter  einen Gleitkörper 6, eine darin form- und kraftschlüssig eingebettete  Mutter 7, eine Schraube 8, einen ersten Distanzring 9 und ein Einlageelement  10. 



   Der Gleitkörper 6, der vorteilhaft aus Kunststoff, beispielsweise  aus UV-stabilem Polyamid, beispielsweise auch glasfaserverstärkt,  besteht, ist ein quaderförmiger Körper, dessen Dimensionen an die  Halterung 4 angepasst sind. So ist dessen Dicke um etwa 2 mm geringer  als die lichte Höhe eines in der Halterung 4 ausgesparten Innenraums  11 und dessen Höhe ist um mehrere Millimeter geringer als der vertikale  Freiraum in der Halterung 4. Wegen der geringeren Dicke des Gleitkörpers  6 ist dieser von der Seite in die Halterung 4 problemlos einführbar  und nach erfolgter Montage horizontal verschiebbar, und dadurch,  dass seine Höhe kleiner ist als der vertikale Freiraum, ist der Gleitkörper  6 innerhalb der Halterung 4 auch vertikal verschiebbar.

   Damit kann  sich der Gleitkörper 6 innerhalb der Halterung 4 horizontal und vertikal  bewegen, um einerseits thermisch bedingte Dimensionsänderungen von  Glaselement 1 und Tragkonstruktion 3 auszugleichen und andererseits  auch massliche Toleranzen, beispielsweise hinsichtlich der Befestigung  von Halterungen 4 an der Tragkonstruktion 3 auszugleichen. 



   Da derartige Glasfassadensysteme meist der Witterung ausgesetzt sind,  besteht die Schraube 8 vorteilhaft aus Chromstahl. Dies ist insbesondere  vorteilhaft, weil Chromstahl auch gegen Spaltkorrosion unempfindlich  ist. Dies ist wichtig, weil im montierten Zustand der Senkkopf der  Schraube 8 am Einlage-element 10 anliegt und in den zwischen diesen  Teilen bestehenden Spalt Wasser und Verunreinigungen eindringen könnten.  Auch können sich im Laufe der Zeit Elektrolyte, die aus der Umwelt  stammen, aufkonzentrieren. 



   Um das Glaselement 1 an der mit Halterungen 4 bestückten Tragkonstruktion  3 zu befestigen, wird zunächst über die Schraube 8 das Einlageelement  10 geschoben und dann die Schraube 8 durch ein im Glaselement 1 lieferseitig  bereits vorhandenes Loch eingeführt. Das Einlageelement 10 ist dabei  an die konische Form des Lochs im Glaselement 1 angepasst. Danach  wird über das Gewinde der Schraube 8 der Distanzring 9 geschoben  und das Glaselement 1 mit der eingeführten Schraube 8 so positioniert,  dass das    Gewinde der Schraube 8 in die Mutter 7 eingeschraubt  werden kann. Die Mutter 7 ist vorteilhaft eine so genannte Stoppmutter.

    Damit die Schraube 8 einerseits problemlos einschraubbar und andererseits  formschlüssig und mit der Oberfläche des Glaselements 1 bündig positionierbar  ist, ist die Schraube 8 wie beim vorbekannten Stand der Technik eine  Senkschraube, deren Kopf einen Innensechskant 12 zum Ansetzen eines  Sechskant-Schraubendrehers aufweist. Nach dem Einschrauben der Schraube  8 ist die in der Fig. 2a gezeigte Situation erreicht. Zwischen dem  Glaselement 1 und der Halterung 4 befindet sich der aus Kunststoff  bestehende Distanzring 9. Die dem Glaselement 1 zugewandte Seite  des Gleitkörpers 6 liegt auf der Innenseite von zur Halterung 4 gehörenden  Armen 13 an, zwischen denen eine waagerecht liegende Öffnung 14 frei  bleibt.

   Die Schraube 8 wird mit einem so geringen Drehmoment angezogen,  dass der Gleitkörper 6 im Innenraum 11 in vertikaler und horizontaler  Richtung unter Kraftwirkung verschiebbar ist und auch der Distanzring  9 gegenüber dem Glaselement 1 und der Oberfläche der Halterung 4  verschiebbar ist. Dadurch wird erreicht, dass beispielsweise thermisch  bedingte Längenänderungen von Glaselement 1 und/oder Tragkonstruktion  3 nicht zu hohen Spannungen im Glaselement 1 führen können. 



   In der Fig. 2b ist eine Variante, bei der die Höhe, also die senkrechte  lichte Weite, des Innenraums 11 nur ganz geringfügig grösser ist  als die vertikale Dimension des Gleitkörpers 6. Damit ist bei dieser  Variante eine vertikale Verschiebung des Gleitkörpers 6 in der Halterung  4 nicht möglich, sondern nur die horizontale Verschiebung. 



   In der Fig. 2c ist eine daraus abgeleitete weitere Variante gezeigt,  die sich von der Variante der Fig. 2b dadurch unterscheidet, dass  in der Oberseite der Halterung 4 eine Gewindebohrung 15 vorhanden  ist. Mittels einer darin einsetzbaren Madenschraube ist der Gleitkörper  6 innerhalb der Halterung 4 in seiner horizontalen Lage fixierbar.  Damit ist bei dieser Variante weder eine horizontale, noch eine vertikale  Verschiebung des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 möglich. 



   In der Fig. 3 sind die Halterung 4 und der Gleitkörper 6 in einer  perspektivischen Ansicht von vorn gezeigt. Der Gleitkörper 6 ist  mit punktierten Linien ein zweites Mal dargestellt, nämlich in seiner  Montageposition innerhalb des Innenraums 11 der Halterung 4. Die  seitliche, also horizontale Verschiebbarkeit ist mit einem Doppelpfeil  angedeutet. Daraus    ist ersichtlich, dass die Halterung 4 deutlich  schmaler ist als der Gleitkörper 6, sodass es möglich ist, dass der  Gleitkörper 6 in der Halterung 4 vertikal verschiedene Positionen  einnehmen kann. Es ist also möglich, durch diese Verschiebbarkeit  sowohl durch thermische Einflüsse bedingte Massänderungen als auch  Toleranzen hinsichtlich der Anbringung der Halterung 4 an der hier  nicht dargestellten Tragkonstruktion 3 auszugleichen.

   Zur Erleichterung  der Montage ist es vorteilhaft, wenn der Gleitkörper 6 auf seiner  den Armen zugewandten Seite an seinen beiden Kanten Nasen 16 aufweist.  Deren Höhe ist vorteilhaft etwas geringer als die Differenz von lichter  Höhe des in der Halterung 4 ausgesparten Innenraums 11 und der Dicke  des Gleitkörpers 6. So lässt sich der Gleitkörper 6 leicht von der  Seite her in den Innenraum 11 einführen. Nach dem Einsetzen der Schraube  8 kann diese festgezogen werden, wie dies zuvor beschrieben worden  ist. Die horizontale Verschiebbarkeit des Gleitkörpers 6 in der Halterung  4 wird dann durch die Nasen 16 begrenzt. Deren Abstand ist im Hinblick  auf die Breite der Halterung 4 so bemessen, dass die auf Grund thermischer  Einwirkungen zu erwartenden relativen Lageänderungen problemlos möglich  sind, also nicht behindert werden.

   Der Aufbau unzulässiger Spannungen  im Glaselement 1 wird so sicher verhindert. 



   In der Fig. 4 ist ein einzelnes Glaselement 1 gezeigt, das mit vier  Befestigungselementen 2 auf der hier nicht dargestellten Tragkonstruktion  3 befestigt ist. Beim ersten Befestigungselement 2.1 handelt es sich  um eines der in der Fig. 2c gezeigten Bauart. Mittels dieses Befestigungselements  2.1 ist also das Glaselement 1 gegenüber der Tragkonstruktion 3 fest  fixiert, weil sich bei diesem Befestigungselement 2.1, wie zuvor  anhand der Fig. 2c geschildert, der Gleitkörper 6 in der Halterung  4 weder horizontal noch vertikal verschieben kann. 



   Beim zweiten Befestigungselement 2.2 handelt es sich um eines der  in der Fig. 2b gezeigten Bauart. Mittels dieses Befestigungselements  2.2 ist somit das Glaselement 1 gegenüber der Tragkonstruktion 3  nur in vertikaler Richtung fixiert, während in horizontaler Richtung  eine Lageänderung möglich ist, weil sich der Gleitkörper 6 dieses  Befestigungselements 2 innerhalb der Halterung 4 ausschliesslich  horizontal verschieben kann. 



   Die beiden übrigen Befestigungselemente 2, mit 2.3 und 2.4 bezeichnet,  entsprechen in ihrer Bauart der in der Fig. 2a dargestellten Variante.  Bei ihnen ist die horizontale und die    vertikale Verschiebung der  Befestigungselemente 2 innerhalb der Halterungen 4 möglich. Somit  kann sich das Glaselement 1 von einem durch das Befestigungselement  2.1 gegebenen Fixpunkt in beiden Richtungen ausdehnen bzw. zusammenziehen,  ohne dass dabei unzulässige Spannungen im Glaselement 1 auftreten,  die zum Bruch führen könnten. 



   Die Einzelteile der Befestigungselemente 2 sind einfach gestaltete  Bauteile, die sich kostengünstig fertigen lassen. Die Halterung 4  lässt sich im Falle der Verwendung von Stahl als lasergeschnittenes  Blechteil fertigen, im Falle einer Aluminiumlegierung als Strangpressprofil.  Die einzelnen Halterungen 4 werden dann durch Schneiden abgelängt.                                                             



   In der Fig. 5 ist eine für Schuppenverglasung bestimmte Variante  eines Befestigungselements 2 in einem vertikalen Schnitt gezeigt.  Charakteristisch für eine solche Schuppenverglasung ist es, dass  die einzelnen Glaselemente 1 gegen die Vertikale V geneigt sind.  Dabei weist das Glaselement 1 gegenüber der Vertikalen V einen Neigungswinkel  alpha  auf, der eine Grösse von beispielsweise 2 bis 8 Grad haben  kann. Um diesen Neigungswinkel  alpha  ohne jede Justierarbeit zu  erreichen, ist es vorteilhaft, wenn die Halterung 4 so beschaffen  ist, dass dieser Neigungswinkel  alpha  fest vorgegeben ist. Erreicht  wird dies in vorteilhafter Weise dadurch, dass die dem Glaselement  1 zugekehrte Fläche der Halterung 4 und vorteilhaft auch der gesamte  Innenraum 11 der Halterung 4 diesen Neigungswinkel  alpha  aufweist.

    Die Aus-sen- und die Innenseiten der Arme 13 sind also entsprechend  geneigt, und weil der Gleitkörper 6 an diesen Innenseiten anliegt,  ist auch der Gleitkörper 6 um den Neigungswinkel  alpha  geneigt.  Da die Schraube 8 senkrecht im Gleitkörper 6 sitzt, ist auch die  Schraube 8 geneigt und zwar um den Neigungswinkel  alpha  gegenüber  der Horizontalen. Vom Neigungswinkel  alpha  abgesehen sind die einzelnen  Teile des Befestigungselements 2 gemäss der Fig. 5 bei einer solchen  Schuppenverglasung identisch mit jenen einer Senkrechtverglasung  gemäss Fig. 2a. 



   Bei einer Schuppenverglasung ergibt sich, wie die Fig. 1b und 1c  gezeigt haben, dass sich zwei Glas-elemente 1 teilweise überlappen.  Es ist vorteilhaft, wenn bei dieser Überlappung ein Befestigungselement  2, wie dies die Fig. 1b und 1c schon zeigen, gleichzeitig zwei Glaselemente  1 hält. In den Fig. 6a und 6b sind besondere Befestigungselemente  2 für diesen Zweck gezeigt. Es ist vorteilhaft, wenn für diesen Zweck  Halterung 4 und Gleitkörper 6 eine abweichende Form aufweisen, was  noch beschrieben wird. 



     Bei einer Schuppenverglasung muss das unterste Befestigungselement  2 nur ein einziges Glaselement 1 halten, wie dies in den Fig. 7a  und 7b gezeigt ist. Vorteilhaft ist es, wenn dabei die gleiche Halterung  4 und der gleiche Gleitkörper 6 verwendet werden kann wie bei der  Ausführung zur Halterung von zwei Glaselementen gemäss den Fig. 6a  und 6b. 



   Vorteilhaft ist es auch, vor allem im Hinblick auf eine einfache  Montage, wenn bei einer Schuppenverglasung jene Glaselemente 1, die  von einem anderen Glaselement 1 teilweise überdeckt werden, an Stelle  der runden, angesenkten Löcher Einbuchtungen 20 gemäss der Fig. 8  aufweisen, deren Breite an die zugehörigen Befestigungselemente 2  angepasst ist. Diese Einbuchtungen 20 treten an die Stelle der Löcher  an den Oberkanten der Glaselemente 1. Jedes für eine Schuppenverglasung  verwendete Glaselement 1 weist also an der Oberkante zwei solche  Einbuchtungen 20 auf, an der Unterkante hingegen angesenkte Löcher  wie beim bekannten Stand der Technik. 



   Wenn die Glaselemente 1 an Stelle der Löcher in der Nähe ihrer Oberkante  die zuvor beschriebenen Ausbuchtungen 20 aufweisen, lässt sich in  vorteilhafter Weise die relative vertikale Verschiebung der Glas-elemente  1 dadurch erreichen, dass sich die Glas-elemente 1 in den Befestigungselementen  2 bewegen können. Wenn die vertikale Bewegbarkeit auf diese Weise  erreicht wird, müssen sich die Gleitkörper 6 innerhalb der Halterungen  4 nur horizontal bewegen können. Es ist deshalb vorteilhaft, die  Gleitkörper 6 als etwa zylindrische Körper auszuführen, deren Zylinderachse  waagerecht liegt. Entsprechend weisen die Halterungen 4 einen zylindrischen  Innenraum 11 auf, dessen Zylinderachse gleichfalls waagerecht liegt.  Der Durchmesser des zylindrischen Gleitkörpers 6 ist geringfügig  kleiner als der Durchmesser des zylindrischen Innenraums 11 der Halterungen  4.

   Ansonsten sind diese Varianten der Befestigungselemente 2 analog  aufgebaut. Die Gleitkörper 6 enthalten eine Mutter 7, in die die  Schraube 8 eindrehbar ist. Distanzring 9 und ein Einlageelement 10  sind gleichermassen vorhanden. Zusätzlich ist ein zweiter Distanzring  25 vorhanden, dessen Länge auf den erforderlichen Abstand der beiden  Glaselemente 1 abgestimmt ist. Dabei korreliert dessen Länge mit  dem Abstand der beiden Glaselemente 1, deren vertikaler Dimension  und dem Neigungswinkel  alpha . Die Zusammenhänge ergeben sich in  einfacher Weise gemäss entsprechenden trigonometrischen Formeln.

    Der Unterschied zwischen den Fig. 6a und 6b besteht darin, dass beim  Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6b analog zum Ausführungsbeispiel  gemäss Fig. 2c in    der Halterung 4 eine Gewindebohrung 15 vorhanden  ist, in die eine Madenschraube eindrehbar ist, sodass die horizontale  Verschiebbarkeit blockiert werden kann, wie das zuvor beschrieben  worden ist. 



   Die Fig. 7a und 7b zeigen die Glaselemente 1 und die Befestigungselemente  2 des unteren Abschlusses eines erfindungsgemässen Glasfassadensystems  in der Bauart der Schuppenverglasung. Da hier vom Befestigungselement  2 wiederum nur ein Glaselement 1 zu halten ist, fehlt der Distanzring  25 ebenso wie der Distanzring 9. An deren Stelle tritt hier ein einzelner  Abstandshalter 26, der ähnlich wie der Distanzring 25 ein zylindrischer  Körper ist, der die Schraube 8 umgibt. Dessen Länge korreliert mit  der vertikalen Dimension des Glaselements 1 und dem Neigungswinkel  alpha . 



   Der Neigungswinkel  alpha  wird auch bei den Ausführungen gemäss  den Fig. 6a, 6b, 7a und 7b ohne Justierung dadurch erreicht, dass  die dem Glaselement 1 bzw. den Glaselementen 1 zugekehrten Flächen  der Halterungen 4 gegenüber den Flächen, die auf die Tragkonstruktion  3 aufgeschweisst werden, den Neigungswinkel  alpha  einschliessen.                                                             



   Bei solchen Glasfassadensystemen werden als Glaselemente 1 Glasscheiben  verschiedener Dicken verwendet, beispielsweise 6 mm, 8 mm oder 10  mm. Die Anpassung der Einzelteile der Befestigungselemente 2 an derart  unterschiedliche Dicken ist auf verschiedene Art und Weise möglich.  Als ein mögliches Beispiel ist in den Fig. 9a und 9b für die Variante  gemäss den Fig. 6a und 6b gezeigt, dass für verschiedene Glasdicken  nur eines der Einzelteile, nämlich der Distanzring 25, in Massvarianten  vorgehalten werden muss, während die Einzelteile Einlageelement 10  und Distanzring 9 immer gleich ausgeführt sind. Dadurch verringert  sich die Zahl der vorzuhaltenden Einzelteile. Der Distanzring 25  weist demgemäss beidseits in Abhängigkeit von der Dicke der Glaselemente  1 unterschiedlich hoch gestaltete Bunde auf.

   In gleicher Weise kann  beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2a-c und 5 der Bund des ersten  Distanzrings 9 an die Dicke des Glaselements 1 angepasst sein. 



   Die Fig. 9a und 9b zeigen zudem vorteilhafte Gestaltungen des Distanzringes  9. Danach besteht der Distanzring 9 aus einem metallischen Ring 9m  und einem diesen umgebenden Kunststoff-Teil 9k. Der metallische Ring  9m besteht aus einem    korrosionsbeständigen Werkstoff und dient  der Verbesserung der mechanischen Stabilität. Dies kann angesichts  des Gewichtes grosser und dicker Glaselemente 1 bedeutsam sein. 



   In der Fig. 10 sind eine Halterung 4 und ein Gleitkörper 6 jenes  Ausführungsbeispiels der Befestigungselemente 2 in einer perspektivischen  Ansicht gezeigt, das in den Fig. 6a bis 7b schon dargestellt worden  ist. Analog zum in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind  am Gleitkörper 6 Nasen 16 angeformt, die die horizontale Verschiebbarkeit  des Gleitkörpers 6 in der Halterung 4 begrenzen. Auf der Vorderseite  des Gleitkörpers 6, und zwar im Bereich eines Lochs 26, durch das  die Schraube 8 (Fig. 6a bis 7b) in den Gleitkörper 6 eindrehbar ist,  ist am Gleitkörper 6 zudem ein Steg 27 angeformt, dessen Aufgabe  es ist, dass der Gleitkörper 6 im Innenraum 11 der Halterung 4 nicht  beliebig verdrehbar ist, sondern dass das Loch 26 immer vorn liegt,  sodass die Schraube 8 leicht eindrehbar ist. Dies dient der Erleichterung  der Montage. 



   In dieser Figur ist zudem der zuvor schon erwähnte Neigungswinkel  alpha  gegenüber der Vertikalen V dargestellt, mit dem die Frontfläche  der Halterung 4 gegenüber der zur Befestigung an der Tragkonstruktion  dienenden Rückseite geneigt ist. Diese Neigung bestimmt die Neigung  der einzelnen Glaselemente 1 (Fig. 6a bis 7b) gegen die Vertikale.  Diese Neigung ist aus den Fig. 6a bis 7b zwar ebenfalls erkennbar,  jedoch dort aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet.  Das Prinzip wurde schon in der Fig. 5 dargestellt und im Text zu  dieser Figur beschrieben. 



   Vorteilhaft sind im Bereich des Stegs 27 zusätzlich Nocken 28 vorgesehen.  Zwischen diesen Nocken 28 wird beim Montieren der Distanzring 9 (Fig.  9a, 9b) platziert, wodurch dieser festgehalten wird. Die Abstände  der einzelnen Nocken 28 korrelieren mit dem Aussendurchmesser des  Distanzrings 9. Dies dient der Erleichterung der Montage, weil sich  dadurch die Distanzringe 9 beim Montieren leichter positionieren  lassen. 



   In der Fig. 11 ist eine Variante des in der Fig. 3 dargestellten  Gleitkörpers 6 gezeigt. Auch dieser weist vorteilhaft einen Steg  27 und Nocken 28 auf. Die Höhe H des Stegs 27 ist vorteilhaft geringfügig  grösser als die Dicke der Arme 13 der Halterung 4 (Fig. 3). Damit  steht die Oberfläche des Stegs 27 gegenüber den Armen 13 im montierten  Zustand etwas aus der Halterung 4 vor. Damit ist die Beweglichkeit  des Gleitkörpers 6 gegenüber der Halterung 4 unter allen Umständen  garantiert. Auf die Grösse des Drehmoments beim 



     Anziehen der Schraube 8 (Fig. 2a) kommt es dann gar nicht an.  Auch diese Massnahme erleichtert die Montage. 



   Das beschriebene Glasfassadensystem ist erkennbar kostengünstig herstellbar.

Claims (11)

1. Glasfassadensystem, bestehend aus flächigen Glaselementen (1) und Befestigungsmitteln (2), mit denen die Glaselemente (1) mit einer mit dem Baukörper eines Gebäudes verbundenen Tragkonstruktion (3) verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, - dass die Befestigungsmittel (2) bestehen aus - einer Halterung (4), - einem innerhalb der Halterung (4) verschiebbaren Gleitkörper (6) mit einer in einem Loch angeordneten Mutter (7), - einer in diese Mutter (7) einschraubbaren Schraube (8) und - einem ersten Distanzring (9) mit gleitfähiger Oberfläche, und - einem in ein Loch des Glaselements (1) zu platzierendes Einlageelement (10) - dass die Halterung (4) auf der Tragkonstruktion (3) aufschweissbar ist, - dass die flächigen Glaselemente (1) Öffnungen aufweisen, durch die hindurch jeweils eine der Schrauben (8) in die Mutter (7) des Gleitkörpers (6) einschraubbar ist,
wobei der erste Distanzring (9) die Schraube (8) umgibt und zwischen dem flächigen Glaselement (1) und der Halterung (4) angeordnet ist.
2. Glasfassadensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Halterung (4) frei bleibender Innenraum (11), in dem der Gleitkörper (6) angeordnet ist, in seiner Höhe so bemessen ist, dass der Gleitkörper (6) in vertikaler Richtung innerhalb der Halterung (4) verschiebbar ist.
3. Glasfassadensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Halterung (4) frei bleibender Innenraum (11), in dem der Gleitkörper (6) angeordnet ist, in seiner Höhe so bemessen ist, dass der Gleitkörper (6) in vertikaler Richtung innerhalb der Halterung (4) nicht verschiebbar ist.
4.
Glasfassadensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (4) eine Gewindebohrung (15) aufweist, in die eine Madenschraube eindrehbar ist, wobei durch die eingedrehte und festgezogene Madenschraube der Gleitkörper (6) innerhalb der Halterung (4) in seiner Lage gegenüber der Halterung (4) fixiert ist.
5. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Glaselement (1) zugekehrte Fläche der Halterung (4) gegenüber deren Rückseite (5) um einen die Neigung des Glaselements (1) bestimmenden Neigungswinkel alpha geneigt ist.
6.
Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Einlageelement (10) und dem ersten Distanzring (9) ein zweiter Distanzring (25) angeordnet ist, und dass zwischen dem ersten Distanzring (9) und dem zweiten Distanzring (25) und zwischen dem zweiten Distanzring (25) und dem Einlageelement (10) je ein Glaselement (1) angeordnet ist.
7. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper (6) Nasen (16) aufweist, die die horizontale Verschiebbarkeit des Gleitkörpers (6) innerhalb der Halterung (4) begrenzen.
8. Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper (6) einen Steg (27) aufweist, dessen Höhe H geringfügig grösser ist als die Dicke der Arme (13) der Halterung (4).
9.
Glasfassadensystem nach Anspruch 8, dass auf dem Steg (27) Nocken (28) angeordnet sind, deren Abstand mit dem Aussendurchmesser des ersten Distanzrings (9) korreliert.
10. Glasfassadensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Oberkanten der Glaselemente (1) an der Stelle von Löchern, durch die die Schraube (8) hindurchgeführt ist, Einbuchtungen (20) angeordnet sind.
11.
Glasfassadensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Glaselement (1) von vier Befestigungsmitteln (2) gehalten wird, - von denen eines so beschaffen ist, dass an diesem Befestigungspunkt der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) weder horizontal noch vertikal verschiebbar ist, - von denen ein zweites so beschaffen ist, dass an diesem Befestigungspunkt der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) ausschliesslich horizontal verschiebbar ist, - von denen ein drittes und ein viertes so beschaffen ist, dass an diesen Befestigungspunkten der Gleitkörper (6) in der Halterung (4) sowohl horizontal als auch vertikal verschiebbar ist.
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