CH694062A5 - Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb. - Google Patents

Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb. Download PDF

Info

Publication number
CH694062A5
CH694062A5 CH01368/99A CH136899A CH694062A5 CH 694062 A5 CH694062 A5 CH 694062A5 CH 01368/99 A CH01368/99 A CH 01368/99A CH 136899 A CH136899 A CH 136899A CH 694062 A5 CH694062 A5 CH 694062A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
test
light
test tube
sample
tube
Prior art date
Application number
CH01368/99A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Koch
Hans Grossmann
Original Assignee
Tecan Trading Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tecan Trading Ag filed Critical Tecan Trading Ag
Priority to CH01368/99A priority Critical patent/CH694062A5/de
Publication of CH694062A5 publication Critical patent/CH694062A5/de

Links

Classifications

    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N15/00—Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
    • G01N15/04—Investigating sedimentation of particle suspensions
    • G01N15/05—Investigating sedimentation of particle suspensions in blood
    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00—Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/17—Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
    • G01N21/25—Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands
    • G01N21/31—Investigating relative effect of material at wavelengths characteristic of specific elements or molecules, e.g. atomic absorption spectrometry

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)

Description


  



   Technisches Gebiet  



   Die Erfindung betrifft eine Prüfeinrichtung für mit chemischen Substanzen  gefüllte Proberöhren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie  ein Verfahren zu ihrem Betrieb. Prüfeinrichtungen dieser Art eignen  sich vor allem zum Einsatz in biologischen und medizinischen Labors,  wo sie beispielsweise zur Vorbereitung von zentrifugierten Blutproben  u.Ä. für verschiedene Verarbeitungsschritte, z.B. für das Pipettieren,  eingesetzt werden können.  Stand der Technik  



   Bisher sind lediglich Prüfgeräte bekannt geworden, die auf Etiketten  von Proberöhren angebrachte Balkencodes lesen. Es handelt sich dabei  um Abwandlungen bekannter Lesegeräte, wie sie auf vielen Gebieten  eingesetzt werden. Die besagten Prüfgeräte arbeiten daher ebenfalls  mit reflektiertem Licht, was für das Lesen eines Balkencodes ausreicht,  aber für eine weiter gehende Analyse nicht geeignet ist.  Darstellung  der Erfindung  



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein gattungsgemässes Prüfgerät  anzugeben, das in weit über die bekannte Anwendung hinausgehender  Weise auch den Inhalt der Proberöhre so weit analysiert, dass nachfolgende  Verarbeitungsschritte automatisiert oder mindestens vereinfacht werden  können. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des  Anspruchs 1 gelöst. 



     Die Erfindung schafft die Voraussetzung für eine weit gehende  Analyse des Inhalts von Proberöhren. Selbst bei durch Etiketten mehr  oder weniger stark verklebten Proberöhren kann der Füllstand festgestellt  werden und, falls es sich um eine zentrifugierte Blutprobe handelt,  auch die Grenze des Blutkuchens und gegebenenfalls die Grenze zwischen  Gel und Serum. Insbesondere wenn die erfindungsgemässe Prüfeinrichtung  nach dem Verfahren gemäss Anspruch 13 betrieben wird, kann die Probe  sehr weit gehend automatisch analysiert werden. Die Ergebnisse können  z.B. zur Berechnung der in der Proberöhre enthaltenen Menge an Serum  verwendet und zur Steuerung eines Pipettiergeräts herangezogen werden.  Kurze Beschreibung der Zeichnungen  



   Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, welche lediglich  ein Ausführungsbeispiel darstellen, näher erläutert. Es zeigen      Fig. 1a eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Prüfeinrichtung  mit abgenommenen Gehäuseteilen, mit der Haltevorrichtung in einer  Prüfposition,     Fig. 1b eine Seitenansicht entsprechend Fig.  1a, mit der Haltevorrichtung in einer Übergabeposition,     Fig.  2   eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Prüfeinrichtung,     Fig. 3   vergrössert eine Ansicht der Haltevorrichtung von unten  und     Fig. 4   einen Schnitt längs IV-IV in Fig. 1b und Fig.  3.   Wege zur Ausführung der Erfindung  



   Die Prüfeinrichtung enthält in einem Gehäuse, von welchem nur die  tragende Rückwand 1 dargestellt ist, eine Lichtquelle 2 mit einer  Halogenlampe, der ein faseroptischer Querschnittswandler 3 nachgeordnet  ist, welcher das Licht auf eine Proberöhre 4 und ihre unmittelbare  Umgebung konzentriert, wenn sich eine die Proberöhre 4, die eine  Probe enthält und gewöhnlich mit einem Zapfen verschlossen ist, haltende,  als Greifer 5 ausgebildete Haltevorrichtung in Prüfposition befindet  (Fig. 1a). Das Durchlicht wird von einer auf der der Lichtquelle  2 und dem Querschnittswandler 3 gegenüberliegenden Seite der Proberöhre  4 angeordneten elektronischen Farbkamera 6 aufgefangen. 



   Der Greifer 5 weist (s. a. Fig. 3, 4) zwei in einer Führung 7 mittels  eines Ritzels 8 gegeneinander verschiebbar gelagerten Backen 9a,  b auf. Jeder Backen trägt zwei Rollen 10a, b; c, d, von denen die  Rollen 10c, d des Backen 9b mittels eines Elektromotors 11 über einen  Zahnriemen 12 antreibbar sind. Der Zahnriemen 12 wirkt direkt auf  die Rolle 10c, welche über ein Ritzel 13 auf die Rolle 10d einwirkt.  Die Proberöhre 4 wird durch die Rollen 10a, b, c, d gehalten, welche  sie zwischen ihren Umfangsflächen klemmen. Durch Drehen der Rollen  10c, d kann die Proberöhre 4 in verschiedene Winkellagen bezüglich  ihrer Längsachse gebracht werden. 



   Die Führung 7 des Greifers 5 ist über eine Brücke 14 mit einem Gleitstück  15 einer Hubvorrichtung 16 starr verbunden. Das Gleitstück 15 ist  längs vertikaler Führungsstangen 17a, b mittels eines Elektromotors  18, der über einen geschlossenen Riemen 19 auf dasselbe einwirkt,  verschiebbar. Es nimmt dabei den Greifer 5 mit, sodass derselbe ebenfalls  vertikal    verschiebbar ist, und zwar zwischen der Übergabeposition  (Fig. 1b) und der darüber liegenden Prüfposition (Fig. 1a). 



   Am Gleitstück 15 greift ein weiterer Riemen 20 an, welcher abwechselnd  über fest stehende Rollen 21a, b und an einem verschiebbaren Block  22 gelagerte Rollen 21c, d läuft und dessen anderes Ende bezüglich  der Rückwand 1 festgelegt ist. Am Block 22 greifen zwei ebenfalls  an der Rückwand 1 verankerte Federn 23a, b an, welche auf denselben  eine nach unten gerichtete Zugkraft ausüben. Die flaschenzugartige  Konstruktion hat den Zweck, das Gewicht des Gleitstücks 15, der Brücke  14 und des Greifers 5 weit gehend auszugleichen, sodass der Elektromotor  18 nur wenig Kraft zum Heben und Senken der besagten Teile aufzubringen  braucht. 



   Die Prüfeinrichtung weist ausserdem eine nicht dargestellte Recheneinheit  auf, die sowohl der Auswertung der von der Farbkamera 6 aufgenommenen  Bilder als auch der Steuerung der Prüfeinrichtung dient. Sie kann  z.B. als eingebauter Hochleistungs-Mikroprozessor mit den erforderlichen  Zusatzbausteinen ausgebildet sein. Sie kann jedoch auch extern sein.                                                           



   Zur Prüfung wird die Proberöhre 4, die dabei in eine Halterung eingesteckt  sein kann, mittels eines geeigneten Transportmittels, z.B. eines  Transportbandes, in die Übergabeposition gebracht. Anschliessend  wird der Greifer 5 mittels der Hubvorrichtung 16 aus der Prüfposition  (Fig. 1a) abgesenkt, indem der geschlossene Riemen 19 durch den Elektromotor  18 entsprechend angetrieben wird. Sobald der Greifer 5 die Übergabeposition  erreicht hat (Fig. 1b), werden mittels des Elektromotors 11 die beiden  Backen 9a, b des Greifers 5 aufeinander zu geschoben, bis die Rollen  10a, b und 10c, d die Proberöhre 4 an der Aussenseite berühren    und zwischen sich festklemmen (Fig. 3). Anschliessend wird der Greifer  5 mit der Proberöhre 4 mittels der Hubvorrichtung 16 wiederum in  die Prüfposition angehoben (Fig. 1a). 



   Die Proberöhre 4 liegt nun im Bereich des von der Lichtquelle 2 ausgehenden  und vom Querschnittswandler 3 konzentrierten Lichtstrahls. Sie wird  zwischen den Rollen 10a, b; c, d so gehalten, dass sie weit gehend  freiliegt, insbesondere ein schmaleres Untersuchungsfeld um ihre  Längsachse völlig frei ist. Nun werden mit Verschlusszeiten von z.B.  1/5000 sec, 1/500 sec und 1/50 sec mittels der Farbkamera 6 Aufnahmen  gemacht, d.h. auf Grund des empfangenen Bildes ein elektrisches Ausgangssignal  erzeugt und digitalisiert. Durch den Einsatz verschiedener Belichtungszeiten  kann der Belichtungsgrad bei gleicher Farbtemperatur verändert werden,  was vor allem für die Prüfung von mit Etiketten verklebten Proberöhren  wichtig ist. Das Gesamtbild enthält das Bild der ganzen Proberöhre  4. 



   Für jedes Pixel und jede der Farben Rot, Grün und Blau wird eine  Helligkeit 1 p  (x, h,  ? , T, F) als 8-bit-Zahl im Speicher der  Recheneinheit abgelegt. Dabei bedeuten x die Breite, d.h. den Abstand  (in Pixeln) vom linken Rand des Bildes, h die Höhe, d.h. den Abstand  von seinem unteren Rand,  ?  den Drehwinkel, T die Belichtungszeit,  bei denen die Aufnahme gemacht wurde, und F die Farbe. Die erste  Aufnahme wird zuerst grob ausgewertet, indem vom Bildrand her die  Schatten der Wände der Proberöhre 4, die den Rand ihres Bildes kennzeichnen,  gesucht werden. Aus ihrer Lage wird in der Recheneinheit der Durchmesser  der Proberöhre 4 ermittelt. In dieser Phase kann auch der Typ der  Proberöhre 4, z.B. indem    zusätzlich zum Durchmesser der Schatten  des Zapfens derselben berücksichtigt wird, festgestellt werden. 



   Den weiteren Untersuchungen wird lediglich ein engeres Untersuchungsfeld  zu Grunde gelegt, ein rechteckiger Ausschnitt aus dem Gesamtbild,  das sich zwar über die ganze Länge der Proberöhre 4 erstreckt, aber  auf eine Umgebung der Längsachse beschränkt, die deutlich schmaler  ist als das Bild der Proberöhre. Aus den Helligkeiten 1 p  (x, h,  ? , T, F) im Untersuchungsfeld, dessen Breite einige zehn und dessen  Länge einge hundert Pixel betragen kann, werden nun durch Maximum-,  Minimum- bzw. Durchschnittsbildung über die Breite x die Grössen 



   



   1 max (h, T, F,  ? ), 1 min (h, T, F,  ? ), 1 mit (h, T, F,  ? )  abgeleitet und ebenfalls im Speicher abgelegt. Sie bilden die Grundlage  für die weitere Auswertung. Dieser Prozess der Herstellung von je  drei Aufnahmen mit drei sich jeweils um einen Faktor zwischen 8 und  12, vorzugsweise 10 unterscheidenden Belichtungszeiten wird nun bei  insgesamt 16 äquidistanten Drehlagen, d.h. bei Winkeln  ?  = 360/n,  n=0, ..., 15 ausgeführt. Die Drehung der Proberöhre 4 erfolgt dabei  so, dass die Rollen 10c, d durch den Elektromotor 11 gedreht werden.  In die Bemessung dieser Drehung geht natürlich der vorher ermittelte  Durchmesser der Proberöhre 4 ein. 



   Für die weitere Auswertung werden für jede Höhenposition die mittleren  Helligkeiten weiter über die Farben gemittelt und auf diese Weise  Gesamthelligkeiten 



   
EMI6.1
 



     erzeugt. Diese Grössen werden zunächst den weiteren Auswertungsschritten  zu Grunde gelegt. 



   Dann werden für jeden Drehwinkel und die minimale Verschlusszeit  von 1/5000 sec alle lokalen Maxima der Helligkeit L(h,  ? , 1/5000)  über die Höhe ermittelt und Unterschiede zwischen aufeinander folgenden  Maxima, die eine Schwelle überschreiten, als Übergänge gekennzeichnet,  deren Lage und andere Eigenschaften in einer Liste im Speicher der  Recheneinheit abgelegt wird. Die Eigenschaften umfassen die Kennzeichnung  positiv oder negativ. Ein Übergang wird als positiv gekennzeichnet,  wenn die Helligkeit mit steigender Höhe abnimmt und als negativ,  wenn sie zunimmt. Als weitere Eigenschaften werden die mittleren  Helligkeiten 1 mit  (h, 1/5000, F,  ? ) unterhalb und oberhalb des  Überganges abgelegt. Die Liste der Übergänge wird der weiteren Auswertung  zu Grunde gelegt.

   Durch die Beschränkung auf Maxima werden bei der  Ermittlung der Übergänge örtlich begrenzte Störungen, wie sie z.B.  durch Aufdrucke wie Balkencodes auf Etiketten verursacht werden,  ausgefiltert. 



   Ist die Probe eine zentrifugierte Blutprobe, was den am meisten interessierenden  Fall darstellt, so können auch die bekannten Eigenschaften der Probe  für die Auswertung mit herangezogen werden. Eine derartige Probe  enthält zuunterst in der Regel einen sehr dunklen Blutkuchen, auf  welchen gewöhnlich ein mehr oder weniger trübes Gel folgt, das aber  auch fehlen kann. Auf dieses folgt das verhältnismässig klare Serum,  das von einer dunkleren Deckschicht abgeschlossen wird. Die Bestandteile  der Probe verursachen also im Allgemeinen nur negative Übergänge,  da die Transparenz von unten nach oben zunimmt. Eine Besonderheit  stellt die Deckschicht am oberen Ende der Probe dar, welche einen  kurzen, i.a. höchstens 2,5 mm langen, aber deutlichen    Einbruch  der Transparenz und damit der Helligkeiten und zugleich eine Farbänderung  bewirkt. 



   Zur Bestimmung der Grenze des Blutkuchens wird zuerst die mittlere  Helligkeit bei der maximalen Belichtung 1/50 weiter über den Drehwinkel  gemittelt: 



   
EMI8.1
 



   und von dieser Funktion das Minimum ermittelt. Ausgehend von dessen  Lage wird nach der Richtung zunehmender Höhe eine Stelle gesucht,  wo die Differenz des Farbortes eine vorgegebene Schwelle überschreitet:                                                        



   



   DELTA F(h,  ? ) = ! [(r 1 -r 2 )<2> + (g 1 -g 2 )<2> + (b 1 -b 2  )<2>] > S K , 



   



   wobei r 1 , r 2  etc. die Helligkeit in den einzelnen Farben an z.B.  20 Pixel in der Höhe voneinander beabstandeten Punkten darstellt.  Von den ersten, tiefsten h-Werten, bei denen diese Bedingung erfüllt  ist, wird das Minimum über den Winkel  ?  genommen, d.h. es wird  der minimale Abstand vom unteren Ende ermittelt, bei welchem die  Farbortdifferenz die Schwelle überschreitet. Dieser Wert wird als  obere Grenze des Blutkuchens gespeichert. 



   Ein positiver Übergang zeigt immer einen unteren Etikettenrand an,  da die Probe selbst im Wesentlichen nur negative Übergänge verursacht.  Ein nachfolgender negativer Übergang zeigt in der Regel den oberen  Rand der Etikette an. Er kann jedoch auch die Grenze Gel-Serum bedeuten.  Da an dieser gewöhnlich ein Farbsprung auftritt, kann er von einem  Etikettenrand gewöhnlich durch Vergleich der    farbspezifischen  Helligkeiten oberhalb und unterhalb des Überganges unterschieden  werden. 



   Werden Etikettenränder nur bei einem Teil der Winkellagen festgestellt,  kann die Auswertung ganz oder überwiegend auf die etikettenfreien  Winkellagen konzentriert werden. Erstrecken sich Etiketten über alle  Winkellagen, so sind von ihnen verdeckte Grenzen, insbesondere die  Grenze Gel-Serum oft bei Belichtungszeit 1/5000 sec nicht auszumachen.  In diesem Fall wird auf die bei längeren Belichtungszeiten ermittelten  Helligkeiten zurückgegriffen, die dann wie oben beschrieben zur Ermittlung  von Übergängen herangezogen werden. Nach der Deckschicht des Serums  kann speziell gesucht werden, da sie wie erwähnt durch ein spezifisches  Muster gekennzeichnet ist. 



   Die Methode, die bei der Auswertung der Übergänge verfolgt wird,  z.B. zuerst Feststellung der Lage von Etiketten und gegebenenfalls  Suche nach der Gel-Serum-Grenze und der Deckschicht im etikettenfreien  Bereich oder zuerst Feststellung der Deckschicht, dann Suche nach  der Gel-Serum-Grenze zwischen derselben und dem Blutkuchen, kann  fest vorgegeben oder auch nach den Eigenschaften der zu erwartenden  Proben ausgewählt werden. Zum Abschluss werden die Lagen der Übergänge,  welche die Gel-Serum-Grenze und die Deckschicht und damit den Füllstand  der Proberöhre kennzeichnen, herausgehoben und ihre Lage, ebenso  wie die der Grenze des Blutkuchens, mittels einer vorher ermittelten  Kalibrierung von Pixeln in Millimeter umgerechnet und als Ergebnis  der Prüfung ausgegeben. 



   Schliesslich wird der Greifer 5 wieder in die Übergabeposition (Fig.  1b) abgesenkt und die Proberöhre 4 an die Transporteinrichtung zurückgegeben.  Bezugszeichenliste  



   1 Rückwand 



   2 Lichtquelle 



   3 Querschnittswandler 



   4 Proberöhre 



   5 Greifer 



   6 Farbkamera 



   7 Führung 



   8 Ritzel 9a, b Backen 10a, b, c, d Rollen 



   11 Elektromotor 



   12 Zahnriemen 



   13 Ritzel 



   14 Brücke 



   15 Gleitstück 



   16 Hubvorrichtung 17a, b Führungsstangen 



   18 Elektromotor 



   19 Riemen 20 Riemen 21a, b, c, d Rollen 22 Block 23a, b Federn

Claims (23)

1. Prüfeinrichtung für mit chemischen Substanzen vorzugsweise biologischer Herkunft, insbesondere zentrifugierten Blutproben gefüllten Proberöhren, mit einer Halteeinrichtung zum Festhalten einer Proberöhre (4) in vertikaler Lage, einer Lichtquelle (2) und einem zu räumlicher Auflösung einfallenden Lichtes geeigneten Lichtempfänger, der ein vom empfangenen Licht abhängiges elektrisches Ausgangssignal erzeugt sowie einer Recheneinrichtung zur rechnerischen Verarbeitung des besagten Ausgangssignals, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung zwischen der Lichtquelle (2) und dem Lichtempfänger angeordnet ist, sodass der Letztere die Proberöhre (4) durchdringendes Durchlicht empfängt.
2. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (2) eine Halogenlampe umfasst.
3.
Prüfeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lichtquelle (2) und der Halteeinrichtung ein Querschnittswandler (3) angeordnet ist, welcher das Licht auf die Proberöhre (4) konzentriert.
4. Prüfeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnittswandler (3) als faseroptischer Querschnittswandler ausgebildet ist.
5. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtempfänger geeignet ist, das empfangene Licht nach zwei Dimensionen räumlich aufzulösen.
6. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtempfänger geeignet ist, das empfangene Licht nach mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei verschiedenen Wellenlängenbereichen aufzulösen.
7.
Prüfeinrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtempfänger als elektronische Farbkamera (6) ausgebildet ist, welche geeignet ist, das empfangene Licht nach drei Wellenlängenbereichen aufzulösen.
8. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung als Greifer (5) ausgebildet ist mit zwei gegeneinander bewegbaren Backen (9a, 9b) zum Fassen der Proberöhre (4).
9. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung eine Drehvorrichtung zur Drehung der Proberöhre (4) um ihre Längsachse umfasst.
10.
Prüfeinrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (9a, 9b) als Drehvorrichtung drehbare Rollen (10a, 10b; 10c, 10d) zum Klemmen der Proberöhre (4) tragen, von denen mindestens eine zum Drehen der Proberöhre (4) antreibbar ist.
11. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Verschubvorrichtung umfasst, welche geeignet ist, die Haltevorrichtung zwischen einer Prüfposition und einer Übergabeposition hin- und herzubewegen.
12. Prüfeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschubvorrichtung als Hubvorrichtung (16) ausgebildet ist und die Prüfposition oberhalb der Übergabeposition liegt.
13.
Verfahren zum Betrieb einer Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Aufnahmen einer zu prüfenden Proberöhre (4) gemacht werden, indem jeweils die während einer Belichtungszeit vom Lichtempfänger ermittelten Helligkeiten in digitale Signale umgewandelt und dieselben der Recheneinrichtung zugeleitet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei sonst gleichen Parametern Aufnahmen bei mehreren verschiedenen Drehlagen der Proberöhre (4) bezüglich ihrer Längsachse gemacht werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der verschiedenen Drehlagen mindestens 10 beträgt.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehlagen gleichmässig über einen Kreis verteilt sind.
17.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass bei sonst gleichen Parametern Aufnahmen bei mehreren verschiedenen Belichtungsgraden gemacht werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Belichtungsgrade sich ausschliesslich durch verschiedene Belichtungszeiten unterscheiden.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sich benachbarte Belichtungszeiten jeweils um einen zwischen 8 und 12 liegenden Faktor unterscheiden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Helligkeiten nach Pixeln, die über eine zur Längsachse der Proberöhre (4) parallele Höhe und eine dazu normale Breite verteilt sind und gegebenenfalls nach weiteren Parametern abrufbar in der Recheneinheit gespeichert werden.
21.
Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Lage von Grenzen zwischen Bestandteilen der Probe oder von Rändern von auf der Proberöhre (4) angebrachten Etiketten vorzugsweise lediglich in einem schmalen die Längsachse der Proberöhre (4) umgebenden Untersuchungsfeld Änderungen von Helligkeiten oder von aus ihnen durch Verarbeitung, insbesondere Summation, Mittelung oder Extremwertbildung abgeleiteten Grössen wie z.B. einer Gesamthelligkeit, die als Summe der Helligkeiten über Farben ermittelt wird, als Funktionen der Höhe Übergänge festgestellt und deren Lage sowie weitere Eigenschaften ermittelt werden.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Übergang festgestellt wird, wenn der Unterschied zwischen den Werten zweier aufeinander folgender lokaler Maxima eine Schwelle überschreitet.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass als Eigenschaft eines Überganges jeweils mindestens die Tatsache der Zunahme oder Abnahme der Gesamthelligkeit ermittelt wird.
CH01368/99A 1999-07-26 1999-07-26 Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb. CH694062A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH01368/99A CH694062A5 (de) 1999-07-26 1999-07-26 Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH01368/99A CH694062A5 (de) 1999-07-26 1999-07-26 Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH694062A5 true CH694062A5 (de) 2004-06-30

Family

ID=32477076

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH01368/99A CH694062A5 (de) 1999-07-26 1999-07-26 Prüfeinrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH694062A5 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113218868A (zh) * 2021-05-19 2021-08-06 东营晨丰电子科技有限公司 原油中含水及沉淀物的测定装置及测定方法

Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4558947A (en) * 1983-11-07 1985-12-17 Wardlaw Stephen C Method and apparatus for measuring blood constituent counts
US4609991A (en) * 1983-07-19 1986-09-02 The United States Of America As Represented By The Department Of Health And Human Services Automated system for determining the molecular weight and/or concentration of macromolecules via sedimentation equilibrium
US4873875A (en) * 1986-06-27 1989-10-17 Prism Technology, Inc. System for optically interrogating liquid samples and for withdrawing selected sample portions
JPH0240539A (ja) * 1988-07-30 1990-02-09 Sumitomo Electric Ind Ltd 分画検出装置
US5003488A (en) * 1989-03-10 1991-03-26 Gespac, Inc. Automatic fluid sedimentation rate measurement apparatus and method
DE4036048A1 (de) * 1989-11-14 1991-05-16 Franz Raab Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der schaumhoehe oder der sedimentationshoehe in fluessigkeiten
US5260598A (en) * 1991-10-04 1993-11-09 Fresenius Ag Device for separation of media into their components having means for detection and adjustment of the phase boundary
US5531104A (en) * 1994-03-21 1996-07-02 Sia Schweizer Schmirgel Device and method for automatic detection of the height of sedimentation in a sedimentometer
WO1996039618A1 (en) * 1995-06-06 1996-12-12 Brigham And Women's Hospital Determining erythrocyte sedimentation rate and hematocrit

Patent Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4609991A (en) * 1983-07-19 1986-09-02 The United States Of America As Represented By The Department Of Health And Human Services Automated system for determining the molecular weight and/or concentration of macromolecules via sedimentation equilibrium
US4558947A (en) * 1983-11-07 1985-12-17 Wardlaw Stephen C Method and apparatus for measuring blood constituent counts
US4873875A (en) * 1986-06-27 1989-10-17 Prism Technology, Inc. System for optically interrogating liquid samples and for withdrawing selected sample portions
JPH0240539A (ja) * 1988-07-30 1990-02-09 Sumitomo Electric Ind Ltd 分画検出装置
US5003488A (en) * 1989-03-10 1991-03-26 Gespac, Inc. Automatic fluid sedimentation rate measurement apparatus and method
DE4036048A1 (de) * 1989-11-14 1991-05-16 Franz Raab Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der schaumhoehe oder der sedimentationshoehe in fluessigkeiten
US5260598A (en) * 1991-10-04 1993-11-09 Fresenius Ag Device for separation of media into their components having means for detection and adjustment of the phase boundary
US5531104A (en) * 1994-03-21 1996-07-02 Sia Schweizer Schmirgel Device and method for automatic detection of the height of sedimentation in a sedimentometer
WO1996039618A1 (en) * 1995-06-06 1996-12-12 Brigham And Women's Hospital Determining erythrocyte sedimentation rate and hematocrit

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 199 (P - 1040) 23 April 1990 (1990-04-23) *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113218868A (zh) * 2021-05-19 2021-08-06 东营晨丰电子科技有限公司 原油中含水及沉淀物的测定装置及测定方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE112019001825B4 (de) Präzises Teststreifen-Lesesystem auf Grundlage der Kolorimetrie
DE69433317T2 (de) Videoteststreifenleser und Verfahren zur Bewertung von Teststreifen
EP2316023B1 (de) Analysesystem mit Codierungserkennung
DE69518834T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Erythrozytensedimentationsrate
EP1248947B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur charakterisierung einer kulturflüssigkeit
DE69429145T2 (de) Klassifikation und Prüfvorrichtung für Teilchen in einer Flüssigkeit
DE4136025C2 (de) Verfahren zum Unterscheiden eines Teilchenagglutinationsmusters
DE2642170A1 (de) Spektrophotometer
DE112009001650T5 (de) Lochinspektionsverfahren und -vorrichtung
DE142120T1 (de) Verfahren und apparat zur zaehlung von blutbestandteilen.
WO2016184816A1 (de) Prüfverfahren und prüfsystem
DE102008009975A1 (de) Vorrichtung zur Abbildung der Innenfläche eines vorzugsweise im wesentlichen rotationssymmetrischen Hohlraumes in einem Werkstück
WO1998058242A1 (de) Verfahren und anordnung zur analyse der beschaffenheit einer oberfläche
DE4343157C1 (de) Verfahren zur automatischen Charakterisierung von mechanischen und/oder geometrischen Eigenschaften von Stapelfaserproben sowie dafür geeignete Vorrichtung
EP2024728B1 (de) Verfahren und detektionsvorrichtung zur bildgebenden erfassung einer probe
WO2000067547A2 (de) Verfahren zur detektion von serum und zur erfassung seiner qualität und anordnungen hierzu
WO2016116291A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur ermittlung der wirkung von wirkstoffen an nematoden und anderen organismen in wässrigen tests
EP0955538A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Feststellung und/oder Visualisierung von Fehlern auf der Oberfläche von Gegenständen
DE102021206157A1 (de) System und Verfahren zur Feststellung der optischen Stärke von trockenen ophthalmischen Linsen
EP1443352A1 (de) Optischer Aufbau zum Aufsetzen auf ein Mikroskop für die Vermessung von periodischen Bewegungen einer Mikrostruktur
EP3462164A1 (de) Anordnung und verfahren zur inspektion von bewegten plattenförmigen objekten
WO2025000001A1 (de) Verfahren zum bestimmen von hämolyse, ikterus und/oder lipämie in einer blutprobe
EP3904867B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bestimmung der bruchfläche einer probe
WO2013060483A2 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontrolle des volumens und der zusammensetzung mindestens einer probe
EP2195610B1 (de) Vefahren und vorrichtung zum erfassen einer oberfläche oder eines oberflächenabschnitts eines körpers

Legal Events

Date Code Title Description
NV New agent

Representative=s name: OK PAT AG

PUE Assignment

Owner name: TECAN TRADING AG

Free format text: TECAN AG#FELDBACHSTRASSE 80#8634 HOMBRECHTIKON (CH) -TRANSFER TO- TECAN TRADING AG#SEESTRASSE 103#8708 MAENNEDORF (CH)

PL Patent ceased